Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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keine vaterschaftstests ohne einverständnis der mutter

vapautunut, Tuesday, 03.06.2003, 17:00 (vor 8282 Tagen)

- so jedenfalls der wille des rheinland-pfälzischen justizministers Mertin.

hallo,

über dieses neue schurkenstück schreibt die 'rheinpfalz' am heutigen tage (leider fand ich den artikel nicht auf dem server der ron):

(hervorhebung von mir)

********************************************************
Mertin: heimliche Gen-Tests verbieten

Der rheinland-pfälzische Justizminister Herbert Mertin (FDP) will gegen heimliche Vaterschaftstest vorgehen. Immer mehr misstrauische Väter wollen herausfinden, ob ihr Kind von ihnen abstammt. Ohne das Wissen der Kinder werde DNA-Material an Labors geschickt, gespeichert und an Dritte weitergegeben. Dies verletze das Persönlichkeitsrecht des Kindes, sagte Mertin der Rheinpfalz. Mertin fordert, dass die Testlabore künftig eine Einverständniserklärung der Kinder oder von deren Müttern verlangen und diese überprüfen müssten. Andernfalls drohe eine Strafe oder Bußgeld. Denn wer hinter dem Rücken von Betroffenen Daten sammele und auswerte, handele gesetzwidrig. Mertin will sich auf eine gesetzliche Regelung der Vaterschaftstests einsetzen.

*******************************************************

den hauptext zu dieser meldung auf seite drei der heutigen ausgabe pinsele ich bei gelegenheit noch ab. dieser macht deutlicher, um was es hier eigentlich geht:
- in 25% der durchgeführten vaterschaftstests, so die angaben des ministeriums, stelle sich heraus, dass es sich um "kuckuckskinder" handele. dies sei in vielen familien der anfang einer wahren tragödie [? der anfang der tragödie war dann wohl mindestens 10 monate alt] - ein kind stünde plötzlich ohne vater da [? es gibt nur keinen dukatenesel mehr, einen vater sehr wohl]. die beziehung der eltern stehe auf der kippe, familien brächen auseinander [ braucht das justizministerium nachhilfe über ursache und wirkung?]

interesant auch dieser satz:
"Sollte der Sohn oder die Tochter noch zu jung sein, um diese Maßnahme überhaupt zu verstehen, muss nach Mertins Vorstellung die Mutter als Sorgeberchtigte an Stelle des Kindes ihr Einverständnis zum Vaterschaftstest geben."

und die per se sorgeberechtigte mutter entscheidet also zukünftig, ob sie einen beweis ihrer untreue erdulden muß?

wichtig:
Mertin will bei der justizministerkonferenz am 11./12. juni eine gesetzliche regelung "gegen diese Art der Gen-Spionage" erreichen.
schreiben wir doch ein paar nette leserbriefe an die rheinpfalz:

geht hier online

oder dem herrn Mertin:
Ministerium der Justiz
Ernst-Ludwig-Str. 3
55116 Mainz
email

gruß,
fm

Re: keine vaterschaftstests ohne einverständnis der mutter

Odin, Tuesday, 03.06.2003, 17:48 (vor 8282 Tagen) @ vapautunut

Als Antwort auf: keine vaterschaftstests ohne einverständnis der mutter von vapautunut am 03. Juni 2003 14:00:37:

Habe Herrn Mertin mal geschrieben. Allgemeiner Protest ist hier sicher von Nöten!

Sehr geehrter Herr Mertin,
mit gehöriger Bestürzung habe ich zur Kenntnis genommen, daß sie sich dafür aussprechen, Vaterschaftstests nur mit Einwilligung der Mutter zu genehmigen.
Das die Mutter in den entsprechenden Fällen gerade DIE Person ist, die am wenigsten Interesse an diesem Test hat, dürfte wohl auf der Hand liegen.
Nicht das Ergebnis des Tests ist gefährlich, sondern der Betrug, der vorausgegangen ist und nun nach ihrem Willen weiterhin vertuscht werden soll. Dies würde heißen, daß ein "Vater" weiterhin arbeitet und liebt und nicht weiß, daß er betrogen wurde und nach politischem Willen weiterhin wird.
Das Kind hat NACH WIE VOR einen Vater - nach diesem Test sogar den Richtigen! Es wächst dann - trotz versuchtem Betrugs der Mutter - mit der Gewißheit auf, den RICHTIGEN Vater zu lieben.
Auch der richtige Vater hat das RECHT, über seine Vaterschaft Bescheid zu wissen.

Re: keine vaterschaftstests ohne einverständnis der mutter

Dieter, Tuesday, 03.06.2003, 18:35 (vor 8282 Tagen) @ vapautunut

Als Antwort auf: keine vaterschaftstests ohne einverständnis der mutter von vapautunut am 03. Juni 2003 14:00:37:

Email ist raus:

Mit Erstaunen muss ich lesen, daß die Entrechtung der Männer immer noch weiter getrieben werden soll. Als ob es nicht schon ausreichen würde, daß alle Männer per Gesetz alt potentielle Gewalttäter behandelt und für sie jede Unschuldsvermutung abgeschafft wurde, müssen sie sich in Zukunft auch noch damit abfinden, daß sie selbst bei berechtigten Zweifeln an der Vaterschaft eines Kindes ohne jeden Schutz, und sei es nur vor den finanziellen Folgen, da stehen sollen. Natürlich ist das Recht des Kindes auch betroffen, aber nur in soweit, weil ihm hier von Rechtswegen und mit Hilfe der Mutter, die kaum aktiv bei der Aufdeckung eines Seitensprungs mithelfen wird, der echte Vater vorenthalten wird. Zum Schutz der Mutter werden so Vater und Kind mit Unterstützung des Gesetzgebers betrogen.

Wie kommt es nur, daß ich mir als Mann und Vater in unserem Land immer mehr von Staat missbraucht vorkomme?

Re: keine vaterschaftstests ohne einverständnis der mutter

Arne Hoffmann, Wednesday, 04.06.2003, 00:26 (vor 8282 Tagen) @ vapautunut

Als Antwort auf: keine vaterschaftstests ohne einverständnis der mutter von vapautunut am 03. Juni 2003 14:00:37:

Ich bin entsetzt und wirklich sauer. Natürlich konnte man das kommen sehen, dass man bald versuchen würde zu verhindern, wenn hier am Bild der treuen, ehrlichen Frau massiv gerüttelt wird. Der schwanzgesteuerte Betrüger, der durch alle Betten springt, ist schließlich immer noch der Mann, klar. Aber trotzdem bringt mich die Dreistigkeit, mit der hier vorgegangen wird, echt auf die Palme.

mein Mail an den Herrn Justizminister:

Sehr geehrter Herr Mertin,

gerade erreicht mich folgende Meldung:

--- Mertin: heimliche Gen-Tests verbieten

Der rheinland-pfälzische Justizminister Herbert Mertin (FDP) will gegen heimliche Vaterschaftstests vorgehen. Immer mehr misstrauische Väter wollen herausfinden, ob ihr Kind von ihnen abstammt. Ohne das Wissen der Kinder werde DNA-Material an Labors geschickt, gespeichert und an Dritte weitergegeben. Dies verletze das Persönlichkeitsrecht des Kindes, sagte Mertin der Rheinpfalz. Mertin fordert, dass die Testlabore künftig eine Einverständniserklärung der Kinder oder von deren Müttern verlangen und diese überprüfen müssten. Andernfalls drohe eine Strafe oder Bußgeld. Denn wer hinter dem Rücken von Betroffenen Daten sammele und auswerte, handele gesetzwidrig. Mertin will sich auf eine gesetzliche Regelung der Vaterschaftstests einsetzen. ---

Ihnen ist sicher klar, dass diese Nachricht durch die Männer- und Väterbewegung rasen wird wie ein Lauffeuer? Vaterschaftstests ergeben inzwischen bis zu 25 Prozent, dass Väter über Jahrzehnte für Kinder zahlen, die nicht die eigenen, sondern das Ergebnis eines Betruges sind. Sie, sehr geehrter Herr Mertin, wollen jetzt die Hürden dafür erhöhen, dass die Opfer dieses Betruges ihm auf die Schliche kommen können.

Wie um alles in der Welt kommen Sie auf die Idee, eine MUTTER müsse eine Einverständniserklärung für die Entnahme von genetischem Material geben, aber ein VATER könne das nicht tun? Mir ist dieser Sexismus nicht neu, und ich habe in meinem Buch "Sind Frauen bessere Menschen?" ja auch ausführlich dargestellt, inwiefern Frauen heutzutage ein weit höheres Recht zugesprochen wird als Männern. Aber glauben Sie allen Ernstes, Männer ließen sich eine noch weitergehende Entrechtung gefallen, ohne dass dies zu ERHEBLICHEM Unfrieden führt?

Ich schlage Ihnen vor, sich bei Gelegenheit einmal eine Ausgabe des Grundgesetzes zu besorgen und vor allem über dem Artikel über die Gleichberchtigung von Männern und Frauen ein wenig nachzusinnen. Haaallo, Herr Mertin, GLEICHBERECHTIGUNG. Nicht so, wie das de fakto momentan gemacht wird: Alle Rechte an die Frau und über die Männer lachen wir mal ganz herzlich.

Ich kann Ihnen auf jeden Fall versichern, dass ich als Journalist mich mit allem Einfluss gegen diesen abenteuerlichen Sexismus einsetzen werde.

Herzlicher Gruß

Arne Hoffmann <<<

Mein Mail an die Rheinpost:

--- Ihrem Artikel vom 4.6. zufolge ergeben inzwischen 25 Prozent aller Vaterschaftstests, dass die betroffenen Kinder nicht die leiblichen Kinder derjenigen Väter sind, die jahrzehntelang für sie blechen dürfen. Sie sind die Folge eines anhaltenden Betruges. Ausgerechnet Justizminister Mertin möchte nun den möglichen Opfern (den Vätern) erschweren, den möglichen Täterinnen (den Müttern) auf die Schliche zu kommen. Er sagt: Die Väter dürfen genetisches Material der Kinder nicht heimlich entnehmen, sondern nur mit Zustimmung der Mutter - also jener Person, von der der vermutete Betrug ausging. Warum bitte darf eine Mutter über die Entnahme genetischen Materials entscheiden, aber ein Vater (im juristischen Sinne) nicht? Steht in unserem Grundgesetz nicht etwas von Gleichberechtigung? Wie kommt es, dass ausgerechnet ein Justizminister die Ermittlung von Betrug erschweren möchte? Ermuntert er damit nicht geradezu zu neuen Taten? Und hat nicht auch der echte Vater das Recht, von seinem Kind zu erfahren? ---

Außerdem sende ich die Meldung plus Mailaddis gleich mal an die väter-news und den Väteraufbruch für Kinder weiter. Ich glaub echt, es geht los ...

Kopfschüttelnde Grüße

Arne

Re: keine vaterschaftstests ohne einverständnis der mutter

michail, Wednesday, 04.06.2003, 00:45 (vor 8282 Tagen) @ Arne Hoffmann

Als Antwort auf: Re: keine vaterschaftstests ohne einverständnis der mutter von Arne Hoffmann am 03. Juni 2003 21:26:24:

Hallo Arne,

ich kanns nicht lassen! Nämlich zu sagen, dass mich es sehr freut, dich so zu erleben.

Sei herzlich gegrüsst

Michail

PS. Den Herrn nehme ich mir auch vor.

Re: keine vaterschaftstests ohne einverständnis der mutter

Jörg, Wednesday, 04.06.2003, 01:27 (vor 8282 Tagen) @ michail

Als Antwort auf: Re: keine vaterschaftstests ohne einverständnis der mutter von michail am 03. Juni 2003 21:45:46:

Hallo Michail,

Arnes Engagement in Ehren, aber:

IMHO dürften E-Mails größere Chancen haben, auf Gehör zu stoßen (und damit
etwas zu bewirken), wenn sie erst zu einem Zeitpunkt geschrieben werden,
nachdem die erste Wut verflogen ist.

Gruß, Jörg

Re: keine vaterschaftstests ohne einverständnis der mutter

Andreas, Wednesday, 04.06.2003, 01:39 (vor 8282 Tagen) @ Jörg

Als Antwort auf: Re: keine vaterschaftstests ohne einverständnis der mutter von Jörg am 03. Juni 2003 22:27:07:

Hi Jörg,

Arnes Engagement in Ehren, aber:
IMHO dürften E-Mails größere Chancen haben, auf Gehör zu stoßen (und damit
etwas zu bewirken), wenn sie erst zu einem Zeitpunkt geschrieben werden,
nachdem die erste Wut verflogen ist.
Gruß, Jörg

Ich glaube, einerseits ja, andererseits ist es vielleicht auch nicht schlecht, hin und wieder etwas Emotion in die Schrift einfließen zu lassen. Natürlich unter Berücksichtigung gewisser Grenzen. So sollte der Adressat nicht beleidigt werden, aber ein wenig erkennbare Wut und Empörtheit zeigt auch, daß Menschen sich nicht alles gefallen lassen und gewisse Grenzen nicht überschritten werden sollten.

schönen Gruß
Andreas

Re: keine vaterschaftstests ohne einverständnis der mutter

Manfred, Wednesday, 04.06.2003, 02:24 (vor 8281 Tagen) @ Andreas

Als Antwort auf: Re: keine vaterschaftstests ohne einverständnis der mutter von Andreas am 03. Juni 2003 22:39:32:

Ich glaube, einerseits ja, andererseits ist es vielleicht auch nicht schlecht, hin und wieder etwas Emotion in die Schrift einfließen

zu lassen...

Das würde ich aber auch meinen! Es kommt auch ganz wesentlich darauf an, in welcher Rolle man gesehen werden will.
Wer sich z.B. als Journalist einem Politiker gegenüberstellt, tut sicher gut daran mit geschliffenen Worten und guter Argumentation aufzuwarten. Zumindest dann, wenn er davon ausgeghen darf, daß besagter Politiker sich entsprechend Zeit nimmt und diese Argumentation würdigt.

