Wehrpflicht abschaffen - Jetzt!
Sehr verehrte Damen und Herren,
wieder einmal ist es soweit und die regelmäßig auftretenden kritischen Diskussionen um die Wehrpflicht sind entbrannt. Ausgelöst durch die neue Aufgabenstellung der Bundeswehr.
Ich freue mich sehr dass nun endlich auch das Verteidigungsministerium erkannt hat das Landesverteidigung out ist. Somit ist die Wehrpflichtigenarmee als Auslaufmodell aufgeflogen und hat ihre Daseinsberechtigung verloren. Denn, deutsche junge Männer können nicht für die ganze Welt verantwortlich gemacht werden.
Daher steht erstmals eine Abschaffung der Wehrpflicht auf Initiative der Politik zur Diskussion.
Welche hoffentlich eine höhere Chance hat als durch Möchtegern- Verfassungsrichter die nach
formalen Mängel in den Klagen suchen und sich so aus der Affäre ziehen.
Vielleicht eine reelle Chance für junge Männer in Zukunft keine Extrawurst mehr für Staat und Gesellschaft leisten zu müssen und somit die Zeit für ihre Ausbildung verwenden können.
So wie es der Großteil der Bundesbürger sowieso schon machen kann.
Ich als Wehrpflichtiger kann ihnen sagen, dass ich die Wehrpflicht als äußerst ungerecht und undemokratisch empfinde. Ich fühle mich als Mann im wahrsten Sinne diskriminiert und als Zwangdienstleistender geknechtet, schikaniert und ausgenutzt.
Zum Wohle der Allgemeinheit natürlich!
Die Wehrpflicht ist ein Verbrechen an jungen Männern deren Grundrechte seit nunmehr 47 Jahren wie selbstverständlich außer Kraft gesetzt werden und die Männer dann genau das erfahren, wovor die Verfassung der Bundesrepublik ihre Bürger eigentlich schützen soll.
Aus diesem Grund hat die Wehrpflicht Zeitens ihrer Anwendung vermutlich sogar mehr Grund- und Menschenrechte verletzt als irgendwie gesichert.
Es gibt in der Bundesrepublik rund 42mio. Frauen und rund 40mio. Männer. Wenn man die
Wehrausnahmen berücksichtigt sind es erheblich weniger als die Hälfte der Bundesbürger die Wehrdienst leisten müssen. Die Mehrheit erfährt zwar den Schutz der Bundeswehr, muss jedoch nichts dazu beitragen. Und deshalb ist es ein Verbrechen, die Minderheit der wehrpflichtigen Männer für die Mehrheit der Bundesbürger Dienst leisten zu lassen.
Das ist ungerecht und diskriminierend, und hätte schon vor Ewigkeiten abgeschafft werden müssen.
Wichtige Argumente die auch heute überwiegend Zitiert werden sind der enge Kontakt der Bundeswehr zur Gesellschaft, die Demokratisierung der Bundeswehr durch die Wehrpflicht, Vorbeugung eines Staates im Staat und selbstverständlich der Zivildienst.
Diese Argumente lassen sich jedoch widerlegen:
Zunächst einmal kann die Wehrpflicht nie ein Mittel der Demokratie sein,
da bei der Bundeswehr das "Prinzip von Befehl und Gehorsam" gilt.
Dabei ist eine Rangabfolge maßgebend für Leute die Befehle geben und für Die, die sie ausführen müssen. Das ist kein demokratisches System, das ist eine hierarches! Also das genaue Gegenteil!
Die Wehrpflicht kann daher niemals ein Mittel der Demokratie sein.
Die Demokratie bleibt vor den Toren der Kasernen und die demokratischen jungen Männer haben sich von nun der Hierarchie zu unterwerfen.
Andernfalls drohen Strafen, so als wären sie Verbrecher.
Auch dass die weitere Anwendung der Wehrpflicht in den Demokratischen Bundestagswahlen dadurch bestätigt wurde, dass die Wähler die Parteien gewählt haben die sie beibehalten wollen, rechtfertigt es nicht die Wehrpflicht als ein Mittel der Demokratie zu bezeichnen.
Die Tatsache dass Frauen nicht der Wehrpflicht unterworfen werden, jedoch in den Wahlen mit darüber bestimmen können ob nun weiterhin junge Männer zum Wehrdienst gezwungen werden oder nicht, halte ich persönlich auch für alles Andere, nur nicht für demokratisch.
Es kann einfach nicht angehen das man über Rechte und Pflichten Anderer entscheiden kann ohne selber vergleichbares leisten zu müssen.
Soviel zum Thema: "Wehrpflicht und Demokratie".
Mit der Wehrpflicht den gefürchteten "Staat im Staat" zu verhindern war vielleicht in der Aufbauphase der Bundesrepublik mehr oder weniger gerechtfertigt, jedoch ist die Situation in der Anfangsphase der Weimarer Republik mit der heutigen der Bundesrepublik nicht mehr vergleichbar.
Die Generäle der Reichswehr der Weimarer Republik waren Vertreter der "alten Elite", welche sich als Anhänger der Monarchie nun in einer Demokratie, welche sie ablehnten, zurechtfinden mussten.
Die Lage ist mit der Anfangsphase der Bundesrepublik durchaus vergleichbar.
Jedoch ist die Bundesrepublik heute schon älter als es die Weimarer Republik geworden ist.
Die Generäle sind selber in der Bundesrepublik aufgewachsen und dürften daher nicht den Wunsch nach einer Monarchie oder einer Diktatur verspüren.
