Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Das Programm der Grünen

Andreas, Saturday, 10.05.2003, 21:15 (vor 8306 Tagen)

Folgenden Eintrag im Focus-Forum gerade entdeckt:

Zu den Grünen noch eine Anmerkung. Im Parteiprogramm
dieser Partei heißt es auf Seite 141: Die Würde der Frau ist unantastbar.
Vielleicht merken es ja bald einige Leutlein mehr, auf
welchen Weg wir da sind.

Re: das Programm der grün angestrichenen Frauenpartei

Eugen Prinz, Saturday, 10.05.2003, 21:34 (vor 8306 Tagen) @ Andreas

Als Antwort auf: Das Programm der Grünen von Andreas am 10. Mai 2003 18:15:18:

Folgenden Eintrag im Focus-Forum gerade entdeckt:
Zu den Grünen noch eine Anmerkung. Im Parteiprogramm
dieser Partei heißt es auf Seite 141: Die Würde der Frau ist unantastbar.
Vielleicht merken es ja bald einige Leutlein mehr, auf
welchen Weg wir da sind.

Hallo Andreas,

die habe ich schon lange gefressen. Hoch interessant auch das sogenannte 'Frauenstatut' der Grünen, das seltsame Verständnis von Proporz in diesem Verein, die omnimöse... äääh, ominöse Lobby für Geschlechtergerechtigkeit der Grünen, usw. Lass uns das alles sammeln und ein Negativliste für die nächste Wahl aufstellen.

Gruß von Eugen

17 Themen und 18 Parteien

Dirk, Sunday, 11.05.2003, 00:35 (vor 8306 Tagen) @ Eugen Prinz

Als Antwort auf: Re: das Programm der grün angestrichenen Frauenpartei von Eugen Prinz am 10. Mai 2003 18:34:52:

Hallo Eugen,

vor der letzten Bundestagswahl habe ich, da ich eine Alternative zum üblichen halben Dutzend suchte, sämtliche teilnehmenden Parteien angeschrieben mit der Bitte, doch zu insgesamt 17 Themenkomplexen Stellung zu nehmen und die Ergebnisse ins Netz gestellt: http://www.derruck.de/

Absolute Neutralität war dabei oberstes Gebot.

Unter (Btw2002 und dann) Frauen/Männer/Familie finden sich auch einige Worte zur Geschlechterfrage, wobei sich die meisten Parteien auf das Thema Familie beschränkten. Gleichberechtigung (wie immer man diesen Begriff auch deuten mag) scheint für die meisten Parteien kein wirklich wichtiges Thema zu sein.

Im Binnenverhältnis magst du mit deiner Analyse der Grünen Recht haben, die weitestgehenden Pro-Frau-Forderungen kamen jedoch von der SPD. Dort scheinen Frauen ein größeres Thema als bei den Grünen zu sein, was nicht wirklich überraschen kann, da Schröder schon immer ein Näschen für den Mainstream hatte.

Gruß Dirk

PS: Charmantes Forum hier

Re: Das Programm der Grünen

HemmaNedDo, Sunday, 11.05.2003, 00:39 (vor 8306 Tagen) @ Andreas

Als Antwort auf: Das Programm der Grünen von Andreas am 10. Mai 2003 18:15:18:

1. Das Wahlprogramm der GRÜNEN hat nur 96 Seiten
2. Es handelt sich um das Grundsatzprogramm. Dieser Satz steht richtigerweise im Kapitel: Frauenrechte international und es geht um gleichberechtigten Zugang zu Bildung, Gesundheitswesen, etc.pp.
Und über die Situation der Frauen bspw. in Afghanistan willst Du Dich sicher nicht unterhalten, oder?
Jörg
*grün*

Re: Das Programm der Grünen

Andreas, Sunday, 11.05.2003, 00:45 (vor 8306 Tagen) @ HemmaNedDo

Als Antwort auf: Re: Das Programm der Grünen von HemmaNedDo am 10. Mai 2003 21:39:01:

1. Das Wahlprogramm der GRÜNEN hat nur 96 Seiten

Danke für den Hinweis. Ob Unfug über 140 oder 96 Seiten verteilt wird, spielt aber eigentlich keine Rolle.

2. Es handelt sich um das Grundsatzprogramm. Dieser Satz steht richtigerweise im Kapitel: Frauenrechte international und es geht um gleichberechtigten Zugang zu Bildung, Gesundheitswesen, etc.pp.

Gibt es im Grundsatzprogramm der Grünen auch ein Kapitel über Männerrechte international, in dem es um einen gleichberechtigten Zugang zu Bildung, Gesundheitswesen, etc.pp. geht? In dieser Hinsicht werden Männer in Deutschland nämlich nach wie vor benachteiligt.

Und über die Situation der Frauen bspw. in Afghanistan willst Du Dich sicher nicht unterhalten, oder?

Nun, Du wirst Dich sicher auch nicht über die Situation der Männer in Afghanistan unterhalten wollen, oder?

Andreas
nicht grün

Re: Das Programm der Grünen

HemmaNedDo, Sunday, 11.05.2003, 14:16 (vor 8305 Tagen) @ Andreas

Als Antwort auf: Re: Das Programm der Grünen von Andreas am 10. Mai 2003 21:45:33:

1. Das Wahlprogramm der GRÜNEN hat nur 96 Seiten
Danke für den Hinweis. Ob Unfug über 140 oder 96 Seiten verteilt wird, spielt aber eigentlich keine Rolle.

nein, das zeigt nur auf, wie sensibel Du mit Details bist und das Du einen falschen Begriff benutzt hast.

2. Es handelt sich um das Grundsatzprogramm. Dieser Satz steht richtigerweise im Kapitel: Frauenrechte international und es geht um gleichberechtigten Zugang zu Bildung, Gesundheitswesen, etc.pp.
Gibt es im Grundsatzprogramm der Grünen auch ein Kapitel über Männerrechte international, in dem es um einen gleichberechtigten Zugang zu Bildung, Gesundheitswesen, etc.pp. geht? In dieser Hinsicht werden Männer in Deutschland nämlich nach wie vor benachteiligt.

Wie gesagt, man sollte ein Thema sensibel angehen.
Nein, es gibt aber zu den von Dir geliebten Themen überall Bezugspunkte.
Und immer klare Aussagen hin zur Gleichberechtigung als Politikziel.
Aber du kannst grundsätzlich zunächst einmal internationale Handlunsmaximen nicht mit denen in D vergleichen.
Darüber hinaus sind Deine obigen Aussagen schlicht falsch. Nur haben Männer keine alleinige Priorität. Sie dürfen nicht mehr alleine bestimmen. Und das ist auch gut so.

Und über die Situation der Frauen bspw. in Afghanistan willst Du Dich sicher nicht unterhalten, oder?
Nun, Du wirst Dich sicher auch nicht über die Situation der Männer in Afghanistan unterhalten wollen, oder?

Doch, natürlich. ICh bin gegen jede kriegerische Handlung, beid er irgendwer zu Schaden kommt. Ich bin aber auch dagegen, Vergewaltigung im Rahmen kriegerischer Akte angeblicher BEfreier gut zu heissen und Frauen den Zugang zur schule überhaupt zu untersagen, sie zu zwingen, Burkas zu tragen, sie zu schlagen, nach der Sharia zu verurteilen etc. pp.

Andreas
[quote]nicht grün...
[/quote]

ach? *fg*

Re: Das Programm der Grünen

Andreas, Sunday, 11.05.2003, 14:59 (vor 8305 Tagen) @ HemmaNedDo

Als Antwort auf: Re: Das Programm der Grünen von HemmaNedDo am 11. Mai 2003 11:16:23:

nein, das zeigt nur auf, wie sensibel Du mit Details bist und das Du einen falschen Begriff benutzt hast.

Wundert mich irgendwie, daß Du mir das vorwirfst! Offengestanden: das Grundsatzprogramm der Grünen scheint mir auch nicht gerade ein Musterbeispiel an "Sensibilität" und "Detailliertheit" abzugeben. Nebenbei: ich habe diesen Eintrag nur aus dem Focus-Forum hierher kopiert, das Original stammt nicht von mir.

Wie gesagt, man sollte ein Thema sensibel angehen.
Nein, es gibt aber zu den von Dir geliebten Themen überall Bezugspunkte.
Und immer klare Aussagen hin zur Gleichberechtigung als Politikziel.
Aber du kannst grundsätzlich zunächst einmal internationale Handlunsmaximen nicht mit denen in D vergleichen.

Es ließen sich auch unzählige Punkte finden, die aufzeigen, in welcher Form Männer "im Ausland" benachteiligt und diskriminiert werden. Allerdings lassen die Grünen in dieser Hinsicht jegliche Sensibilität vermissen. Ich bezweifle übrigens auch, daß "Gleichberechtigung" ein Politikziel der Grünen ist! Als Politikziel der Grünen sehe ich eher in Wort und Tat die Sicherung von Privilegien und Bevorzugung von Frauen und die Benachteiligung von Männern in allen Lebensbereichen, was die Grünen innerhalb ihrer eigenen Partei durch Frauenveto, quotierte Liste, quotiertes Rederecht glänzend zur Schau stellen.

Darüber hinaus sind Deine obigen Aussagen schlicht falsch. Nur haben Männer keine alleinige Priorität. Sie dürfen nicht mehr alleine bestimmen. Und das ist auch gut so.

Meine Aussagen sind wohl kaum falsch. Und richtig, Männer haben keine alleinige Priorität, genaugenommen haben sie gar keine Priorität mehr. Ich würde sogar sagen, daß sie von der Politik der Bundesregierung überhaupt nicht mehr wahrgenommen werden. Und das ist schlecht so.

Doch, natürlich. ICh bin gegen jede kriegerische Handlung, beid er irgendwer zu Schaden kommt. Ich bin aber auch dagegen, Vergewaltigung im Rahmen kriegerischer Akte angeblicher BEfreier gut zu heissen und Frauen den Zugang zur schule überhaupt zu untersagen, sie zu zwingen, Burkas zu tragen, sie zu schlagen, nach der Sharia zu verurteilen etc. pp.

Nun, da befinden wir uns auf einer Linie. Denn ich bin ebenfalls gegen jede kriegerische Handlung, bei der irgendwer zu Schaden kommt. Ich bin auch dagegen, daß Männer aus ihren Familien gerissen und zwangsrekrutiert werden. Ich bin auch dagegen, junge Männer zu exekutieren, wenn sich sich weigern, die Waffe in die Hand zu nehmen und für ein Urechtsregime zu kämpfen. Ich bin auch dagegen, sie zu schlagen oder nach der Sharia zu verurteilen. Ich bin auch dagegen, männliche Kinder auf Schulen zu schicken, wo sie unter dem religiösen Eifer von Fanatikern ideologisch indoktriniert und zu Hass- Kampfmaschinen abgerichtet werden.

