Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Nicht vergessen: Girls Day am 8. Mai 2003

Andreas, Sunday, 04.05.2003, 00:41 (vor 8313 Tagen)

Am 8. Mai ist wieder Girls Day. Anlaß genug, um bei den Behörden nachzufragen, warum es keinen Boys Day gibt! Am unteren Rand der
Homepage sind die Veranstalter aufgelistet, die daran beteiligt sind.

http://www.girls-day.de

Re: Nicht vergessen: Girls Day am 8. Mai 2003

Sven74, Sunday, 04.05.2003, 01:50 (vor 8312 Tagen) @ Andreas

Als Antwort auf: Nicht vergessen: Girls Day am 8. Mai 2003 von Andreas am 03. Mai 2003 21:41:05:

Am 8. Mai ist wieder Girls Day. Anlaß genug, um bei den Behörden nachzufragen, warum es keinen Boys Day gibt! Am unteren Rand der
Homepage sind die Veranstalter aufgelistet, die daran beteiligt sind.

Ich habe mir die einzelnen Regelungen der Bundesländer durchgelesen und habe folgendes festgestellt:

Die "neuen" Bundesländer scheinen nicht so sehr vom männerfeindlichen Feminismus "infiziert" zu sein.

Die Länder Brandenburg und Sachsen-Anhalt ermöglichen auch den Jungen an diesem Tag ein Betriebspraktikum. Sachsen ermöglicht immerhin die ganze Woche Aktionen für Mädchen und Jungen (wobei die Jungen wohl nur Bewerk sind).

Sven74

Re: Nicht vergessen: Girls Day am 8. Mai 2003

Bruno, Tuesday, 06.05.2003, 15:35 (vor 8310 Tagen) @ Andreas

Als Antwort auf: Nicht vergessen: Girls Day am 8. Mai 2003 von Andreas am 03. Mai 2003 21:41:05:

Liebe Forumsteilnehmer,

anbei nochmals einige Daten zur Jugendarbeitslosigkeit und zu den Finanzmitteln zur Frauenförderung, sowie einige Adressen. Wer will kann die Daten in seine Schreiben einbauen.

Nachfolgend die konkreten Zahlen über die Entwicklung der Jugendarbeitslosigkeit (unter 25 Jahre) von 1991 bis 2002

1991 Männer:201.442 Frauen:194.296 Differenz in Tsd (ca.):7
1992 Männer:210.545 Frauen:203.208 Differenz in Tsd (ca.):7
1993 Männer:242.349 Frauen:211.409 Differenz in Tsd (ca.):31
1994 Männer:251.036 Frauen:215.085 Differenz in Tsd (ca.):36
1995 Männer:235.224 Frauen:195.879 Differenz in Tsd (ca.):40
1996 Männer:276.070 Frauen:199.516 Differenz in Tsd (ca.):77
1997 Männer:295.620 Frauen:205.785 Differenz in Tsd (ca.):90
1998 Männer:277.668 Frauen:194.041 Differenz in Tsd (ca.):83
1999 Männer:253.601 Frauen:175.707 Differenz in Tsd (ca.):78
2000 Männer:258.530 Frauen:169.768 Differenz in Tsd (ca.):89
2001 Männer:271.654 Frauen:172.234 Differenz in Tsd (ca.):99
2002 Männer:311.086 Frauen:186.280 Differenz in Tsd (ca.):125

Daten aus den Statistiken der Bundesanstalt für Arbeit, einer der Hauptinitiatorinnen des Girls Day http://www1.arbeitsamt.de/hst/services/statistik/aktuell/iiia4/zrbrdjub.xls

Fördergelder:

Nationaler Beschäftigungspolitischer Aktionsplan 2000 (NBPAP 2000) http://europa.eu.int/comm/employment_social/empl_esf/naps00/napde_de.pdf

"Die Bundesregierung hat für Projekte und Maßnahmen zur Verwirklichung der Gleichstellung
von Frau und Mann in der Gesellschaft im Haushaltsjahr 2000 22. Mio DM eingestellt,
darüber hinaus stehen für strategische Maßnahmen und den Aufbau von Strukturen zur
Durchsetzung von Chancengleichheit für Frauen in Bildung und Forschung 12 Mio. DM
sowie weitere 1,6 Mio. DM für Fördermaßnahmen auf dem Gebiet der allgemeinen und
beruflichen Weiterbildung zur Verfügung. Im Rahmen des HSP III sind für die Förderung von
Frauen im Bereich der Wissenschaft im Jahre 2000 rd. 60 Mio. DM vorgesehen. Diese Mittel
werden in gleicher Höhe durch die Länder verstärkt."

