überzogene Männerfeindlichkeit geht nach hinten los
aus den aktuellen m-news des Berliner Männerrats:
---> Hallo Männerrat!
Inzwischen hat sich in meinem Bekanntenkreis ein bißchen herumgesprochen, dass ich mich in den letzten Monaten ein wenig für "Männerfragen", Männerdiskriminierung und ähnliches interessiere. Das löst in meinem Umfeld - ich lebe in einem eher "althergebrachten" linksliberal-akademischen Milieu, in dem man die "Frauenfreundlichkeit" gewissermaßen mit der Muttermilch in sich aufgenommen hat - natürlich eher Amüsement und Unverständnis aus (das dürfte Euch nicht unbekannt sein...
).
So auch bei der kleinen Schwester meiner Freundin. Diese kleine Schwester ist mir ihren 23 Jahren betont girliemäßig-emanzipiert, also eher Fraktion "böses Mädchen kommt überall hin". Insoweit konnte sie bisher mit der "Jammerei von Männern" (ergo: meinen Thesen zur Männerfeindlichkeit der Gegenwart) auch nicht viel anfangen.
Umso interessanter, dass eben diese kleine Schwester mir jetzt empört einen Artikel aus einer ihrer bevorzugten (Frauen-)Zeitschriften vorlegte (und auch mir hat dieser Artikel einen kleinen Wutanfall verschafft, doch davon unten mehr). Bemerkenswert ist daran insbesondere, dass, wenn man(n) (als sonst als zurechnungsfähig und - so hoffe ich - auch sympathisch erscheinender Mensch) sich mit der eher ungewohnten These weitverbreiteter medialer Männerfeindlichkeit zu Wort meldet, selbst Menschen, die dieser These eher zweifelnd bis spöttisch gegenüberstehen, daraufhin selbst in kurzer Zeit in den Medien Belege und Beispiele für diese Männerfeindlichkeit entdecken. Mensch bedient sich dann nicht mehr so leicht der inzwischen weit verbreiteten Technik des "Überlesens", wenn wieder einmal sinn- und grundlos gegen Männer vom Leder gezogen wird. Es lohnt sich also, geistentleerte, längst nicht mehr zeitgemäße, von Generation zu Generation tradierte feministische Phraseologien zum Thema zu machen, was gleichbedeutend ist mit selbige argumentativ auseinanderzunehmen. Nur Mut! WIR sind die Emanzipationsbewegung der Gegenwart!
So, nach langer Vorrede, nun der erwähnte Artikel aus der aktuellen "GLAMOUR", Ausgabe 14 / 03 vom 07.06.03, S. 30, in der regelmäßigen Kolumne "Mikuttas Meinung":
"WARUM MÜTTER DIE ALLERBESTEN VÄTER SIND
Ein sicheres Zeichen von Schwachsinn ist es, denselben Fehler wieder und wieder zu machen. Seit es Gerichte gibt, seit mehreren 1000 Jahren also, verklagen Väter die Mütter ihrer Kinder. Sie lernen es einfach nicht. Also hier noch einmal: Väter verlieren vor Gericht immer, selbst wenn sie gewinnen. Lasst es bleiben, Jungs! Sie will Euch das Söhnchen am Wochenende nicht geben? Dann geht heim und verdrescht das Sofa. Das Töchterchen ist ausgerechnet zu Beginn der Ferienreise immer krank? Dann fahrt alleine und schickt ihr nette Ansichtskarten. Die Mutter lässt die Post einfach verschwinden? Dann spart das Porto und kauft euch eine Bohrmaschine oder einen Fußball, kauft alles, außer einen Anwalt. Den neuesten Sieg haben zwei Väter eben vor dem Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe verloren (sic!). Sie haben den "Umgang" mit ihren Kindern eingeklagt. Die Kinder leben bei Müttern, mit Stiefvätern, Stiefgeschwistern und womöglich einem Golden Retriever - in einer Familie jedenfalls, die eines nicht braucht: einen zweiten "Papa", der regelmäßig samstags auftaucht, um das Kind ein paar Stunden lang in den Streichelzoo oder die verqualmte Junggesellenwohnung zu verschleppen. Die Richter waren anderer Meinung. Sie begründeten ihr Urteil so: "Die Trennung von einer bisherigen elterlichen Bezugsperson nimmt dem Kind ein wichtiges Stück Orientierung." Urteile des Kindes müssen zum "Wohle des Kindes" gefällt werden. Diese Position haben die Mütter inne. Sie kennen das Wohl des Kindes, nicht Väter, nicht Juristen, nicht Omas, die jetzt im Chor aufheulen. Hört auf zu jammern und werft einen Blick auf die Wirklichkeit. Die sieht so aus: Ringring. "Hallo?" - "Ich bin´s. Kann ich Sohnie sprechen?" - "Er schläft schon." - "Es ist fünf Uhr." - "..." (sic!) - "Ich habe das Recht, jeden zweiten Montag und in Schaltjahren..." Biepbiepbiep. Oder so: Dingdong. Dumpf, denn die Haustür bleibt geschlossen: "Ja?" - "Heute ist Montag." - "Sie ist krank." - "Was hat sie denn?" - "Saure Nieren." - "Schon wieder?" - "... Einstweilige Verfügung, im Knast wirst Du landen!" Sie geht ins Wohnzimmer und stellt den Verstärker auf Feueralarm "Papa Don´t Preach". The End. Gebt auf, Väter, Schwiegereltern, Richter. Erspart Müttern die Arztgänge und Ausreden und vor allem: Erspart den Kindern eingeklagtes Wohl. Gebt es ihnen ohne Paragrafen (sic!), gebt ihnen glückliche Mütter. Seid zuverlässig, freundlich, großzügig, lustig, unterstützt die Mutter, fragt sie wie. Und wenn die Antwort lautet: "Indem du verschwindest", dann hört zu - und macht mit. Es ist ein Kinderspiel ein guter Vater zu sein."
Tja, es ist schon interessant, was den jungen Frauen von heute da so beigebracht wird. (Auch wenn pro forma "Jungs" im Artikel als Adressaten genannt werden, hinterläßt die gesamte Zeitschrift keinen Zweifel daran, wer die (95prozentige) Zielgruppe ist, nämlich junge Frauen).