Sieh mal, das macht jetzt keinen Sinn auf dieser Ebene weiter zu diskutieren. Die Grünen sind für mich keine ernstzunehmende Partei, die ich in irgendeiner Hinsicht (abgesehen von der Umweltpolitik) unterstützen würde. Jedenfalls nicht, solange diese Partei die Interessen und Bedürfnisse von Männern so in den Dreck zieht, wie dies in der Vergangenheit und auch in der Gegenwart der Fall war und ist. Die Grünen werden für mich erst dann einmal interessant, wenn sie eine aktive und nachhaltige Männerpolitik betreiben, welche die Diskriminierung und Benachteiligung von Männern effektiv beseitigt. Dies ist gegenwärtig nicht der Fall.

schönen Gruß
Andreas

Re: Das Programm der Grünen

neuespw, Sunday, 11.05.2003, 15:03 (vor 8305 Tagen) @ Andreas

Als Antwort auf: Re: Das Programm der Grünen von Andreas am 11. Mai 2003 11:59:43:

Da Du Dich nicht damit beschäftigt hast sondern lediglich aus irgendeinem Forum was hierher kopiert hast, kannst Du doch grüne Politik gar nicht beurteilen.
Ansonsten: Grüne wollen ja auch nciht von jedem gewählt werden, Gott bewahre....
Jörg

Re: Das Programm der Grünen

Jörg , Sunday, 11.05.2003, 15:33 (vor 8305 Tagen) @ neuespw

Als Antwort auf: Re: Das Programm der Grünen von neuespw am 11. Mai 2003 12:03:56:

Hallo Jörg/HemmaNedDo,

bitte nicht während der Diskussion den Nicknamen wechseln.

Jörg

P.S.: Was ich immer schonmal fragen wollte: Hat das eigentlich einen
tieferen Sinn, in das Namensfeld den Nick "HemmaNedDo" einzutragen, den
Beitrag selbst jedoch mit "Jörg" zu "unterschreiben"?

Re: Das Programm der Grünen

HemmaNedDo, Sunday, 11.05.2003, 16:35 (vor 8305 Tagen) @ Jörg

Als Antwort auf: Re: Das Programm der Grünen von Jörg am 11. Mai 2003 12:33:05:

Hallo Jörg/HemmaNedDo,
bitte nicht während der Diskussion den Nicknamen wechseln.
Jörg
P.S.: Was ich immer schonmal fragen wollte: Hat das eigentlich einen
tieferen Sinn, in das Namensfeld den Nick "HemmaNedDo" einzutragen, den
Beitrag selbst jedoch mit "Jörg" zu "unterschreiben"?

Ja, da bin ich im falschen Forum hängengeblieben, sorry, war keine Absicht.
Grundsätzlich: ich mach das schon immer so, find das auch nciht falsch. Und der Jörg iss ja hier schon belegt:-)

Jörg

Re: 17 Themen und 18 Parteien

Eugen Prinz, Sunday, 11.05.2003, 17:33 (vor 8305 Tagen) @ Dirk

Als Antwort auf: 17 Themen und 18 Parteien von Dirk am 10. Mai 2003 21:35:11:

Hallo Eugen,
vor der letzten Bundestagswahl habe ich, da ich eine Alternative zum üblichen halben Dutzend suchte, sämtliche teilnehmenden Parteien angeschrieben mit der Bitte, doch zu insgesamt 17 Themenkomplexen Stellung zu nehmen und die Ergebnisse ins Netz gestellt: http://www.derruck.de/
Absolute Neutralität war dabei oberstes Gebot.
Unter (Btw2002 und dann) Frauen/Männer/Familie finden sich auch einige Worte zur Geschlechterfrage, wobei sich die meisten Parteien auf das Thema Familie beschränkten. Gleichberechtigung (wie immer man diesen Begriff auch deuten mag) scheint für die meisten Parteien kein wirklich wichtiges Thema zu sein.
Im Binnenverhältnis magst du mit deiner Analyse der Grünen Recht haben, die weitestgehenden Pro-Frau-Forderungen kamen jedoch von der SPD. Dort scheinen Frauen ein größeres Thema als bei den Grünen zu sein, was nicht wirklich überraschen kann, da Schröder schon immer ein Näschen für den Mainstream hatte.
Gruß Dirk
PS: Charmantes Forum hier

Hallo Dirk,

vielen Dank für den Link. Das ist sehr interessant und ich werde mich mal durchgraben.

Genau weiß ich auch nicht, welche Partei es mit dem Feminismus gerade am schlimmsten treibt. Es ist eigentlich wie schon immer: Man könnte gerade noch das kleinste Übel wählen. Weswegen ich mich auf die außerparlamentarische Politik konzentrieren will.

Charmantes Forum? Nun, ich gebe das mal an Jörg weiter... aber er hat es ja ohnehin schon gelesen ;-)

Gruß, Eugen

Re: Das Programm der Grünen

michail, Sunday, 11.05.2003, 18:54 (vor 8305 Tagen) @ HemmaNedDo

Als Antwort auf: Re: Das Programm der Grünen von HemmaNedDo am 10. Mai 2003 21:39:01:

1. Das Wahlprogramm der GRÜNEN hat nur 96 Seiten
2. Es handelt sich um das Grundsatzprogramm. Dieser Satz steht richtigerweise im Kapitel: Frauenrechte international und es geht um gleichberechtigten Zugang zu Bildung, Gesundheitswesen, etc.pp.
Und über die Situation der Frauen bspw. in Afghanistan willst Du Dich sicher nicht unterhalten, oder?
Jörg
*grün*

Zu Punkt 1: Richtig, das Grundsatzprogramm ist es. Dort ist auch über „Kinder- und Mädchenarbeit“ in der dritten Welt die Rede (S. 140-141). Verstanden? Nicht Jungen- und Mädchenarbeit, nein: „Kinder-“ (also Jungen und Mädchen) „und Mädchenarbeit“! Lieber riskiert Frau Grün eine Tautologie, als das Wort „Jungen“ im Zusammenhang mit Ungerechtigkeit und Opfertum gebrauchen zu müssen.

Und schon die Vorstellung, Lesern müsse derartiges nicht auffallen! Nirgends ergänzen sich denkerische Unzulänglichkeit und Verbissenheit so exzellent, wie in solchen Formulierungen. Denn Lesern, das sollte dieser alphabetisierte Kreis von Damen und Herren wissen, fällt das alles sehr wohl auf.

(Auch die Wendung „Männer und Frauen“ kommt im Grundsatzprogramm nur im Kapitel über Gewalt vor! Sonst ist natürlich nur von „Frauen und Männern“ die Rede. Wie gesagt: Das ist nicht einmal schlaue Manipulation, sondern ziemlich plumpe Selbstentblößung.)

Zu Punkt 2: Doch, wir wollten uns auch über die Würde des Mannes mit den Grünen unterhalten. Aber nicht nur in Afghanistan. Schließlich sind die Grünen ja in Deutschland. Im Link kannst du lesen, was daraus geworden ist:

Grüße
Michail

http://www.maskulist.de/brief5.htm

Man(n) kann es kaum fassen!

Andreas, Sunday, 11.05.2003, 22:15 (vor 8305 Tagen) @ michail

Als Antwort auf: Re: Das Programm der Grünen von michail am 11. Mai 2003 15:54:08:

Zu Punkt 1: Richtig, das Grundsatzprogramm ist es. Dort ist auch über „Kinder- und Mädchenarbeit“ in der dritten Welt die Rede (S. 140-141). Verstanden? Nicht Jungen- und Mädchenarbeit, nein: „Kinder-“ (also Jungen und Mädchen) „und Mädchenarbeit“! Lieber riskiert Frau Grün eine Tautologie, als das Wort „Jungen“ im Zusammenhang mit Ungerechtigkeit und Opfertum gebrauchen zu müssen.

Mein Gott, sind die Grünen ein durchgeknallter Verein! Das gibts ja wohl nicht! Den Leuten, die dieses Programm geschrieben haben, ist wohl in der dumpfen Östrogen-Dunstwolke das Gehirn vollständig vernebelt worden. Da wird einem echt schlecht!

Re: Man(n) kann es kaum fassen!

HemmaNedDo, Monday, 12.05.2003, 02:06 (vor 8305 Tagen) @ Andreas

Als Antwort auf: Man(n) kann es kaum fassen! von Andreas am 11. Mai 2003 19:15:54:

Mein Gott, sind die Grünen ein durchgeknallter Verein! Das gibts ja wohl nicht! Den Leuten, die dieses Programm geschrieben haben, ist wohl in der dumpfen Östrogen-Dunstwolke das Gehirn vollständig vernebelt worden. Da wird einem echt schlecht!

Wie gesagt, es gibt Leute, von denen will man ja gar nicht gewählt werden.
Du beweist schon wieder, dass du nciht im Mindesten mit irgendwas beschäftigt hast, sondern nur nachplapperst.
Jörg
P.S.: Programme werden bei uns nicht geschrieben, sondern entstehen in einem demokratischen Prozess.

Re: Hemma net kann es kaum fassen!

Eugen Prinz, Monday, 12.05.2003, 02:44 (vor 8305 Tagen) @ HemmaNedDo

Als Antwort auf: Re: Man(n) kann es kaum fassen! von HemmaNedDo am 11. Mai 2003 23:06:45:

Mein Gott, sind die Grünen ein durchgeknallter Verein! Das gibts ja wohl nicht! Den Leuten, die dieses Programm geschrieben haben, ist wohl in der dumpfen Östrogen-Dunstwolke das Gehirn vollständig vernebelt worden. Da wird einem echt schlecht!
Wie gesagt, es gibt Leute, von denen will man ja gar nicht gewählt werden.
Du beweist schon wieder, dass du nciht im Mindesten mit irgendwas beschäftigt hast, sondern nur nachplapperst.
Jörg
P.S.: Programme werden bei uns nicht geschrieben, sondern entstehen in einem demokratischen Prozess.

Hey, Hemmaned...,

du glaubst womöglich auch an den Weihnachtsmann. Hast du mal das Frauenstatut der Grünen eingeschlürft? Demokratische Prozesse? Hemmaned - wie der Pfälzer sagt.

Erleuchtung, mein Bester,
Eugen

Re: Man(n) kann es kaum fassen!

michail, Monday, 12.05.2003, 02:53 (vor 8305 Tagen) @ HemmaNedDo

Als Antwort auf: Re: Man(n) kann es kaum fassen! von HemmaNedDo am 11. Mai 2003 23:06:45:

Wie gesagt, es gibt Leute, von denen will man ja gar nicht gewählt werden.

Ist ja in Ordnung! Diese Leute werden aber doch wohl in einem Forum begründen dürfen, warum sie Euch nicht wählen. Was aber willst Du eigentlich?

Programme werden bei uns nicht geschrieben, sondern entstehen in einem demokratischen Prozess.

Wo ‘demokratische Prozesse’ solche Mißbildungen zeitigen, muß entweder der Begriff von Demokratie oder aber der Prozess defekt sein.

