Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Terre des Femmes antwortet auf FOCUS-Artikel

Arne Hoffmann, Monday, 19.05.2003, 12:16 (vor 8297 Tagen)

Nachtrag

Arne Hoffmann, Monday, 19.05.2003, 12:34 (vor 8297 Tagen) @ Arne Hoffmann

Als Antwort auf: Terre des Femmes antwortet auf FOCUS-Artikel von Arne Hoffmann am 19. Mai 2003 09:16:54:

Ups, das hätte ich ja fast übersehen.
Geht mal auf http://www.frauenrechte.de und klickt dort in der rechten Spalte auf "Aktion: Proteste gegen FOCUS-Artikel".

Zitat: "Der am 7. April erschienene Artikel `Das privilegierte Geschlecht´ im FOCUS Ausgabe 15/2003 hat uns als Frauenrechtsorganisation die Glieder gefrieren lassen. Frauen werden dort aufgrund von aggressiven Vorurteilen gegenüber Männern zu privilegierten Wesen."

Der FOCUS indes lehnte den Abdruck eines Leserbriefs von Terre des Femmes ab:

"Sehr geehrte Frau Stolle,
wenn Ihr ehrenwertes Anliegen, um Frauenrechte zu kämpfen, nur funktioniert, indem Sie die Beschneidung von Männerrechten gutheißen (`Rund 80 Verlage lehnten Arne Hoffmanns Publikation ab, und das ist auch gut so´), muß ich Ihnen leider den Eintritt in unsere erzliberalen Leserbriefspalten verwehren.
Mit freundlichen Grüßen
Michael Klonovsky
Focus"

Herzlicher Gruß auch von mir :-)

Arne

@ Alphabet

Arne Hoffmann, Monday, 19.05.2003, 13:27 (vor 8297 Tagen) @

Als Antwort auf: Re: Terre des Femmes antwortet auf FOCUS-Artikel von Uwe am 19. Mai 2003 10:16:21:

Hi Alphabet, :-)

so oder so, hoffmanns publikation ist ein machwerk, das zuallererst als streicheleinheit für die denkfaulen verstanden werden kann und in zweiter linie einen (weiteren) versuch darstellt, den blick auf die eigentliche und nötige auseinandersetzung mit dem thema gesellschaft und feminismus abzulenken; teils durch die zusammenstellung sinnverzerrender statistiken und angeblicher tatsachen, teils durch simple falschaussagen. die ablehnung durch 80 verlage ist weniger begründet in einer angeblich feminismus-freundlichen atmosphäre (von der in der brd derzeit keine rede sein kann), sondern in der primitiven demagogie, deren sich arne hoffmann unter dem beifall seiner halbgebildeten leser bedient.

Welche Passagen meines Buches genau hältst du für primitiv demagogisch und warum? Ich würde mich hier zum Beispiel über ein Zitat freuen. Und wo siehst du "simple Falschaussagen"?

Herzlicher Gruß

Arne

Re: Terre des Femmes antwortet auf FOCUS-Artikel

Jörg, Monday, 19.05.2003, 15:17 (vor 8297 Tagen) @ Arne Hoffmann

Als Antwort auf: Terre des Femmes antwortet auf FOCUS-Artikel von Arne Hoffmann am 19. Mai 2003 09:16:54:

<a href= http://www.frauenrechte.de/themen/aktuelles/focus-stellungnahme.html >Hier klicken[/link]

Die Reaktion ist typisch: Sobald jemand etwas dem feministischen
Einheitsbrei entgegenzusetzen hat (so wie Du und Herr v. Crefeld), ist
das Geschrei gleich groß.

Nebenbei bemerkt: Ich halte es für unseriös, wenn Terre des Femmes die
Situation von Frauen in fernen Ländern und die Situation von deutschen
Frauen in einen Topf wirft.

Gruß, Jörg

nur blabla

Schreiberling, Monday, 19.05.2003, 15:52 (vor 8297 Tagen) @ Arne Hoffmann

Als Antwort auf: Terre des Femmes antwortet auf FOCUS-Artikel von Arne Hoffmann am 19. Mai 2003 09:16:54:

nur das übliche gelaber *gähn* . kleine Mädchen werden zwangsverheiratet
(mit kleinen Jungs die sichd das bestimmt freiwillig ausgesucht haben),
Frauen werden genitalverstümmelt und obdachlos (Jungen und Männer werden in Kriegen verheizt aber das interessiert natürlich Keinen) und Frauen
leiden natürlich unter Gewalt und Verarmung (Widerlegung: 1. mehr Männer als Frauen unter der Armutsgrenze, 2. >50% der häusl. Gewalt geht von Frauen aus)

wen interessierts um Argumente geht es doch schon lang nicht mehr.

Re: nur blabla

HemmaNedDo, Monday, 19.05.2003, 16:38 (vor 8297 Tagen) @ Schreiberling

Als Antwort auf: nur blabla von Schreiberling am 19. Mai 2003 12:52:00:

wen interessierts um Argumente geht es doch schon lang nicht mehr

ganz aktuell:

Ein Drittel der Frauen ohne private Altersvorsorge [zurück]

Wiesbaden (dpa) - Mehr als ein Drittel der Frauen in Deutschland hat keine privaten Rücklagen für das Alter. Das ist das Ergebnis einer Studie des Wiesbadener Delta Lloyd-Versicherungskonzerns. Bei den Männern liege der Anteil der privat nicht Abgesicherten mit 23 Prozent deutlich niedriger, teilte das Unternehmen mit. Frauen sparten 50 bis 100 Euro monatlich, Männer doppelt so viel.

worans wohl liegt...

Re: nur blabla

sk8erboi, Monday, 19.05.2003, 16:45 (vor 8297 Tagen) @ HemmaNedDo

Als Antwort auf: Re: nur blabla von HemmaNedDo am 19. Mai 2003 13:38:28:

das könnte daran liegen, dass manche frauen sich schlicht und ergreifend auf die alterssicherung durch ihren männlichen partner verlassen.

greetings
sk8erboi

Re: nur blabla

Jolanda, Monday, 19.05.2003, 16:48 (vor 8297 Tagen) @ sk8erboi

Als Antwort auf: Re: nur blabla von sk8erboi am 19. Mai 2003 13:45:09:

---Gut möglich, bei uns in der Schweiz muss der Mann nach einer Scheidung die Hälfte seines Altersguthabens an seine Fraue abtreten, ausser sie arbeitet selber, dann muss er die Differenz ausgleichen.

Von daher denke ich eben, es ist dringend notwendig, dass Frauen auch in gut bezahlte Jobs einsteigen, nur so kann Mann sicher sein, dass er im Falle einer Trennung nicht auch noch sein halbes Altersguthaben abdrücken muss!

Es grüsst dich
Jolanda

Re: nur blabla

terVara, Monday, 19.05.2003, 18:08 (vor 8297 Tagen) @ sk8erboi

Als Antwort auf: Re: nur blabla von sk8erboi am 19. Mai 2003 13:45:09:

das könnte daran liegen, dass manche frauen sich schlicht und ergreifend auf die alterssicherung durch ihren männlichen partner verlassen.

Kann man so pauschal nicht sagen...

Es gibt nicht wenige alleinstehende Frauen, die das betrifft, wo es also nicht an Mennes's Altersrücklage geht... Mir sind Fälle bekannt, wo alleinstehende Frauen 10 Jahre vor der Rente nicht einen Cent für die Altersvorsorge zurückgelegt haben... Du kannst davon ausgehen, daß diese Personengruppe zum Sozialfall wird. Und genau da liegt das eigentliche Problem...

Private Altersvorsorge ist ein generelles Problem... Was die Delta-Lloyd-Statistik nicht sagt, was bei der durschnittlichen privaten Altersvorsorge am Ende herauskommt... Das im statistischen Schnitt eine Summe X dafür angelegt wird, hat eine Aussagekraft von null zum Thema Privatvorsorge.

Beispiel: Arbeitnehmer, 45 Jahre, Nettoverdienst 1400,-- €

Hat gehört, daß er seit Rister Privatvorsorge betreiben soll, um seine Rentenlücke zu schließen; das Rister Unsinn ist, lassen wir mal außen vor...

Wieviel Rente bekommt er? 67% des letzten Nettogehaltes... Also 938,-- €

Aber auch nur dann, wenn er von der Lehre bis zur Rente ununterbrochen gearbeitet hat; sonst gibt's Abschläge...

Menne ist jetzt 65 und will den gleichen Standard, wie vor 20 Jahren halten. Er braucht also inflationsbereinigt 2785,-- €

Unterstellen wir, daß die Gehaltsentwicklung analog zur Inflation ist und die Rente bei 67% bleibt (was eher unwahrscheinich ist), bedeutet dies eine Rente von 1866,-- €

Dies bedeutet eine Rentenlücke von 919,-- €, damit Menne seinen Lebensstandard halten kann. Die Realität wird deutlich schlechter aussehen...

Zurück zur privaten Vorsorge: Menne war ja schlau und legt seit dem 45. Lebenjahr 150,-- € für seine Altersvorsorge zurück. Menne hat einen guten Anbieter ausgesucht und mit 65 ist Zahltag für die private Altersrente...

Die Ernüchterung: Es gibt knapp 350,-- € Zusatzrente... Und wer so dumm war, dies per Rister zu machen, darf auch noch seinen persönlichen Steuersatz darauf abdrücken...

Warum das Ganze: Weil dies Thema kein frauenspezifisches Thema ist, sondern uns ALLE angeht...

Btw: Katinka zockt Menne ab und gibt ihm Rattengift in den Tee. Katinka bekommt natürlich nicht die volle Altersrente von Menne; dies sind seit 1.1.2002 55% des Erwerbsanspruchs... Katinka bekommt 1026,-- €...

Und die Zusatzrente? Die läuft maximal 5 Jahre seit Rentenbeginn weiter (Rentengarantiezeit). Danach gibt's keinen Cent mehr... Dumm gelaufen für Katinka... Ob sie mit gut 1000,-- € im Monat 2028 hinkommen wird? Wohl eher nicht...

Anhand dieser klaren Fakten sollte eigentlich ersichtlich sein, das Katinka die Arschkarte zieht, wenn sie auf Mennes Rente spekuliert und zum Sozialfall wird...

Darüber denkt mal nach...