Bevor ich noch einige kommentierende Zeilen zum obigen Text loswerden möchte (eigentlich überflüssig, der Erguss ist selbsterklärend), hier noch einige Infos zur Autorin des Artikels, Petra Mikutta, wie sie Google ausgeworfen hat: Jahrgang 1960, Vater war in Deutschland stationierter U.S.-Soldat aus Puerto Rico, der, als sie noch ein Baby war, in die Staaten zurückgegangen ist; sie kennt ihn nicht (wie sie bereits 1989 in einer Interviewserie der Illustrierten "Stern" zum Besten gab). Sie hat zwei Kinder, lebt aber mit keinem der Kindsväter zusammen. Sie meint jedoch, (Zitat aus Glamour im Begleittext) "beste Beziehungen zu den Kindsvätern" zu haben (was sollen die armen Kerle bei einem solchen Biest als Mutter auch anderees machen, als ihr aus der Hand zu fressen, wenn sie ihre Kinder überhaupt noch sehen wollen?). Mikutta ist Autorin des Buches "Die bessere Hälfte schenke ich mir. Single aus Leidenschaft". Wenn ihr bei Google "Petra Mikutta" eingebt und Euch durch die ersten 5-6 Links klickt, könnt Ihr Euch Leseproben ansehen; u.a. die These von der genetischen Überlegenheit der Frau infolge ihrer zwei X-Chromosomen (die gesamte Palette moderner Wissenschaft also...
).
So, nun zum Inhalt: Zum einen gut an Mikuttas Artikel ist, dass das ihm innewohnende extreme Ausmaß an Geistlosigkeit es leicht macht, ihn zu attackieren; zum anderen, das die Schraube der Männer-/Väterfeindlichkeit hier so stark angezogen wird, dass sie bricht (siehe die Reaktion der "kleinen Schwester").
Nicht, dass Mikutta nicht im Kern die gegegenwärtige Rechtslage (Väter haben keine Chance, wenn ihre Ex unvernünftig ist) präzise erkannt hätte. Es ist jedoch bestürzend, mit welcher menschenverachtenden Fröhlichkeit den wehr- und machtlosen Vätern diesen eben ihre Machtlosigkeit in zynischster Form um die Ohren gehauen wird. Im Kern nach dem Motto: Ihr seid rechtlose Opfer, so what? Aber warum seid ihr dann auch noch so blöd, Euch vermeidbare blutige Nasen zu holen, wo Ihr doch eh´ keine Chance habt? Wer blöd ist, ist doch selber Schuld! (Wie heißt es schon so schön bei Günter Grass in "Katz und Maus" vom im trockenen sitzenden Oberstudienrat, als der junge Schüler Mahlke zum Panzerkampf an die Front geschickt werden soll und der darüber nicht sonderlich begeistert ist: "Lernen Sie verzichten, Mahlke!" - das ist der gleiche hirnlose Zynismus). Denn, wie kann man(n), wenn man(n) schon ein wehrloses Opfer ist, auch noch blöd sein und sich beschweren? Ja, warum? Vielleicht aus Liebe zu den Kindern?
Wie so ziemlich jede geistlose feministische Polemik nutzt natürlich auch dieser Artikel ein Fünkchen Wahrheit als Ausgangspunkt, wenn auch in (bewußter oder verdummter) Form. Denn dass das praktische Ergebnisse von Sorgerechtsurteilen (Mittwochs um 17.00 Uhr, nicht 16.57 Uhr...) natürlich zu unerfreulichen, dem Kindeswohl sicherlich nicht zuträglichen Auswüchsen führen kann, ist wohl kaum zu bestreiten. Die Ursache wird hier jedoch auf den Kopf gestellt: Wenn die Mutter vernünftig wäre und den regelmäßigen und nicht regelementierten Umgang des Kindes mit ihrem Ex unterstützen und fördern würde, dann bräuchte es das Urteil ja nicht. Das Problem entsteht eben erst, wenn Mütter (wie Frau M.) der Auffassung sind, sie hätten das Recht, die Vater-Kind-Beziehung nach eigenem Gutdünken zu beenden, indem sie ihn auffordert, zu verschwinden. SIE ist das Problem, dass das Urteil erforderlich macht, nicht ER, der sich trotz Trennung um seine Kinder kümmern will!
Zur Qualität des "Stilmittels", die Begriffe "Umgang", "Papa" und "Wohl des Kindes" in Anführungszeichen zu setzen, fällt mir nichts mehr ein. Ebenso zum absurden Postulat, Mütter (wie sie!) wüßten allein, was dem Wohl ihrer Kinder dient. Man beachte den unerträglichen sprachlichen Lapsus, die (natürlich inhaltlich zu füllende!) Rechtsfigur des "Kindeswohles" (stattdessen autoritär!) als (Macht-)"Position" zu bezeichnen und nicht etwa zu formulieren "die Kompetenz, das Kindeswohl zu bestimmen, fällt der Mutter zu" o.ä..
Ich bin froh, dass ich selbst nicht in der Rolle eines PAS-geschädigten Vaters bin, denn wie ich dann reagiert hätte, wenn ich den Satz mit dem "Sofa verdreschen/Alleine fahren/Bohrmaschine" gelesen hätte, will ich mir lieber nicht vorstellen. Aber es sind diese Sätze, die den Text über die Kante treiben und der letzten "normalen" Leserin die herzlos grausame Haltung der Autorin vor Augen führen.
Die dem Artikel zugrundeliegende unreife und letztlich kindliche Haltung von Klein Petra zeigt sich besonders schön in ihren letzten Zeilen. Andere Menschen (Väter) sind dazu da, ihr -Klein Petras- Leben zu optimieren, und zwar, in dem sie auf Kommando ihr entweder jeden Wunsch von den Augen ablesen (Schalter auf I) oder sich zu verpissen haben (Schalter auf O), je nachdem, wie es Madame gerade beliebt. Das vielleicht auch der Vater ein MENSCH ist, der eigene Bedürfnisse, Gefühle und Lebensentwürfe (mit Kindern!) hat, scheint der Autorin entgangen zu sein. Es würde ja auch ihrer extremistisch-kindlichen Devise von der fröhlichen Selbstverwirklichung um jeden Preis, ohne jegliches Bedenken der Folgen für Dritte und die Gesellschaft, zuwiderlaufen. Da es ist schon mal hilfreich, die eigene Erkenntnisfähigkeit nicht zu sehr anzuspannen. Nur keine Selbsterkenntnis oder gar Selbstkritik! Dass könnte sich ja ungut anfühlen! Ich bin weiblich, also habe ich Recht! Was immer meiner Selbstverwirklichung im Wege steht, muss weg! Und sei es der Vater meines Kindes!
