Entwicklung der Arbeitslosigkeit: Ergänzung zur Gender-Lüge
Bruno, Wednesday, 02.04.2003, 14:57 (vor 8344 Tagen)
Liebe Forumsteilnehmer,
ich hab jetzt die Statistiken zur Entwicklung der Arbeitslosenzahlen (auch die der Jungendarbeitslosigkeit nach Geschlechtern getrennt!) gefunden. Die Quelle ist Arbeitsamt online, also sehr seriös.
http://www1.arbeitsamt.de/hst/services/statistik/aktuell/iiia4/zr_alob.xls
http://www1.arbeitsamt.de/hst/services/statistik/aktuell/iiia4/zrbrdjub.xls
Die Entwicklung von 1991 bis 2002 ist wie folgt:
Arbeitslosenzahlen Jugendliche unter 25
1991 Frauen: 194296
2002 Frauen: 186280 (-4%)
1991 Männer: 201442
2002 Männer: 311086 (+ 54%)
Arbeitslosenzahlen alle Altersgruppen:
1991 Frauen: 1321649
2002 Frauen: 1820912 (+38%)
1991 Männer: 1280554
2002 Männer: 2239405 (+75%)
Arbeitslosenquote:
1991 Frauen: 8,5
2002 Frauen: 10,3 (+ 21%)
1991 Männer: 6,4
2002 Männer: 11,3 (+77%)
Seit 1994 übersteigt die Zahl der arbeitslosen Männer die der arbeitslosen Frauen.
Seit 2001 übersteigt die Arbeitslosenquote der Männer die der Frauen.
Trotz diesen Fakten wird weiterhin einseitige Förderpolitik zur Integration von Frauen in den Arbeitsmarkt betrieben.
Was meint ihr dazu?
Was ist zu tun?
Was können wir tun?
Gruß
Bruno
Re: Überzeugt nicht...
terVara, Thursday, 03.04.2003, 14:03 (vor 8343 Tagen) @ Bruno
Als Antwort auf: Entwicklung der Arbeitslosigkeit: Ergänzung zur Gender-Lüge von Bruno am 02. April 2003 11:57:11:
Moin Bruno,
mag ja sein, daß die Statistik nach Geschlechtern gesplittet ist. Deswegen weißt du immer noch nicht, was die als arbeitslos Gemeldeten vorher gemacht haben.
Was davon sind Teilzeitbeschäftigte, oder versicherungspflichtige Jobber (z.B. Studenten) oder andere Karteileichen?
Anhand der vorgelegten zahlen läßt sich IMHO absolut nicht beurteilen, ob Frauen in der Arebitswelt tatsächlich bevorzugt werden...
Gruß
terVara
Re: Überzeugt nicht...
Bruno, Thursday, 03.04.2003, 15:48 (vor 8343 Tagen) @ terVara
Als Antwort auf: Re: Überzeugt nicht... von terVara am 03. April 2003 11:03:21:
Moin Bruno,
mag ja sein, daß die Statistik nach Geschlechtern gesplittet ist. Deswegen weißt du immer noch nicht, was die als arbeitslos Gemeldeten vorher gemacht haben.
Was davon sind Teilzeitbeschäftigte, oder versicherungspflichtige Jobber (z.B. Studenten) oder andere Karteileichen?
Anhand der vorgelegten zahlen läßt sich IMHO absolut nicht beurteilen, ob Frauen in der Arebitswelt tatsächlich bevorzugt werden...
Gruß
terVara
Hallo terVara,
danke für die Antwort.
Du sagst, die Zahlen überzeugen dich nicht.
Die Zahlen sind Fakten. Sie sagen aus, dass es mehr männliche Arbeitslose gibt als weibliche Arbeitslose. Sie sagen aus, dass die männliche Arbeitslosenquote höher ist als die weibliche Arbeitslosenquote. Sie sagen aus, dass die männliche Arbeitslosigkeit extremer steigt als die weibliche Arbeitslosigkeit. Sie sagen aus, dass die männliche Jugendarbeitslosigkeit steigt. Sie sagen aus, dass die männliche Jugendarbeitslosigkeit enorm steigt, während sie bei den weiblichen Jugendlichen tendenziell gleich bleibt. Schade dass ich hier keine Graphiken rein kopieren kann. Die Kurven zeigen den Trend wesentlich deutlicher.
