Gleichberechtigung treibt immer seltsamere Blüten
terVara, Sunday, 29.06.2003, 16:54 (vor 8256 Tagen)
Moin zusammen,
die Eu-Kommision in Brüssel brütet wieder mal was Neues aus, um weitere Benachteiligungen der Frauen zu beseitigen.
Es ist ein Papier in Arbeit, wonach die Ungleichheit von Versicherungsbeiträgen von Frauen und Männern beendet werden soll. Die betrifft z.B. Lebensversicherungen oder private Krankenvericherungen oder private Krankenzusatzversicherungen für jederman...
Die bisherige Regelung sieht so aus, daß die monatlichen Prämien von Frauen abhängig vom Lebensalter teilweise deutlich über denen von Männern liegt.
Und dafür gibt auch triftige Gründe, warum das so sein muß. Frauen haben das Schwangerschaftsrisiko und Frauen haben eine deutlich längere Lebenserwartung und verursachen daher unter anderem auch höhere Kosten im Leistungsfall.
Wenn aus Brüssel tatsächlich ein entsprechendes Gesetz kommt, so gibt es zwei gangbare Möglichkeiten, wie die Versicherer es umsetzen...
<li>Die Prämien von versicherten Männern werden auf das Niveau des Frauentarifes angehoben</li>
<li>Die Frauen- und Männertarife werden auf einen statistischen Mittelwert berechnet, was bedeutet, der Männertarif wird erhöht, der Frauentarif wird gesenkt</li>
Egal, welche von beiden Möglichkeiten in Betracht kommt, ist der Mann wieder mal der Gekniffene...
Männer dürfen also künftig für die höheren Kosten und Risiken aufkommen, die nachweislich von den Frauen verursacht werden...
Dieses Gesetz bedeutet wieder einmal mehr, das die Diskriminierung von Männern auch innerhalb der EU im vollen Gange ist...
Recherche-Quelle: Braunschweiger-Zeitung vom 27.6.; Basis dpa-Mitteilung
Gruß
terVara
Re: Gleichberechtigung treibt immer seltsamere Blüten
Jörg, Sunday, 29.06.2003, 17:28 (vor 8256 Tagen) @ terVara
Als Antwort auf: Gleichberechtigung treibt immer seltsamere Blüten von terVara am 29. Juni 2003 13:54:09:
Hallo terVara!
Wenn Frauen mehr zahlen müssen als Männer wird schnell lauthals
"Diskriminierung!" gerufen und nach dem Solidarprinzip krakeelt - auch
dann, wenn die höhere Gebühr für Frauen völlig zu recht erhoben worden
war. Wieder mal ein sehr schönes Beispiel für das heutige Verständnis
von "Gleichberechtigung".
Einen ähnlichen Effekt gibt es ja auch bei den Friseurgebühren zu
beobachten. Frauen verlangen dort ja auch danach, genau so viel (d. h.
also genau so wenig) wie Männer bezahlen zu müssen, obwohl ihr Haar-
schnitt oftmals deutlich aufwendiger ist als der von Männern.
Gruß, Jörg
Langsam bitte ...
Andreas (der andere), Sunday, 29.06.2003, 17:42 (vor 8256 Tagen) @ terVara
Als Antwort auf: Gleichberechtigung treibt immer seltsamere Blüten von terVara am 29. Juni 2003 13:54:09:
Hallo terVara,
ehrlich gesagt finde ich diesen Gedanken nicht so verkehrt. Unser Versicherungssystem funktioniert nun einmal so, daß die Allgemeinheit für die Allgemeinheit zahlt, jeder für alle. Es gibt sowohl Männer, die älter als der Durchschnitt werden, als auch Frauen, die jung sterben, Sozialhilfeempfänger, die nichts verdienen usw. ... Ich hatte schon bedeutend mehr Brüche und Verletzungen als der Durchschnittsversicherte; dagegen kenne ich einige Frauen, die noch kein einziges Mal schwanger waren und vielleicht nicht mal werden wollen 
Eine nach dem Geschlecht gehende Beitragshöhe in der Krankenversicherung wäre genauso unfair wie eine, die nach individuellen Krankheitsumständen ginge, denn dann wäre Gesundheit noch mehr für die einen erschwinglich, für andere hingegen nicht. Und den Frauen die Schwangerschaft anzukreiden ... Wie würdest Du nur diesen Umstand vor Deiner Frau (die Du ja liebst) rechtfertigen, wenn sie fragt, warum sie dafür, daß Ihr Kinder habt, mehr Versicherungsbeitrag zahlen muß als Du? Zumal eine Schwangerschaft ja durchaus einige gesundheitlichen Probleme machen kann, nicht?!
