Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

Archiv 1 - 20.06.2001 - 20.05.2006

67114 Postings in 8047 Threads

[Homepage] - [Archiv 1] - [Archiv 2] - [Forum]

Kulturwissenschaftlerin: Frauen in Sachen Porno benachteiligt

Arne Hoffmann, Wednesday, 23.04.2003, 12:37 (vor 8323 Tagen)

Howdy, :-)

die Kulturwissenschaftlerin Corinna Rückert fordert, dass Pornos leichter zugänglich gemacht werden sollen. Das bisherige Recht bediene vor allem den männlichen Geschmack, was einen Verlust an Anspruch und Ästhetik bedeute.

Nebenbei erklärt sie: "Eigentlich wollte ich untersuchen, ob Pornografie sexuelle Gewalt auslöst. Das stimmt meinen Untersuchungen zufolge nicht. Pornos sind ein Genre wie Science-Fiction-Filme auch. Ich plädiere also für einen entspannteren Umgang mit Pornografie."

Sag ich doch die ganze Zeit schon ... :-) Wobei ich einwenden würde, dass auch viele Männer die immer gleiche Rein-raus-Nummer in den 0815-Pornos entsetzlich langweilig finden und sich da etwas mehr Stil und Einfallsreichtum wünschen würden.

Gestern habe ich auf der Zugfahrt ein Buch gelesen (Jendrosch: SexSells), dem zufolge Männer vor allem drei "inhaltliche" Dinge bei Pornos zu schätzen wissen: das sexuelle Begehrtwerden, die sexuell initiiven Frauen und das direkte Zur-Sache-Kommen. Das gehört natürlich zu genau den Dingen, die Radikalfeministinnen bei Pornos abstoßen: Frauen erschienen demnach als "Schlampen" und nicht als begehrenswerte Persönlichkeiten, die erst mal erarbeitet werden müssten. Die Zeitschrift "Emma" hat für den Herbst dieses Jahres eine neue Anti-Porno-Ausgabe geplant (direkt nach der Anti-Männerrechte-Ausgabe im Sommer offenbar).

Corinna Rückerts Forschungsarbeit wurde jedenfalls im aktuellen FOCUS und auch auf Spiegel-online erwähnt: <a href= http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,245564,00.html >Hier klicken für SPIEGEL[/link]

Herzlicher Gruß

Arne

Re: Kulturwissenschaftlerin: Frauen in Sachen Porno benachteiligt

Jolanda, Wednesday, 23.04.2003, 13:03 (vor 8323 Tagen) @ Arne Hoffmann

Als Antwort auf: Kulturwissenschaftlerin: Frauen in Sachen Porno benachteiligt von Arne Hoffmann am 23. April 2003 09:37:28:

Lieber Arne

Das gehört natürlich zu genau den Dingen, die Radikalfeministinnen bei Pornos abstoßen: Frauen erschienen demnach als "Schlampen" und nicht als begehrenswerte Persönlichkeiten, die erst mal erarbeitet werden müssten.
---schmunzelt...ich sage immer, lieber eine Schlampe im Bett als eine in der Küche....sorry...grinst...aber ist doch wahr ;-))
Oder andersrum gesagt, so manch einer dachte, er hat sich eine Schlampe im Bett geangelt und muss dann ernüchtert feststellen, dass sie zur Schlampe in der Küche mutiert ist :-))

Verzeiht mir meinen bitterbösen Humor, aber ich kann es manchmal nicht lassen ;-))

Es grüsst dich
Jolanda

Re: Kulturwissenschaftlerin: Frauen in Sachen Porno benachteiligt

Jörg, Wednesday, 23.04.2003, 14:06 (vor 8323 Tagen) @ Jolanda

Als Antwort auf: Re: Kulturwissenschaftlerin: Frauen in Sachen Porno benachteiligt von Jolanda am 23. April 2003 10:03:45:

---schmunzelt...ich sage immer, lieber eine Schlampe im Bett als eine in der Küche....sorry...grinst...aber ist doch wahr ;-))
Oder andersrum gesagt, so manch einer dachte, er hat sich eine Schlampe im Bett geangelt und muss dann ernüchtert feststellen, dass sie zur Schlampe in der Küche mutiert ist :-))
Verzeiht mir meinen bitterbösen Humor, aber ich kann es manchmal nicht lassen ;-))

Wieso bitterböser Humor? Das ist eines meiner Lebensmottos. ;-))

Gruß, Jörg

Re: Kulturwissenschaftlerin: Frauen in Sachen Porno benachteiligt

Sandra, Wednesday, 23.04.2003, 13:09 (vor 8323 Tagen) @ Arne Hoffmann

Als Antwort auf: Kulturwissenschaftlerin: Frauen in Sachen Porno benachteiligt von Arne Hoffmann am 23. April 2003 09:37:28:

Das bisherige Recht bediene vor allem den männlichen Geschmack, was einen Verlust an Anspruch und Ästhetik bedeute.
Arne

Jawoll, ausserdem wird man schon blöd angeglotzt, wenn man nur Playgirl kauft. Deshalb muss ich meinen Neffen schicken, der arme Jung ...

