FOCUS-Titelthema Männerdiskriminierung
Arne Hoffmann, Monday, 07.04.2003, 11:45 (vor 8339 Tagen)
Howdy 
Die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift "Focus" hat drei Titelthemen: "Risiko Bagdad", die Seuche SARS und "Das bevorzugte Geschlecht. Die Unterdrückung der Frau ist nur ein Mythos!" Letzeres führt uns zu einem Artikel, der sich von den Seiten 118 bis 132 erstreckt. Der Untertitel hier: "Frauen, heißt es ständig, werden benachteiligt. Stimmt das wirklich fragten sich unabhängig voneinander ein israelischer und ein deutscher Forscher. Ihre Antwort: nein!"
Der folgende Artikel beginnt mit den Worten: "Wie es zugeht im Patriarchat, erfuhr der Medienwissenschaftler Arne Hoffmann, 35, im Herbst 1998, als er mit seinem Manuskript zum Stand des Geschlechterkriegs bei hiesigen Buchherstellern vorsprach. 80 Verlage lehnten das Opus als `zu brisant´ oder `zu polarisierend´ ab. Schließlich ermannte sich ein Berliner Szeneverlag. Rezensionen? Fehlanzeige. - Was hatte der Mann aus dem Taunus da bloß verzapft? Ein Frauen verachtendes Machwerk? Eine sexistische Ketzerei? Eine absurde, durch nichts zu belegende Theorie? Ganz im Gegenteil. Hoffmanns Buch ist faktensatt (554 Belegquellen), es hat nur einen Makel: Sein Gegenstand ist die Benachteiligung von Männern. Emsig hat der Autor Belege zusammengetragen, um nachzuweisen, dass in unserer Gesellschaft `bestimmte aggressive Vorurteile´ gegen Männer gepflegt und Frauen dadurch priviliegiert würden. In diesen Tagen erhält der deutsche Maskulinist renommierten Flankenschutz ..." - von Professor Martin van Creveld nämlich, einem der international renommiertesten Historiker.
Verlassen wir einmal kurz den "Focus": Der Online-Buchhandlung Amazon zufolge ist Creveld "bekannt für seine klare historische Diagnostik. Deren Ergebnisse freilich sind für den unvorbereiteten Leser nicht selten eine einzige Provokation. Mit dem kühlen Gestus des Universalhistorikers wischt er, beinahe könnte man sagen rücksichtslos, überkommene Denkmuster beiseite. Gleichwohl oder gerade deswegen hat sein Wort in Fachkreisen und darüber hinaus erhebliches Gewicht. Der Professor an der Jerusalemer Hebrew-Universität ist viel gefragter Berater verschiedener Regierungen und in dieser Eigenschaft auch häufig Gast im Pentagon." (Von Bush hält Creveld allerdings nicht viel: "Es sieht so aus, als wacht der Bush jeden Tag auf und steckt eine Nadel in einer Weltkarte, welches Land und welches Volk soll ich heute bombardieren?") Creveld sagte schon lange vor den Anschlägen des 11. September die neue Gefahr des Megaterrorismus voraus und benannte einige neue Konzepte, die zu ihrer Bekämpfung notwendig sind.
Crevelds Buch erscheint im Gerling-Akademie-Verlag und wird von diesem wie folgt beschrieben:
"Die Unterdrückung der Frau ist eine in die Irre führende Legende des Feminismus.
Warum bezeichnet sich in den Vereinigten Staaten nur eine von drei Frauen als Feministin, während viele andere diesem Begriff extrem ablehnend gegenüberstehen? Warum haben von Florence Nightingale bis Simone de Beauvoir viele berühmte Frauen gesagt, dass sie nie unter den Benachteiligungen litten, die angeblich mit ihrem Geschlecht verbunden sind? Und weshalb ergeben Umfragen unter Frauen der verschiedensten Nationalitäten, dass die meisten von ihnen sich nicht diskriminiert fühlen?
Martin van Creveld hat mit seinem jüngsten Buch eine antifeministische Polemik verfaßt. Seine provokante These lautet: Frauen werden nicht unterdrückt und sind nie unterdrückt worden. Sie sind das eigentlich privilegierte Geschlecht und sind dies auch in der Vergangenheit immer gewesen.
Dazu führt Creveld zahlreiche Beispiele aus Geschichte und Gegenwart an. Als Kinder werden Frauen sanfter behandelt. Als Erwachsene stehen sie unter geringerem Druck, sich zu behaupten und ihren Verpflichtungen nachzukommen. Im Berufsalltag übernehmen sie weniger als die Hälfte der Arbeit. Und im Wirtschaftsleben sind sie oft in der beneidenswerten Situation, Geld ausgeben zu können, ohne es verdienen zu müssen.
Vor diesem Hintergrund ist es für Creveld plausibel, dass die meisten Frauen mit ihrem Los offenbar mehr und weniger zufrieden sind und dass nicht mehr Frauen ihre Kosmetika weggeworfen und ihre BHs verbrannt haben, um in die Blaumänner zu steigen und männliche Berufe auszuüben.
Die Botschaft am Ende seines Buches: Jede Medaille hat zwei Seiten. Wenn Frauen Männern auch nicht in jeder Hinsicht gleichkommen, so sind sie ihnen gegenüber doch in vielen anderen Dingen bevorzugt. Für jeden Nachteil, den sie erleiden müssen, gibt es ein Privileg, das sie allein genießen. Dafür sollten sie ein Bewusstsein entwickeln, um das Zusammenleben und das Verständnis zwischen den Geschlechtern zu erleichtern."
Inhaltsverzeichnis und nähere Verlags-Angaben:
<a href= http://www.gerling-academy-press.com/books/creveld1202.htm >Hier klicken[/link]
Crevelds Foto und das Cover seines Buches zieren die zitierte Startseite des "Focus"-Artikels, gleich darunter finden sich auch ein Foto von mir (aufgenommen auf der Treppe des hessischen Staatstheaters) samt dem Cover von "Sind Frauen bessere Menschen?" Jeder habe die Litaneien über weibliche Benachteiligung im Ohr, geht es weiter im Text. Crevelds und meiner Ansicht nach verhalte es sich aber exakt umgekehrt. "Die Belege, die beide Autoren für ihre Thesen anführen, sind Legion." Einige davon nennt der "Focus"-Artikel in Auswahl, etwa die kürzere Lebenserwartung für Männer, ihr Einsatz bei gefährlicheren, härteren und schmutzigeren Jobs, ihr größeres Risiko, das Opfer von Gewalttaten oder von Arbeitsunfällen zu werden, ihre Verwendung als Verfügungsmasse im Krieg, ihre relative Unterrepräsentanz (!) in der Politik, ihre Benachteiligung in der medizinischen Forschung, der Erziehung und im Justizsystem. Auch das Sorge-Unrecht wird thematisiert und der Umstand, dass häusliche Gewalt zu mindestens gleichen Teilen oder aber sogar überwiegend von Frauen ausgehe, was aber hartnäckig tabuisiert werde. Verschiedene Studien werden hierzu genannt, und auch Professor Bock kommt wieder einmal kompetent zu Wort. Nicht unerwähnt bleibt, dass die vom Bundesfrauenministerium ausgeschriebene Studie zum Thema "Gewalt gegen Männer" an einen Berliner Verein geht, der nach eigenem Bekunden der "HERRschenden Männlichkeit" den Krieg erklärt habe. (Focus: "Man darf auf die übernächste Studie gespannt sein.") Schließlich geht es um Kindesmisshandlung durch Mütter, die feministische Vergewaltigungs-Hysterie und das "Crescendo der Männerbeschimpfung" auf dem Buchmarkt und in den Medien. Auch die schönsten Fascho-Scherze aus der "Emma" dürfen nicht fehlen ("Was ist ein Mann in Salzsäure? Ein gelöstes Problem. Was ist ein Mann im Knast? Artgerechte Haltung."), samt der Erwähnung, dass Alice Schwarzer für sowas das Bundesverdienstkreuz bekommen habe. Fotos mit passenden Unterzeilen ("Männer-Endlager" Soldatenfriedhof) und eine Statistik über den Frauenanteil in der Politik runden den Beitrag ab.
Der Artikel schließt mit einem Ausblick von uns beiden Autoren. Während ich an einer vernünftigen Diskussion Interesse habe und von einer Gesellschaft träume, die beiden Geschlechtern gerecht wird, hat Creveld schon aufgegeben: "Männer werden auch weiterhin alles tun, um Frauen ein leichteres, angenehmeres und längeres Leben zu ermöglichen." Das gehe aber auch in Ordnung; schließlich seien sie von einer Frau zur Welt gebracht worden. Nur ein kleines Dankeschön ab und zu, das fände der Israeli nett.
Es folgt ein längeres Interview mit Professor van Creveld, in dem er seine Thesen genauer darlegen kann. Die meiner Ansicht nach zentralen Passagen: "Es gibt keinen Beweis, dass das Leben der Frauen härter ist als das der Männer. Dieses Tatsache hat den Sozialhistoriker Edward Shorter dazu gebracht, von einer `Kluft´ zwischen der objektiven Situation der Frauen einerseits und ihrer subjektiven Wahrnehmung andererseits zu reden. Je fortschrittlicher ein Land ist und je privilegierter die Frauen, um so mehr bestätigt sich diese Kluft. Meiner Meinung nach lässt das eine einfache Erklärung zu: Während ein jammernder Mann Verachtung und Gelächter erntet, hat eine Frau viel größere Chancen, bemitleidet und unterstützt zu werden. Für die Frauen ist Jammern eine Strategie, die durchaus Sinn macht. Und was ist der Feminismus schon anderes als eine einzige lange Klage? (...) Wie eine feministische Autorin, Diana Hunt, es formuliert: Feminismus ist eine `transformierte Hysterie´. Vor 100 Jahren pflegten verwöhnte Mittelschichtfrauen durch Geschrei, das Werfen von Gegenständen oder durch Ohnmachtsanfälle Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. Heutzutage tun sie im Prinzip das Gleiche. Sie klagen über tiefe psychologische Traumata, nur weil jemand ihnen Komplimente über ihre Beine macht. (...) Die wahrscheinlichste Möglichkeit ist wohl, dass der Feminismus nach hinten losgeht. Anstatt dass Frauen Gleichberechtigung erreichen, wird es vielleicht eine Rückkehr zur Geschlechtertrennung der viktorianischen Ära geben, wie sie bereits an einigen Schulen praktiziert wird. Da ich Frauen gern habe, würde ich eine derartige Entwicklung sehr bedauern."
Mit einer Reichweite von mehr als 6 Millionen Lesern (laut Medienanalyse 2003/I) gilt der "Focus" als Marktführer bei den Nachrichtenmagazinen. Die weit überwiegende Zahl seiner Leser zählen durch Abitur oder Studium zur sogenannten "Info-Elite".
Die Zusammenarbeit mit den Redakteuren der Zeitschrift lief außerordentlich gut. Was mich beeindruckt hat, war, dass sie nicht einfach damit zufrieden waren, mein Buch und seinen Inhalt vorzustellen, sondern die von mir angeführten Fakten tatsächlich nachzurecherchieren, um nicht versehentlich Werbung für eine Sache zu machen, die nicht hundertprozentig wasserdicht ist. Sehr verblüfft waren sie darüber, dass noch keine andere größere Zeitschrift oder Zeitung den Inhalt meines Buches aufgegriffen hatte. Normalerweise berichtet man über brisante und aufschlussreiche Titel bei ihrem Erscheinen und nicht anderthalb Jahre später. Als ein möglicher Grund wurde mir genannt, dass in Journalistenkreisen die Auseinandersetzung mit dem Feminismus häufig als "Leichenfledderei" betrachtet werde. Jetzt hoffe ich natürlich, dass die "Focus"-Story auch weitere Medien auf dieses Thema aufmerksam machen wird.
Wenn ihr daran mitwirken wollt und euch mehr Beiträge dieser Art wünscht, könnt ihr dem Magazin ja ein Lesermail schreiben: Leserbriefe@focus-r.de. Meiner Ansicht nach wird viel zu selten die Möglichkeit genutzt, den Medien auch lobende Rückmeldungen zukommen zu lassen, wenn sie etwas richtig gemacht haben. Falls sich jemand dazu berufen fühlt, hier von mir einige generelle Ratschläge: Die Chancen auf einen Abdruck steigen, um so kürzer der Brief ist. Mit einem Leserbrief vertretet ihr die Männerbewegung nach außen, also bleibt lieber sachlich und freundlich statt herumzuwettern. Wenn ihr zum Vorstand einer Gruppe gehört oder besondere Leistungen im Zusammenhang mit der Männerbewegung vorweisen könnt, dann erwähnt das ruhig. Insbesondere männerfreundliche Frauen sollten sich aufgerufen fühlen zu zeigen, dass auch für sie die Bekämpfung der Männerdiskriminierung ein Anliegen ist. Feministinnen sollten ebenfalls schreiben: Je größer die Kontroverse ist, desto eher erkennen die Medienmacher, dass hier ein brisantes Thema vorliegt. Ich bezweifle allerdings, dass die üblichen Diffamierungskampagnen a la "Arne Hoffmann bewirbt in seinem Buch Vergewaltigungen und den Sex mit kleinen Kindern" etwas bringen werden. Die "Focus"-Redakteure haben mein Buch gelesen, sich damit auseinandergesetzt und sich auch mehrfach mit mir selbst unterhalten. Lasst sowas also besser mal in euren Web-Foren. Da kann man ja schreiben, was man will. 
Jedenfalls bin ich sehr davon angetan, dass nach jahrelangem Bohren dicker Bretter dieses Thema endlich die Aufmerksamkeit findet, die es verdient. Das Schweigetabu ist gebrochen. Und es gibt gute Aussichten, dass das erst der Anfang einer längeren Entwicklung ist. Aktuell bereite ich vor, Professor van Creveld für eine andere deutsche Zeitschrift zu interviewen. Auch eine Besprechung seines Buches für unsere beliebte Reihe "Die Blinden rezensieren die Blinden" soll nicht fehlen.
Und selbstverständlich geht auch meine reguläre Medienarbeit weiter. Über neue Entwicklungen werde ich euch auf dem Laufenden halten.
Ich liebe diesen Beruf! 
Herzlicher Gruß
Arne
Re: FOCUS-Titelthema Männerdiskriminierung
Jörg, Monday, 07.04.2003, 16:01 (vor 8339 Tagen) @ Arne Hoffmann
Als Antwort auf: FOCUS-Titelthema Männerdiskriminierung von Arne Hoffmann am 07. April 2003 08:45:15:
Hallo Arne,
meine Gratulation zu dem Erfolg, das Thema Männerdiskriminierung in den
"Focus" hineingebracht zu haben.
Ich hätte nicht gedacht, daß auch die etablierten Massenmedien langsam
wachwerden und dem feministischen Gedankengut, das einem beinahe tagtäglich
begegnet (zumeist natürlich in versteckter Form), etwas entgegenzusetzen
haben.
So, und nun kauf ich mir erstmal ein aktuelles Exemplar des "Focus", um
mitreden zu können. 
Gruß, Jörg
Re: FOCUS-Titelthema Männerdiskriminierung
Ferdi, Monday, 07.04.2003, 18:10 (vor 8339 Tagen) @ Arne Hoffmann
Als Antwort auf: FOCUS-Titelthema Männerdiskriminierung von Arne Hoffmann am 07. April 2003 08:45:15:
Hi Arne,
Herzlichen Glückwunsch und vielen Dank für diesen gelungenen Coup. Ich habe mir den "Focus" in der Mittagspause gekauft und den Artikel gelesen. Ich sage jetzt schon voraus, dass die Reaktion auf diesen Artikel im feministischen Lager Hysterie auslösen wird. Aber hier ist der "Focus" seinem Slogan "Fakten, Fakten, Fakten" treu geblieben.
Interessant finde ich die Schlussbemerkung über van Creveld und seine Äusserung: "Männer werden auch weiterhin alles tun, um Frauen ein leichteres, angenehmeres und längeres Leben zu ermöglichen". Hier setze ich auch meine persönliche Kritik am Verhalten der Männer an und an ihrem Unvermögen, diese katastrophalen Zustände zu ändern: Männer werden flugs zu Dackeln, wenn Frauen mit dem Hintern wackeln". Ich behaupte: Die Hauptursache der Misere ist die Tatsache, dass es so viele Männer gibt, die man als "feministische Bettvorleger" bezeichnen kann (sog. "Hannibalismus"). Daraus ergibt sich der einzige Ausweg, der aber wahnsinnig effizient sein dürfte: Die Männer kommen nicht umhin, sich gegen die sexuell-erotischen Ausbeutungsmethoden der Frauen zu immunisieren. Das geht, erfordert aber eine enorme Selbstdisziplin und einen starken Willen. Der Lohn ist ein sehr hohes Selbstwertgefühl, diese Männer können stolz erhobenen Hauptes auf die Heerscharen weiblicher Sirenen herabschauen, sie sind keine Dackel mehr, sondern selbstbewusste Männer, die über ihre sexuellen Aktivitäten selbst bestimmen und die sich nicht von den Frauen an der "Nase" herumführen lassen (für die "Nase" bitte ein anderes männliches Organ einsetzen, das kommt den Tatsachen näher).