NBPAP 2002 http://europa.eu.int/comm/employment_social/news/2002/may/nap2002/nap2002_de_de.pdf

"Die Bundesregierung hat für Projekte und Maßnahmen zur Verwirklichung der Gleichstellung
von Frau und Mann in der Gesellschaft im Bundeshaushalt für das Haushaltsjahr
2002 rd. 11,2 Mio. eingestellt. Darüber hinaus stehen für strategische Maßnahmen und
den Aufbau von Strukturen zur Durchsetzung von Chancengleichheit für Frauen in Bildung
und Forschung rd. 6,2 Mio. zur Verfügung. Für das Programm „Chancengleichheit
von Frauen in Forschung und Lehre“ sind jährlich bis einschließlich 2003 rund 30,8 Mio
vorgesehen. Diese Mittel werden zu gleichen Anteilen von Bund und Ländern bereitgestellt."

Viel Glück

Gruß

Bruno
.

Re: Nicht vergessen: Girls Day am 8. Mai 2003

Dude, Tuesday, 06.05.2003, 23:00 (vor 8310 Tagen) @ Andreas

Als Antwort auf: Nicht vergessen: Girls Day am 8. Mai 2003 von Andreas am 03. Mai 2003 21:41:05:

Und was soll am Boys-Day großarties passieren? Was für überflüssige Feiertage, wie wärs mal mit Gedanken an die Wirtschaft?!?!

caramba!

Kein Problem... Habe genug Wirtschaft in der Bude... ;-) (n/t)

terVara, Wednesday, 07.05.2003, 03:30 (vor 8309 Tagen) @ Dude

Als Antwort auf: Re: Nicht vergessen: Girls Day am 8. Mai 2003 von Dude am 06. Mai 2003 20:00:47:

Re: Nicht vergessen: Girls Day am 8. Mai 2003

Bruno, Wednesday, 07.05.2003, 16:45 (vor 8309 Tagen) @ Dude

Als Antwort auf: Re: Nicht vergessen: Girls Day am 8. Mai 2003 von Dude am 06. Mai 2003 20:00:47:

Und was soll am Boys-Day großarties passieren? Was für überflüssige Feiertage, wie wärs mal mit Gedanken an die Wirtschaft?!?!

...das Gleiche wie beim Girls Day auch: Veranstaltungen, in denen Berufsbilder vorgestellt werden, Berufsmöglichkeiten vorgestellt und angeboten werden und bei denen eventuell sogar Firmenkontakte geknüpft werden können. Das ganze verpackt in ein passendes Rahmenprogramm.

Gruß

Bruno

Re: Nicht vergessen: Girls Day am 8. Mai 2003

Dude, Wednesday, 07.05.2003, 17:15 (vor 8309 Tagen) @ Bruno

Als Antwort auf: Re: Nicht vergessen: Girls Day am 8. Mai 2003 von Bruno am 07. Mai 2003 13:45:28:

Ok, wenn das so ist bin ich beim Boys-Day auch dabei.....

wo ist eigentlich euer problem?

Wasserfrau, Wednesday, 07.05.2003, 17:38 (vor 8309 Tagen) @ Bruno

Als Antwort auf: Re: Nicht vergessen: Girls Day am 8. Mai 2003 von Bruno am 07. Mai 2003 13:45:28:

ihr schreit doch immer danach, dass frauen sich doch bittschön selbst versorgen sollen.

nun kriegen sie in jungen jahren in form des girls day schon anleitung dafür, werden also später weniger wahrscheinlich zu unterhaltsempfängerinnen -und das ist dann auch wieder nicht recht.

in dem zusammenhang bin ich für die restlose abschaffung der studentischen verbindungen, da sonst den frauen möglichkeiten vorenthalten werden, an anspruchsvolle posten in wirtschaft und industrie zu kommen.

und ein *busserl* für dude :-)

Re: wo ist eigentlich euer problem?