Wer allerdings damit rechnet bzw. rechnen kann, daß er vom Politiker oder von Politikern nur als einer aus dem unerschöpflichen Stimmvieh gesehen wird -sofern er überhaupt gesehen wird-, der macht IMHO keinen Fehler wenn er zeigt was die Volksseele bewegt. Auch Gewerkschafte rufen irgendwann zum anerkannte Mittel des Streiks auf wenn sie keine Fortschritte in Verhandlungen spüren. Allzu cooles, besonnenes Auftreten aus dem Volk wird schnell (und sicher auch nicht ohne Absicht) als Leidensfähigkeit fehlinterpretiert. Und PolitikerInnen, die das eigenen Volk als zu leidensfähig erleben, werden skrupellos davon Gebrauch machen.

Gruß
Manfred

Re: keine vaterschaftstests ohne einverständnis der mutter

michail, Wednesday, 04.06.2003, 01:54 (vor 8282 Tagen) @ Jörg

Als Antwort auf: Re: keine vaterschaftstests ohne einverständnis der mutter von Jörg am 03. Juni 2003 22:27:07:

Hi Jörg,

ich denke, Du hast grundsätzlich Recht. Ich habe es schon selber mal so oder ähnlich formuliert.

Es kann aber häufig passieren, daß gerade das Spontane eine Menge Würze bekommt, und mir gefiel gerade diese spezielle Reaktion Arnes nun mal wirklich.

Ich würde solche Spontanität weder jedem noch immer empfehlen. Aber ich würde sie nicht verkennen wollen, wo sie gelungen, erfrischend und (vor allem) überzeugend ist.

Schönen Gruß

Michail

Re: keine vaterschaftstests ohne einverständnis der mutter

Jolanda, Wednesday, 04.06.2003, 03:11 (vor 8281 Tagen) @ michail

Als Antwort auf: Re: keine vaterschaftstests ohne einverständnis der mutter von michail am 03. Juni 2003 22:54:17:

---Sehe ich auch so ;-))

Gruss
Jolanda

Re: keine vaterschaftstests ohne einverständnis der mutter

Arne Hoffmann, Wednesday, 04.06.2003, 11:49 (vor 8281 Tagen) @ Jörg

Als Antwort auf: Re: keine vaterschaftstests ohne einverständnis der mutter von Jörg am 03. Juni 2003 22:27:07:

Hi Jörg,

Arnes Engagement in Ehren, aber:
IMHO dürften E-Mails größere Chancen haben, auf Gehör zu stoßen (und damit
etwas zu bewirken), wenn sie erst zu einem Zeitpunkt geschrieben werden,
nachdem die erste Wut verflogen ist.

Grundsätzlich stimme ich dir zu, das habe ich mir natürlich auch überlegt. Mein Mail an Mertin war noch vergleichsweise zurückhaltend, bei dem, was mir gestern so durch den Kopf ging.

Ich finde, man muss nicht IMMER diplomatisch sein. Mein Mail an Mertin sollte vor allem signalisieren, dass ich genauso stocksauer bin wie einige andere Leute hier, dass er sich ja nicht einzubilden braucht, einen umfassenden "Wählerwillen" zu repräsentieren, sondern dass er mit seinen Ideen stattdessen einigen Unmut erzeugt. Meinen Leserbrief habe ich zurückhaltender formuliert, obwohl das Wort "blechen" natürlich auch Ärger signalisiert. Finde ich aber okay: Leserbriefe können ruhig emotional gefärbt sein; sie sollten halt nicht völlig überschnappen.

Außerdem war ich gestern abend besser motiviert, solche Texte zu schreiben. Heute vormittag drängt schon wieder mein aktuelles Manuskript.
:-)

Lieber Gruß

Arne

Re: keine vaterschaftstests ohne einverständnis der mutter

Andreas, Wednesday, 04.06.2003, 01:24 (vor 8282 Tagen) @ Arne Hoffmann

Als Antwort auf: Re: keine vaterschaftstests ohne einverständnis der mutter von Arne Hoffmann am 03. Juni 2003 21:26:24:

Hallo Arne,

:-)

einfach hervorragend formuliert! :-)

Ich habe unterdessen auch schon eine Mail hingeschickt!

schönen Gruß
Andreas

Re: keine vaterschaftstests ohne einverständnis der mutter

Bruno, Wednesday, 04.06.2003, 14:51 (vor 8281 Tagen) @ Arne Hoffmann

Als Antwort auf: Re: keine vaterschaftstests ohne einverständnis der mutter von Arne Hoffmann am 03. Juni 2003 21:26:24:

Hallo Arne,

ich denke hier geht es wieder einmal ums Geld. Man ist offensichtlich der Auffasung, der betrogene Vater soll ruhig weiterblechen. Wenn sich erweisen sollte, dass er gar nicht der Vater wäre und es würde nicht gelingen den richtigen Vater dingfest zu machen, dann müsste der Staat vielleicht wieder ran.

Für die leeren Staatskassen ist es allemal billiger den betrogenen Vater zum Deppen zu machen. Und die Würde des Menschen...na ja...ist ja nur ein Mann.

Gruß

Bruno

Re: keine Vaterschaftstests ohne Einverständnis der Mutter

Peter, Wednesday, 04.06.2003, 18:24 (vor 8281 Tagen) @ Bruno

Als Antwort auf: Re: keine vaterschaftstests ohne einverständnis der mutter von Bruno am 04. Juni 2003 11:51:18:

Hallo Bruno,

du schreibst:

ich denke hier geht es wieder einmal ums Geld. Man ist offensichtlich der Auffasung, der betrogene Vater soll ruhig weiterblechen. Wenn sich erweisen sollte, dass er gar nicht der Vater wäre und es würde nicht gelingen den richtigen Vater dingfest zu machen, dann müsste der Staat vielleicht wieder ran.

Ich glaube es nicht. Beim Vaterschaftstest wird ja auch schoen Geld umgesetzt und der Staat verdient mit. Es ist schon komisch, dass ein FDP Minister die freie Wirtschaft knebeln will.

Ich glaube, es geht ihm darum, oeffentlich Punkte zu machen, ohne die Staatsausgaben zu erhoehen, und zwar bei Frauen und bei Leuten, die vor dem Genzeug Angst haben, ohne Vaterschaftstests naeher zu kennen. Der Minister will im Gespraech bleiben - sollte er auch und zwar, bis seine Dummheit offenbar wird.

Gruß,

Peter

Re: keine vaterschaftstests ohne einverständnis der mutter

Peter, Wednesday, 04.06.2003, 18:31 (vor 8281 Tagen) @ Arne Hoffmann

Als Antwort auf: Re: keine vaterschaftstests ohne einverständnis der mutter von Arne Hoffmann am 03. Juni 2003 21:26:24:

Hallo Arne,

ich glaube, dein Einspruch laeuft ins Leere. Es besteht gar kein Interesse daran, die Mutter rechtlich beim Vaterschaftstest zu bevorzugen und ihr allein das Entscheidungsrecht zu geben. Es wird ganz salomonisch vorgeschlagen, beide Sorgeberechtigten muessten ihr Einverstaendnis geben. Faktisch ist damit die Mutter bevorzugt, denn ihre Mutterschaft steht fest, waehrend der Vater ohne die Mutter nichts wissen sollen darf.

Es wird auch Faelle geben, wo Frauen geblockt werden: Angenommen, eine Frau hatte einen Seitensprung und wird schwanger, ohne zu wissen, von wem das Kind ist. Soll sie den Seitensprung ihrem Partner beichten? Unbedingt, wenn er nicht der Vater des Kindes ist! Aber wie soll sie das herausfinden? Sie darf nicht die Proben von Kind und Affaere einschicken, denn sie braeuchte das Einverstaendnis des rechtlichen Vaters. Also wird sie lieber gar nichts tun, und die Traegoedie beginnt.

Gruss,

Peter

Re: keine vaterschaftstests ohne einverständnis der mutter

Ferdi, Wednesday, 04.06.2003, 04:30 (vor 8281 Tagen) @ vapautunut

Als Antwort auf: keine vaterschaftstests ohne einverständnis der mutter von vapautunut am 03. Juni 2003 14:00:37:

Hi!

Das ist ja ein Hammer, nein eine Atombombe! Beweist doch nur, wie weltfremd Politiker sein können. Dann fahren die männlichen Betrugsopfer eben ins Ausland und lassen die Tests da machen. Haben das die Frauen nicht auch gemacht, als Abtreibung noch generell verboten war?

Gruss,
Ferdi

Re: kein vaterschaftstest ohne einverständnis der mutter - volltext des artikels

vapautunut, Wednesday, 04.06.2003, 14:11 (vor 8281 Tagen) @ vapautunut

Als Antwort auf: keine vaterschaftstests ohne einverständnis der mutter von vapautunut am 03. Juni 2003 14:00:37:

hallo,
hier jetzt der artikel von seite drei (die rheinpfalz, 03.06.03).
gruß,
vapautunut

Keine Chance für Gen-Spione
Der Mainzer Justizminister Mertin will heimliche Vaterschaftstest verbieten - Einwilligung des Kindes oder der Mutter notwendig

- Von unserem Redakteur Winfried Folz, Mainz -

Die Branche boomt: Die Zahl der Gentest-Labore in Deutschland wächst, das Geschäft blüht. Ihre Kunden sind misstrauische Väter, die herausfinden wollen, ob ihr Kind von ihnen abstammt - oder ob die Frau bei einem Seitensprung von einem Liebhaber schwanger wurde.

Dem rheinland-pfälzischen Justizminister Herbert Mertin (FDP) ist der Ansturm auf die Vaterschaftslabore suspekt. Er sieht bei den meist heimlich genommenen DNA-Proben das in der Verfassung verbriefte Persönlichkeitsrecht des Kindes verletzt. Mertin verlangt, dass das Einverständnis des Kindes zum Test vorliegen muss.
In vielen Apotheken ist der Vaterschaftstest erhältlich. Das Verfahren sei "bequem und kinderleicht", wirbt ein DNA-Labor im Internet. Dem Probeentnahme-Set liegen Wattestäbchen und Test-Röhrchen bei, mit denen bei Vater und Kind jeweils ein Abstrich aus der Mundhöhle entnommen werden soll. Auch ein Kaugummi des Kindes, dessen Zahnbürste, eine abgeleckte Briefmarke oder ein Büschel Haare reichen für die Analyse aus.
Als kleines Päckchen wird das Zellmaterial ans Labor geschickt, wo mittels maschinellem Abgleich innerhalb von drei tagen Gewissheit hergestellt wird, ob es sich um ein leibliches Kind oder ein so genanntes "Kuckuckskind" handelt. 400 Euro kostet der Test, der nach Branchen-Schätzungen bei einem Viertel der eingeschickten DNA_Proben sexuelle Untreue belegt. In vielen Familien ist das der Anfang einer wahren Tragödie: Ein Kind steht plötzlich ohne Vater da, und auch dessen Beziehung zu "seinem" Kind wird extrem belastet. Die Beziehung der Ehepartner steht auf der Kippe, Familienbrexchen auseinander.
Das "DNA-Gutachten zur Feststellung der Abstammung" wie der Vaterschaftstest korrekt bezeichnet wird, beschäftigt nun die Justizminister der Länder. Bei ihrer Konferenz am 11. und 12. Juni in Glücksberg will Justizminister Mertin erreichen, dass eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe gebildet wird, die eine gesetzliche Regelung gegen diese Art der Gen-Spionage erarbeitet.
Die Rechtswidrigkeit des heimlichen Vaterschaftstest ergibt sich für Mertin aus dem Verstoß gegen das informelle Selbstbestimmungsrecht des wahren oder vermeintlichen Sprösslings, aber auch im Eingriff in das Sorgerecht der übergangenen Mutter. Die informelle Selbstbestimmung gewährt dem Einzelnen das Recht, grundsätzlich selbst zu entscheiden, wann und innerhalb welcher Grenzen "persönliche Lebenssachverhalte" offenbart werden. Wird also bei einer DNA-Analyse Körpermaterial des Kindes für einen Vaterschaftstest untersucht, so werden hierbei genetische Daten des Kindes erhoben, was aber ohne die Einwilligung des Kindes eigentlich nicht geschehen darf.

Hinter dem Rücken der Betroffenen

sollte der sohn oder die Tochter noch zu jung sein, um diese Maßnahme überhaupt zu verstehen, muss nach Mertins Vorstellung die Mutter als Sorgeberechtigte an Stelle des Kindes ihr Einverständnis zum Vaterschaftstest geben. Männer, die sich hinter dem Rücken der Betroffenen DNA-Spuren besorgen, handeln in den Augen des Justizministers gesetzwidrig. Bedenklich findet Mertin auch das "Rumfummeln" an der DNA-Analyse der Getesteten. "Beim heimlichen Vaterschaftstest werden Daten des Kindes und möglicherweise auch der Mutter übermittelt, sie werden gespeichert und an Dritte - also an den Auf[t]raggeber - weitergegeben. Das ist absolut rechtswidrig."
Schon jetzt kann die von Privatlabors erstellte DNA-Analyse nicht vor Gericht als Beweis bei einer möglichen Unterhaltsklage herangezogen werden. Dafür müsste ein Vtaerschaftstest erst gerichtlich in Auftrag gegeben werdn, wobei notariell sichergestellt wird, dass bei der Probennahme und auf dem weiteren Weg der Proben durch das Labor alles mit rechten Dingen zugegangen ist.
Die Rolle der Privatlabors will Mertin überdies stärker gewichten. Für den FDP-Politiker tragen diese Firmen ein großes Stück Verantwortung, wenn es darum geht, heimliche Vaterschaftstest zu verhindern. "Den Labors muss auferlegt werden, die Einwilligung des Kindes oder der Mutter zu überprüpfen." Ein unbefugter Gen-Check wäre dann eine Straftat oder zumindest eine Ordnungswidrigkeit.
Mertin ist überzeugt, dass mit einer solchen gesetzlichen Regelung künftiger Wildwuchs bei Gen-tests verhindert werden kann, insbesondere dann, wenn der Mißbrauch von Daten in ganz andere Lebensbereiche eingreifen würde.
So könnte eine Lebensversicherung Interesse daran haben, welche Erbanlagen sich im DNA-Code des Versicherten befinden. Prekär für einen Betroffenen wäre auch der fall, wenn ein Arbeitgeber heimlich dessen DNA-Code überprüfen ließe und sich dann - eventuell durch einen Krankheitswahrscheinlichkeit - entschlösse, den Kandidaten nicht einzustellen.