Wenn etwas geändert werden soll, dann nicht, indem man die Beiträge nach Geschlecht unterschieden festsetzte, sondern dadurch, daß man die Gesundheitsfürsorge der Geschlechter auf einen einheitlichen Stand bringt. Dieser Schritt wäre auch wesentlich näher am Konzept der "Gleichberechtigung" (im wörtlichen Sinne) als eine erneute Differenzierung der Geschlechter. Zumal es hier auch um eine ethische Frage geht.
Freundliche Grüße, Andreas
Re: Langsam bitte ...
Garp, Sunday, 29.06.2003, 18:25 (vor 8256 Tagen) @ Andreas (der andere)
Als Antwort auf: Langsam bitte ... von Andreas (der andere) am 29. Juni 2003 14:42:18:
Hallo Andreas,
als die Autoversicherer günstigere Frauentarife eingeführt haben, aufgrund der falschen Vermutung Frauen wären bessere Autofahrer, war von einer Diskriminierung keine Rede.
Richtig ist, dass Versicherungssysteme Solidarsysteme sein sollten. Generell finde ich aber ein Bonussystem durchaus angebracht.
Versicherungsprämien variieren ja auch nicht nur nach Geschlecht sondern z.B auch nach Alter. In diesem Fall sieht dies niemand als Diskriminierung an. Wenn Frauen durchschnittlich sieben Jahre länger Leben ist eine höhere Prämie doch auch gerechtfertig. Schließlich profitieren ja auch Frauen am meisten davon.
Und forderte nicht der Gender-Budget-Gedanke eine Aufschlüsselung aller geschlechtsspezifischen Kosten und Ausgaben nach Geschlecht?
Allerdings gebe ich dir Recht bei den Schwangerschaftskosten. In der Tat dienen Kinder bei unserer demographischen Entwicklung auch dem Gemeinwohl. Also sollte hier auch die Gesamtheit die Kosten tragen. Bei den Lebensversicherungen sehe ich das aber nicht so!
Beitrag findet sich übrigens auch im SPIEGEL.
Wenigstens wurde Das-Seite-1 Mädchen gerettet
http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,254860,00.html
Re: Langsam bitte ...
Realist, Sunday, 29.06.2003, 22:54 (vor 8256 Tagen) @ Garp
Als Antwort auf: Re: Langsam bitte ... von Garp am 29. Juni 2003 15:25:40:
Hallo Andreas,
als die Autoversicherer günstigere Frauentarife eingeführt haben, aufgrund der falschen Vermutung Frauen wären bessere Autofahrer, war von einer Diskriminierung keine Rede.
Richtig ist, dass Versicherungssysteme Solidarsysteme sein sollten. Generell finde ich aber ein Bonussystem durchaus angebracht.
Versicherungsprämien variieren ja auch nicht nur nach Geschlecht sondern z.B auch nach Alter. In diesem Fall sieht dies niemand als Diskriminierung an. Wenn Frauen durchschnittlich sieben Jahre länger Leben ist eine höhere Prämie doch auch gerechtfertig. Schließlich profitieren ja auch Frauen am meisten davon.
Und forderte nicht der Gender-Budget-Gedanke eine Aufschlüsselung aller geschlechtsspezifischen Kosten und Ausgaben nach Geschlecht?
Allerdings gebe ich dir Recht bei den Schwangerschaftskosten. In der Tat dienen Kinder bei unserer demographischen Entwicklung auch dem Gemeinwohl. Also sollte hier auch die Gesamtheit die Kosten tragen. Bei den Lebensversicherungen sehe ich das aber nicht so!
Beitrag findet sich übrigens auch im SPIEGEL.
Wenigstens wurde Das-Seite-1 Mädchen gerettet![]()
Hallo Garp!
Ich schließe mich Deiner Meinung an!
Zum Thema Kfz-Versicherung fällt mir noch ein länger zurückliegendes Beispiel ein, welches jüngeren Generationen nicht mehr bekannt sein dürfte.