Gruß

terVara

Re: nur blabla

sk8erboi, Monday, 19.05.2003, 18:58 (vor 8297 Tagen) @ terVara

Als Antwort auf: Re: nur blabla von terVara am 19. Mai 2003 15:08:55:

du hast natürlich schon recht damit. die instabilität der altersversorgungssysteme ist primär kein geschlechtsspezifisches problem.

ich hätte vielleicht schreiben sollen "das könnte auch mit daran liegen, dass...". denn dass es solches gibt ist ja nun nicht von der hand zu weisen. der umgekehrte fall kommt sicher auch, jedoch wohl eher wesentlich seltener, vor.

greetings
sk8erboi

Re: Nachtrag

Odin, Tuesday, 20.05.2003, 01:18 (vor 8297 Tagen) @ Arne Hoffmann

Als Antwort auf: Nachtrag von Arne Hoffmann am 19. Mai 2003 09:34:03:

"Sehr geehrte Frau Stolle,
wenn Ihr ehrenwertes Anliegen, um Frauenrechte zu kämpfen, nur funktioniert, indem Sie die Beschneidung von Männerrechten gutheißen (`Rund 80 Verlage lehnten Arne Hoffmanns Publikation ab, und das ist auch gut so´), muß ich Ihnen leider den Eintritt in unsere erzliberalen Leserbriefspalten verwehren.
Mit freundlichen Grüßen
Michael Klonovsky
Focus"
Herzlicher Gruß auch von mir :-)
Arne

Klasse formuliert! Der Beitrag von TDF war wirklich heftig: Frauen in Algerien und sonstwoher müssen mal wieder rausgezogen werden und dienen als Munition für verwöhnte deutsche Feministinnen. Am allerschlimmsten fand ich aber die Begründung dafür, daß mehr Geld für Frauengesundheit ausgegeben wird: Schließlich zahlen Frauen mehr ein in private Krankenkassen. Das ist absolut übel!
Wenn Frauen tatsächlich so arm sind, warum zahlen sie dann mehr ein?
Kinder zahlen gar nichts ein - laßt sie daher krepieren, laut TDF!

Re: Nachtrag

Manfred, Tuesday, 20.05.2003, 01:26 (vor 8297 Tagen) @ Arne Hoffmann

Als Antwort auf: Nachtrag von Arne Hoffmann am 19. Mai 2003 09:34:03:

Wow, der "Focus" beginnt langsam mir zu gefallen.
Dieses Blatt wird ab sofort regelmäßig bei mir auf dem Tisch liegen!

Gruß
Manfred

Re: Nachtrag

Jolanda, Tuesday, 20.05.2003, 02:48 (vor 8296 Tagen) @ Manfred

Als Antwort auf: Re: Nachtrag von Manfred am 19. Mai 2003 22:26:44:

Hallo Manfred

Ich habe persönlich sehr gute Erfahrungen gemacht mit dem Focus. Ich hatte auch schon ein Interview mit denen und ich hatte echt klasse Gespräche mit den Leuten dort.

Zudem fand ich die Absage an diese "Tussi" echt stark, ich habe mich richtig darüber gefreut ;-)

Es grüsst dich
Jolanda

Re: Nachtrag

Manfred, Tuesday, 20.05.2003, 02:59 (vor 8296 Tagen) @ Jolanda

Als Antwort auf: Re: Nachtrag von Jolanda am 19. Mai 2003 23:48:05:

Hallo, ist jetzt eigentlich völlig off topic, trotzdem...
Ich hatte vor einigen Wochen das Glück/Privileg über einen Bekannten die Sängerin Shakira privat kennenlernen zu dürfen. Auch wenn das nun keine Meßlatte für "normale" Frauen darstellen kann und soll, so war es doch mal wohltuend, das andere (für mich so angenehme :-) Extrem der Weiblichkeit spüren zu können. Mmmmhhh.....

Gute Nacht
Manfred

Re: Nachtrag

Jörg, Tuesday, 20.05.2003, 03:47 (vor 8296 Tagen) @ Manfred

Als Antwort auf: Re: Nachtrag von Manfred am 19. Mai 2003 23:59:27:

Das nenne ich Timing, einen Beitrag exakt 33 Sekunden vor dem Beginn der
nächtlichen Gastschreibsperre zu veröffentlichen. ;-)

Gruß, Jörg

Re: Nachtrag

Jolanda, Tuesday, 20.05.2003, 04:15 (vor 8296 Tagen) @ Manfred

Als Antwort auf: Re: Nachtrag von Manfred am 19. Mai 2003 23:59:27:

Hallo Manfred

...Also wir verzeihen dir alle, wenn du mit diesem off topic Beitrag hier rein kommst ;-))

Sie ist Südamerikanerin, sie schreibt ihre Songs selber, ich finde sie unheimlich sexy, die hat einen Hüftschwung, echt grinst...meine kleine Tocher ist ein absoluter Fan von ihr, sie hat auch schon in einer Mini-Playback Show mitgemacht und Shakira imitiert, am meisten imponiert ihr der Hüftschwung...grinst...sie ist sieben und sie übt ihn dauernd...;-)

Es grüsst dich
Jolanda

Re: Nachtrag

Ferdi, Tuesday, 20.05.2003, 06:00 (vor 8296 Tagen) @ Manfred

Als Antwort auf: Re: Nachtrag von Manfred am 19. Mai 2003 23:59:27:

Hallo Manfred!

Ich habe einen Freund, der für den DED (Deutscher Entwicklungsdienst) arbeitet. Der hat sich auch längere Zeit in Kolumbien aufgehalten, wo Shakira herkommt. Er berichtet, dass sie dort schon längere Zeit in den lokalen Radiostationen populär war. Sie sieht ganz anders aus, eben typisch südamerikanisch, bis sie von US-Headhuntern entdeckt wurde. Danach wurde sie völlig "umgebaut", hat ihre natürliche Individualität verloren weil man sie in ein vermarktbares Serienprodukt `a la VIVA verwandelt hat. Heute ist sie den anderen hüftschwingenden VIVA-Gröölies zum Verwechseln ähnlich.

@Jolanda: Auch Schorsch ist derselben Meinung, und der kennt sich in der Branche aus. Alles Blendwerk, alles Kunstprodukte, genau wie in der Lebensmittelbranche. Was ist da noch Natürliches dran? Kuckt auf die Verpackungen. Was steht da drauf? ("1; 2; 4; 5; PHB-Esther, Phosphorsäure").

Was uns in der Musikbranche an "Weiblichkeit" vorgesetzt wird, wird gemacht und ist alles andere als natürlich. Ob Shakira, Christina Aguilera, Britney Spears oder wer auch immer, alles Retortenmache! Einschliesslich der Musik, die wird von Computern gemacht. Die moderne Technik ist in der Lage aus jedem Hühnergegacker einen Sound zu fabrizieren, der wie aus einer Goldkehle gesungen klingt. Dasselbe gilt für den Videobereich. Alles eine gigantische Verarsche!

Gruss,
Ferdi

Re: Nachtrag

Jolanda, Tuesday, 20.05.2003, 11:06 (vor 8296 Tagen) @ Ferdi

Als Antwort auf: Re: Nachtrag von Ferdi am 20. Mai 2003 03:00:23:

Hallo Ferdi

Na klar, man kann alles immer nur negativ sehen, weiss ich schon ;-)

Wenn du und schorsch sich verarscht fühlen wegen dieser Mädchen, dann ist das eben so, aber ich finde sie trotzdem sexy und dieser Hüftschwung, den hat nur sie so drauf, das muss man schon können mein lieber...grinst.

Ich finde sie sympathisch und es heisst nicht, dass sie menschlich deswegen total daneben sein muss, nur weil die Musikbranche sie in die Finger bekommen hat.

Wer sich von so etwas verarscht fühlt, nun ja...schmunzelt...der tut das eben.

Es grüsst dich
Jolanda

Re: Nachtrag

Ferdi, Tuesday, 20.05.2003, 12:15 (vor 8296 Tagen) @ Jolanda

Als Antwort auf: Re: Nachtrag von Jolanda am 20. Mai 2003 08:06:43:

Hi Jolanda!

Ich sehe das nicht alles negativ, aber realistisch. Dank Schorsch, der den tiefen Einblick in das Geschaeft hat, bin ich informiert und bewerte das entsprechend. Aber der ganzen unbedarften Jugend werden da Kunstprodukte als natuerliche Menschen vorgesetzt, sie geben einen Heidengeld fuer diese Illusionen aus und versuchen, sie nachzuaeffen. Daher die vielen weiblichen Hungerforken und Bulimiekranken. Ist doch fast schon unverantwortlich, was da veranstaltet wird.

Nicht Schorsch und ich werden verarscht, aber Millionen junger Menschen. Mich aergert nur, dass Produkte, die wir alle kaufen, unnoetig verteuert werden, nur weil die Werbung (denn die finanziert den ganzen Zirkus ja) solche Unmengen Geld fuer so einen Kappes rausschmeisst.

Ich erinnere mich gerne an Zeiten zurueck, wo Musik noch mit Instrumenten gemacht wurde, wo Saengerinnen und Saenger noch mit Mund und Kehlkopf gesungen haben, und das klang sehr gut. Heute ist es moeglich, eine Shakira et al komplett mit dem Computer als Trugbild zu generieren, und keiner merkt's. Wie erfrischend huebsch war dagegen z. B. Caterina Valente (Italienerin!) in ihren netten Kleidern, oder Cornelia Froboess mit ihrem strahlenden Laecheln. Habe vor kurzem noch alte Fernsehaufnahmen mit den beiden gesehen. Alles echt! Das bleibt haften. Ein Produkt namens Shakira kennt in zwei, drei Jahren kein Mensch mehr. Die verwelken doch schneller als dass der Schnee im Fruehjahr schmilzt. Und den beruehmten suedamerikanischen Hueftschwung, den kriegt jedes hondurianische Bauernmaedel auch hin. Frag mal Carlos!

Nix fuer ungut!

Liebe Gruesse
Ferdi

Re: @ Alphabet

Alphabet, Tuesday, 20.05.2003, 12:46 (vor 8296 Tagen) @ Arne Hoffmann

Als Antwort auf: @ Alphabet von Arne Hoffmann am 19. Mai 2003 10:27:47:

Hi Arne,

mach ich gerne, ich habe da allerdings zwei Probleme:

1) meine beiträge hier werden -zumindest teilweise- gelöscht, und ich habe wenig interesse daran, für´s nirwana zu tippen.

2) ich hätte gerne eine edv-version des buches; ein kapitel würde mir schon reichen.

gruß

Welche Passagen meines Buches genau hältst du für primitiv demagogisch und warum? Ich würde mich hier zum Beispiel über ein Zitat freuen. Und wo siehst du "simple Falschaussagen"?
Herzlicher Gruß
Arne

Re: Nachtrag

Jolanda, Tuesday, 20.05.2003, 13:31 (vor 8296 Tagen) @ Ferdi

Als Antwort auf: Re: Nachtrag von Ferdi am 20. Mai 2003 09:15:43:

Hallo Ferdi

Schmunzelt...nun ja, du trauerst alten Zeiten nach mein Freund, das hilft keinem hier, auch dir nicht.

Und ich habe auch tiefen Einblick in diese Szene wie du und schorsch verdient ja auch sein Geld mit solchen Sachen, indem eben Stars aus der Retorte produziert werden.