Rüdiger, Wednesday, 07.05.2003, 19:06 (vor 8309 Tagen) @ Wasserfrau

Als Antwort auf: wo ist eigentlich euer problem? von Wasserfrau am 07. Mai 2003 14:38:49:

ihr schreit doch immer danach, dass frauen sich doch bittschön selbst versorgen sollen.
nun kriegen sie in jungen jahren in form des girls day schon anleitung dafür, werden also später weniger wahrscheinlich zu unterhaltsempfängerinnen -und das ist dann auch wieder nicht recht.

Äh, und wieso brauchen die Mädels eine spezielle Anleitung zum "Selbstversorgen", die die Jungs offenbar nicht brauchen oder jedenfalls nicht kriegen? Genügt der für alle gleiche Schulunterricht zwar, um Jungs zu "Selbstversorgern" (und darüber hinaus oft noch Familienversorgern) zu machen, aber Mädels brauchen darüber hinaus noch extra Anleitung, um dieses Ziel zu erreichen? Soll ich daraus schließen, daß Mädels minderbemittelt sind? *kopfkratz*

Gruß, Rüdiger

PS: >in dem zusammenhang bin ich für die restlose abschaffung der studentischen verbindungen, da sonst den frauen möglichkeiten vorenthalten werden, an anspruchsvolle posten in wirtschaft und industrie zu kommen.

Ist das jetzt eine bloße Retourkutsche oder glaubst du im Ernst, die verschmockten alten Verbindungen spielten tatsächlich heute noch eine wichtige Rolle im Seilschaften-bilden?

und ein *busserl* für dude :-)

Dude? Der hat doch bloß Party im Kopf. Für den ist doch JEDER Tag ein Feiertag ;-) ....

Re: wo ist eigentlich euer problem?

Dude, Wednesday, 07.05.2003, 20:29 (vor 8309 Tagen) @ Rüdiger

Als Antwort auf: Re: wo ist eigentlich euer problem? von Rüdiger am 07. Mai 2003 16:06:38:

Nanana, spricht man etwa so über aufstrebende Jungunternehmer?!?!?!

Re: wo ist eigentlich euer problem?

Bruno, Friday, 09.05.2003, 16:37 (vor 8307 Tagen) @ Wasserfrau

Als Antwort auf: wo ist eigentlich euer problem? von Wasserfrau am 07. Mai 2003 14:38:49:

...Hallo Wasserfrau,

nun kriegen sie in jungen jahren in form des girls day schon anleitung dafür, werden also später weniger wahrscheinlich zu unterhaltsempfängerinnen -und das ist dann auch wieder nicht recht.

...Ich finde den Girls Day sinnvoll und gut, aber ich finde es indiskutabel, dass ein Ministerium, das in seinem Namen für die Jugend sein soll, bei ihrem Einsatz für die Jgend bei er einen Hälfte - der weiblichen - aufhört und sich für die Probleme der männlichen Jugend offensichtlich einen Dreck interessiert. Obwohl die Arbeitslosenzahlen der männlichen Jugendlichen fast doppelt so hoch ist als die der weiblich werden nur Förderprogramme für Frauen und Mädchen angeboten. Findest Du das fair?

Gruß

Bruno

Re: wo ist eigentlich euer problem?

Wasserfrau, Friday, 09.05.2003, 17:06 (vor 8307 Tagen) @ Bruno

Als Antwort auf: Re: wo ist eigentlich euer problem? von Bruno am 09. Mai 2003 13:37:27:

...Ich finde den Girls Day sinnvoll und gut, aber ich finde es indiskutabel, dass ein Ministerium, das in seinem Namen für die Jugend sein soll, bei ihrem Einsatz für die Jgend bei er einen Hälfte - der weiblichen - aufhört und sich für die Probleme der männlichen Jugend offensichtlich einen Dreck interessiert.

hm, ich denk, es geht hier nicht primär um akute probs, sondern eher um präventivmassnahmen, damit mädchen nicht mehr automatisch in die unterhaltsempfängerfalle tappen.
das wird dann auch ein umdenken bei den zukünftigen männern zur folge haben, da frauen sich dann nicht mehr ausschliesslich um die kinder kümmern (wollen) (annahme!)

und dieses umdenken bei den jungs -da sehe ich noch bedarf- müsste man ebenso staatlich fördern wie den girls day bei den mädchen.