Ich glaube, der Kampf hat erst begonnen, ich hoffe auf Sieg!
Gruss,
Ferdi
Re: FOCUS-Titelthema Männerdiskriminierung
Garfield, Tuesday, 08.04.2003, 12:54 (vor 8338 Tagen) @ Ferdi
Als Antwort auf: Re: FOCUS-Titelthema Männerdiskriminierung von Ferdi am 07. April 2003 15:10:12:
Hallo Ferdi!
Das Problem, daß du ansprichst, sehe ich auch. Also eben, daß sich viele Männer von Frauen in die Situation drängen lassen, daß sie für Sex nicht nur ebenfalls Sex, sondern auch noch zusätzlich diverse materielle Leistungen geben müssen.
Das ist aber nur ein Aspekt einer sehr komplexen Problematik. Es ist doch offensichtlich so, daß es bei Männern Ur-Instinkte gibt, die sie dazu bringen, ihre Partnerinnen in jeder Hinsicht zu unterstützen. Susu und Alex werden jetzt sicher wieder einen dicken Hals kriegen, wenn sie das Wort "Ur-Instinkt" lesen, aber ich behaupte keineswegs, daß nur Instinkte der Grund für solches männliche Verhalten sind. Natürlich spielt auch Erziehung eine Rolle, und Jungen bzw. Männer werden nach wie vor dazu erzogen, später die Ernährer-Rolle zu übernehmen.
Das ist ja erst einmal nicht schlimm. Für eine Partnerschaft ist es durchaus wichtig, daß man bereit ist, einander zu unterstützen und auch mal zugunsten des Partners zurückzustecken. Und auch Frauen haben durchaus Ur-Instinkte, die sie dazu bringen, ihre Partner zu unterstützen. Früher war das ein Geben und Nehmen. Beide Geschlechter waren nicht nur instinktiv bemüht, einander zu unterstützen, sondern sie wurden auch von der Gesellschaft dahingehend erzogen.
Wie genau die Arbeitsteilung zwischen Mann und Frau dann aussah, spielt dabei gar keine Rolle. Oft war es so, daß die Frau sich vorwiegend auf das häusliche Umfeld konzentrierte, während der Mann mehr in der Außenwelt tätig war. Aber da es auch wichtig war, daß Mann und Frau sich notfalls gegenseitig ersetzen konnten, war die Aufgabenverteilung meist durchaus nicht festgeschrieben. Das spielt aber eigentlich eben keine Rolle. Der wesentliche Punkt war, daß sowohl Männer als auch Frauen bereit waren, ihren Beitrag in einer Partnerschaft oder Ehe zu leisten.
Und da gibt es mittlerweile eine immer deutlichere Schieflage. Während an Männer immer höhere Anforderungen gestellt werden, werden Frauen zunehmend dahingehend beeinflußt, ihren Partnern gegenüber auf gar keinen Fall irgendwelche Zugeständnisse zu machen. Jeder Gefallen, den eine Frau ihrem Partner tut, wird von Feministinnen heute schon als Zugeständnis an das imaginäre Patriarchat bezeichnet. Zwar glauben viele Frauen das eigentlich nicht, und bei vielen Frauen sorgen die alten Instinkte nach wie vor dafür, daß sie durchaus auch mal etwas für ihre Partner tun. Aber trotzdem trägt es dazu bei, Leistungen von Frauen für den Partner immer mehr aufzuwerten, während gleichzeitig Leistungen von Männern für ihre Partnerinnen mehr und mehr abgewertet oder sogar völlig ignoriert werden.
Wenn der sexuell/politisch korrekte Gutmensch heute beispielsweise von Hausarbeit redet, dann ist selbstverständlich nur Arbeit von Frauen gemeint. Arbeiten, die üblicherweise von Männern im Interesse beider Partner in und am Haus, im Garten oder am Auto erledigt werden, zählen nicht zur Hausarbeit und werden schlichtweg ignoriert. Die Tatsache, daß Männer im Durchschnitt auf längere Arbeitszeiten kommen als Frauen und damit also auch einen höheren Beitrag zum finanziellen Lebensunterhalt der Familien leisten, wird ebenfalls ignoriert oder sogar noch als Ausbeutung von Frauen dargestellt.
Die Lösung des Problems besteht meiner Meinung nach nicht darin, daß Männer nun nichts mehr für Frauen tun. Nein, sie sollten einfach auch mal höhere Anforderungen an Frauen stellen, also z.B. in der Partnerschaft auch mehr von ihnen einfordern. Nicht nur sexuell, sondern allgemein.
Freundliche Grüße
von Garfield
Re: FOCUS-Titelthema Männerdiskriminierung
Garfield, Monday, 07.04.2003, 21:05 (vor 8339 Tagen) @ Arne Hoffmann
Als Antwort auf: FOCUS-Titelthema Männerdiskriminierung von Arne Hoffmann am 07. April 2003 08:45:15:
Hallo Arne!
Glückwunsch auch von mir!
Mir sind in letzter Zeit schon ab und zu kleine Lichtblicke in den Medien aufgefallen, aber dieser "Focus"-Artikel scheint doch ein deutlicher Schritt nach vorn zu sein. Ich werde mir den aktuellen "Focus" heute noch kaufen und der Redaktion auch einen Brief zukommen lassen.
Herzliche Grüße
von Garfield!
Re: FOCUS-Titelthema Männerdiskriminierung
Jolanda, Monday, 07.04.2003, 22:39 (vor 8339 Tagen) @ Arne Hoffmann
Als Antwort auf: FOCUS-Titelthema Männerdiskriminierung von Arne Hoffmann am 07. April 2003 08:45:15:
Hallo Arne
Ich verfolge deine Arbeit nun schon ne ganze Weile und wir haben schon des öfteren darüber diskutiert. Du weisst, dass ich dein Buch immer als sehr empfehlenswert bewertet habe und ich es mittlerweile recht gut kenne 
Ich freue mich deswegen ganz besonders, dass "Focus" dieses Thema endlich aufgreift, ich muss mir aber unbedingt noch ein Exemplar ergattern, damit ich in einem Leserbrief Stellung nehmen kann dazu.
Ich freue mich total für dich, es ist höchste Zeit, dass deine Arbeit endlich auch gewürdigt wird und nicht nur darauf herumgetrampelt, wie das einige getan haben. Ich konnte das nie wirklich nachvollziehen, ich habe das Buch gelesen, etliche Stellen schon mehrmals und es erschien mir nie "frauenfeindlich", im Gegenteil, ich finde, dieses Buch sollte vor allem jede Frau mal lesen!
Es grüsst dich herzlich
Jolanda
Re: FOCUS-Titelthema Männerdiskriminierung
Arne Hoffmann, Tuesday, 08.04.2003, 15:59 (vor 8338 Tagen) @ Jolanda
Als Antwort auf: Re: FOCUS-Titelthema Männerdiskriminierung von Jolanda am 07. April 2003 19:39:15:
Hi Jolanda, hallo ihr anderen,
herzlichen Dank für die Glückwünsche und die vielen anderen sehr lieben Worte!
Gestern hab ich es nicht mehr geschafft euch zu antworten, denn ich war gut beschäftigt: Diskussion mit den Leuten von meinem Verlag, wie man diesen Erfolg am besten in die Presse-Arbeit etc. einbaut, Infomails an die verschiedensten Stellen aus der Männerbewegung und der Geschlechterdebatte insgesamt (beispielsweise die Heinrich-Böll-Stiftung
, Pressemeldungen an die großen Zeitungen wie an die kleinen (Anmerkung: die Mailaddi vom "Buxtehuder Tagblatt" funzt nicht
undsoweiter. Die werden sich natürlich nicht alle sofort auf das Thema "Männerdiskriminierung" stürzen, aber das soll ja auch nicht der letzte Artikel dieser Art bleiben. Steter Tropfen höhlt bekanntlich den Stein. Außerdem sind bei mir die unterschiedlichsten Glückwünsche auch per Mail eingegangen, von privaten Bekannten bis zu prominenten Männerrechtlern wie Professor Bock. Und Alex Bark hat eine Sonderdokumentation der RotenMännerNews herausgebracht; das fand ich doch sehr nett. Feiern werde ich dann erst heute abend (übrigens überwiegend mit Frauen, fällt mir auf).
Ich freue mich total für dich, es ist höchste Zeit, dass deine Arbeit endlich auch gewürdigt wird und nicht nur darauf herumgetrampelt, wie das einige getan haben.
Dieser Satz gibt mir eine klasse Gelegenheit, ein paar grundsätzliche Dinge zu sagen, auch wenn das dadurch wieder so ein verdammt langes Mail wird (holt euch besser ein paar Snacks, Leute).
Natürlich waren diese ständigen Beschimpfungen und Angriffe unter der Gürtellinie verletzend und haben mich geärgert. Aber sie waren in bestimmter Weise auch von Anfang an Teil meines Konzepts bzw. meiner Erwartungen. Mir war, schon als ich mit der Arbeit an meinem Buch begonnen habe, klar, dass da ein wichtiges Thema im Argen lag und dass sich nur deswegen noch niemand den benachteiligten Männern angenommen hatte, weil die Leute Angst hatten, sich den zu erwartenden Diffamierungen auszusetzen. Der erste, der in dieser Hinsicht den Kopf zum Fenster rausstreckte, würde mit Dreck beworfen werden, das war abzusehen. Bei einigen anderen Autoren in den USA wie hierzulande war das ja auch schon passiert. Da ich als SM-Autor usw. ohnehin keinen gutbürgerlichen Ruf zu verlieren hatte, war ich gerne bereit, den Job zu übernehmen, damit andere dann um so leichter folgen konnten. Bis vor kurzem sah es noch so aus, als würde nur die erste Hälfte meiner Erwartungen aufgehen: die Diffamierungen kamen, aber die öffentliche Wahrnehmung noch nicht so, wie ich sie mir gewünscht hatte. Das hat sich jetzt offenkundig geändert. Ihr wisst ja alle am besten, welche absolut unmöglichen Kampagnen gegen uns geführt worden sind. Und wir sind trotzdem gerade dabei zu gewinnen. Meine Güte, selbst im "Emma"-Forum ist Männerdiskriminierung ein großes Thema. Viele der Frauen, die dort posten und früher nur Schwarzers Magazin gelesen haben, erfahren jetzt zum ersten Mal, dass sich viele Männer in unserer Gesellschaft inzwischen benachteiligter fühlen als sie. Ich frage mich, ob Schwarzer es schon bedauert, im Web eine offene Debatte zugelassen zu haben, statt wie im Heft nur einer eng umgrenzten Sichtweise der Welt Raum zu lassen.
Nun bin ich mir nicht ganz sicher, ob die Mehrzahl der Beschimpfungen und Beleidigungen gegen uns erfolgt sind, weil die Leute, von denen sie kamen, emotional ein wenig unstabil sind, oder ob das taktische Manöver waren nach dem Motto: Erst mal die vernünftigen Leute mit persönlichen Attacken auf unterstem Niveau wegbeißen und dann in aller Ruhe pseudowissenschaftlichen Unfug verbreiten. Falls letzeres der Fall war, hat es nicht funktioniert. Die Betreffenden haben sich nur immer weiter isoliert, während die Männerbewegung stetig an Zuwachs gewinnt. Ich bin inzwischen dazu übergegangen, mich nur noch mit solchen Leuten auseinanderzusetzen, die mich mit dem Minimum an zwischenmenschlichem Respekt behandeln, der für das Gespräch miteinander unabdingbar ist. Wer das nicht möchte, kann sich in seinem Forum verbunkern und dort austoben, aber er verzichtet auf die Möglichkeit, seine Ansichten in den Mainstream der Debatte einzubringen. Sachlich vorgebrachte Kritik, Anregungen und andere Sichtweisen sind immer in meine Bücher eingeflossen. Schließlich habe ich die Männerrechte überhaupt erst entdeckt, weil ich auch in meiner feministischen Phase bereit war, mich anderen Denkweisen zu öffnen und sie zu überprüfen. Auf Anwürfe wie "du verdammtes Stück Dreck" kann man aber natürlich nicht sinnvoll antworten, genausowenig auf "Forenschlampen" und das ganze Zeug. Das zeigt doch nur, dass diesen Leuten seit einiger Zeit schon die Argumente ausgegangen sind.
In zweierlei Hinsicht waren all diese Anfeindungen indirekt aber auch ganz brauchbar. Einen Grund, warum das so war, nenne ich in meiner Antwort an Max in Monis Forum. Für den anderen muss ich ein bisschen ausholen. Bei der Gelegenheit kann ich nämlich auch beantworten, woher ein großer Teil der Kraft stammt, mit meinem Buch gegen sämtliche Widerstände anzuschwimmen.
Ich bin von einem meiner emsigen Leser ja schon mehrfach kritisiert worden, weil ich ein paar mal mein Einser-Examen erwähnt habe. Dieses Examen war allerdings eine wichtige und prägende Erfahrung für mich. Vor meiner mündlichen Prüfung zum Beispiel hatte ich meinen Professor gebeten, er solle mich auf Eins prüfen. Meine KommilitonInnen waren ziemlich aus dem Häuschen, als ich ihnen davon erzählt habe. "Arne! Bist du meschugge? Wie kannst du sowas machen? Was glaubst du, wie er dich in die Zange nimmt, wenn du von Anfang an so da reingehst?" Fakt ist, ich hatte Erfolg. Das hat bei mir natürlich meine Einstellung verstärkt, dass ich nicht alles, aber doch ziemlich viel erreichen kann, wenn ich nur den entsprechenden Willen aufbringe. Und das war etwas, was bei meinem Buch "Sind Frauen bessere Menschen?" immer wieder von großer Bedeutung war.
Das erste Hindernis war die Recherche selbst. Informationen über sexuellen Missbrauch oder sogar Vergewaltigungen durch Frauen findest du ja nun nicht gerade links und rechts in den Regalen der Büchereien. Das habe ich dann als journalistische Herausforderung gesehen und mich erst recht reingehängt. Neulich hat mir ein Leser geschrieben, er hätte Hunderte von Mark für Literatur zum Geschlechterthema ausgegeben und trotzdem nur im Ansatz den in "Sind Frauen bessere Menschen?" verdichteten Kenntnisstand erreicht. Das hat mir sehr geschmeichelt. 
Das zweite Hindernis war die Verlagssuche. Die berühmten 80 Absagen. Immer wieder mit meinem schmalen Geldbeutel einen 600-Seiten-Wälzer kopieren, verschicken, und eine Ablehnung nach der anderen einfangen. Ich glaube, nach den ersten 50 oder 60 Absagen stand ich dann doch kurz davor aufzugeben. Da hatte ich mir überlegt, ob ich nicht doch lieber ein anderes Buch zu einem marktgängigeren Thema schreiben sollte. Das würde mir vielleicht Geld, Zeit und Nerven sparen. Was mich dann dazu gebracht hat weiterzumachen und am Ball zu bleiben, waren die Berichte über geprügelte Männern und von Frauen missbrauchte Jungen, die ich inzwischen gelesen hatte: Menschen, die in unserer Gesellschaft so unsichtbar waren, dass dieses Thema nicht mal existierte, ja, dass die Betroffenen nicht einmal selbst vor Dritten darüber zu sprechen wagten. Ich konnte theoretisch mit irgendeinem anderen Buch weitermachen; aber diese Menschen konnten nicht einfach mit einem anderen _Leben_ weitermachen. Sie hatten hier in Deutschland niemanden, der für sie sprach. Professor Bock, Joachim Müller und Alexander Markus Homes gab es damals ja noch nicht. Also war das wohl oder übel mein Job. Und dann fand ich endlich einen Verlag, bei dem das Buch nicht nur erscheinen, sondern sogar _schön_ werden würde, also kein Printing-on-Demand und kein Druckkostenzuschussverlag. Mir gefällt das Buch von der Aufmachung her sehr gut so, wie es jetzt ist. Na gut, ein bisschen dick vielleicht. 