Mehr Raum als für Argumente nutzt die Autorin dann auch für die praktische Gebrauchsanleitung, wie man die Väter am geschicktesten und effizientesten demütigt und ausschaltet, verbunden mit der Versicherung, der Staat werde den männlichen Opfern schon nicht zu Hilfe kommen, so dass die ganze Sache risikolos ist.
Inwieweit Inhalt ihrer Ausführungen und ihre (wie bei Alice & Co.) vaterlose Biographie in Beziehung stehen, möge jeder für sich selbst beurteilen. Vielleicht hätte sie lieber ihr pesönliches, gut verständliches Trauma, ohne liebenden Vater aufgewachsen zu sein, aufarbeiten sollen, statt in kompensatorischer Form an Dümmlichkeit kaum zu überbietende Thesen à la "Es ist gar nicht wichtig, einen Vater zu haben, denn der stört doch nur und Mama kümmert sich schon ums Wohl des Kindes [Pu, Glück gehabt, dann ist es ja gar nicht so schlimm, dass Papa nach Puerto Rico stiften gegangen ist! Hip Hip Hurra]" aufzustellen.
So, jetzt ist die Email doch etwas länger geworden, so dass ich nun aufhöre, obwohl mir noch mehr dazu einfallen würde; ich hoffe, Ihr könnt die Mail in einem Euren nächsten Männerrundbriefe berücksichtigen.
Ciao, Frank
P.S.: Inhaltlich entsprechende Schreiben werde ich auch u.a. an PAPS e.V. schicken. Vielleicht wissen die besser als ich, wie man auf derart skandalöse Artikel reagiert. Denn wenn ich als Einzelner einen Brief an die GLAMOUR-Redaktion schicke, hilft das wohl gar nichts. Vielleicht wäre es eine gute Idee, einen Männer-Beschwerde-Pool zu gründen, so im Sinne der urgent actions von ai. Wenn dann einige Hundert Protestbriefe bei der GLAMOUR-Redaktion (oder sonstwo) eingehen, wird es den Mikuttas dieser Welt in Zukunft vielleicht ein wenig schwerer fallen, ihre extremistischen männerfeindlichen Artikel in der Redaktion durchzusetzen. Die Geistlosigkeit dieser Artikel ist so extrem, dass vielleicht schon ein kleiner Impuls von außen zu einer Veränderung führen kann.
18.6.03 <---
Die Mailaddi von Glamour ist leserservice@glamour.de. Wenn die Zeitschrift allerdings ähnlich drauf ist wie das Chrismon-Redaktionsteam, werten sie vermutlich jegliche empörte Reaktion auf ihren dummdreisten Sexismus als "vollen Erfolg" ...
Herzlicher Gruß
Arne
Re: überzogene Männerfeindlichkeit geht nach hinten los
Als Antwort auf: überzogene Männerfeindlichkeit geht nach hinten los von Arne Hoffmann am 19. Juni 2003 18:44:17:
Lieber Arne
Dieser Artikle strotzt vor Arroganz und Ueberheblichkeit. Und wenn man diese Aussagen so liest, dann denkt man sich sofort: Um Himmels Willen, die armen Kinder bei so einer Mutter!
Der Artikel ist so unverschämt überheblich, dass er wohl vielen aufstossen wird. So schlecht finde ich solche Lektüre gar nicht, denn mit diesen Aussagen wird sie mehr Empörung als Zustimmung erhalten 
Weisst du Arne, mir ist dieser Ausspruch mit der Selbstbestimmung, der fällt mir auch langsam extrem auf. Irgendwie bekomme ich da so eine schleichende Allergie dagegen.
Selbstbestimmung über alles, persönliches Wohlbefinden über alles, absolute Narrenfreiheit in jeder Lebenslage, immer der volle freie Wille, hauptsache Frau geht es gut, die Kinder haben sie zu fügen und der Mann ist eh scheissegal.
Dieses narzistische selbstverliebte Denken, dass wir Menschen uns zu eigen gemacht haben. So nach dem Motto zuerst ich und dann ich und dann noch mal ich und dann ganz lange niemand mehr und dann...dann machen wir uns noch ein paar Gedanken wegen den Kindern, wenn uns danach ist 
Die Frauen scheinen mir besonders gerne auf diesen Zug aufzuspringen, ich meine, dieses gleiches Recht für alle, das alles hat doch schon lange nichts mehr damit zu tun. Exzentrische Selbstliebe, die in Arroganz und Rücksichtslosigkeit gipfelt. Als wenn Männer es sich erlauben könnten so zu leben!
Als wenn das das Mass der Dinge wäre....dass wir uns so frei strampeln, dass wir keine Verantwortung mehr tragen, uns nicht mehr für andere einsetzen.... nichts mehr tun, dass man uns nicht auch bezahlt.
Ja nicht für Mann und Kinder da sein ohne Entgelt, die dummen Mütter und Hausfrauen, die dann auch noch die Kranken unentgeltlich pflegen.
Ein System braucht nun mal viele ehrenamtliche Helfer. Was daran ist denn so schlimm? Was daran ist schlimm, wenn vor allem Frauen kranke Menschen pflegen und betreuen. Männer setzen sich dafür im Sport oft ehrenamtlich ein oder in der Politik.
Warum meinen diese Frauen, sie müssten nun überall dort vertreten sein, wo die Männer vertreten sind, weil sie sonst zu kurz kommen. Ich meine, sind sie zufriedener, wenn sie überall mitmischen, davon habe ich noch nichts bemerkt, im Gegenteil, ich stelle immer wieder fest, dass gerade Frauen, die das Gefühl haben es dürfe keine Ecke mehr geben, wo sie nicht auch mitmischen, gerade die sind besonders frustriert und gehässig.
Wenn ich diese ach so emanzipierten Frauen oft lese, dann denke ich mir, wenn ich so frustriert werden sollte, wenn ich mich auf diese Schiene begebe, warum haben die dann noch das Gefühl, ich könnte auch nur einen moment denken, das wäre gut für mich?!