Re: kein vaterschaftstest... Brief an Minister Mertin und "Die Rheinpfalz"

Nick, Wednesday, 04.06.2003, 19:20 (vor 8281 Tagen) @ vapautunut

Als Antwort auf: Re: kein vaterschaftstest ohne einverständnis der mutter - volltext des artikels von vapautunut am 04. Juni 2003 11:11:36:

An die Redaktion der "Rheinpfalz":
Folgende Persiflage Ihres Artikels "Keine Chance für Gen-Spione" habe ich soeben an den Justizminister des Landes Rheinland-Pfalz abgeschickt.

Sehr geehrter Herr Minister Mertin!
Mit Empörung und Entsetzen habe ich durch den beigefügten Artikel in der "Rheinpfalz" vom 3.6.2003 zur Kenntnis nehmen müssen, daß Ihr Haus in Zukunft das Recht des deutschen Einzelhandels, sich gegen Betrug und Diebstahl zu schützen, abzuschaffen gedenkt!
Ich begreife nicht, daß in Ihren Augen offenbar die Rechte von StraftäterInnen als höherstehend und schützenswerter erachtet werden, als die von betrogenen unbescholtenen Bürgern. Eine ganze Wirtschaftsbranche wird durch solche rechtsfeindlichen Überlegungen ihrer elementaren Rechte auf Selbstbestimmung, auf Wahrhaftigkeit und auf Gerechtigkeit beraubt!
In Erwartung Ihrer Stellungnahme

Artikel in der "Rheinpfalz" vom 3.6.2003
Keine Chance für Kaufhaus-Spione
Der Mainzer Justizminister Mertin will heimliche Observierung von Kunden in Kaufhäusern verbieten - Einwilligung des Kunden bzw. des Diebes notwendig
- Von unserer RedakteurIn Winfriede Musch, Mainz -
Die Branche boomt: Die Zahl der Kaufhaus-Detektive in Deutschland wächst, das Geschäft blüht. Ihre Kunden sind misstrauische Ladenbesitzer, die herausfinden wollen, ob ihre Kunden die Waren bezahlen - oder ob sie diese stehlen.
Dem rheinland-pfälzischen Justizminister Herbert Mertin (FDP) ist der Ansturm auf die Detekteien suspekt. Er sieht bei den meist heimlich durchgeführten Observierungen in den Geschäften das in der Verfassung verbriefte Persönlichkeitsrecht des Kunden verletzt. Mertin verlangt, dass das Einverständnis des Kunden zur Observierung vorliegen muss.
In vielen Branchenbüchern sind Adressen von Detekteien erhältlich. Ihre Verfahren seien "bequem und kinderleicht", wirbt eine Detektei im Internet. Einer gewöhnlichen Videokamera liegen Aufzeichnungs- und Datenspeichergeräte bei, mit denen bei den Kunden in den Verkaufsabteilungen jeweils Bildaufzeichnungen ihres Verhaltens aufgenommen werden sollen. Auch ein Foto der Regalreihen oder des Kunden, eine Untersuchung seines Tascheninhalts oder seiner Jackentasche reichen für die Analyse aus.
Als kleines Datenpaket wird das Aufnahmematerial ins Detektivbüro geschickt, wo mittels direktem Abgleich innerhalb von Sekunden Gewissheit hergestellt wird, ob es sich um einen ehrlichen Kunden oder einen so genannten "Kaufhausdieb" handelt. 400 Euro kostet der Einsatz eines Detektivs pro Tag, der nach Branchen-Schätzungen bei einem Viertel der eingeschickten Aufnahmen kriminellen Diebstahl belegt. In vielen Familien ist das der Anfang einer wahren Tragödie: Ein Kunde steht plötzlich ohne seine Ware da, und auch dessen Beziehung zur Wirtschaft insgesamt wird extrem belastet. Die Beziehung von Kunde und Verkäufer steht auf der Kippe, Geschäftsbeziehungen brechen auseinander.
Der "Einsatz von privaten Ermittlungstechniken" wie der Einsatz von Kaufhausdetektiven korrekt bezeichnet wird, beschäftigt nun die Justizminister der Länder. Bei ihrer Konferenz am 11. und 12. Juni in Glücksberg will Gerechtigkeitsminister Mertin erreichen, dass eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe gebildet wird, die eine gesetzliche Regelung gegen diese Art der Kaufhaus-Spionage erarbeitet.
Die Rechtswidrigkeit der heimlichen Kundenobservierung ergibt sich für Mertin aus dem Verstoß gegen das informelle Selbstbestimmungsrecht des Kunden, aber auch im Eingriff in sein Sorgerecht für sein leibliches Wohl. Die informelle Selbstbestimmung gewährt dem Einzelnen das Recht, grundsätzlich selbst zu entscheiden, wann und innerhalb welcher Grenzen "persönliche Lebenssachverhalte" offenbart werden. Wird also bei einer Kaufhausobservierung Aufnahmematerial des Kunden für einen Test seiner Ehrlichkeit untersucht, so werden hierbei charakterliche Daten des Kunden erhoben, was aber ohne die Einwilligung des Kunden eigentlich nicht geschehen darf.
Hinter dem Rücken der Betroffenen!
Sollte der Kunde oder die Kundin noch zu jung sein, um diese Maßnahme überhaupt zu verstehen, muss nach Mertins Vorstellung die Mutter - und nicht der Vater (denn Männer sind bekanntermaßen meist selbst kriminell) - als Sorgeberechtigte an Stelle des Kindes ihr Einverständnis zur Observierung geben. Geschäftsinhaber, die sich hinter dem Rücken der Betroffenen Erkenntnisse über ihre Kunden besorgen, handeln in den Augen des Justizministers gesetzwidrig. Bedenklich findet Mertin auch das "Rumfummeln" an der Aufnahme der Gefilmten. "Bei der heimlichen Detektivüberwachung werden Erkenntnisse über den Kunden - und bei Kindern möglicherweise auch über deren Mutter - übermittelt, sie werden gespeichert und an Dritte - also an den Auftraggeber - weitergegeben. Das ist absolut rechtswidrig."
Ab jetzt kann die von Privatdetektiven erstellten Videoaufnahme nicht mehr vor Gericht als Beweis bei einer möglichen Verhandlung herangezogen werden. Dafür müsste eine Aufzeichnung erst gerichtlich in Auftrag gegeben werden, wobei notariell sichergestellt wird, dass bei der Aufnahme und auf dem weiteren Weg des Materials alles mit rechten Dingen zugegangen ist.
Die Rolle der Privatdetektive will Mertin überdies stärker gewichten. Für den FDP-Politiker tragen diese Firmen ein großes Stück Verantwortung, wenn es darum geht, heimliche Beweiserhebung zu verhindern. "Den Detektiven muss auferlegt werden, die Einwilligung des Kunden zu überprüfen." Eine unbefugte Videoaufzeichnung wäre dann eine Straftat oder zumindest eine Ordnungswidrigkeit.
Mertin ist überzeugt, dass mit einer solchen gesetzlichen Regelung künftiger Wildwuchs bei Detektivermittlungen in Kaufhäusern verhindert werden kann, insbesondere dann, wenn der Mißbrauch von Daten in ganz andere Lebensbereiche eingreifen würde - beispielsweise durch ein Strafverfahren wegen Diebstahls oder Betruges.
Auch könnte eine Hausrat- oder Haftpflichtversicherung Interesse daran haben, welche ihrer Kunden stehlen und betrügen. Prekär für einen Betroffenen wäre auch der Fall, wenn ein Arbeitgeber heimlich dessen Strafregister überprüfen ließe und sich dann - eventuell wegen eines absolut harmlosen Kaufhausdiebstahl - entschlösse, die Kandidatin nicht einzustellen.

Gute Satire! (ohne Text)

Peter, Wednesday, 04.06.2003, 19:40 (vor 8281 Tagen) @ Nick

Als Antwort auf: Re: kein vaterschaftstest... Brief an Minister Mertin und "Die Rheinpfalz" von Nick am 04. Juni 2003 16:20:57:


LOL, sehr schön! :-)) (n/t)

Arne Hoffmann, Wednesday, 04.06.2003, 20:20 (vor 8281 Tagen) @ Nick

Als Antwort auf: Re: kein vaterschaftstest... Brief an Minister Mertin und "Die Rheinpfalz" von Nick am 04. Juni 2003 16:20:57:

-

Re: keine vaterschaftstests ohne einverständnis der mutter

HemmaNedDo, Wednesday, 04.06.2003, 15:59 (vor 8281 Tagen) @ vapautunut

Als Antwort auf: keine vaterschaftstests ohne einverständnis der mutter von vapautunut am 03. Juni 2003 14:00:37:

Hallo,
ich versuch mal ein bißchen zu differenzieren:

Immer mehr misstrauische Väter wollen herausfinden, ob ihr Kind von ihnen abstammt.

was ihr gutes Recht ist.

Ohne das Wissen der Kinder werde DNA-Material an Labors geschickt, gespeichert und an Dritte weitergegeben. Dies verletze das Persönlichkeitsrecht des Kindes, sagte Mertin der Rheinpfalz.

Ein nicht zu unterschätzender Aspekt des Ganzen. Es muss hier eine Güterabwägung stattfinden. Wer möchte schon, dass seine Daten - noch dazu DNA-Daten- bei irgendeinem Institut gespeichert sind?

Mertin fordert, dass die Testlabore künftig eine Einverständniserklärung der Kinder oder von deren Müttern verlangen und diese überprüfen müssten.

Hmm, das ist allerdings der falsche Weg. Er sollte fordern, dass die ermittelten DNA-Daten nach der Übermittlung an den Vater oder Nicht-Vater gelöscht werden.

Andernfalls drohe eine Strafe oder Bußgeld. Denn wer hinter dem Rücken von Betroffenen Daten sammele und auswerte, handele gesetzwidrig. Mertin will sich auf eine gesetzliche Regelung der Vaterschaftstests einsetzen.

Eine gesetzliche Regelung ist sicherlich wünschenswert. Es gibt, wie gesagt, ein paar Aspekte, die man mit bedenken sollte, denn so einfach ist das nicht:

Bezeugt der Test, dass das geteste Kind nicht das leibliche Kind ist, so wurden persönliche Daten an einen nichtverwandten Dritten übermittelt. Aus Datenschutzgründen heraus ist das rundherum abzulehnen.Dass dann die Mutter gefragt werden muss, liegt nahe, denn wer käme außer dem Kind noch in Betracht, der faktisch das Sorgerecht hat. Und über so eine Sache können nur die Sorgeberechtigten entscheiden.

Nichtsdestotrotz haben wir ein Problem, dass der Lösung bedarf. Ich würd so aus dem Bauch heraus sagen, dass es 2 Möglichkeiten gibt:

1. Man macht grundsätzlich bei der Geburt eines Kindes einen GEN-Test und gibt das Ergebnis beiden Elternteilen, egal ob sorgebrechtigt, verheiratet oder sonstwie verbandelt.

2. Man verbietet die heimlichen Tests und gibt die Möglichkeit, bei begründetem Verdacht die Entscheidung der Mutter durch ein Gericht oder das Jugendamt ersetzen zu lassen.

Ich habe aus datenschutzrechtlichen Gründen wirklich enorme Bauchschmerzen mit der inflationären DNA-Testung, wobei die Ergebnisse natürlich nicht wegdiskutiert werden können. ..in 25% der durchgeführten vaterschaftstests, so die angaben des ministeriums, stelle sich heraus, dass es sich um "kuckuckskinder" handele. dies sei in vielen familien der anfang einer wahren tragödie
Hier wird Ursache und Wirkung verwechselt. Die Tragödie hat ja eigentlich schon vorher begonnen.
Nichtsdestotrotz kann es nicht sein, dass eine private Firma solche Testungen durchführt und die Ergebnisse speichert. Stellt Euch mal vor, die Firma geht Konkurs, wird verkauft, was passiert dann mit diesen höchstpersönlichen Daten?
Davon abgesehen, ein Kind, dass man vielleicht jahrelang mit groß gezogen hat, kann man doch nicht einfach so ablieben, nur weil es nicht das körperliche Kind ist. Stellt Euch mal vor, Eurer Vater käme heute auf die Iee, so einen Test zu machen...und Euer Vater wäre von heute auf morgen weg?
Egal wies ist, in solchen Fällen hat das Kindeswohl auf jeden Fall Vorrang.
Es ist nciht so einfach, dass man sich lediglich den monetären Aspekt betrachtet.
Der Vertrauensbruch durch die Mutter ist natürlich erheblich und durch nix zu entschuldigen.
Jörg

Re: keine vaterschaftstests ohne einverständnis der mutter

Ferdi, Wednesday, 04.06.2003, 17:30 (vor 8281 Tagen) @ HemmaNedDo

Als Antwort auf: Re: keine vaterschaftstests ohne einverständnis der mutter von HemmaNedDo am 04. Juni 2003 12:59:02:

Hallo Jörg!