Kommen wir zu dem dritten und letzten Hindernis: den Medien. Das war der berühmte Lace Curtain; den kannte ich ja schon aus den USA. Männerrechte sind/waren in den Medien ein Tabu. Entsprechende Bücher werden der Allgemeinheit nicht vorgestellt. So auch bei meinem. Ein Uni-Professor hat versucht, eine Rezension meines Buches bei der FAZ unterzubringen und zwei Bestseller-Polit-Autoren bei der "Welt", aber beides wurde geblockt. Weil ich das eben wegen meinem Vorwissen über die USA schon hatte kommen sehen, habe ich von Anfang an versucht, das über Guerilla-Marketing auszugleichen: also ein Jahr lang ein umfangreiches e-zine geschrieben und verteilt und mich hier in den Foren so wichtig gemacht, dass es eigentlich schon nicht mehr feierlich war. Normalerweise bin ich ja eher ein zurückhaltender Mensch (solange es nicht gerade um SM geht oder Queer Nation oder so). Ich hatte die Hoffnung, irgendwann so viel kritische Masse zu erreichen, dass es einem der Medienmacher endlich auffallen würde. Über ein Jahr lang ist diese Strategie ziemlich in den Arsch gegangen. Bei den Leuten hier in den Foren konnte ich zwar einige Informationsarbeit leisten, ich konnte auch die bereits existierende Männerbewegung revitalisieren, aber vom Verkauf her war das Buch zum Zeitpunkt der letzten Buchmesse fast schon klinisch tot. Die Männer, die mein Buch etwas angehen würde, haben einfach nicht erfahren, dass es existiert. Was mich _dann_ dazu bewegt hat, stur zu bleiben und bei den Medien weiterzubohren und zu hämmern und mich ins Zeug zu legen, waren zu einem nicht geringen Teil die Anfeindungen, die ich und ja auch viele von euch inzwischen ständig ausgesetzt waren. Es gab ja immer wieder von neuem Hetzkampagnen, Diffamierungen, Verleumdungen und verletzende Bemerkungen. Wenn die mich nicht immer wieder angestachelt hätten, mich dagegen zu behaupten, hätte ich den Großteil meiner Aufmerksamkeit vielleicht doch irgendwann einem neuen Projekt zugewandt. Zu deutsch: Ohne all diese Unverschämtheiten wäre "Sind Frauen bessere Menschen?" vermutlich _nicht_ im aktuellen "Focus", der Verkauf würde nicht wieder anlaufen und Männerdiskriminierung wäre weniger ein Thema. Irgendwie gefällt mir die Ironie dieser Sache. Ja, ich weiß, die _echte_ Unterstützung habe ich von euch erhalten. Ihr wusstet von all diesen wichtigen Themen schon anderthalb Jahre vor dem Focus, und damit seid ihr eigentlich die _wahre_ Info-Elite. Ich muss daran denken, euch im Dank der nächsten Auflage zu erwähnen. 
Der Erfolg im "Focus" war eine Gemeinschaftsarbeit von uns allen, und sie wird hoffentlich uns allen nutzen. Insofern danke ich euch genauso wie ihr mir.
Herzlicher Gruß
Arne
Re: FOCUS-Titelthema Männerdiskriminierung
Jörg Rohmann, Tuesday, 08.04.2003, 23:05 (vor 8338 Tagen) @ Arne Hoffmann
Als Antwort auf: Re: FOCUS-Titelthema Männerdiskriminierung von Arne Hoffmann am 08. April 2003 12:59:06:
[...]aber vom Verkauf her war das Buch zum Zeitpunkt der letzten Buchmesse fast schon klinisch tot.[...]
Dafür ist es jetzt bei Amazon aktuell auf Platz 358. Die Tage vorher lag es, glaube ich, so bei Platz 3X.XXX. Nicht schlecht!
Jörg
Re: FOCUS-Titelthema Männerdiskriminierung
Odin, Wednesday, 09.04.2003, 01:54 (vor 8338 Tagen) @ Jörg Rohmann
Als Antwort auf: Re: FOCUS-Titelthema Männerdiskriminierung von Jörg Rohmann am 08. April 2003 20:05:43:
[...]aber vom Verkauf her war das Buch zum Zeitpunkt der letzten Buchmesse fast schon klinisch tot.[...]
Dafür ist es jetzt bei Amazon aktuell auf Platz 358. Die Tage vorher lag es, glaube ich, so bei Platz 3X.XXX. Nicht schlecht!
Jörg
Halt Dich fest mein Freund: Aktueller Stand 280
Gestern (!) hatte ich mir gedacht, schreib Dir doch mal den Verkaufrang auf: Das war Rang 17541 
Nochmal Gratulation an Arne - ach ne, der ist wahrscheinlich jetzt schon blau 
Odin
Re: FOCUS-Titelthema Männerdiskriminierung
Jolanda, Wednesday, 09.04.2003, 02:02 (vor 8338 Tagen) @ Odin
Als Antwort auf: Re: FOCUS-Titelthema Männerdiskriminierung von Odin am 08. April 2003 22:54:31:
Halt Dich fest mein Freund: Aktueller Stand 280
Gestern (!) hatte ich mir gedacht, schreib Dir doch mal den Verkaufrang auf: Das war Rang 17541
---Ja und dazu möchte ich noch anmerken, dass der Focus in der Schweiz heute noch nicht überall erhältlich war, der kommt morgen bei uns neu in den Kiosk
)
Gruss
Jolanda
Re: FOCUS-Titelthema Männerdiskriminierung
Jörg, Wednesday, 09.04.2003, 03:33 (vor 8338 Tagen) @ Jolanda
Als Antwort auf: Re: FOCUS-Titelthema Männerdiskriminierung von Jolanda am 08. April 2003 23:02:14:
>Halt Dich fest mein Freund: Aktueller Stand 280
Gestern (!) hatte ich mir gedacht, schreib Dir doch mal den Verkaufrang auf: Das war Rang 17541
---Ja und dazu möchte ich noch anmerken, dass der Focus in der Schweiz heute noch nicht überall erhältlich war, der kommt morgen bei uns neu in den Kiosk
)[/i]
Angesichts des Höhenfluges von Arnes Werk:
Ich finde, nachdem Arne die erste Mille an Umsatz eingefahren hat,
könnte er eigentlich uns allen einen ausgeben, oder?
)
Gruß, Jörg
Re: FOCUS-Titelthema Männerdiskriminierung
Jolanda, Wednesday, 09.04.2003, 03:38 (vor 8338 Tagen) @ Jörg
Als Antwort auf: Re: FOCUS-Titelthema Männerdiskriminierung von Jörg am 09. April 2003 00:33:00:
Ich finde, nachdem Arne die erste Mille an Umsatz eingefahren hat,
könnte er eigentlich uns allen einen ausgeben, oder?)
---grinst....nun ja, Arne hat wohl einiges einzufahren, dass er lange schon zum voraus investiert hat ....also betteln wir ihn nicht gleich an 
Aber ich denke, so eine virtuelle Runde wird er uns schon spendieren
)
Gruss
Jolanda
Re: FOCUS-Titelthema Männerdiskriminierung
Odin, Wednesday, 09.04.2003, 22:48 (vor 8337 Tagen) @ Jörg
Als Antwort auf: Re: FOCUS-Titelthema Männerdiskriminierung von Jörg am 09. April 2003 00:33:00:
Angesichts des Höhenfluges von Arnes Werk:
Ich finde, nachdem Arne die erste Mille an Umsatz eingefahren hat,
könnte er eigentlich uns allen einen ausgeben, oder?)
Gruß, Jörg
Ich weiß nicht recht... ich glaub, meine ISDN-Karte verträgt keine Feuchtigkeit... und, wie schmeckt so ein Bier eigentlich nach dem Download...
Naja, mal probieren 
Absolut klasse! Gratulation! :-) (n/t)
Markus, Monday, 07.04.2003, 23:42 (vor 8339 Tagen) @ Arne Hoffmann
Als Antwort auf: FOCUS-Titelthema Männerdiskriminierung von Arne Hoffmann am 07. April 2003 08:45:15:
Howdy
Die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift "Focus" hat drei Titelthemen: "Risiko Bagdad", die Seuche SARS und "Das bevorzugte Geschlecht. Die Unterdrückung der Frau ist nur ein Mythos!" Letzeres führt uns zu einem Artikel, der sich von den Seiten 118 bis 132 erstreckt. Der Untertitel hier: "Frauen, heißt es ständig, werden benachteiligt. Stimmt das wirklich fragten sich unabhängig voneinander ein israelischer und ein deutscher Forscher. Ihre Antwort: nein!"
Der folgende Artikel beginnt mit den Worten: "Wie es zugeht im Patriarchat, erfuhr der Medienwissenschaftler Arne Hoffmann, 35, im Herbst 1998, als er mit seinem Manuskript zum Stand des Geschlechterkriegs bei hiesigen Buchherstellern vorsprach. 80 Verlage lehnten das Opus als `zu brisant´ oder `zu polarisierend´ ab. Schließlich ermannte sich ein Berliner Szeneverlag. Rezensionen? Fehlanzeige. - Was hatte der Mann aus dem Taunus da bloß verzapft? Ein Frauen verachtendes Machwerk? Eine sexistische Ketzerei? Eine absurde, durch nichts zu belegende Theorie? Ganz im Gegenteil. Hoffmanns Buch ist faktensatt (554 Belegquellen), es hat nur einen Makel: Sein Gegenstand ist die Benachteiligung von Männern. Emsig hat der Autor Belege zusammengetragen, um nachzuweisen, dass in unserer Gesellschaft `bestimmte aggressive Vorurteile´ gegen Männer gepflegt und Frauen dadurch priviliegiert würden. In diesen Tagen erhält der deutsche Maskulinist renommierten Flankenschutz ..." - von Professor Martin van Creveld nämlich, einem der international renommiertesten Historiker.
Verlassen wir einmal kurz den "Focus": Der Online-Buchhandlung Amazon zufolge ist Creveld "bekannt für seine klare historische Diagnostik. Deren Ergebnisse freilich sind für den unvorbereiteten Leser nicht selten eine einzige Provokation. Mit dem kühlen Gestus des Universalhistorikers wischt er, beinahe könnte man sagen rücksichtslos, überkommene Denkmuster beiseite. Gleichwohl oder gerade deswegen hat sein Wort in Fachkreisen und darüber hinaus erhebliches Gewicht. Der Professor an der Jerusalemer Hebrew-Universität ist viel gefragter Berater verschiedener Regierungen und in dieser Eigenschaft auch häufig Gast im Pentagon." (Von Bush hält Creveld allerdings nicht viel: "Es sieht so aus, als wacht der Bush jeden Tag auf und steckt eine Nadel in einer Weltkarte, welches Land und welches Volk soll ich heute bombardieren?") Creveld sagte schon lange vor den Anschlägen des 11. September die neue Gefahr des Megaterrorismus voraus und benannte einige neue Konzepte, die zu ihrer Bekämpfung notwendig sind.
Crevelds Buch erscheint im Gerling-Akademie-Verlag und wird von diesem wie folgt beschrieben:
"Die Unterdrückung der Frau ist eine in die Irre führende Legende des Feminismus.
Warum bezeichnet sich in den Vereinigten Staaten nur eine von drei Frauen als Feministin, während viele andere diesem Begriff extrem ablehnend gegenüberstehen? Warum haben von Florence Nightingale bis Simone de Beauvoir viele berühmte Frauen gesagt, dass sie nie unter den Benachteiligungen litten, die angeblich mit ihrem Geschlecht verbunden sind? Und weshalb ergeben Umfragen unter Frauen der verschiedensten Nationalitäten, dass die meisten von ihnen sich nicht diskriminiert fühlen?
Martin van Creveld hat mit seinem jüngsten Buch eine antifeministische Polemik verfaßt. Seine provokante These lautet: Frauen werden nicht unterdrückt und sind nie unterdrückt worden. Sie sind das eigentlich privilegierte Geschlecht und sind dies auch in der Vergangenheit immer gewesen.
Dazu führt Creveld zahlreiche Beispiele aus Geschichte und Gegenwart an. Als Kinder werden Frauen sanfter behandelt. Als Erwachsene stehen sie unter geringerem Druck, sich zu behaupten und ihren Verpflichtungen nachzukommen. Im Berufsalltag übernehmen sie weniger als die Hälfte der Arbeit. Und im Wirtschaftsleben sind sie oft in der beneidenswerten Situation, Geld ausgeben zu können, ohne es verdienen zu müssen.
Vor diesem Hintergrund ist es für Creveld plausibel, dass die meisten Frauen mit ihrem Los offenbar mehr und weniger zufrieden sind und dass nicht mehr Frauen ihre Kosmetika weggeworfen und ihre BHs verbrannt haben, um in die Blaumänner zu steigen und männliche Berufe auszuüben.
Die Botschaft am Ende seines Buches: Jede Medaille hat zwei Seiten. Wenn Frauen Männern auch nicht in jeder Hinsicht gleichkommen, so sind sie ihnen gegenüber doch in vielen anderen Dingen bevorzugt. Für jeden Nachteil, den sie erleiden müssen, gibt es ein Privileg, das sie allein genießen. Dafür sollten sie ein Bewusstsein entwickeln, um das Zusammenleben und das Verständnis zwischen den Geschlechtern zu erleichtern."
Inhaltsverzeichnis und nähere Verlags-Angaben:
<a href= http://www.gerling-academy-press.com/books/creveld1202.htm >Hier klicken[/link]
Crevelds Foto und das Cover seines Buches zieren die zitierte Startseite des "Focus"-Artikels, gleich darunter finden sich auch ein Foto von mir (aufgenommen auf der Treppe des hessischen Staatstheaters) samt dem Cover von "Sind Frauen bessere Menschen?" Jeder habe die Litaneien über weibliche Benachteiligung im Ohr, geht es weiter im Text. Crevelds und meiner Ansicht nach verhalte es sich aber exakt umgekehrt. "Die Belege, die beide Autoren für ihre Thesen anführen, sind Legion." Einige davon nennt der "Focus"-Artikel in Auswahl, etwa die kürzere Lebenserwartung für Männer, ihr Einsatz bei gefährlicheren, härteren und schmutzigeren Jobs, ihr größeres Risiko, das Opfer von Gewalttaten oder von Arbeitsunfällen zu werden, ihre Verwendung als Verfügungsmasse im Krieg, ihre relative Unterrepräsentanz (!) in der Politik, ihre Benachteiligung in der medizinischen Forschung, der Erziehung und im Justizsystem. Auch das Sorge-Unrecht wird thematisiert und der Umstand, dass häusliche Gewalt zu mindestens gleichen Teilen oder aber sogar überwiegend von Frauen ausgehe, was aber hartnäckig tabuisiert werde. Verschiedene Studien werden hierzu genannt, und auch Professor Bock kommt wieder einmal kompetent zu Wort. Nicht unerwähnt bleibt, dass die vom Bundesfrauenministerium ausgeschriebene Studie zum Thema "Gewalt gegen Männer" an einen Berliner Verein geht, der nach eigenem Bekunden der "HERRschenden Männlichkeit" den Krieg erklärt habe. (Focus: "Man darf auf die übernächste Studie gespannt sein.") Schließlich geht es um Kindesmisshandlung durch Mütter, die feministische Vergewaltigungs-Hysterie und das "Crescendo der Männerbeschimpfung" auf dem Buchmarkt und in den Medien. Auch die schönsten Fascho-Scherze aus der "Emma" dürfen nicht fehlen ("Was ist ein Mann in Salzsäure? Ein gelöstes Problem. Was ist ein Mann im Knast? Artgerechte Haltung."), samt der Erwähnung, dass Alice Schwarzer für sowas das Bundesverdienstkreuz bekommen habe. Fotos mit passenden Unterzeilen ("Männer-Endlager" Soldatenfriedhof) und eine Statistik über den Frauenanteil in der Politik runden den Beitrag ab.
Der Artikel schließt mit einem Ausblick von uns beiden Autoren. Während ich an einer vernünftigen Diskussion Interesse habe und von einer Gesellschaft träume, die beiden Geschlechtern gerecht wird, hat Creveld schon aufgegeben: "Männer werden auch weiterhin alles tun, um Frauen ein leichteres, angenehmeres und längeres Leben zu ermöglichen." Das gehe aber auch in Ordnung; schließlich seien sie von einer Frau zur Welt gebracht worden. Nur ein kleines Dankeschön ab und zu, das fände der Israeli nett.
Es folgt ein längeres Interview mit Professor van Creveld, in dem er seine Thesen genauer darlegen kann. Die meiner Ansicht nach zentralen Passagen: "Es gibt keinen Beweis, dass das Leben der Frauen härter ist als das der Männer. Dieses Tatsache hat den Sozialhistoriker Edward Shorter dazu gebracht, von einer `Kluft´ zwischen der objektiven Situation der Frauen einerseits und ihrer subjektiven Wahrnehmung andererseits zu reden. Je fortschrittlicher ein Land ist und je privilegierter die Frauen, um so mehr bestätigt sich diese Kluft. Meiner Meinung nach lässt das eine einfache Erklärung zu: Während ein jammernder Mann Verachtung und Gelächter erntet, hat eine Frau viel größere Chancen, bemitleidet und unterstützt zu werden. Für die Frauen ist Jammern eine Strategie, die durchaus Sinn macht. Und was ist der Feminismus schon anderes als eine einzige lange Klage? (...) Wie eine feministische Autorin, Diana Hunt, es formuliert: Feminismus ist eine `transformierte Hysterie´. Vor 100 Jahren pflegten verwöhnte Mittelschichtfrauen durch Geschrei, das Werfen von Gegenständen oder durch Ohnmachtsanfälle Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. Heutzutage tun sie im Prinzip das Gleiche. Sie klagen über tiefe psychologische Traumata, nur weil jemand ihnen Komplimente über ihre Beine macht. (...) Die wahrscheinlichste Möglichkeit ist wohl, dass der Feminismus nach hinten losgeht. Anstatt dass Frauen Gleichberechtigung erreichen, wird es vielleicht eine Rückkehr zur Geschlechtertrennung der viktorianischen Ära geben, wie sie bereits an einigen Schulen praktiziert wird. Da ich Frauen gern habe, würde ich eine derartige Entwicklung sehr bedauern."