Nun ja, wie gesagt, ich muss ja nicht alles verstehen 
Liebe Grüsse
schickt dir
Jolanda
Re: überzogene Männerfeindlichkeit geht nach hinten los
Als Antwort auf: überzogene Männerfeindlichkeit geht nach hinten los von Arne Hoffmann am 19. Juni 2003 18:44:17:
ich haben diesen idioten mal ne mail geschrieben *g*. ich konnte mir einen kleinen spass allerdings nicht verkneifen und zwar folgenden:
"wenn ich meine tocher jemals mit ihrer zeitung erwische streiche ich ihr das taschengeld." *g*
unerheblich das ich keine tochter habe :O).
diese verfluchten idioten.
Beschwerde beim Deutschen Presserat
Als Antwort auf: überzogene Männerfeindlichkeit geht nach hinten los von Arne Hoffmann am 19. Juni 2003 18:44:17:
Folgende Beschwerde an den Deutschen Presserat geht heute raus:
An den
Deutschen Presserat
Postfach 7160
53071 Bonn
Sehr geehrte Damen und Herren,
Ich lege Beschwerde ein gegen den beiliegenden Zeitschriftenartikel!
Titel des Artikels: "Warum Mütter die allerbesten Väter sind"
Name und Seite des Publikationsorgans: Zeitschrift "GLAMOUR", Ausgabe 14/03, Seite 30
Erscheinungsdatum: 07.06.2003
Ziffern des Pressekodex, auf die Bezug genommen wird:
Ziffer 1: Wahrung der Menschenwürde
Ziffer 11: Unangemessen sensationelle Darstellung von Gewalt und Brutalität / Jugendschutz
Ziffer 12: Niemand darf wegen seines Geschlechts oder seiner Zugehörigkeit zu einer ... sozialen Gruppe diskriminiert werden.
Ziffer 1: Verletzung der Menschenwürde:
Der in Rede stehende Artikel in der Kolumne von Frau Petra Mikutta verletzt in eklatanter Weise die Menschenwürde von geschiedenen Vätern, die heutzutage leider in nicht geringer Zahl eben solche entwürdigenden Traumatisierungen durchleiden müssen, wie sie die Autorin höhnisch darstellt, wenn sie den ihnen zustehenden, gerichtlich zugesprochenen Umgang mit ihren eigenen, bei ihrer geschiedenen Frau lebenden Kindern wahrnehmen wollen.
Der Artikel verletzt darüber hinaus die Menschenwürde der Kinder dieser Väter, die von ihren Müttern bewußt dem leiblichen Vater entfremdet werden und somit des Rechts auf beide Eltern beraubt werden. Petra Mikutta stellt gewissermaßen "leichtverständlich dar, wie man das macht".
Das Urteil des Bundesverfassungsgerichts, auf das Bezug genommen wird, behandelte zwei solche Fälle von PAS (Parental Alienation Syndrom). Es gab zwei Vätern in letzter Instanz endlich recht, nachdem sie sich jahrelang verzweifelt, aber erfolglos, um Umgang mit ihren Kindern bemüht hatten. In beiden Fällen hatte die jeweilige Kindsmutter und geschiedene Ehefrau mit allen erdenklichen Mitteln, die allesamt größte Ähnlichkeit mit den von der Autorin wollüstig angepriesenen Methoden aufweisen, den Kontakt der gemeinsamen Kinder mit ihrem Vater konsequent und über viele Jahre hinweg hintertrieben und verhindert.
Sie nennt es ja selbst mit voller Überzeugung und ganz zurecht "einen Blick auf die Wirklichkeit" und gibt damit zynisch zu Erkennen, wie sehr sie dieses grausame Vorgehen gutheißt, es vollauf billigt und sogar allgemein anempfiehlt. Sie stellt sich öffentlich auf die Seite der verurteilten Täterinnen und heißt deren schändliches Tun ausdrücklich gut. Mehr noch: sie prahlt höhnend damit, daß dieses kriminelle Treiben nicht einmal bei Vorliegen höchstrichterlicher Entscheidungen aufgegeben werden braucht.
Die unaussprechlichen Leiden hingegen, die ein Vater in solch furchtbarer Lage über viele Jahre hinweg erdulden muß, der ja das Aufwachsen seiner eigenen Kinder nicht miterleben darf, der wegen des Sadismus der Ex-Ehefrau nicht Vater seiner eigenen Kinder sein darf, der also von den Menschen, die er wohl am tiefsten und innigsten liebt auf der ganzen Welt, rechtswidrig und über viele, viele Jahre hinweg willkürlich ferngehalten wird, wird gewiß von jedem mitfühlenden Menschen nachempfunden werden und muß einhellig auf tiefste Empörung und Mißbilligung stoßen. Ganz zu schweigen von dem irreparablen Schaden, der in den Seelen der betroffenen Kinder angerichtet wird!
Statt dessen werden diese Väter samt ihren Angehörigen (v.a. die "Omas und Opas") in ihrem Leid von der Autorin mit unfaßbarem Sadismus verhöhnt als Trottel, die "vor Gericht immer verlieren, selbst wenn sie gewinnen"; die, falls "sie" das Söhnchen "nicht geben will(!)", gefälligst "heimgehen und das Sofa verdreschen sollen"! Die, wenn das Töchterchen "ausgerechnet"(!) vor der Ferienreise "immer"(!) krank ist, sich dieser intriganten Willkür klaglos fügen und statt dessen "nette Ansichtskarten schreiben" mögen. Die, wenn "die Mutter" die Post "einfach verschwinden läßt"(!), sich doch "das Porto sparen" und sich statt dessen "eine Bohrmaschine oder einen Fußball kaufen", ALLES kaufen mögen, nicht jedoch einen Anwalt, um zu ihrem (und ihrer Kinder!) Recht zu kommen. Denn "sie verlieren ja immer", selbst wenn sie "vor Gericht" (Bundesverfassungsgericht!) gewinnen: "die zwei Väter ... haben in Karlsruhe ihren Sieg verloren(!)"
