Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

Archiv 1 - 20.06.2001 - 20.05.2006

67114 Postings in 8047 Threads

[Homepage] - [Archiv 1] - [Archiv 2] - [Forum]

Neue Richtlinien für Uni-Stellenausschreibungen

Lars, Friday, 04.07.2003, 16:06 (vor 8251 Tagen)

Ein Kumpel vor mir, der gerade Examen macht, hat mich darauf aufmerksam gemacht und ich wollte es erst auch nicht glauben (konnte es dann aber in verschiedenen online-Stellenausschreibungen schwarz auf weiß nachlesen):

Bei fielen Stellenausschreibungen heißt es jetzt AUSDRÜCKLICH und WÖRTLICH, daß, um "den Frauenanteil zu erhöhen", bei "gleicher Qualifikation weiblichle Kandidaten bevorzugt berückrücksichtigt werden"! Das geschieht dann unter Berufung auf "Gleichstellungsgesetzte" der jeweiligen Bundersländer

Das geht ja im Grunde noch über die Quote hinaus, denn nicht mehr bei den Bewerbern wird jetzt 50:50 gesagt, sondern in Hinblick auf den Betrieb (hier eben die Unis). D. h. es sollen solange explizit BEVORZUGT Frauen eingestellt werden, bis im ganzen BETRIEB 50:50 realisiert ist; auch wenn das viele BEWERBERJAHRGÄNGE lang auf eine 80:20-Anti-Männer-Quote hinauslaufen könnte (also nur noch männliche Bewerber eine Chance haben, deren Qualifikation unbestreitbar weit über der jeder Bewerberin liegt.)

Ok, ich weiß, real haben solche Richtlinien nicht unbedingt viel zu sagen, denn alles ist Ermessenssache, Männerseilschaften können diese Richtlinie aushöhlen, Frauenseilschaften würden auch ohne diese Richtlinie Kandidatinnen bevorzugen. Aber trotzdem: Verfassungskonform kann das doch eigenlich nicht sein!?


gesamter Thread:

 

powered by my little forum