Nur ist es so, dass Shakira schon singen kann und sie hat ja ihre Songs bis anhin auch selbst geschrieben. Und was ist an diesem Hüftschwung denn so schlimm, wenn den alle feurigen Südamerikanerinnen auch drauf haben...grinst.

Ebenfalls nichts für ungut, aber ich habe null Bock auf diesen Dauerpessimismus. Man kann natürlich an allem was Negatives finden, wenn man will, aber das überlasse ich dann lieber dir...schmunzelt....ich stosse mich nicht an Shakira und ihrem Hüftschwung, zudem sagt es rein menschlich gar nichts aus über diese Frau.

Es grüsst dich
Jolanda

Re: nur blabla

terVara, Tuesday, 20.05.2003, 21:37 (vor 8296 Tagen) @ sk8erboi

Als Antwort auf: Re: nur blabla von sk8erboi am 19. Mai 2003 15:58:15:

Mir ging es auch nicht darum, deine These zu widerlegen, sondern aufzuzeigen, daß dies eher ein Nebenschauplatz ist.

Und ich bin weiterhin der Ansicht, daß sich dieser Nebenschauplatz von selber erledigt, wenn es tatsächlich mal jemand schaffen sollte (woran ich persönlich nicht glaube), die Sozialsysteme sinnvoll zu reformieren respektive die Leute mehr in die Eigenverantwortung dirigiert werden...

Gruß

terVara

Re: Nachtrag

Manfred, Wednesday, 21.05.2003, 00:06 (vor 8296 Tagen) @ Ferdi

Als Antwort auf: Re: Nachtrag von Ferdi am 20. Mai 2003 09:15:43:

Na na na! Nicht gleich das Kind mit dem Bade ausschütten!
Du magst zum größten Teil mit Deinen Aussagen recht haben, aber nicht auf die Verarsche der Medien, Werbung und Plattenfirmen reinzufallen, beinhaltet auch, daß man für das Echte offen bleibt.

Was Shakira betrifft,
schreibt sie ihre Stücke selber,
hat sie nunmal eine gute Stimme,
beherrscht sie nunmal den Bauchtanz,
hat sie sich schon öfters mit den Plattenfirmen wegen elementarer Dinge angelegt und
sie sieht live exakt so aus wie im Videoclip (und das ist nicht schlecht, wie ich finde)

Bei aller Subjektivität, aber wenn jemand derzeit als Beispiel für eine eigenständige, begabte Künstlerin gelten kann, dann Shakira.

Dank Schorsch, der den tiefen Einblick in das Geschaeft hat, bin ich informiert und bewerte das entsprechend...

Das bezweifle ich nicht, aber auch ein Schorsch kennt sicher nicht alles und jedes.

Nicht Schorsch und ich werden verarscht...

Naja vorsicht, Ihr verarscht Euch schlimmstenfalls selber als indirekte Folge eines evtl. überzogenen Komppensationsversuches.

Die verwelken doch schneller als dass der Schnee im Fruehjahr schmilzt...

Um das zu verhindern breche ich ja grade diese Lanze für Shakira ;-)

Und den beruehmten suedamerikanischen Hueftschwung, den kriegt jedes hondurianische Bauernmaedel auch hin.

Das ist mehr der orientalische Bauchtanz, da ihr Dad aus Palästina kommt.

Gruß,
Manfred

Re: Pop-Musik

Ferdi, Wednesday, 21.05.2003, 01:56 (vor 8296 Tagen) @ Manfred

Als Antwort auf: Re: Nachtrag von Manfred am 20. Mai 2003 21:06:12:

Hi Manfred!

Du magst zum größten Teil mit Deinen Aussagen recht haben, aber nicht auf die Verarsche der Medien, Werbung und Plattenfirmen reinzufallen, beinhaltet auch, daß man für das Echte offen bleibt.

Ich bin für das Echte offen, ich liebe das. Deswegen mein Hinweis auf Caterina Valente und Cornelia Froboess.

Naja vorsicht, Ihr verarscht Euch schlimmstenfalls selber als indirekte Folge eines evtl. überzogenen Komppensationsversuches.

Eindeutig nein. Ich konsumiere sowas nicht, dann brauche ich auch nix kompensieren. Ich mag viel lieber Weltmusik und Folk, da wird wirklich noch richtig Musik gemacht, die müssen das können, da hilft kein Computer.

Aber was solls, jedem das Seine. Wenn Dir sowas gefällt, warum nicht. Ist Dein gutes Recht. Nur beeindruckt das eben nicht jeden so wie Dich.

Freundliche Grüsse,
Ferdi

Re: @ Alphabet

Arne Hoffmann, Wednesday, 21.05.2003, 02:15 (vor 8295 Tagen) @ Alphabet

Als Antwort auf: Re: @ Alphabet von Alphabet am 20. Mai 2003 09:46:51:

Hi Alphabet,

1) meine beiträge hier werden -zumindest teilweise- gelöscht, und ich habe wenig interesse daran, für´s nirwana zu tippen.

Die Löschungen liegen daran, dass die Mods hier Beschimpfungen und persönliche Angriffe nach Möglichkeit unterbinden möchten. Wenn du dich auf die Sachebene konzentrierst, dürfte es keine Probleme geben.

2) ich hätte gerne eine edv-version des buches; ein kapitel würde mir schon reichen.

Verstehe ich das jetzt richtig? Du bezeichnest mein Buch als primitiv demagogisch und gesprickt mit Falschaussagen und hältst seine Leser für Halbidioten, hast aber noch keine Zeile daraus gelesen?

Herzlicher Gruß

Arne

Re: Pop-Musik

Manfred, Wednesday, 21.05.2003, 02:16 (vor 8295 Tagen) @ Ferdi

Als Antwort auf: Re: Pop-Musik von Ferdi am 20. Mai 2003 22:56:57:

Ja da scheint mir Hopfen und Malz verloren. Du Bollwerk gegen den Fankult!
Dann brauch ich dir meine Jennifer Lopez Autogrammkarten wohl auch nicht zum Kauf anbieten, fürchte ich... ;-)

Schöne Grüße :-D
Manfred

Re: @ Alphabet

Jörg, Wednesday, 21.05.2003, 02:26 (vor 8295 Tagen) @ Arne Hoffmann

Als Antwort auf: Re: @ Alphabet von Arne Hoffmann am 20. Mai 2003 23:15:56:

Hallo Arne!

1) meine beiträge hier werden -zumindest teilweise- gelöscht, und ich habe wenig interesse daran, für´s nirwana zu tippen.

Die Löschungen liegen daran, dass die Mods hier Beschimpfungen und persönliche Angriffe nach Möglichkeit unterbinden möchten. Wenn du dich auf die Sachebene konzentrierst, dürfte es keine Probleme geben.

Stimmt. Darüber hinaus könnte es auch nicht schaden, einen Nicknamen zu
wählen, der ein wirkliches Interesse am Thema vermuten läßt. ;-)

2) ich hätte gerne eine edv-version des buches; ein kapitel würde mir schon reichen.

Verstehe ich das jetzt richtig? Du bezeichnest mein Buch als primitiv demagogisch und gesprickt mit Falschaussagen und hältst seine Leser für Halbidioten, hast aber noch keine Zeile daraus gelesen?

*LOL* Sehr gut auf den Punkt gebracht! Die schärfsten Kritiker an Deinem
Werk bringen doch immer wieder die besten Knieschüsse.

Gruß, Jörg

Re: Nachtrag

Jolanda, Wednesday, 21.05.2003, 03:30 (vor 8295 Tagen) @ Manfred

Als Antwort auf: Re: Nachtrag von Manfred am 20. Mai 2003 21:06:12:

Das ist mehr der orientalische Bauchtanz, da ihr Dad aus Palästina kommt.

---Was du nicht alles weisst....schmunzelt...werde ich meiner Tochter morgen früh gleich erzählen ;-)

Es grüsst dich
Jolanda

Re: @ Alphabet

Alphabet, Wednesday, 21.05.2003, 12:03 (vor 8295 Tagen) @ Arne Hoffmann

Als Antwort auf: Re: @ Alphabet von Arne Hoffmann am 20. Mai 2003 23:15:56:

Hi Alphabet,

1) meine beiträge hier werden -zumindest teilweise- gelöscht, und ich habe wenig interesse daran, für´s nirwana zu tippen.

Die Löschungen liegen daran, dass die Mods hier Beschimpfungen und persönliche Angriffe nach Möglichkeit unterbinden möchten. Wenn du dich auf die Sachebene konzentrierst, dürfte es keine Probleme geben.

2) ich hätte gerne eine edv-version des buches; ein kapitel würde mir schon reichen.

Verstehe ich das jetzt richtig? Du bezeichnest mein Buch als primitiv demagogisch und gesprickt mit Falschaussagen und hältst seine Leser für Halbidioten, hast aber noch keine Zeile daraus gelesen?
Herzlicher Gruß
Arne

doch doch, ein paar zeilen habe ich schon gelesen und ich gebe auch gerne zu, daß mich der Focus-Artikel mehr auf die palme gebracht hat als dein buch selbst.
was die kritik angeht folgendes:
meine kritik an deinem buch richtet sich weniger gegen deine beschreibungen als vielmehr gegen die art und den inhalt deiner schlußfolgerungen sowie gegen einige prämissen-tricksereien.

ich schreibe besagte kritik auch gerne und wir können das diskutieren; ein online-auszug wäre da doch nicht zuviel verlangt, oder?

Re: @ Alphabet

Alphabet, Wednesday, 21.05.2003, 12:20 (vor 8295 Tagen) @ Jörg

Als Antwort auf: Re: @ Alphabet von Jörg am 20. Mai 2003 23:26:16:

Stimmt. Darüber hinaus könnte es auch nicht schaden, einen Nicknamen zu
wählen, der ein wirkliches Interesse am Thema vermuten läßt. ;-)

so wie jörg, ja? *prust

*LOL* Sehr gut auf den Punkt gebracht! Die schärfsten Kritiker an Deinem
Werk bringen doch immer wieder die besten Knieschüsse.

... und die eifrigsten fan-boys immer noch die dümmsten schnellschüsse.

Re: @ Alphabet

Arne Hoffmann, Wednesday, 21.05.2003, 12:21 (vor 8295 Tagen) @ Alphabet

Als Antwort auf: Re: @ Alphabet von Alphabet am 21. Mai 2003 09:03:53:

Hi Alphabet,

doch doch, ein paar zeilen habe ich schon gelesen und ich gebe auch gerne zu, daß mich der Focus-Artikel mehr auf die palme gebracht hat als dein buch selbst.