Höhnisch werden Worte wie "Umgang" und "Papa" in Anführungszeichen gesetzt - selbst der Begriff "Wohl des Kindes", für das angeblich die Mütter "die Position(!) innehaben". Apodiktisch und in trotziger Hybris verkündet die Autorin: "Sie (die Mütter) kennen das Wohl des Kindes, nicht Väter, nicht Juristen, nicht Omas, die jetzt im Chor aufheulen(!)" - um sogleich zynisch zu erläutern, wie "Mütter" diese ihre "Position" für das Wohl des Kindes bitte verstehen mögen! Es folgt ohne die geringste Scheu eine äußerst plastische und präzise Beschreibung genau dessen, was Inhalt des Fachbegriffes PAS (Parental Alienation Syndrom) ist, dessen Entwicklung zum Massenphänomen in letzter Zeit zunehmend ins Bewußtsein der Öffentlichkeit zu dringen beginnt und in Fachjuristenkreisen längst als, früher wenig bekanntes, "gesellschaftliches Großschadensereignis" wahrgenommen wird. Heute sind bald 50% der Kinder von Trennung und Scheidung betroffen - und damit von PAS bedroht! Und nicht nur die Kinder selbst, sondern eben auch jeweils ein Elternteil (und zwar praktisch immer der Vater) sowie dessen Familienstamm.
Der Artikel gipfelt, nach einer weiteren höhnischen Aufforderung an die Väter, den Müttern doch die (fingierten!) Arztbesuche und die "Ausreden"(!), vor allem aber Klagen auf Umgang zu ersparen, darin, daß sie sich am Ende willenlos und restlos jeder Willkür ihrer Ex-Ehefrau unterwerfen mögen - und selbst wenn diese zu ihnen sagt: "Verschwinde!", sich zu trollen wie ein getretener Hund. Das alles vorgeblich "zum Wohle des Kindes"!
Dadurch, daß diese zahllosen, ohnehin schwerst traumatisierten Männer von der Autorin in derart zynischer und zutiefst erniedrigender Weise öffentlich verhöhnt und als erbärmliche, "schwachsinnige", vollkommen recht- und machtlose Volltrottel dargestellt werden, wird deren Menschenwürde auf das Tiefste verletzt und in aller Öffentlichkeit in den Dreck gezogen.
Ich muß feststellen, daß ich noch niemals in den vergangenen Jahrzehnten in irgend einer Zeitung unseres Landes etwas auch nur entfernt Vergleichbares an hemmungslos höhnischer und zynischer Entwürdigung von gequälten Menschen gelesen habe - ausgesprochen von einer Person, die sich ganz offen und uneingeschränkt mit den Täterinnen identifiziert und sie zu ihren Taten ermuntert!
Ziffer 11: Unangemessene Darstellung von Gewalt und Brutalität / Schutz der Jugend
PAS ist eine Form der schweren Gewaltausübung, vergleichbar vielleicht dem allgemeiner bekannten Phänomen des "Mobbing" in der Arbeitswelt, welch ersteres jedoch, was die psychosozialen Folgen angeht, noch viel tiefgreifendere Verwüstungen anrichtet. Die von der Autorin gewissermaßen "zur allgemeinen Nachahmung" geradezu emphatisch empfohlenen Methoden im Umgang mit "abgelegten" Ehemännern und dem vermeintlichen "Wohl des Kindes" stellen somit eine verherrlichende Darstellung von schwerster psychischer Gewalt dar und sind gerade in ihrer zynischen "Lustigkeit" von ganz außerordentlicher Brutalität. Zugleich kann gerade dieser "lustige" Zynismus bei ungefestigten Leserinnen den Eindruck suggerieren, es handele sich dabei um etwas "ganz normales", gar etwas Nachahmenswertes. Dem spontanen Empfinden von Unrecht wird dadurch bewußt entgegengewirkt.
Die Zeitschrift GLAMOUR richtet sich an weibliche Jugendliche und junge Frauen. Diesem prägbaren, noch in der Entwicklung befindlichen Personenkreis, der vor Gewaltverherrlichung ausdrücklich zu schützen ist, wird somit ein Rollenverhalten als Frau und Mutter nahegelegt, das, wenn es so übernommen wird, zu außerordentlichem Leid für ihre zukünftigen Kinder, ihre späteren Ehemänner und Schwiegereltern führen muß.
Ziffer 12: Diskriminierung aufgrund des Geschlechts oder der Zugehörigkeit zu einer sozialen Gruppe.
Die erbarmungslose Verächtlichmachung zielt auf "die Männer" im allgemeinen sowie die Gruppe der geschiedenen und abgelegten, "entsorgten" Väter im Besonderen. Petra Mikutta redet nirgends von irgendwelchen Besonderheiten eines konkreten Einzelfalles, von in ihren Augen schuldhaftem Verhalten, irgendwelchen spezifischen Vorwürfen oder sonstigem vermeintlichem Fehlverhalten, dessentwegen sie anderen Frauen ein dermaßen rachsüchtiges und abgrundtief grausames Verhalten meint anempfehlen zu müssen.
Auch in diesem Fall bliebe weiter Grund zur Beschwerde nach Ziffer 1 und Ziffer 11. Grund zur Beschwerde nach Ziffer 12 ergibt sich aus der Tatsache, daß Ihre schreckliche Suade so durch und durch sexistisch und auf das Vulgärste männerfeindlich ist. Der Artikel von Petra Mikutta stellt somit eine eklatante und schändliche Diskriminierung von Männern als insgesamt verachtenswerte Gruppe dar - eine öffentliche Herabwürdigung einzig aufgrund der Zugehörigkeit zum männlichen Geschlecht respektive zur Gruppe der geschiedenen Väter.
Antrag:
Ich beantrage, der Zeitschrift GLAMOUR und insbesondere der Journalistin Petra Mikutta eine Rüge zu erteilen, verbunden mit der Verpflichtung, diese Rüge auch abzudrucken, um dem Schaden, der bei der jungen weiblichen Leserschaft eingetreten ist (s.o.: Jugendschutz / Gewaltverherrlichung in einer sich zum Massenphänomen unter deutschen Frauen entwickelnden gesellschaftlichen Erscheinung) entgegenzuwirken sowie der Diskriminierung und Entwürdigung der betroffenen traumatisierten Männer, Kinder und Angehörigen Genugtuung geschehen zu lassen.
(Unterschrift)
Ich fordere zu eigenen Beschwerden beim Deutschen Presserat auf und empfehle, nicht unbedingt alle drei Ziffern anzuführen, sondern eine oder zwei, und mit völlig eigenen Worten zu formulieren. Es kommt nicht auf "geschliffene" Formulierungen an, sondern auf eine gewisse Anzahl von ähnlich gelagerten Beschwerden - besonders von Frauen übrigens, logo... 