ist ja ne gewisse parallelität zur emanzipation -sie nutzt nur dann allen, wenn männer auch den "arbeitsbereich" einer frau betreuen können.
heisst, frauen in richtung karriere ist schön und gut, aber dann müssen die männer in der gleichen weise die frauen unterstützen (KINDER!), wie die frauen das bei den männern tun, indem sie ihnen durch kindesbetreuung den rücken freihalten.

die jungs könnten z.b. säuglingspflegekurse besuchen -geleitet von einem MANN !

gibt es sowas?
warum nicht?
wieso bietet das kein mann an?

wo bleibt das interesse, der nachfolgenden generation von männern das rüstzeug zur kinderpflege mitzugeben und ihnen vorbild zu sein?

wo sind die kinderwagenschiebenden väter?
wo sind die hausmänner?

und warum werden männern nicht hostessen? (ich kenn nicht das männliche wort dafür, sorry). ich mein so messetussen, die den ganzen tag schick angezogen rumstehen und lächelnd alle fragen beantworten?

warum werden nicht mehr männer krankenpfleger?

es gibt ja nun nen haufen "typischer" frauenberufe, wieso lässt man die boys nicht mal dort hineinschnuppern?

Findest Du das fair?

nej, aber konsequenterweise, da mädchen ja in männerberufe "reinschnuppern" sollen, müssten die jungs dann eben in typische frauenberufe reinschnuppern.

ob das interesse daran wirklich SO gross ist, dass man dafür demonstrieren sollte?
(von den verdienstaussichten mal ganz abgesehen...)

*zweifelnd*

die Wasserfrau

Re: wo ist eigentlich euer problem?

Wasserfrau, Friday, 09.05.2003, 17:14 (vor 8307 Tagen) @ Rüdiger

Als Antwort auf: Re: wo ist eigentlich euer problem? von Rüdiger am 07. Mai 2003 16:06:38:

Äh, und wieso brauchen die Mädels eine spezielle Anleitung zum

"Selbstversorgen", die die Jungs offenbar nicht brauchen oder
jedenfalls nicht kriegen? Genügt der für alle gleiche Schulunterricht
zwar, um Jungs zu "Selbstversorgern" (und darüber hinaus oft noch
Familienversorgern) zu machen, aber Mädels brauchen darüber hinaus noch
extra Anleitung, um dieses Ziel zu erreichen? Soll ich daraus
schließen, daß Mädels minderbemittelt sind? *kopfkratz*

nej, sind sie nicht, es mangelt nur an vorbildern.

wenn du im angsprochenen fall auf minderbemitteltheilt schliesst, zeigt das doch auch nur, dass du dich gar nicht wirklich damit auseinandergesetzt hast, wieso so einiges zwischen männern und frauen verkehrt läuft.

das ist schwarz-weiss-denke. ich mag mir nicht anmassen zu beurteilen, ob du das als rhetorisches mittel einsetzt oder wirklich so eingeschränkt denkst.

aber mir gegenüber kannst du das ruhig ablegen, ich hab für so etwas keine schnittstelle.

grüsse,

die Wasserfrau

Re: wo ist eigentlich euer problem?

Bruno, Monday, 12.05.2003, 15:37 (vor 8304 Tagen) @ Wasserfrau

Als Antwort auf: Re: wo ist eigentlich euer problem? von Wasserfrau am 09. Mai 2003 14:06:12:

Findest Du das fair?

nej, aber konsequenterweise, da mädchen ja in männerberufe "reinschnuppern" sollen, müssten die jungs dann eben in typische frauenberufe reinschnuppern.

..Eben, und genau das wird den Jungens verweigert, da man sich um die Jungenprobleme einen Dreck schert. Aber das ist ja nicht wichtig. Es gibt ja erst doppelt soviele männliche Arbeitslose als weibliche. Die verlogene Chancengleichheit nach Gender Mainstream ist vermutlich erst erreicht, wenn zehnmal soviele Jungens arbeitslos sind als Mädchen.

Chancengleichheit ist etwas tolles. Schade dass sie nur für Frauen gilt.

Gruß

Bruno

Re: wo ist eigentlich euer problem?