Das kann ich bis zu einem bestimmten Punkt verstehen. Der FOCUS-Artikel musste auf wenigen Seiten in sehr geraffter Form ein ebenso umfangreiches wie neues Thema darstellen. Wenn ich mit Weltbild A aufgewachsen wäre, hätte ich auch Probleme, mich wegen ein paar Seiten in einer Zeitschriften, die dagegen halten, von Weltbild B überzeugen zu lassen.

Ich muss allerdings sagen, dass es auf mich und offenbar auch auf andere hier doch etwas irritierend wirkt, wenn du in deinem ersten Posting hier ein Buch und seine Leser in Bausch und Bogen verdammst, nachdem du nur "ein paar Zeilen" daraus gelesen hast. Du bist ja nicht der erste, bei dem wir sowas erleben, sondern vielleicht der zwanzigste. Terre des femmes scheint mein Buch auch nicht gelesen zu haben, bevor sie zu ihrer sehr drastischen Aburteilung gelangten. Das alles erweckt bei uns den Eindruck, dass wir es bei dem Feminismus weniger mit einer sachlich orientierten Geisteshaltung als mit einer Art Religion zu tun haben, ähnlich wie dem Katholizismus zu Zeiten Galileis: "Dieser üble Ketzer soll mal aufhören, von seinen komischen `Planeten´ herumzufaseln, sondern lieber ein bisschen mehr in der Bibel lesen!" Mit dieser Einstellung machst du es dir schwer, hier ernst genommen zu werden.

meine kritik an deinem buch richtet sich weniger gegen deine beschreibungen als vielmehr gegen die art und den inhalt deiner schlußfolgerungen sowie gegen einige prämissen-tricksereien.

Das ist immer noch extrem unkonkret. Bevor ich hier kostenlos Auszüge meines Büches online stelle, wüsste ich doch ganz gerne, worum es dir genau geht. Gegen welche Schlussfolgerungen richtet sich deine Kritik und gegen welche "Prämissen-Tricksereien"? Du erhebst diese Vorwürfe ja schon, bevor ich hier einen Auszug online gestellt habe; also hast du dazu bestimmt auch etwas Konkretes zu sagen.

Herzlicher Gruß

Arne

Re: @ Alphabet

Jörg, Wednesday, 21.05.2003, 13:43 (vor 8295 Tagen) @ Alphabet

Als Antwort auf: Re: @ Alphabet von Alphabet am 21. Mai 2003 09:20:17:

*LOL* Sehr gut auf den Punkt gebracht! Die schärfsten Kritiker an Deinem
Werk bringen doch immer wieder die besten Knieschüsse.

... und die eifrigsten fan-boys immer noch die dümmsten schnellschüsse.

Ja, natürlich. Ein paar Zeilen aus Arnes Buch hast Du ja bereits gelesen (angeblich). Hach, wie konnte ich nur so vorschnell sein ...

Gruß, Jörg *Alphabet mal beruhigend auf den Hinterkopf tätschelnd*

Re: @ Alphabet

Jolanda, Wednesday, 21.05.2003, 13:54 (vor 8295 Tagen) @ Jörg

Als Antwort auf: Re: @ Alphabet von Jörg am 21. Mai 2003 10:43:04:

Hallo Jörg

Nun ja, ich weiss nicht, ob dieses Tätscheln noch hilft...schmunzelt...irgendwie kommt mir diese Ignoranz gegenüber allem, dass nicht "männerfeindlich" ist bekannt vor ;-)

Zudem erübrigt sich hier eine Diskussion, es geht doch hier nur darum alles zu zerreissen, was von Männerseite an Kritik rüber kommt.

Er ist nicht der erste, der Arnes Buch zerzpflücken will ohne eine Ahnung davon zu haben, was wirklich darin steht.

Und ich empfinde es als echt unverschämt, dann noch so kaltschnäuzig anzutanzen und von Arne zu verlangen, er solle Auszüge aus seinem Buch online stellen, damit der Herr es besser kritisieren kann.

Alphabet schreibt auch bei Emma, lies dort mal ein paar seiner Beiträge, dann wirst du schnell erkennen, dass es hier nicht darum geht, sich ernsthaft mit der Thematik auseinander zu setzen, sondern nur darum, alles ins Lächerliche zu ziehen und auf dem Opferstatus Frau zu beharren, koste es was es wolle.

Ich mag mit solchen Leuten nicht mehr reden, ich meine, ich will ihnen ihre rosaroten Brillen nicht kaputt treten, sie sollen glücklich sein damit, aber ich werde auch keine Zeit dafür aufwenden gegen Wände zu reden.

Ich erwarte nicht, dass man uns einfach so versteht oder uns Recht gibt, aber ich erwarte, dass man zumindest auf uns eingeht und nicht etwas kritisiert, dass man noch nicht mal richtig gelesen hat.

Du weisst so gut wie ich, dass es nie reicht einfach ein paar Auszüge aus Arnes Buch zu lesen und sich dann ein Urteil zu bilden. Wenn jemand echtes Interesse hat, dann sollte er das Buch zumindest lesen, bevor er es schlecht redet, das ist meine persönliche Meinung.

Ich bin immer offen für Dialoge, aber nicht mit Menschen, wo ich klar erkenne, die wollen nicht wirklich diskutieren, die versuchen erst gar nicht, die Anliegen der Männer auch nur im Ansatz verstehen zu wollen.

Für mich ist der Nick "Alphabet" erledigt ;-)

Es grüsst dich
Jolanda

Re: @ Alphabet

Ferdi, Wednesday, 21.05.2003, 14:13 (vor 8295 Tagen) @ Arne Hoffmann

Als Antwort auf: Re: @ Alphabet von Arne Hoffmann am 21. Mai 2003 09:21:21:

Hallo Arne!

Alleine die Tatsache, dass es Dir gelungen ist, Dein Buch in einem Verlag unterzubringen und zu publizieren, ist in den Augen der feministischen Gegenseite Hochverrat am Mainstream-Feminismus. Die haben doch jetzt schon Muffensausen vor dem Inhalt Deines Buches, obwohl sie ihn nicht kennen weil nicht gelesen. Die wissen genau, dass sie die Tatsachen, die Du in Deinem Buch zusammengetragen hast und auch belegt hast, nicht wegdiskutieren koennen. Auch wenn sie das Buch nicht gelesen haben, sie wissen ganz genau, was drinsteht! Der Point of no return ist spaetestens jetzt, wo der "Focus" (Fakten, Fakten, Fakten, wie wahr!) sich dieser Misssttaende anzunehmen beginnt, ueberschritten. Die anderen Verschweigemedien kommen auf die Dauer nicht daran vorbei, ueber diese Dinge zu berichten.

Als "frauenfeindlich" betrachtet zu werden sehe ich inzwischen als eine Auszeichnung an, die mir signalisiert, dass ich mit meinen Ansichten richtig liege. Die "Maennerbewegung", die sich jetzt so langsam formiert, sollte besser als "Maennerbefreiungsbewegung" bezeichnet werden. Es ist jedenfalls ungeheuer aufbauend, wenn man sich selbst von einem Joch befreien konnte.

Ich habe Arnes Buch jedenfalls gelesen und stimme dem voll zu, was drinsteht!

Gruss,
Ferdi

Auftakt einer Kritik

Alphabet, Friday, 23.05.2003, 11:05 (vor 8293 Tagen) @ Arne Hoffmann

Als Antwort auf: Re: @ Alphabet von Arne Hoffmann am 21. Mai 2003 09:21:21:

Hi Alphabet,

doch doch, ein paar zeilen habe ich schon gelesen und ich gebe auch gerne zu, daß mich der Focus-Artikel mehr auf die palme gebracht hat als dein buch selbst.

Das kann ich bis zu einem bestimmten Punkt verstehen. Der FOCUS-Artikel musste auf wenigen Seiten in sehr geraffter Form ein ebenso umfangreiches wie neues Thema darstellen. Wenn ich mit Weltbild A aufgewachsen wäre, hätte ich auch Probleme, mich wegen ein paar Seiten in einer Zeitschriften, die dagegen halten, von Weltbild B überzeugen zu lassen.

Hi Arne,

fangen wir mit dem Weltbild an. Du vertrittst die These, in unserer Gesellschaft würde mittlerweile eine Art feministisch geprägte 'Political Correctness' herrschen; bzw. du postulierst eine Selbstzensur der Medien, wenn nicht gar ein Denkverbot in Bezug auf einige Aspekte der Geschlechterdebatte.
Gut, auch ich bin der Ansicht, das es eine ganze Reihe systemstabilisierender Mythen gibt und auch ich halte den Feminismus für nicht frei davon, aber sehen wir uns doch einmal das an, was du in deinem Buch als falsch deklarierst:

Gewalt in der Partnerschaft geht in der Regel von Männern aus.
Sexuelle Belästigung, sexuelle Nötigung oder Vergewaltigung bedeuten weit überwiegend: männliche Täter, weibliche Opfer;

Sexuelle Gewalt ist also gleich verteilt? Nein, ist sie nicht, ich bin sehr gespannt auf deine Belege. Beziehen sich deine Überlegungen eigentlich allein auf die BRD?

Frauen werden in der Ausbildung, im Arbeitsleben, in der Wirtschaft und in der Politik diskriminiert;

das werden sie.

Frauen verdienen aufgrund ihres Geschlechtes weniger als Männer;

ja, immer noch.

die Doppelbelastung Beruf und Haushalt benachteiligt vor allem Frauen

was auch immer das genau heißen soll.

"Diese ohnehin schon umfassende Auflistung ließe sich noch fortsetzen und
verdeutlicht ein Bild, in dem alles männliche Handeln beargwöhnt und alles
weibliche Agieren begrüßt werden kann."

Weißt du Arne, ich finde die Idee, eine spiegelverkehrte Polemik zu verfassen ja nicht gänzlich charmelos; die Tatsache, das du damit allerdings vor allem dumpfem Frauenhass unterschwellig Vorschub leistest, macht sie zur Demagogie.

beste grüße,
alphabet

Re: Auftakt einer Kritik

Arne Hoffmann, Friday, 23.05.2003, 12:35 (vor 8293 Tagen) @ Alphabet

Als Antwort auf: Auftakt einer Kritik von Alphabet am 23. Mai 2003 08:05:16:

Hi Alphabet,

Sexuelle Belästigung, sexuelle Nötigung oder Vergewaltigung bedeuten weit überwiegend: männliche Täter, weibliche Opfer;
Sexuelle Gewalt ist also gleich verteilt? Nein, ist sie nicht, ich bin sehr gespannt auf deine Belege.

Das freut mich. Du findest sie in Kapitel 8 bis 10.

Beziehen sich deine Überlegungen eigentlich allein auf die BRD?

Nein, auf die Länder der westlichen Welt, aus denen mir Quellenmaterial vorliegt. Das heißt weitestgehend außer Deutschland Großbritannien und die USA.

