Petition: Änderung GG Artikel 6; Abs. 4
Uwe, Friday, 06.06.2003, 01:42 (vor 8280 Tagen)
Moin,
ich habe heute lange überlegt, ob ich das in Angriff nehmen soll.
Mittlerweile denke ich, daß es den Versuch wert sein könnte.
Ausgangsbasis:
GG Artikel 6; Absatz 4
"Jede Mutter hat Anspruch auf den Schutz und die Fürsorge der Gemeinschaft"
Meine Forderung wäre: Ersatzlose Streichung dieses Absatzes!
Begündung: Ich denke, daß dieser Absatz 1) veraltet und dementsprechend den heutigen Umständen nicht mehr angemessen ist, 2) daß dieser Absatz eine Grundlage zur Bevorteilung eines GEschlechtes darstellt und 3) eine Grundlage sein kann, ein Geschlecht in Familienstreitigkeiten zu bevorteilen - eine Erfahrung, die manche von uns teilen können.
Ebenfalls denke ich, daß dieser Schritt eventuell ein erster Schritt darstellen könnte, gegen den Femi-Wahn vorzugehen.
Die Forderung, diesen Absatz zu streichen, könnte eine Möglichkeit sein, Väterbewegung und Männerbewegung an einem Strang ziehen zu lassen.
Dementsprechend versuche ich, eine Petition auf die Beine zu stellen. Ich werde am 14. Juni in Berlin sein und ich würde mich freuen, wenn man an diesem Tag eine Petition gemeinsam verfassen könnte. Kinners, es geht mir jetzt nicht um Aussagen wie "Hat eh keinen Wert" etc. Es geht darum, etwas zu versuchen!
Gruß
Uwe
Re: Petition: Änderung GG Artikel 6; Abs. 4
Peter, Friday, 06.06.2003, 01:55 (vor 8280 Tagen) @ Uwe
Als Antwort auf: Petition: Änderung GG Artikel 6; Abs. 4 von Uwe am 05. Juni 2003 22:42:58:
Hallo Uwe,
du willst gerne den Grundgesetz-Artikel streichen
"Jede Mutter hat Anspruch auf den Schutz und die Fürsorge der Gemeinschaft"
Waere es nicht ein besseres Signal, ihn zu aendern in
"Jede Mutter und jeder Vater hat Anspruch auf den Schutz und die Fürsorge der Gemeinschaft"
Das wuerde schon mal deine Punkte 2 und 3 befriedigen - keiner wird benachteiligt auf Grund seines Geschlechtes.
Dein Punkt 1
daß dieser Absatz 1) veraltet und dementsprechend den heutigen Umständen nicht mehr angemessen ist
... scheint mir umstritten. Warum siehst du ihn (in meiner vorgeschlagenen Form) als veraltet an. Ich glaube, die meisten Eltern koennen Hilfe gut gebrauchen.
Gruß,
Peter
Uneingeschränkte Zustimmung
Nick, Friday, 06.06.2003, 13:54 (vor 8279 Tagen) @ Peter
Als Antwort auf: Re: Petition: Änderung GG Artikel 6; Abs. 4 von Peter am 05. Juni 2003 22:55:29:
Waere es nicht ein besseres Signal, ihn zu aendern in: "Jede Mutter und jeder Vater hat Anspruch auf den Schutz und die Fürsorge der Gemeinschaft"... Ich glaube, die meisten Eltern koennen Hilfe gut gebrauchen.
Sehe ich auch so! Nicht "gegen die Frauen", sondern "für FAMILIEN" - dafür würde ich plädieren!
Und Familie, das ist da, wo Kinder mit Mutter und Vater sind! Der feministische Neusprech - "Familie ist da wo Kinder sind" - ist eine ganz perniziöse, heimtückische und demagogische Verschiebung der Maßstäbe! Wie immer bei diesen Sirenen: millimeterweise und möglichst harmlos-unauffällig...
Darauf sollten wir nicht reinfallen! Wir sehen seit über drei Jahrzehnten tatenlos zu, wie unsere Gesellschaft zu einem vaterlosen Irrenhaus nach dem Geschmack von abgedrehten Emanzen-Funktionärinnen degeneriert. Schlußfolgerung? Die Frauen sollten wir endlich entschlossen aus diesem Sog rausholen, nicht sie weiter reintreiben. Und unsere Rolle als Väter und Gatten, die müssen wir uns zurückerobern. Und nicht noch selber an der Abschaffung des Menschen mitwirken!