Einen Seitensprung ohne Folgen kann man als Partner in Liebe verzeihen. Ein Seitensprung mit Folgen (Kind) wirft da schon erhebliche Probleme auf, aber auch das kann man in Liebe regeln, wenn die Partnerin ehrlich ist und den biologischen Zeuger zur Kasse bittet. Wenn die Liebe zur Partnerin stark genug ist und das überstanden hat, könnte ich mir unter diesen Voraussetzungen sogar ein Aufwachsen des Kindes in der eigenen Familie vorstellen.

Wenn einem Mann aber das bei einem Seitensprung fremdgezeugte Kind in betrügerischer Weise als das eigene untergeschoben wird, dann ist das für mich der Casus Belli. Das hält keine Liebe aus. Frauen, die sowas machen, sind wirklich das Allerhinterletzte und der Abschaum der Menschheit!

Gruss,
Ferdi

Re: keine vaterschaftstests ohne einverständnis der mutter

Peter, Wednesday, 04.06.2003, 18:15 (vor 8281 Tagen) @ HemmaNedDo

Als Antwort auf: Re: keine vaterschaftstests ohne einverständnis der mutter von HemmaNedDo am 04. Juni 2003 12:59:02:

Hallo Joerg,

du schreibst:

Immer mehr misstrauische Väter wollen herausfinden, ob ihr Kind von ihnen abstammt.
was ihr gutes Recht ist.

Ich stimme dir zu.

Er (Mertin) sollte fordern, dass die ermittelten DNA-Daten nach der Übermittlung an den Vater oder Nicht-Vater gelöscht werden.

Wenn ich mich recht erinnere, werden die Proben nach dem Test noch eine kurze Zeit aufbewahrt und dann vernichtet. Welches Institut moechte schon solch datenschutzrechtlich empfindliche Proben bei sich rumstehen haben, sie einschliessen und bewachen und NICHTS dafuer bezahlt bekommen?

Anders sieht es mit den Computerdaten aus. Deren Speicherung kostet nichts und die Bewachung geschieht im Rahmen eines Geschaeftsdatenschutzes sowieso. Aus diesen Daten laesst sich z.B. die Berechnung der Vaterschaftswahrscheinlichkeit nachvollziehen. Allerdings werden zur Datenauswertung nur NICHTKODIERENDE Teile des Genoms herangezogen, die nichts ueber die fysichen Eigenschaften von Vater und Kind (und Mutter) besagen. Trotzdem sollte der Umgang mit solchen Daten geregelt werden durch Selbstverpflichtung oder Gesetz.

Bezeugt der Test, dass das geteste Kind nicht das leibliche Kind ist, so wurden persönliche Daten an einen nichtverwandten Dritten übermittelt. Aus Datenschutzgründen heraus ist das rundherum abzulehnen.

Ich gehe mal vom Fall eines Mannes aus, dessen rechtliche Vaterschaft durch Ehe oder Anerkennung gegeben ist und der am Sorgerecht teilhat. Er ist bis zu einem (moeglichen) Gerichtsbeschluss weiter der rechtliche Vater des Kindes und sollte auch die Daten zugeschickt bekommen.

Dass dann die Mutter gefragt werden muss, liegt nahe, denn wer käme außer dem Kind noch in Betracht, der faktisch das Sorgerecht hat. Und über so eine Sache können nur die Sorgeberechtigten entscheiden.

Hier liegt der Knackpunkt - kann ein Sorgeberechtigter, z.B. der Vater, alleine entscheiden? Ich meine in diesem Falle ja, denn die Diagnose schadet dem Kind nicht und eine Verweigerung durch die Mutter waere auch nicht zum Wohle des Kindes sondern der Mutter. Das Wohl des Kindes sollte in keinem Falle als auf Betrug beruhend definiert werden koennen! Umgekehrt, das Wohl des Kindes haengt in Zukunft mehr von richtigen Gesundheitsdaten ab, und dazu gehoert die Gewissheit ueber den leiblichen Vater.

Nichtsdestotrotz haben wir ein Problem, dass der Lösung bedarf. Ich würd so aus dem Bauch heraus sagen, dass es 2 Möglichkeiten gibt:
1. Man macht grundsätzlich bei der Geburt eines Kindes einen GEN-Test und gibt das Ergebnis beiden Elternteilen, egal ob sorgebrechtigt, verheiratet oder sonstwie verbandelt.
2. Man verbietet die heimlichen Tests und gibt die Möglichkeit, bei begründetem Verdacht die Entscheidung der Mutter durch ein Gericht oder das Jugendamt ersetzen zu lassen.

Moeglichkeit 2 haetten die Feministen gerne. Und dann wird die Latte beim begruendeten Verdacht hoch gehaengt. Doch willst dem Hinterherschnueffeln der Ehepartner Nahrung geben, weil ER ja einen BEGRUENDETEN Verdacht braucht? Nur wenn die Weigerung der Mutter, einen freiwilligen Gentest zu machen, als Begruendung fuer eine rechtliche Vaterschaftsanfechtung ausreicht, koennte ich das als gerecht empfinden.

Ich halte Moeglichkeit 1 fuer eine gute - den Eltern MUSS bei der Geburt ein Routinegentest angeboten werden, und wenn sie eine Gebuehr bezahlen, bekommen sie das Ergebnis.

Ich habe aus datenschutzrechtlichen Gründen wirklich enorme Bauchschmerzen mit der inflationären DNA-Testung, wobei die Ergebnisse natürlich nicht wegdiskutiert werden können.

Man muss darueber diskutieren, wer ein Recht auf welche Ergebnisse hat. Zum vaterschaftstest braucht es nur nichtkodierende Teile, und ich halte Gewissheit ueber die leibliche Vaterschaft fuer ein wichtiges Recht fuer den Mann und fuer das Kind.

..in 25% der durchgeführten vaterschaftstests, so die angaben des ministeriums, stelle sich heraus, dass es sich um "kuckuckskinder" handele. dies sei in vielen familien der anfang einer wahren tragödie

Hier wird Ursache und Wirkung verwechselt. Die Tragödie hat ja eigentlich schon vorher begonnen.

Das sehe ich genauso. Der Vorschlag des Herrn Mertin tut nichts dazu, die Tragoedien abzuwenden. In der modernen Medizin kommen solche Wahrheiten immer oefter heraus.

Davon abgesehen, ein Kind, dass man vielleicht jahrelang mit groß gezogen hat, kann man doch nicht einfach so ablieben, nur weil es nicht das körperliche Kind ist. Stellt Euch mal vor, Eurer Vater käme heute auf die Iee, so einen Test zu machen...und Euer Vater wäre von heute auf morgen weg?

Das kann man auch umdrehen - stell dir vor, die Mutter hat keine Lust mehr auf den Vater, scheidet sich und verweigert ihm den Umgang ...und Euer Vater wäre von heute auf morgen weg? Das ist Alltag in der BRD.

Egal wies ist, in solchen Fällen hat das Kindeswohl auf jeden Fall Vorrang.

Leider nicht in unserem Staate.

Aber ich sehe deinen Punkt. Die Feststellung der Vaterschaft sollte zu einem fruehen Zeitpunkt erfolgen.

Gruss,

Peter

Re: keine vaterschaftstests ohne einverständnis der mutter

Odin, Wednesday, 04.06.2003, 20:56 (vor 8281 Tagen) @ HemmaNedDo

Als Antwort auf: Re: keine vaterschaftstests ohne einverständnis der mutter von HemmaNedDo am 04. Juni 2003 12:59:02:

2. Man verbietet die heimlichen Tests und gibt die Möglichkeit, bei begründetem Verdacht die Entscheidung der Mutter durch ein Gericht oder das Jugendamt ersetzen zu lassen.

Ich denke, daß es in den meisten Fällen um ein "ungutes Gefühl" beim Mann geht, Hinweise, daß das Kind ja gar keine Ähnlichkeit hat, Hinweise, daß da noch ein anderer Kerl war, oder der Mann wünscht sich einfach absolute Sicherheit. Soll er nun zu seiner Frau hingehen und sagen, he Du, ich glaub... Dies wäre wohl in vielen Fällen schon das Ende der Beziehung, der Beginn einer großen Krise in der Ehe oder der Anlaß für langem, jahrelangem Streit - und dies, obwohl ja in den meisten Fällen der Verdacht unbegründet ist (es sind zwar übermäßig viele Fälle, aber eben doch 75% unbegründeter Verdacht). Diese erzwungene Offenheit der Väter würde damit zu Schaden des Kindes gehen, da die Beziehung eben in eine große Krise gerät, wenn nicht gar gleich beendet ist.
Oder aber der Vater will diese Krise vermeiden, verzichtet es, seine Partnerin um ihr Einverständnis zu fragen und jedesmal wenn er sich mit dem Kind beschäftigt, dann mit der Frage im Hinterkopf "vielleicht bist du ja gar nicht meins". Sowas muß man sich mal vorstellen. Frauen würden schreien, wenn man sie zu sowas zwingen würde (beispielsweise ein Kind auszutragen, obwohl sie es abtreiben wollte).

Davon abgesehen, ein Kind, dass man vielleicht jahrelang mit groß gezogen hat, kann man doch nicht einfach so ablieben, nur weil es nicht das körperliche Kind ist. Stellt Euch mal vor, Eurer Vater käme heute auf die Iee, so einen Test zu machen...und Euer Vater wäre von heute auf morgen weg?

Diese Erfahrung haben schon abertausende von Kindern gemacht. Ich vermute mal, daß in 99% aller Fälle die Kinder dagegen protestieren, NICHT FRÜH GENUG die Wahrheit gekannt zu haben, aber bestimmt kaum jemand hat darüber gejammert, daß er überhaupt die Wahrheit nicht habe hören wollen (vgl. adoptierte Kinder!). Auch ist Mann mittlerweile soweit, daß es absolut üblich ist, auch "fremde" Kinder lieben zu können - erst recht, wenn man sie seit deren Geburt kennt (wieviele Stiefkinder gibt es in Deutschland?)

Re: keine vaterschaftstests ohne einverständnis der mutter

Maesi, Monday, 23.06.2003, 21:46 (vor 8262 Tagen) @ HemmaNedDo

Als Antwort auf: Re: keine vaterschaftstests ohne einverständnis der mutter von HemmaNedDo am 04. Juni 2003 12:59:02:

Hallo Joerg

Immer mehr misstrauische Väter wollen herausfinden, ob ihr Kind von ihnen abstammt.
was ihr gutes Recht ist.

Zustimmung

Ohne das Wissen der Kinder werde DNA-Material an Labors geschickt, gespeichert und an Dritte weitergegeben. Dies verletze das Persönlichkeitsrecht des Kindes, sagte Mertin der Rheinpfalz.
Ein nicht zu unterschätzender Aspekt des Ganzen. Es muss hier eine Güterabwägung stattfinden. Wer möchte schon, dass seine Daten - noch dazu DNA-Daten- bei irgendeinem Institut gespeichert sind?

Ebenfalls Zustimmung

Mertin fordert, dass die Testlabore künftig eine Einverständniserklärung der Kinder oder von deren Müttern verlangen und diese überprüfen müssten.
Hmm, das ist allerdings der falsche Weg. Er sollte fordern, dass die ermittelten DNA-Daten nach der Übermittlung an den Vater oder Nicht-Vater gelöscht werden.

Das waere IMHO eine moegliche Vorgehensweise.

Bezeugt der Test, dass das geteste Kind nicht das leibliche Kind ist, so wurden persönliche Daten an einen nichtverwandten Dritten übermittelt. Aus Datenschutzgründen heraus ist das rundherum abzulehnen.Dass dann die Mutter gefragt werden muss, liegt nahe, denn wer käme außer dem Kind noch in Betracht, der faktisch das Sorgerecht hat. Und über so eine Sache können nur die Sorgeberechtigten entscheiden.

Das mit der Datenweitergabe an einen nichtverwandten Dritten verstehe ich jetzt nicht ganz. Dem Nichtvater muesste lediglich der Befund uebermittelt werden, naemlich, dass er nicht der leibliche Vater ist. Die DNA-Daten selber bekaeme er ja nicht (was sollte er auch auch damit?). Das Problem besteht wohl eher darin, ob vom Kind ohne Einwilligung von diesem selber bzw. des gesetzlichen Vormunds (meist der Mutter) ueberhaupt Proben entnommen werden duerfen (beispielsweise Schleimhautabstrich). Dem koennte man insofern vorbeugen, als dass bei einer Probenverweigerung einfach angenommen wird, dass der von der Mutter als Vater benannte Mann gesetzlich nicht als Vater anerkannt wird; ohne anerkannte Vaterschaft, kein Unterhalt. Alternativ koennte auch dem Mann die Entscheidung ueberlassen werden, ob er mit allen Konsequenzen als gesetzlicher Vater anerkannt werden will oder nicht. Der letztere Vorschlag waere IMHO sogar besser, denn dadurch wuerde auf die Mutter Druck ausgeuebt, einem Gentest zuzustimmen, der letztendlich erst wirklich Klarheit braechte.

Nichtsdestotrotz haben wir ein Problem, dass der Lösung bedarf. Ich würd so aus dem Bauch heraus sagen, dass es 2 Möglichkeiten gibt:
1. Man macht grundsätzlich bei der Geburt eines Kindes einen GEN-Test und gibt das Ergebnis beiden Elternteilen, egal ob sorgebrechtigt, verheiratet oder sonstwie verbandelt.

Bei Neugeborenen waere das eine Moeglichkeit; Gentests sind heute ja nicht mehr so teuer, wie noch vor ein paar Jahren. Allerdings muessten IMHO sowohl die Proben als auch saemtliche sonstige Aufzeichnungen ueber den Test vernichtet bzw. geloescht werden. Lediglich der Befund bliebe aktenkundig. Damit waeren schon mal einige datenschutzrechtliche Bedenken ausgeraeumt. Ausserdem waeren etliche Tests wohl gar nicht notwendig; dann naemlich, wenn beide Elternteile uebereinstimmend erklaeren, dass es ihr gemeinsames Kind ist. Aber aufgepasst: der Vater, der eine solche Erklaerung ohne vorherige Vaterschaftspruefung abgibt, haette bei spaeter aufkommenden Zweifeln ziemlich schlechte Karten, nachtraeglich doch noch einen entsprechenden Test einzufordern. Deshalb waere wohl in jedem Fall ein routinemaessiger Test zu empfehlen.