Gruß
Michail

Re: Das Programm der Grünen

Bruno, Monday, 12.05.2003, 14:35 (vor 8304 Tagen) @ HemmaNedDo

Als Antwort auf: Re: Das Programm der Grünen von HemmaNedDo am 10. Mai 2003 21:39:01:

1. Das Wahlprogramm der GRÜNEN hat nur 96 Seiten
2. Es handelt sich um das Grundsatzprogramm. Dieser Satz steht richtigerweise im Kapitel: Frauenrechte international und es geht um gleichberechtigten Zugang zu Bildung, Gesundheitswesen, etc.pp.
Und über die Situation der Frauen bspw. in Afghanistan willst Du Dich sicher nicht unterhalten, oder?
Jörg
*grün*

Hallo Hemma...,

das Problem ist, dass es den Grünen eben nur um Frauenrechte geht.

Ich halte die Grünen für männerfeindlich. Wenn das nicht so ist, dann bringen sie das offensichtlich falsch rüber. Aber ich muss zugestehen, die Grünen hatten das ehrlichste Wahlplakat. Ein Plakat, auf dem eine Frau mit ihren Füßen auf einem liegenden Mann saß, war betitelt "50% aller Macht für die Männer". Ich glaube das zeigt zumindest ehrlich, wie die Grünen die Gleichberechtigung verstehen.

Gruß

Bruno

Re: Man(n) kann es kaum fassen!

Norbert, Tuesday, 13.05.2003, 00:38 (vor 8304 Tagen) @ michail

Als Antwort auf: Re: Man(n) kann es kaum fassen! von michail am 11. Mai 2003 23:53:49:

Wie gesagt, es gibt Leute, von denen will man ja gar nicht gewählt werden.

Ist ja in Ordnung! Diese Leute werden aber doch wohl in einem Forum begründen dürfen, warum sie Euch nicht wählen. Was aber willst Du eigentlich?

Nun, Kritik ist eben nur erlaubt, wenn diese Leute selber kritisieren.
Selber kritisiert werden, ohne Gegenargumente zu haben ist nicht in ihrem Sinn.
Der Verlust der Meinungsbeherschung stört.
<hr>

Programme werden bei uns nicht geschrieben, sondern entstehen in einem demokratischen Prozess.

Wo ‘demokratische Prozesse’ solche Mißbildungen zeitigen, muß entweder der Begriff von Demokratie oder aber der Prozess defekt sein.

Feministisch geprägte Demokratur ist halt keine Demokratie.
Aber solch dressierten Männchen wird man(n) es sicher nicht mehr verständlich machen können.
Auch nicht, dass ihre Denkweise unsere Gesellschaft zerstören wird.
<hr>

Gruß
Michail

Gruß
Norbert

Re: Man(n) kann es fassen!

HemmaNedDo, Tuesday, 13.05.2003, 13:18 (vor 8303 Tagen) @ michail

Als Antwort auf: Re: Man(n) kann es kaum fassen! von michail am 11. Mai 2003 23:53:49:

Ist ja in Ordnung! Diese Leute werden aber doch wohl in einem Forum begründen dürfen, warum sie Euch nicht wählen. Was aber willst Du eigentlich?

Das, was falsch dargestellt wird, richtig stellen. Es muss ja auch nicht alles gewertet werden.

Programme werden bei uns nicht geschrieben, sondern entstehen in einem demokratischen Prozess.
Wo ‘demokratische Prozesse’ solche Mißbildungen zeitigen, muß entweder der Begriff von Demokratie oder aber der Prozess defekt sein.

Demokratie bedeutet, dass man auch andere Meinungen akzeptieren kann. Ich bin nicht der Meinung, dass die hier meist propagierte Meinug zu Genderthemen "missgebildet" sind, ich störe mich auch nciht an der großen Richtung, ich sehe nur viele Dinge anders.
Hier deshalb jmd. zu diffamieren liegt mir aber fern.
Nur zur Info: das Grundsatzprogramm wurde aufgrund eines urspr. Vorschlags innerhalb der Partei in einem 2-jährigen Prozess formuliert und in einer dreitägigen Delegiertenkonferenz dann endgültig beschlossen.

Über Frauenstatute kann man unterschiedlicher Meinung sein, ich bin innerparteilich auch der Meinung, dass es nicht mehr notwendig ist und freue mich, dass bspw. die grüne Jugend Ba-Wü ein entsprechendes Männerstatut verabschiedet hat - wie übrigens auch viele Frauen i den GRÜNEN, mit denen ich diese Thematik diskutiert habe. Aber ich kann auch die verstehen,die es beibehalten wollen. Im übrigen wird aus dem Frauenstatut lediglich der Bereich: Frauen auf die ungeraden Plätze und ausgeglichenes Rederecht angewandt - in beide Richtungen übrigens.
Jörg

Re: Man(n) kann es fassen!

Bruno, Tuesday, 13.05.2003, 14:37 (vor 8303 Tagen) @ HemmaNedDo

Als Antwort auf: Re: Man(n) kann es fassen! von HemmaNedDo am 13. Mai 2003 10:18:17:

Im übrigen wird aus dem Frauenstatut lediglich der Bereich: Frauen auf die ungeraden Plätze und ausgeglichenes Rederecht angewandt - in beide Richtungen übrigens.

Jörg

Hallo Jörg/HemmaNedDo,

mal ehrlich. Stimmt das jetzt wirklich mit dem, dass Männer nur dann reden dürfen, wenn dafür auch eine Frau geredet hat? Das habe ich bisher nur als Witz aufgefasst.

Und wie kann man, wenn die Forderungen in beide Richtungen gelten sollen, Frauen und Männer gleichzeitig auf ungerade Listenplätze setzen?

Gruß

Bruno

Re: Man(n) kann es fassen!

Ferdi, Tuesday, 13.05.2003, 14:59 (vor 8303 Tagen) @ Bruno

Als Antwort auf: Re: Man(n) kann es fassen! von Bruno am 13. Mai 2003 11:37:44:

Hi Bruno!

Stimmt das jetzt wirklich mit dem, dass Männer nur dann reden dürfen, wenn dafür auch eine Frau geredet hat? Das habe ich bisher nur als Witz aufgefasst.

Das ist kein Witz, das ist grüne Diskussionskultur!

Und wie kann man, wenn die Forderungen in beide Richtungen gelten sollen, Frauen und Männer gleichzeitig auf ungerade Listenplätze setzen?

Auch das ist ganz einfach: Indem man die geraden Listenplätze per Parteitagsbeschluss für ungerade erklärt.

[center]"Die Partei, die Partei, die hat immer recht!"[/center]

Freundliche Grüsse!
Ferdi

Re: Man(n) kann es fassen!

HemmaNedDo, Tuesday, 13.05.2003, 16:51 (vor 8303 Tagen) @ Bruno

Als Antwort auf: Re: Man(n) kann es fassen! von Bruno am 13. Mai 2003 11:37:44:

Hallo Jörg/HemmaNedDo,
[quote]mal ehrlich. Stimmt das jetzt wirklich mit dem, dass Männer nur dann reden dürfen, wenn dafür auch eine Frau geredet hat? Das habe ich bisher nur als Witz aufgefasst.
[/quote]

Schwachsinn. Es werden getrennte Rednerboxen aufgestellt, aus der die Redner gezogen werden, wenn sich mehr Redner als zur Aussprache vorgesehen sind, melden. Üblicherweise reichen die Wortmeldungen aus, um so die Rednerliste paritätisch zu besetzen.
Wenn jetzt entweder zuwenig Frauen oder Männer sich gemeldet haben, wird abgestimmt. Und ich habs bisher noch nie erlebt, dass die Versammlung die Rednerliste geschlossen hätte.

Und wie kann man, wenn die Forderungen in beide Richtungen gelten sollen, Frauen und Männer gleichzeitig auf ungerade Listenplätze setzen?
Bezog sich auf die Rednerliste, sorry, war missverständlich. Allerdings werden bie "großen" Listen, also Landes - und Bundeslisten, immer die ungeraden Plätze mit Frauen besetzt.
Die Historie und die BEsetzung der Parlamente machte bei gründung der Partei eine solche Maßnahme notwendig - so sahen es zumindest die, die damals die Partei gründeten. Und letztendlich haben sie ja recht gehabt.
Politik ist keine Männerdomäne mehr...und ich halte das für richtig. Ich denke nicht, dass Frauen das besser können, sondern genauso gut.

Jörg

Re: kaum zu fassen...

Eugen Prinz, Tuesday, 13.05.2003, 17:56 (vor 8303 Tagen) @ HemmaNedDo

Als Antwort auf: Re: Man(n) kann es fassen! von HemmaNedDo am 13. Mai 2003 13:51:04:

Politik ist keine Männerdomäne mehr...und ich halte das für richtig. Ich denke nicht, dass Frauen das besser können, sondern genauso gut.
Jörg Hemmaned

Hallo Hemmaned,

1. Es geht hier nicht darum, Frauen an der Teilhabe an der Politik zu hindern. Es geht um die Verlogenheit von Quoten. Wir haben keine repräsentative Demokratie. Es gibt auch keine Quote für Schwule, für Neger, für Juden. Wenn dem so wäre, dann forderte und fände ich garantiert auch eine Quote, die mir einen Platz in der Politik garantiert.

2. Die Aussage - Politik sei eine Männerdomäne - ist so unsinnig, wie die Aussage: 95 % aller Millionäre sind Männer. Aber sie ist eine taktische Behauptung, um 95 % der Männer Schuldgefühle zu verursachen, Männern, die weder in der Politik noch Millionäre sind.

3. Was für eine Idee, Frauen könnten das mit der Politik genausogut wie Männer. Das kann auch nur einem matriarchal deformierten Grünen einfallen. Vielleicht können sie es ja sogar besser?! Aber offensichtlich können Frauen es nicht so gut wie Männer, sonst bedürften sie nicht flankierender gesetzlicher Schutzmaßnahmen. Das ist vielleicht die einzige Leistung, die sie besser hingekriegt haben - sich gesetzlichen Schutz für ihre mehr oder weniger zweifelhaften Argumente zu sichern.

Nicht aus Gehässigkeit, aber um deiner Erleuchtung willen, wünsche ich dir, dass dir mal ein wohlüberlegtes, vernünftiges Argument in einer Debatte so richtig abgesägt wird, nur weil du ein Mann bist.

Eugen Prinz

Re: kaum zu fassen...

Jolanda, Tuesday, 13.05.2003, 18:22 (vor 8303 Tagen) @ Eugen Prinz

Als Antwort auf: Re: kaum zu fassen... von Eugen Prinz am 13. Mai 2003 14:56:31:

Hallo Eugen

3. Was für eine Idee, Frauen könnten das mit der Politik genausogut wie Männer. Das kann auch nur einem matriarchal deformierten Grünen einfallen. Vielleicht können sie es ja sogar besser?! Aber offensichtlich können Frauen es nicht so gut wie Männer, sonst bedürften sie nicht flankierender gesetzlicher Schutzmaßnahmen. Das ist vielleicht die einzige Leistung, die sie besser hingekriegt haben - sich gesetzlichen Schutz für ihre mehr oder weniger zweifelhaften Argumente zu sichern.