Re: Kulturwissenschaftlerin: Frauen in Sachen Porno benachteiligt

Arne Hoffmann, Wednesday, 23.04.2003, 13:30 (vor 8323 Tagen) @ Sandra

Als Antwort auf: Re: Kulturwissenschaftlerin: Frauen in Sachen Porno benachteiligt von Sandra am 23. April 2003 10:09:13:

Hi Sandra :-)

Jawoll, ausserdem wird man schon blöd angeglotzt, wenn man nur Playgirl kauft.

Zugegeben, das würde mich auch ärgern. Ich habe gerade mal bei Amazon nachgeschaut, die bieten ja mittlerweile auch Zeitschriften an. Aber wie ich sehe: nur Erotik-Zeitschriften für Männer (was an deren höherer Auflage liegen könnte, die möglicherweise wiederum daran liegt, dass eine Kundin beim Kauf von "Playgirl" blöd angeglotzt wird). Eine frühere Verlagskollegin von mir hat sich regelmäßig mit "Men´s Health" versorgt. Die bietet auch durchtrainierte Männerkörper an, aber es sieht für Außenstehende so aus, als würde eine Käuferin die Zeitschrift ihrem Freund mitbringen.

Ansonsten fällt mir momentan auch nichts ein, wo man als Frau Erotika bekommen kann, ohne angegafft zu werden. Der Augsburger Versandhandel "Lust und Laune", der sich speziell auch weiblichen Kundinnen öffnete, ist nach nur wenigen Jahren leider vom Markt verschwunden. Woran genau es lag, weiß ich gar nicht, obwohl ich mit seinen Leitern, dem Ehepaar Scheule, einige Zeit in Kontakt stand.

Herzlicher Gruß

Arne

Re: Kulturwissenschaftlerin: Frauen in Sachen Porno benachteiligt

Nele, Wednesday, 23.04.2003, 13:39 (vor 8323 Tagen) @ Arne Hoffmann

Als Antwort auf: Re: Kulturwissenschaftlerin: Frauen in Sachen Porno benachteiligt von Arne Hoffmann am 23. April 2003 10:30:08:

Ein anderer Kniff, den ich anwende: Ich frage höflich (und laut), ob ich das Heft als Geschenk verpackt haben könnte, weil "mein homosexueller Bruder Geburtstag hat".
Gruss zurück.

Re: Kulturwissenschaftlerin: Frauen in Sachen Porno benachteiligt

Jörg , Wednesday, 23.04.2003, 14:01 (vor 8323 Tagen) @ Nele

Als Antwort auf: Re: Kulturwissenschaftlerin: Frauen in Sachen Porno benachteiligt von Nele am 23. April 2003 10:39:01:

Ein anderer Kniff, den ich anwende: Ich frage höflich (und laut), ob ich das Heft als Geschenk verpackt haben könnte, weil "mein homosexueller Bruder Geburtstag hat".

Selbstverständlich. Ich lasse mir den "Playboy" auch immer als Geschenk
verpacken - für "meine lesbische Schwester" - um ihn anschließend unter
einem langen und weiten Mantel verschwinden zu lassen.

Und morgen kommt der Weihnachtsmann. ;-)

Ich weiß nicht, ob ich Dich nun "Sandra" oder "Nele" nennen soll.

Ich weiß nur eines: wenn Du in- und derselben Diskussion bereits den
Nicknamen wechselst, fördert das nicht gerade Deine Glaubwürdigkeit.