2. Man verbietet die heimlichen Tests und gibt die Möglichkeit, bei begründetem Verdacht die Entscheidung der Mutter durch ein Gericht oder das Jugendamt ersetzen zu lassen.

Auch dies waere eine Moeglichkeit, allerdings keine sehr gute. IMHO kann der mutmassliche Vater das heute schon einfordern. Der Pferdefuss ist jedoch: was ist ein begruendeter Verdacht? Welche Auflagen muessen erfuellt werden, dass eine allfaellige Klage vom Gericht ueberhaupt angenommen wird? Wieviel kostet ein Gerichtsverfahren? Die Mutter benennt bei nichtehelichen Kindern den Vater, und der wird dann als solcher eingetragen; bei ehelichen Kindern gilt der Ehemann der Mutter defaultmaessig als Vater. Sofern dieser oder jener die Vaterschaft anzweifelt, muss er ein Gerichtsverfahren mit den entsprechenden Kosten, Einsprachen seitens der Mutter und unsicherem Ergebnis anstrengen; wesentlich oekonomischer waere da schon der routinemaessige Vaterschaftstest ohne den juristischen Leerlauf.

Ich habe aus datenschutzrechtlichen Gründen wirklich enorme Bauchschmerzen mit der inflationären DNA-Testung, wobei die Ergebnisse natürlich nicht wegdiskutiert werden können.

Auch ich bin ein entschiedener Gegner von ueberbordenden DNA-Tests ohne ausreichende Begruendung. Die Kenntnis ueber das tatsaechliche Verwandtschaftsverhaeltnis zwischen Kind und Vater ist IMHO eine ausreichende Begruendung.

..in 25% der durchgeführten vaterschaftstests, so die angaben des ministeriums, stelle sich heraus, dass es sich um "kuckuckskinder" handele. dies sei in vielen familien der anfang einer wahren tragödie
Hier wird Ursache und Wirkung verwechselt. Die Tragödie hat ja eigentlich schon vorher begonnen.
Nichtsdestotrotz kann es nicht sein, dass eine private Firma solche Testungen durchführt und die Ergebnisse speichert. Stellt Euch mal vor, die Firma geht Konkurs, wird verkauft, was passiert dann mit diesen höchstpersönlichen Daten?

Wie oben schon geschrieben, muessten nach einem solchen Test saemtliche Proben und personenbezogenen Daten vernichtet werden; lediglich das Ergebnis selber duerfte aktenkundig sein. Ob es sich beim Tester um eine private Firma oder eine staatliche Organisation handelt, ist IMHO unerheblich.

Davon abgesehen, ein Kind, dass man vielleicht jahrelang mit groß gezogen hat, kann man doch nicht einfach so ablieben, nur weil es nicht das körperliche Kind ist. Stellt Euch mal vor, Eurer Vater käme heute auf die Iee, so einen Test zu machen...und Euer Vater wäre von heute auf morgen weg?

Das ist natuerlich ein Problem. Allerdings besteht bereits heute eine aehnliche Situation bei Adoptivkindern, denen man erst im jugendlichen Alter oder sogar als Erwachsene mitteilt, dass zu einem oder sogar zu beiden Elternteilen keine biologische Verwandtschaft besteht; solche Kinder muessen mit der Wahrheit auch klarkommen. Ein routinemaessiger Test bei der Geburt wuerde natuerlich das von Dir oben beschriebene Problem weitgehend beseitigen.

Egal wies ist, in solchen Fällen hat das Kindeswohl auf jeden Fall Vorrang.
Es ist nciht so einfach, dass man sich lediglich den monetären Aspekt betrachtet.

Wobei halt auch nicht so eindeutig ist, ob es wirklich dem Kindeswohl entspricht, das Leben weiterhin auf einer Luege aufzubauen. Die Wahrheit ist manchmal hart und unbequem, auch fuer Kinder; unbequeme Wahrheiten zu akzeptieren und ertragen ist Teil der Sozialisation des Kindes. Einerseits muss die bisherige Vater-Kind-Beziehung durchaus nicht an einem negativen Vaterschaftstestergebnis zerbrechen, andererseits haette es eben doch eine erhebliche Auswirkung auf das Verhaeltnis der beiden. Im Zweifelsfall bin ich jedenfalls fuer die Wahrheit.

Der Vertrauensbruch durch die Mutter ist natürlich erheblich und durch nix zu entschuldigen.

Zustimmung. Der Vertrauensbruch besteht ja nicht nur gegenueber den beiden betrogenen 'Vaetern' (dem echten und dem falchsen) sondern auch gegenueber dem Kind, dem der richtige Vater vorenthalten wird.

Gruss

Maesi

Re: keine vaterschaftstests ohne einverständnis der mutter

Sven, Wednesday, 04.06.2003, 17:28 (vor 8281 Tagen) @ vapautunut

Als Antwort auf: keine vaterschaftstests ohne einverständnis der mutter von vapautunut am 03. Juni 2003 14:00:37:

Ich finde, wenn das Kind schon älter ist und der Mann psychologischer Vater ist, muss dem Kind das erspart werden, dass der Mann, der immer stolz gesagt hat, dass das sein Kind ist, es plötzlich verleugnen kann. Sonst fühlt sich das Kind schuldig und das ist grausam.

Deshalb finde ich: Wenn aufgrund einer psychologischen Untersuchung gesagt werden kann, dass das Kind den Mann als Vater empfindet. sollte ein Vaterschaftstest vor Erreichen des 18. Lebensjahres grundsätzlich ausgeschlossen sein und nach dem 18. Lebensjahr nur mit Zustimmung des Kindes. Diese sollte nicht einklagbar sein.

Re: keine vaterschaftstests ohne einverständnis der mutter

AJM, Wednesday, 04.06.2003, 17:36 (vor 8281 Tagen) @ Sven

Als Antwort auf: Re: keine vaterschaftstests ohne einverständnis der mutter von Sven am 04. Juni 2003 14:28:22:

Dann soll also erstmal weiter gezahlt werden und nach 18 Jahren (und tausenden von €'s) evtl. Klarheit geschaffen werden. Was ist denn das für eine Logik?

Re: keine vaterschaftstests ohne einverständnis der mutter

Sven, Wednesday, 04.06.2003, 17:38 (vor 8281 Tagen) @ AJM

Als Antwort auf: Re: keine vaterschaftstests ohne einverständnis der mutter von AJM am 04. Juni 2003 14:36:36:

Dann soll also erstmal weiter gezahlt werden und nach 18 Jahren (und tausenden von €'s) evtl. Klarheit geschaffen werden. Was ist denn das für eine Logik?

Wie würdest du dich fühlen, wenn der Mann, den du dein Leben lang als Vater betrachtet hast, von dir verlangt, einen Gentest zu machen, um festzustellen, ob du wirklich sein Kind bist?

Ich würde mich schrecklich fühlen und diesen herzlosen Menschen richtig zahlen lassen.

Re: keine vaterschaftstests ohne einverständnis der mutter

vapautunut, Wednesday, 04.06.2003, 17:41 (vor 8281 Tagen) @ Sven

Als Antwort auf: Re: keine vaterschaftstests ohne einverständnis der mutter von Sven am 04. Juni 2003 14:38:43:

Wie würdest du dich fühlen, wenn der Mann, den du dein Leben lang als Vater betrachtet hast, von dir verlangt, einen Gentest zu machen, um festzustellen, ob du wirklich sein Kind bist?
Ich würde mich schrecklich fühlen und diesen herzlosen Menschen richtig zahlen lassen.

ah, du bist also ein verfechter der gen-spionage. das hatte ich nach deinem ersten statement nicht erwartet. Mertin wird dich schelten.
vapautunut

Re: keine vaterschaftstests ohne einverständnis der mutter

Sven, Wednesday, 04.06.2003, 17:49 (vor 8281 Tagen) @ vapautunut

Als Antwort auf: Re: keine vaterschaftstests ohne einverständnis der mutter von vapautunut am 04. Juni 2003 14:41:58:

Wie würdest du dich fühlen, wenn der Mann, den du dein Leben lang als Vater betrachtet hast, von dir verlangt, einen Gentest zu machen, um festzustellen, ob du wirklich sein Kind bist?
Ich würde mich schrecklich fühlen und diesen herzlosen Menschen richtig zahlen lassen.

ah, du bist also ein verfechter der gen-spionage. das hatte ich nach deinem ersten statement nicht erwartet. Mertin wird dich schelten.
vapautunut

Falsch! Ich bin gegen die Genspionage.

Re: keine vaterschaftstests ohne einverständnis der mutter

Ferdi, Wednesday, 04.06.2003, 17:49 (vor 8281 Tagen) @ Sven

Als Antwort auf: Re: keine vaterschaftstests ohne einverständnis der mutter von Sven am 04. Juni 2003 14:38:43:

Dann soll also erstmal weiter gezahlt werden und nach 18 Jahren (und tausenden von €'s) evtl. Klarheit geschaffen werden. Was ist denn das für eine Logik?

Wie würdest du dich fühlen, wenn der Mann, den du dein Leben lang als Vater betrachtet hast, von dir verlangt, einen Gentest zu machen, um festzustellen, ob du wirklich sein Kind bist?
Ich würde mich schrecklich fühlen und diesen herzlosen Menschen richtig zahlen lassen.

Und wieder mal fragt keiner, wie sich der Mann fühlt, abgrundtief verarscht von seiner herzlosen Frau. Einen schlimmeren Vertrauensbruch kann ich mir einfach nicht vorstellen.

Es bestätigt sich mal wieder: Gegen die Gefahren, die hinter manchen "Frauen" stecken ist Plutonium der reinste Hustensaft! Finger weg! Single bleiben! Dann kann einem so eine Kacke garnicht erst passieren. Wer nicht fliegt, kann auch nicht abstürzen.

Gruss,
Ferdi

Re: keine vaterschaftstests ohne einverständnis der mutter

Peter, Wednesday, 04.06.2003, 18:36 (vor 8281 Tagen) @ Sven

Als Antwort auf: Re: keine vaterschaftstests ohne einverständnis der mutter von Sven am 04. Juni 2003 14:38:43:

Hallo Sven

du schreibst:

Wie würdest du dich fühlen, wenn der Mann, den du dein Leben lang als Vater betrachtet hast, von dir verlangt, einen Gentest zu machen, um festzustellen, ob du wirklich sein Kind bist?
Ich würde mich schrecklich fühlen und diesen herzlosen Menschen richtig zahlen lassen.

So ein Quatsch. Warum sollen Maenner herzlos sein, nur weil sie ihrer Vaterschaft nicht so sicher sein koennen wie Muetter? Wenn du das denkst, dann haenge dich doch an deiner Mutter Rockschuerze, aber lass deinen
Vater in Ruhe.

Wenn der Test sagt, er ist nicht dein Vater, braucht er natuerlich nicht zu zahlen.

Wenn der Test sagt, er ist dein Vater, macht ihr 'ne Flasche Sekt auf und feiert nochmal.

Gruss,

Peter

Re: keine vaterschaftstests ohne einverständnis der mutter

AJM, Wednesday, 04.06.2003, 23:28 (vor 8281 Tagen) @ Sven

Als Antwort auf: Re: keine vaterschaftstests ohne einverständnis der mutter von Sven am 04. Juni 2003 14:38:43:

"Ich würde mich schrecklich fühlen und diesen herzlosen Menschen richtig zahlen lassen."

Es geht also um Rache, Geld und das weitere Leben mit einer Lüge. Eine Supergrundlage für ein harmonisches Miteinander. Mir sind Fakten und Wahrheiten lieber als Gefühlsduseleien.

Re: keine vaterschaftstests ohne einverständnis der mutter

Ferdi, Wednesday, 04.06.2003, 17:41 (vor 8281 Tagen) @ Sven

Als Antwort auf: Re: keine vaterschaftstests ohne einverständnis der mutter von Sven am 04. Juni 2003 14:28:22:

Ich finde, wenn das Kind schon älter ist und der Mann psychologischer Vater ist, muss dem Kind das erspart werden, dass der Mann, der immer stolz gesagt hat, dass das sein Kind ist, es plötzlich verleugnen kann. Sonst fühlt sich das Kind schuldig und das ist grausam.
Deshalb finde ich: Wenn aufgrund einer psychologischen Untersuchung gesagt werden kann, dass das Kind den Mann als Vater empfindet. sollte ein Vaterschaftstest vor Erreichen des 18. Lebensjahres grundsätzlich ausgeschlossen sein und nach dem 18. Lebensjahr nur mit Zustimmung des Kindes. Diese sollte nicht einklagbar sein.

Nein, damit bin ich nicht einverstanden. Das verschlimmert die Situation für den Mann ja noch. Ich empfinde das jahrzehntelange Ertragenmüssen dieses unglaublich grausamen Zustandes um Grössenordnungen schlimmer. Muss ein Mann denn wirklich alles, jede Schmach und jede Erniedrigung ertragen? Diese Katastrophe und ihre Konsequenzen sollte als Damoklesschwert über jeder Frau hängen, als massives Abschreckungspotential, nur ja jemals nicht so eine Scheisse zu bauen!

Gruss,
Ferdi

Re: keine vaterschaftstests ohne einverständnis der mutter

Sven, Wednesday, 04.06.2003, 17:48 (vor 8281 Tagen) @ Ferdi

Als Antwort auf: Re: keine vaterschaftstests ohne einverständnis der mutter von Ferdi am 04. Juni 2003 14:41:39:

Das Leid des Kindes wäre größer. Und das muss verhindert werden.

