Frauen und der Sexualpartner
Der verheimlichte Mann
Sexualforscher haben schon immer verständnislos den Kopf geschüttelt, wie das nur möglich ist: Umfragen kommen in schöner Regelmäßigkeit zu dem Ergebnis, dass Männer mehr Geschlechtspartner haben als Frauen.
Weil es aber immer zwei zum Liebesspiel braucht, müssen diese Angaben zumindest teilweise gelogen sein. Jetzt scheint klar: Nicht Männer prahlen mit ihrer Promiskuität, geflunkert wird vielmehr von den Frauen.
Terri Fisher, Psychologin an der Ohio State University, stellte weiblichen Probanden die Frage nach der Anzahl ihrer Sexualpartner zweimal. Im ersten Durchgang ergab sich ein Durchschnittswert von 2,6 Männern. Dann gab die Forscherin vor, beim Test sei ein Lügendetektor angeschlossen - und prompt schnellte die Zahl der Sexpartner auf 4,4.
Die Angst, beim Schwindeln ertappt zu werden, erhöhte offenbar die Ehrlichkeit. Bei der Befragung der Männer hingegen blieb trotz vermeintlichen Lügendetektors die Zahl der angegebenen Partner konstant.
Fisher deutet das Ergebnis so: "Die Frauen scheinen sich durch ihr Rollenverständnis dazu gezwungen zu fühlen, kein promiskes, sondern ein partnerschaftliches Sexualverhalten vorzugeben."
Re: Frauen und der Sexualpartner
Als Antwort auf: Frauen und der Sexualpartner von Odin am 11. Juli 2003 09:19:14:
Fisher deutet das Ergebnis so: "Die Frauen scheinen sich durch ihr Rollenverständnis dazu gezwungen zu fühlen, kein promiskes, sondern ein partnerschaftliches Sexualverhalten vorzugeben."
Was das "unterschiedliche Rollenverständnis" angeht: Es wird in Debatten über Promiskurität heute oft übersehen, daß diese bis zur "sexuellen Revolution" der 60er Jahre auch für Männer sehr verpönt war, galt als gesellschaftliches Leitbild doch der solide Familienvater. Unsere Großväter konnen noch ein Lied davon singen, wie es damals war, als es - außerhalb des Rotlicht-Milieus - kaum möglich war, für ein unverheiratetes Paar ein Hotelzimmer zu mieten. Irgendwie kommt in der "Geschlechter-Forschung" auch nie vor, daß bis in die 60er Jahre auch die Erziehung von Jungen äußerst sexual-feindlich war.
Daß Frauen auch heute noch, wenn es um die Zahl der Sexualpartner geht, diese nach unten "korrigieren", liegt wohl daran, daß bei ihnen nicht nur die alte Prüderie nachwirkt, sondern sie sich auch gerne als die besseren Menschen sehen (und die Männer als die schlimmen "Schwerenöter"). Das merkt man auch noch an einer anderen Masche: Wenn eine Single-Frau nur mal fxxxxx will, muß sie sich erstmal einreden, sie sei verliebt in den betreffenden Typen. Am Ende glaubt sie das dann selber, und wenn sich der One-night-stand dann als solcher herausstellt, war natürlich der Mann wieder völlig "unsensibel". Dieses Urteil ermöglicht es ihr wiederum, sich emotial von ihm zu distanzieren und sich neu zu "verlieben".
Wann checken die endlich, daß sie nicht emanzipierte Frau und unschuldiges Mädchen zugleich sein können?