Die Kfz-Haftpflichtversicherer wollten Ausländer, speziell aus der Türkei und südeuropäischen Ländern, mit höheren Prämien zur Kasse bitten, da diese Gruppen überdurchschnittlich viele Unfälle und entsprechend hohe Kosten verursachte.
Unter dem Stichwort "Balkantarif" wurde das Thema in den Medien diskutiert. Der Druck auf die Versicherungsgesellschaften schien aber enorm groß, unter anderem war von Ausländerdiskriminierung, Rassismus usw. die Rede, so daß sie die Prämienerhöhung für spezielle Gruppen nicht durchsetzen konnten.
Erhöht wurden letztlich die Prämien für alle Versicherten!
Mit freundlichen Grüßen
Realist
Re: Langsam bitte ...
terVara, Monday, 30.06.2003, 02:43 (vor 8256 Tagen) @ Realist
Als Antwort auf: Re: Langsam bitte ... von Realist am 29. Juni 2003 19:54:19:
Unter dem Stichwort "Balkantarif" wurde das Thema in den Medien diskutiert. Der Druck auf die Versicherungsgesellschaften schien aber enorm groß, unter anderem war von Ausländerdiskriminierung, Rassismus usw. die Rede, so daß sie die Prämienerhöhung für spezielle Gruppen nicht durchsetzen konnten.
Diese Tarife gibt es inoffiziell immer noch...
Gruß
terVara
Re: Ich glaube, du hast da was nicht richtig gelesen...
terVara, Sunday, 29.06.2003, 20:07 (vor 8256 Tagen) @ Andreas (der andere)
Als Antwort auf: Langsam bitte ... von Andreas (der andere) am 29. Juni 2003 14:42:18:
Moin Andreas,
ich habe NICHT von den gesetzlichen Sozial- bzw. Krankenversicherungen gesprochen...
Ich habe von der rein privaten Vorsorge gesprochen. Und wenn es um private Risiken geht, dann habe ich kein Verständnis dafür, warum mir die Risiken der Frauen aufgebürdet werden sollen... Wenn ich etwas privat mache, schert mich das Solidaritätsprinzip absolut nicht...
Ich habe das Thema auch deswegen angesprochen, weil die benannten Versicherung, ausgenommen der privaten Vollkrankenversicherung, alle angeht... Oder hat keiner von euch eine Lebensversicherung?
Bedenke das alles unter diesem Aspekt noch einmal...
Gruß
terVara
Re: Stimmt schon ...
Andreas (der andere), Sunday, 29.06.2003, 21:14 (vor 8256 Tagen) @ terVara
Als Antwort auf: Re: Ich glaube, du hast da was nicht richtig gelesen... von terVara am 29. Juni 2003 17:07:59:
Hi terVara,
stimmt schon, ich hab mich verlesen. - Vielleicht hast Du auch Recht; ich kenne mich mit den Privatversicherungen nicht so gut aus. Eine Veränderung auf dem Papier ist sicher leichter zu bewerkstelligen als eine Reform der allgemeinen Lebens- und Arbeitsbedingungen. Allerdings - wenn man die Wahl hat, eine finanzielle Vergünstigung für den eigenen Benachteiligten-Status herauszuholen oder für eine Änderung der Zustände einzutreten, erscheint mir das Letztere auf Dauer lohnenswerter. Wenn Männer z.B. aufgrund eines höheren Streßfaktors im Beruf eine kürzere Lebenserwartung haben, sollte man sich nicht lieber, statt niedrigere Beiträge zu fordern, für eine Angleichung der Arbeitsverhältnisse engagieren?
Freundliche Grüße,
Andreas
Re: Langsam bitte ...
Joseph S, Tuesday, 01.07.2003, 01:40 (vor 8255 Tagen) @ Andreas (der andere)
Als Antwort auf: Langsam bitte ... von Andreas (der andere) am 29. Juni 2003 14:42:18:
Hallo Andreas,
Versicherungen gleichen nur das Unvorhersehbare aus, und bei Frauen muß man halt mit mehr
Gesundheitsausgaben rechnen.
Und den Frauen die Schwangerschaft anzukreiden ...
Rechne die Kosten den Kindern zu, und am Ende bezahlt wieder die gleiche Person.
Wie würdest Du nur diesen Umstand vor Deiner Frau (die Du ja liebst) rechtfertigen, wenn sie fragt, warum sie dafür, daß Ihr Kinder habt, mehr Versicherungsbeitrag zahlen muß als Du?
