Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

Archiv 1 - 20.06.2001 - 20.05.2006

67114 Postings in 8047 Threads

[Homepage] - [Archiv 1] - [Archiv 2] - [Forum]

Re: Auch mal Idealist gewesen?.....

Pedro, Friday, 04.07.2003, 14:09 (vor 8251 Tagen) @ Andreas

Als Antwort auf: FDP sagt dem "Männerüberschuß" den Kampf an! von Andreas am 04. Juli 2003 08:49:39:

Hallo Andreas,

in diesem unserem Lande ist schon lange keine Partei mehr wählbar, das sollte sich auch in den unpolitischsten Kreisen herumgesprochen haben.

ab heute ist auch die FDP nicht mehr wählbar!<

Keine einzige Partei hat sich bislang der speziellen Problematik angenommen, die im Gefolge übelster verleumderischer Propaganda von feministischer Seite über jeden Menschen männlichen Geschlechts hereingebrochen ist.

Dabei ist es nicht etwa so, daß das Problem nicht wahrgenommen würde, sondern es wird aus reinen wahl- und machttaktischen Überlegungen totgeschwiegen. Jeder mag für sich beurteilen, was von Politikern bezüglich der Vertretung jedweder Interessen zu erwarten ist, die ihr opportunistisches Fähnchen in den Wind des gerade herrschenden Zeitgeistes hängen.

Noch immer dauert dieser Prozeß des Auslotens der Grenzen unserer Verfassung an, die Demokratie hat bislang kläglich versagt. Bei richtigem Verständnis von Gleichberechtigung hätte es eine solche Entwicklung nämlich nie geben dürfen.

Quotenfrauen! - Was soll das mit Gleichberechtigung zu tun haben? Wer kann ein Interesse daran haben, daß ein Staatswesen bis in seine feinsten Verästelungen einem Geschlechterproporz unterworfen wird? Was ist mit den Religionen? Müßte es nicht auch dabei Quoten geben? Mit dem gleichen Scheinargument könnten die ethnischen Minderheiten ihren Anteil verlangen. Müßten nicht auch die Vertreter des jeweiligen Familienstandes angemessen berücksichtigt werden? Oder wie wäre es mit einer Neuauflage des ständischen Systems? Und natürlich wollen wir auch die Parteizugehörigkeit nicht vergessen.....

Wie muß Mensch sich die Besetzung von Funktionen in einem Proporzsystem künftig vorstellen? Ist gerade die Stelle für eine ledige katholische Freidemokratin türkischer Abstammung freigeworden oder die eines alleinerziehenden muslimischen Christdemokratischen deutscher Herkunft? Hinsichtlich der beruflichen Qualifikation könnte man sich bestimmt arrangieren - allerdings, ach ja, schwul sollte er auch noch sein.....

Deutschland, das Volk der Sprechblasendichter und Proporzdenker - au Backe!

Grüße, Pedro


gesamter Thread:

 

powered by my little forum