Wasserfrau, Monday, 12.05.2003, 15:42 (vor 8304 Tagen) @ Bruno

Als Antwort auf: Re: wo ist eigentlich euer problem? von Bruno am 12. Mai 2003 12:37:03:

Es gibt ja erst doppelt soviele männliche Arbeitslose als weibliche.

das liegt daran, dass frauen sich nicht arbeitslos melden KÖNNEN, wenn sie kleine kinder, aber keine betreuungsmöglichkeit haben. und es gibt leider eben immer noch zuwenig väter, die zu hause bei den kindern bleiben, sonst sähe das bild nämlich ganz anders aus.

was glaubst du, wieviel OFFIZIELLE arbeitslose es gäbe, wenn wir kinderbetreuung ab der 9. lebenswoche der kinder hätten, also zum ende des mutterschutzes... und für jedes kind einen platz..

nej, die zahlen werden geschönt, damit keiner merkt, wie viel arbeitslose es WIRKLICH gibt.

Wasserfrau

Re: wo ist eigentlich euer problem?

Bruno, Monday, 12.05.2003, 15:59 (vor 8304 Tagen) @ Wasserfrau

Als Antwort auf: Re: wo ist eigentlich euer problem? von Wasserfrau am 12. Mai 2003 12:42:29:

Hallo Wasserfrau,

was glaubst du, wieviel OFFIZIELLE arbeitslose es gäbe, wenn wir kinderbetreuung ab der 9. lebenswoche der kinder hätten, also zum ende des mutterschutzes... und für jedes kind einen platz..

...O.K. Dein Einwand ist nicht ohne. Aber dann sag mir doch, auf wieviele Frauen unter 25 Jahren dies zutrifft. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Hälfte aller weiblichen Jugendlichen unter 25 ein Kind hat, nicht arbeitslos gemeldet ist und nach der 9. Lebenswoche noch keine Kinderbetreuung hätte. Fakt bleibt also: Es gibt mehr jugendliche männliche Arbeitslose als weibliche. Die Arbeitslosenquete der Männer ist mittlerweile etwa 20% höher als die der Frauen, die Gesamtzahl der arbeitslosen Männer ist fast eine 3/4 Million höher als die der Frauen. Siehe Statistiken der Bundesanstalt für Arbeit.

Trotzdem: Reine Frauenintegrationsförderung!

Gruß

Bruno

Re: wo ist eigentlich euer problem?

Wasserfrau, Monday, 12.05.2003, 16:11 (vor 8304 Tagen) @ Bruno

Als Antwort auf: Re: wo ist eigentlich euer problem? von Bruno am 12. Mai 2003 12:59:03:

hej bruno,

...O.K. Dein Einwand ist nicht ohne. Aber dann sag mir doch, auf wieviele Frauen unter 25 Jahren dies zutrifft.

da müsst ich mich auf der seite vom statistischen bundesamt ersma schlau machen -und das kostet reichlich zeit. zeit hab ich zuwenig, weil job, alleinerziehend, haushalt, 6 kinder.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Hälfte aller weiblichen Jugendlichen unter 25 ein Kind hat,

hej, lass das nicht nicht mädels hören. in dem alter wollen sie bloss eins nicht mehr : als "jugendliche" gelten *g*

statistikseite müsste also irgendwas über das durchschnittsalter der mütter hergeben?

nicht arbeitslos gemeldet ist

ja, vielleicht studieren die mädels auch?

und nach der 9. Lebenswoche noch keine Kinderbetreuung hätte.

also, das hab ich bisher auch nur in den gross-städten gesehen und auch nur für einen minimalen teil.

Fakt bleibt also: Es gibt mehr jugendliche männliche Arbeitslose als weibliche. Die Arbeitslosenquete der Männer ist mittlerweile etwa 20% höher als die der Frauen, die Gesamtzahl der arbeitslosen Männer ist fast eine 3/4 Million höher als die der Frauen. Siehe Statistiken der Bundesanstalt für Arbeit.

ich kann da grad nix zu sagen, siehe oben..

Trotzdem: Reine Frauenintegrationsförderung!

ist mir zu einfach.

grüsse,

Wasserfrau

Re: wo ist eigentlich euer problem?

Bruno, Monday, 12.05.2003, 16:26 (vor 8304 Tagen) @ Wasserfrau

Als Antwort auf: Re: wo ist eigentlich euer problem? von Wasserfrau am 12. Mai 2003 13:11:20:

Hallo Wasserfrau,

zeit hab ich zuwenig, weil job, alleinerziehend, haushalt, 6 kinder.