Ganz einfach: Das Geld kommt aus dem Topf des gemeinsammen Einkommens. Wir zahlen also gemeinsam.
Gruß
Joseph
Re: Gleichberechtigung treibt immer seltsamere Blüten
Joseph S, Tuesday, 01.07.2003, 01:38 (vor 8255 Tagen) @ terVara
Als Antwort auf: Gleichberechtigung treibt immer seltsamere Blüten von terVara am 29. Juni 2003 13:54:09:
Hallo,
die Eu-Kommision in Brüssel brütet wieder mal was Neues aus, um weitere Benachteiligungen der Frauen zu beseitigen.
Es ist ein Papier in Arbeit, wonach die Ungleichheit von Versicherungsbeiträgen von Frauen und Männern beendet werden soll. Die betrifft z.B. Lebensversicherungen
Benachteiligung von Frauen bei Lebensversicherern ?
Lebensversicherungen sind doch für Frauen billiger, weil sie eine höhere Lebenserwartung haben.
Und dafür gibt auch triftige Gründe, warum das so sein muß.
Ja, und deshalb sollte man es so lassen.
Frauen haben das Schwangerschaftsrisiko
Das ist allerdings für Frauen über 40 uninteressant, weil da die Geburten sehr selten werden.
Aber auch da sind die Krankenversicherungen für Frauen teurer.
Frauen haben eine deutlich längere Lebenserwartung und verursachen daher unter anderem auch höhere Kosten im Leistungsfall.
Der Satz ist nicht logisch. Ist das falsch abgetippt, oder behaupten die wirklich diesen Blödsinn ?
Fakt ist, daß in den privaten Krankenversicherungen die Frauen bis zu einem gewissen Alter,
das ich nicht genau kenne, das aber deutlich über dem Ende der Gebärzeit liegt, höhere
Krankheitskosten verursachen als gleichalte Männer.
Zusätzlich leben sie länger im hohen Alter, und in diesem Alter wird der Hauptteil der Gesundheitskosten
verursacht.
Interessant wäre, ob es überhaupt ein Alter gäbe, in dem Frauen weniger Gesundheitskosten
verursachen, wenn man das Alter in Jahren bis zum Tod messen würde.
Wenn aus Brüssel tatsächlich ein entsprechendes Gesetz kommt, so gibt es zwei gangbare Möglichkeiten, wie die Versicherer es umsetzen...
Die Prämien von versicherten Männern werden auf das Niveau des Frauentarifes angehoben
Die Frauen- und Männertarife werden auf einen statistischen Mittelwert berechnet, was bedeutet, der Männertarif wird erhöht, der Frauentarif wird gesenkt
Diese beiden Möglichkeiten kommen auf das gleiche raus, denn was sollen die Versicherungen mit
dem Geld, das sie bei den Männern mehr einnehmen, anderes machen als ihre Konkurenzfähigkeit
stärken, indem sie allgemein die Prämien senken.
Eine weitere Folge wäre, daß die Versicherungen alles mögliche tun würden, um irgendwie nur
Männer zu versichern, also faktisch Frauen auszugrenzen, den diese verdeben dann das Geschäft.
Private Krankenversicherer können Kunden ablehnen.
Das könnte durch einen unternehmensübergreifenden Risikoausgleich zwischen Unternehmen mit
hohem Frauenanteil und Unternehmen mit niederem Frauenanteil aufgefangen werden. Das aber
funktioniert bei den gesetzlichen Krankenkassen schon schlecht, und wird bei den privaten
ganz, anhand der dort herrschenden Unterschiede im Leistungsspektrum undenkbar. Das wäre
lediglich dann durchführbar, wenn man eine private Einheitsversicherung mit einheitlichen
Leistungen schaffen würde, was die Umwandlung der privaten Krankenvericherung in eine
Krankenkasse bedeuten würde.
In der privaten Pflegeplichtversicherung wird dieser Geschlechtsausgleich übrigens schon
gemacht. Wenn Ihr man die Gelegenheit dazu habt, könnt Ihr mal einen Versicherungsmathematiker
fragen, was er von der Kalkulation der privaten Pflegeplichtversicherung hält.