---Das hat allerdings etwas...schmunzelt...hier sehe ich auch ganz klar einen gewaltigen Widerspruch. Ich bin ganz und gar gegen Quoten und es wundert mich schon, dass Frauen selbst nicht erkennen, dass sie sich damit mehr schaden als nutzen zufügen.

Es grüsst dich
Jolanda

Re: Man(n) kann es fassen!

michail, Tuesday, 13.05.2003, 19:21 (vor 8303 Tagen) @ HemmaNedDo

Als Antwort auf: Re: Man(n) kann es fassen! von HemmaNedDo am 13. Mai 2003 10:18:17:

Hallo Jörg,

ich habe einen Satz als „Missbildung“ bezeichnet, der von „Kinder- und Mädchenarbeit“ spricht und habe weitere sprachliche Einseitigkeiten moniert. Und sollte es eine Wende bei den Grünen in die Richtung geben, die wir hier meinen, dann würden wir dies ebenfalls (auch) in ihrer Sprache erkennen.

Bis dahin, glaube ich aber, hat es wenig Sinn, wenn einer von den Grünen ganz einfach behauptet, wir verstünden das alles falsch. Kannst Du uns denn einen nicht jungenausgrenzenden Grund jener Wortwahl im Satz „Kinder- und Mädchenarbeit“ glaubhaft vermitteln? Wie schlüpft so etwas in ein penibel ausgearbeitetes Buch rein? Warum gestaltet ihr den Satz nicht geschlechterdemokratisch? Warum schreibt ihr nicht „J u n g e n-“ hin?

Auf solche Fragen kann man doch nicht einfach sagen: „ich sehe nur viele Dinge anders“ und „deshalb jmd. zu diffamieren liegt mir fern.“ Wenn jemandem die Beschreibung seiner Tendenzen als Diffamierung erscheint, muß doch derjenige seine Tendenzen überprüfen.

Gruß
Michail

Re: Man(n) kann es fassen!

HemmaNedDo, Tuesday, 13.05.2003, 21:32 (vor 8303 Tagen) @ michail

Als Antwort auf: Re: Man(n) kann es fassen! von michail am 13. Mai 2003 16:21:04:

Hallo,
ich habe einen Satz als „Missbildung“ bezeichnet, der von „Kinder- und Mädchenarbeit“ spricht und habe weitere sprachliche Einseitigkeiten moniert.
richtig, sähe ich auch kritisch, wenn Du Dich nicht in der Abteilung "internationale Frauenpolitik" befinden würdest. "Mädchen"arbeit vertärkt lediglich den weiblichen Teil der Kinderarbeit. Grüne waren schon immer gegen Kinderarbeit - und ohne uns wüssten viele wahrscheinlich noch ncihtmal davon. Ohne uns gäbe es viele Dinge in diesem Staat nciht, die heute als selbstverständlich erachtet werden - und zum Nutzen aller sind. Übrigens, die Grünen sind immer schon gegen die Wehrpflicht - auch aus Gerechtigkeitsgründen.
Aber ich sehe, positive Dinge dürfen nicht erwähnt werden....

Warum schreibt ihr nicht „J u n g e n-“ hin?

Keine Ahnung. Ich halte es aber nicht für notwendig,w eil ich den verstärkenden Effekt zwar wahrgenommen habe, ihn aber nciht als diskriminierend empfunden habe.
Es gibt Auswüchse der Frauenpolitik, das gebe ich umunwunden zu.

Aber nach wie vor bestimmen Männer vordergründig über die politische und gesellschaftliche Realität. Ob Frauen das mitmachen, ist dabei völlig irrelevant. Es ist nciht in Ordnung.
Es gibt dafür viele Belege, nimm als ein sehr relevantes Thema das Wahrnehmen von Elternzeit. Es ist nicht damit getan,ein: "die Frau lässt das aber nciht zu" als Ausrede zu benutzen. Man(n) muss es durchsetzen, wenn die Frau nicht will.

Ich setze einfach andere Prioritäten als Du.

Und: Wenn jemandem die Beschreibung seiner Tendenzen als Diffamierung erscheint, muß doch derjenige seine Tendenzen überprüfen.

Nein, denn nciht jeder nimmt Diffamierungen zu best. Themen so wahr wie Du das tust - in diesem speziellen Fall. Du bist sensibel, zu sensibel würd ich behaupten, was dieses Thema angeht. Aber nochmal: Die Grünen sind keine Volkspartei und werden es auch nicht werden. Die Forderungenin der Frauenpolitik sind sehr weitgehend. Aber es sind auch Forderungen, die im seltensten Fall zu 100% umgesetzt werden. Das wissen wir doch alle.

Und, um nochmals auf das Plakat zurückzukommen: Ich halte den Scherz auch für misslungen und es wurde ganz stark inerparteilich kritisiert. Ich weiss von einigen Kreisverbänden, die das nicht geklebt haben.

Die Grünen sind eine Partei der Vielfalt und eines breiten Spektrums. Es gibt Ansätze zu einer Männerpolitik. UNd da hör ich zur Zeit sehr genau hin.

Jörg

Re: Man(n) kann es fassen!

michail, Wednesday, 14.05.2003, 12:48 (vor 8302 Tagen) @ HemmaNedDo

Als Antwort auf: Re: Man(n) kann es fassen! von HemmaNedDo am 13. Mai 2003 18:32:39:

Schauen wir mal:

...sähe ich auch kritisch, wenn Du Dich nicht in der Abteilung "internationale Frauenpolitik" befinden würdest. "Mädchen"arbeit vertärkt lediglich den weiblichen Teil der Kinderarbeit.

So habe ich es auch gesehen. Und? Ist Deine Umschreibung meiner Kritik ein Grund für mich, die angeprangerte Einseitigkeit hinzunehmen, nur weil für sie extra Posten („internationale Frauenpolitik“) geschaffen worden sind?

Warum schreibt ihr nicht „J u n g e n-“ hin? Keine Ahnung.

Das verstehe ich!

Ich halte es aber nicht für notwendig.

Das beruhigt mich und erklärt mir natürlich alles, nicht war? Da brauchte ich gar nicht mehr zu denken, sondern nur zu fragen, was Meister als notwendig erachtet. Fein!

Aber nach wie vor bestimmen Männer vordergründig über die politische und gesellschaftliche Realität.

Wenn Frauen die meiste Wählerschaft stellen, und dein obiges Statement stimmt, dann kann das andere, daß Frauen genau so gut wie Männer Politik machen können oder wollen, nicht stimmen. Entscheide also (oder auch nicht. Vielleicht ist Dir das nicht 'notwendig').

Man(n) muss es durchsetzen, wenn die Frau nicht will.

Eine Politik, die das durchsetzt, was Menschen nicht wollen, nennen wir eine Diktatur. Aber Du meinst sicher eine gute Diktatur, hm?

Ich setze einfach andere Prioritäten als Du.

Nein, andere Wertmaßstäbe. Ganz andere!

Du bist sensibel, zu sensibel...

Ja, manche Menschen können richtig unangenehm werden.

Es gibt Ansätze zu einer Männerpolitik.

Ich sagte ja schon: Wir würden sie schon erkennen - sind ja sensibel, oder?

Michail

Re: kaum zu fassen...

Manfred, Wednesday, 14.05.2003, 13:09 (vor 8302 Tagen) @ Jolanda

Als Antwort auf: Re: kaum zu fassen... von Jolanda am 13. Mai 2003 15:22:46:

Ich bin ganz und gar gegen Quoten und es wundert mich schon, dass Frauen selbst nicht erkennen, dass sie sich damit mehr schaden als nutzen zufügen.

Ich glaube eben nicht, daß sich Frauen damit derzeit mehr schaden als nutzen. Sie schaden langfristig ihrem Ansehen, ihrer Glaubwürdigkeit und letztlich ihrer Würde. Aber gegenwärtig ist die Summer der Verlockungen viel größer, als der Schaden der durch das deformieren (oben aufgezählt) abstrakter Werte entsteht. Es ist offensichtlich, dass damit zugleich auch der gesamten Gesellschaft geschadet wird.
Es ist wie Doping im Sport. Der Sportler schadet auf lange Sicht sich selbst als auch dem Sport. Trotzdem erliegt man/frau der Versuchung um des momentant gesteigerten Effektes des Empfindens von Würde, Stolz etc. immer wieder.
Aber wie dämlich würden wir jemanden einstufen, der ernsthaft behaupten wollte, gedopte Sportler seinen gleichwertig?
Es tut mir um all die "guten" Frauen leid, wenn ich sagen muß, dass meine Einschätzung aller wesentlichen "Wertfaktoren" des weiblichen Geschlechtes (insgesamt gesehen) in den letzten Jahren enorm abgesunken ist. Ausnahmen versuche ich zu erkennen, finde sie auch immer wieder, aber im allgemeinen spüre ich wie meine innere Haltung mehr und mehr davon abrückt, Frauen als gleichwertig sehen zu können.

Gruß
Manfred

Re: Man(n) kann es fassen!

Manfred, Wednesday, 14.05.2003, 13:15 (vor 8302 Tagen) @ HemmaNedDo

Als Antwort auf: Re: Man(n) kann es fassen! von HemmaNedDo am 13. Mai 2003 18:32:39:

Übrigens, die Grünen sind immer schon gegen die Wehrpflicht - auch aus Gerechtigkeitsgründen.

Das rechne ich den Grünen bei all der Schelte die ich für sie übrig habe auch hoch an. Nur: stimmt das denn auch wirklich oder wirds nur behauptet um des pazifistischen Eindruckes Willen?
Ich hatte jedenfalls den Eindruck, daß dieses Thema schon auf dem Altar der Koalitionsverhandlungen geopfert wurde, noch bevor es ernsthaft erörtert wurde.

Gruß
Manfred

Re: Man(n) kann es fassen!

HemmaNedDo, Wednesday, 14.05.2003, 13:20 (vor 8302 Tagen) @ michail

Als Antwort auf: Re: Man(n) kann es fassen! von michail am 14. Mai 2003 09:48:55:

for more...

[quote]So habe ich es auch gesehen. Und? Ist Deine Umschreibung meiner Kritik ein Grund für mich, die angeprangerte Einseitigkeit hinzunehmen, nur weil für sie extra Posten („internationale Frauenpolitik“) geschaffen worden sind?
[/quote]
Für Dich? Nö. Du willst Dich ja nicht näher damit beschäftigen. Vielleicht hast Du mal gelernt, dass man sich innerhalb eines Themas in einem Kapitel auch mit diesem beschäftigt. Wieso also sollte man sich im Politikfeld "internationale Frauenpolitik" mit Männerpolitik befassen?

Das beruhigt mich und erklärt mir natürlich alles, nicht war? Da brauchte ich gar nicht mehr zu denken, sondern nur zu fragen, was Meister als notwendig erachtet. Fein!

