Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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"Frauen machen glücklich" - Meine Mail an n-tv

Frank, Friday, 02.05.2003, 13:05 (vor 8314 Tagen)

Der Beitrag von Stefan G. vom 26.4., betreffend einen Buchtipp auf der Internetseite von n-tv (Link siehe unten), inspirierte mich zu folgender Mail, die ich an n-tv geschickt habe (info@n-tv.de). Mal sehen, ob ich darauf eine Antwort erhalte...

Sehr geehrte Damen und Herren,

das Erscheinen des Buches „Wie Frauen Männer gegen ihren Willen glücklich machen“ von Sabina Riedl und Barbara Schweder nahm Ihre Mitarbeiterin Solveig Bach zum Anlass, jenes Werk als Buchtipp auf Ihrer Internetseite vorzustellen (http://www.n-tv.de/3147442.html). Sicher gibt es inzwischen jede Menge Bücher, die Frauen verraten, wie sie ihren Mann dressieren sollen. Da kann ein unnützes Buch mehr von dieser Sorte zumindest nicht schaden. Dachten sich die Verfasserinnen. Und die wenigen Frauen, die noch immer kein Buch von dieser Sorte im Wohnzimmerregal stehen haben, können sich aufgrund des ntv-Buchtipps ja dieses Buch zulegen. Dachte sich Frau Bach. Ob sie auch Reklame machen würde für ein (rein theoretisches) Buch, das Männern verrät, wie sie ihre Frauen... Lassen wir das und wenden wir uns ihrer Rezension zu.

Frau Bach beginnt die Beschreibung dieses Werkes gleich mit einem gelungenen Gag, wenn sie schreibt, dieses Buch rede nicht dem „starken Geschlecht“ nach dem Munde (womit sie die Frauen meint). Ähnlich erheiternd geht es weiter: es seien Frauen gewesen, die die Erfolgsgeschichte Mensch erst ermöglicht hätten, alldieweil sie schon immer nette und freundliche Männer bevorzugt hätten. Andererseits hört man immer wieder von freundlichen, netten Männern, deren Angebetete niemals ihre heißen Liebesschwüre erhören und sich statt dessen lieber mit fiesen Machos abgeben, die mit ihrem SL-Cabrio strunzen, sich regelmäßig total besaufen, das Mädel häufig verdreschen und bei jeder Gelegenheit betrügen: Warmduscher, Joghurtdeckelspüler und Windelwechsler haben bei Frauen nunmal keinen Schlag. Außer bei Ökos und grauen Mäusen, die froh sind, überhaupt einen abbekommen zu haben.

Da ist es vielleicht besser, von Frauen ganz die Finger zu lassen. Nicht nur, weil sie uns Männer so gerne abrichten, Verzeihung: glücklich machen wollen. Nein, auch weil sogar der Sex ein Spiegelbild des Lebens ist: die Frauen gewinnen immer. Auch wenn es in diesem Falle bloß die Eizellen sind, die darauf pfeifen, dass sich die Spermien heldenhaft auf sie stürzen wollen.

Wollen wir nicht zu kleinlich sein und uns lieber die Frage verkneifen, was dies mit dem eigentlichen Thema des Buches zu tun hat. Seien wir froh, dass jemand dieses Buch geschrieben hat, dessen Inhalt Frau Braun kurz und knapp in dem Satz zusammen fasst „Je mehr Lebensbereiche sie dominiert, desto glücklicher ist er - ist doch ganz einfach.“ Der Erkenntnisgewinn, den man als Mann aus dem Buch und aus Frau Brauns Rezension ziehen kann, ist nämlich unbezahlbar: wenn eine Frau dich nett anblinzelt, ist höchste Vorsicht geboten. Wer will schon als perfekt dressiertes Schoßhündchen enden? Dann lieber „unglücklich“ bleiben!

Wie Frauen Männer gegen ihren Willen glücklich machen

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