...Kann ich nachfühlen. Habe auch Job + zwei Kinder zu betreuen (eines davon mit 3-Monats-Koliken). Allerdings nicht alleinerziehend.

ja, vielleicht studieren die mädels auch?

...Männer, die studieren, zählen auch nicht als Arbeitslose.

also, das hab ich bisher auch nur in den gross-städten gesehen und auch nur für einen minimalen teil.

..das ist ja das, was ich meine.

ist mir zu einfach.

...Eben. Das ist das was ich meine. Es ist zu einfach, wenn man Statistiken, die einem nicht so gut ins Bild passen einfach mit "sowieso gefälscht". Insbesondere wenn die Daten aus seriösen Quellen kommen. Ich denke, du verstehst, was ich meine.

Nichts für ungut.

Gruß

Bruno

Re: wo ist eigentlich euer problem?

Maesi, Saturday, 17.05.2003, 19:23 (vor 8299 Tagen) @ Wasserfrau

Als Antwort auf: Re: wo ist eigentlich euer problem? von Wasserfrau am 09. Mai 2003 14:06:12:

Hallo Wasserfrau

...Ich finde den Girls Day sinnvoll und gut, aber ich finde es indiskutabel, dass ein Ministerium, das in seinem Namen für die Jugend sein soll, bei ihrem Einsatz für die Jgend bei er einen Hälfte - der weiblichen - aufhört und sich für die Probleme der männlichen Jugend offensichtlich einen Dreck interessiert.

hm, ich denk, es geht hier nicht primär um akute probs, sondern eher um präventivmassnahmen, damit mädchen nicht mehr automatisch in die unterhaltsempfängerfalle tappen.

Also den Satz werde ich jetzt ausschneiden und aufbewahren *schnippel schnippel*.

*ROTFL* Bring bitte noch mehr solche Witze, Wasserfrau.

*sarkasmus on*
Die armen Frauen! Jetzt werden sie nicht nur von diesen boesen Maennern dazu gezwungen, ihnen Kinder zu gebaeren, jetzt wird ihnen auch noch Unterhalt fuer diese Kinder aufgenoetigt. Was fuer ein schlimmes Schicksal. Wie koennen wir den bedauernswerten Opfer maennlicher Unterhaltsaufnoetigungen am besten helfen? Ich habs! Mittels noch staerkerer Abzocke und gleichzeitig noch schlimmerer Vorwuerfe an die Maenner, den eigenen Nachwuchs zu vernachlaessigen.
*sarkasmus off*

das wird dann auch ein umdenken bei den zukünftigen männern zur folge haben, da frauen sich dann nicht mehr ausschliesslich um die kinder kümmern (wollen) (annahme!)

Vielen Dank fuer Deine Aufklaerung. Dein Statement zur 'Unterhaltsempfaengerfalle' hat bei mir bereits ein Umdenken bewirkt: ich werde ganz bestimmt mit keiner Frau Kinder zeugen; dadurch ist sie weder gezwungen, sich um meine Kinder zu kuemmern noch mein schnoedes Geld fuer Unterhalt anzunehmen. Hach, bin ich nicht ein emanzipierter, gleichberechtigter Mann?

und dieses umdenken bei den jungs -da sehe ich noch bedarf- müsste man ebenso staatlich fördern wie den girls day bei den mädchen.

Jaja, sozusagen ein staatlich gefoerdertes Umdenken bei den Jungs und Maedchen. Und wer nicht willig ist im staatlich gefoerderten Umdenken, der wird mit Sanktionen dazu gebracht. Es lebe der Bevormundungsstaat, der den Buergern einen ideologisch korrekten Lebenslauf aufzwingt.

ist ja ne gewisse parallelität zur emanzipation -sie nutzt nur dann allen, wenn männer auch den "arbeitsbereich" einer frau betreuen können.
heisst, frauen in richtung karriere ist schön und gut, aber dann müssen die männer in der gleichen weise die frauen unterstützen (KINDER!), wie die frauen das bei den männern tun, indem sie ihnen durch kindesbetreuung den rücken freihalten.

Das kann natuerlich nur funktionieren, wenn Maenner Kinder wollen. Laut Alice Schwarzer haben inzwischen aber nicht einmal mehr Frauen Bock aufs Kinderkriegen (Stichwort: Gebaerstreik). Fragt sich bloss, ob das bei Maennern so grundlegend anders ist...

die jungs könnten z.b. säuglingspflegekurse besuchen -geleitet von einem MANN !
gibt es sowas?