Re: keine vaterschaftstests ohne einverständnis der mutter

Ferdi, Wednesday, 04.06.2003, 18:01 (vor 8281 Tagen) @ Sven

Als Antwort auf: Re: keine vaterschaftstests ohne einverständnis der mutter von Sven am 04. Juni 2003 14:48:41:

Das Leid des Kindes wäre größer. Und das muss verhindert werden.

Du kannst keinen Menschen, dessen Liebe und Vertrauen nach Hiroshima- und Nagasaki-Art derartig nachhaltig zerstört wurde, dazu zwingen, dann noch jemanden zu lieben. Das Kind hätte die Hölle auf Erden und würde jeden Tag die Hassgefühle des doppelt und dreifach bestraften Mannes spüren.

Das Leid kann nur dadurch verhindert werden, dass jede Frau, die sowas ins Auge fast, gewärtig ist, dass sie mit wirklich drakonischen Strafen zu rechnen hat, die aber dann auch vollstreckt werden.

Ich habe in einem anderen Posting geschrieben, dass sich bei Ehrlichkeit ein Lösungsweg finden lässt. Dabei bleibe ich auch. Betrügerisches Unterschieben ist aber ein Kriegsgrund, und im Krieg gibt es nunmal Kollateralschäden. Tut mir leid, aber zu dem in diesem Thread behandelten Thema habe ich eine unerbittlich fundamentale Einstellung. Männer müssen in dieser beschissenen Gesellschaft schon genug einstecken, nicht auch das noch!

Gruss,
Ferdi

Re: keine vaterschaftstests ohne einverständnis der mutter

Peter, Wednesday, 04.06.2003, 18:45 (vor 8281 Tagen) @ Sven

Als Antwort auf: Re: keine vaterschaftstests ohne einverständnis der mutter von Sven am 04. Juni 2003 14:48:41:

Hallo Sven,

du schreibst:

Das Leid des Kindes wäre größer. Und das muss verhindert werden.

Woher weisst du das? Fuer das Kind gibt es sogar einen Mann, der Vater ist, die Mutter kann dabei helfen, ihn zu finden. Fuer den Ex-Vater gibt es erstmal nichts, nur ein Loch. Und, wenn er Glueck hat, die Freiheit vom Betrug dahinter.

Das Leid eines Kinder wiegt nicht automatisch schwerer als das Leid eines Mannes.

Gruss,

Peter

Re: keine vaterschaftstests ohne einverständnis der mutter

Odin, Wednesday, 04.06.2003, 21:17 (vor 8281 Tagen) @ Sven

Als Antwort auf: Re: keine vaterschaftstests ohne einverständnis der mutter von Sven am 04. Juni 2003 14:48:41:

Das Leid des Kindes wäre größer. Und das muss verhindert werden.

So ein Schmarrn, wie misst Du denn das? In Gramm oder Zentimeter?
Es geht um das RECHT des Kindes, zu wissen, wer sein Vater ist. Es geht um das RECHT des Mannes, zu wissen, ob er Vater ist.
Dies hat FRÜHZEITIG zu geschehen. Adoptierte Kinder bemängelnt NIE, daß sie die Wahrheit erfahren haben, sondern IMMER, daß sie sie zu spät erfahren haben. Wieviele Erwachsene reisen durch Deutschland, um endlich ihren Vater kennenzulernen, nachdem sie - endlich erwachsen - seine Adresse erfahren durften. Wievielen Kindern werden von einer egoistischen Mutter der Vater entzogen und der Gesetzgeber und die Bevölkerung nickt ungerührt dazu. Da ist das Leid des Kindes wurscht.
Es ist absolut nichts ungewöhnliches, daß ein Mann ein fremdes Kind aufzieht. Da gibts hunderttausend Fälle in Deutschland. Aber ein Kind aufzuziehen, bei dem man sich nicht sicher ist, aber keine Möglichkeit hat, dies zu überprüfen, dies zu fordern oder gutzuheißen ist absolut daneben.
Männer haben mal wieder keine Menschenwürde die es zu schützen gilt. Keiner würde es wagen von einer Frau ähnliches zu fordern!
Wege du wagst es, von einer Frau zu fordern, ein Kind auszutragen, zu dem es nicht "ja" sagen kann. "Wie soll sie dieses Kind denn jemals lieben können" heißt es da und prompt wird von meinen Krankenkassenbeiträgen abgetrieben. Aber Männern kann man ja alles zumuten.

Re: keine vaterschaftstests ohne einverständnis der mutter

Jolanda, Thursday, 05.06.2003, 13:22 (vor 8280 Tagen) @ Odin

Als Antwort auf: Re: keine vaterschaftstests ohne einverständnis der mutter von Odin am 04. Juni 2003 18:17:48:

Lieber Odin

Hier wird einfach immer mit zwei verschiedenen Ellen gemessen.

Ich meine, wenn ich als Frau fremd gehe und dann schwanger werde, dann schulde ich meinem Partner und dem Kind, dass ich auch dazu stehe und sage, was Sache ist.

Wenn man hier von Verantwortung und Kindeswohl reden will, dann würde es genau hier anfangen. Die Mutter ist die Person, die dieses ganze würdelose Spiel eröffnet.

Aber keiner wirft der Mutter vor, dass man kein Kind zeugt mit einem Mann, wenn man mit einem anderen verheiratet ist, ich frage mich eh immer wieder, ob die Frauen echt zu doof sind, zu verhüten. Wie kann es nur sein, dass in der heutigen Zeit, so viele Frauen ungewollt schwanger werden?!

Es ist kein Problem, wenn Frau sagt, der Bauch gehört mir, ich treibe ab, ist mir doch egal was du als Vater davon hälst. Es ist egal, wenn ich ein Kind zeuge mit einem anderen Mann, es meinem Partner verschweige und ihn ein Leben lang für dieses Kind bezahlen lasse. Es ist egal, dass ich dem richtigen Vater sein Kind unterschlage, es ist egal, dass das Kind nie erfahren wird, wer wirklich sein Vater ist.

Aber es ist nicht egal und schadet dem Kind, wenn Mann herausfinden will, ob er der echte Vater ist?!

Es schadet also dem Kind, wenn ich einen Gentest mache, obwohl ich das dem Kind so gar nicht sagen muss, ich komme auch zu einem Gentest ohne dass das Kind sofort erfahren muss, was hier abgeklärt wird.

Es schadet dem Kind aber nicht, wenn es seinen richtigen Vater nie kennenlernt, es schadet dem Kind nicht, wenn nach einer Trennung der Vater ausgeblendet wird?! Wieviele Mütter tun alles, um nach einer Trennung dafür zu sorgen,, dass die Kinder und der Vater sich kaum mehr sehen, das schadet also nicht, hier regt man sich nicht auf?!

Ist echt total komisch. Generell geht es immer nur um das Wohl der Frau, nie um das Wohl des Kindes. Frau kann tun, was sie will, egal ob es gut ist für das Kind, sie als Mutter hat hier die grösste Macht. Aber sobald Väter sich wehren und auch mitbestimmen wollen, dann schreit jeder nach dem Kindeswohl.

Es gibt Frauenwohl und Kindeswohl, Frauenrechte und Kinderrechte, aber keiner scheint akzeptieren zu wollen, dass es auch Männerwohl gibt und Männerrechte.

Es kommt mir oft echt vor, als würden wir in einer Zweiklassengesellschaft leben, auf der einen Seite die Frauen und Kinder und auf der anderen Seite die Männer. Sowas kann doch einfach nicht fair sein, dass man das immer wieder begründen muss ist schon befremdlich.

Es grüsst dich
Jolanda

Die Frauen sind Schuld

Bruno, Thursday, 05.06.2003, 15:04 (vor 8280 Tagen) @ Jolanda

Als Antwort auf: Re: keine vaterschaftstests ohne einverständnis der mutter von Jolanda am 05. Juni 2003 10:22:06:

Hallo Jolanda,

Wenn man hier von Verantwortung und Kindeswohl reden will, dann würde es genau hier anfangen. Die Mutter ist die Person, die dieses ganze würdelose Spiel eröffnet.

...genau so isses. Wir reden hier über Vater gut oder Vater schlecht, wenn er einen Gentest verlangt und herauskommt, dass das Kind nicht sein´s ist. Hier wird Ursache und Wirkung verwechselt. Wenn der Gentest zeigt, dass das Kind von einem anderen ist, dann ist die Frau Schuld, nicht der Gentest und nicht der Mann.

Gruß

Bruno

Re: keine vaterschaftstests ohne einverständnis der mutter

Maesi, Monday, 23.06.2003, 21:48 (vor 8262 Tagen) @ Sven

Als Antwort auf: Re: keine vaterschaftstests ohne einverständnis der mutter von Sven am 04. Juni 2003 14:48:41:

Hallo Sven

Das Leid des Kindes wäre größer. Und das muss verhindert werden.

Also lieber eine suesse, womoeglich gegen den Willen aller anderen Betroffenen durchgesetzte Illusion als die bittere Wahrheit? Dieser Meinung kann ich mich nicht anschliessen. Wenn der mutmassliche Vater Zweifel an seiner Verwandtschaft mit dem Kind hegt, dann wird auch die aufrechterhaltene Unklarheit keine Abhilfe schaffen. Sofern keiner der Beteiligten (weder Kind, Vater noch Mutter) die Verwandtschaft per Vaterschaftstest bewiesen haben will, gibt es gar kein Problem. Wenn routinemaessig bei Neugeborenen ein Vaterschaftstest durchgefuehrt wird, weiss der Vater bzw. der Nichtvater von Anfang an Bescheid, und es kann gar nicht erst zu untergeschobenen Kindern kommen; wichtig ist es dann, von Beginn weg ehrlich zum Kind zu sein.

Das Leid bei schon aelteren Kindern aber auch bei deren betrogenen Nichtvaetern wegen der Erkenntnis, nicht miteinander blutsverwandt zu sein, mag im Moment erheblich sein; auf laengere Sicht werden jedoch IMHO die meisten zur Einsicht gelangen, dass es trotzdem besser ist, die Wahrheit ueber das nichtexistente Verwandtschaftsverhaeltnis zu kennen. Wie Peter bin auch ich der Meinung, dass man Beziehungen nicht auf Luegen sondern auf Wahrheit aufbauen sollte. Keinesfalls sollten von staatlicher Seite solche Scheinverwandtschaften gegen den Willen auch nur eines der davon Betroffenen geschuetzt werden; das waere IMHO unredlich.

Ausserdem haengen an der biologischen Verwandtschaft Unterhaltszahlungen. Dabei geht es nicht bloss um ein paar laecherliche Euronzen. Weshalb sollte ein Zahlvater etliche Zehntausend Euros an Unterhalt an ein nicht mit ihm verwandtes Kind blechen, bloss damit das Kind nicht die Wahrheit erfaehrt? Du bist sehr freigebig mit dem Geld anderer Leute...

Gruss

Maesi

Re: keine vaterschaftstests ohne einverständnis der mutter

Peter, Wednesday, 04.06.2003, 18:40 (vor 8281 Tagen) @ Sven

Als Antwort auf: Re: keine vaterschaftstests ohne einverständnis der mutter von Sven am 04. Juni 2003 14:28:22:

Hallo Sven,

du schreibst:

Deshalb finde ich: Wenn aufgrund einer psychologischen Untersuchung gesagt werden kann, dass das Kind den Mann als Vater empfindet. sollte ein Vaterschaftstest vor Erreichen des 18. Lebensjahres grundsätzlich ausgeschlossen sein.

Den Psychologen stellt das feministische Hilfswerk.

und nach dem 18. Lebensjahr nur mit Zustimmung des Kindes. Diese sollte nicht einklagbar sein.

Jetzt willst du das bischen Recht, das Maenner heute noch haben, auch noch streichen.

Hast du schon mal daran gedacht, dass menschliche Beziehung auf Ehrlichkeit beruhen? Du scheinst den Vater als Lueckenbuesser einsetzen zu wollen, der da ist, wenn das Kind es will, nicht da ist, wenn die Frau es nicht will, aber immer gut zahlt. Oder was ist dein Vaterbild?

Gruss,

Peter

Re: keine vaterschaftstests ohne einverständnis der mutter

Garfield, Wednesday, 04.06.2003, 20:06 (vor 8281 Tagen) @ Sven

Als Antwort auf: Re: keine vaterschaftstests ohne einverständnis der mutter von Sven am 04. Juni 2003 14:28:22:

Hallo Sven!

Das wäre ja in Ordnung, wenn es bei den allermeisten Paaren so wäre, daß sie lebenslang - oder zumindest, solange die Kinder nicht volljährig sind - zusammen bleiben. Das ist aber längst nicht mehr so.

Viele Ehen werden wieder geschieden, und in den meisten Fällen geht die Initiative dazu von der Frau aus. Und der verlassene Mann darf dann zahlen, zumindest für das Kind.

Ein Skandal ist ja jetzt schon, daß, sofern sich dann nach Jahren herausstellt, daß das Kind gar nicht vom Zahlvater war, er das bereits gezahlte Unterhaltsgeld nicht zurück bekommt.

Wenn dieser Gesetzentwurf umgesetzt wird, hätte ein Mann de facto noch nicht einmal das Recht, bei einem konkreten Verdacht zu beweisen, daß er nicht der Vater ist. Wenn sich z.B. herausstellt, daß seine Ex schon lange vor der Scheidung ein Verhältnis hatte.

Damit wäre jeder Mann gezwungen, grundsätzlich die Vaterschaft schon nach der Geburt eines Kindes erst einmal zu leugnen. Dann nämlich würde ein Vaterschaftstest sogar vom Gericht angeordnet werden. Und in solchen Fällen stört es übrigens heute auch niemanden, daß die DNA-Daten betroffener Männer gespeichert und anderen Personen zugänglich gemacht werden.