Die Gefahr eines Staates im Staat ist also heute nicht mehr gegeben.
Die Wehrpflicht als eine "allgemeine Bürgerpflicht" bezeichnet.
Das ist eine Sache die mir persönlich als äußerst unverschämt erscheint.
Dieser Begriff erweckt fälschlicherweise den Eindruck dass es sich hier um gerecht verteilte Lasten handelt. Jedoch werden hier sowohl aus dem Begriff der "Allgemeinheit" als auch aus dem Begriff des "Staatsbürgers" die Frauen ausgeschlossen denn, die Wehrpflicht gilt nur für Männer. Ich persönlich sehe nicht ein warum ich als Mann unter Verlust meiner Freiheitsrechte die "Mitverantwortung" und die damit verbundenen Lasten und Schikanen der militärischen Ordnung aufgezwungen bekomme, wenn das andere Geschlecht selbst ein ziviler Dienst erspart bleibt (wo wir doch so auf die Zivis angewiesen sind) und es somit ausschließlich die Vorteile der durch meinen Dienst gesicherten Freiheitsrechte nutzen können ohne jemals selber etwas dazu beigetragen zu haben.
Die Lasten und der Nutzen könnten nicht ungerechter verteilt sein.
Ähnlich war auch der Anlass die "allgemeine" Feuerwehrpflicht als Diskriminierend zu verbieten.
Sicherlich würden sie an dieser Stelle mit der Benachteiligung der Frau im Beruf und vor allem dem "Kinderkriegen" argumentieren um klar zu stellen warum es ihnen unmöglich ist auch nur im entferntesten an eine Dienstpflicht für Frauen zu denken.
Dies sind jedoch keine Argumente die sich auf irgendeine Rechtsgrundlage stützen und daher ein Festhalten an der Wehrpflicht für Männer rechtfertigen.
Zudem hat selbst das Bundesministerium für Familie, Frauen, Senioren und Jugend
Zugegeben dass Frauen selber die eher Schlechtbezahlten Berufe und Studiengänge wählen. Ich halte es nicht für gerecht die jungen Männer dafür mit dem Zwangsdienst als Ausgleich zu "strafen".
Das Kinderkriegen kann man nicht als gleichwertigen Dienst an der Gesellschaft mit der Wehrpflicht vergleichen. Frauen sind nicht verpflichtet Mutter zu werden. In diesem Fall haben Frauen also die alleinige Entscheidungsgewallt. Wohingegen Männer mit Haftandrohungen zum Wehr- und Zivildienst gezwungen werden.
Offen gestanden empfinde ich es als eine Unverschämtheit Genanntes zum Anlass zu nehmen weiterhin nur Männer mit einem unfreiwillig erbrachten Zwangsdienst zu knechten.
Immerhin ist es heute auch möglich das Männer mit 30 Jahren allein erziehende Väter werden oder ihr Leben freiwillig als Ehrenamtliche den sozial Schwachen widmen.
Trotzdem müssen sie mit im Alter von etwa 20 Jahren Wehr- oder Zivildienst leisten und bekommen diese Zeit auch nicht wieder zurück. Warum soll man dies den Frauen also gänzlich ersparen?
Wie ich schon ansprach, niemand zwingt Frauen Kinder zu kriegen oder sonst wie sozial tätig zu werden. Folglich haben sie auch keine Strafe zu erwarten wenn sie dies nicht tun.
Wohingegen Männer mit bis zu 6 Jahren Haft bestraft werden können wenn sie die Unverschämtheit besitzen Staat und Gesellschaft ihre Dienstleistung zu verweigern.
Das Grundgesetz eröffnet die Möglichkeit einer Wehrpflicht für Männer.
Das Grundgesetz gebietet jedoch auch die Geschlechtliche Gleichbehandlung.
Für mich bedeutet das nicht, dass als Ausgleich für gesellschaftliche Benachteiligungen der Frau gesetzliche Benachteilungen für Männer verbindlich sind.
Zudem verbietet es der Art.12 Abs. 2GG das Jemand zur Arbeit gezwungen wird. Außer im Rahmen einer "allgemeinen, für Alle gleichen, öffentlichen Dienstleistungspflicht."
Offen gestanden verschließt sich mir die Logik bei der Frage, wie sich mit diesem Artikel eine Dienstpflicht nur für Männer anwenden lässt, aber eine parallele Dienstpflicht für Frauen als verboten gilt ?
Es gibt mir wirklich zu denken wenn eine Zivilisierte und aufgeklärte Regierung "allgemeine Bürgerpflichten" nur den jungen Männern abverlangt um für das Allgemeinwohl beizutragen und jeder Diskussion um eine Abschaffung dieser Ungerechtigkeit, sei es die Aussetzung der Wehrpflicht oder eine Dienstpflicht für Frauen, konsequent aus dem Weg geht, und wenn es doch mal soweit kommt mit Banalitäten Vorschläge in dieser Richtung ablehnt.
Daher möchte ich doch die Abschaffung der Wehrpflicht nahe legen, da die Ungerechtigkeit die junge Männer mit der Wehrpflicht erfahren den Nutzen niemals aufwiegen können.
Dies ist jedenfalls die Meinung eines Betroffenen.
Mir ist klar das Nichtwehrpflichtige das anders sehen, da diese aber meist keinerlei Dienste leisten empfinde ich eine derartige Einstellung als unverschämt und Egoistisch und würde solcher keine Beachtung schenken.
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