Mit einer Reichweite von mehr als 6 Millionen Lesern (laut Medienanalyse 2003/I) gilt der "Focus" als Marktführer bei den Nachrichtenmagazinen. Die weit überwiegende Zahl seiner Leser zählen durch Abitur oder Studium zur sogenannten "Info-Elite".
Die Zusammenarbeit mit den Redakteuren der Zeitschrift lief außerordentlich gut. Was mich beeindruckt hat, war, dass sie nicht einfach damit zufrieden waren, mein Buch und seinen Inhalt vorzustellen, sondern die von mir angeführten Fakten tatsächlich nachzurecherchieren, um nicht versehentlich Werbung für eine Sache zu machen, die nicht hundertprozentig wasserdicht ist. Sehr verblüfft waren sie darüber, dass noch keine andere größere Zeitschrift oder Zeitung den Inhalt meines Buches aufgegriffen hatte. Normalerweise berichtet man über brisante und aufschlussreiche Titel bei ihrem Erscheinen und nicht anderthalb Jahre später. Als ein möglicher Grund wurde mir genannt, dass in Journalistenkreisen die Auseinandersetzung mit dem Feminismus häufig als "Leichenfledderei" betrachtet werde. Jetzt hoffe ich natürlich, dass die "Focus"-Story auch weitere Medien auf dieses Thema aufmerksam machen wird.
Wenn ihr daran mitwirken wollt und euch mehr Beiträge dieser Art wünscht, könnt ihr dem Magazin ja ein Lesermail schreiben: Leserbriefe@focus-r.de. Meiner Ansicht nach wird viel zu selten die Möglichkeit genutzt, den Medien auch lobende Rückmeldungen zukommen zu lassen, wenn sie etwas richtig gemacht haben. Falls sich jemand dazu berufen fühlt, hier von mir einige generelle Ratschläge: Die Chancen auf einen Abdruck steigen, um so kürzer der Brief ist. Mit einem Leserbrief vertretet ihr die Männerbewegung nach außen, also bleibt lieber sachlich und freundlich statt herumzuwettern. Wenn ihr zum Vorstand einer Gruppe gehört oder besondere Leistungen im Zusammenhang mit der Männerbewegung vorweisen könnt, dann erwähnt das ruhig. Insbesondere männerfreundliche Frauen sollten sich aufgerufen fühlen zu zeigen, dass auch für sie die Bekämpfung der Männerdiskriminierung ein Anliegen ist. Feministinnen sollten ebenfalls schreiben: Je größer die Kontroverse ist, desto eher erkennen die Medienmacher, dass hier ein brisantes Thema vorliegt. Ich bezweifle allerdings, dass die üblichen Diffamierungskampagnen a la "Arne Hoffmann bewirbt in seinem Buch Vergewaltigungen und den Sex mit kleinen Kindern" etwas bringen werden. Die "Focus"-Redakteure haben mein Buch gelesen, sich damit auseinandergesetzt und sich auch mehrfach mit mir selbst unterhalten. Lasst sowas also besser mal in euren Web-Foren. Da kann man ja schreiben, was man will.
Jedenfalls bin ich sehr davon angetan, dass nach jahrelangem Bohren dicker Bretter dieses Thema endlich die Aufmerksamkeit findet, die es verdient. Das Schweigetabu ist gebrochen. Und es gibt gute Aussichten, dass das erst der Anfang einer längeren Entwicklung ist. Aktuell bereite ich vor, Professor van Creveld für eine andere deutsche Zeitschrift zu interviewen. Auch eine Besprechung seines Buches für unsere beliebte Reihe "Die Blinden rezensieren die Blinden" soll nicht fehlen.Und selbstverständlich geht auch meine reguläre Medienarbeit weiter. Über neue Entwicklungen werde ich euch auf dem Laufenden halten.
Ich liebe diesen Beruf!
Herzlicher Gruß
Arne
Re: FOCUS-Titelthema Männerdiskriminierung
Odin, Tuesday, 08.04.2003, 02:54 (vor 8339 Tagen) @ Arne Hoffmann
Als Antwort auf: FOCUS-Titelthema Männerdiskriminierung von Arne Hoffmann am 07. April 2003 08:45:15:
Na, da gratuliere ich auch mal ganz herzlich.
Hoffe, Du hast Dir eine Flasche Sekt gegönnt.
Jetzt ist mit totschweigen wohl erstmal Essig und man andere werden gezwungen sein, sich mit Deinem Buch auseinander zu setzen.
Odin
Re: FOCUS-Titelthema Männerdiskriminierung
terVara, Tuesday, 08.04.2003, 04:29 (vor 8338 Tagen) @ Arne Hoffmann
Als Antwort auf: FOCUS-Titelthema Männerdiskriminierung von Arne Hoffmann am 07. April 2003 08:45:15:
Moin Arne,
prima Erfolg...
Die Krönung wäre es, wenn dein Buch jetzt in der Focus-Bestsellerliste für Sachbücher auftaucht...
Ich wünsche es dir...
Gruß
terVara
Re: FOCUS-Titelthema Männerdiskriminierung
Peter, Tuesday, 08.04.2003, 13:25 (vor 8338 Tagen) @ Arne Hoffmann
Als Antwort auf: FOCUS-Titelthema Männerdiskriminierung von Arne Hoffmann am 07. April 2003 08:45:15:
Hi Arne,
auch von mir Glückwunsch! Dein Foto sieht übrigens echt sympatisch aus...
Schade nur das sowas in dem rechten Schmierblättchen Focus erscheint, paßt wieder voll ins Klischee Männerrechte=rechts... kannste nicht mal beim Spiegel vorsprechen? 
Howdy
Die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift "Focus" hat drei Titelthemen: "Risiko Bagdad", die Seuche SARS und "Das bevorzugte Geschlecht. Die Unterdrückung der Frau ist nur ein Mythos!" Letzeres führt uns zu einem Artikel, der sich von den Seiten 118 bis 132 erstreckt. Der Untertitel hier: "Frauen, heißt es ständig, werden benachteiligt. Stimmt das wirklich fragten sich unabhängig voneinander ein israelischer und ein deutscher Forscher. Ihre Antwort: nein!"
Der folgende Artikel beginnt mit den Worten: "Wie es zugeht im Patriarchat, erfuhr der Medienwissenschaftler Arne Hoffmann, 35, im Herbst 1998, als er mit seinem Manuskript zum Stand des Geschlechterkriegs bei hiesigen Buchherstellern vorsprach. 80 Verlage lehnten das Opus als `zu brisant´ oder `zu polarisierend´ ab. Schließlich ermannte sich ein Berliner Szeneverlag. Rezensionen? Fehlanzeige. - Was hatte der Mann aus dem Taunus da bloß verzapft? Ein Frauen verachtendes Machwerk? Eine sexistische Ketzerei? Eine absurde, durch nichts zu belegende Theorie? Ganz im Gegenteil. Hoffmanns Buch ist faktensatt (554 Belegquellen), es hat nur einen Makel: Sein Gegenstand ist die Benachteiligung von Männern. Emsig hat der Autor Belege zusammengetragen, um nachzuweisen, dass in unserer Gesellschaft `bestimmte aggressive Vorurteile´ gegen Männer gepflegt und Frauen dadurch priviliegiert würden. In diesen Tagen erhält der deutsche Maskulinist renommierten Flankenschutz ..." - von Professor Martin van Creveld nämlich, einem der international renommiertesten Historiker.
Verlassen wir einmal kurz den "Focus": Der Online-Buchhandlung Amazon zufolge ist Creveld "bekannt für seine klare historische Diagnostik. Deren Ergebnisse freilich sind für den unvorbereiteten Leser nicht selten eine einzige Provokation. Mit dem kühlen Gestus des Universalhistorikers wischt er, beinahe könnte man sagen rücksichtslos, überkommene Denkmuster beiseite. Gleichwohl oder gerade deswegen hat sein Wort in Fachkreisen und darüber hinaus erhebliches Gewicht. Der Professor an der Jerusalemer Hebrew-Universität ist viel gefragter Berater verschiedener Regierungen und in dieser Eigenschaft auch häufig Gast im Pentagon." (Von Bush hält Creveld allerdings nicht viel: "Es sieht so aus, als wacht der Bush jeden Tag auf und steckt eine Nadel in einer Weltkarte, welches Land und welches Volk soll ich heute bombardieren?") Creveld sagte schon lange vor den Anschlägen des 11. September die neue Gefahr des Megaterrorismus voraus und benannte einige neue Konzepte, die zu ihrer Bekämpfung notwendig sind.
Crevelds Buch erscheint im Gerling-Akademie-Verlag und wird von diesem wie folgt beschrieben:
"Die Unterdrückung der Frau ist eine in die Irre führende Legende des Feminismus.
Warum bezeichnet sich in den Vereinigten Staaten nur eine von drei Frauen als Feministin, während viele andere diesem Begriff extrem ablehnend gegenüberstehen? Warum haben von Florence Nightingale bis Simone de Beauvoir viele berühmte Frauen gesagt, dass sie nie unter den Benachteiligungen litten, die angeblich mit ihrem Geschlecht verbunden sind? Und weshalb ergeben Umfragen unter Frauen der verschiedensten Nationalitäten, dass die meisten von ihnen sich nicht diskriminiert fühlen?
Martin van Creveld hat mit seinem jüngsten Buch eine antifeministische Polemik verfaßt. Seine provokante These lautet: Frauen werden nicht unterdrückt und sind nie unterdrückt worden. Sie sind das eigentlich privilegierte Geschlecht und sind dies auch in der Vergangenheit immer gewesen.
Dazu führt Creveld zahlreiche Beispiele aus Geschichte und Gegenwart an. Als Kinder werden Frauen sanfter behandelt. Als Erwachsene stehen sie unter geringerem Druck, sich zu behaupten und ihren Verpflichtungen nachzukommen. Im Berufsalltag übernehmen sie weniger als die Hälfte der Arbeit. Und im Wirtschaftsleben sind sie oft in der beneidenswerten Situation, Geld ausgeben zu können, ohne es verdienen zu müssen.
Vor diesem Hintergrund ist es für Creveld plausibel, dass die meisten Frauen mit ihrem Los offenbar mehr und weniger zufrieden sind und dass nicht mehr Frauen ihre Kosmetika weggeworfen und ihre BHs verbrannt haben, um in die Blaumänner zu steigen und männliche Berufe auszuüben.
Die Botschaft am Ende seines Buches: Jede Medaille hat zwei Seiten. Wenn Frauen Männern auch nicht in jeder Hinsicht gleichkommen, so sind sie ihnen gegenüber doch in vielen anderen Dingen bevorzugt. Für jeden Nachteil, den sie erleiden müssen, gibt es ein Privileg, das sie allein genießen. Dafür sollten sie ein Bewusstsein entwickeln, um das Zusammenleben und das Verständnis zwischen den Geschlechtern zu erleichtern."
Inhaltsverzeichnis und nähere Verlags-Angaben:
<a href= http://www.gerling-academy-press.com/books/creveld1202.htm >Hier klicken[/link]
Crevelds Foto und das Cover seines Buches zieren die zitierte Startseite des "Focus"-Artikels, gleich darunter finden sich auch ein Foto von mir (aufgenommen auf der Treppe des hessischen Staatstheaters) samt dem Cover von "Sind Frauen bessere Menschen?" Jeder habe die Litaneien über weibliche Benachteiligung im Ohr, geht es weiter im Text. Crevelds und meiner Ansicht nach verhalte es sich aber exakt umgekehrt. "Die Belege, die beide Autoren für ihre Thesen anführen, sind Legion." Einige davon nennt der "Focus"-Artikel in Auswahl, etwa die kürzere Lebenserwartung für Männer, ihr Einsatz bei gefährlicheren, härteren und schmutzigeren Jobs, ihr größeres Risiko, das Opfer von Gewalttaten oder von Arbeitsunfällen zu werden, ihre Verwendung als Verfügungsmasse im Krieg, ihre relative Unterrepräsentanz (!) in der Politik, ihre Benachteiligung in der medizinischen Forschung, der Erziehung und im Justizsystem. Auch das Sorge-Unrecht wird thematisiert und der Umstand, dass häusliche Gewalt zu mindestens gleichen Teilen oder aber sogar überwiegend von Frauen ausgehe, was aber hartnäckig tabuisiert werde. Verschiedene Studien werden hierzu genannt, und auch Professor Bock kommt wieder einmal kompetent zu Wort. Nicht unerwähnt bleibt, dass die vom Bundesfrauenministerium ausgeschriebene Studie zum Thema "Gewalt gegen Männer" an einen Berliner Verein geht, der nach eigenem Bekunden der "HERRschenden Männlichkeit" den Krieg erklärt habe. (Focus: "Man darf auf die übernächste Studie gespannt sein.") Schließlich geht es um Kindesmisshandlung durch Mütter, die feministische Vergewaltigungs-Hysterie und das "Crescendo der Männerbeschimpfung" auf dem Buchmarkt und in den Medien. Auch die schönsten Fascho-Scherze aus der "Emma" dürfen nicht fehlen ("Was ist ein Mann in Salzsäure? Ein gelöstes Problem. Was ist ein Mann im Knast? Artgerechte Haltung."), samt der Erwähnung, dass Alice Schwarzer für sowas das Bundesverdienstkreuz bekommen habe. Fotos mit passenden Unterzeilen ("Männer-Endlager" Soldatenfriedhof) und eine Statistik über den Frauenanteil in der Politik runden den Beitrag ab.
Der Artikel schließt mit einem Ausblick von uns beiden Autoren. Während ich an einer vernünftigen Diskussion Interesse habe und von einer Gesellschaft träume, die beiden Geschlechtern gerecht wird, hat Creveld schon aufgegeben: "Männer werden auch weiterhin alles tun, um Frauen ein leichteres, angenehmeres und längeres Leben zu ermöglichen." Das gehe aber auch in Ordnung; schließlich seien sie von einer Frau zur Welt gebracht worden. Nur ein kleines Dankeschön ab und zu, das fände der Israeli nett.
Es folgt ein längeres Interview mit Professor van Creveld, in dem er seine Thesen genauer darlegen kann. Die meiner Ansicht nach zentralen Passagen: "Es gibt keinen Beweis, dass das Leben der Frauen härter ist als das der Männer. Dieses Tatsache hat den Sozialhistoriker Edward Shorter dazu gebracht, von einer `Kluft´ zwischen der objektiven Situation der Frauen einerseits und ihrer subjektiven Wahrnehmung andererseits zu reden. Je fortschrittlicher ein Land ist und je privilegierter die Frauen, um so mehr bestätigt sich diese Kluft. Meiner Meinung nach lässt das eine einfache Erklärung zu: Während ein jammernder Mann Verachtung und Gelächter erntet, hat eine Frau viel größere Chancen, bemitleidet und unterstützt zu werden. Für die Frauen ist Jammern eine Strategie, die durchaus Sinn macht. Und was ist der Feminismus schon anderes als eine einzige lange Klage? (...) Wie eine feministische Autorin, Diana Hunt, es formuliert: Feminismus ist eine `transformierte Hysterie´. Vor 100 Jahren pflegten verwöhnte Mittelschichtfrauen durch Geschrei, das Werfen von Gegenständen oder durch Ohnmachtsanfälle Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. Heutzutage tun sie im Prinzip das Gleiche. Sie klagen über tiefe psychologische Traumata, nur weil jemand ihnen Komplimente über ihre Beine macht. (...) Die wahrscheinlichste Möglichkeit ist wohl, dass der Feminismus nach hinten losgeht. Anstatt dass Frauen Gleichberechtigung erreichen, wird es vielleicht eine Rückkehr zur Geschlechtertrennung der viktorianischen Ära geben, wie sie bereits an einigen Schulen praktiziert wird. Da ich Frauen gern habe, würde ich eine derartige Entwicklung sehr bedauern."
Mit einer Reichweite von mehr als 6 Millionen Lesern (laut Medienanalyse 2003/I) gilt der "Focus" als Marktführer bei den Nachrichtenmagazinen. Die weit überwiegende Zahl seiner Leser zählen durch Abitur oder Studium zur sogenannten "Info-Elite".
Die Zusammenarbeit mit den Redakteuren der Zeitschrift lief außerordentlich gut. Was mich beeindruckt hat, war, dass sie nicht einfach damit zufrieden waren, mein Buch und seinen Inhalt vorzustellen, sondern die von mir angeführten Fakten tatsächlich nachzurecherchieren, um nicht versehentlich Werbung für eine Sache zu machen, die nicht hundertprozentig wasserdicht ist. Sehr verblüfft waren sie darüber, dass noch keine andere größere Zeitschrift oder Zeitung den Inhalt meines Buches aufgegriffen hatte. Normalerweise berichtet man über brisante und aufschlussreiche Titel bei ihrem Erscheinen und nicht anderthalb Jahre später. Als ein möglicher Grund wurde mir genannt, dass in Journalistenkreisen die Auseinandersetzung mit dem Feminismus häufig als "Leichenfledderei" betrachtet werde. Jetzt hoffe ich natürlich, dass die "Focus"-Story auch weitere Medien auf dieses Thema aufmerksam machen wird.