Nur welcher Mann möchte seine Partnerin ganz ohne Grund dadurch vor den Kopf stoßen, daß er die Vaterschaft grundlos leugnet? Das wird wohl kaum ein Mann tun, und genau das soll nun ausgenutzt werden, um geschiedenen Frauen in jedem Fall einen Geldesel zur Verfügung zu stellen und der Staatskasse Kosten zu ersparen.

Ich habe da einen Alternativ-Vorschlag: Das Schuldprinzip wird für nacheheliche Unterhaltsansprüche wieder angewandt. So dürfte die Zahl der Scheidungen deutlich sinken, und der Staat kann auch eine Menge Geld sparen. Immerhin sieht es mit der momentanen (Un-)Rechtslage so aus, daß immer mehr Männer ihren Unterhaltsverpflichtungen gar nicht mehr nachkommen können und das Sozial- und/oder Jugendamt auch dann einspringen muß, wenn ein Zahlsklave vorhanden ist.

Außerdem sollte sich die Höhe von Unterhaltszahlungen nur nach den Lebenshaltungskosten richten. Das Einkommen eines Unterhaltspflichtigen hat dabei nur dann eine Rolle zu spielen, wenn es unter dem Existenzminimum liegt. Auch das könnte dazu beitragen, die Zahl der Scheidungen zu senken.

Freundliche Grüße
von Garfield


Re: keine vaterschaftstests ohne einverständnis der mutter

Ferdi, Wednesday, 04.06.2003, 20:19 (vor 8281 Tagen) @ Garfield

Als Antwort auf: Re: keine vaterschaftstests ohne einverständnis der mutter von Garfield am 04. Juni 2003 17:06:23:

Ich möchte in diesem Zuammenhang nur an das vor gut einem Jahr zu hörende Geschrei der Feministinnen erinnern, die forderten, dass alle Männer in eine Gen-Datei aufgenommen werden sollten.

Schon vergessen? Und nun dies! Wer misst hier denn mit zweierlei Mass?

*immernochstocksauer*

Ferdi

Re: keine vaterschaftstests ohne einverständnis der mutter

Garfield, Thursday, 05.06.2003, 13:03 (vor 8280 Tagen) @ Ferdi

Als Antwort auf: Re: keine vaterschaftstests ohne einverständnis der mutter von Ferdi am 04. Juni 2003 17:19:17:

Hallo Ferdi!

Tja, da sind wir wieder bei des Pudels Kern angelangt. Während alle Welt geneigt ist, Frauen möglichst jegliche Schwierigkeiten und Unannehmlichkeiten aus dem Weg zu räumen, hat ein Mann gefälligst "manns genug" zu sein, um Unannehmlichkeiten klaglos zu ertragen und Schwierigkeiten allein aus eigener Kraft zu überwinden. Und wenn er das nicht schafft, dann ist er eben kein richtiger Mann...

Das zieht sich als roter Faden nahezu durch die gesamte offizielle Geschlechter-Polemik. Und es wird wohl noch lange dauern, bis dieser Unsinn aus den meisten Köpfen verschwunden ist.

Freundliche Grüße
von Garfield

Re: keine vaterschaftstests ohne einverständnis der mutter

Garfield, Thursday, 05.06.2003, 14:23 (vor 8280 Tagen) @ vapautunut

Als Antwort auf: keine vaterschaftstests ohne einverständnis der mutter von vapautunut am 03. Juni 2003 14:00:37:

Hallo vapautunut!

Ich hab dem Mertin folgendes gemailt:

"Guten Tag Herr Mertin!

Ich habe gerade mit Befremden einen Bericht über Ihre Forderung zum Verbot von Vaterschafts-Tests ohne Einwilligung der Mutter gelesen. Zwar scheint es unter Politikern übliche Praxis zu sein, sich ab und zu durch provozierende Äußerungen wieder ins Gespräch zu bringen und insofern war diese Forderung von Ihnen wahrscheinlich nicht wirklich ernst gemeint. Das Problem besteht aber darin, daß es Leute gibt, denen es damit bitterernst ist.

Deshalb gibt es ja - wie in diesem Bericht auch erwähnt - schon jetzt juristische Hürden, die es Männern erschweren, gegen Unterhaltsverpflichtungen für Kinder zu klagen, die nicht von ihnen stammen. Und selbst wenn solch eine Klage Erfolg hat, erhält der betroffene Mann die bereits gezahlten Unterhaltsgelder in der Regel nicht zurück.

Anstatt gegen dieses offensichtliche Unrecht vorzugehen, wollen Sie nun Männern, die Opfer eines solches Betruges geworden sind, noch eine faktisch unüberwindliche Hürde in den Weg legen, um sicherzustellen, daß sie der Mutter in jedem Fall als Geldesel zur Verfügung stehen müssen. Eben auch dann, wenn sie gar nicht Vater des Kindes sind.

Wenn dieses von Ihnen vorgeschlagene Gesetz beschlossen werden sollte, gibt es für jeden frischgebackenen Vater nur eine Möglichkeit, um sicherzustellen, daß das Kind auch wirklich von ihm ist: Er darf die Vaterschaft nicht freiwillig anerkennen, so daß dann gerichtlich ein Vaterschaftstest angeordnet werden muß. Da - wie ebenfalls in diesem Bericht erwähnt - in ca. 25 % aller Fälle der von der Mutter angegebene Vater nicht der wirkliche Vater eines Kindes ist, wäre das durchaus angebracht.

Interessanterweise scheint übrigens in diesem Fall die Tatsache, daß die DNA-Daten von Männern für solch einen Vaterschaftstest gespeichert und anderen Personen zugänglich gemacht werden, kein datenschutzrechtliches Problem darzustellen. Mir ist jedenfalls nichts darüber bekannt, daß irgendein Kollege von Ihnen in den letzten Jahren gefordert hätte, Vaterschaftstests generell zu untersagen. Woran liegt das wohl? Kann das vielleicht damit zusammen hängen, daß bei Männern grundsätzlich davon ausgegangen wird, daß sie jegliche Unannehmlichkeiten klaglos zu erdulden haben, während Frauen dasselbe natürlich nicht zugemutet werden kann?

Sie gehören doch der FDP an. Ist Ihnen eigentlich bewußt, daß nicht wenige Wähler sich bisher bei Wahlen für Ihre Partei entschieden haben, weil sie die FDP für eine Partei hielten, die bislang von radikalfeministischen Dogmen weitgehend verschont geblieben ist und sich somit vielleicht dafür einsetzen würde, z.B. die Männer-Wehrpflicht abzuschaffen sowie andere Benachteiligungen von Männern in unserer Gesellschaft zu beseitigen? Was meinen Sie wohl, wie dieser Vorstoß von Ihnen auf diese Wähler wirken wird?

Wenn sie schon meinen, daß Sie sich durch provozierende Vorschläge profilieren müssen, dann wählen Sie doch mal ein wirklich provozierendes Thema! Z.B. eben die Abschaffung der Männer-Wehrpflicht. Momentan gibt es in Deutschland schätzungsweise 300.000 junge Männer, die auf ihre Einberufung zum Wehr- oder Zivildienst warten und deshalb keine Lehrstellen oder Jobs bekommen. Das dürfte ein wesentlicher Grund dafür sein, daß junge Männer von der Arbeitslosigkeit weit stärker betroffen sind als junge Frauen. Ich kann mich nicht daran erinnern, daß ein Politiker auf Bundes- oder Landesebene dieses Thema jemals aufgegriffen hat.

Oder wenn Ihnen die Kinder so am Herzen liegen, dann setzen Sie sich doch einfach dafür ein, die Zahl der Scheidungen in Deutschland durch sinnvolle Gesetzesänderungen zu senken. Beispielsweise könnten Sie fordern, daß das 1977 abgeschaffte Schuldprinzip für die Bewilligung oder Ablehnung eventueller nachehelicher Unterhaltsansprüche wieder eingeführt wird. Oder daß für die Berechnung von Unterhaltszahlungen nur die Lebenshaltungskosten herangezogen werden. Das würde die Zahl der Scheidungen nämlich deutlich senken. Und dann würden auch viele Kinder gar nicht erst in die Situation kommen, Scheidungsopfer zu werden.

Es gibt noch viele andere Probleme in unserem Land, die dringendst gelöst werden müßten, aber kaum oder gar nicht angesprochen werden. Und wenn Ihnen diese Themen nicht als "politisch korrekt" erscheinen, dann können Sie sich beispielsweise auch für eine Reform des deutschen staatlichen Rentensystems nach niederländischem Vorbild einsetzen.

Denken Sie mal darüber nach!

Freundliche Grüße..."

Vermutlich wird er's eh nicht selbst lesen, aber was soll's. Irgendwie muß man ja versuchen, seine Meinung kundzutun.

Freundliche Grüße
von Garfield

Kampf um die öffentliche Meinung!

Nick, Thursday, 05.06.2003, 16:50 (vor 8280 Tagen) @ Garfield

Als Antwort auf: Re: keine vaterschaftstests ohne einverständnis der mutter von Garfield am 05. Juni 2003 11:23:53:

Lieber Garfield!

Erstmal danke für deinen Brief!

Vermutlich wird er's eh nicht selbst lesen, aber was soll's. Irgendwie muß man ja versuchen, seine Meinung kundzutun.

Ich finde es ungemein wichtig, solche Briefe zu schreiben - in großer Zahl, hartnäckig und beharrlich. Klar, wir stehen am Anfang, noch hört man uns nicht. Aber man darf nicht zweifeln, daß unsere Sache gerecht ist. Und deshalb werden wir am Ende obsiegen.

Es ist nicht wichtig, ob der Kerl das (jetzt schon) selbst liest. Wenn wir beharrlich sind, dann wird er es irgendwann lesen müssen.

Heute meinen die opportunistischen Politiker noch selbstgefällig, es hülfe ihnen, wenn sie sich "frauenfreundlich" geben. Schon bald aber werden sie sich bis auf die Knochen blamieren, wenn sie sich männerfeindlich verhalten, wie es dieser Knülch tut! Ich bin da sicher!

Frag doch in 1-2 Wochen bei ihm nach, wo eigentlich seine Stellungnahme bleibt. Löcher ihn! Wir haben keine Monarchie, ein Minister ist ein auf Zeit mit Macht ausgestatteter Diener (lat. "Minister") des Souveräns. Und der sind wir: das Volk!

Garfield, wir sind zwar im Moment in einer ungünstigen Lage. Aber wir sind MÄNNER! Das haben wir den Femis nunmal voraus :-) D.h. wir können auch bei bitterer Eiseskälte und in aussichtslosester Lage klaglos durchhalten, bis wir gesiegt haben. Das können die nicht. Und ihre "männlichen" Coffein-Möpse und Frauenversteher können das schon garnicht.

Wir aber können zäh und unerbittlich dran bleiben am Wild, bis es zusammenbricht! Mit dieser Methode haben wir doch einst schon die großen Mammuts erlegt, als die Unseren hungerten!

Ich möchte gerne deinen Kleinmut verscheuchen. Denn es besteht gar kein Grund dafür. Der Femiwahn ist ein Nachtgespenst. Es ist nichts dahinter, außer Lüge und Ungerechtigkeit. Sowas hält nicht lange durch. Da hatten die Mammuts mehr drauf... :-)

Meint der Nick

P.S.: Jeder Mann, der für Würde und Recht eintritt, sollte jetzt solche Briefe schreiben! Es ist nicht wichtig, ob sie gut gedrechselt sind oder ob sie stilistische "Mängel" haben. Wichtig ist, daß wir uns laut und klar artikulieren! Ohne Angst und Kleinmut, sondern stolz und siegesgewiß.

Was man mit der spitzen Feder tun kann

"Falscher" Link... :-)

Nick, Thursday, 05.06.2003, 16:59 (vor 8280 Tagen) @ Nick

Als Antwort auf: Kampf um die öffentliche Meinung! von Nick am 05. Juni 2003 13:50:13:

.

Ich meinte eigetnlich den

Re: Kampf um die öffentliche Meinung!

Garfield, Thursday, 05.06.2003, 18:49 (vor 8280 Tagen) @ Nick

Als Antwort auf: Kampf um die öffentliche Meinung! von Nick am 05. Juni 2003 13:50:13:

Hallo Nick!

Ich sehe das Ganze gar nicht als Kampf der Männer gegen die Frauen an. Denn so manches Gesetz, das als radikalfeministische Keule gegen Männer ausgedacht und eingeführt wurde, trifft jetzt auch Frauen. Selbst von den Nachteilen, die Männer im Unterhalts- und Sorge-Recht haben, ist auch so manche Frau betroffen. Z.B. wenn sie mit ihrem Einkommen den Unterhalt für die Ex ihres Partners mit finanzieren muß. Oder wenn sie das Theater mitmachen muß, das die Ex womöglich um das Sorge- und Besuchs-Recht für die Kinder veranstaltet.

Der Radikalfeminismus an sich ist auch gar kein Problem. Schlimm ist aber, daß durch die Möglichkeiten der modernen Medien und vor allem durch die Verantwortungslosigkeit vieler Medienmacher heute viel einfacher Scheinwelten und weltfremde Dogmen aufgebaut werden können als in früheren Zeiten.

So gelingt es immer wieder selbsternannten Gutmenschen, sich in eine faktisch unangreifbare Position zu rücken, in der sie nicht nur gut verdienen, sondern auch noch so ziemlich alles tun und lassen können, ohne dafür ihr hohes öffentliches Ansehen einzubüßen. Jedenfalls solange sie nicht den wirklich Mächtigen im Lande auf die Füße treten. Radikalfeministinnen sind nur eine Gruppe davon.