Frauen werden in der Ausbildung, im Arbeitsleben, in der Wirtschaft und in der Politik diskriminiert;
das werden sie.

Kapitel 11.

Frauen verdienen aufgrund ihres Geschlechtes weniger als Männer;
ja, immer noch.

Kapitel 11.

die Doppelbelastung Beruf und Haushalt benachteiligt vor allem Frauen
was auch immer das genau heißen soll.

Dass Frauen für Beruf + Haushalt durchschnittlich mehr Zeit aufwenden müssen als Männer.

Weißt du Arne, ich finde die Idee, eine spiegelverkehrte Polemik zu verfassen ja nicht gänzlich charmelos; die Tatsache, das du damit allerdings vor allem dumpfem Frauenhass unterschwellig Vorschub leistest, macht sie zur Demagogie.

Genau diese Gefahr habe ich auch gesehen. Schließlich hatte ich ja beobachtet, wie sehr in die feministische Ideologie immer wieder Männerhass eingesickert ist. Es war mir sehr wichtig, dasselbe in grün bei meinem Buch zu vermeiden. Es muss möglich sein, auf problematisches Verhalten nicht nur von Männern, sondern auch von Frauen hinzuweisen, ohne das Etikett "Frauenhass" aufgedrückt zu bekommen. Eben deshalb habe ich mein Buch noch während seiner Entstehung immer wieder von Frauen gegenlesen lassen. Und wenn es jetzt von relativ vielen Leserinnen positiv wahrgenommen wird, dann zeigt mir das, dass dieses Unterfangen geglückt ist.

Es sollte eigentlich jedem, der das Buch selbst und nicht nur darüber liest, klar sein, dass ich hier sehr sorgfältig differenziere. Schon im Vorwort findest du meinen Hinweis, dass die Frauenbewegung auf keinen Fall in Bausch und Bogen verurteilt werden sollte. Das ist eine von zwei Stellen des Buches, die innerhalb des Textes fett gedruckt sind, um das besonders hervorzuheben. Ich halte wenig bis gar nichts von dem Radikalfeminismus Schwarzerscher Prägung, aber einiges vom "individual feminism" bzw. "liberal feminism", wie er in den USA etwa von Wendy McElroy oder Nadine Strossen vertreten wird, hierzulande allerdings noch keine prominente Stimme hat (allenfalls in Teilen Wellershoff und Weingarten mit ihrem Buch "Die widerspenstigen Töchter. Wir brauchen eine neue Frauenbewegung". Aber die kennt ja kaum jemand.)

Herzlicher Gruß

Arne

Re: Auftakt einer Kritik

Manfred, Friday, 23.05.2003, 15:06 (vor 8293 Tagen) @ Alphabet

Als Antwort auf: Auftakt einer Kritik von Alphabet am 23. Mai 2003 08:05:16:

Weißt du Arne, ich finde die Idee, eine spiegelverkehrte Polemik zu verfassen ja nicht gänzlich charmelos; die Tatsache, das du damit allerdings vor allem dumpfem Frauenhass unterschwellig Vorschub leistest, macht sie zur Demagogie.

Sorry, falsch!
Wer Tatsachen offenkundig macht, sie benennt, deren Existenz durch Quellenangaben und Recherchen redlich untermauert und dabei stets offen für Gegenargumente bleibt, den kann man (ohne eine gewisse Boshaftigkeit) kaum der Polemik schuldig sprechen. Sollte Frauenhaß entstehen, mag das bedauerlich sein, jedoch sind es die offengelegten Tatsachen selber die ihn hervorrufen, nicht das benennen dieser.

Gruß
Manfred

Diskussion einer Kritik

Alphabet, Monday, 26.05.2003, 23:34 (vor 8290 Tagen) @ Arne Hoffmann

Als Antwort auf: Re: Auftakt einer Kritik von Arne Hoffmann am 23. Mai 2003 09:35:40:

Weißt du Arne, ich finde die Idee, eine spiegelverkehrte Polemik zu verfassen ja nicht gänzlich charmelos; die Tatsache, das du damit allerdings vor allem dumpfem Frauenhass unterschwellig Vorschub leistest, macht sie zur Demagogie.

Genau diese Gefahr habe ich auch gesehen. Schließlich hatte ich ja beobachtet, wie sehr in die feministische Ideologie immer wieder Männerhass eingesickert ist.

was erstmal nicht weiter verwundert und meiner meinung nach auch nicht wirklich zu den vordringlichen problemen dieser debatte gehört.
genauso wie sich diverse 'männerrechtler' allein durch die art und weise ihrer argumentationsweise selbst disqualifizieren, gelingt dies auch den erwähnten 'männerhasserinnen' auf der anderen seite, zumal die motivation der genannten sich oftmals recht ähnlich ist.
es bleibt die frage, welcher seite man eher eine gewisse 'exaggeration' zugesteht; ich zumindest halte dies für keineswegs belanglos.

Es war mir sehr wichtig, dasselbe in grün bei meinem Buch zu vermeiden.

du weißt längst, das ich dein buch nicht im regal stehen habe; deine antworten ermuntern mich zwar definitv, es anzuschaffen, aber bis auf weiteres muß ich mit ausschnitten und rezensionen zurechtkommen.
ebendiese rezensionen dürfen verwundern, oder legen zumindest die vermutung nahe, daß dein anliegen 'in grün' gescheitert ist.

Es muss möglich sein, auf problematisches Verhalten nicht nur von Männern, sondern auch von Frauen hinzuweisen, ohne das Etikett "Frauenhass" aufgedrückt zu bekommen.

ja, ich stelle erneut die frage, ob dieser hinweis einer konstruktiven debatte tatsächlich förderlich ist oder doch eher ablenkend dient; auch wenn dies nicht deine ursprüngliche intention war - was war eigentlich deine intention zur verfassung dieses buches?

Eben deshalb habe ich mein Buch noch während seiner Entstehung immer wieder von Frauen gegenlesen lassen. Und wenn es jetzt von relativ vielen Leserinnen positiv wahrgenommen wird, dann zeigt mir das, dass dieses Unterfangen geglückt ist.

wirklich bedeuten tut dies allerdings nichts. mit demselben argument köönnte ich -zusammen mit ein paar anderen männern- jedweden radikalfeminismus als 'positiv' und 'objektiv' adeln.

Es sollte eigentlich jedem, der das Buch selbst und nicht nur darüber liest, klar sein, dass ich hier sehr sorgfältig differenziere. Schon im Vorwort findest du meinen Hinweis, dass die Frauenbewegung auf keinen Fall in Bausch und Bogen verurteilt werden sollte. Das ist eine von zwei Stellen des Buches, die innerhalb des Textes fett gedruckt sind, um das besonders hervorzuheben.

einwandvorwegnahmen dienten schon oft dazu, den eigentlichen inhalt mit einem feigenblatt zu bedecken.
bist du bereit, einen deal einzugehen?
ein kleiner ausschnitt aus den von dir genannten kapiteln, und falls ich auch nur etwas von der von dir postulierten differenzierung wiederfinden kann, kaufe ich es mir; auch wenn ich im einzelnen bei meiner kritik bleibe.
die darauf folgende diskussion hier ist nicht teil des deals - aber anbieten werde ich sie.

Ich halte wenig bis gar nichts von dem Radikalfeminismus Schwarzerscher Prägung, aber einiges vom "individual feminism" bzw. "liberal feminism", wie er in den USA etwa von Wendy McElroy oder Nadine Strossen vertreten wird, hierzulande allerdings noch keine prominente Stimme hat (allenfalls in Teilen Wellershoff und Weingarten mit ihrem Buch "Die widerspenstigen Töchter. Wir brauchen eine neue Frauenbewegung". Aber die kennt ja kaum jemand.)

ich rechne mich selbst zu den 'liberalen feministen', dennoch ist die trennschärfe nicht sonderlich gut. man sollte sich vom titel nicht verwirren lassen:'Feminist Therapy' von Lisa Diener faßt eine ganze reihe der jetzt gültigen bewegungen zusammen; aber all das wäre stoff für eine sich anschließende diskussion.

beste grüße,
alphabet

Re: Diskussion einer Kritik

Ferdi, Tuesday, 27.05.2003, 01:00 (vor 8290 Tagen) @ Alphabet

Als Antwort auf: Diskussion einer Kritik von Alphabet am 26. Mai 2003 20:34:33:

Hallo Alphabet!

Ich habe Arnes Buch gelesen. Ich glaube ein Buch mit rund 260 Seiten prall gefüllt mit Fakten und Quellenbelegen kann man nicht an Hand von einigen Rezensionen oder willkürlich herausgeschnittenen Leseproben beurteilen. Dieses Buch muss man wirklich lesen, ohne Musik im Hintergrund, ohne Störungen von irgendwoher. Aber ich kann Dir versichern: Das Buch ist keine Anklageschrift gegen "die Frauen", es ist eine Auflistung von wirklich haarsträubenden Fehlentwicklungen im Geschlechterverhältnis, die geeignet ist, vielen Männern, die noch was anderes können als Femi-TV auf elfenneunzig Kanälen zu gucken, ganz gewaltig die Brille zu putzen. Das Schöne an dem Buch: Arne schreibt nicht nur, da und dort ist dieses und jenes passiert, er belegt das auch und gibt detaillierte Quellenangaben zum selber recherchieren. Ich gebe zu, dass ich den meisten Hinweisen nicht nachgegangen bin ausser einigen Internetadressen, die er angegeben hat. Aber es steht ja jedem frei, diesen Literaturhinweisen zu folgen und es steht jedem frei zu beweisen dass diese Hinweise und Bezugnahmen nicht stimmen. Dieser Beweis, vermute ich mal, wird nicht zu erbringen sein.

Abschliessend aus meiner persönlichen Sicht: Die derzeitige Situation des Geschlechterverhältnisses züchtet geradezu Abwehr- und Vermeidungsstrategien auf Seiten der Männer. Die Tatsache, dass wir in die schwerste Wirtschaftskrise seit 1920 hineintreiben hat auch damit zu tun. Welcher junge Meister, welcher junge Akademiker ist denn noch bereit, eine selbstständige, arbeitsplatzschaffende Existenz aufzubauen, wenn er rational gedacht die Gewissheit haben muss dass seine Ehefrau beim geringsten quersitzenden Pups in der Lage ist, die gesamte Existenz zu vernichten? Entweder er wandert aus und schafft woanders Arbeitsplätze oder er tut nur soviel wie er für seinen eigenen Lebensunterhalt braucht.

Nun denn, schaun wir mal. Eines ist jedenfalls sicher: Der Planet Erde wird noch eine ganze Weile weiter existieren. Ob auf ihm Menschen rumkrabbeln, ist ihm *******egal. Wie weiland bei den Dinos.

Daher: Lebe jeden Tag so, als wenn es Dein letzter wäre!