Noch einmal: das was dort steht, ist das Ergebnis eines Prozesses, der über mehr als 2 Jahre lief. Scheinbar hat es bei uns niemand für notwendig erachtet. Das kann man als falsch auffassen, muss man aber nicht. Wir haben ja Meinungsfreiheit.
Wenn Du die GRÜNEN verändern willst, musst Du eintreten, nicht von außen hineintreten.

Wenn Frauen die meiste Wählerschaft stellen, und dein obiges Statement stimmt, dann kann das andere, daß Frauen genau so gut wie Männer Politik machen können oder wollen, nicht stimmen. Entscheide also (oder auch nicht. Vielleicht ist Dir das nicht 'notwendig').

Nein, denn eine Anerkennung dieses Arguments würde ja für Dich bedeuten, dass DU Dich tatsächlich mal ernsthaft mit Beschränkungen weiblicher Karrieren aufgrund herrschender Realität befassen müsstest. Oder hast Du Dich schon für Elternzeit entschieden? Wirst Du die Elternzeit als schon oder vielleicht zukünftiger Vater in Anspruch nehmen und Deine Frau/Gefährtin weiterhin ihren berufliche Erfolg ermöglichen? (als ein Beispiel von mehreren Möglichen)

Eine Politik, die das durchsetzt, was Menschen nicht wollen, nennen wir eine Diktatur. Aber Du meinst sicher eine gute Diktatur, hm?

Nein, ich rede hier über einen Vorwurf, der nicht zuletzt hier im Forum hin und wieder auftauscht: Männer können sich gar nicht um Erziehung/Haushalt kümmern, weil die Frau sie nicht lässt. Insofern rede ich von Bezihungsarbeit.
Darüber hinaus: Politik setzt immer Dinge durch, die Menschen nciht wollen. manchmal aber setzen Menschen durch, die Politiker nicht wollen. Dazu bedarf es aber mehr basisdemokratischer Elemente. Grüne Forderung übrigens.

Du bist sensibel, zu sensibel...
[quote]Ja, manche Menschen können richtig unangenehm werden.
[/quote]

ROFL, Punkt für Dich. Nein, sensibel im Sinne von überempfindlich, i-Tüpfelchen-Scheisser heisst das bei uns daheim. Man kann aus allem was negatives herauslesen,w enn man nur lange genug danach sucht.

Es gibt Ansätze zu einer Männerpolitik.
Ich sagte ja schon: Wir würden sie schon erkennen - sind ja sensibel, oder?

Nein, das glaube ich nicht. Nicht das du nciht sensibel wärst, sondern eher dass du das bei den Grünen nicht entdecken würdest. Dazu müsstest Du nämlich die Scheuklappen abnehmen.

Jörg

Re: kaum zu fassen...

Jolanda, Wednesday, 14.05.2003, 14:14 (vor 8302 Tagen) @ Manfred

Als Antwort auf: Re: kaum zu fassen... von Manfred am 14. Mai 2003 10:09:30:

Hallo Manfred

Ich rede ja vom Schaden auf lange Sicht, dass in der heutigen Situation Frauen profitiern, weil sie durch die Quotenregelung einen Posten erhalten, das ist mir schon klar.

Nur sehe ich diesen Nutzen eben als sehr heimtückisch und zweifelhaft an und gerade dein Posting beweist mir, dass es auch so ist.

Wie du schon erwähnt hast, was denkst du wie echt der Applaus ist vom Publikum, wenn der Sportler gewinnt, dem man 5 Minuten Vorsprung gegeben hat auf alle anderen. Nicht einer wird diesem Sportler wirklich Achtung und Respekt zollen, weil er gegenüber den anderen klar bevorzugt wurde und sich den Erfolg ja "erschummelt" hat.

Und wenn ich dann noch lese, wie du sagst, dass du Frauen immer weniger für gleichwertig hälst, weil man sie ja anscheinend überall "puschen" muss und sie ohne Sonderstatus wohl nichts erreichen, dann trifft mich das als Frau schon und aus diesem Grund bin ich absolut gegen Quoten und Bevorzugungen beim weiblichen Geschlecht.

Mir wäre es bei weitem lieber, die Frauen müssten sich ihre Positionen erkämpfen, genauso hart wie das die Männer müssen, dann würde es vielleicht länger dauern, bis wir prozentual gleich vertreten sind, aber wir hätten es aus eigener Kraft geschafft und könnten stolz darauf sein.

Es grüsst dich
Jolanda

Re: Man(n) kann es fassen!

michail, Wednesday, 14.05.2003, 15:30 (vor 8302 Tagen) @ HemmaNedDo

Als Antwort auf: Re: Man(n) kann es fassen! von HemmaNedDo am 14. Mai 2003 10:20:28:

Vielleicht hast Du mal gelernt, dass man sich innerhalb eines Themas in einem Kapitel auch mit diesem beschäftig

Habe sogar gelernt, ein Buch anhand seiner Kapitel zu erkennen und zu beurteilen.

Wenn Du die GRÜNEN verändern willst, musst Du eintreten, nicht von außen hineintreten.

Man muß nicht Dreck fressen um aufzuräumen. Das geht auch anders: Wir erklären in einem Forum, warum wir die Grünen nicht wählen, und schon schicken sie ihren Schleimer.

hast Du Dich schon für Elternzeit entschieden?

Nö, ich hab heut auch noch nicht zu Mittag gegessen.

sensibel im Sinne von überempfindlich, i-Tüpfelchen-Scheisser heisst das bei uns daheim.

Ich habe den Eindruck, dass hier deine Argumentation abgerundet vorliegt, denn wir erreichen langsam jenes mir schon bekannte Niveau, auf welchem progressive Gutmenschen ihr zwecklos-zappelndes Denken mit Emotion und das Argument mit Beleidigung zu ersetzen beginnen.

Aber falls Du noch was sagen möchtest…

Männerpolitik: Wir würden sie schon erkennen – Nein, das glaube ich nicht.

Würde mich ja auch wundern. Woher soll sie kommen?

Re: Man(n) kann es fassen!

HemmaNedDo, Wednesday, 14.05.2003, 16:19 (vor 8302 Tagen) @ michail

Als Antwort auf: Re: Man(n) kann es fassen! von michail am 14. Mai 2003 12:30:24:

Ich habe den Eindruck, dass hier deine Argumentation abgerundet vorliegt, denn wir erreichen langsam jenes mir schon bekannte Niveau, auf welchem progressive Gutmenschen ihr zwecklos-zappelndes Denken mit Emotion und das Argument mit Beleidigung zu ersetzen beginnen.

Nun, das kann ich gut so an Dich zurückgeben und muss erkennen, dass es mal wieder sinnlos war.
Schau Dir Odins Beitrag an (index.php?id=17398), und Du weisst, dass ich recht habe.
Wer immer noch nciht erkannt hat, dass er seinen eigenen Beitrag leisten muss, um etwas zu verändern, der hats halt nicht kapiert.
Das ist der Hintergrund des Erfolgs der Frauenbewegung - und des Misserfolgs der Männerbewegung IMHO.
Jörg
*verändern bedeutet etwas tun*

Ehe-e.V.

Re: Man(n) kann es auch lassen!

michail, Wednesday, 14.05.2003, 18:03 (vor 8302 Tagen) @ HemmaNedDo

Als Antwort auf: Re: Man(n) kann es fassen! von HemmaNedDo am 14. Mai 2003 13:19:28:

Der Erfolg der Frauenbewegung liegt daran, dass sie von Männern getragen wurde, die meinten, „Man(n) muss es durchsetzen, wenn die Frau nicht will“ (wie schön das doch gesagt ist); die das Versagen ihrer dumpfen Ziele nicht anzuerkennen in der Lage sind und enttarnender Analyse Übersensibilität(!) vorwerfen zu können glauben.

Eine Männerbewegung gibt es noch nicht. Dies hier aber sind erste Kostproben, die erkennen lassen, dass sich ihre künftigen Gegner warm anziehen müssten.

Re: Man(n) kann es fassen!

Odin, Wednesday, 14.05.2003, 19:09 (vor 8302 Tagen) @ HemmaNedDo

Als Antwort auf: Re: Man(n) kann es fassen! von HemmaNedDo am 14. Mai 2003 10:20:28:

Für Dich? Nö. Du willst Dich ja nicht näher damit beschäftigen. Vielleicht hast Du mal gelernt, dass man sich innerhalb eines Themas in einem Kapitel auch mit diesem beschäftigt. Wieso also sollte man sich im Politikfeld "internationale Frauenpolitik" mit Männerpolitik befassen?

Schön! Logisch! Dann erzähl uns doch mal, was unter dem Kapitel "internationale Männerpolitik" zu finden ist! Steht da wenigstens vielleicht was von "Kinder- und Jungenarbeit"? Hm?

Außerdem würde mich noch folgendes interessieren:

<dass bspw. die grüne Jugend Ba-Wü ein entsprechendes Männerstatut verabschiedet hat >

Kannst Du das näher erläutern, wie das aussieht?

Re: Man(n) kann es auch lassen!

Norbert, Wednesday, 14.05.2003, 20:17 (vor 8302 Tagen) @ michail

Als Antwort auf: Re: Man(n) kann es auch lassen! von michail am 14. Mai 2003 15:03:00:

Der Erfolg der Frauenbewegung liegt daran, dass sie von Männern getragen wurde, die meinten, „Man(n) muss es durchsetzen, wenn die Frau nicht will“ (wie schön das doch gesagt ist); die das Versagen ihrer dumpfen Ziele nicht anzuerkennen in der Lage sind und enttarnender Analyse Übersensibilität(!) vorwerfen zu können glauben.

Der 'größte' Erfolg der Frauenbewegung ist die Verwüstung eines Erfolgproduktes, der funktionierenden Familie.
Und zum zweiten, die weitgehende Versklavung von Männern, besonders in Scheidungsfällen sehr deutlich zu Tage tretend.

An diesen zweifelhaften Erfolgen bricht unsere Gesellschaft auseinander.
Aber auch dann sind wieder nur Männer daran schuld.
<hr>

Eine Männerbewegung gibt es noch nicht. Dies hier aber sind erste Kostproben, die erkennen lassen, dass sich ihre künftigen Gegner warm anziehen müssten.

Sehr warm.
Klar, ohne echte Argumente zu haben Siege zu erreichen war bequem.
Die Randpartei 'Grüne' stand schon 1990 am Abgrund.
Sie werden die weiteren Schritte doch noch schaffen.
Sie wollen sich ihre Wähler raussuchen, schön wählt euch ein neues Volk.
Viel Glück dabei.

Die vehemente Verteidigung eines solchen Frauenstatuts, welches offensichtlich verfassungswidrig ist, zeigt es.
Und dann noch der Einwand, es würde doch nur 'dies und das' davon angewendet.
Schlicht lächerlich, denn dann müsste man den Rest nicht so verteidigen, sondern einfach aufheben.