In der EU hat man ja viel Erfahrung im undurchsichtigen Verschieben von Geld zugunsten von
Lobbyisten. Vielleicht fällt denen tatsächlich eine Möglichkeit ein, das zu realisieren, und
nebenbei auch noch Arbeitsplätze für nutzlose Bürokraten zu schaffen.
Männer dürfen also künftig für die höheren Kosten und Risiken aufkommen, die nachweislich von den Frauen verursacht werden...
Bei den gesetzlichen Krankenkassen ist das zwar mangels Datenauswertung nicht nachgewiesen,
daß die Frauen auch dort mehr kosten, aber warum sollte das dort anders sein.
Übrigens können die privat krankenversicherten Frauen die Ungleichheit bei den Prämien auf
einfache Weise zu ihren Gunsten ändern, indem sie lediglich weniger zum Arzt gehen, weniger Medikamente
besorgen ... .
Gruß
Joseph
Re: Gleichberechtigung treibt immer seltsamere Blüten
terVara, Tuesday, 01.07.2003, 03:25 (vor 8255 Tagen) @ Joseph S
Als Antwort auf: Re: Gleichberechtigung treibt immer seltsamere Blüten von Joseph S am 30. Juni 2003 22:38:14:
Moin Joseph,
Benachteiligung von Frauen bei Lebensversicherern ?
Lebensversicherungen sind doch für Frauen billiger, weil sie eine höhere Lebenserwartung haben.
No, Sir.. Ist nicht so... Die Grundlage einer Lebensversicherung endet mit dem 65. Lebensjahr... Die Lebenserwartung spielt hier im Gegensatz zur Krankenversicherung keine übergeordnete Rolle...
Aber auch da sind die Krankenversicherungen für Frauen teurer.
Richtig... Sie wird ab da auch billiger und die Männer kommen dann irgendwann in den höheren Bereich, weil dort das Verschleißrisiko steigt...
>Frauen haben eine deutlich längere Lebenserwartung und verursachen daher unter anderem auch höhere Kosten im Leistungsfall.
Der Satz ist nicht logisch. Ist das falsch abgetippt, oder behaupten die wirklich diesen Blödsinn ?
Was ist daran nicht logisch? Wenn Frauen eine höhere Lebenserwartung haben und im Alter die Zipperlein zunehmen, verursachen sie sehr wohl Mehrkosten, als Männer... Die verrecken ja vorher...
Zusätzlich leben sie länger im hohen Alter, und in diesem Alter wird der Hauptteil der Gesundheitskosten verursacht.
Eben... Und warum behauptesdt du dann vorher eine Unlogik?
Eine weitere Folge wäre, daß die Versicherungen alles mögliche tun würden, um irgendwie nur
Männer zu versichern, also faktisch Frauen auszugrenzen, den diese verdeben dann das Geschäft.
Auch eine Möglichkeit... Wird nur nicht stattfinden, weil da irgendwelche Gleichstellungsbeauftragten ihr Veto dazu einlegen...
Private Krankenversicherer können Kunden ablehnen.
Können Sie... Warum sollen sie kranke Leute aufnehemn? Nicht umsonst sind die Prämien in jungen Jahren niedrig...
... was die Umwandlung der privaten Krankenvericherung in eine
Krankenkasse bedeuten würde.
Hallo Herr Seehofer... Eine Umwandlung ist struktureller Unsinn...
In der privaten Pflegeplichtversicherung wird dieser Geschlechtsausgleich übrigens schon gemacht.
Ja, weil es für Pflegefälle auch keine statistischen Anhaltspunkte gibt... dazu läuft sie nicht lange genug...
Übrigens können die privat krankenversicherten Frauen die Ungleichheit bei den Prämien auf einfache Weise zu ihren Gunsten ändern, indem sie lediglich weniger zum Arzt gehen, weniger Medikamente besorgen ...
Korrekt... Männer können das auch...
Gruß
terVara
Re: Gleichberechtigung treibt immer seltsamere Blüten
Andi, Tuesday, 01.07.2003, 21:59 (vor 8254 Tagen) @ terVara
Als Antwort auf: Re: Gleichberechtigung treibt immer seltsamere Blüten von terVara am 01. Juli 2003 00:25:19:
Hallo TerVara
Moin Joseph,
>Benachteiligung von Frauen bei Lebensversicherern ?