Die Idee einer Petition an sich unterstütze ich aber sehr und kann dich nur ermutigen. Auch wenn es nicht "sofort" Erfolg hat. Es geht um Langzeitwirkung im öffentlichen politischen Bewußtsein. Da hölt der stete Tropfen den Stein.
Es geht aber eben auch, wie sich immer wieder zeigt, um die Frage, wofür wir eigentlich kämpfen wollen!
Ich glaube, darüber sollten wir mal sehr ausführlich nachdenken.
Solange wir das nicht geklärt haben, erreichen wir nichts.
Meint der Nick
Re: Uneinigkeit über das Ziel?
Pedro, Saturday, 07.06.2003, 02:40 (vor 8279 Tagen) @ Nick
Als Antwort auf: Uneingeschränkte Zustimmung von Nick am 06. Juni 2003 10:54:59:
Hallo Nick,
ich halte es ja durchaus für richtig, diese Frage aufzuwerfen.....
Es geht aber eben auch, wie sich immer wieder zeigt, um die Frage, wofür wir eigentlich kämpfen wollen!
Ich glaube, darüber sollten wir mal sehr ausführlich nachdenken.
Solange wir das nicht geklärt haben, erreichen wir nichts.
Meint der Nick
.....aber ist sie realiter nicht rhetorisch? Denn nach meinem inzwischen erreichten Kenntnisstand kann es doch eigentlich nur um die GLEICHBERECHTIGUNG DES MANNES gehen.
Der Kampf des Feminismus um die "Gleichberechtigung der Frau" hat sich doch längst als ähnlich genialer Etikettenschwindel erwiesen wie die Benennung aufbereiteter Resteverwertung als "Fleischwurst".
Pedro
Re: Uneingeschränkte Zustimmung
Maesi, Monday, 23.06.2003, 22:18 (vor 8262 Tagen) @ Nick
Als Antwort auf: Uneingeschränkte Zustimmung von Nick am 06. Juni 2003 10:54:59:
Hallo Nick
Waere es nicht ein besseres Signal, ihn zu aendern in: "Jede Mutter und jeder Vater hat Anspruch auf den Schutz und die Fürsorge der Gemeinschaft"... Ich glaube, die meisten Eltern koennen Hilfe gut gebrauchen.
Sehe ich auch so! Nicht "gegen die Frauen", sondern "für FAMILIEN" - dafür würde ich plädieren!
Zustimmung
Und Familie, das ist da, wo Kinder mit Mutter und Vater sind! Der feministische Neusprech - "Familie ist da wo Kinder sind" - ist eine ganz perniziöse, heimtückische und demagogische Verschiebung der Maßstäbe! Wie immer bei diesen Sirenen: millimeterweise und möglichst harmlos-unauffällig...
Ebenfalls Zustimmung. Familie besteht immer aus Eltern und Kindern sowie weiteren Mitgliedern (Grosseltern, Tanten und Onkel, Cousins und Cousinen, Nichten und Neffen, usw., usf.). Behauptungen wie 'Familie ist da, wo Kinder sind' oder 'Familie ist, wenn alle aus demselben Kuehlschrank essen', etc. sind Unsinn. Damit wird suggeriert, dass man sich die Familienmitglieder aussuchen koenne; und so werden letzten Endes gezielt nahe Verwandte ausgegrenzt. Solche Behauptungen sind also nichts anderes als verbale Hilfsmittel zur Familienzerstoerung.
Darauf sollten wir nicht reinfallen! Wir sehen seit über drei Jahrzehnten tatenlos zu, wie unsere Gesellschaft zu einem vaterlosen Irrenhaus nach dem Geschmack von abgedrehten Emanzen-Funktionärinnen degeneriert. Schlußfolgerung? Die Frauen sollten wir endlich entschlossen aus diesem Sog rausholen, nicht sie weiter reintreiben. Und unsere Rolle als Väter und Gatten, die müssen wir uns zurückerobern. Und nicht noch selber an der Abschaffung des Menschen mitwirken!