Die Diskriminierung zeigt sich auch darin, dass bei den 'Grünen' bei ca. 38% Frauenanteil ca. 60% Abgeordnete im Bundestag sitzen, ein krasses Ungleichgewicht. Für 62% Männer bleiben nur 40% der Mandate.
D.h. eine grüne Frau hat eine ca. 3mal so große Chance auf ein Mandat, als ihr grüner Mitfrauling. nichts mit 50/50.
Pure Umkehrung der Verhältnisse.
Aber bei der Frauenverherrlichung kein Wunder. (*gg nettes Wort*).
Gleichzeitig dabei Männer herabwürdigen.

Aber wir Männer sind doch so wehleidig und jammern nur.
Ja ihr bösen Sklaven, warum jammert ihr nur, wir haben's doch gut.
Nun, diese Polemik ist nicht neu, und wird durch die laufende Wiederholung aber auch nicht wahr.

Aber wie könnten wir die unfairen Methoden der Frauenbewegung auch selber nutzen wollen. Pfui.
Allerdings darauf hinweisen, dürfen wir schon!

Gruß
Norbert

Re: Das Programm der Grünen

peter, Wednesday, 14.05.2003, 20:34 (vor 8302 Tagen) @ Andreas

Als Antwort auf: Das Programm der Grünen von Andreas am 10. Mai 2003 18:15:18:

Hallo Andreas, Danke für den Beitrag.

Im Grundsatzprogramm der Grünen habe ich mir gerade das mal rauskopiert:

Grundsatzprogramm (Ausschnitt des Stichwortregisters)

Seite 175
F
…
Frauen an die Macht (Schlüsselprojekt) 22, 139
Frauenbewegung 9, 20, 132, 142
Frauenförderung 79, 104
Frauenforschung 104f.
Frauenhandel 137
Frauenpolitik 132, 139, 158
Frauenquote 139f.
Frauenrechte 140ff.

Seite 175

G
Gender Mainstreaming 44, 68, 83, 97, 106, 129, 139, 168

Seite 177

M
Männer, -politik 70, 79, 132ff.

So, das sollte erstmal als kleiner Eindruck reichen.
Lest es. Das macht Spass, das macht Freude! Bäh!

Gruß peter

Re: Man(n) kann es fassen!

HemmaNedDo, Thursday, 15.05.2003, 00:52 (vor 8302 Tagen) @ Odin

Als Antwort auf: Re: Man(n) kann es fassen! von Odin am 14. Mai 2003 16:09:25:

Schön! Logisch!
Immerhin.
Dann erzähl uns doch mal, was unter dem Kapitel "internationale Männerpolitik" zu finden ist! Steht da wenigstens vielleicht was von "Kinder- und Jungenarbeit"? Hm?

Nö, denn es gibt (noch) keine ausgesprochene Männerpolitk bei den Grünen. Genausowenig übrigens wie bei der SPDFDPCDU...wo doch die beiden letztgenannten doch so beliebt sind hier....
Aber das sind einfach noch ein paar dicke Bretter, die gebohrt werden müssen. Da läuft schon eniges, aber abseits der Öffentlichkeit.

Außerdem würde mich noch folgendes interessieren:
[quote]<dass bspw. die grüne Jugend Ba-Wü ein entsprechendes Männerstatut verabschiedet hat >
Kannst Du das näher erläutern, wie das aussieht?
[/quote]

Hmm, ist wohl eher ein Männervotum - entsprechend dem Frauenvotum.
Anfang des Jahres versuchte die grüne Jugend BaWü, dass Frauenstatut zu kippen - was an der 2/3 Mehrheit scheiterte.
In derselben Sietzung hat man dann ein Männervorum eingeführt - und die Abschaffung der Wehrpflicht gefordert.

Es gibt Männer und Frauen bei uns, die gegen die Frauenprivilegien in der Partei aktiv sind und auch einfordern.

Jörg

Re: kaum zu fassen...

Manfred, Thursday, 15.05.2003, 01:06 (vor 8302 Tagen) @ Jolanda

Als Antwort auf: Re: kaum zu fassen... von Jolanda am 14. Mai 2003 11:14:17:

Und wenn ich dann noch lese, wie du sagst, dass du Frauen immer weniger für gleichwertig hälst...

Ich bemühe mich schon, für Ausnahmen offen zu bleiben und finde diese auch immer wieder. Es sind auch gar nicht soo wenige. Dennoch spüre ich in mir selbst, wie mein Frauenbild von all dem feministischen Irrdsinn nicht verschont bleibt.
Ich versuche mich selbst so kritisch zu hinterfragen wie ich es auch bei anderen tue, um das Maximum an Objektivität zu wahren zu dem ich als Einzelindividuum fähig bin. Dabei habe ich aber bemerkt, wie mein Unterbewußtsein bereits mehr und mehr dieses veränderte negative Frauenbild übernimmt. Ich werde dagegen im Prinzip auch nicht angehen, weil ich versuche, schon meine Wahrnehmungen durch mein Bewußtsein so rational zu überprüfen, wie ich eben derzeit dazu in der Lage bin. Also glaube ich weniger, daß mein Unterbewußtsein falschen Eindrücken erliegt, sondern daß es sich vielmehr tatsächlich nur an das "gewöhnt" was ich auch tatsächlich denke und empfinde.
Ich kenne viele Frauen, von deren positiven Fähigkeiten und Absichten ich überzeugt bin. Aber solche Gefühle oder Überzeugungen in mir zu assoziieren
ist das Wort "Frau" oder ein Hauch von Parfüm in der Luft längst nicht mehr aureichend. Dazu muß ich die entsprechende Person ein bisschen kennen, sie muß irgendwie was "bringen". Jeglicher Vertrauensvorschuß ins weibliche vorab ist aber absolut perdu und durch Mißtrauen ersetzt worden.
Ich denke diese Erklärung war ich Dir jetzt schuldig.
Überhaupt sollten wir unsere eigene Psychologie nicht zu sehr vernachlässigen, es tritt oft interessantes zu Tage :-)

Gruß
Manfred

Re: kaum zu fassen...

Jolanda, Thursday, 15.05.2003, 11:11 (vor 8301 Tagen) @ Manfred

Als Antwort auf: Re: kaum zu fassen... von Manfred am 14. Mai 2003 22:06:39:

Lieber Manfred

Danke für deine Erklärung, ich kann das echt gut nachvollziehen. Was denkst du, warum es mir so am Herzen liegt, dass die Frauen endlich kapieren, dass sie sich total verrannt haben und sich nichts Gutes tun mit diesem "ich bin eine Frau, man muss mich fördern oder schützen".

Du bist lange nicht der einzige Mann dem es so geht Manfred. Ich denke, was hier bei dir abläuft, das ist eher schon "normal". Und deshalb nehme ich das auch sehr ernst und sehe in euren Aussagen alles andere als Aussagen von "Weicheiern" oder "Waschlappen". Ich sehe darin berechtigte Kritik, die es gilt ernst zu nehmen.

Und ich kann einfach nicht verstehen, dass Frau nicht erkennt, dass es so nicht weiter gehen kann.

Es grüsst dich
Jolanda

Re: kaum zu fassen...

Ferdi, Thursday, 15.05.2003, 12:42 (vor 8301 Tagen) @ Jolanda

Als Antwort auf: Re: kaum zu fassen... von Jolanda am 15. Mai 2003 08:11:58:

Hallo Jolanda!

Jeglicher Vertrauensvorschuß ins weibliche
vorab ist aber absolut perdu und durch Mißtrauen ersetzt worden.

Siehst Du, es geht mir nicht alleine so und ich bin froh, dass Manfred mir das durch seinen Beitrag bestätigt hat. Wir beide sind ja befreundet und haben Vertrauen zueinander, aber was Manfred schreibt, das ist das was ich meine wenn ich schreibe, dass ich oben auf meiner Burg sitze und die Zugbrücken hochgezogen habe. Und dass ich immer erst eine Checkliste abfrage wie ein Flugzeugpilot, der vor dem Abflug noch mal alle sicherheitsrelevanten Punkte abcheckt, bevor ich die Zugbrücke mal für jemanden runterlasse. Es wurde bereits sehr viel Vertrauen zerstört, nicht nur bei mir und Manfred, nein, bei sehr vielen Männern, die als "beziehungsunfähig" gelten. Sie sind aber vielmehr "beziehungsunwillig". Ich bin auch gerne wieder bereit, Vertrauen in mir unbekannte Frauen zu investieren. Dazu muss sich aber erst mal die Gesetzeslage ändern. Vorher bin ich nicht einmal bereit, eine mir unbekannte Frau im Auto mitzunehmen.

Schöne Grüsse,
Ferdi

PS: Bin heute abend nicht im Chat, treffe mich mit ThomasS aus Augsburg.

Genau so

Mic, Thursday, 15.05.2003, 20:05 (vor 8301 Tagen) @ Jolanda

Als Antwort auf: Re: kaum zu fassen... von Jolanda am 14. Mai 2003 11:14:17:

fein einmal von einer frau so etwas zu hören !
Schönen tag!
Mic

Re: Das Programm der Grünen

michail, Friday, 16.05.2003, 16:48 (vor 8300 Tagen) @ peter

Als Antwort auf: Re: Das Programm der Grünen von peter am 14. Mai 2003 17:34:19:

Hallo peter,

jetzt verstehe ich auch, warum Jungen (Männer) manchen wie ein i-Tüpfelchen erscheinen müssen!

Gruß
Michail

Re: Das Programm der Grünen

HemmaNedDo, Saturday, 17.05.2003, 12:51 (vor 8299 Tagen) @ michail

Als Antwort auf: Re: Das Programm der Grünen von michail am 16. Mai 2003 13:48:25:

Nunja,
ich sehe, wo die Prioritäten liegen.
Andere sollen Männerpolitik machen, engagieren will man sich aber nicht.
Bei Scheidungen gehts ums Geld.
Schön, dass man es hier immer wieder bestätigt bekommt.
Achso, aber lamentieren möchte man...:-)
Toll!
EoD
Jörg

Re: Das Programm der Grünen

Jolanda, Saturday, 17.05.2003, 14:19 (vor 8299 Tagen) @ HemmaNedDo

Als Antwort auf: Re: Das Programm der Grünen von HemmaNedDo am 17. Mai 2003 09:51:06:

Hallo Jörg

Ja es geht sehr oft ums Geld, ein Freund von mir lebt mit dem Existenzminimum und davon muss er noch die Fahrtkosten bezahlen um seinen Sohn zu sich zu holen, jedes zweite Wochende 480 km.

Klingt zynisch, wenn du so sagst, es geht euch ja nur ums Geld. Ich weiss Geld hat immer so einen "eigenartigen" Touch.

Nur können dich ständige Geldsorgen ganz schön kaputt machen, spiele das also nicht so herunter!

Es gibt sie nicht, die ach so Guten, die alles richtig machen und die richtige Einstellung haben, genauso wenig wie es nur die ach so Schlechten nicht gibt, die alles falsch machen und immer die falsche Einstellung haben.

Hier kommst du auf eine recht simple Schiene, wenn ich das so sagen darf.