Lebensversicherungen sind doch für Frauen billiger, weil sie eine höhere Lebenserwartung haben.[/i]
No, Sir.. Ist nicht so... Die Grundlage einer Lebensversicherung endet mit dem 65. Lebensjahr... Die Lebenserwartung spielt hier im Gegensatz zur Krankenversicherung keine übergeordnete Rolle...
Das ist falsch, eine Lebensversicherung zahlt an die Begünstigten (meist die Ehepartnerin) im Todesfall; weil die Versicherung wegen der höheren Lebenserwartung der Frauen länger mit deren Einzahlungen wirtschaften kann (und weil sie seltener schon während der Einzahlphase tödlich verunfallen), zahlen Frauen deutlich niedrigere Beiträge als Männer.
>Aber auch da sind die Krankenversicherungen für Frauen teurer.
Richtig... Sie wird ab da auch billiger und die Männer kommen dann irgendwann in den höheren Bereich, weil dort das Verschleißrisiko steigt...
> > Frauen haben eine deutlich längere Lebenserwartung und verursachen daher unter anderem auch höhere Kosten im Leistungsfall.
Der Satz ist nicht logisch. Ist das falsch abgetippt, oder behaupten die wirklich diesen Blödsinn ?[/i]
Was ist daran nicht logisch? Wenn Frauen eine höhere Lebenserwartung haben und im Alter die Zipperlein zunehmen, verursachen sie sehr wohl Mehrkosten, als Männer... Die verrecken ja vorher...
>Zusätzlich leben sie länger im hohen Alter, und in diesem Alter wird der Hauptteil der Gesundheitskosten verursacht.
Eben... Und warum behauptesdt du dann vorher eine Unlogik?
>Eine weitere Folge wäre, daß die Versicherungen alles mögliche tun würden, um irgendwie nur
Männer zu versichern, also faktisch Frauen auszugrenzen, den diese verdeben dann das Geschäft.[/i]
Auch eine Möglichkeit... Wird nur nicht stattfinden, weil da irgendwelche Gleichstellungsbeauftragten ihr Veto dazu einlegen...
Das tun sie ja erfolgreich bei den gesetzlichen Kassen. Bei den privaten ist eine Risikogemäße Prämienermittlung jedoch möglich. Da liegt der Vorteil der privaten Versicherungen für die Gesellschaft - weil dies zu kostenbewußten Verhalten führt.
>Private Krankenversicherer können Kunden ablehnen.
Können Sie... Warum sollen sie kranke Leute aufnehemn? Nicht umsonst sind die Prämien in jungen Jahren niedrig...
>... was die Umwandlung der privaten Krankenvericherung in eine
Krankenkasse bedeuten würde.[/i]
Hallo Herr Seehofer... Eine Umwandlung ist struktureller Unsinn...
>In der privaten Pflegeplichtversicherung wird dieser Geschlechtsausgleich übrigens schon gemacht.
Ja, weil es für Pflegefälle auch keine statistischen Anhaltspunkte gibt... dazu läuft sie nicht lange genug...
Da könnte auch negativer Einfluss der von Dir erwähnten "Gleichstellungsbeauftragten" wirksam sein ...
>Übrigens können die privat krankenversicherten Frauen die Ungleichheit bei den Prämien auf einfache Weise zu ihren Gunsten ändern, indem sie lediglich weniger zum Arzt gehen, weniger Medikamente besorgen ...
Korrekt... Männer können das auch...
und die tun das ja auch! Sogar dann, wenn wie bei den gesetzlichen Kassen andere davon profitieren.
Gruß
terVara
Viele Grüße,
Andi
Re: Gleichberechtigung treibt immer seltsamere Blüten
terVara, Wednesday, 02.07.2003, 14:39 (vor 8253 Tagen) @ Andi
Als Antwort auf: Re: Gleichberechtigung treibt immer seltsamere Blüten von Andi am 01. Juli 2003 18:59:04:
Moin Andi,
Das ist falsch, eine Lebensversicherung zahlt an die Begünstigten (meist die Ehepartnerin) im Todesfall; weil die Versicherung wegen der höheren Lebenserwartung der Frauen länger mit deren Einzahlungen wirtschaften kann (und weil sie seltener schon während der Einzahlphase tödlich verunfallen), zahlen Frauen deutlich niedrigere Beiträge als Männer.
Kleiner Fehler von mir. Ich hatte nur einen schnellen Blick auf die eigenen Policen geworfen und gesehen, daß meine Frau einen höheren Beitrag zahlt, dabei aber nicht berücksichtigt, daß die BUZ da den höheren Anteil ausmacht...
