Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Geschlechterdebatte im Irakkrieg

Peter, Friday, 04.04.2003, 18:59 (vor 8342 Tagen) @ pit b.

Als Antwort auf: Re: Wendy McElroy zur Geschlechterdebatte im Irakkrieg von pit b. am 04. April 2003 12:32:24:

Ich zweifele daran ob die Rettung von Jessica Lynch überhaupt echt war.

Bastelt du eine Verschwörungsteorie? Das Medienereignis schien mir zu groß, um es zu stellen.

Groß war natürlich das Ereignis nur als Medienereignis, nicht in der Wirklichkeit; und es passte den Militärs in den Kram, um abzulenken, dass man immer noch nicht gewonnen hat.

In der Rheinischen Post hab ich gelesen dass sie mittlerweile als Nationalheldin gefeiert wird.
Was ich aber übertrieben finde.

Finde ich auch.

Die Leistung die sie erbracht hat bestand jedeglich darin sich gefangen nehmen und danach von einer Spezialheinheit rettetn zu lassen.
Und das es sich dabei noch um eine junge hübsche Frau handelt, die den Beschützerinstinkt weckt, lässt mich vermuten dass es sich dabei um Propaganda handelt.

Propaganda ist nicht nur das Erfinden von Geschichten, sondern auch das Aufbauschen von kleinem Killefit und das Verschweigen von Misserfolgen.

Ich glaube auch nicht das das amerikanische Millitär eine 19ige in den Krieg schickt. Das finde sogar ich als Wehrpflichtiger als ein zu zahtes Alter ist um hinterher noch ein normales Leben zu führen.

"The average soldier in Vietnam was nineteen ... nineteen ... nineteen" (Hit aus den Achtzigern)

Unter 25 ist das beste Kampfesalter - stark in den Muskeln und ungebunden in der Welt, da stürmt man schon mal gegen eine MG-Stellung.

Die männlichen Soldaten hingegen, die im Krieg gestorben sind, werden nirgends erwähnt, geschweige denn als Nationalhelden gefeiert. Ungefär so wie man den Pistolenkugeln, die die gegnerischen Soldaten zerfetzen, auch keine Namen gibt.

Tote machen keine gute Propaganda. Was passierte übrigens mit den zehn(?) anderen Soldaten, die zusammen mit Jessica Lynch vom Weg abkamen und überwältigt wurden? Schweigen im Blätterwalde.

Bei Männern ist es selbstverständlich im Krieg zu sterben.
Aber eine gerettete, junge und hübswchen Frau wird gerne als Heldin gefeiert um den nationalen Stolz zu fördern.

Die Propagandamaschine nutzt halt die Vorstellungen im Volk, und die sehen noch die Männer als Beschützer der Frauen - wie das passt zum Waffendienst von Frauen, das gibt keine Schlagzeilen.

Gruß,

Peter
(dem diese Jessica Lynch Geschichte auch übel aufstieß, dies aber nicht Jessica übelnimmt)


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