Auch hier gebe ich Dir Recht. Dies kann nur dadurch erfolgen, dass der Wert des Vaters nicht nur endlich gesellschaftlich anerkannt sondern auch gesetzlich geschuetzt wird. Die Leichtigkeit, mit der Vaeter heute mit staatlicher Billigung oder gar Hilfe entsorgt werden koennen, hatte katastrophale Auswirkungen. Vaeter brauchen Sicherheit, dass sie ihre Vaterschaft in der Praxis aktiv ausueben koennen. Der Staat oder die Gesellschaft kann zwar den einzelnen nicht zu einer aktiven Vaterschaft zwingen, aber durch geeignete Rahmenbedingungen koennen Maenner dazu ermuntert werden; leider werden Maenner durch die jetzigen Verhaeltnisse viel eher abgeschreckt als ermuntert. Aus diesem Grund sind auch all die scheinheiligen Beschwoerungen der Rolle der 'neuen Maenner' und die emotionalen Noetigungen an die Adresse der Maenner, sich staerker um ihren Nachwuchs zu kuemmern, weitgehend wirkungslos.
Die Idee einer Petition an sich unterstütze ich aber sehr und kann dich nur ermutigen. Auch wenn es nicht "sofort" Erfolg hat. Es geht um Langzeitwirkung im öffentlichen politischen Bewußtsein. Da hölt der stete Tropfen den Stein.
Es geht aber eben auch, wie sich immer wieder zeigt, um die Frage, wofür wir eigentlich kämpfen wollen!
Ich glaube, darüber sollten wir mal sehr ausführlich nachdenken.
Solange wir das nicht geklärt haben, erreichen wir nichts.
Kleine (nicht abschliessende) Aufzaehlung von moeglichen politischen Zielen:
Geschlechterdiskriminierung (und zwar Maenner- und Frauendiskriminierung) muss als Form von Rassismus bestraft werden
Beseitigung der Maennerdiskriminierung durch die Wehrpflicht sowie sonstiger unangebrachter gesetzlicher Ungleichbehandlung von Maennern und Frauen
Abschaffen jeglicher Geschlechterquoten
Beseitigung von geschlechterspezifischer Rechtsprechung
Gesetzliche Verankerung der Vaterschaft als gleichwertig zur Mutterschaft; konsequente Ahndung von Umgangsvereitelungen, in schweren Faellen (z.B. PAS) Uebertragung der Sorgepflicht auf den ausgegrenzten Elternteil mit entsprechender Aenderung der Barunterhaltspflicht. Umgangsvereitelung seitens des Umgangsverpflichteten ist ebenfalls zu ahnden (z.B. mit Busse).
Beseitigung der ueberfluessigen Gleichstellungsstellen
Ueberpruefung von geschlechtsspezifischen staatlichen Zuschuessen, Leistungen, Foerderungen und Privilegien. Bei ungenuegendem Bedarfsnachweis: Abschaffen derselben. Beispiele: frauenspezifischen Ausbildungen, Frauenparkplaetze, Frauentaxis, Frauenbibliotheken, Maedchenspielplaetze, usw., usf.
Schulungen, Beratungen, Dienstleistungen und Hilfeleistungen, welche vom Steuerzahler finanziert oder von staatlichen Organen in Anspruch genommen werden, muessen rigoros auf ihre wissenschaftliche Grundlage hin ueberprueft werden; dazu gehoeren z.B. Schulungen fuer Richter und Polizei, Mediationsberatungen, Gutachten zuhanden von Gerichten, Lehrmethodik von Lehrpersonen, Vorgehensweise von Aemtern (insbesondere Jugendaemtern), usw. Es darf nicht sein, dass der Staat in irgendeiner Form feministische Desinformation und Diskriminierungsformen unterstuetzt. Im Gegenteil: der Staat hat in entsprechenden Kampagnen unwissenschaftliche, gesellschaftsschaedigende Propaganda als solche zu entlarven und zu verurteilen.
staerkere Beruecksichtigung von eheschaedigendem Verhalten bei der Scheidung
Abschaffen des Ehegattenunterhalts
Ueberpruefung und ev. Ueberwachung von radikalfeministischen Organisationen durch den Verfassungsschutz
...
Gruss
Maesi
Re: Petition: Änderung GG Artikel 6; Abs. 4
ChrisTine, Friday, 06.06.2003, 03:02 (vor 8280 Tagen) @ Uwe
Als Antwort auf: Petition: Änderung GG Artikel 6; Abs. 4 von Uwe am 05. Juni 2003 22:42:58:
Lieber Uwe,
eigentlich wollte ich Dich ja nicht entmutigen, aber Frau Dr. Karin Jäckel hat selbiges bereits versucht und ist gescheitert.