Bei der reinen Risiko- respektive Kapital-Lebensversicherung sind die Beiträge für Frauen tatsächlich geringer, allerdings nicht deutlich niedriger. Bei der Europa ist er mit 2 minimal (Alter 30, VS 40.000 )...Den größten Unterschied habe ich bei der Barmenia gefunden mit 4,46 bei vergleichbaren Konditionen...
Das tun sie ja erfolgreich bei den gesetzlichen Kassen. Bei den privaten ist eine Risikogemäße Prämienermittlung jedoch möglich. Da liegt der Vorteil der privaten Versicherungen für die Gesellschaft - weil dies zu kostenbewußten Verhalten führt.
So soll's ja auch sein. Wenn das mehr so sehen würden, gerade bei den gesetzlich Versicherten, wäre das ein richtiger Schritt zur Sanierung im Gesundheitswesen...
Daher bin auch der Ansicht, daß mit entsprechenden Selbstbeteiligungen oder Hausarzttarifen in der GKV hier viel möglich ist, um den Karren wieder flott zu kriegen. Auch die Besuchsgebühr von 15 ist nicht schlecht. In Frankreich funzt das Prinzip sehr gut...
Gruß
terVara
Re: Gleichberechtigung treibt immer seltsamere Blüten
Manfred, Wednesday, 02.07.2003, 16:40 (vor 8253 Tagen) @ terVara
Als Antwort auf: Re: Gleichberechtigung treibt immer seltsamere Blüten von terVara am 02. Juli 2003 11:39:03:
...Auch die Besuchsgebühr von 15 ist nicht schlecht...
Transparenz, Aufklärung, Information über Behandlung, Möglichkeiten und Kosten stehen dem Patienten zu, bevor man von ihm verlangen kann, er solle sich mündig verhalten. 15 ist für manche Leutchen schon viel Holz und ich weiß nicht ob es allzu viele sind, die "nurmal so" zum Arzt laufen.
Wenn wir nichts tun, wird das Gesundheitssystem wohl in 5 Jahren zusammenbrechen weil es niemand mehr bezahlen kann. Wenn wir aber alle 5 Minuten eine neue plan- und ziellose Strafgebühr aus dem Boden stampfen dauerts wohl nur 2 Jahre.
Nichts wird bezahlbarer, indem man es verteuert.
Schöne Grüße,
Manfred
Re: Gleichberechtigung treibt immer seltsamere Blüten
terVara, Wednesday, 02.07.2003, 22:41 (vor 8253 Tagen) @ Manfred
Als Antwort auf: Re: Gleichberechtigung treibt immer seltsamere Blüten von Manfred am 02. Juli 2003 13:40:51:
15 ist für manche Leutchen schon viel Holz und ich weiß nicht ob es allzu viele sind, die "nurmal so" zum Arzt laufen.
Hier ist natürlich wichtig, eine sozialverträgliche Lösung zu finden. Die 15 Lösung verhindert zumindest, daß die Leute wegen ein und demselben Zipperlein mehrere Ärzte konsultieren...
Viel bedenklicher ist allerdings das hier: [link=http://www.newsclick.de/index.jsp/menuid/472005/artid/1771571" target="_top]http://www.newsclick.de/index.jsp/menuid/472005/artid/1771571[/link]
Sollten die Zahlen stimmen, dann sind die Kassen umgehend gefordert, den Kartenbetrug abzustellen... Denn da geht wirklich sehr viel Held den Orkus runter...
Wenn wir nichts tun, wird das Gesundheitssystem wohl in 5 Jahren zusammenbrechen weil es niemand mehr bezahlen kann. Wenn wir aber alle 5 Minuten eine neue plan- und ziellose Strafgebühr aus dem Boden stampfen dauerts wohl nur 2 Jahre.
Dann informiere die mal über das schweizer oder französische Modell. Die Kosten im Gesundheitswesen konten damit erheblich vermindert werden...
Gruß
terVara
Nichts wird bezahlbarer, indem man es verteuert.