In dem von dir verlinkten Beitrag zitierst du Mao mit dem Begriff des Papiertigers. Das ist wirklich passend, denn damit meinte er vor allem die USA. Der Begriff war in der chinesischen Propaganda seit Ende der 50er Jahre ganz groß in Mode. Zu der Zeit hatte die Sowjetunion auf dem Gebiet der strategischen Nuklearraketen die Oberhand. Während Chrustchschow zunächst auf Entspannung setzte und vor den Folgen eines weltweiten Atomkrieges warnte, vertrat Mao die Meinung, daß der Kapitalismus sich in der Defensive befände und daß man vor den USA und ihren Verbündeten keine Angst haben dürfe, da der amerikanische Imperialismus nichts weiter als ein Papiertiger wäre. Wer würde ihm aus heutiger Sicht dabei noch zustimmen?

Wenn nur die paar Radikalfeministinnen die Gegner wären, dann wäre das mit dem Papiertiger durchaus richtig. Aber dann hätten wir auch die heutigen Mißstände allesamt gar nicht erst bekommen. Tatsächlich haben sich Frauen wie Alice Schwarzer ihre Positionen in der Gesellschaft aber nicht selbst erobert, sondern sie wurden ihnen geschenkt. Es waren oft Männer, die männerfeindliche Gesetze beschlossen haben und auch heute tun sie das noch. Bis vor kurzem waren es auch vor allem Frauen, die den Radikalfeminismus kritisierten. Männer haben sich das noch vor 10 Jahren meist entweder gar nicht getraut oder wurden daran gehindert, und zwar oft auch von ihren eigenen Geschlechtsgenossen.

Der Radikalfeministismus konnte nur deshalb soviel Einfluß gewinnen, weil er Instinkte und anerzogene Verhaltensweisen ausnutzt(e), die in Männern und Frauen tief verwurzelt sind. Der Gegner steckt also quasi mehr oder weniger in uns allen. Und mit so einem Gegner wird man nicht so einfach fertig.

Solange Männer beispielsweise merken, daß sie als Hausmänner oder Halbtagsarbeiter ihre Chancen auf eine feste Partnerin enorm senken, werden sie weiter bereitwillig die Ernährer-Rolle übernehmen und es ihren Frauen auch sonst so einfach wie möglich machen, was diese dann natürlich ausnutzen.

Aber prinzipiell gebe ich dir recht. Steter Tropfen höhlt jeden Stein, und in den letzten Jahren hat sich ja schon einiges bewegt. Vor 10 Jahren hätte Arne sein Buch wohl maximal im Selbstverlag herausbringen können, und auch in den Medien entdecke ich in letzter Zeit immer wieder kleine oder auch größere Lichtblicke. Ich bin da also durchaus nicht kleinmütig!

Freundliche Grüße
von Garfield

Re: Kampf um die öffentliche Meinung!

Nick, Thursday, 05.06.2003, 21:10 (vor 8280 Tagen) @ Garfield

Als Antwort auf: Re: Kampf um die öffentliche Meinung! von Garfield am 05. Juni 2003 15:49:04:

Hallo Garfield!

Auch ich sehe mein Engagement überhaupt nicht als Kampf "gegen die Frauen", ganz im Gegenteil. Der Feminismus beraubt auch die Frauen, letztlich sogar mehr noch als die Männer, auf's Ganze gesehen. Sie merken es nur noch nicht richtig.

Es ist auch mir klar, daß als "Alternative" zum Feminismus mancher "männlich inspirierte" Irrsinn denbar ist - und auch eintreten wird, wenn wir nicht aufpassen. Aber jetzt geht es erstmal um Erledigung des jetzigen Irrsins. Ich glaube, daß das nicht schwer ist und daß es nicht lange dauern wird, weil die innere Legitimität des Feminismus über alle Maßen löchrig ist. Und wenn so etwas erstmal anfängt klarzuwerden, dann vollzieht sich die völlige Demaskierung oft schlagartig und gründlich.

Es ginge vielmehr darum, welche positiven Entwürfe für das Zusammenleben der Geschlechter - der Gesellschaft überhaupt - eigentlich konsensfähig wären. Wofür kämpfen wir eigentlich? Männlich-hedonistischer Narzißmus ist für mich sowenig akzeptabel wie weiblicher. Ich plädiere für Rückkehr zu "archetypischen" Grundwerten: soziale und ökonomische Stärkung der Familie, Ehe als Verantwortungsgemeinschaft (für einander und für die Kinder), insgesamt eine ethische Orientierung an unseren christlichen Wurzeln...

Das kann auch ganz anders kommen. Dann könnte das Ergebnis durchaus noch schlimmer als die jetzigen Zustände sein.

Aber jetzt: erstmal dieses modrige lila Gespenst verjagen!

Meint der Nick

Das hab ich früher mal dazu geschrieben

Re: Kampf um die öffentliche Meinung!

Maesi, Monday, 23.06.2003, 22:10 (vor 8262 Tagen) @ Garfield

Als Antwort auf: Re: Kampf um die öffentliche Meinung! von Garfield am 05. Juni 2003 15:49:04:

Hallo Garfield

Ich sehe das Ganze gar nicht als Kampf der Männer gegen die Frauen an. Denn so manches Gesetz, das als radikalfeministische Keule gegen Männer ausgedacht und eingeführt wurde, trifft jetzt auch Frauen. Selbst von den Nachteilen, die Männer im Unterhalts- und Sorge-Recht haben, ist auch so manche Frau betroffen. Z.B. wenn sie mit ihrem Einkommen den Unterhalt für die Ex ihres Partners mit finanzieren muß. Oder wenn sie das Theater mitmachen muß, das die Ex womöglich um das Sorge- und Besuchs-Recht für die Kinder veranstaltet.

Zustimmung

Der Radikalfeminismus an sich ist auch gar kein Problem. Schlimm ist aber, daß durch die Möglichkeiten der modernen Medien und vor allem durch die Verantwortungslosigkeit vieler Medienmacher heute viel einfacher Scheinwelten und weltfremde Dogmen aufgebaut werden können als in früheren Zeiten.

Der Radikalfeminismus als politische Bewegung ist insofern kein Problem, als in einer gesunden Demokratie bis zu einem gewissen Grad auch extreme Stroemungen existieren duerfen und sollen; diese sind naemlich ein recht zuverlaessiger Indikator fuer die politische Befindlichkeit der Bevoelkerung. Ein starker Zulauf bei extremen Bewegungen ist ein Alarmzeichen fuer die Demokratie, dass irgendetwas nicht so recht stimmt. Leider veranlassen solche Alarmzeichen heutzutage die politisch Maechtigen meistens nur zur Symptombekaempfung (z.B. Verbot von Parteien oder anderen Organisationen, restriktive Gesetze zur freien Meinungsaeusserung, etc.), anstatt die Ursachen zu erforschen und das Uebel an der Wurzel zu bekaempfen.

Der Radikalfeminismus ist aber insofern ein Problem, als dass etliche seiner Forderungen in ihrer Radikalitaet kaum mehr erkannt werden; kleines Beispiel hierzu: Maennern ist der Zutritt zu Frauenbibliotheken verboten, obwohl eine Bibliothek per definition eine der Oeffentlichkeit zugaengliche Institution ist, insbesondere wenn sie von der oeffentlichen Hand unterstuetzt wird. Man stelle sich vor, eine Bibliothek wuerde Behinderten, Auslaendern, Lesben oder sonst irgendeiner anderen Gruppe den Zutritt verbieten.

Ausserdem gibt es nicht wenige Menschen (Frauen und Maenner), die den Radikalfeminismus zwar offiziell ablehnen, in der Sache jedoch trotzdem stark mit ihm kokettieren. Zu diesen Leuten gehoeren auch die Opportunisten, die ihr Maentelchen nach dem Wind drehen, egal, woher dieser gerade weht.

Die wichtigste Bedeutung hat jedoch die exklusive Besetzung bestimmter Themenkreise durch Radikalfeministinnen. Diese ist nur moeglich durch das von Dir skizzierte Aufstellen von Scheinwelten. Typisches Beispiel einer politisch installierten Scheinwelt ist die Haeusliche Gewalt: Feministinnen haben diesen Themenkomplex auf politischem Gebiet vereinnahmt, indem sie ihn ueberhaupt erst in die Politik einbrachten. Vor vierzig Jahren war Haeusliche Gewalt naemlich kein politisch-relevantes Thema, obwohl damals zweifellos aehnlich viele Gewalttaetigkeiten in Ehen vorkamen. Bis heute dominieren radikalfeministische Vorstellungen und Dogmen zu Haeuslicher Gewalt sowohl die politischen Institutionen (Legislative, Exekutive, Judikative, Verwaltungen) als auch die Medien und die Gesellschaft insgesamt (wenngleich seit etwa zwei Jahren die feministische Dominanz unter dem Druck der mehr und mehr praesentierten Fakten zu broeckeln beginnt). Dies war/ist nur moeglich durch ein systematisches Errichten von Potemkinschen Doerfern.

So gelingt es immer wieder selbsternannten Gutmenschen, sich in eine faktisch unangreifbare Position zu rücken, in der sie nicht nur gut verdienen, sondern auch noch so ziemlich alles tun und lassen können, ohne dafür ihr hohes öffentliches Ansehen einzubüßen. Jedenfalls solange sie nicht den wirklich Mächtigen im Lande auf die Füße treten. Radikalfeministinnen sind nur eine Gruppe davon.

Voellige Zustimmung

[...] Wenn nur die paar Radikalfeministinnen die Gegner wären, dann wäre das mit dem Papiertiger durchaus richtig. Aber dann hätten wir auch die heutigen Mißstände allesamt gar nicht erst bekommen. Tatsächlich haben sich Frauen wie Alice Schwarzer ihre Positionen in der Gesellschaft aber nicht selbst erobert, sondern sie wurden ihnen geschenkt. Es waren oft Männer, die männerfeindliche Gesetze beschlossen haben und auch heute tun sie das noch.

Diese Erkenntnis ist bitter aber leider nur allzu wahr.

Bis vor kurzem waren es auch vor allem Frauen, die den Radikalfeminismus kritisierten.

Zustimmung

Männer haben sich das noch vor 10 Jahren meist entweder gar nicht getraut oder wurden daran gehindert, und zwar oft auch von ihren eigenen Geschlechtsgenossen.

Ja, leider. Allerdings war der Radikalfeminismus (aber auch Teile des gemaessigten Feminismus) nie an einer echten Diskussion oder gar Dialog mit dem politischen Gegner interessiert. Von Beginn weg bestanden starke abkapselnde und maennerfeindliche Tendenzen begleitet von einer Androphobie, die haeufig noch systematisch geschuert wird. Auch heute noch wird der Maennerrechtler vergleichsweise rasch mit dem Attribut 'Frauenfeind' bedacht ohne eine naehere Auseinandersetzung mit seinen Argumenten; interessanterweise erhaelt man(n) dieses Etikett nicht bloss von Radikalfeministinnen sondern nicht selten auch von gemaessigten Frauen und Maennern. Ich nehme an, diese Erfahrung hast Du auch schon gemacht.

Der Radikalfeministismus konnte nur deshalb soviel Einfluß gewinnen, weil er Instinkte und anerzogene Verhaltensweisen ausnutzt(e), die in Männern und Frauen tief verwurzelt sind. Der Gegner steckt also quasi mehr oder weniger in uns allen. Und mit so einem Gegner wird man nicht so einfach fertig.

Dies ist ebenfalls wahr. Der Radikalfeminismus faehrt dabei mehrgleisig: seit Generationen weitergegebene (in feministischem Jargon: patriarchalische) Mythen, wie z.B. das Bild der schwachen, hilflosen, dem Manne voellig ausgelieferten Frau werden ebenso sorgsam gepflegt, sofern sie ins feministische Kalkuel zur Durchsetzung von deren Interessen passen, wie neue Mythen, die vom Feminismus erst geschaffen wurden (z.B. die Maer von der genetischen Ueberlegenheit von Frauen aufgrund des angeblich 'missgebildeten' Y-Chromosoms).

Solange Männer beispielsweise merken, daß sie als Hausmänner oder Halbtagsarbeiter ihre Chancen auf eine feste Partnerin enorm senken, werden sie weiter bereitwillig die Ernährer-Rolle übernehmen und es ihren Frauen auch sonst so einfach wie möglich machen, was diese dann natürlich ausnutzen.

Zustimmung

Aber prinzipiell gebe ich dir recht. Steter Tropfen höhlt jeden Stein, und in den letzten Jahren hat sich ja schon einiges bewegt. Vor 10 Jahren hätte Arne sein Buch wohl maximal im Selbstverlag herausbringen können, und auch in den Medien entdecke ich in letzter Zeit immer wieder kleine oder auch größere Lichtblicke. Ich bin da also durchaus nicht kleinmütig!

Es gibt durchaus Anlass zu vorsichtigem Optimismus. Die Maennerbewegung ist hierzulande aber erst am Anfang, und sie wird wohl noch etliche Jahre um Anerkennung kaempfen muessen. Das sollte uns aber nicht entmutigen, denn: auch die laengste Reise beginnt mit dem ersten Schritt...

Gruss

Maesi

Re: keine vaterschaftstests ohne einverständnis der mutter

Rainer Hamprecht, Thursday, 05.06.2003, 22:02 (vor 8280 Tagen) @ vapautunut

Als Antwort auf: keine vaterschaftstests ohne einverständnis der mutter von vapautunut am 03. Juni 2003 14:00:37:

Hallo

Mertin: heimliche Gen-Tests verbieten

Vielleicht sollte man den Herrn Mertin darauf aufmerksam machen das seine Forderung eine begünstigung einer Straftat ist.

§ 169 StGB Personenstandsfälschung.
(1) Wer ein Kind unterschiebt oder den Personenstand eines anderen gegenüber einer
zur Führung von Personenstandsbüchern oder zur Feststellung des Personenstands
zuständigen Behörde falsch angibt oder unterdrückt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.
(2) Der Versuch ist strafbar.

Die Täterin (die Mutter) soll ihr Einverständnis dazu geben ihre Straftat auf zu decken. Auf so einen Hirnriss kann nur ein Politiker kommen.

Rainer

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