Also: Jolanda, ChrisTine, Maria, Renate... [[smile-orange]]
Beschwerden beim Deutschen Presserat müssen behandelt werden! Wenn sie nicht "offensichtlich unbegründet" sind, dann werden sie beraten und führen im positiv befundeten Falle zu Sanktionen: Hinweis, Mißbilligung oder Rüge.
Ich bin bestimmt nicht traurig, wenn diese perniziöse Borderlinerin abgeschossen und versenkt wird. Wichtiger aber ist, daß Mißbilligungen und besonders Rügen des Presserates großen Einfluß auf die künftige ethische Ausrichtung der deutschen Journalistenzunft haben. Die Entscheidungen werden durchweg aufmerksam rezipiert als verbindliche, rahmensetzende Orientierung.
Von Schreiben an dieses Femi-Narzißten-Heftchen würde ich vorerst noch abraten, damit die die Sache nicht etwa "zu früh" bereinigen, um dadurch einer Untersuchung des Presserates zuvorzukommen. Es ist viel schöner, wenn es sie unvermittelt und ganz unvorbereitet trifft. Danach kann man sie dann ja umso besser kräftig und öffentlichkeitswirksam unter Beschuß nehmen.
Für die Beschwerde verwendet bitte das auf der Homepage des Presserates downloadbare RTF-Dokument - und den Postweg. Das beanstandete Heft (mindestens jedoch eine Fotokopie des Artikels) sollte unbedingt beiliegen. "Rüberkopieren" des Textes aus Arnes Post reicht nicht aus!
Die Juristen unter uns können ja mal scharf darüber nachdenken, ob und wie man Strafanzeige gegen dieses ekelerregende Ungeheuer stellt. Ich hätte nicht übel Lust dazu: Beleidigung, Anstiftung zu Straftaten, Volksverhetzung, Aufruf zur Gewalt...
Prüft das mal! Wäre doch erfreulich, wenn dieses schauerliche Monstrum im Käfig säße!
Nick
Re: überzogene Männerfeindlichkeit geht nach hinten los
Als Antwort auf: überzogene Männerfeindlichkeit geht nach hinten los von Arne Hoffmann am 19. Juni 2003 18:44:17:
Hm, ich war mal in einer ähnlichen Lage und habe praktisch genauso gehandelt, wie von der Dame empfohlen. Mit dem sicheren Wissen allerdings, dass ich sofort von einem Ersatzpapi ersetzt wurde. Das Ende vom Lied war allerdings ein trauriges.
Den meisten Trennungspapas kann ich empfehlen, wenn keine Vernunft auf weiblicher Seite waltet, einfach abzuschalten, so schwer es am Anfang auf fallen mag. Das heißt nicht, den Kontakt sofort und für immer abzubrechen, aber dieses ständige vorauseilende "Kümmern" kann Mann sich sparen. Genau das wird doch erwartet und nur aus dem Grunde, weil Männer sich nun mal kümmern, ohne das Maul groß aufzureißen, ist doch diese Erwartungshaltung bei Frauen/Müttern entstanden. Und dieses Gefühl, immer recht zu behalten und zu bekommen.
Das Leben als wirklich alleinstehende Mutter ist alles andere als ein Zuckerschlecken, selbst wenn ein Nachfolger zur Verfügung stehen sollte. Wenn dieser dann das fremde Kind als eigen Fleisch und Blut betrachtet, um so besser, aber die ausschließliche Kindesentfremdung dem Vater gegenüber wird kaum gelingen. Andererseits muß auch gesehen werden, dass ein Vater nun mal derjenige ist, der da ist. Da beißt die Maus keinen Faden ab.
Meine Erfahrung jedenfalls ist, dass sich meistens doch Vernunft einstellt. Aber kaum, wenn die Situation von Anfang an unter Druck gerät. Klar fällt es schwer, die Vatergefühle, den verletzten Stolz, den Verlust der männlichen Rolle unter Kontrolle zu halten. Aber genau diese Gefühle sind es, die wilden Aktionismus zu Folge haben, der fast immer mehr zerstört als er nutzt.
Jeremin
Re: Beschwerde beim Deutschen Presserat
Als Antwort auf: Beschwerde beim Deutschen Presserat von Nick am 20. Juni 2003 08:03:26:
Du greifst ja heftig in die Tasten. Bin gespannt, ob der Presserat in Deinem Sinne tätig wird. Du hältst doch hoffentlich die Leserschaft hier auf dem laufenden?!
Was die Chancen einer Strafanzeige gegen die Autorin des von Dir angepeilten Artikels betrifft, sehe ich offen gesagt nur geringe Aussichten, daß Du insoweit Erfolg haben könntest. Das Recht auf freie Meinungsäußerung hat Verfassungsrang und umfaßt in gewissen Grenzen auch zynische oder schadenfrohe Äußerungen. Die Beurteilung der Frage, ob da die Schwelle zur strafbaren Handlung bereits überschritten ist, unterliegt in der Praxis einem Ermessen. Ob Du jemanden finden wirst, der dieses Ermessen in Deinem Sinn ausübt, kann ich nicht sagen, ich vermute eher nein.
Jedenfalls viel Glück, Du wirst es brauchen.
Folgende Beschwerde an den Deutschen Presserat geht heute raus:
An den
Deutschen Presserat
Postfach 7160
53071 Bonn
Sehr geehrte Damen und Herren,
Ich lege Beschwerde ein gegen den beiliegenden Zeitschriftenartikel!
Titel des Artikels: "Warum Mütter die allerbesten Väter sind"
Name und Seite des Publikationsorgans: Zeitschrift "GLAMOUR", Ausgabe 14/03, Seite 30
Erscheinungsdatum: 07.06.2003Ziffern des Pressekodex, auf die Bezug genommen wird:
Ziffer 1: Wahrung der Menschenwürde
Ziffer 11: Unangemessen sensationelle Darstellung von Gewalt und Brutalität / Jugendschutz
Ziffer 12: Niemand darf wegen seines Geschlechts oder seiner Zugehörigkeit zu einer ... sozialen Gruppe diskriminiert werden.