Sie sagen nicht aus warum und wieso. Damit hast du recht. Die Gründe ändern aber erstmal an der Tatsache nichts. Und Tatsache ist, mehr Männer als Frauen sind arbeitslos, haben keinen Job. Und nichts, aber auch gar nichts wird unternommen um gegen dieses besonders Männer betreffende Problem gegenzuarbeiten.
Du sagst, man kennt die Hintergründe nicht. O.K. Aber wäre es dann zumindest nicht einmal sinnvoll und notwendig diese Hintergründe zu erforschen? Aber man tut nichts. Als die Frauenzahlen noch höher waren als die der Männer hat man Frauen als besondere Problemgruppe bei den Arbeitslosenzahlen behandelt. Und jetzt, wo die Männer stärker betroffen sind? Nichts! Keine Erforschung über das Warum und Wieso. Keine Gelder für Männerbeauftragte in den Arbeitsämtern. Keine Gleichstellungsgesetze für Männer.
Und die Politiker stellen sich hin und verkünden friede-, freude-eierkuchenstrahlend: Unsere Förderprogramme sind erfolgreich!
Beifall!
Die Arbeistlosigkeit der weiblichen Jugendlichen bleibt gleich, nimmt tendenziell sogar ab!
Beifall!
Immer mehr Frauen erobern männliche Domänen!
Beifall!
Gerade im wachsenden IT-Bereich haben Frauen anteilsmäßig bessere Karten!
Beifall!
Äh, Entschuldingung, aber was ist mit den Männern?
Männer? Was für Männer? Was interessieren uns die Probleme der Männer!
Beifall?
Wo ist das Ziel der "Chancengleichheit"? Bei 100% mehr arbeitslosen Männern als bei Frauen? Oder dann wenn auf ein arbeitsloses Mädchen zehn arbeitslose Jungen kommen?
Man muss sich eines im klaren sein. Frauen verstärkt in männerdominierte Bereiche zu bringen heisst, Männer dafür auf die Straße zu setzen. Die Männer haben aber im Gegensatz dazu nicht die Möglichkeit auf Förderinitiative zurückzugreifen, die eine Integration von ihnen in einen frauendominierten Bereich unterstützt.
Wenn man in allen männerdominierten Bereichen etwa 50% Frauen haben möchte, aber die frauendominierten Bereiche weiter Frauendomönen bleiben lässt, muss die Arbeitslosigkeit der Männer höher sein als die der Frauen. Das ist eine ganz einfach Prozentrechnung.
Ich will nicht Frauenförderprogramme abschaffen, die darauf zielen, Frauen in noch männerdominierte Bereiche zu bringen. Aber die Zahlen zeigen doch zumindest eindeutig, dass es Zeit ist, sich mit der Problemgruppe Männer im Arbeitslosenbereich näher und intensiver zu beschäftigen. Sie zeigen, dass es dringend an der Zeit ist, auch Programme zu initiieren, die Männer in frauendominierte Bereiche zu bringen. Z.B. im Erziehungsbereich (Grundschule usw.) oder gerade im IT-Bereich.
Es ärgert mich, wenn man als Programm zur Arbeitslosenbekämpfung nur einseitige Frauenförderung betreibt und dann hinterher Überraschung heuchelt, dass unterm Strich dadurch ja gar keine Arbeitsplätze geschaffen werden.
Ein weiteres Problem ist, dass hier auch das demokratische Prinzip der Wahl hier außer Kraft gesetzt ist. Denn was sollen wir wählen? Alle Parteien stoßen doch ins gleich Horn. Die einen vielleicht noch etwas weniger als die anderen, aber sicher nicht mehr lange.
Am Girlsday 2002 gab es viele Aktionen. Auch mit der Überschrift "Mädchen können alles werden" Und was können Jungs werden? Arbeitslos, obdachlos, Soldat. Ist es das, was meinem frischgeborenen Sohn in 20 Jahren bleibt?
Und das prophezeien die Zahlen.
Aber deswegen einen Boys-Day zu initiieren? Wozu denn. Ein Problem war nur die erhöhte Frauenarbeitslosigkeit.
Nichts für Ungut. War vielleicht hie und da etwas polemisch, aber das Thema Arbeitslosigkeit besorgt mich mehr als die Krebsvorsorge.
Übrigens, was ich schon lange mal fragen wollte: Was hat es mit diesem IMHO auf sich?
Viele Grüße
Bruno
Re: Überzeugt nicht...