Weiss ich nicht. Ist das biologische Geschlecht des Kursleiters wichtig? Wenn ja, weshalb?

warum nicht?

Weiss ich nicht. Ist mir aber ohnehin egal, da ich in Beziehung auf die Gleichberechtigung der Geschlechter wesentlich weiter bin als Du. Fuer mich spielt das Geschlecht eines Saeuglingspflegekursleiters naemlich keine Rolle...

wieso bietet das kein mann an?

Vielleicht, weil keiner Lust dazu hat.

wo bleibt das interesse, der nachfolgenden generation von männern das rüstzeug zur kinderpflege mitzugeben und ihnen vorbild zu sein?

Nach Deiner Logik kann also nur jemand Vorbild fuer seine Kinder sein, wenn er Kinderpflegekenntnisse hat. *LOL*

Bitte bring noch mehr solche Blueten Deiner Logik...

wo sind die kinderwagenschiebenden väter?

Deren gibt es allerdings zuhauf. Mach einfach mal Deine Aeuglein auf.

wo sind die hausmänner?

Bin selber einer. Ich kuemmere mich um den eigenen Haushalt, somit bin ich neben meinem Vollzeitjob auch noch Hausmann. Und ich habe es noch nicht einmal noetig, ueber Doppelbelastung zu klagen.

und warum werden männern nicht hostessen? (ich kenn nicht das männliche wort dafür, sorry). ich mein so messetussen, die den ganzen tag schick angezogen rumstehen und lächelnd alle fragen beantworten?

Vielleicht wollen Maenner nicht Hostessen werden. Vielleicht wuerden maennliche Hostessen nicht in dem Masse akzeptiert wie
weibliche Hostessen. Wer weiss das schon...

Immerhin sind die Maenner nicht so durchgeknallt, den Frauen die Schuld dafuer zu geben, dass es keine maennlichen Hostessen gibt. Das ist ueberhaupt der wesentliche Unterschied. Maenner akzeptieren offenbar eher, dass es gewisse Neigungen gibt, und sie glauben auch nicht, mittels krampfhaft inszenierten Gleichmacher-Aktionen die Menschen in ein bestimmtes Schema pressen zu muessen. Diese Umerziehungsneurose scheint bei der weiblichen Bevoelkerungshaelfte recht weit verbreitet zu sein, wie auch die Verkaufserfolge diverser Maennerumerziehungsbuecher zeigen.

warum werden nicht mehr männer krankenpfleger?

Vielleicht weil sie nicht wollen; vielleicht auch, weil schon genug Maenner im Rahmen ihres Zivildienstes Krankenpflegedienst leisten muessen. Auch hier wieder: es ist nicht Aufgabe des Staates, Maenner (oder auch Frauen) auf Teufel komm raus in bestimmte, ideologisch motivierte Schemata zu pressen.

Ein jeder soll nach seiner Façon selig werden; in dem Dir vorschwebenden Staat muss aber offenbar jeder nach Façon Deiner Ideologie selig werden, ob er denn will oder nicht.

es gibt ja nun nen haufen "typischer" frauenberufe, wieso lässt man die boys nicht mal dort hineinschnuppern?

Naja, hineinschnuppern ist ja nicht schlecht. Weshalb es aber nur einen Girls Day und keinen Boys Day gibt, musst Du die betreffenden Leute fragen, die das eine organisiert, das andere jedoch 'vergessen' haben.

Findest Du das fair?

nej, aber konsequenterweise, da mädchen ja in männerberufe "reinschnuppern" sollen, müssten die jungs dann eben in typische frauenberufe reinschnuppern.

Ja, warum nicht; aber wenn, dann nur freiwillig. Von 'Jungs muessen in typische Frauenberufe reinschnuppern' will ich nichts wissen. Warum eigentlich immer diese ideologische Bevormundung?

ob das interesse daran wirklich SO gross ist, dass man dafür demonstrieren sollte?
(von den verdienstaussichten mal ganz abgesehen...)
*zweifelnd*

Ich weiss nicht, wie gross das Interesse daran ist. Aber wenn man es nicht ausprobiert, erfaehrt man es auch nie.

Gruss

Maesi

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