Ziffer 1: Verletzung der Menschenwürde:
Der in Rede stehende Artikel in der Kolumne von Frau Petra Mikutta verletzt in eklatanter Weise die Menschenwürde von geschiedenen Vätern, die heutzutage leider in nicht geringer Zahl eben solche entwürdigenden Traumatisierungen durchleiden müssen, wie sie die Autorin höhnisch darstellt, wenn sie den ihnen zustehenden, gerichtlich zugesprochenen Umgang mit ihren eigenen, bei ihrer geschiedenen Frau lebenden Kindern wahrnehmen wollen.
Der Artikel verletzt darüber hinaus die Menschenwürde der Kinder dieser Väter, die von ihren Müttern bewußt dem leiblichen Vater entfremdet werden und somit des Rechts auf beide Eltern beraubt werden. Petra Mikutta stellt gewissermaßen "leichtverständlich dar, wie man das macht".
Das Urteil des Bundesverfassungsgerichts, auf das Bezug genommen wird, behandelte zwei solche Fälle von PAS (Parental Alienation Syndrom). Es gab zwei Vätern in letzter Instanz endlich recht, nachdem sie sich jahrelang verzweifelt, aber erfolglos, um Umgang mit ihren Kindern bemüht hatten. In beiden Fällen hatte die jeweilige Kindsmutter und geschiedene Ehefrau mit allen erdenklichen Mitteln, die allesamt größte Ähnlichkeit mit den von der Autorin wollüstig angepriesenen Methoden aufweisen, den Kontakt der gemeinsamen Kinder mit ihrem Vater konsequent und über viele Jahre hinweg hintertrieben und verhindert.
Sie nennt es ja selbst mit voller Überzeugung und ganz zurecht "einen Blick auf die Wirklichkeit" und gibt damit zynisch zu Erkennen, wie sehr sie dieses grausame Vorgehen gutheißt, es vollauf billigt und sogar allgemein anempfiehlt. Sie stellt sich öffentlich auf die Seite der verurteilten Täterinnen und heißt deren schändliches Tun ausdrücklich gut. Mehr noch: sie prahlt höhnend damit, daß dieses kriminelle Treiben nicht einmal bei Vorliegen höchstrichterlicher Entscheidungen aufgegeben werden braucht.
Die unaussprechlichen Leiden hingegen, die ein Vater in solch furchtbarer Lage über viele Jahre hinweg erdulden muß, der ja das Aufwachsen seiner eigenen Kinder nicht miterleben darf, der wegen des Sadismus der Ex-Ehefrau nicht Vater seiner eigenen Kinder sein darf, der also von den Menschen, die er wohl am tiefsten und innigsten liebt auf der ganzen Welt, rechtswidrig und über viele, viele Jahre hinweg willkürlich ferngehalten wird, wird gewiß von jedem mitfühlenden Menschen nachempfunden werden und muß einhellig auf tiefste Empörung und Mißbilligung stoßen. Ganz zu schweigen von dem irreparablen Schaden, der in den Seelen der betroffenen Kinder angerichtet wird!
Statt dessen werden diese Väter samt ihren Angehörigen (v.a. die "Omas und Opas") in ihrem Leid von der Autorin mit unfaßbarem Sadismus verhöhnt als Trottel, die "vor Gericht immer verlieren, selbst wenn sie gewinnen"; die, falls "sie" das Söhnchen "nicht geben will(!)", gefälligst "heimgehen und das Sofa verdreschen sollen"! Die, wenn das Töchterchen "ausgerechnet"(!) vor der Ferienreise "immer"(!) krank ist, sich dieser intriganten Willkür klaglos fügen und statt dessen "nette Ansichtskarten schreiben" mögen. Die, wenn "die Mutter" die Post "einfach verschwinden läßt"(!), sich doch "das Porto sparen" und sich statt dessen "eine Bohrmaschine oder einen Fußball kaufen", ALLES kaufen mögen, nicht jedoch einen Anwalt, um zu ihrem (und ihrer Kinder!) Recht zu kommen. Denn "sie verlieren ja immer", selbst wenn sie "vor Gericht" (Bundesverfassungsgericht!) gewinnen: "die zwei Väter ... haben in Karlsruhe ihren Sieg verloren(!)"
Höhnisch werden Worte wie "Umgang" und "Papa" in Anführungszeichen gesetzt - selbst der Begriff "Wohl des Kindes", für das angeblich die Mütter "die Position(!) innehaben". Apodiktisch und in trotziger Hybris verkündet die Autorin: "Sie (die Mütter) kennen das Wohl des Kindes, nicht Väter, nicht Juristen, nicht Omas, die jetzt im Chor aufheulen(!)" - um sogleich zynisch zu erläutern, wie "Mütter" diese ihre "Position" für das Wohl des Kindes bitte verstehen mögen! Es folgt ohne die geringste Scheu eine äußerst plastische und präzise Beschreibung genau dessen, was Inhalt des Fachbegriffes PAS (Parental Alienation Syndrom) ist, dessen Entwicklung zum Massenphänomen in letzter Zeit zunehmend ins Bewußtsein der Öffentlichkeit zu dringen beginnt und in Fachjuristenkreisen längst als, früher wenig bekanntes, "gesellschaftliches Großschadensereignis" wahrgenommen wird. Heute sind bald 50% der Kinder von Trennung und Scheidung betroffen - und damit von PAS bedroht! Und nicht nur die Kinder selbst, sondern eben auch jeweils ein Elternteil (und zwar praktisch immer der Vater) sowie dessen Familienstamm.
Der Artikel gipfelt, nach einer weiteren höhnischen Aufforderung an die Väter, den Müttern doch die (fingierten!) Arztbesuche und die "Ausreden"(!), vor allem aber Klagen auf Umgang zu ersparen, darin, daß sie sich am Ende willenlos und restlos jeder Willkür ihrer Ex-Ehefrau unterwerfen mögen - und selbst wenn diese zu ihnen sagt: "Verschwinde!", sich zu trollen wie ein getretener Hund. Das alles vorgeblich "zum Wohle des Kindes"!
Dadurch, daß diese zahllosen, ohnehin schwerst traumatisierten Männer von der Autorin in derart zynischer und zutiefst erniedrigender Weise öffentlich verhöhnt und als erbärmliche, "schwachsinnige", vollkommen recht- und machtlose Volltrottel dargestellt werden, wird deren Menschenwürde auf das Tiefste verletzt und in aller Öffentlichkeit in den Dreck gezogen.
