zeit artikel über jugendamt etc.
hatte erst kürzlich ein posting gelesen, wo um den link gebeten wurde. hier ist er (hoffe das ihn noch kein anderer gepostet hat):
http://www.zeit.de/2003/26/Verdacht
ich kann im übrigen allen empfehlen zeit online öfter mal zu besuchen, die schreiben recht "häufig" feminismuskritisch. jedenfalls öfter als der geliebte und öhm gehasste spiegel.
allen viel erfolg beim kampf gegens matriarchat
noch etwas
Als Antwort auf: zeit artikel über jugendamt etc. von gaehn am 23. Juni 2003 10:32:48:
wir könnte ein kleine leserbriefaktion starten, das wir mehr darüber lesen möchten. wenn sich denn ein paar finden (ginge auch online), bei der zeit denke ich hätten wir damit zumindest eine gute chance ;).
Jugendämter abschaffen?
Als Antwort auf: zeit artikel über jugendamt etc. von gaehn am 23. Juni 2003 10:32:48:
Ist es nicht sinnvoll, zu fordern, dass die Jugendämter aufzulösen sind? Ich halte sie mittlerweile Sammelbecken von völlig irren weltfremden Sozialklempnern, die davon leben, anderer Leute Leben zu verpfuschen, statt das eigene in den Griff zu kriegen. Zusätzlich leidet diese Institution noch an den üblichen Bürokratieproblemen ("... werden wird mit externer Hilfe unsere Selbstverwaltungsquote demnächst auf 110% steigern"... Peterprinzip: Jeder steigt bis zur Stufe seiner Unfähigkeit auf und bleibt dann auf dieser Position...)
Ich war mal Familienhelfer in Berlin(West). Jugendamtstussi war wegen Adoptionsgeschichte in Familie. Tochter war Azubi KfZ-Mechanikerin bei BVG (Berl. Verkehrsbetr.). Wg. Fettallergie Lehre abgebrochen. BVG bietet kaufm. Lehre an (sehr sozialer Laden)! Jugendamtstussi redet dagegen, setzt Tochter Floh ins Ohr von Abi und Sozialsch... studieren (Mädel hatte definitiv nicht die Voraussetzungen). Ergebniss: arbeitslose Tochter ohne Ausbildung und ohne Berufsorientierung. Ansonsten hatte die Jugendamtstussi nichts anderes zu tun, als die Familie recht gemein und auch konzeptlos zu schikanieren. Jeder Versuch von mir, beim Jugendamt auf die Probleme hinzuweisen, führte nur zu resigniertem Achselzucken.
Ich habe einige solche Geschichten erlebt. Die wenigen wirklich brauchbaren Mitarbeiter wiegen aus meiner Sicht den Schaden, den das Jugendamt anrichtet, nicht auf.
Zugegeben - ich habe auch Fehler gemacht. Aus heutiger Sicht war ich wahrscheinlich auch mindestens einmal mit (mindestens seelischem) Mißbrauch eines Jungen durch seine Mutter konfrontiert. Hab's nicht erkannt - war damals rotgrüner Feminist.
Eher bekannt ist das völlige Versagen des Jugenamtes bei Crashkids und schwerstkriminellen Jugendlichen (und das sinnlose Verballern von zehntausenden pro Fall für "Maßnahmen").
Alternative zum Jugendamt? - Private Vereine - Die müssen sich immer wieder begründen und denen kann man auch das Geld abdrehen, wenn in der Gesellschaft endlich der Groschen gefallen ist dass es hier zu Fehlentwicklungen gekommen ist. In Bereichen wie Integration von geistig und seelisch Behinderten (Lebenswelten e.V, Berlin, Lebenshilfe (bundesweit)...) haben diese Vereine Wunder vollbracht. Sind zwar z.T. Schwitzbuden mit hohem Selbstausbeutungsanteil, aber ein Segen für ihre Klienten.
Zum den Vorgängen im Zeitartikel zwei Buchtipps (Kurzbeschreibung jeweils bei Amazon)
- Unter falschem Verdacht. Antje und Armin Orth (Gleiche Geschichte, wie im Zeit-Artikel. Frau hält zum Mann!)