Trotz allem würde ich empfehlen, sich mit Ihr in Verbindung zu setzen, vielleicht weiß sie mittlerweile, was Du 'besser' machen könntest.
Unter untenstehendem Link findest Du den gesamten Schriftverkehr bzgl. ihrer Petition.
Gruß - Christine
Re: Petition: Änderung GG Artikel 6; Abs. 4
Uwe, Wednesday, 11.06.2003, 01:28 (vor 8275 Tagen) @ ChrisTine
Als Antwort auf: Re: Petition: Änderung GG Artikel 6; Abs. 4 von ChrisTine am 06. Juni 2003 00:02:45:
Moin Christine,
danke für den Tip. Ich habe mir den ganzen Verlauf der Petition von Karin Jäckel angeschaut. Im Grunde - welche Chance hat man auf Erfolg? Eigentlich gar keine. Ich werde trotzdem meine Petition einbringen.
Gruß
Uwe
Lieber Uwe,
eigentlich wollte ich Dich ja nicht entmutigen, aber Frau Dr. Karin Jäckel hat selbiges bereits versucht und ist gescheitert.
Trotz allem würde ich empfehlen, sich mit Ihr in Verbindung zu setzen, vielleicht weiß sie mittlerweile, was Du 'besser' machen könntest.
Unter untenstehendem Link findest Du den gesamten Schriftverkehr bzgl. ihrer Petition.
Gruß - Christine
Re: Petition: Änderung GG Artikel 6; Abs. 4
Bruno, Friday, 06.06.2003, 15:02 (vor 8279 Tagen) @ Uwe
Als Antwort auf: Petition: Änderung GG Artikel 6; Abs. 4 von Uwe am 05. Juni 2003 22:42:58:
Hallo Uwe,
ich bin auch an einem Projekt, das u.a. sich mit diesem § beschäftigt. Eine Petition halte ich schon sinnvoll, auch wenn sie abgelehnt werden sollte, was ich allerdings befürchte, denn für dieses Thema ist m.A. die Gesellschaft noch nicht reif genug. Ich gebe dir folgende Empfehlungen:
1. Formuliere es lieber so, wie Peter das formuliert hat (Mütter und Väter). Eine Streichung des § hat m.E. keinerlei Chancen.
2. Halte Rücksprache mit Frau Dr. Jäckel, wie es dir Christine vorgeschlagen hat.
3. Versuch die Begründung auch von der Seite der Vorteile für die Frauen her aufzurollen. Da darf man sich nicht zu Schade sein, auch ein wenig zu schleimen. Also z.B. etwa:
"Ich halte es für dringend erforderlich, die Väter mehr in die Erziehungsarbeit einzubeziehen. Eine Forderung, die auch die Frauenpolitikerinnen und -politiker immer wieder stellen und das auch im Rahmen der Chancengleichheit nach Gender-Mainstreaming unbedingt erforderlich ist. Eine solche Integration der Väter in die Erziehunsgarbeit kann nur erfolgreich sein, wenn den Vätern nicht nur die gleichen Pflichten sondern auch die gleichen Rechte eingeräumt werden. Die bisherige Formulierung dieses Artikels im GG war bisher mit der historischen Rollenverteilung der Geschelchter gerechtfertigt, ist aber im Zeitalter der Gender-Mainstreaming völlig überholt. Eine solche Integration der Väter in die Erziehungsarbeit hätte m.E. hohe Synergieeffekte für die Integration der Frauen in das Berufsleben und würde einen dringend erforderlichen Beitrag dazu leisten, die Beschäftigungsquote der im Arbeitsmarkt immer noch beschäftigungsmäßig benachteiligten Frauen mit Kindern zu erhöhen. Die Verweigerung der gleichen Rechte im Erziehungsbereich für Väter blockiert die für die Berufsintegration notwendige Entlastung der Frauen im Erziehungssektor nur unnötig."
So oder so ähnlich.