Jörg

*looool* (n/t)

Alex, Wednesday, 23.04.2003, 14:37 (vor 8323 Tagen) @ Jörg

Als Antwort auf: Re: Kulturwissenschaftlerin: Frauen in Sachen Porno benachteiligt von Jörg am 23. April 2003 11:01:48:

>Ein anderer Kniff, den ich anwende: Ich frage höflich (und laut), ob ich das Heft als Geschenk verpackt haben könnte, weil "mein homosexueller Bruder Geburtstag hat".
Selbstverständlich. Ich lasse mir den "Playboy" auch immer als Geschenk
verpacken - für "meine lesbische Schwester" - um ihn anschließend unter
einem langen und weiten Mantel verschwinden zu lassen.
Und morgen kommt der Weihnachtsmann. ;-)
Ich weiß nicht, ob ich Dich nun "Sandra" oder "Nele" nennen soll.
Ich weiß nur eines: wenn Du in- und derselben Diskussion bereits den
Nicknamen wechselst, fördert das nicht gerade Deine Glaubwürdigkeit.
Jörg

Re: Kulturwissenschaftlerin: Frauen in Sachen Porno benachteiligt

Jörg, Wednesday, 23.04.2003, 16:01 (vor 8323 Tagen) @ Arne Hoffmann

Als Antwort auf: Re: Kulturwissenschaftlerin: Frauen in Sachen Porno benachteiligt von Arne Hoffmann am 23. April 2003 10:30:08:

Hallo Arne!

Jawoll, ausserdem wird man schon blöd angeglotzt, wenn man nur Playgirl kauft.

Zugegeben, das würde mich auch ärgern. Ich habe gerade mal bei Amazon nachgeschaut, die bieten ja mittlerweile auch Zeitschriften an. Aber wie ich sehe: nur Erotik-Zeitschriften für Männer (was an deren höherer Auflage liegen könnte, die möglicherweise wiederum daran liegt, dass eine Kundin beim Kauf von "Playgirl" blöd angeglotzt wird).

Ich möchte mal behaupten: Wo eine Nachfrage vorhanden ist, da gibt es
auch ein entsprechendes Angebot.

Zum Thema "blöd anglotzen" lautet meine These:
Wenn man ein Produkt wirklich will, pfeift man früher oder später darauf,
ob man beim Kauf desselben blöd angeglotzt wird oder nicht.

Gruß, Jörg

Re: Kulturwissenschaftlerin: Frauen in Sachen Porno benachteiligt

Norbert, Thursday, 24.04.2003, 12:21 (vor 8322 Tagen) @ Jörg

Als Antwort auf: Re: Kulturwissenschaftlerin: Frauen in Sachen Porno benachteiligt von Jörg am 23. April 2003 13:01:43:

Hallo Arne!

Jawoll, ausserdem wird man schon blöd angeglotzt, wenn man nur Playgirl kauft.

Zugegeben, das würde mich auch ärgern. Ich habe gerade mal bei Amazon nachgeschaut, die bieten ja mittlerweile auch Zeitschriften an. Aber wie ich sehe: nur Erotik-Zeitschriften für Männer (was an deren höherer Auflage liegen könnte, die möglicherweise wiederum daran liegt, dass eine Kundin beim Kauf von "Playgirl" blöd angeglotzt wird).

Stellt sich die Frage wer blöd anglotzt?
<hr>

Ich möchte mal behaupten: Wo eine Nachfrage vorhanden ist, da gibt es
auch ein entsprechendes Angebot.

yepp, sieh Männerstriptease, und das Verhalten von Frauen, die dort zu sehen sind
<hr>

Zum Thema "blöd anglotzen" lautet meine These:
Wenn man ein Produkt wirklich will, pfeift man früher oder später darauf,
ob man beim Kauf desselben blöd angeglotzt wird oder nicht.

Können dies die heutigen Powergirlies denn?
Ein gutes Beispiel, wie Phantasie und Wirklichkeit auseinanderklaffen.
Das Selbstbewußtsein mancher Frauen ist immer noch unterentwickelt.
Die Anspruchshaltung dagegen nicht.
<hr>

Gruß, Jörg

Gruß
Norbert

P.S.
Zum Thema Ehegattenunterhalt.
Bei einem Vergleichsvorschlag der gegnerischen RAin:

Ich habe dazu mein Resteinkommen, nach Abzug der regelmäßig anfallenden Kosten berechnet.
Abgezogen:
Kredite, Kinderunterhalt, bisher bezahlte Kredite für Ex-Gattin, Heizöl, KFZ-Versicherung und -steuer, sonstige Verbindlichkeiten.

Aber keine Kosten zur Fahrt zum Arbeitsplatz.
Mit öffentlichen Verkehrsmitteln z.Z. EUR 91.

Rest EUR 328.
Davon möchte meine Ex-Frau noch weitere EUR 200.
Blieben mir EUR 128.

O-Ton RAin:
Ich möge doch einsehen, ....