Wenn ihr daran mitwirken wollt und euch mehr Beiträge dieser Art wünscht, könnt ihr dem Magazin ja ein Lesermail schreiben: Leserbriefe@focus-r.de. Meiner Ansicht nach wird viel zu selten die Möglichkeit genutzt, den Medien auch lobende Rückmeldungen zukommen zu lassen, wenn sie etwas richtig gemacht haben. Falls sich jemand dazu berufen fühlt, hier von mir einige generelle Ratschläge: Die Chancen auf einen Abdruck steigen, um so kürzer der Brief ist. Mit einem Leserbrief vertretet ihr die Männerbewegung nach außen, also bleibt lieber sachlich und freundlich statt herumzuwettern. Wenn ihr zum Vorstand einer Gruppe gehört oder besondere Leistungen im Zusammenhang mit der Männerbewegung vorweisen könnt, dann erwähnt das ruhig. Insbesondere männerfreundliche Frauen sollten sich aufgerufen fühlen zu zeigen, dass auch für sie die Bekämpfung der Männerdiskriminierung ein Anliegen ist. Feministinnen sollten ebenfalls schreiben: Je größer die Kontroverse ist, desto eher erkennen die Medienmacher, dass hier ein brisantes Thema vorliegt. Ich bezweifle allerdings, dass die üblichen Diffamierungskampagnen a la "Arne Hoffmann bewirbt in seinem Buch Vergewaltigungen und den Sex mit kleinen Kindern" etwas bringen werden. Die "Focus"-Redakteure haben mein Buch gelesen, sich damit auseinandergesetzt und sich auch mehrfach mit mir selbst unterhalten. Lasst sowas also besser mal in euren Web-Foren. Da kann man ja schreiben, was man will.
Jedenfalls bin ich sehr davon angetan, dass nach jahrelangem Bohren dicker Bretter dieses Thema endlich die Aufmerksamkeit findet, die es verdient. Das Schweigetabu ist gebrochen. Und es gibt gute Aussichten, dass das erst der Anfang einer längeren Entwicklung ist. Aktuell bereite ich vor, Professor van Creveld für eine andere deutsche Zeitschrift zu interviewen. Auch eine Besprechung seines Buches für unsere beliebte Reihe "Die Blinden rezensieren die Blinden" soll nicht fehlen.Und selbstverständlich geht auch meine reguläre Medienarbeit weiter. Über neue Entwicklungen werde ich euch auf dem Laufenden halten.
Ich liebe diesen Beruf!
Herzlicher Gruß
Arne
Re: FOCUS-Titelthema Männerdiskriminierung
hotstepper, Tuesday, 08.04.2003, 14:22 (vor 8338 Tagen) @ Peter
Als Antwort auf: Re: FOCUS-Titelthema Männerdiskriminierung von Peter am 08. April 2003 10:25:01:
hallo peter,
Schade nur das sowas in dem rechten Schmierblättchen Focus erscheint,
kannst du das mal für die politisch weniger vorgebildeten erläutern?
danke,
hotstepper
Re: FOCUS-Titelthema Männerdiskriminierung
Peter, Tuesday, 08.04.2003, 18:01 (vor 8338 Tagen) @ hotstepper
Als Antwort auf: Re: FOCUS-Titelthema Männerdiskriminierung von hotstepper am 08. April 2003 11:22:44:
Hi,
zum "rechts": Sogar Focus-Fans werden zugeben, daß der Focus politisch gesehen ganz klar auf der rechten Seite der Politik steht...
zu "Schmierblättchen": War wohl etwas übertrieben, sorry, aber die meisten Artikel im Focus sind halt auf "Bild"-Niveau.
Ich wollte damit eigentlich nur sagen, daß es klasse wäre, wenn das Thema auch mal von einem/einer "seriöseren" Wochenzeitung/Magazin aufgegriffen würde. So können Gegner der Männerbewegung wieder das "Totschlagargument" Männerbewegung=rechts anbringen.
hallo peter,
Schade nur das sowas in dem rechten Schmierblättchen Focus erscheint,
kannst du das mal für die politisch weniger vorgebildeten erläutern?
danke,
hotstepper
Re: Maennerrechte in der Politik
Peter (der andere), Tuesday, 08.04.2003, 18:22 (vor 8338 Tagen) @ Peter
Als Antwort auf: Re: FOCUS-Titelthema Männerdiskriminierung von Peter am 08. April 2003 15:01:27:
Hallo Peter,
du schreibst:
Sogar Focus-Fans werden zugeben, daß der Focus politisch gesehen ganz klar auf der rechten Seite der Politik steht...
Ja und? Das ist kein Nachteil. Warum sollte man nur den einen Teil des politischen Spektrums ansprechen, naemlich den linken? Ausserdem ist der rechte Teil durchaus heterogen: Neoliberale, Konservative, Individualisten, Staatstreue - sie finden sich halt zusammen, weil sie nur gemeinsam eine Mehrheit erreichen koennen. Das gleiche gilt fuer die Linken. Es waere schlimm, wenn ich mir meine Meinung in allen Fragen von meinen Bundesgenossen vorschreiben lassen muesste.
zu "Schmierblättchen": War wohl etwas übertrieben, sorry, aber die meisten Artikel im Focus sind halt auf "Bild"-Niveau.
Geschmackssache. Mir ist erstens die Richtigkeit der Nachrichten wichtig und zweitens die Auswahl, beides ist fuer mich beim Focus in Ordnung und besser als in Bild. Die Online-Ausgabe des Focus ist allerdings mickrig, da ist SpiegelOnline um Klassen besser.
Ich wollte damit eigentlich nur sagen, daß es klasse wäre, wenn das Thema auch mal von einem/einer "seriöseren" Wochenzeitung/Magazin aufgegriffen würde. So können Gegner der Männerbewegung wieder das "Totschlagargument" Männerbewegung=rechts anbringen.
Ein Argument ist sowas noch nie gewesen. Totschlagen koennen sie damit solange, wie die politische Mehrheit links ist. Dem Neoliberalismus wirft man auch sein Rechtssein vor, obwohl er mit Staatskonservatismus wenig gemein hat - die Vorwuerfe haben den Neoliberalismus nicht an Erfolgen gehindert.
Gruss,
Peter
der andere
Re: FOCUS-Titelthema Männerdiskriminierung
Dieter, Wednesday, 09.04.2003, 00:17 (vor 8338 Tagen) @ Peter
Als Antwort auf: Re: FOCUS-Titelthema Männerdiskriminierung von Peter am 08. April 2003 15:01:27:
Hi,
zum "rechts": Sogar Focus-Fans werden zugeben, daß der Focus politisch gesehen ganz klar auf der rechten Seite der Politik steht...
zu "Schmierblättchen": War wohl etwas übertrieben, sorry, aber die meisten Artikel im Focus sind halt auf "Bild"-Niveau.
Ich wollte damit eigentlich nur sagen, daß es klasse wäre, wenn das Thema auch mal von einem/einer "seriöseren" Wochenzeitung/Magazin aufgegriffen würde. So können Gegner der Männerbewegung wieder das "Totschlagargument" Männerbewegung=rechts anbringen.
Also:rechts sind für mich NPDler u.ä. unangenehme Zeitgenossen und mit denen hat der Focus wirklich nichts zu tun.
Ich vermute, daß Du die "Zeit" mit der seriöseren Wochenzeitung meinst, der Spiegel kann es jedenfalls nicht sein.
Gruß
Dieter
Re: FOCUS-Titelthema Männerdiskriminierung
Peter, Wednesday, 09.04.2003, 13:09 (vor 8337 Tagen) @ Dieter
Als Antwort auf: Re: FOCUS-Titelthema Männerdiskriminierung von Dieter am 08. April 2003 21:17:34:
nein, NPD und Konsorten sind rechtradikal, rechts sind CDU und CSU (wenn wir schon Parteinamen nennen, es ist mir schon klar daß es auch in der CDU einen eher linken Flügel gibt *der nur momentan nichts zu sagen hat*...). Spiegel ist tatsächlich eher links, auch wenn er nicht so offen und unverblümt für "seine" Parteien Wahlwerbung macht wie der Focus...
Hi,
zum "rechts": Sogar Focus-Fans werden zugeben, daß der Focus politisch gesehen ganz klar auf der rechten Seite der Politik steht...
zu "Schmierblättchen": War wohl etwas übertrieben, sorry, aber die meisten Artikel im Focus sind halt auf "Bild"-Niveau.
Ich wollte damit eigentlich nur sagen, daß es klasse wäre, wenn das Thema auch mal von einem/einer "seriöseren" Wochenzeitung/Magazin aufgegriffen würde. So können Gegner der Männerbewegung wieder das "Totschlagargument" Männerbewegung=rechts anbringen.
Also:rechts sind für mich NPDler u.ä. unangenehme Zeitgenossen und mit denen hat der Focus wirklich nichts zu tun.
Ich vermute, daß Du die "Zeit" mit der seriöseren Wochenzeitung meinst, der Spiegel kann es jedenfalls nicht sein.
Gruß
Dieter
Re: FOCUS-Titelthema Männerdiskriminierung
Dieter, Wednesday, 09.04.2003, 13:16 (vor 8337 Tagen) @ Peter
Als Antwort auf: Re: FOCUS-Titelthema Männerdiskriminierung von Peter am 09. April 2003 10:09:00:
nein, NPD und Konsorten sind rechtradikal, rechts sind CDU und CSU (wenn wir schon Parteinamen nennen, es ist mir schon klar daß es auch in der CDU einen eher linken Flügel gibt *der nur momentan nichts zu sagen hat*...). Spiegel ist tatsächlich eher links, auch wenn er nicht so offen und unverblümt für "seine" Parteien Wahlwerbung macht wie der Focus...
Es ist, wqie immer, eine Frage des Standpunkts. Es gibt SPD-Teile, die stehen deutlich weiter "rechts" als die "linken" CDUler und aus Sicht der PDS ist auch eine SPD rechts. Von daher bringen solche viel zu einfachen Kathegorien einfach nichts. Selbst die Titel "Reformpartei" und "Konservative" helfen nicht, da ich auch diese Attribute je nach Politikfeld bei allen großen Parteien sehe.
Aber es stimmt: Focus tendiert mehr zur CDU, Spiegel mehr zur SPD, wobei sich beide ab und an Kritik an der eigenen Klientel erlauben, um weiterhin objektiv erscheinen zu können.
Gruß
Dieter
Re: FOCUS-Titelthema Männerdiskriminierung
Jolanda, Wednesday, 09.04.2003, 13:21 (vor 8337 Tagen) @ Dieter
Als Antwort auf: Re: FOCUS-Titelthema Männerdiskriminierung von Dieter am 09. April 2003 10:16:01:
Hallo zusammen
Nun ja, wer nun mehr rechts ist und wer mehr links, wen kratzt das nun in diesem Fall?!
Focus hat sich dem Thema angenommen, Focus hat eine recht grosse Leserschaft, sogar ich in der Schweiz kann Focus kaufen.
Nun wollen wir doch nicht in diese kindliche Haltung verfallen und sagen, oh ein schönes Geschenk, aber mir würde es besser gefallen, wenn ihr es in blaues Geschenkpapier eingepackt hättet, das rote macht so einen kommunistischen Eindruck....
))
Wie wäre es, wenn man sich einfach darüber freuen würde, dass dieses Thema endlich in der Öffentlichkeit gehör bekommt, anstatt schon wieder zu jammern, dass das ja gut ist, aber ....und überhaupt....und wenn schon....
)
Es grüsst euch
Jolanda
Volle Zustimmung (n/t)
Jörg, Wednesday, 09.04.2003, 16:35 (vor 8337 Tagen) @ Jolanda
Als Antwort auf: Re: FOCUS-Titelthema Männerdiskriminierung von Jolanda am 09. April 2003 10:21:45:
Re: FOCUS-Titelthema Männerdiskriminierung
Arne Hoffmann, Tuesday, 08.04.2003, 15:51 (vor 8338 Tagen) @ Peter
Als Antwort auf: Re: FOCUS-Titelthema Männerdiskriminierung von Peter am 08. April 2003 10:25:01:
Hi Peter,
auch von mir Glückwunsch! Dein Foto sieht übrigens echt sympatisch aus...
Danke, dann hat sich der Aufwand wenigstens gelohnt. Ich hatte zum einen diesen blauen Blazer mit rotem Hemd, was für meinen Geschmack etwas konservativ aussieht. Als Alternative habe ich mich in schwarzer Lederjacke und mit weißem Gothic-Hemd darunter aufnehmen lassen ... zwischendurch ein kleiner Strip auf der Theatertreppe
... das fand ich avantgardistischer, der Fotograf auch, aber dem Redaktionsteam war es offenbar zu farblos für ihr Magazin.
Herzlicher Gruß
Arne
Re: FOCUS-Titelthema Männerdiskriminierung
Andreas , Tuesday, 08.04.2003, 19:51 (vor 8338 Tagen) @ Arne Hoffmann
Als Antwort auf: FOCUS-Titelthema Männerdiskriminierung von Arne Hoffmann am 07. April 2003 08:45:15:
Hi Ho, Arne!
Genial, Arne, einfach genial!
Die Dinge kommen langsam ins Rollen.
Heute vormittag bin ich also in die Buchhandlung und heraus kam ich mit dem Focus in der einen Hand und in der anderen Dein Buch, dass ich am Samstag bestellt hatte. Hoffen wir mal, daß nun eine breitere Diskussion angestoßen wird. Den Artikel habe ich eben bei einer Tasse Kaffee genussvoll gelesen. An den Focus habe ich auch schon eine mail geschickt, um mich für den Artikel zu bedanken.
Was ich Dich noch fragen wollte: Darf ich auf meiner Homepage (wenn sie mal fertig ist...) einige Stellen aus Deinem Buch zitieren? Natürlich werden die Zitate mit einem fetten Hinweis auf Dein Buch gekennzeichnet! 
Übrigens: als ich in der Buchhandlung war, habe ich gesehen, daß ein Buch von Dir vorrätig war: Dirty Talking. "Sind Frauen bessere Menschen" leider nicht. Ich hoffe, dies wird sich nach dem Focus-Artikel ändern. 
schöne Grüße
Andreas
Re: FOCUS-Titelthema Männerdiskriminierung
Arne Hoffmann, Tuesday, 08.04.2003, 20:26 (vor 8338 Tagen) @ Andreas
Als Antwort auf: Re: FOCUS-Titelthema Männerdiskriminierung von Andreas am 08. April 2003 16:51:44:
Hi Andreas,
Heute vormittag bin ich also in die Buchhandlung und heraus kam ich mit dem Focus in der einen Hand und in der anderen Dein Buch, dass ich am Samstag bestellt hatte. Hoffen wir mal, daß nun eine breitere Diskussion angestoßen wird. Den Artikel habe ich eben bei einer Tasse Kaffee genussvoll gelesen. An den Focus habe ich auch schon eine mail geschickt, um mich für den Artikel zu bedanken.
Prima. 
Was ich Dich noch fragen wollte: Darf ich auf meiner Homepage (wenn sie mal fertig ist...) einige Stellen aus Deinem Buch zitieren? Natürlich werden die Zitate mit einem fetten Hinweis auf Dein Buch gekennzeichnet!

Prinzipiell ja. Wir müssten halt vorher konkret abklären, was du zitieren möchtest und wie umfangreich das wird. Für Minimal-Zitate benötigst du übrigens sowieso keine Erlaubnis von mir, nur bei längeren Passagen.
Herzlicher Gruß
Arne
Es tut sich ganz gewaltig was
swift, Wednesday, 09.04.2003, 02:37 (vor 8338 Tagen) @ Arne Hoffmann
Als Antwort auf: FOCUS-Titelthema Männerdiskriminierung von Arne Hoffmann am 07. April 2003 08:45:15:
Auch von mir herzlichen Glückwunsch!
Und zum Thema Verkaufszahlen tut sich bei amazon.de gerade einiges. "Sind Frauen bessere Menschen" befindet sich gerade auf Verkaufsrang 270, Crevelds "Das bevorzugte Geschlecht" gar auf 266. Zum Vergleich: "Denkblockade Feminismus" von P.H. Gruner steht bei 35405. Arnes Buch dürfte wahrscheinlich bisher auch irgendwo in diesem Bereich rangiert haben. Daher kann man vermuten, dass in den letzten zwei Tagen wohl heftig viele Bestellungen bei amazon eingegangen sein müssten.
Alles Gute an Arne!
Krieg soll man weise führen, ohne Gewalt, leise - aber mit dem Willen zum Sieg!
Nick, Wednesday, 09.04.2003, 11:24 (vor 8337 Tagen) @ Arne Hoffmann
Als Antwort auf: FOCUS-Titelthema Männerdiskriminierung von Arne Hoffmann am 07. April 2003 08:45:15:
Lieber Arne,
ganz herzlichen Glückwunsch! Auch zum persönlichen Erfolg! Und v.a. Dank für Deine bewundernswerte Beharrlichkeit, mit der Du an der Sache dran geblieben bist. Höchster Respekt und Chapeau! Meide jetzt jede Selbstgefälligkeit. Denn der deutlich härtere Teil liegt noch vor dir. Aber das wirst du selbst bereits wissen.
