Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Kulturwissenschaftlerin: Frauen in Sachen Porno benachteiligt

Arne Hoffmann, Wednesday, 23.04.2003, 12:37 (vor 8323 Tagen)

Howdy, :-)

die Kulturwissenschaftlerin Corinna Rückert fordert, dass Pornos leichter zugänglich gemacht werden sollen. Das bisherige Recht bediene vor allem den männlichen Geschmack, was einen Verlust an Anspruch und Ästhetik bedeute.

Nebenbei erklärt sie: "Eigentlich wollte ich untersuchen, ob Pornografie sexuelle Gewalt auslöst. Das stimmt meinen Untersuchungen zufolge nicht. Pornos sind ein Genre wie Science-Fiction-Filme auch. Ich plädiere also für einen entspannteren Umgang mit Pornografie."

Sag ich doch die ganze Zeit schon ... :-) Wobei ich einwenden würde, dass auch viele Männer die immer gleiche Rein-raus-Nummer in den 0815-Pornos entsetzlich langweilig finden und sich da etwas mehr Stil und Einfallsreichtum wünschen würden.

Gestern habe ich auf der Zugfahrt ein Buch gelesen (Jendrosch: SexSells), dem zufolge Männer vor allem drei "inhaltliche" Dinge bei Pornos zu schätzen wissen: das sexuelle Begehrtwerden, die sexuell initiiven Frauen und das direkte Zur-Sache-Kommen. Das gehört natürlich zu genau den Dingen, die Radikalfeministinnen bei Pornos abstoßen: Frauen erschienen demnach als "Schlampen" und nicht als begehrenswerte Persönlichkeiten, die erst mal erarbeitet werden müssten. Die Zeitschrift "Emma" hat für den Herbst dieses Jahres eine neue Anti-Porno-Ausgabe geplant (direkt nach der Anti-Männerrechte-Ausgabe im Sommer offenbar).

Corinna Rückerts Forschungsarbeit wurde jedenfalls im aktuellen FOCUS und auch auf Spiegel-online erwähnt: <a href= http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,245564,00.html >Hier klicken für SPIEGEL[/link]

Herzlicher Gruß

Arne


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