Frauen wollen keine ärmeren Männer
auch aus der neuen Psychologie heute:
Heiraten? Lieber nicht!
"Manche Frauen sind nicht interessiert daran, den Mann, den sie lieben, vor den Traualtar zu schleppen. In einer Befragung von 700 'liierten' Frauen winkte ein Viertel ab, als von der Soziologin Pamela Smock gefragt wurde: 'Wollen Sie heiraten?'
Warum sind diese Frauen so ehefeindlich eingestellt, fragte sich Smock und fand heraus: Es sind vor allem sozioäkonomische Gründe, die Frauen von einer Heirat abhalten. Frauen, deren Partner ein niedrigeres Einkommen und eine geringere Bildung als sie selbst haben, drängt es nicht in die Ehe (Psychology today, 3/4, 2003). Wie Smock feststellte, wollen 80% der Frauen, diemit einem 'gleichwertigen' Partner zusammen sind, heiraten, während dies nur für 50% der Frauen zutrifft, die ihrem Liebsten in Einkommen und Bildung überlegen sind."
Re: Frauen wollen keine ärmeren Männer
Als Antwort auf: Frauen wollen keine ärmeren Männer von Odin am 15. Juni 2003 13:08:53:
Hallo,
vor kurzem hörte ich im Zug eine Frau sagen, daß Frauen nur heiraten, um
versorgt zu sein.
Wenn unsere Politik im Sinne des Allgemeinwohls darauf reagieren würde,
würde das vielen Frauen nicht gefallen. Schließlich wachsen Kinder am
besten in einer funktionierenden Ehe auf.
Gruß
Joseph
Re: Frauen wollen keine ärmeren Männer
Als Antwort auf: Re: Frauen wollen keine ärmeren Männer von Joseph S am 15. Juni 2003 22:00:52:
Hallo Joseph,
ich verstehe das alles nicht. In anderen Ländern (Frankreich, Schweden, frühere DDR) gibt/gab es Kinderhorte und -krippen, Ganztagsschulen etc. So können die Frauen ohne Probleme ganztags berufstätig sein und brauchen keinen Mann zu heiraten, nur um sich von ihm versorgen zu lassen (manche Frauen wollen das einfach nicht; die wollen auf eigenen Fußen stehen, während andere die Situation wiederum gar nicht so übel finden). Warum ist so was bei uns nicht machbar? Es würde die "richtige" Gleichberechtigung der Frauen fördern und sie zu selbständigeren, verantwortungsbewussteren Menschen machen.
Gruß
Frank
Re: Frauen wollen keine ärmeren Männer
Als Antwort auf: Re: Frauen wollen keine ärmeren Männer von Frank am 16. Juni 2003 11:49:24:
Weise Worte! Dem kann ich als Frankreich- und Skandinavienfan voll und ganz zustimmen. Solche Versorgeransichten finde ich dermaßen antiquiert dass es mir beinahe körperlich wehtut. Das fällt für mich unter die "Weibchen-Masche". Bäh. Erinnert mich an Verönchen.
Finanzielle Abhängigkeit - niemals. Ich möchte aus Liebe mit einem Mann zusammensein. Geldverdienen, Glähbirnen einschrauben und kochen kann ich selbst.
Maria
Re: Frauen wollen keine ärmeren Männer
Als Antwort auf: Re: Frauen wollen keine ärmeren Männer von Frank am 16. Juni 2003 11:49:24:
Hallo Frank!
Es ist ja gar nicht mal so, daß Frauen, die nicht berufstätig sind, besonders viel Wert auf hohes Einkommen des Partners legen. Nein, auch Frauen, die selbst auf Vollzeit arbeiten und damit gut verdienen, legen häufig Wert darauf, daß ihr Partner mindestens genauso viel verdient. Je mehr also eine Frau selbst verdient, umso höher sind ihre Ansprüche an das Einkommen ihres Partners.
Ich denke, daß das meist auch gar nichts mit Geldgier zu tun hat. Es geht einfach um Sicherheit. Heute wird alles immer unsicherer. Immer mehr Menschen sind sich nicht sicher, ob sie in einem Jahr ihren Arbeitsplatz noch haben, und es wird auch immer schwieriger, eine neue Arbeitsstelle zu finden.
Da ist es doch beruhigend, wenn der Partner gut verdient. Auch wenn man selbst ein gutes Einkommen hat, kann man das ja heutzutage auch schnell wieder verlieren. Und dann ist es gut, sich noch auf das Einkommen des Partners verlassen zu können.
Viele Frauen haben auch immer noch trotz Vollzeitjob den Gedanken im Hinterkopf, sich vielleicht doch irgendwann einmal nur noch auf die Familie zu konzentrieren, oder vielleicht nur noch halbtags zu arbeiten. Das ist aber nur möglich, wenn der Mann ganz gut verdient und somit die Familie auch allein ernähren kann.