Schöne Grüße,
Manfred
Re: Gleichberechtigung treibt immer seltsamere Blüten
Manfred, Wednesday, 02.07.2003, 23:09 (vor 8253 Tagen) @ terVara
Als Antwort auf: Re: Gleichberechtigung treibt immer seltsamere Blüten von terVara am 02. Juli 2003 19:41:21:
Die 15 Lösung verhindert zumindest, daß die Leute wegen ein und demselben Zipperlein mehrere Ärzte konsultieren...
aber genau das sollte ja nicht immer verhindert werden. Es gibt nunmal viele Fälle, in denen z.B. erst dem vierten konultierten Arzt Heilung oder Linderung gelang.
Viel bedenklicher ist allerdings das hier:...
Ja, das Sicherermachen der Karten wäre scheinbar sinnvoll. Sollte doch auch machbar sein.
Sollten die Zahlen stimmen, dann sind die Kassen umgehend gefordert, den Kartenbetrug abzustellen... Denn da geht wirklich sehr viel Held den Orkus runter...
Nachdem bei dieser Problematik vermutlich u.a. einige unserer "ausländischen Mitbürger" nicht ganz gut wegkämen, soll wohl einiges mal wieder nicht unbedarft ausgesprochen werden.
Dann informiere die mal über das schweizer oder französische Modell. Die Kosten im Gesundheitswesen konten damit erheblich vermindert werden...
Übers französiche Modell sah ich vor einigen Monaten einen TV-Bericht. Ja, es scheint insgeamt deutlich unbürokratischer zu sein und bezahlbar. Aber es muß deswegen nicht zwingend jedes Detail besser sein als bei uns.
(Siehe oben 15 Gebühr)
Schöne Grüße,
Manfred
Re: Gleichberechtigung treibt immer seltsamere Blüten
Joseph S, Wednesday, 02.07.2003, 02:31 (vor 8254 Tagen) @ terVara
Als Antwort auf: Re: Gleichberechtigung treibt immer seltsamere Blüten von terVara am 01. Juli 2003 00:25:19:
Hallo terVara,
No, Sir.. Ist nicht so... Die Grundlage einer Lebensversicherung endet mit dem 65. Lebensjahr... Die Lebenserwartung spielt hier im Gegensatz zur Krankenversicherung keine übergeordnete Rolle...
Wenn Du so penibel bist, verbessere ich meine Aussage, indem ich sage ..., weil die Sterbewahrscheinlichkeit
von Männern größer ist. Das gilt auch im Alter vor 65. In der Tat ist die Lebenserwartung nicht
die Ursache, sondern nur eine zwingende Folge der Sterbewahrscheinlichkeit.
Frauen haben eine deutlich längere Lebenserwartung und verursachen daher unter anderem auch höhere Kosten im Leistungsfall.
Der Satz ist nicht logisch. Ist das falsch abgetippt, oder behaupten die wirklich diesen Blödsinn ?
Was ist daran nicht logisch? Wenn Frauen eine höhere Lebenserwartung haben und im Alter die Zipperlein zunehmen, verursachen sie sehr wohl Mehrkosten, als Männer... Die verrecken ja vorher...
So formuliert stimmt es wieder. Die höhere Lebenserwartung führt zu mehr Leistungsfällen. Dadurch
steigen die Kosten. Der Leistungsfall wird aber nicht teuerer. Bei den Alten sind die Kosten
der Männer höher als die der gleichalten Frauen. Das ist ein Indiz dafür, daß bei Männern die
teueren Leistungsfälle etwas früher auftauchen, was mit der höheren Sterbewahrscheinlichkeit
der Männer im Zusammenhang stehen kann. Schwere Krankheiten können schließlich tötlich enden.
In der privaten Pflegeplichtversicherung wird dieser Geschlechtsausgleich übrigens schon gemacht.
Ja, weil es für Pflegefälle auch keine statistischen Anhaltspunkte gibt... dazu läuft sie nicht lange genug...
Das sieht der Verband der privaten Krankenversicherungen aber anders. Der kalkuliert nämlich
die Prämien der privaten Pflegeplichtversicherung anhand eigener Schadensstatistiken.
Übrigens können die privat krankenversicherten Frauen die Ungleichheit bei den Prämien auf einfache Weise zu ihren Gunsten ändern, indem sie lediglich weniger zum Arzt gehen, weniger Medikamente besorgen ...
Korrekt... Männer können das auch...
Die einen tun es mehr, die anderen weniger. Die Gruppe, die darauf verzichtet, zahlt den Preis.
(wenn sie nicht gesetzlich krankenversichert ist.)
Gruß
Joseph