Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Familienrichter empfiehlt "Sind Frauen bessere Menschen?"

Arne Hoffmann, Wednesday, 18.06.2003, 19:39 (vor 8267 Tagen)

Howdy :-)

Heute mittag habe ich Post von einem Familienrichter erhalten, der für das Bayrische Staatsministerium der Justiz eine Einführung für die neu bestellten Familienrichter dieses Bundeslandes (bis hinauf zum OLG) verfasste und darin mein Buch als "faktenreich und glänzend geschrieben" herausstellte. :-) Während er selbst nicht unbedingt der Männerbewegung zuneige und den Titel meines Buches als etwas unpassend empfinde, hält dieser Richter meine Zusammenstellung doch für dringend nötig und ermuntert mich zu einem Nachfolgewerk. Aus anderen Passagen seines umfangreichen Textes geht hervor, dass er auch jenseits meines Buches über die aktuelle Problematik bestens informiert ist: dass das Gewaltschutzgesetz die Kinder vergessen hat, dass es viele Mütter mit einem seines Erachtens "brandgefährlichen" stellvertretenden Münchhausen-Syndrom gibt, dass beim sexuellen Missbrauch die Zahl der erweisenen Falschbeschuldigungen und Verleumdungen ständig zunimmt und inzwischen höchste Raten erreicht hat undsoweiter. Er beruft sich dabei weitgehend auf andere Quellen als mein Buch, häufig juristische Fachzeitschriften.

Viele Dinge, die hierzulande insbesondere die Väterbewegung thematisiert hat, sind ihm ein Begriff, so etwa das Problem der internationalen Kindesentführung oder auch die Gehirnwäsche durch das "Parental Alienation Syndrom" PAS. Vereinfacht ausgedrückt geht es dabei darum, dass das umgangsberechtigte Elternteil das gemeinsame Kind gegen den früheren Partner aufhetzt. Dazu möchte ich einige Passagen zitieren: "PAS ist deswegen eine so große Gefahr, weil es (...) im Gewande der Unschuld und Liebe einherschreitet. Die Täter neigen dazu, jeden, der sich ihnen in den Weg stellt, mit teilweise perfiden Methoden anzugehen, wie man es auch bei aggressiven Sekten erlebt. Die Täter haben oft Anzeichen einer Borderline-Struktur oder leben auf diese grausame Weise eigene oft weit zurückliegende Traumata aus. (...) Erst kürzlich hatte ich ein 10-jähriges Mädchen zur Anhörung, lehrbuchartig durch PAS `brainwashed´. Sie schwebte wie ein Engel in mein Zimmer, ein Mona-Lisa-Lächeln ins Gesicht fixiert - und erzählte mir, was für ein Unmensch ihr Vater sei. Nur: Ich hatte ein 170-Seiten-Gutachten auf dem Tisch liegen, das ausführte: Kein Wort ist wahr! (...) Dies aber führt zu schwerwiegenden Persönlichkeitsstörungen mit Folgeschäden des Kindes bei der eigenen Partnerwahl, Berufswahl, Erziehungsfähigkeit und Delinquenz, vor allem droht als Spätfolge die Depression - eine lebensgefährliche Erkrankung, der doppelt so viele Menschen zum Opfer fallen wie durch Verkehrsunfälle (...) Wir haben es bei PAS also mit einem gesellschaftlichen Großschadensereignis zu tun, denn es sind bald an die 50 % der Kinder von Trennung und Scheidung betroffen - und damit von PAS bedroht. Aber eben nicht nur die Kinder selbst, sondern auch jeweils ein Elternteil und dessen Familienstamm (...). Wäre PAS ein Bakterium oder ein Virus, die Medien wären voll davon. (...) Ich wage die Prognose, dass die Kenntnis von PAS (...) Allgemeingut werden wird. Der Grund ist einfach: Geld regiert die Welt - und die Folgeschäden von PAS sind unübersehbar. (...) Wir können auch davon ausgehen, dass in den nächsten Jahren weitere groß angelegte internationale wissenschaftlich-empirische Studien zu PAS vorgelegt werden. (...)"

Ich werde mich mit diesem Herrn, dessen Namen ich hier aus nachvollziehbaren Gründen nicht nenne, jetzt mal näher in Verbindung setzen. :-)

Herzlicher Gruß

Arne


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