Gruss
Jolanda

Re: Das Programm der Grünen

michail, Saturday, 17.05.2003, 16:39 (vor 8299 Tagen) @ HemmaNedDo

Als Antwort auf: Re: Das Programm der Grünen von HemmaNedDo am 17. Mai 2003 09:51:06:

Ach da bist Du ja!

Ich dachte HemmaNedDo HemmaNeMe.

Du redest vom Engagement - ooh! Damit kannst Du aber nur braves Funktionieren meinen. Und das bei psychotischen SexistInnen, die Männliches schon in der Grammatik verfolgen? Nö!

Also pfeif lieber mal ein Lied, schau unbedarft nach oben und gehe lieber durch als wäre da nichts gewesen. Nur ein Vorschlag.

Re: Das Programm der Grünen

HemmaNedDo, Saturday, 17.05.2003, 17:21 (vor 8299 Tagen) @ Jolanda

Als Antwort auf: Re: Das Programm der Grünen von Jolanda am 17. Mai 2003 11:19:25:

Hier kommst du auf eine recht simple Schiene, wenn ich das so sagen darf.

Nein, komm ich nicht.
Denn trotz aller Geldsorgen, die ich ganz persönlich habe, aufgrund von Scheidung, steht dieses Thema nie im Vordergrund. Es belastet zwar, aber das erste, was mir dazu einfallen würde, wäre es nihct.
Zur Erinnerung: ich bekomme keinen Kindesunterhlalt für das bei mir lebende Kind - zahle aber für 2.
Denn es geht um Kinder. Naja, wie gesagt, ich sehe - mal wieder - die Prioritäten....

Nun abba wirklich
EoD
Jörg

Re: Das Programm der Grünen

HemmaNedDo, Saturday, 17.05.2003, 17:22 (vor 8299 Tagen) @ michail

Als Antwort auf: Re: Das Programm der Grünen von michail am 17. Mai 2003 13:39:50:

na, da bist aber schnell am Ende Deiner Argumente angekommen und bei den Vorurteilen gelandet....

Re: Das Programm der Grünen

michail, Saturday, 17.05.2003, 18:46 (vor 8299 Tagen) @ HemmaNedDo

Als Antwort auf: Re: Das Programm der Grünen von HemmaNedDo am 17. Mai 2003 14:22:02:

na, da bist aber schnell am Ende Deiner Argumente angekommen und bei den Vorurteilen gelandet....

Nein, meine Argumente kann man ja hier nachlesen. Ich kenne aber jetzt die Spirale des Vergeblichen (HemmaNedDo sei Dank) und habe wenig Lust, ewig die gleichen Kreise durchzuwandern. Unsere vorherige Runde hat die Legitimation des ‘kurzen Prozesses’ erwirkt.

Sensibilität und Konsequenz, das ist ne feine Mischung!

Gruß

Re: Das Programm der Grünen

michail, Saturday, 17.05.2003, 19:24 (vor 8299 Tagen) @ HemmaNedDo

Als Antwort auf: Re: Das Programm der Grünen von HemmaNedDo am 17. Mai 2003 14:21:04:

wie gesagt, ich sehe - mal wieder - die Prioritäten....

Prioritäten? Da:

-Keine Diskriminierung bei Eistellungen (Qualifikation vor Geschlecht, keine Quoten)
-Gleiche Behandlung im Gesundheitswesen
-Bei Wehrpflicht bzw. Ersatzdienst
-Gleiche Behandlung in der Bildung (Girls`Days - Frauenbibliotheken -beauftragtinnen etc.)
-Gleiche Behandlung in der Geschlechterforschung (mehr männliche Selbstmorde - warum? Nur ein Beispiel)
-Aufhören mit der Diffamierung des Männlichen in Kultur und Gesellschaft v.a. in der Bildung!
-Geschlechterparität bei Gleichstellungsbeauftragten
-Überprüfung des Scheidungs- Unterhalts- Sorgerechts (beim zweiten stocherst Du gerade wie ein Huhn, das glaubt, das Einzige gefunden zu haben)
-Weitere Forschung: Was kostet der Feminismus diesen Staat? Welche gesellschaftliche Veränderungen konstatieren wir seit seiner Durchsetzung? Was bewirken sie in der Gesellschaft? (kurz: Aufwachen!)

So!

Und das alles nur mal so ganz schnell

Re: Man(n) kann es fassen!

Maesi, Saturday, 17.05.2003, 19:48 (vor 8299 Tagen) @ HemmaNedDo

Als Antwort auf: Re: Man(n) kann es fassen! von HemmaNedDo am 13. Mai 2003 18:32:39:

Hallo Joerg

ich habe einen Satz als „Missbildung“ bezeichnet, der von „Kinder- und Mädchenarbeit“ spricht und habe weitere sprachliche Einseitigkeiten moniert.
richtig, sähe ich auch kritisch, wenn Du Dich nicht in der Abteilung "internationale Frauenpolitik" befinden würdest. "Mädchen"arbeit vertärkt lediglich den weiblichen Teil der Kinderarbeit.

Sag mal, Joerg, hast Du ueberhaupt gelesen, was Du da oben geschrieben hast? Ich zitiere nochmals: 'Maedchenarbeit verstaerkt lediglich den weiblichen Teil der Kinderarbeit.'

Maedchenarbeit ist der weibliche Teil der Kinderarbeit, oder gibt es weibliche Kinder, die keine Maedchen sind, sodass der weibliche Teil der Kinderarbeit noch zusaetzlich durch Maedchenarbeit verstaerkt wird? *kopfschuettel* Seltsame Logik...

Grüne waren schon immer gegen Kinderarbeit - und ohne uns wüssten viele wahrscheinlich noch ncihtmal davon. Ohne uns gäbe es viele Dinge in diesem Staat nciht, die heute als selbstverständlich erachtet werden - und zum Nutzen aller sind. Übrigens, die Grünen sind immer schon gegen die Wehrpflicht - auch aus Gerechtigkeitsgründen.

Danke fuer die gruene Wahlpropaganda. Kinderarbeit wurde aber schon bekaempft, als es die Gruenen noch gar nicht gab. Die Kinderarbeit in Fabriken in der Schweiz wurde beispielsweise im Rahmen des Fabrikgesetzes aus dem Jahre 1877 stark eingeschraenkt; meines Wissens gab es damals die Gruenen noch gar nicht. Wir haben es jedenfalls ganz bestimmt nicht den Gruenen zu verdanken, dass uns das Problem der Kinderarbeit bewusst ist. Pech gehabt, Joerg.

Aber ich sehe, positive Dinge dürfen nicht erwähnt werden....

Ach Unsinn. Natuerlich darfst Du positive Dinge erwaehnen. Die Crux ist bloss, dass die Gruenen soweit es um Maennerrechte und Maennerdiskriminierungen geht, wenig Positives geleistet haben. Im Gegenteil: viele Gruene haengen auch heute noch feministischen Mythen nach, in denen es keinen Platz zur Kritik von Maennerdiskriminierung gibt. Dass Dir als Gruener in diesem Forum ein eisiger Wind um die Ohren schlaegt, ist natuerlich aus Deiner Sicht unangenehm; moeglicherweise setzt Du Dich sogar aktiv fuer Maennerrechte bei den Gruenen ein. Bloss tun das halt nur die allerwenigsten in dieser Partei, waehrend Frauenrechte dort in aller Munde sind und mit geradezu religioes anmutender Inbrunst beschworen werden. Das laeuft darauf hinaus, dass jeglicher Hinweis auf vorhandene Maennerdiskriminierungen sofort mit der 'viel schlimmeren Frauendiskriminierung' abgebuegelt und somit jegliche Diskussion abgewuergt wird. Nicht selten wird der Maennerrechtler auch mit dem Attribut Frauenfeind oder gar Frauenhasser zum Schweigen gebracht. Sorry, aber das sind Erfahrungen, die wohl nicht nur ich sondern auch viele andere Maennerrechtler gemacht haben; und im Leugnen von Maennerdiskriminierungen und Installieren von Frauenbevorzugungen und Privilegien, da sind die Gruenen ganz vorne mit dabei, gleichgueltig, ob jetzt da auch zaghaft einige Grueppchen beginnen, Gegensteuer zu geben.

Warum schreibt ihr nicht „J u n g e n-“ hin?
Keine Ahnung. Ich halte es aber nicht für notwendig,w eil ich den verstärkenden Effekt zwar wahrgenommen habe, ihn aber nciht als diskriminierend empfunden habe.

Naja, Jungen- und Maedchenarbeit sind Begriffe, die logisch auf derselben Stufe stehen. Kinderarbeit beinhaltet ja Jungen- und Maedchenarbeit und ist somit eine Stufe hoeher in der Abstraktion. Wenn jemand von Kinder- und Maedchenarbeit spricht, dann meint er Kinderarbeit im allgemeinen und Maedchenarbeit im besonderen; d.h. die Prioritaeten werden festgelegt: zuerst ist der schlimmere Skandal von Maedchenarbeit zu beseitigen, welcher ja eben deshalb explizit erwaehnt wird, und nachher wendet man sich allgemeiner der Kinderarbeit (sprich: Jungenarbeit) zu.

Gleichzeitig wird so verschleiert, dass es Probleme gibt, die hauptsaechlich Jungen betreffen. Beispielsweise ist der Einsatz von Kindersoldaten so ein Thema, bei dem immer geschlechtsneutral argumentiert wird. Natuerlich sind die weitaus meisten Kindersoldaten Jungs; allerdings wird das offensichtlich nicht als Jungenproblem interpretiert. Man scheut sich sogar die Tatsache auszusprechen, dass Jungen Hauptbetroffene sind; wer es trotzdem tut, der riskiert, dass ihm vorgeworfen wird, er leugne (die weitaus geringeren) weiblichen Opfer oder er rechne Geschlechterdiskriminierungen gegeneinander auf.

Der Begriff Kinder- und Maedchenarbeit reiht sich somit nahtlos an die im Feminismus vorherrschende und von der Oeffentlichkeit uebernommenen Systematik ein, wonach Probleme immer genau dann als geschlechtsspezifisch gesehen werden, wenn hauptsaechlich Frauen (oder eben Maedchen) negativ betroffen sind. Sind die Mehrzahl der Opfer maennlich (z.B. in Kriegen), wird entweder strikt geschlechtsneutral argumentiert, oder (weitaus haeufiger) das Problem ignoriert, geleugnet oder gar die Maenner als Hauptschuldige und die Frauen als Hauptopfer hingestellt. Sind Opfer und Taeter ausgeglichen (wie beispielsweise bei der Haeuslichen Gewalt), wird die eine Haelfte, naemlich maennliche Opfer und weibliche Taeter als unbedeutend hingestellt bzw. verharmlost. Mit diesen Methoden wird systematisch die Realitaet verzerrt und gemaess feministischer Ideologie verbogen; die Gruenen betaetigen sich hier ganz besonders eifrig als Wassertraeger der feministischen Ideologie und sind in hohem Masse mitverantwortlich fuer verzerrte Darstellungen der Realitaet in Bezug auf Geschlechterdiskriminierung und Geschlechterprobleme.