4. Vielleicht kannst du auch noch mehr Unterschriften oder Befürworter finden.
5. Viel Glück!
Gruß
Bruno
Re: Petition: Änderung GG Artikel 6; Abs. 4
Bruno, Friday, 06.06.2003, 16:33 (vor 8279 Tagen) @ Bruno
Als Antwort auf: Re: Petition: Änderung GG Artikel 6; Abs. 4 von Bruno am 06. Juni 2003 12:02:56:
Hallo Uwe,
zur Ergänzung des von mir unten geschriebenen verweise ich auf
http://www.klf.at/german/news/publications/klf11.pdf
(Handbuch Gender-Mainstreaming)
Seite 11 unten:
"zum Beispiel
Es sind zwar die Frauen, die Kinder gebären, jedoch ist es nicht von biologischen sondern von
sozialen Kriterien abhängig, wer die Kinder aufzieht."
d.h. hier verweisen die Gender-Mainstreaming-Damen selbst darauf hin, dass der vorgebrachte Einwand für das frauenbevorzugte Sorgerecht, dass die Frauen ja die Kinder gebären und damit Vorrechte für deren Erziehung hätten, selbst in das Reich der Lüge. Der Art.6 (4) ist ja die Grundlage, weswegen das Sorgerecht so einseitig frauenorientiert ist. Deshalb ist eine gleichberechtigte Formulierung diees Artikels so wichtig für die Väterrechtsbewegung.
Ich würde dir also auf jeden Fall empfehlen dies von der Gender Mainstreaming Seite her aufzuzäumen. Dann kommen die Frauenrechtlerinnen zumindest gehörig ins Schwanken, wenn sie dir die Petition ablehnen.
Außerdem möchte ich noch an alle Leute hier appellieren:
Haltet den Frauenrechtlerinnen immer und bei jeder Gegenheit, wenn sie die mangelnde Eziehungstätigkeit der Väter beklagen den Art.6 (4) GG unterdie Nase mit der Aussage, dass die Frauen ja in Wirklichkeit gar keine Väter in der Erziehung wollen, da man von Ihnen zwar die gleichen Pflichten verlangt, aber die gleichen Rechte bewusst vorenthält. Gebt den Männern die gleichen Rechte, dann werden sie auch mehr Erziehungsarbeit leisten.
Hallo Uwe,
ich bin auch an einem Projekt, das u.a. sich mit diesem § beschäftigt. Eine Petition halte ich schon sinnvoll, auch wenn sie abgelehnt werden sollte, was ich allerdings befürchte, denn für dieses Thema ist m.A. die Gesellschaft noch nicht reif genug. Ich gebe dir folgende Empfehlungen:
1. Formuliere es lieber so, wie Peter das formuliert hat (Mütter und Väter). Eine Streichung des § hat m.E. keinerlei Chancen.
2. Halte Rücksprache mit Frau Dr. Jäckel, wie es dir Christine vorgeschlagen hat.
3. Versuch die Begründung auch von der Seite der Vorteile für die Frauen her aufzurollen. Da darf man sich nicht zu Schade sein, auch ein wenig zu schleimen. Also z.B. etwa:
"Ich halte es für dringend erforderlich, die Väter mehr in die Erziehungsarbeit einzubeziehen. Eine Forderung, die auch die Frauenpolitikerinnen und -politiker immer wieder stellen und das auch im Rahmen der Chancengleichheit nach Gender-Mainstreaming unbedingt erforderlich ist. Eine solche Integration der Väter in die Erziehunsgarbeit kann nur erfolgreich sein, wenn den Vätern nicht nur die gleichen Pflichten sondern auch die gleichen Rechte eingeräumt werden. Die bisherige Formulierung dieses Artikels im GG war bisher mit der historischen Rollenverteilung der Geschelchter gerechtfertigt, ist aber im Zeitalter der Gender-Mainstreaming völlig überholt. Eine solche Integration der Väter in die Erziehungsarbeit hätte m.E. hohe Synergieeffekte für die Integration der Frauen in das Berufsleben und würde einen dringend erforderlichen Beitrag dazu leisten, die Beschäftigungsquote der im Arbeitsmarkt immer noch beschäftigungsmäßig benachteiligten Frauen mit Kindern zu erhöhen. Die Verweigerung der gleichen Rechte im Erziehungsbereich für Väter blockiert die für die Berufsintegration notwendige Entlastung der Frauen im Erziehungssektor nur unnötig."
So oder so ähnlich.
4. Vielleicht kannst du auch noch mehr Unterschriften oder Befürworter finden.
5. Viel Glück!
Gruß
Bruno
Re: Petition: Änderung GG Artikel 6; Abs. 4
Uwe, Wednesday, 11.06.2003, 01:30 (vor 8275 Tagen) @ Bruno
Als Antwort auf: Re: Petition: Änderung GG Artikel 6; Abs. 4 von Bruno am 06. Juni 2003 13:33:07:
Hallo Bruno,
danke für die ausführliche Antwort. Ich werde meine Petition einbringen. Zuvor werde ich aber die Fraktionen im Bundestag zu ihrer Meinung zum GG Art. 6 Abs. 4 befragen. Dies ist heute geschehen und ich bin auf die Antworten gespannt. Danach wird die Petition eingereicht.