Gruss,
Ferdi

Re: Diskussion einer Kritik

Arne Hoffmann, Tuesday, 27.05.2003, 13:28 (vor 8289 Tagen) @ Alphabet

Als Antwort auf: Diskussion einer Kritik von Alphabet am 26. Mai 2003 20:34:33:

Hi Alphabet,

ebendiese rezensionen dürfen verwundern, oder legen zumindest die vermutung nahe, daß dein anliegen 'in grün' gescheitert ist.

Bitte? In anbetracht der Tatsache, dass Frauen meiner Erfahrung nach auf jede Kritik an ihrem Verhalten sehr viel empfindlicher reagieren als Männer, finde ich es bemerkenswert, wie positiv mein Buch von vielen Frauen aufgenommen worden ist. Die Rezension einer Uni-Dozentin habe ich vor wenigen Tagen hier veröffentlicht. Die Frauen hier in den Foren haben auch schon ihre Meinung kundgetan. Ich habe per Mail persönliche Rückmeldungen von den verschiedensten Frauen bekommen, bis hin zur Emma-Leserin und Mitarbeiterin in einem Frauenbüro, die mir mitteilte, dass nach der Lektüre meines Buches ihre Angst vor Männern spürbar zurückgegangen sei. Und nicht zuletzt habe ich bei meiner Medienarbeit festgestellt, wie positiv da die Reaktionen von Journalistinnen sind - vor allem überwiegend im ostdeutschen Raum, wo die feministische Ideologisierung noch nicht so stark gegriffen hat. Und auch die Amazon-Rezensionen von Leserinnen sprechen eine deutliche Sprache:

--- Gleichberechtigung meint immer beide Seiten, 15. Februar 2002
Rezensentin/Rezensent: Rezensentin/Rezensent aus Oberkirch Deutschland
Arne Hoffmann, Sind Frauen die besseren Menschen? – Plädoyer für einen selbstbewussten Mann
Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag, Berlin 2001

Mit der Fragestellung seines Buchtitels gibt Arne Hoffmann der in Öffentlichkeit und Politik ebenso populistisch wie einseitig unter dem Motto „Gewalt ist männlich“ debattierten Geschlechterfrage einen neuen Impuls.
Auf 560 prallen Seiten Text plus „Navigator“-Anhang rückt er denjenigen Zuleibe, welche die einseitig parteiliche Debatte um die Frauen als Opfer mit Schätzwerten regierungsnaher Vereinigungen und Verbände aufzumischen pflegen. Obwohl die persönliche Empörung des Autors zeitweilig polemisch oder sarkastisch, bitter oder traurig, zornig oder spöttisch zu spüren bleibt, überzeugt die in engen Zeilen dargebotene Informationsfülle. Aus weltweit recherierten wissenschaftlichen Forschungsergebnissen, polizeilichen Ermittlungsfakten und statistischem Material im Mix mit sachlich fundierten Literaturzitaten integrer Wissenschaftler bietet sie ein fulminantes Feuerwerk der Thesen und Argumente, dem man sich nicht entziehen kann.
Als Autorin, die selbst Bücher über ausgebeutete und aus dem Leben ihrer Kinder gedrängte Väter geschrieben hat wie „Der gebrauchte Mann“ oder „Ein Vater gibt nicht auf“ oder „Handbuch für Vater nach der Trennung“, kenne ich eine Vielzahl der Informationen und Fakten, die Arne Hoffmann zu einem Plädoyer für einen selbstbewussten Mann zusammengetragen hat. Ich kenne auch die Frauen, die sich heutzutage schon fast schämen,
immer noch mit demselben Mann in einer Langzeitbeziehung zu leben und leben zu wollen.
In einer Gesellschaft, in der nahezu jede zweite Ehe auf Betreiben der Ehefrau geschieden und die Lebensform „Alleinerziehend“ immer öfter von vorn herein bewusst angestrebt wird, scheint eine Frau irgendwie anormal, die in der Gemeinsamkeit mit dem leiblichen Vater ihrer Kinder leben will. In meinem Buch „Die Frau an seiner Seite“ habe ich diese Frauen im Spiegel des Feminismus’ betrachtet und das politisch gezielte Wegrationalisieren der Familie zugunsten der Frauenerwerbsarbeit als sozialistische „Wohltat“ im Sinne von Friedrich Engels entlarvt.
Als Frau hat mich die Lektüre des Buches von Arne Hoffmann dennoch betroffen gemacht, denn die geballte Fülle der Informationen über den feministisch angeheizten Geschlechterkampf zeigt in erschreckender Klarheit, dass es hier längst schon nicht mehr um Gleichheit der Geschlechter und Gleichwertigkeit der Menschen geht.
Indem Männer durch die Verallgemeinerung von Slogans wie „Gewalt ist männlich“ gezielt zum Klassenfeind der Frauen und Kinder abgestempelt werden und die Gewalttätigkeit der Frauen verschwiegen bzw. verharmlost oder gar verleugnet wird, soll Frauen der Nimbus des ewig schwachen, hilflosen Opfers männlicher Ausbeutung aufgesetzt werden. Nur die Schwäche der Frau als Opfer rechtfertigt ja die mit Hilfe solcher Slogans praktizierte Bekämpfung eines Unterdrückers.
In Wahrheit findet durch die Negierung der von zahllosen Opfern ganz real erlebte weibliche Gewalt eine Verhöhnung eben dieser Opfer statt. Ihnen UND der gesamten Gesellschaft wird suggeriert, dass ihre Erfahrungen entweder gar nicht wahr, oder nicht so schlimm oder nicht ernst zu nehmen sind.
Erwachsene und vor allem Kinder, die von ihren Müttern misshandelt wurden und werden, werden durch die öffentliche Negierung der weiblichen Gewalt dazu verdammt, ihre Erfahrungen zu verschweigen; sie müssen ja befürchten, dass ihnen niemand glaubt oder dass es ihnen ergeht wie einem Mädchen, das ich kenne.
Dieses Mädchen war jahrelang von seiner Mutter brutal gefoltert und sexuell ausgebeutet worden. Als das Kind endlich den Mut fand, sich einer Lehrerin anzuvertrauen, lief die Maschinerie der Ermittlungsprozeduren an. Eine davon war das Erstellen eines psychologischen Gutachtens. Der Gutachter befragte das Mädchen, warum es denn nicht mehr zur Mutter sondern lieber in einem Heim leben wolle. Das Mädchen erklärte, dass es Angst vor der Mutter habe. Der Gutachter sagte darauf, ein Kind, das vor der eigenen Mutter Angst habe, müsse krank im Kopf sein. Und ein Kind, das krank im Kopf sei, müsse ins Krankenhaus, um geheilt zu werden. Ob das Mädchen das wolle? Das Mädchen wollte nicht in die psychiatrische Klinik, weil es diese nach einem Selbstmordversuch bereits kennen gelernt hatte. Nun, sagte der Gutachter, dann müsse sich das Mädchen entscheiden, ob es gesund sei und seine Mutter liebe, wie alle gesunden Kinder, und zugebe, gelogen zu haben, oder ob es seine Mutter nicht liebe und dann eben krank sei und in die Klinik müsse. Das Mädchen sagte, es habe gelogen und nahm sich eine Woche später das Leben, indem es sich mit Tabletten vergiftete, die es im Medizinschrank bei der Mutter Zuhause gefunden hatte.

Bücher wie „Sind Frauen bessere Menschen“ tragen maßgeblich zur Meinungsbildung bei. Sie informieren und klären auf. Sie regen zum Nachdenken und zum Debattieren an. Aus meiner Sicht sind sie unverzichtbar.

Lassen Sie mich zum Schluss noch anführen, dass Arne Hoffmanns Kompaktwissen des Geschlechterkriegs zwar an die neue verkaufsträchtige Lexikareihe „populärer Irrtümer“ eines Münchener Verlages erinnern mögen – tatsächlich aber ist Hoffmann ganz anders. Anders und besser, weil er nämlich bei aller Kritik an eben solchen populären Irrtümern beidäugiger hinschaut und somit wesentlich näher dran an der weltweiten Forschung über Frauen- und Männerverhalten ist. Besser auch, weil er direkter und authentischer in der gerechten Empörung und Betroffenheit des Mannes argumentiert, der sich der Anwürfe erwehrt, denen er als Mitglied der Spezies Mann immer öfter und entwürdigender ausgesetzt ist.

Nur scheinbar ist es ein Buch, das vor allem für Männer geschrieben wurde. Ich bin überzeugt, dass gerade Frauen es lesen sollten, denn es ist nicht im Sinne von klugen, lebensbejahenden und mit ihrer Weiblichkeit im Einklang lebenden Frauen, Jungen und Männer generell als die schlechtere Alternative der Schöpfung abzuwerten. Im Gegenteil, Frauen dieser Art genießen es, mit Männern zu leben und sich mit ihnen sowohl gleichwertig als auch gleichberechtigt zu wissen. Gemeinsam werden diese Frauen und Männer die leider ausgeübte Gewalt bekämpfen und dabei ohne Ansehen des Geschlechts gegen jeden Mann und jede Frau vorgehen, die sich als Täter und Täterinnen schuldig gemacht haben.
Behauptungen wie die der Hamburger Justizsenatorin Lore Peschel- Gutzeit, die mir anlässlich einer gemeinsamen Podiumsdiskussion in Berlin sagte, der Beweis dafür, dass Gewalt männlich sei, sitze in den überbelegten Männerhaftanstalten des Landes, halte ich für sogenannte „Killerphrasen“, mit denen Ernst zu nehmende Diskussionen verhindert werden oder doch verhindert werden sollen.

Arne Hoffmann hat mit seinem Buch „Sind Frauen bessere Menschen?“ einen wertvollen Diskussionsbeitrag zur echten Gleichberechtigung geleistet. Jetzt ist es an seinem Leserpublikum, Multiplikatoren seiner Arbeit zu sein. Ich wünsche ihm Glück und Erfolg dazu.

Dr. phil. Karin Jäckel
Autorin ---

*****

Hoffnungsschimmer, 6. Februar 2002
Rezensentin/Rezensent: Beate Kricheldorf aus NRW
Endlich ein weiteres Buch in der Geschlechterdebatte, das mit Halbwahrheiten, Vorurteilen, Klischees des feministischen Zeitgeistes gründlich aufräumt.
Ohne Angst, als "frauenfeindlich" oder "politisch nicht korrekt" abgestempelt zu werden, bricht der Autor Tabus und deckt schonungslos bisher Verschwiegenes auf.
Bestimmt kein Männerbuch oder gar eine Bibel zur Verwendung im Geschlechterkampf, sondern eher ein Buch, in dem Frauen rundum ernst genommen werden; also mit ihren positiven und negativen Seiten.
Für eine wirklich emanzipierte Frau liest es sich herzerfrischend: endlich mal kein "Frauenversteher", sondern ein Mann, der es wagt, den Mund aufzumachen!
Ein echter Hoffnungsschimmer im unseligen Geschlechterkampf...