Eine Bitte an die wünschenswert zahlreichen Leserbriefschreiber [und -Innen(!)
], zu welch Ersteren natürlich auch ich gehöre: nehmt die Sache sehr ernst! Es gilt wirklich, diese Bresche jetzt zu nutzen. Wenn die Truppen jetzt diszipliniert durchmaschieren, wenn die Reiterei vorprescht und die Flanken mit nach vorne rücken, dann kann die Gender-Welt in wenigen Monaten sehr anders aussehen, als jetzt. Das ist nämlich jetzt nicht ein erreichter Zustand, sondern nur eine günstige Lage, die aber vergeht, wenn sie nicht jetzt kompromißlos genutzt wird.
Ja klar! Lobt den FOCUS! Egal, wie ihr ihn sonst persönlich findet, das ist doch wohl völlig wurscht. Er ist das Nachrichtenmagazin in Deutschland, neben dem SPIEGEL.
Rein garnichts spricht aber dagegen, z.B. auch an den SPIEGEL, die ZEIT, die WELT, TAGESSPIEGEL, SZ, WAZ, FAZ, FR etc., aber auch eure lokalen Blättchen, sowie TV-Sender, Deutschlandfunk, Deutschlandradio, regionale Nachrichten- und Kultursender etc. zu schreiben, mit der kurzen(!) Frage, warum ein solch eminent wichtiges / gesellschaftlich bedeutendes / merkwürdigerweise bisher tabuisiertes... (blablabla: benutzt eigene Adjektive!) Thema, wie jetzt im FOCUS, eigentlich noch nie bei Ihnen erschienen ist / behandelt / aufgegriffen wurde... Wo man es doch in ("seinem"
) "xyz" viel eher erwartet hätte [*sehrdezentrumschleim*]!
Ganz wichtig, vor allem jetzt zu Beginn: Arnes Hinweis auf Kürze (noch viel kürzer ist besser als kurz!). BITTE(!) keinerlei Geschwafel, keine Empörung, kein Schimpfen oder gar etwa jammernde, schwülstige Betroffenheitsarien! Natürlich erst recht keinen Triumphalismus, dazu gibt es gar keinen Grund. Das wäre das Schädlichste überhaupt.
Jetzt muß ganz kühl und diszipliniert Wirbel in die Redaktionsstuben und in die Verlage gebracht werden! Nicht in 2-3 Wochen, sondern jetzt! Und dieser Wirbel hängt von der Masse ab. Von nichts sonst! Denn das Thema ist gesetzt. Einfach genügend Blätter in den Druckerschacht packen. Die Unterschrift ist ja keine so große Arbeit. Ich halte Briefe für seriöser, "physischer", man kann und soll aber auch zusätzlich mailen, und wenn man mehrere Mailaddis hat, dann benutzt man jede, aber natürlich nicht zur selben Zeit. Nach einigen Wochen, spätestens 2-3 Monaten, sollte man Bezug nehmend auf sein Schreiben erstmals nachfragen, ob schon was Konkretes geplant ist, Meinungen dazu abgeben, eventuelle Beiträge lobend kommentieren, Nachfragen stellen etc. Das ist von entscheidender Wichtigkeit! Vermutlich haben sich dann zwischenzeitlich bereits diverse weitere Anknüpfungspunkte ergeben: neue Publikationen, Artikel, Sendungen, Rezensionen... auf die man sich beziehen kann. Sehr wichtig: Arte! Sehen nicht Millionen, setzt aber langfristige Kulturlinien und "befähigt zum Salon" mit seinen Themenabenden. 3Sat natürlich, v.a. "Kulturzeit!". In Deutschland Phönix. Das sind Bastionen, in denen der Zeitgeist geformt wird, auch wenn's die Masse nicht sieht.
Auch bei Verlagen soll man nachfragen, ob sie denn keine Bücher zu diesem wichtigen Thema haben (Bezug: FOCUS! Das Thema ist gesetzt!); oder warum sie hauptsächlich Frauenliteratur zur Geschlechterdebatte führen. Aber ohne jede Polemik! Also nicht so: "...oder haben Sie etwa wieder mal nur diese femyschistische Schundliteratur, wie wir das ja sowieso schon hinlänglich gewohnt sind in dieser total femyschistischen WRD..." Keine paranoide Aria perpetua à la Thommy in seinen dunkelsten Tagen, bitte! Bloß nicht! Ein so'n blähsüchtiger Schwulstschinken vernichtet die Wirkung von mindestens 1000 neutralen, sachlichen, höflichen Briefen. Wer sich das nicht verkneifen kann, der schreibt jetzt besser erstmal gar nichts, bitte!
Es sollten auch unsere schweizerischen LeserInnen bei ihrer Eidgenössischen Presse, SFR etc. mal kurz nachfragen, warum dazu eigentlich noch nix bei Ihnen erschienen ist... zwinker...
. [Und warum die Kühe lila sind: das ist nämlich femyschistisch
] - Gleiches gilt natürlich für die "Habsburgischen Lande". Und wer francophon ist, der mag sich ruhig mal an Liberation, Le Monde, Le Figaro etc. wenden: "Warum bloß in Deutschland und in Israel?" Ja, warum eigentlich?
Dito italienisch, spanisch, britisch, skandinavisch... etc., jeder nach seinen Gegebenheiten, Kenntnissen(!) und Möglichkeiten. Wer Connection nach Israel hat, der sollte dort die deutsche Debatte bekannt machen, wie auch Gleiches in die Gegenrichtung gilt!
Speist die Anregung zu einer solchen Kampagne in alle Männernetze, in denen ihr verwoben seid. Denn das Thema ist jetzt gesetzt! "Warum ist das eigentlich hier noch kein Thema gewesen, in Ihrem Blatt, in Ihrem Sender? Dort und dort wurde schon was Ausgezeichnetes dazu gebracht. Aus meiner persönlichen Erfahrung / meinem Umfeld weiß ich, daß es sehr viele Männer umtreibt / bewegt / nicht etwa ein reines Männerthema ist / auch Frauen bedrückt und ihnen nicht etwa wurscht ist / bei mir und meinen Kollegen / Freunden / Partnerin sehr oft Gesprächsthema ist..." Wenn ihr inhaltlich etwas konkreter werdet, dann bezieht euch auf Arne oder auf van Creveld, abwechselnd, das mischt sich im Endergebnis zu einer breiteren Gesamtwirkung.
Wir leben in einer Medienwelt. Nicht nur - aber jetzt reden wir halt mal gerade über diesen Aspekt. In der zählen ausschließlich Quote, Masse, Statistik... Unterschätzt das nicht in seiner Bedeutung! Die schreiben haargenau das, was gelesen wird - mithin Knete bringt. Keine angeblich "feministisch geprägte Redaktion" kann ihre Verleger auf Dauer dazu bringen, auf die Knete zu verzichten!
Sagen wir ihnen also, daß wir es lesen wollen! Daß wir es hören wollen! Daß wir es sehen wollen!
Aber diplomatisch, indirekt, durch die Blume 
Und gnadenlos hartnäckig!
Denn: "It's a man's world!" D.h. eine Menschenwelt, keine MenschInnen-Welt!
Eine Welt! Für freie Männer und freie Frauen, ohne ideologische Lügen.
Und in der haben lila Gespenster auf die Dauer keine Existenz.
Denn wenn es hell wird sieht man, daß es bloß ein alter Besenstiel mit einem modrigen, leeren "Umhang" war
)
Meint der Nick
Hinweis an die mitlesenden Feministinnen: ihr dürft das hier gerne kopieren und als dringende Eilmeldung und Warnung an all die genannten Stellen senden - daß sich nämlich jetzt irgendwelche obskuren Männer (bitte ganz besonders pejorative Adjektive verwenden!) verabredet haben, die Medien zu täuschen, sie zu unterwandern, oder so ähnlich, um ein Interesse vorzugaukeln, welches in Wahrheit überhaupt gar nicht existiert. Ich weiß ja aus Erfahrung, daß ihr in eurer ideologischen Borniertheit dankenswerter Weise auf solch einfältige Ideen kommt. Und vergeßt bitte nicht, auf Arnes ganz besonders zweifehaften Ruf und auf seine Drittklassigkeit zu verweisen.
Tut es bitte, es hilft uns sehr. Danke!
Und wenn ihr es nicht tut, schadet es auch nichts.
Re: Krieg soll man weise führen, ohne Gewalt, leise - aber mit dem Willen zum Sieg!
Arne Hoffmann, Wednesday, 09.04.2003, 12:24 (vor 8337 Tagen) @ Nick
Als Antwort auf: Krieg soll man weise führen, ohne Gewalt, leise - aber mit dem Willen zum Sieg! von Nick am 09. April 2003 08:24:00:
Hi Nick,
ganz herzlichen Glückwunsch!
Danke schön.
Ansonsten definitive Zustimmung zu deinem Posting. Ich bin ja selber schon emsig dabei, die Presse zu bedienen, aber wenn ich als Einzelner das mache, sieht das natürlich nach reinem Marketing für mein Buch aus und nicht nach einem Massenanliegen.
Und vergeßt bitte nicht, auf Arnes ganz besonders zweifehaften Ruf und auf seine Drittklassigkeit zu verweisen.
Ja, liebe Femi-Fraktion, das ist sehr wichtig.
Bitte auch meine zentralen Titel nennen und auch die wesentlichen Rezensionen dazu nennen, wie z. B. diese hier zu "Fox": <a href= http://www.domantik.de/advice/buchtipp.php?action=detail&btid=27 >Hier klicken[/link] Das ist jetzt zwar KEIN Massenanliegen, aber wenn mich meine politischen Gegner auch beim Marketing für meine anderen Bücher unterstützen, finde ich das sehr nett.
Herzlicher Gruß
Arne
Schmunzel...
Oberkellner, Wednesday, 09.04.2003, 15:45 (vor 8337 Tagen) @ Nick
Als Antwort auf: Krieg soll man weise führen, ohne Gewalt, leise - aber mit dem Willen zum Sieg! von Nick am 09. April 2003 08:24:00:
Hinweis an die mitlesenden Feministinnen: ihr dürft das hier gerne kopieren und als dringende Eilmeldung und Warnung an all die genannten Stellen senden - daß sich nämlich jetzt irgendwelche obskuren Männer (bitte ganz besonders pejorative Adjektive verwenden!) verabredet haben, die Medien zu täuschen, sie zu unterwandern, oder so ähnlich, um ein Interesse vorzugaukeln, welches in Wahrheit überhaupt gar nicht existiert. Ich weiß ja aus Erfahrung, daß ihr in eurer ideologischen Borniertheit dankenswerter Weise auf solch einfältige Ideen kommt. Und vergeßt bitte nicht, auf Arnes ganz besonders zweifehaften Ruf und auf seine Drittklassigkeit zu verweisen.
Tut es bitte, es hilft uns sehr. Danke!
Und wenn ihr es nicht tut, schadet es auch nichts.
Hi Nick,
klasse, dieser Absatz! Genau das, was du da schreibst, tun die Femis (und ihr glühendster Bewunderer - ihr wisst ja, wen ich meine) auch schon eifrig. Manchmal verblüfft es geradezu, dass diese Leute stets genau so handeln, wie man es von ihnen auch erwartet hat.
Gruß
Oberkellner
Re: Schmunzel...
Arne Hoffmann, Wednesday, 09.04.2003, 17:01 (vor 8337 Tagen) @ Oberkellner
Als Antwort auf: Schmunzel... von Oberkellner am 09. April 2003 12:45:27:
Hi Oberkellner,
Genau das, was du da schreibst, tun die Femis (und ihr glühendster Bewunderer - ihr wisst ja, wen ich meine) auch schon eifrig.
Ehrlich? Ich habe mittlerweile aufgehört, in ihren Foren zu lesen. Die ganze Zeit hab ich ein Posting nach dem anderen studiert, in der Hoffnung "Mein Gott, es muss doch irgendwann mal was Sinnvolles dabei sein!", aber außer von Leuten wie susu, Alex und dir und einigen stilistisch gelungenen Essays von Eva kam da selten was rüber. Nur für Unflätigkeiten war mir meine Zeit irgendwann zu schade. Allerdings kann ich mir gut vorstellen, dass bestimmte Leute nach den aktuellen Artikeln im "Focus" und der "Welt" nicht gerade in helle Begeisterung ausgebrochen sind. Da ist gerade eine ideologische Alleinherrschaft verloren gegangen. 
Herzlicher Gruß
Arne
Kriege gehören vor allen Dingen nicht in die Geschlechterdebatte
Jörg , Wednesday, 09.04.2003, 16:55 (vor 8337 Tagen) @ Nick
Als Antwort auf: Krieg soll man weise führen, ohne Gewalt, leise - aber mit dem Willen zum Sieg! von Nick am 09. April 2003 08:24:00:
Hallo,
ich kann mich Deinem Beitrag zum überwiegenden Teil durchaus anschließen,
allerdings möchte ich Dich darum bitten, Dir a) ein vernünftiges Pseudonym
zuzulegen und b) auf unangemessene Kriegsrhetorik zu verzichten. Dies ist
kein Kriegsforum, sondern ein Diskussionsforum.
Jörg
Die Geschlechterdebatte...
Nick, Wednesday, 09.04.2003, 18:30 (vor 8337 Tagen) @ Jörg
Als Antwort auf: Kriege gehören vor allen Dingen nicht in die Geschlechterdebatte von Jörg am 09. April 2003 13:55:22:
...wird auf allen Seiten metaphorisch als "Krieg" bezeichnet, obwohl es sich natürlich nicht um einen solchen handelt. Was jeder der Beteiligten genau weiß. Es ist jedoch durchaus eine Auseinandersetzung, nicht nur eine ästhetische Salondebatte. Denn es gibt Gegner und es geht um Ziele und um deren Durchsetzung. Dir nicht auch? Weswegen sonst würdest du diese Debatte führen? Im Übrigen: es ist immer erlaubt, bei einer Metapher im Bild zu bleiben. Man redet ja z.B. auch vom "Krieg ums tägliche Überleben". Ist es da auch "Kriegsrethorik", wenn man in dem Zusammenhang empfiehlt, sich die Zeit gut einzuteilen, damit man nicht untergeht, beispielsweise?
ich kann mich Deinem Beitrag zum überwiegenden Teil durchaus anschließen
...das freut mich sehr, denn nur darum ging es mir. Sowie v.a. darum, entsprechendes Handeln anzuregen. Ich kann diese Anregung nur ausdrücklich bekräftigen: Leute, tut was! Und zwar jetzt!
allerdings möchte ich Dich darum bitten, Dir a) ein vernünftiges Pseudonym zuzulegen
...Jörg, ich schreibe hier zwar nicht oft, aber bislang immer unter diesem Pseudonym: eben "Nick". Was ist denn los? Und was ist ein "vernünftiges" Pseudonym? Du darfst mir gerne ein anderes vorschlagen. Mein Nick ist nämlich kein Teil von mir. Ich schlage aber aus praktischen Gründen vor, daß ich einfach dabei bleibe.
und b) auf unangemessene Kriegsrhetorik zu verzichten. Dies ist kein Kriegsforum, sondern ein Diskussionsforum.
...Da ich nicht zur Gewalt oder gar zu Kriegshandlungen aufrufe, sondern sogar ausdrücklich zum Gegenteil, handelt es sich auch nicht um Kriegsrethorik. Ansonsten s.o.
Jörg, du hast meine Mailadresse. Wenn es echte Probleme gibt, dann mail mich doch einfach an. O.k.?
Ich begreife nämlich ehrlich gesagt nicht so recht, was du eigentlich genau für ein Problem hast.
Ansonsten: herzlichen Gruß vom Nick (mit dem Nick "Nick"
)
Re: Die Geschlechterdebatte...
Jörg, Wednesday, 09.04.2003, 20:48 (vor 8337 Tagen) @ Nick
Als Antwort auf: Die Geschlechterdebatte... von Nick am 09. April 2003 15:30:25:
...wird auf allen Seiten metaphorisch als "Krieg" bezeichnet, ...
Das möchte ich bezweifeln.
... obwohl es sich natürlich nicht um einen solchen handelt. Was jeder der Beteiligten genau weiß.
Logisch.
Es ist jedoch durchaus eine Auseinandersetzung, nicht nur eine ästhetische Salondebatte.
Soweit Zustimmung.
Denn es gibt Gegner und es geht um Ziele und um deren Durchsetzung.
Definiere "Gegner".
Dir nicht auch?
Was das Erreichen von Zielen anbelangt: ja - natürlich.
Weswegen sonst würdest du diese Debatte führen? Im Übrigen: es ist immer erlaubt, bei einer Metapher im Bild zu bleiben. Man redet ja z.B. auch vom "Krieg ums tägliche Überleben". Ist es da auch "Kriegsrethorik", wenn man in dem Zusammenhang empfiehlt, sich die Zeit gut einzuteilen, damit man nicht untergeht, beispielsweise?
Die Redewendung lautet: "Kampf ums tägliche Überleben". Das ist ein kleiner, aber feiner Unterschied. Do you see the difference?