Liebe Grüße
Uwe
Hallo Uwe,
zur Ergänzung des von mir unten geschriebenen verweise ich auf
http://www.klf.at/german/news/publications/klf11.pdf
(Handbuch Gender-Mainstreaming)
Seite 11 unten:
"zum Beispiel
Es sind zwar die Frauen, die Kinder gebären, jedoch ist es nicht von biologischen sondern von
sozialen Kriterien abhängig, wer die Kinder aufzieht."
d.h. hier verweisen die Gender-Mainstreaming-Damen selbst darauf hin, dass der vorgebrachte Einwand für das frauenbevorzugte Sorgerecht, dass die Frauen ja die Kinder gebären und damit Vorrechte für deren Erziehung hätten, selbst in das Reich der Lüge. Der Art.6 (4) ist ja die Grundlage, weswegen das Sorgerecht so einseitig frauenorientiert ist. Deshalb ist eine gleichberechtigte Formulierung diees Artikels so wichtig für die Väterrechtsbewegung.
Ich würde dir also auf jeden Fall empfehlen dies von der Gender Mainstreaming Seite her aufzuzäumen. Dann kommen die Frauenrechtlerinnen zumindest gehörig ins Schwanken, wenn sie dir die Petition ablehnen.
Außerdem möchte ich noch an alle Leute hier appellieren:
Haltet den Frauenrechtlerinnen immer und bei jeder Gegenheit, wenn sie die mangelnde Eziehungstätigkeit der Väter beklagen den Art.6 (4) GG unterdie Nase mit der Aussage, dass die Frauen ja in Wirklichkeit gar keine Väter in der Erziehung wollen, da man von Ihnen zwar die gleichen Pflichten verlangt, aber die gleichen Rechte bewusst vorenthält. Gebt den Männern die gleichen Rechte, dann werden sie auch mehr Erziehungsarbeit leisten.
Hallo Uwe,
ich bin auch an einem Projekt, das u.a. sich mit diesem § beschäftigt. Eine Petition halte ich schon sinnvoll, auch wenn sie abgelehnt werden sollte, was ich allerdings befürchte, denn für dieses Thema ist m.A. die Gesellschaft noch nicht reif genug. Ich gebe dir folgende Empfehlungen:
1. Formuliere es lieber so, wie Peter das formuliert hat (Mütter und Väter). Eine Streichung des § hat m.E. keinerlei Chancen.
2. Halte Rücksprache mit Frau Dr. Jäckel, wie es dir Christine vorgeschlagen hat.
3. Versuch die Begründung auch von der Seite der Vorteile für die Frauen her aufzurollen. Da darf man sich nicht zu Schade sein, auch ein wenig zu schleimen. Also z.B. etwa:
"Ich halte es für dringend erforderlich, die Väter mehr in die Erziehungsarbeit einzubeziehen. Eine Forderung, die auch die Frauenpolitikerinnen und -politiker immer wieder stellen und das auch im Rahmen der Chancengleichheit nach Gender-Mainstreaming unbedingt erforderlich ist. Eine solche Integration der Väter in die Erziehunsgarbeit kann nur erfolgreich sein, wenn den Vätern nicht nur die gleichen Pflichten sondern auch die gleichen Rechte eingeräumt werden. Die bisherige Formulierung dieses Artikels im GG war bisher mit der historischen Rollenverteilung der Geschelchter gerechtfertigt, ist aber im Zeitalter der Gender-Mainstreaming völlig überholt. Eine solche Integration der Väter in die Erziehungsarbeit hätte m.E. hohe Synergieeffekte für die Integration der Frauen in das Berufsleben und würde einen dringend erforderlichen Beitrag dazu leisten, die Beschäftigungsquote der im Arbeitsmarkt immer noch beschäftigungsmäßig benachteiligten Frauen mit Kindern zu erhöhen. Die Verweigerung der gleichen Rechte im Erziehungsbereich für Väter blockiert die für die Berufsintegration notwendige Entlastung der Frauen im Erziehungssektor nur unnötig."
So oder so ähnlich.
4. Vielleicht kannst du auch noch mehr Unterschriften oder Befürworter finden.
5. Viel Glück!
Gruß
Bruno