Ich muß feststellen, daß ich noch niemals in den vergangenen Jahrzehnten in irgend einer Zeitung unseres Landes etwas auch nur entfernt Vergleichbares an hemmungslos höhnischer und zynischer Entwürdigung von gequälten Menschen gelesen habe - ausgesprochen von einer Person, die sich ganz offen und uneingeschränkt mit den Täterinnen identifiziert und sie zu ihren Taten ermuntert!
Ziffer 11: Unangemessene Darstellung von Gewalt und Brutalität / Schutz der Jugend
PAS ist eine Form der schweren Gewaltausübung, vergleichbar vielleicht dem allgemeiner bekannten Phänomen des "Mobbing" in der Arbeitswelt, welch ersteres jedoch, was die psychosozialen Folgen angeht, noch viel tiefgreifendere Verwüstungen anrichtet. Die von der Autorin gewissermaßen "zur allgemeinen Nachahmung" geradezu emphatisch empfohlenen Methoden im Umgang mit "abgelegten" Ehemännern und dem vermeintlichen "Wohl des Kindes" stellen somit eine verherrlichende Darstellung von schwerster psychischer Gewalt dar und sind gerade in ihrer zynischen "Lustigkeit" von ganz außerordentlicher Brutalität. Zugleich kann gerade dieser "lustige" Zynismus bei ungefestigten Leserinnen den Eindruck suggerieren, es handele sich dabei um etwas "ganz normales", gar etwas Nachahmenswertes. Dem spontanen Empfinden von Unrecht wird dadurch bewußt entgegengewirkt.
Die Zeitschrift GLAMOUR richtet sich an weibliche Jugendliche und junge Frauen. Diesem prägbaren, noch in der Entwicklung befindlichen Personenkreis, der vor Gewaltverherrlichung ausdrücklich zu schützen ist, wird somit ein Rollenverhalten als Frau und Mutter nahegelegt, das, wenn es so übernommen wird, zu außerordentlichem Leid für ihre zukünftigen Kinder, ihre späteren Ehemänner und Schwiegereltern führen muß.
Ziffer 12: Diskriminierung aufgrund des Geschlechts oder der Zugehörigkeit zu einer sozialen Gruppe.
Die erbarmungslose Verächtlichmachung zielt auf "die Männer" im allgemeinen sowie die Gruppe der geschiedenen und abgelegten, "entsorgten" Väter im Besonderen. Petra Mikutta redet nirgends von irgendwelchen Besonderheiten eines konkreten Einzelfalles, von in ihren Augen schuldhaftem Verhalten, irgendwelchen spezifischen Vorwürfen oder sonstigem vermeintlichem Fehlverhalten, dessentwegen sie anderen Frauen ein dermaßen rachsüchtiges und abgrundtief grausames Verhalten meint anempfehlen zu müssen.
Auch in diesem Fall bliebe weiter Grund zur Beschwerde nach Ziffer 1 und Ziffer 11. Grund zur Beschwerde nach Ziffer 12 ergibt sich aus der Tatsache, daß Ihre schreckliche Suade so durch und durch sexistisch und auf das Vulgärste männerfeindlich ist. Der Artikel von Petra Mikutta stellt somit eine eklatante und schändliche Diskriminierung von Männern als insgesamt verachtenswerte Gruppe dar - eine öffentliche Herabwürdigung einzig aufgrund der Zugehörigkeit zum männlichen Geschlecht respektive zur Gruppe der geschiedenen Väter.
Antrag:
Ich beantrage, der Zeitschrift GLAMOUR und insbesondere der Journalistin Petra Mikutta eine Rüge zu erteilen, verbunden mit der Verpflichtung, diese Rüge auch abzudrucken, um dem Schaden, der bei der jungen weiblichen Leserschaft eingetreten ist (s.o.: Jugendschutz / Gewaltverherrlichung in einer sich zum Massenphänomen unter deutschen Frauen entwickelnden gesellschaftlichen Erscheinung) entgegenzuwirken sowie der Diskriminierung und Entwürdigung der betroffenen traumatisierten Männer, Kinder und Angehörigen Genugtuung geschehen zu lassen.
(Unterschrift)
Ich fordere zu eigenen Beschwerden beim Deutschen Presserat auf und empfehle, nicht unbedingt alle drei Ziffern anzuführen, sondern eine oder zwei, und mit völlig eigenen Worten zu formulieren. Es kommt nicht auf "geschliffene" Formulierungen an, sondern auf eine gewisse Anzahl von ähnlich gelagerten Beschwerden - besonders von Frauen übrigens, logo...
Also: Jolanda, ChrisTine, Maria, Renate... [[smile-orange]]
Beschwerden beim Deutschen Presserat müssen behandelt werden! Wenn sie nicht "offensichtlich unbegründet" sind, dann werden sie beraten und führen im positiv befundeten Falle zu Sanktionen: Hinweis, Mißbilligung oder Rüge.
Ich bin bestimmt nicht traurig, wenn diese perniziöse Borderlinerin abgeschossen und versenkt wird. Wichtiger aber ist, daß Mißbilligungen und besonders Rügen des Presserates großen Einfluß auf die künftige ethische Ausrichtung der deutschen Journalistenzunft haben. Die Entscheidungen werden durchweg aufmerksam rezipiert als verbindliche, rahmensetzende Orientierung.
Von Schreiben an dieses Femi-Narzißten-Heftchen würde ich vorerst noch abraten, damit die die Sache nicht etwa "zu früh" bereinigen, um dadurch einer Untersuchung des Presserates zuvorzukommen. Es ist viel schöner, wenn es sie unvermittelt und ganz unvorbereitet trifft. Danach kann man sie dann ja umso besser kräftig und öffentlichkeitswirksam unter Beschuß nehmen.
Für die Beschwerde verwendet bitte das auf der Homepage des Presserates downloadbare RTF-Dokument - und den Postweg. Das beanstandete Heft (mindestens jedoch eine Fotokopie des Artikels) sollte unbedingt beiliegen. "Rüberkopieren" des Textes aus Arnes Post reicht nicht aus!
Die Juristen unter uns können ja mal scharf darüber nachdenken, ob und wie man Strafanzeige gegen dieses ekelerregende Ungeheuer stellt. Ich hätte nicht übel Lust dazu: Beleidigung, Anstiftung zu Straftaten, Volksverhetzung, Aufruf zur Gewalt...
Prüft das mal! Wäre doch erfreulich, wenn dieses schauerliche Monstrum im Käfig säße!
Nick