Übrigens, für diesen Vorschlag soll ich auch noch in großem Umfang einer Vermögensumschichtung zustimmen.

Fragen zum normalen Wahnsinn/Realitätssinn solcher Anwältinnen?

Gruß
Norbert

Re: Kulturwissenschaftlerin: Frauen in Sachen Porno benachteiligt

Jörg, Wednesday, 23.04.2003, 14:19 (vor 8323 Tagen) @ Arne Hoffmann

Als Antwort auf: Kulturwissenschaftlerin: Frauen in Sachen Porno benachteiligt von Arne Hoffmann am 23. April 2003 09:37:28:

Sag ich doch die ganze Zeit schon ... :-) Wobei ich einwenden würde, dass auch viele Männer die immer gleiche Rein-raus-Nummer in den 0815-Pornos entsetzlich langweilig finden und sich da etwas mehr Stil und Einfallsreichtum wünschen würden.

Dem kann ich nur beipflichten. Ist zugegebenermaßen schon eine ganze Weile
her, daß ich mir mal der Neugierde halber einen Pornofilm ausgeliehen
habe. Aber das, was ich da gesehen habe, hat absolut nicht meinem
Geschmack entsprochen. Schlechte Story, schlechte Schauspieler, schlechte
Vertonung, im Grunde genommen war der ganze Film ziemlich drittklassig.
Außerdem finde ich Nahaufnahmen, bei denen man fast bis in die Gebärmutter
schauen kann, eher abstoßend als aufregend. Von daher hätte ich keine
Probleme damit, mich der PorNO-Kampagne der Emma anzuschließen. ;-))

Gruß, Jörg

Re: Kulturwissenschaftlerin: Frauen in Sachen Porno benachteiligt

Odin, Thursday, 24.04.2003, 01:18 (vor 8322 Tagen) @ Jörg

Als Antwort auf: Re: Kulturwissenschaftlerin: Frauen in Sachen Porno benachteiligt von Jörg am 23. April 2003 11:19:31:

Dem kann ich nur beipflichten. Ist zugegebenermaßen schon eine ganze Weile
her, daß ich mir mal der Neugierde halber einen Pornofilm ausgeliehen
habe. Aber das, was ich da gesehen habe, hat absolut nicht meinem
Geschmack entsprochen. Schlechte Story, schlechte Schauspieler, schlechte
Vertonung, im Grunde genommen war der ganze Film ziemlich drittklassig.
Außerdem finde ich Nahaufnahmen, bei denen man fast bis in die Gebärmutter
schauen kann, eher abstoßend als aufregend. Von daher hätte ich keine
Probleme damit, mich der PorNO-Kampagne der Emma anzuschließen. ;-))

Na hör mal? Liest Du den Playboy auch nur wegen der tollen Reportagen? :-)

Es gibt gute Erotikfilme, da ist die Erotik die Zugabe zur (hoffentlich) tollen Handlung.
Aber wenn ich mir einen Porno ausleihe, will ich nun wirklich keine langen Texte. Wobei eigentlich ein gekaufter Porno für die nächsten 10 Jahre genug ist. Sehen tut man eh immer dasselbe, aber das ist wohl Ansichtssache.
In der Regel dient er wohl dazu, schnell einen hochzukriegen und die rechte Lust für einen gemeinsamen Abend zu entwickeln und da brauchts nun wirklich kein Geschwafel im Hintergrund und schöne Naturaufnahmen zwischendurch.

Re: Kulturwissenschaftlerin: Frauen in Sachen Porno benachteiligt

Collantix, Wednesday, 23.04.2003, 15:54 (vor 8323 Tagen) @ Arne Hoffmann

Als Antwort auf: Kulturwissenschaftlerin: Frauen in Sachen Porno benachteiligt von Arne Hoffmann am 23. April 2003 09:37:28:

Hallo,

schön, daß das Thema von einer Frau angeschnitten wurde. Hätte ein Mann sich diesbezüglich geäußert, wäre es dicker aufgemacht worden, und das daraus resultierende Geschrei würde wieder unnötig Zeitungspapier füllen...

Der Jugendschutz ist ein ziemlich halbschariges Argument, wenn man so durch die Fernsehlandschaft zappt. Dagegen waren die Filmchen, die RTL und SAT1 zu Beginn ihrer TV-Karriere sendeten, lauer Kindergeburtstag...

Den fehlenden Stil kann ich nur untermauern. Was einem da geboten wird, erzeugt eher Verärgerung denn Erregung.

Gruß

Collantix

powered by my little forum