******

Aufwendig und breit recherchiert..., 16. Januar 2002
Rezensentin/Rezensent: j-maria aus Schweiz
Ich war tief betroffen, wie ist es möglich, habe ich mich immer wieder gefragt, dass mir das nie aufgefallen ist?

Gewalt ist nicht männlich, Gewalt ist menschlich...wir dürfen nicht mit verschiedenen Ellen messen, Frau ist nicht so schwach, wie sie oft erscheint und Mann nicht so stark, wie es ihm oftmals abverlangt wird.

Ich gestehe ein, ich habe nicht gewusst, dass Männer oftmals so krass benachteiligt werden, ich war total entsetzt. Ich wünsche Arne, auch weiterhin viel Power und ich hoffe echt, dass die Männer nicht resignieren, nie resignieren und weiter kämpfen. Für eine Welt, in der jeder die gleichen Rechte hat. Für eine Welt, in der die Menschen partnerschaftlich nebeneinander und füreinander einstehen.
Man muss da was tun, jeder einzelne, ob Mann oder Frau, muss da was tun.

Wir brauchen ein Gleichgewicht. Ich empfehle allen, sich das Buch mal durchzulesen. Es ist die andere Seite, die, die man noch nicht so kennt, die, die man oft tot schweigt.

Wir müssen wissen um zu verstehen. Wissen um uns alle zum Positiven zu verändern.

*****

Ein Muss in der aktuellen Geschlechterdebatte!, 3. Januar 2002
Rezensentin/Rezensent: Beatrix Pastoors (Mehr über mich) aus Halver, NRW
Frauen sind mächtiger als sie selber glauben! Das erklärte seit Esther Vilar schon so mancher emanzipierte Mann, fand aber wenig Gehör. Mit diesem Buch wird das anders werden: Der Autor beschränkt sich nicht einseitig auf einige wenige Bereiche aktuell vorherrschender Männerdiskriminierung - etwa beim Thema Sorgerecht und Kindesumgang -, sondern widerlegt in einem Rundumschlag über 10 Kapitel hin reihenweise Vorurteile gegenüber Männern, sei es beim Thema Gewalt (Wußten Sie, daß häusliche Gewalt zu mind. 50% weiblich ist?) oder Sexualität, Elternschaft, Rechtswesen und Gleichberechtigung. Er tut das nicht nur sehr wortgewandt und erfrischend zu lesen, sondern untermauert seine Thesen mit einer Fülle von Quellenmaterialien in einem sehr leserfreundlichen Fußnotensystem. Über 500 Textbelege/Literaturangaben bietet er den Lesern an, da kann man verzeihen, daß leider auch etliche Argumente nur per Sekundärliteratur zitiert und isgs. zu viele amerikanische, auf Deutschland nicht so ohne weiteres übertragbare Quellen zitiert werden. Ein sehr gut strukturiertes Inhaltsverzeichnis, Argumentationshilfen gegenüber bisher Unbelehrbaren und eine chronolog. Datensammlung der Erfolge der neuen deutschen Männerbewegung im letzten Jahr runden das Buch ab.

Doch halt: das Buch ist mehr als nur eine kritische Bestandsaufnahme von Männerdiskrimierung. Es gibt da noch den Teil II, nämlich die Ursachenforschung und Entwicklungsanalyse des derzeitigen Unrechtssystems. Und dabei kommen wir Frauen besonders schlecht weg. Besonders Feministinnen sollten sich warm anziehen bzw. kritisch in sich gehen angesichts der erhobenen Vorwürfe, die von Unvernunft/Unlogik über Terrorismus bis zum Totalitarismus und Faschismus reichen! Diese Vorwürfe werden uns in nächster Zeit immer häufiger begegnen, da das Buch zwar vom deutschen Buchhandel eher ignoriert, aber über Internetorganisationen weltweit angepriesen und - hoffentlich - von vielen Männern und auch Frauen gelesen wird.

Wenn man einmal davon absieht, daß der Autor wenig systemkritisch und innerhalb der üblichen naturwissenschaftlich/technischen Denkschablonen vorgeht, ohne selbst eigene Lösungsansätze zu bieten - er nennt nur in Auswahl die gesellschaftl. Forderungen dreier seiner Vorgänger/innen - , sollte man ihm doch in den wesentlichen Anklagepunkten recht geben. An der Kritik der radikal-feministischen Frauen-sind-besser-Ideologie und der Opferideologie, die den Mann seit Jahren schon zum Feindbild Nr.1 erklärt statt sich mit ihm zum Nutzen der ganzen Schöpfung zu verbünden - an dieser Kritik ist viel dran. Da sollten wir Frauen uns an unsere eigene Nase packen und endlich mal im Zuge der Gleichverpflichtung - neben der erstrebten Gleichberechtigung - auch die Schattenseiten feministischer Politik sehen und für unsere Fehler die Verantwortung übernehmen. Erst wenn beide Seiten vergangene Fehler eingestehen, ist endlich der Weg frei für eine neue Allianz gleichberechtiger Männer und Frauen, die sich aus ihren starren Rollenklischees befreit haben und nun gemeinsam an einer besseren Zukunft arbeiten!

******

Eine einzige Provokation!, 3. Januar 2002
Rezensentin/Rezensent: CBojaryn@aol.com aus NRW
Wie kann sich der Autor wagen, den Titel seines Buches als Frage zu formulieren?
Mit viel Mut!
Was erlaubt sich Herr Hoffmann eigentlich?
Eine kritische Auseinandersetzung mit einer gesellschaftspolitischen Bewegung, die mit der Zeit maligne und darum untauglich geworden ist.
Welche Frau will sich schon freiwillig mit seinem Buch auseinandersetzen?
Z.B. ich.

Eine Provokation, also eine Herausforderung, kann Dinge durchaus neu beleben und positiv beeinflussen. Man muss sich ihr nur stellen können!

Das Buch ist sehr komplex und bestens recherchiert. Mit einer gekonnten Mischung aus Humor und untermauerten Behauptungen wird es frischen Wind in die z.T. verbiesterte, z.T. monoton gewordene Geschlechterdebatte wehen. Sicherlich hat man/frau (ätz!) es nicht gerne, einen Spiegel vorgehalten zu bekommen. Herr Hoffmann hält uns einen Spiegel vor die Nase, den wir (Frauen) ernst nehmen sollten.

bist du bereit, einen deal einzugehen?

ein kleiner ausschnitt aus den von dir genannten kapiteln, und falls ich auch nur etwas von der von dir postulierten differenzierung wiederfinden kann, kaufe ich es mir; auch wenn ich im einzelnen bei meiner kritik bleibe.

Alphabet, lassen wir doch diese Spielchen. "Also wenn du dieses tust und jenes oder dies und das, dann wäre ich unter Umständen bereit, mir deine Argumente mal näher anzuaschauen ..." Ja, Alphabet, wir wissen, dass der Feminismus heutzutage die Rolle der katholischen Kirche einnimmt. Und wenn die bösen Ketzer ganz brav sind, dann lässt der Herr Pfarrer sich vielleicht dazu herab, sich ihre komischen Aufzeichnungen über die Planetenbewegungen mal näher anzusehen.

Wenn dich mein Buch interessiert, kauf es dir, und wenn nicht, dann nicht. Das ist doch deine Sache, ob du weiter blind einer Religion folgen möchtest oder ob du ein paar Fakten kennenlernen magst, die ihr entgegenstehen. In der Situation, dass wir Männerrechtler uns stundenlang verbiegen müssen, nur damit ein fundamentalistischer Feminist auch mal unsere Seite zur Kenntnis nimmt, sind wir gottseidank AUCH nicht mehr. In der Zeit, die ich brauche, um bei dir die Betonwand zu durchbohren, kann ich locker z. B. einen Zeitschriftartikel schreiben, der von hunderten aufgeschlossener Leser studiert wird und so deutlich mehr bringen dürfte.

Herzlicher Gruß

Arne

Re: Diskussion einer Kritik

Alphabet, Tuesday, 27.05.2003, 20:31 (vor 8289 Tagen) @ Arne Hoffmann

Als Antwort auf: Re: Diskussion einer Kritik von Arne Hoffmann am 27. Mai 2003 10:28:46:

Alphabet, lassen wir doch diese Spielchen.

genau, lassen wir endlich die spielchen.

"Also wenn du dieses tust und jenes oder dies und das, dann wäre ich unter Umständen bereit, mir deine Argumente mal näher anzuschauen ..."

falsch, ich wäre dann bereit gewesen, anhand deines textes meine kritik zu verdeutlichen. es war ein angebot; nicht mehr und nicht weniger.

Ja, Alphabet, wir wissen, dass der Feminismus heutzutage die Rolle der katholischen Kirche einnimmt.

das wäre mir neu.

Und wenn die bösen Ketzer ganz brav sind, dann lässt der Herr Pfarrer sich vielleicht dazu herab, sich ihre komischen Aufzeichnungen über die Planetenbewegungen mal näher anzusehen.

*lol ... jetzt hat dich endgültig die hybris zur fetten beute; mit wem vergleichst du dich als nächstes? mit leonardo da vinci oder doch lieber gleich mit jesus?

Wenn dich mein Buch interessiert, kauf es dir, und wenn nicht, dann nicht.

wenn dich meine kritik interessiert ... aber das tut sie ja nicht. schön das wir das jetzt geklärt haben.

Das ist doch deine Sache, ob du weiter blind einer Religion folgen möchtest oder ob du ein paar Fakten kennenlernen magst, die ihr entgegenstehen.

was ist ein fakt?
wer von uns zweien folgt blind einer überzeugung?
wer von uns scheut eine debatte, bei der auch 'fakten' auf den prüfstand müssen?