Es gibt Auswüchse der Frauenpolitik, das gebe ich umunwunden zu.

Na, immerhin...

Aber nach wie vor bestimmen Männer vordergründig über die politische und gesellschaftliche Realität. Ob Frauen das mitmachen, ist dabei völlig irrelevant. Es ist nciht in Ordnung.

Es gibt aber keine diskriminierenden Regelungen, die Frauen verwehren die politischen und gesellschaftlichen Realitaeten mitzubestimmen. Adressaten fuer mehr Mitbestimmung von Frauen sind deshalb logischerweise die Frauen selber, d.h. sie muessen selber etwas dafuer tun, dass sie beispielsweise in politischen Gremien dabei sind. Die Gruenen versteifen sich aber darauf, es handle sich um Frauendiskriminierung, und schuld daran seien die boesen Maenner, welche die Frauen nicht liessen. Belegen koennen die Gruenen das natuerlich nicht, ausser dass sie wie ueblich Statistiken zitieren, die eine vermeintliche Schieflage aufzeigen sollen. BTW: Wusstest Du schon, dass Frauen beim Muellpersonal diskriminiert werden? Die Statitistiken beweisen glasklar, dass die ueblen Maenner doch glattweg gegen 100% der dortigen Stellen belegen. Wann plaedieren die Gruenen fuer eine Quote, die diesen Missstand endlich beseitigt?

Es gibt dafür viele Belege, nimm als ein sehr relevantes Thema das Wahrnehmen von Elternzeit. Es ist nicht damit getan,ein: "die Frau lässt das aber nciht zu" als Ausrede zu benutzen. Man(n) muss es durchsetzen, wenn die Frau nicht will.

Wer wieviel Elternzeit nimmt, ist zuerst einmal Sache der Eltern selber; neben den von Eltern uebernommenen Rollenvorstellungen sind da auch Sachzwaenge nicht ganz unwesentlich. Gesetzlich etwas gegen einen bezueglich der Elternzeit unwilligen Elternteil durchzusetzen, ist ziemlich schwer; da bin ich in der Tat gespannt auf die Vorschlaege Deiner Parteigenossen, wie solches denn in der Realitaet durchgesetzt werden koennte.

Ich setze einfach andere Prioritäten als Du.

Das sei Dir unbenommen.

Und: Wenn jemandem die Beschreibung seiner Tendenzen als Diffamierung erscheint, muß doch derjenige seine Tendenzen überprüfen.
Nein, denn nciht jeder nimmt Diffamierungen zu best. Themen so wahr wie Du das tust - in diesem speziellen Fall.

Das ist richtig.

Du bist sensibel, zu sensibel würd ich behaupten, was dieses Thema angeht.

Tatsaechlich? Oder ist es vielmehr so, dass die Gruenen gegenueber Maennerdiskriminierung inzwischen derart unsensibel geworden sind, dass sie sie kaum mehr wahrnehmen? Alles eine Frage der Betrachtungsweise...

Aber nochmal: Die Grünen sind keine Volkspartei und werden es auch nicht werden. Die Forderungenin der Frauenpolitik sind sehr weitgehend. Aber es sind auch Forderungen, die im seltensten Fall zu 100% umgesetzt werden. Das wissen wir doch alle.

Ob die Gruenen sich als Volkspartei verstehen, ist voellig unerheblich. Es steht den Gruenen auch frei, aus taktischem Kalkuel weitgehende Forderungen in der Frauenpolitik zu stellen und darauf zu spekulieren, dass die politischen Gegner oder auch der Koalitionspartner sie wieder von diesen hohen Forderungen runterholen. Natuerlich muessen die Gruenen sich dann halt auch die Kritik an diesen ueberzogen-frauenfreundlichen Forderungen gefallen lassen. Wie sie wiederum auf diese Kritik reagieren, ist recht aufschlussreich, wie gerade auch Dein Beispiel zeigt.

Die frauenbevorzugenden Regelungen bei den Gruenen selber moegen demokratisch beschlossen worden sein, aber sie stehen nun mal im Widerspruch zum Geist der Gleichberechtigung. Wenn eine (womoeglich nur in der Phantasie vorhandene) Frauendiskriminierung mittels Maennerdiskriminierung kompensiert wird, entfaellt logischerweise der Zwang die Frauendikriminierung zu beseitigen; denn durch die Kompensation von Diskriminierung durch Gegendiskriminierung faellt man letzten Endes in ein Gleichgewicht dieser beiden Pole, das man aus Gleichberechtigungssicht ablehnen muss. Ausserdem zeigt die Praxis, dass einmal eingefuehrte Privilegien und Bevorzugungen aeusserst schwer wieder zu beseitigen sind; jede installierte Frauenbevorzugung muesste ja irgendwann einmal wieder abgeschafft werden, sofern diese Methode ueberhaupt funktionierte, und auf diese Weise eine echte Gleichberechtigung hergestellt wuerde. Offen gestanden, traue ich am allerwenigsten den Gruenen eine Abschaffung der mit ihrer Hilfe eingefuehrten Frauenbevorzugungen zu. Dazu halten sich dort naemlich einige laengst widerlegte Mythen ueber angebliche Frauenbenachteiligungen viel zu hartnaeckig.

Und, um nochmals auf das Plakat zurückzukommen: Ich halte den Scherz auch für misslungen und es wurde ganz stark inerparteilich kritisiert. Ich weiss von einigen Kreisverbänden, die das nicht geklebt haben.

Vielen Dank fuer Dein Engagement. Besser waere es gewesen, sowas gar nicht erst zu kreieren. Aber da den Gruenen die notwendige Sensibilitaet fuer Maennerdiskriminierung und Maenneranliegen voellig abgeht, wird wohl noch manch Maennerfeindliches aus deren Kueche kommen. Du siehst das Plakat als Scherz an; ich wuensche Dir viel Vergnuegen bei Deinem Amusement. Aber mir und vielen anderen Maennern ist das Lachen ob der immer groteskeren Maennerfeindlichkeit laengst vergangen...

Die Grünen sind eine Partei der Vielfalt und eines breiten Spektrums. Es gibt Ansätze zu einer Männerpolitik. UNd da hör ich zur Zeit sehr genau hin.

Ich weiss nicht, ob die Gruenen eine 'Partei der Vielfalt und eines breiten Spektrums' sind. In Bezug auf Gleichberechtigung und Geschlechterpolitik sind sie es jedenfalls definitiv nicht; da hoert man(n) nahezu immer denselben feministisch gefaerbten Einheitsbrei vom boesen, gewalttaetigen, ausbeuterischen, umweltzerstoerenden Mann und der guten, friedliebenden, aufbauenden, umweltschuetzenden Frau. Sofern Du mehr aus diesen Ansaetzen zu einer Maennerpolitik heraushoerst, als die altbekannten stereotypen Forderungen 'die Maenner muessen die Haelfte der Hausarbeit/Kindererziehung leisten' oder 'die Maenner muessen die Haelfte ihrer Macht an die Frauen abgeben', dann lass es uns wissen.

Gruss

Maesi

Re: Das Programm der Grünen

Jolanda, Saturday, 17.05.2003, 20:29 (vor 8299 Tagen) @ HemmaNedDo

Als Antwort auf: Re: Das Programm der Grünen von HemmaNedDo am 17. Mai 2003 14:21:04:

Hallo Jörg

Ich weiss nicht, wie kannst du anfangen gegeneinander aufzuwiegen und dann moralisch zu bewerten.

Du willst uns damit doch sagen, dass deine Priortät die Kinder sind und die von einigen anderen hier eben nur der schnöde "Mamon".

Weisst du auch, dass ich Väter kenne, die Ihre Kinder wegen diesem schnöden Mamon nur ganz selten sehen können.

Weil die Mutter hunderte von Kilometern weggezogen ist mit den Kindern. Weil es einfach nicht reicht, das Geld meine ich, damit er alle zwei Wochen dort hin fährt, ich kenne so einen Fall. Weisst du, es ist müssig, wenn du hier so redest, weisst du warum, weil du damit unterschwellig das selbe machst, wie die Frauen ja auch tun.

Sie argumentieren bei jedem Anliegen mit dem Gegenargument, aber die meisten Väter wollen ihre Kinder ja gar nicht sehen, die haben ja gar kein Interesse. Damit wird wieder Anspruch der Väter gleich vom Tisch gefegt.

Wenn du hier regelmässig liest, dann weisst du ganz genau, dass die Männer hier, die Kinder haben, diese auch sehr lieben und die meisten mussten hart dafür kämpfen, dass sie sie nicht ganz verloren haben.

Dieser Freund von mir, der kann sich nichts leisten, gar nichts, er geht keinen einzigen Abend weg, geht nie ins Kino, kauft sich nichts, nur damit er mit seinem Sohn zusammen ein Fussballspiel ansehen kann, live in Basel!

Er muss sich jedes Vergnügen mit seinem Sohn an seinem Mund absparen und wir unterstützen ihn so gut es geht. Wie willst du deinem Sohn erklären, dass du nicht mit ihn in MC Donald gehen kannst oder nichts ins Kino oder was auch immer.

Ich weiss nicht Jörg, wenn das Geld so gar keine Rolle spielt und doch nicht erste Priorität hat, warum ist es den Frauen denn so verdammt wichtig, hier möglichst viel abzukassieren, sie könnten doch arbeiten gehen, sobald die Kinder etwas älter sind, mithelfen, damit der Ex auch noch einigermassen normal existieren kann. Aber das ist ihnen scheissegal, wenn Papa nichts bieten kann, dann besteht ja vielleicht sogar die Chance, dass die Kinder irgendwann mal nicht mehr so gerne hingehen, weil einem Mama am Wochenende viel mehr bieten kann.

Komm schon, das ist doch echte Doppelmoral. Wenn Frauen in erster Linie das Wohl ihrer Kinder im Auge hätten, dann müssten Väter nicht so viel bezahlen, dass sie selbst kaum mehr existieren können und man würde ihnen nie im Leben die Kinder unterschlagen.

Wie kannst du den Männern vorwerfen, dass sie falsche Prioritäten setzen, wenn sie sich doch nur dagegen wehren, was Frauen so oft eben tun, sie finanziell ausbluten lassen.

Denn eines sage ich dir Jörg, das muss nicht sein, ich meine, wenn das jüngste Kind mal 7 Jahre alt ist, dann kannst du gut anfangen etwas zu arbeiten, wenn du den guten Willen hast und fair sein willst, dann kannst du als Frau schon mithelfen, dass der Vater auch einigermassen gut leben kann.

Aber das wollen die wenigsten, sie wollen nicht arbeiten, sie lassen sich lieber gut und lange bezahlen.

Ja es geht hier oft um Geld, aber ich denke, der Auslöser dafür sind diese Art von Frauen und ihre Prioritäten.

Gruss
Jolanda

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