>ich kann mich Deinem Beitrag zum überwiegenden Teil durchaus anschließen
...das freut mich sehr, denn nur darum ging es mir. Sowie v.a. darum, entsprechendes Handeln anzuregen. Ich kann diese Anregung nur ausdrücklich bekräftigen: Leute, tut was! Und zwar jetzt!
allerdings möchte ich Dich darum bitten, Dir a) ein vernünftiges Pseudonym zuzulegen
...Jörg, ich schreibe hier zwar nicht oft, aber bislang immer unter diesem Pseudonym: eben "Nick". Was ist denn los? Und was ist ein "vernünftiges" Pseudonym? Du darfst mir gerne ein anderes vorschlagen. Mein Nick ist nämlich kein Teil von mir. Ich schlage aber aus praktischen Gründen vor, daß ich einfach dabei bleibe.[/i]
Eigentlich ist es ja nicht meine Aufgabe, sinnvolle Pseudonyme vorzuschlagen.
Aber für die weniger kreativen unter uns (zu denen auch ich mich übrigens zähle) ist es durchaus erlaubt, den eigenen Vornamen oder einen Phantasie-Vornamen zu verwenden. 
>und b) auf unangemessene Kriegsrhetorik zu verzichten. Dies ist kein Kriegsforum, sondern ein Diskussionsforum.
...Da ich nicht zur Gewalt oder gar zu Kriegshandlungen aufrufe, sondern sogar ausdrücklich zum Gegenteil, handelt es sich auch nicht um Kriegsrethorik. Ansonsten s.o.[/i]
Mit "Kriegsrethorik" bezeichne ich eine unangemessen kriegerische Sprache, die zu einer wenig hilfreichen Radikalisierung der Forumsdebatten führt.
Jörg
Ausgezeichnet Nick, ausgezeichnet! n/t
Damian, Wednesday, 09.04.2003, 17:38 (vor 8337 Tagen) @ Nick
Als Antwort auf: Krieg soll man weise führen, ohne Gewalt, leise - aber mit dem Willen zum Sieg! von Nick am 09. April 2003 08:24:00:
Lieber Arne,
ganz herzlichen Glückwunsch! Auch zum persönlichen Erfolg! Und v.a. Dank für Deine bewundernswerte Beharrlichkeit, mit der Du an der Sache dran geblieben bist. Höchster Respekt und Chapeau! Meide jetzt jede Selbstgefälligkeit. Denn der deutlich härtere Teil liegt noch vor dir. Aber das wirst du selbst bereits wissen.
Eine Bitte an die wünschenswert zahlreichen Leserbriefschreiber [und -Innen(!)], zu welch Ersteren natürlich auch ich gehöre: nehmt die Sache sehr ernst! Es gilt wirklich, diese Bresche jetzt zu nutzen. Wenn die Truppen jetzt diszipliniert durchmaschieren, wenn die Reiterei vorprescht und die Flanken mit nach vorne rücken, dann kann die Gender-Welt in wenigen Monaten sehr anders aussehen, als jetzt. Das ist nämlich jetzt nicht ein erreichter Zustand, sondern nur eine günstige Lage, die aber vergeht, wenn sie nicht jetzt kompromißlos genutzt wird.
Ja klar! Lobt den FOCUS! Egal, wie ihr ihn sonst persönlich findet, das ist doch wohl völlig wurscht. Er ist das Nachrichtenmagazin in Deutschland, neben dem SPIEGEL.
Rein garnichts spricht aber dagegen, z.B. auch an den SPIEGEL, die ZEIT, die WELT, TAGESSPIEGEL, SZ, WAZ, FAZ, FR etc., aber auch eure lokalen Blättchen, sowie TV-Sender, Deutschlandfunk, Deutschlandradio, regionale Nachrichten- und Kultursender etc. zu schreiben, mit der kurzen(!) Frage, warum ein solch eminent wichtiges / gesellschaftlich bedeutendes / merkwürdigerweise bisher tabuisiertes... (blablabla: benutzt eigene Adjektive!) Thema, wie jetzt im FOCUS, eigentlich noch nie bei Ihnen erschienen ist / behandelt / aufgegriffen wurde... Wo man es doch in ("seinem") "xyz" viel eher erwartet hätte [*sehrdezentrumschleim*]!
Ganz wichtig, vor allem jetzt zu Beginn: Arnes Hinweis auf Kürze (noch viel kürzer ist besser als kurz!). BITTE(!) keinerlei Geschwafel, keine Empörung, kein Schimpfen oder gar etwa jammernde, schwülstige Betroffenheitsarien! Natürlich erst recht keinen Triumphalismus, dazu gibt es gar keinen Grund. Das wäre das Schädlichste überhaupt.
Jetzt muß ganz kühl und diszipliniert Wirbel in die Redaktionsstuben und in die Verlage gebracht werden! Nicht in 2-3 Wochen, sondern jetzt! Und dieser Wirbel hängt von der Masse ab. Von nichts sonst! Denn das Thema ist gesetzt. Einfach genügend Blätter in den Druckerschacht packen. Die Unterschrift ist ja keine so große Arbeit. Ich halte Briefe für seriöser, "physischer", man kann und soll aber auch zusätzlich mailen, und wenn man mehrere Mailaddis hat, dann benutzt man jede, aber natürlich nicht zur selben Zeit. Nach einigen Wochen, spätestens 2-3 Monaten, sollte man Bezug nehmend auf sein Schreiben erstmals nachfragen, ob schon was Konkretes geplant ist, Meinungen dazu abgeben, eventuelle Beiträge lobend kommentieren, Nachfragen stellen etc. Das ist von entscheidender Wichtigkeit! Vermutlich haben sich dann zwischenzeitlich bereits diverse weitere Anknüpfungspunkte ergeben: neue Publikationen, Artikel, Sendungen, Rezensionen... auf die man sich beziehen kann. Sehr wichtig: Arte! Sehen nicht Millionen, setzt aber langfristige Kulturlinien und "befähigt zum Salon" mit seinen Themenabenden. 3Sat natürlich, v.a. "Kulturzeit!". In Deutschland Phönix. Das sind Bastionen, in denen der Zeitgeist geformt wird, auch wenn's die Masse nicht sieht.
Auch bei Verlagen soll man nachfragen, ob sie denn keine Bücher zu diesem wichtigen Thema haben (Bezug: FOCUS! Das Thema ist gesetzt!); oder warum sie hauptsächlich Frauenliteratur zur Geschlechterdebatte führen. Aber ohne jede Polemik! Also nicht so: "...oder haben Sie etwa wieder mal nur diese femyschistische Schundliteratur, wie wir das ja sowieso schon hinlänglich gewohnt sind in dieser total femyschistischen WRD..." Keine paranoide Aria perpetua à la Thommy in seinen dunkelsten Tagen, bitte! Bloß nicht! Ein so'n blähsüchtiger Schwulstschinken vernichtet die Wirkung von mindestens 1000 neutralen, sachlichen, höflichen Briefen. Wer sich das nicht verkneifen kann, der schreibt jetzt besser erstmal gar nichts, bitte!
Es sollten auch unsere schweizerischen LeserInnen bei ihrer Eidgenössischen Presse, SFR etc. mal kurz nachfragen, warum dazu eigentlich noch nix bei Ihnen erschienen ist... zwinker.... [Und warum die Kühe lila sind: das ist nämlich femyschistisch
] - Gleiches gilt natürlich für die "Habsburgischen Lande". Und wer francophon ist, der mag sich ruhig mal an Liberation, Le Monde, Le Figaro etc. wenden: "Warum bloß in Deutschland und in Israel?" Ja, warum eigentlich?
Dito italienisch, spanisch, britisch, skandinavisch... etc., jeder nach seinen Gegebenheiten, Kenntnissen(!) und Möglichkeiten. Wer Connection nach Israel hat, der sollte dort die deutsche Debatte bekannt machen, wie auch Gleiches in die Gegenrichtung gilt!
Speist die Anregung zu einer solchen Kampagne in alle Männernetze, in denen ihr verwoben seid. Denn das Thema ist jetzt gesetzt! "Warum ist das eigentlich hier noch kein Thema gewesen, in Ihrem Blatt, in Ihrem Sender? Dort und dort wurde schon was Ausgezeichnetes dazu gebracht. Aus meiner persönlichen Erfahrung / meinem Umfeld weiß ich, daß es sehr viele Männer umtreibt / bewegt / nicht etwa ein reines Männerthema ist / auch Frauen bedrückt und ihnen nicht etwa wurscht ist / bei mir und meinen Kollegen / Freunden / Partnerin sehr oft Gesprächsthema ist..." Wenn ihr inhaltlich etwas konkreter werdet, dann bezieht euch auf Arne oder auf van Creveld, abwechselnd, das mischt sich im Endergebnis zu einer breiteren Gesamtwirkung.
Wir leben in einer Medienwelt. Nicht nur - aber jetzt reden wir halt mal gerade über diesen Aspekt. In der zählen ausschließlich Quote, Masse, Statistik... Unterschätzt das nicht in seiner Bedeutung! Die schreiben haargenau das, was gelesen wird - mithin Knete bringt. Keine angeblich "feministisch geprägte Redaktion" kann ihre Verleger auf Dauer dazu bringen, auf die Knete zu verzichten!
Sagen wir ihnen also, daß wir es lesen wollen! Daß wir es hören wollen! Daß wir es sehen wollen!
Aber diplomatisch, indirekt, durch die Blume
Und gnadenlos hartnäckig!
Denn: "It's a man's world!" D.h. eine Menschenwelt, keine MenschInnen-Welt!
Eine Welt! Für freie Männer und freie Frauen, ohne ideologische Lügen.
Und in der haben lila Gespenster auf die Dauer keine Existenz.
Denn wenn es hell wird sieht man, daß es bloß ein alter Besenstiel mit einem modrigen, leeren "Umhang" war)
Meint der Nick
Hinweis an die mitlesenden Feministinnen: ihr dürft das hier gerne kopieren und als dringende Eilmeldung und Warnung an all die genannten Stellen senden - daß sich nämlich jetzt irgendwelche obskuren Männer (bitte ganz besonders pejorative Adjektive verwenden!) verabredet haben, die Medien zu täuschen, sie zu unterwandern, oder so ähnlich, um ein Interesse vorzugaukeln, welches in Wahrheit überhaupt gar nicht existiert. Ich weiß ja aus Erfahrung, daß ihr in eurer ideologischen Borniertheit dankenswerter Weise auf solch einfältige Ideen kommt. Und vergeßt bitte nicht, auf Arnes ganz besonders zweifehaften Ruf und auf seine Drittklassigkeit zu verweisen.
Tut es bitte, es hilft uns sehr. Danke!
Und wenn ihr es nicht tut, schadet es auch nichts.
Re: FOCUS-Titelthema Männerdiskriminierung- Natürliche Entwicklung?
Alex84, Wednesday, 09.04.2003, 12:09 (vor 8337 Tagen) @ Arne Hoffmann
Als Antwort auf: FOCUS-Titelthema Männerdiskriminierung von Arne Hoffmann am 07. April 2003 08:45:15:
Hallo an Alle und vor allem: EINEN RIESIGEN GLÜCKWUNSCH AN ARNE!
Endlich bekommst du eine gewisse Aufmerksamkeit, die dir zusteht! Bleib weiterhin so objektiv und kritisch, wie du bist und ruh dich bitte nicht auf deinen Lorbeeren aus!
Meine Fragen/meine Gedanken zu diesem Vorfall:
Wie wird sich die Männerrechtsbewegung jetzt weiterentwickeln?
Womit darf man rechnen (neue Bestimmungen, Gesetze, usw)?
Was wird sich, wenn überhaupt für den "einfachen" Mann ändern?
Haben sich die Möglichkeiten geändert, etwas für die Männerrechtsbewegung zu tun?
Na gut, cu all!
Gruß aus Oberfranken, Alex
Heute der "Focus", morgen die "Welt" ;-)
Arne Hoffmann, Wednesday, 09.04.2003, 12:50 (vor 8337 Tagen) @ Alex84
Als Antwort auf: Re: FOCUS-Titelthema Männerdiskriminierung- Natürliche Entwicklung? von Alex84 am 09. April 2003 09:09:19:
Hi Alex,
Hallo an Alle und vor allem: EINEN RIESIGEN GLÜCKWUNSCH AN ARNE!
Danke schön. 
Endlich bekommst du eine gewisse Aufmerksamkeit, die dir zusteht! Bleib weiterhin so objektiv und kritisch, wie du bist und ruh dich bitte nicht auf deinen Lorbeeren aus!
Okay.
Wie wird sich die Männerrechtsbewegung jetzt weiterentwickeln?
Alter Journalisten-Joke: Es ist immer sehr schwierig, Vorhersagen zu treffen, vor allem was die Zukunft angeht. So aus dem Bauch heraus rechne ich mit folgendem:
- Das nächste große Medienthema wird der sexuelle Missbrauch durch Frauen sein, und zwar schon in naher Zukunft.
- Es wird über kurz oder lang eine politische Partei geben, die sich dem Thema Männerdiskriminierung annimmt.
- Es wird zu einer Zusammenarbeit zwischen dem liberalen Teil der Frauenbewegung und dem liberalen Teil der Männerbewegung kommen, was zu Spannungen innerhalb der Männerbewegung führen könnte.
- Ich selber habe natürlich auch noch ein paar Sachen in petto, aber ich werde einen Teufel tun und sie vorher öffentlich ausplaudern. Bei dem "Focus"-Artikel wusste selbst mein engstes Umfeld vorher nur, dass eine Riesen-Migräne-Attacke auf die Radikalfeministinnen zukommen würde. Ich bin da ja ein gebranntes Kind, was Counter-Attacken bis hin zu persönlichen Vertrauensbrüchen angeht.
Womit darf man rechnen (neue Bestimmungen, Gesetze, usw)?
Sehe ich noch nicht. Das Thema wurde gerade erst für eine breite Öffentlichkeit zugänglich. Medien und Politiker müssen weiterhin lange Zeit mit konkreten Verbesserungsvorschlägen gelöchert werden. Wichtig ist halt, dass wir nicht nur jammern, sondern auch Konzepte vorschlagen, was wir eigentlich konkret wollen.
Was wird sich, wenn überhaupt für den "einfachen" Mann ändern?
Als erstes sollte die ständige einseitige Diffamierung von Männern zurückgehen. Das Pendel hat hier beim Ausschlagen inzwischen den äußersten Punkt erreicht und sollte sich jetzt wieder zurückbewegen. Wobei ich natürlich hoffe, dass es nicht genauso extrem in die andere Richtung umschlägt.
Haben sich die Möglichkeiten geändert, etwas für die Männerrechtsbewegung zu tun?
Siehe dazu vor allem das Posting von Nick.
Fest steht: Das Thema Männerdiskriminierung ist seit dieser Woche auf der politischen Tagesordnung. Wer MEIN Buch nicht liest, liest das von Creveld würden sich unsere Verkaufszahlen addieren, wären wir längst unter den Top-100. Amazon stellt da übrigens nur ein verhältnismäßig kleines Segment aller Buchhandlungen des Landes (und umliegender Länder wie der Schweiz) dar.
Ihr könnt übrigens auch mithelfen, wenn ihr mit dem "Focus" zu eurem örtlichen Buchhändler geht und ihn fragt, ob er die Bücher der aktuellen Titelstory vorliegen habe und wenn nicht, warum bloß nicht, das eine davon sei doch seit anderthalb Jahren auf dem Markt? 
Über Crevelds Buch hat gestern übrigens auch die "Welt" berichtet:
"Das arme starke Geschlecht: Schon vor der Geburt diskriminiert.
Männer arbeiten schwerer, sterben früher und haben weniger Rechte als Frauen."
Einzusehen im Internet unter http://www.welt.de/data/2003/04/08/67612.html
Lest den Artikel am besten komplett, hier nur einzelne Zitate:
- "Das kürzlich ergangene Urteil des Verfassungsgerichts in Karlsruhe, unverheirateten Vätern das Sorgerecht auf ihre Kinder zu verwehren, könnte das Leben von Hunderttausenden Männern beeinträchtigen; trotzdem stieß es auf erstaunlich wenig Widerspruch. In Deutschland wie auch anderswo sind Männer scheinbar nicht in der Lage, die Demontage ihrer sozialen Stellung ernstzunehmen, natürlich nur solange, bis sie sich mit den Folgen auseinandersetzen müssen. (...) Was für das Sorgerecht gilt, trifft auf nahezu jeden anderen Aspekt des modernen Lebens genauso zu; wohin wir uns auch wenden, stoßen wir auf diskriminierte Männer. (...) Doch ist der Einfluss des modernen Feminismus so überwältigend, dass sich nur wenige Menschen beiderlei Geschlechts der wahren Tatsachen bewusst sind. Der Verfasser dieser Zeilen hat die Erfahrung gemacht, dass Frauen wütend reagieren, wenn sie mit diesen Fakten konfrontiert werden, während Männer nur milde lächeln. Das könnte des Rätsels Lösung sein. In Wirklichkeit ist den Frauen klar, dass sie eine Vorzugsbehandlung genießen, daher wehren sich gegen jeden Versuch, ihnen ihre Privilegien wegzunehmen. Und Männer wissen genau, dass man sie zu `Eseln des Hauses´ gemacht hat, wie das arabische Sprichwort besagt. (...) Während der letzten dreißig Jahre hat es eine Flut feministischer Propaganda gegeben. Sie macht uns für alles verantwortlich, für die `Diskriminierung´ von Frauen bis hin zu ihrer `Misshandlung´ und `Unterdrückung´, und zwar so überzeugend, dass nur noch die wenigsten Menschen wissen, dass die Situation genau umgekehrt ist. (...)"