- Bis zur letzten Instanz.Bernd Herbort (Der Klassiker. Eine Horrorstory. Ein Heldenepos. Frau lügt im Scheidungskrieg - Mann wird von staatl. Institutionen zu Pulver zermalen und gibt trotzdem nicht auf.)
Gruß Michael
Re: Jugendämter abschaffen?
Als Antwort auf: Jugendämter abschaffen? von Michael am 24. Juni 2003 09:36:31:
Ist es nicht sinnvoll, zu fordern, dass die Jugendämter aufzulösen sind? Ich halte sie mittlerweile Sammelbecken von völlig irren weltfremden Sozialklempnern, die davon leben, anderer Leute Leben zu verpfuschen, statt das eigene in den Griff zu kriegen.
Dann kannst Du Polizei und Feuerwehr auch gleich mit abschaffen. Die kommen auch oft zu spät und handeln falsch. Ämter für das Versagen der Gesellschaft verantwortlich zu machen ist sehr leicht. Hinterher ist man nämlich immer schlauer. Aber wenn ein Jugendamt "zu früh" reagiert ist das Geplärre groß und schnell eine Zeitung gefunden, die sich als Rächer der Enterbten aufspielt. Dieselbe Zeitung hast Du dann auch gleich bei der Hand, wenn das Jugendamt einen Tag zu spät kommt. Dann wird gepärrt, daß nicht eingegriffen wird. Ich kanns nicht mehr hören!
Eher bekannt ist das völlige Versagen des Jugenamtes bei Crashkids und schwerstkriminellen Jugendlichen (und das sinnlose Verballern von zehntausenden pro Fall für "Maßnahmen").
Daß diese Jugendlichen vorher schon in tausend anderen "Maßnahmen" waren (von Kindergarten, bis Schule, bis Kinderhort und Spielgruppe, in Vereinen und Jugendverbänden und Kirchen) die sich allesamt nicht dafür verantworten müssen, weil aus ihnen nichts geworden ist, vergißt du da mal kurz. Aber wenn der 17jährige Autoklauer dann beim Jugendamt gemeldet wird, dann hat schnell mal in 2, 3 Wochen ein Lösung hier zu sein, oder das JA taugt nichts. In der Regel fängt so ein Kiddie mal mit Bettnässen an. Da drückt noch jeder ein Auge zu, man will ja auch nicht überreagieren. Wenn er dann mit 15 ein Auto knackt wird gejammert, daß das JA Schuld sei, weil die Familie schon seit 5 Jahren bekannt sei (womit bekannt?)
Alternative zum Jugendamt? - Private Vereine - Die müssen sich immer wieder begründen und denen kann man auch das Geld abdrehen, wenn in der Gesellschaft endlich der Groschen gefallen ist dass es hier zu Fehlentwicklungen gekommen ist. In Bereichen wie Integration von geistig und seelisch Behinderten (Lebenswelten e.V, Berlin, Lebenshilfe (bundesweit)...) haben diese Vereine Wunder vollbracht. Sind zwar z.T. Schwitzbuden mit hohem Selbstausbeutungsanteil, aber ein Segen für ihre Klienten.
Das Geld für die Arbeit dieser Vereine kommt u.a. vom Jugendamt! Das Jugendamt selbst hat KEINE solche Einrichtungen, sondern gibt die Jugendlichen an diese freien Träger und unterstützt diese fianziell.
Du wirst aber KEINE freien Träger mehr finden, wenn Du meinst, Du könntest nach Lust und Laune den Geldhahn zudrehen, wenn Dir da mal was nicht paßt. Oder glaubst Du, Du könntest mal eben so locker nach einem Skandal ein paar hundert Leute arbeitslos machen weils dir grad so in den Sinn kommt?
Ich weiß zwar nicht, was Du arbeitest, aber wenn Du jedesmal kündigst, wenn Du was falsch machst, dann nehme ich an, Du bist arbeitslos und wirst auch nie eine finden.