Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Suizid-Statistiken und Suizid-Prävention

Jörg, Saturday, 07.06.2003, 00:27 (vor 8279 Tagen)

Hallo,

aus Anlaß des Todes von Jürgen W. Möllemann möchte ich gerne einmal auf
die [link=http://www.suizidprophylaxe.de/" target="blank]Deutsche Gesellschaft für Suizidprävention (DGS)[/link] aufmerksam machen.

Laut Eigenbeschreibung handelt es sich bei der DGS um die "Dachgesellschaft
für alle Einrichtungen und Personen, die sich in Forschung, Lehre oder
Praxis mit Suizidprävention als Hilfe in Lebenskrisen befassen".

Die DGS hat u. a. ein [link=http://www.suizidpraevention-deutschland.de/" target="blank]nationales Suizid-Präventionsprogramm für Deutschland[/link]
ins Leben gerufen. Auf der dazugehörigen Website finden sich ein paar
[link=http://www.suizidpraevention-deutschland.de/einleitung/text.html" target="blank]interessante Statistiken[/link], aus denen hervorgeht, daß deutlich mehr Männer
als Frauen Selbstmord begehen (im Jahr 2000 etwa 8.131 Männer und 2.934
Frauen).

Was mir daran stinkt: Kein Schwein scheint es zu interessieren, warum es
deutlich mehr Männer als Frauen sind. Wären die Zahlen umgekehrt, würden
vermutlich sofort sämtliche Frauenbeauftragten der Bundesrepublik auf die
Barrikaden gehen - aber so passiert rein gar nichts. Ist ein Männerleben
weniger wert als ein Frauenleben?

Gruß, Jörg

Re: Suizid-Statistiken und Suizid-Prävention

Manfred, Saturday, 07.06.2003, 01:31 (vor 8279 Tagen) @ Jörg

Als Antwort auf: Suizid-Statistiken und Suizid-Prävention von Jörg am 06. Juni 2003 21:27:02:

Was mir daran stinkt: Kein Schwein scheint es zu interessieren, warum es
deutlich mehr Männer als Frauen sind.

Mal abwarten. Ich könnte mir vorstellen, daß mit wachsender Denkbereitschaft (Sexismus, Mobbing, Justizmühlen etc.) der Gesellschaft so mancher Suizidgeneigte auch ein Bewußtsein dafür entwickelt, warum er in den Tod gehen will. Es wird sich dann zeigen ob jeder dieser unglücklichen Menschen dann mit soviel "Anstand" aus dem Leben scheiden wird wie ein Herr Möllmann oder ob sich nicht vielmehr eine Tendenz zum "erweiterten" Suizid einstellt. Bis jetzt war es bequem dies mit "Amoklauf" abzuhandeln. Ich sehe aber darin eine große künftige Gefahr, auch wenn das jetzt klingen mag wie ein Ruf der Kassandra.
Wer sich die kläglich-hysterischen Versuche zur Novellierung des Waffengesetzes anschauen mag, stellt vielleicht fest, daß ich mit dieser Befürchtung wohl nicht ganz alleine bin.

Gruß
Manfred

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