Herzlicher Gruß
Arne
Re: Heute der "Focus", morgen die "Welt" ;-)
Ferdi, Wednesday, 09.04.2003, 13:18 (vor 8337 Tagen) @ Arne Hoffmann
Als Antwort auf: Heute der "Focus", morgen die "Welt"
von Arne Hoffmann am 09. April 2003 09:50:15:
Hi Arne!
Ich bin beeindruckt über den Erfolg Deiner Aktivitäten. Du bist auch derjenige, der die verschiedenen individuellen Aktivitäten (Leserbrief schreiben etc) aufgrund Deiner medienpolitischen und schriftstellerischen Erfahrungen am besten leiten und kanalisieren kann. Dafür Dank!
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In Deutschland wie auch anderswo sind Männer scheinbar nicht in der Lage, die Demontage ihrer sozialen Stellung ernstzunehmen, natürlich nur solange, bis sie sich mit den Folgen auseinandersetzen müssen. (...) Was für das Sorgerecht gilt, trifft auf nahezu jeden anderen Aspekt des modernen Lebens genauso zu; wohin wir uns auch wenden, stoßen wir auf diskriminierte Männer.
Das hat seinen Grund. Der sieht so aus:
http://www.maennerrock.de/bilder/dackel.jpg
Männer werden flugs zu Dackeln, wenn Frauen mit dem Hintern wackeln![/center]
Das ist IMHO der Hauptgrund, warum Männer nicht in der Lage sind, die sie diskriminierenden Verhältnisse zu ändern. Die Frauen haben das schon lange erkannt und setzen ihre erotischen Waffen so rücksichtslos ein wie die Amerikaner ihre uranangereicherten Bomben im Irak. Dabei haben Männer die besten Verteidigungswaffen selbst in der Hand: Ignoranz und (zeitweilige) Abstinenz. Das holt die Frauen erstmal aus der Stratosphäre wieder auf den Boden der Tatsachen zurück und tut ihnen sogar gut: sie sind dann endlich perfekt vor "sexueller Belästigung" geschützt.
Hoffen wir, dass es wirklich bald eine politische Partei der Männerrechtsbewegung gibt, nur so kann die bestehende Misere auf demokratischem Wege beseitigt werden.
Gruss,
Ferdi
Re: Heute der "Focus", morgen die "Welt" ;-)
Jolanda, Wednesday, 09.04.2003, 13:31 (vor 8337 Tagen) @ Ferdi
Als Antwort auf: Re: Heute der "Focus", morgen die "Welt"
von Ferdi am 09. April 2003 10:18:12:
Hallo Ferdi
Das Hundchen ist ja süss, aber dieser Spruch mit dem Dackel, also den kenne ich mittlerweile in und auswendig.
Also nicht jede Frau hat das Bedürfnis einen Mann mit "Sex" ins Unglück zu locken und du kannst noch so sehr schimpfen, weil vor allem junge Männer "Sex" einfach "geil" finden, du wirst daran nichts ändern können.
Du gehst immer von dir aus Ferdi, aber du bist schon in einem Alter, in dem man viel erlebt hat und in dem "Sex" einfach eine andere Bedeutung hat, aber ziehe nicht immer Rückschlüsse von dir auf alle anderen, diese Rechnung geht nicht auf und wird nie aufgehen.
Du warst mit 20 auch noch ein anderer Mann. Wenn man verheiratet war und schon Kinder hat, dann kann man leicht "gross reden", ich meine, ich könnte heute auch leben ohne einen Mann tagtäglich an meiner Seite haben zu müssen. Nur entscheidet sich unser Leben in dieser Beziehung meistens schon viel früher.
Also lebe dein Leben wie es für dich stimmt und reduziere uns Frauen bitte nicht alle immer nur auf "Sexbestien", die nur eines wollen, sich einen Mann angeln um den dann kalt zu stellen.
Nur ein kleines bisschen differenzieren, das wäre schon klasse, ganz ehrlich, das sagt dir Jolanda, auch eine Frau 
Es grüsst dich
Jolanda
Re: Heute der "Focus", morgen die "Welt" ;-)
Ferdi, Wednesday, 09.04.2003, 14:05 (vor 8337 Tagen) @ Jolanda
Als Antwort auf: Re: Heute der "Focus", morgen die "Welt"
von Jolanda am 09. April 2003 10:31:26:
Hallo Jolanda!
Ich habe nur aufzeigen wollen, wo meines Erachtens der Grund liegt, warum Männer so wenig Widerstand gegen ihre eigene Demütigung leisten. Mir ist auch bewusst, dass nicht alle Frauen so mit Männern umgehen. Ich weiss aber auch, warum ich das schreibe.
In der Kneipe meiner Freundin verkehren Männer, die in einer nahegelegenen bekannten Bundesbehörde arbeiten. (Name tut hier nichts zur Sache). Die haben unabhängig voneinander das Gleiche aus ihrer Behörde erzählt: Dass sich eine ganze Menge Quotenfrauen und andere, die nicht aufgrund ihrer Leistungen sondern wegen der perversen Einstellungsbedingungen (.....bei gleicher Qualifikation werden Frauen bevorzugt...) da rein gekommen sind, auf die Posten, auf denen sie fürstlich bezahlt werden, emporgev***** haben, während wirklich fähige und fachlich versierte Männer das Nachsehen haben. Das muss doch einen Grund haben. Der Grund ist, dass eben die männlichen Entscheider, die über die Stellenbesetzungen zu befinden haben, sich von einem Körperteil leiten liessen der vernünftigerweise hier keine Rolle spielen sollte. Was in dieser Behörde im Kleinen vor sich geht, passiert im Grossen in der Politik in Berlin auch. Warum sollte es da anders sein?
Jolanda, als ich 20 war, gab es diesen ganzen Scheiss noch nicht. Da konnte ich ganz anders, unbefangener und unbesorgter reagieren. Wäre ich heute 20, ich würde mich keinen Deut anders verhalten. Das kannste einem Skorpion ohne Zweifel abnehmen.
Schöne Grüsse,
Ferdi
Re: Heute der "Focus", morgen die "Welt" ;-)
Jolanda, Wednesday, 09.04.2003, 16:46 (vor 8337 Tagen) @ Ferdi
Als Antwort auf: Re: Heute der "Focus", morgen die "Welt"
von Ferdi am 09. April 2003 11:05:28:
Hallo Ferdi
Also das mit den 20 Jahren und dem gleich handeln, das magst du vielleicht glauben...schmunzelt...ich glaube es nicht..
Und wegen dem nach oben f*****, nun ja in der Politik tun das demnach auch viele Männer...grinst...ich habe mal vor Jahren die Kündigung bekommen, offiziell weil die Firma umstrukturiert hat, inofiziell hat mir meine direkte Vorgesetzte gesteckt, dass es ist, weil man erfahren hat, dass ich die nächsten zwei Jahre eine Familie gründen möchte 
Man hat dann an meiner Stelle später einen jungen Mann eingestellt, der aber nach zwei Monaten die Rekrutenschule besucht hat und keinen Hehl daraus machte, dass er im Sinn hat eine Militärkarriere zu machen.
Also erzähle mir nichts von Gerechtigkeit, die ist selten gewährt, glaube mir. Es gibt eben ausser kompetenten und guten Chefs auch viele Säcke, die lieber eine Fräulein im Vorzimmer haben mit dem Sie angeben können oder dann die militärgeilen, die gerne einen jungen Mann anstellen, der Offizierskarriere macht.
Wenn du wüsstest, was ich da schon alles erlebt habe 
Es grüsst dich
Jolanda
Re: Heute der "Focus", morgen die "Welt" ;-)
ChrisTine, Thursday, 10.04.2003, 11:44 (vor 8336 Tagen) @ Jolanda
- kein Text -
Re: Heute der "Focus", morgen die "Welt" ;-)
Jolanda, Thursday, 10.04.2003, 13:51 (vor 8336 Tagen) @ ChrisTine
Als Antwort auf: Re: Heute der "Focus", morgen die "Welt"
von frosti123 am 10. April 2003 08:44:38:
Liebe Christine
Ja, du siehst das schon ganz richtig, ist gar nicht so einfach heute seinem Nachwuchs das Richtige mitzugeben, gell 
Auf der einen Seite wünscht man sich eine selbständige Tochter, will aber nicht, dass sie so aufwächst, dass sie das Gefühl hat als Mädchen hätte sie logischerweise die und die Privilegien und könne sich mehr erlauben als eben Jungs.
Man wünscht sich einen Sohn, der Rücksicht nimmt auch auf Schwächere, aber der sich nicht alles gefallen lässt und auch seine Gefühle und Emotionen als wichtig ansieht und sein eigenes Leben so lebt, dass auch er glücklich ist.
Es läuft eben schon immer darauf hinaus, dass man seinen Kindern beibringt, dass jeder, egal ob Mädchen oder Junge, jeder ist verletzlich, jeder hat Gefühle und Bedürfnisse und jeder muss seinen Teil dazu beitragen, dass man partnerschaftlich zusammen leben kann. Es kommt dabei nicht so sehr darauf an, welches Geschlecht man hat, denn wir sind alles Menschen. Wir alle haben die gleichen Rechte und Pflichten verdient, alles andere verzerrt nur einseitig.
Auch wir lernen wieder jeden Tag was dazu, ich denke, wir können einfach nur versuchen vorzuleben, was es heisst jeden Menschen zu respektieren und sich nicht von Vorurteilen und Klischees leiten zu lassen.
Ganz liebe Grüsse
schickt dir
Jolanda
Re: Heute der "Focus", morgen die "Welt" ;-)
Maesi, Sunday, 27.04.2003, 00:32 (vor 8320 Tagen) @ Ferdi
Als Antwort auf: Re: Heute der "Focus", morgen die "Welt"
von Ferdi am 09. April 2003 10:18:12:
Hallo Ferdi
Männer werden flugs zu Dackeln, wenn Frauen mit dem Hintern wackeln![/center]
Dazu gibt es folgendes zu sagen:
1. Nicht alle Maenner werden zu Dackeln. Viele (mich eingeschlossen) sehen bei hypschen Frauen zwar gerne zu, wenn diese mit dem Hintern wackeln, aber der Verstand rutscht deshalb noch lange nicht in die Hose; einige laesst das sogar voellig kalt. Ausserdem: manchmal bleibt der Erfolg ausgerechnet bei der von den Frauen anvisierten Beute aus, stattdessen werden unerwuenschtermassen andere Maenner zu Dackeln. Pech fuer diese Frauen *eg*.
2. Es gibt Frauen, die koennen mit dem Hintern wackeln, soviel sie wollen, da passiert selbst bei geilen Typen nix mehr. Schon eher verwandeln solche Frauen dann die Maenner in Hasenfuesse, die sich wohlweislich schnellstens in Sicherheit bringen, ob des unaesthetischen Wackelns und der damit einhergehenden drohenden Schaedigungen der maennlichen Sehorgane.
Das ist IMHO der Hauptgrund, warum Männer nicht in der Lage sind, die sie diskriminierenden Verhältnisse zu ändern. Die Frauen haben das schon lange erkannt und setzen ihre erotischen Waffen so rücksichtslos ein wie die Amerikaner ihre uranangereicherten Bomben im Irak.
Du meinst IMHO Granaten bzw. Geschosskoepfe, und diese bestehen auch nicht aus an- sondern aus abgereichertem Uran (Depleted Uranium). Die als Panzerknacker bekannten A10-Kampfflugzeuge verschiessen beispielsweise mit ihren Bordkanonen solche Munition, ebenso teilweise Kampfpanzer und Panzerhaubitzen. Von Bomben aus abgereichertem Uran habe ich noch nie gehoert, aber vielleicht existieren tatsaechlich welche...
Im uebrigen handelt es sich bei den weiblich-erotischen Waffen nicht um intelligente Waffen; d.h. sie zeigen oftmals nicht die gewuenschte Wirkung oder sie treffen schlichtweg das falshce Ziel. In letzterem Fall kann man(n) dann durchaus von Kollateralschaeden sprechen.
Dabei haben Männer die besten Verteidigungswaffen selbst in der Hand: Ignoranz und (zeitweilige) Abstinenz. Das holt die Frauen erstmal aus der Stratosphäre wieder auf den Boden der Tatsachen zurück und tut ihnen sogar gut: sie sind dann endlich perfekt vor "sexueller Belästigung" geschützt.
Naja, das Wechselspiel zwischen erotischen 'Angriffen' von Frauen und die Reaktion der Maenner, die darauf eingehen, kann ziemlichen Spass machen *eg*. Wer zum beliebig manipulierbaren, schwanzwedelnden Dackel wird, wie Du es beschreibst, ist dann aber wirklich selber schuld. Zumindest mein Mitleid haelt sich in solchen Faellen in Grenzen, und Deines wahrscheinlich auch.
Hoffen wir, dass es wirklich bald eine politische Partei der Männerrechtsbewegung gibt, nur so kann die bestehende Misere auf demokratischem Wege beseitigt werden.
Zustimmung. Zumindest kann eine Maennerrechtsbewegung die Interessen der Maenner wahrnehmen und diese politisch durchsetzen/verteidigen gegenueber einem ueberbordenden Feminismus.
Gruss
Maesi
Re: FOCUS-Titelthema Männerdiskriminierung
Martin, Friday, 11.04.2003, 21:42 (vor 8335 Tagen) @ Arne Hoffmann
Als Antwort auf: FOCUS-Titelthema Männerdiskriminierung von Arne Hoffmann am 07. April 2003 08:45:15:
Ich find's schade, dass in dem Beitrag das Hausfrauendasein so bejubelt wird ("freie Zeiteinteilung", "kein Mobbing"). Das wird schnell als "Frauen zurück an den Herd" fehlinterpretiert.
Positiv ist, dass in dem kurzen Artikel sehr viele Aspekte, noch dazu fast sachlich, angesprochen werden: Unterhalts-, Quoten- und Belästigungsterror etc. Viele Fakten unerwartet knallhart!
Die zugehörigen Leserbriefe sollte man sich mit hoch gelegten Füßen bei 'ner Tüte Chips am Freitag abend zuführen! Beste Unterhaltung ist vorprogrammiert!
Bis dann,
Martin
Re: FOCUS-Titelthema Männerdiskriminierung
Bruno, Wednesday, 16.04.2003, 13:07 (vor 8330 Tagen) @ Arne Hoffmann
Als Antwort auf: FOCUS-Titelthema Männerdiskriminierung von Arne Hoffmann am 07. April 2003 08:45:15:
Hallo Arne,
Glückwunsch, dass deine mühevolle Arbeit jetzt doch langsam mehr Aufmerksamkeit findet. Vielleicht kann dich dies eventuell doch zu einer Fortsetzung anspornen.
Gruß
Bruno
Re: FOCUS-Titelthema Männerdiskriminierung
Maesi, Sunday, 27.04.2003, 00:27 (vor 8320 Tagen) @ Arne Hoffmann
Als Antwort auf: FOCUS-Titelthema Männerdiskriminierung von Arne Hoffmann am 07. April 2003 08:45:15:
Hallo Arne
Der folgende Artikel beginnt mit den Worten: "Wie es zugeht im Patriarchat, erfuhr der Medienwissenschaftler Arne Hoffmann, 35, im Herbst 1998, als er mit seinem Manuskript zum Stand des Geschlechterkriegs bei hiesigen Buchherstellern vorsprach. 80 Verlage lehnten das Opus als `zu brisant´ oder `zu polarisierend´ ab. Schließlich ermannte sich ein Berliner Szeneverlag. Rezensionen? Fehlanzeige. - Was hatte der Mann aus dem Taunus da bloß verzapft? Ein Frauen verachtendes Machwerk? Eine sexistische Ketzerei? Eine absurde, durch nichts zu belegende Theorie? Ganz im Gegenteil. Hoffmanns Buch ist faktensatt (554 Belegquellen), es hat nur einen Makel: Sein Gegenstand ist die Benachteiligung von Männern. Emsig hat der Autor Belege zusammengetragen, um nachzuweisen, dass in unserer Gesellschaft `bestimmte aggressive Vorurteile´ gegen Männer gepflegt und Frauen dadurch priviliegiert würden. In diesen Tagen erhält der deutsche Maskulinist renommierten Flankenschutz ..." - von Professor Martin van Creveld nämlich, einem der international renommiertesten Historiker...
Ich schliesse mich ebenfalls den Gratulationen der anderen an und hoffe, dass Dein Buch endlich den ihm gebuehrenden Stellenwert in der Geschlechterdebatte erhaelt.
Gruss
Maesi