In der DDR gab es ja sehr gute Kinderbetreuungsmöglichkeiten. Trotzdem gab es auch in der DDR viele Frauen, die nur Teilzeit-Jobs hatten, und es gab vereinzelt auch Hausfrauen. Letztere waren interessantweise entweder Frauen von sehr gut verdienenden Männern oder aber Frührentnerinnen (vor allem Lehrerinnen, die aus psychischen Gründen angeblich nicht mehr arbeiten konnten - ich persönlich kannte damals eine Lehrerin im Ruhestand, die nur 2 Jahre unterrichtet hat und danach in Rente ging).
Trotzdem es genügend Möglichkeiten zur Ganztagsbetreuung der Kinder gab, waren die Frauen auch in der DDR ganz offensichtlich bestrebt, soviel Zeit wie möglich zu Hause zu verbringen. Viele Frauen arbeiteten nur deshalb auf Vollzeit, weil ihre Männer nicht so gut verdienten und man sich mit einem Einkommen in der DDR Luxusgüter wie z.B. Farbfernseher nun einmal meist nicht leisten konnte.
Heute ist das prinzipiell auch nicht anders. Vielen Frauen ist es gar nicht so unangenehm, daß die Kinderbetreuungsmöglichkeiten heute so miserabel sind. So haben sie wenigstens ein Alibi, um sich nicht auf die stressige und immer öfter hoffnungslose Suche nach einem Vollzeitjob machen und dann womöglich 40 Stunden pro Woche arbeiten zu müssen.
Wenn nämlich alle unsere Voll- oder Teilzeit-Mütter, die sich immer darüber beklagen, wie sehr sie doch benachteiligt wären, diese Klagen wirklich ernst meinen würden, dann würden sie sich mit anderen Müttern in der Umgebung zusammentun und eine gegenseitige Kinderbetreuung organisieren. Wenn sich 5 Mütter so zusammen tun, könnte jede von ihnen 32 Stunden pro Woche arbeiten und würde an einem Wochentag die Betreuung der Kinder übernehmen. Aber da tut sich nichts. Es ist ja auch einfacher, zu Hause zu bleiben und zu jammern, wenn der Mann brav das Geld heranschafft.
Mittlerweile können beide Eltern sogar gleichzeitig Erziehungsurlaub nehmen und - soviel ich weiß - nebenbei sogar noch bis zu 30 Stunden pro Woche arbeiten. Trotzdem werden es weiterhin vor allem die Männer sein, die das Geld heranschaffen. Und zwar kaum, weil sie selbst darauf bestehen, sondern vor allem, weil viele Mütter sich nach der Geburt eines Kindes einfach lieber zumindest zeitweilig voll auf die Familie konzentrieren.
Und das geht eben nur, wenn der Mann gut verdient. Also bevorzugen Frauen weiterhin Männer mit gutem Einkommen.
Freundliche Grüße
von Garfield
Re: Die Mädels sind doch nicht auf den Kopf gefallen.....
Als Antwort auf: Re: Frauen wollen keine ärmeren Männer von Garfield am 16. Juni 2003 15:56:17:
Wenn nämlich alle unsere Voll- oder Teilzeit-Mütter, die sich immer darüber beklagen, wie sehr sie doch benachteiligt wären, diese Klagen wirklich ernst meinen würden, dann würden sie sich mit anderen Müttern in der Umgebung zusammentun und eine gegenseitige Kinderbetreuung organisieren.<
Meine Ex hatte mit Freundinnen zusammen durchaus eine gegenseitige Kinderbetreuung organisiert. Das erforderte natürlich einen erheblichen Abstimmungsaufwand.....
Wenn sich 5 Mütter so zusammen tun, könnte jede von ihnen 32 Stunden pro Woche arbeiten und würde an einem Wochentag die Betreuung der Kinder übernehmen. Aber da tut sich nichts. Es ist ja auch einfacher, zu Hause zu bleiben und zu jammern, wenn der Mann brav das Geld heranschafft.<
Die eingesparte Zeit hatte sie allerdings nicht zum Arbeiten genutzt, sondern zur "Erholung" - ob mir denn nicht bewußt sei, wie hoch ihre Belastung durch die Kinder eigentlich wäre.....
Pedro
Re: Frauen wollen keine ärmeren Männer
Als Antwort auf: Re: Frauen wollen keine ärmeren Männer von Maria am 16. Juni 2003 14:24:13:
Nanu! Wußte gar nicht, dass solche Frauen noch hergestellt werden! Gibt´s noch mehr davon?