In der Situation, dass wir Männerrechtler

allein dieser begriff ist mehr als peinlich für unser geschlecht arne; und eine beleidigung für all diejenigen, die unter gefahr für leib und leben für die rechte tatsächlich unterdrückter gekämpft haben.

uns stundenlang verbiegen müssen, nur damit ein fundamentalistischer Feminist auch mal unsere Seite

unsere seite? die seite von arne und seinen jüngern vom orden der martyrischen männer, die sich nun endlich erheben, um den zorn gottes zu verkünden?

zur Kenntnis nimmt, sind wir gottseidank AUCH nicht mehr. In der Zeit, die ich brauche, um bei dir die Betonwand zu durchbohren

ich finde sprache immer sehr interessant (daher auch mein nick).
welche wand willst du denn bei mir 'durchbohren'? mit beton kann ich wirklich nicht dienen, aber ergeh dich ruhig weiter in deinen penetrationsfantasien und rede dir dabei ein, es ginge um echte kommunikation.

kann ich locker z. B. einen Zeitschriftartikel schreiben, der von hunderten aufgeschlossener Leser studiert wird und so deutlich mehr bringen dürfte.

dann tu das mal, ich wollte ohnehin nur mal schauen, wie das läuft, wenn ihr unter euch seid.
und wenn du noch so oft behauptest, daß deine dogmen auf fakten beruhen, deine sache aufklärerischer natur ist und deine gefolgschaft aufgeschlossen - wahr wird es davon nicht.

viel glück, meinen segen hast du nicht und für die abgrenzung brauche ich keinen beton, ein blick tut es auch.
grüß die anderen hybris-jünger von mir.

alphabet

Re: Diskussion einer Kritik

Arne Hoffmann, Tuesday, 27.05.2003, 23:22 (vor 8289 Tagen) @ Alphabet

Als Antwort auf: Re: Diskussion einer Kritik von Alphabet am 27. Mai 2003 17:31:45:

Ich stelle erst mal fest, dass du zum Großteil meines Postings nichts zu antworten hast. Was mich nicht überrascht.

Alphabet, Jolanda ist nicht die einzige, die dein Auftreten im EMMA-Forum verfolgt hat. Du hast eine bestimmte Meinung, die du mit Nachdruck vertrittst und lieber nicht auf den Prüfstand stellen möchtest. Stattdessen widmest du dich lieber Sprachkritik und persönlichen Angriffen, um zu verhindern, dass dein Weltbild ins Wanken gerät.

Gesamtgesellschaftlich änderst du damit allerdings wenig. Es wird immer so sein, dass eine Generation die nächste mit einer neuen Sichtweise ablöst. Der Feminismus hat dazu beigetragen, die Geschlechterrollenaufteilung der Fünfziger aufzulösen. Danach kam die Generation der Postfeministinnen und Girlies, die mit der Opferrolle der Radikalfeministinnen nicht so arg viel anfangen konnten. Jetzt kommt allmählich die Generation zum Zuge, die auch nach den Rechten der anderen Hälfte der Menschheit fragt: den Männern.

Nenne mir EIN aktuelles Buch, das den Feminismus in Deutschland weiter voranbringt und auf eine große Zahl von Lesern stößt. Selbst Alice Schwarzer veröffentlicht in ihren neuen Büchern ja nur noch alte Texte. Wenn ich bei Amazon "Frauenbewegung" als Stichwort eingebe, erscheinen als Top-Titel die Bücher von Gruner ("Denkblockade Feminismus") und mir. Wenn ich "Feminismus" eingebe, erscheinen als Top-Titel die von Gruner und Creveld. Langfristig ist die Aufklärung nicht aufzuhalten.

"Also wenn du dieses tust und jenes oder dies und das, dann wäre ich unter Umständen bereit, mir deine Argumente mal näher anzuschauen ..."

falsch, ich wäre dann bereit gewesen, anhand deines textes meine kritik zu verdeutlichen. es war ein angebot; nicht mehr und nicht weniger.

Um mal festzuhalten, was du da zusammenschreibst:
Du hast mein Buch nicht gelesen.
Du äußerst allerdings Kritik daran.
Wenn ich dir Textpassagen zum Lesen gegeben hätte, wärst du auch nicht bereit, dir meine Argumente anzuschauen, sondern nur, "deine Kritik zu verdeutlichen"?
Und da macht es dir Probleme, dass man deinen Fundamentalismus mit dem der katholischen Kirche vergleicht?

*lol ... jetzt hat dich endgültig die hybris zur fetten beute; mit wem vergleichst du dich als nächstes? mit leonardo da vinci oder doch lieber gleich mit jesus?

Ich vergleiche dich, nicht mich. Dass deine Reaktion genauso ausfällt wie die der katholischen Kirche lässt allerdings Rückschlüsse auf die Qualität der Männerbewegung zu, in der Tat. Die katholische Kirche hat den Astronomen der Aufklärung übrigens auch Hybris vorgeworfen. Was man offenbar leicht tut, wenn man sich im Besitz der ewigen, allgemeingültigen, unangreifbaren Wahrheit wähnt.

Männer und nicht nur Frauen als Opfer wahrzunehmen macht einen Umdenkungsprozess erforderlich, der mit dem Wechsel vom heliozentrischen zum geozentrischen Weltbild durchaus vergleichbar ist.

wer von uns zweien folgt blind einer überzeugung?

Ah, das ist einfach zu beantworten: Du. Ich war bis Ende zwanzig noch von der feministischen Weltsicht überzeugt. Man konnte damals ja auch nichts anderes in den Medien lesen und hören. Nur ICH habe mich getraut, mich mit einer Weltanschauung auseinanderzusetzen, die meiner eigenen komplett entgegenstand. Dabei habe ich vieles dazugelernt. Du möchtest diese Lernerfahrung lieber nicht machen. Das steht dir frei. Nur solltest du dann anderen nicht vorwerfen, sie würden blind einer Überzeugung folgen.

In der Situation, dass wir Männerrechtler

allein dieser begriff ist mehr als peinlich für unser geschlecht arne; und eine beleidigung für all diejenigen, die unter gefahr für leib und leben für die rechte tatsächlich unterdrückter gekämpft haben.

Quark. Ich kann amnesty international unterstützen und mich als Menschenrechtler bezeichnen, auch ohne dass ich Leib und Leben aufs Spiel setzen muss. Mit Männerrechtlern ist es nicht anders, wenn sie sich für die Rechte unterdrückter Männer einsetzen.

unsere seite? die seite von arne und seinen jüngern vom orden der martyrischen männer, die sich nun endlich erheben, um den zorn gottes zu verkünden?

Die Seite derjenigen, die für die Rechte der Männer kämpfen. Dass du dafür nur Spott übrig hast, sagt ja auch einiges aus. Für dich gibt es offenbar nur eine bestimmte Sorte würdige Opfer und die können EINES nicht sein: männlich. Womit du dazu beiträgst, dass männliche Opfer häuslicher Gewalt, sexuell missbrauchte Jungen, männliche Vergewaltigungsopfer im Krieg etc. etc. nicht die Hilfe erhalten, die sie benötigen. Das nimmst du allerdings vor lauter sexistischer Selbstgerechtigkeit nicht mal wahr.

ich wollte ohnehin nur mal schauen, wie das läuft, wenn ihr unter euch seid.

Den Spruch hab ich auch schon ein Dutzendmal gehört. "Scheiße, ich bin mit meiner Argumentation auf die Nase gefallen. Naja, erstens seid ihr sowieso alle doof, zweitens wollte ich nur mal schauen, wie ihr so drauf seid. Ich gehe wieder zurück zu denen, die meiner Meinung nicht ständig widersprechen. Da fühle ich mich irgendwie sicherer."
*flücht*

Herzlicher Gruß

Arne

Re: Diskussion einer Kritik

Manfred, Wednesday, 28.05.2003, 00:36 (vor 8289 Tagen) @ Ferdi

Als Antwort auf: Re: Diskussion einer Kritik von Ferdi am 26. Mai 2003 22:00:31:

Abschliessend aus meiner persönlichen Sicht: Die derzeitige Situation des Geschlechterverhältnisses züchtet geradezu Abwehr- und Vermeidungsstrategien auf Seiten der Männer. Die Tatsache, dass wir in die schwerste Wirtschaftskrise seit 1920 hineintreiben hat auch damit zu tun. Welcher junge Meister, welcher junge Akademiker ist denn noch bereit, eine selbstständige, arbeitsplatzschaffende Existenz aufzubauen, wenn er rational gedacht die Gewissheit haben muss dass seine Ehefrau beim geringsten quersitzenden Pups in der Lage ist, die gesamte Existenz zu vernichten? Entweder er wandert aus und schafft woanders Arbeitsplätze oder er tut nur soviel wie er für seinen eigenen Lebensunterhalt braucht.

Auch wenn wir uns über Shakira nicht einigen konnten ;-) so unterstütze ich doch voll und ganz Deine obige Aussage! Zumindest was meine Firma betrifft waren 1986 noch 19% weiblich (in der PC u. Elektrobranche kein ungewöhnlich niedriger Anteil) während es heute noch 7% sind (und die sind nicht mehr festangestellt, sondern freie Mitarbeiter). Das durchzuziehen war nicht ganz leicht, aber Foren wie dieses haben mich -moralisch, philosophisch, psychologisch- dabei unterstützt.

Gruß
Manfred

Re: Diskussion einer Kritik

Jolanda, Wednesday, 28.05.2003, 03:10 (vor 8288 Tagen) @ Alphabet

Als Antwort auf: Re: Diskussion einer Kritik von Alphabet am 27. Mai 2003 17:31:45:

Hallo Alphabet

Aber, aber, du vorausgabst dich ja richtig...das musst du nicht :-)

Also ich sehe einfach, dass du ein Problem hast mit Arne, warum auch immer.

Du hast zwar versucht recht sachlich auf Anliegen einzugehen, aber immer mit kleinen boshaften Seitenhieben, ich weiss nicht, was du hier wirklich willst.

Du willst uns allen klar machen, dass Arnes Buch "Scheisse" ist und die Männerbewegung ein Schimpfwort und auch "Scheisse" und warum das so ist.

Du bist nicht hier, weil du dich wirklich dafür interessierst, was in unseren Köpfen und Herzen vorgeht. Du kennst uns nicht, aber du unterstellst uns, wir wären nicht in der Lage eine freie und eigene Meinung zu haben, du degradierst uns alle zu "missionarischen Jüngern", die blind einem Arne und seinem Buch folgen.

Weisst du, was du uns hier unterstellst ist ganz schön anmassend, aber das siehst du bestimmt ganz anders oder?!

Wir haben hier alle eine eigene Meinung und wir finden, dass Arne recht hat, das ist alles, er hat uns nichts erzählt, was wir nicht schon wussten, wir waren nur zu ignorant um es noch zu erkennen. Wir sind eine viel stärkere Basis als du denkst, du unterschätzt uns wirklich und ich denke kaum, dass viele hier Lust dazu haben, deinen Aussagen viel Zeit zu widmen, ich kann mich ja auch täuschen, wir werden sehen.

Ob du es nun wahr haben willst oder nicht, du kannst dich selbst noch so lange überzeugen, denn das tust du hier doch....du bist nur hier um dich selbst in deinen Ansichten zu bestärken, denkst du, wir merken das nicht.

Du willst uns für blöd verkaufen und wenn wir nicht darauf einsteigen, dann beschimpfst du uns als dümmliche Leser und blinde Anhänger von Dogmen, usw.

Du hattest gar nie wirklich Interesse daran, dich ernsthaft und mit Respekt mit uns auseinander zu setzen, also komm nun nicht und tu so, als wenn wir dich nicht zu schätzen wüssten.

Gruss
Jolanda

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