Arne Hoffmann, Thursday, 03.04.2003, 17:55 (vor 8343 Tagen) @ Bruno
Als Antwort auf: Re: Überzeugt nicht... von Bruno am 03. April 2003 12:48:56:
Hi Bruno,
wow, ich bin wirklich schwer beeindruckt, wie kompetent, engagiert, differenziert und auch rhetorisch überzeugend du dich hier ins Zeug legst. Gratulation übrigens zu deinem Sohnemann - und die besten Wünsche! 
Übrigens, was ich schon lange mal fragen wollte: Was hat es mit diesem IMHO auf sich?
Eine im Usenet und Internet übliche Abkürzung für "in my humble opinion". Damit macht der Schreiber deutlich, dass ihm sehr bewusst ist, dass das, was er da postet, nur seine persönliche Ansicht darstellt, die er nicht als allgemeingültige Wahrheit verkaufen möchte.
Ich lerne auch ständig neue Ausdrücke dazu. Erst vor ein paar Tagen habe ich zum Beispiel herausgefunden, was TOFU bedeutet. 
Herzlicher Gruß
Arne
Re: Überzeugt nicht...
Bruno, Thursday, 03.04.2003, 18:49 (vor 8343 Tagen) @ Arne Hoffmann
Als Antwort auf: Re: Überzeugt nicht... von Arne Hoffmann am 03. April 2003 14:55:25:
Hallo Arne,
Gratulation übrigens zu deinem Sohnemann - und die besten Wünsche!
...danke. 4050g, 53cm
Übrigens, was ich schon lange mal fragen wollte: Was hat es mit diesem IMHO auf sich?
Eine im Usenet und Internet übliche Abkürzung für "in my humble opinion". Damit macht der Schreiber deutlich, dass ihm sehr bewusst ist, dass das, was er da postet, nur seine persönliche Ansicht darstellt, die er nicht als allgemeingültige Wahrheit verkaufen möchte.
Ich lerne auch ständig neue Ausdrücke dazu. Erst vor ein paar Tagen habe ich zum Beispiel herausgefunden, was TOFU bedeutet.
...TOFU ist doch was zum Essen - IMHO
Herzlicher Gruß
Arne
Gruß
Bruno
ROTFLBTC
Alex, Thursday, 03.04.2003, 18:54 (vor 8343 Tagen) @ Arne Hoffmann
Als Antwort auf: Re: Überzeugt nicht... von Arne Hoffmann am 03. April 2003 14:55:25:
...ich zum Beispiel herausgefunden, was TOFU bedeutet. 
Um auch das asiatische Gericht aufzuklären *g* TOFU = Text Oben Fullquote Unten. Und bezeichnet, dass man die Antwort VOR ein Zitat schreibt. Umgekehrt ist es beim TUFO.... je nach System (Forum, Usnet...) macht entweder das eine oder das andere Sinn, nervt, oder ist egal.
So allgemein mal ne Seite für solche Abkürzungen:
Liebe Grüße
Alex
Super geschrieben, Bruno (k.T.)
Peter, Thursday, 03.04.2003, 18:52 (vor 8343 Tagen) @ Bruno
Als Antwort auf: Re: Überzeugt nicht... von Bruno am 03. April 2003 12:48:56:
Davon wird's auch nicht wahrer...
terVara, Friday, 04.04.2003, 03:50 (vor 8342 Tagen) @ Peter
Als Antwort auf: Super geschrieben, Bruno (k.T.) von Peter am 03. April 2003 15:52:12:
Re: Überzeugt immer noch nicht...
terVara, Friday, 04.04.2003, 03:46 (vor 8342 Tagen) @ Bruno
Als Antwort auf: Re: Überzeugt nicht... von Bruno am 03. April 2003 12:48:56:
Moin Bruno,
Die Zahlen sind Fakten.
kann mich nicht entsinnen, daß bestritten zu haben...
Sie sagen aus, dass es mehr männliche Arbeitslose gibt als weibliche Arbeitslose. Sie sagen aus, dass die männliche Arbeitslosenquote höher ist als die weibliche Arbeitslosenquote. Sie sagen aus, dass die männliche Arbeitslosigkeit extremer steigt als die weibliche Arbeitslosigkeit. Sie sagen aus, dass die männliche Jugendarbeitslosigkeit steigt. Sie sagen aus, dass die männliche Jugendarbeitslosigkeit enorm steigt, während sie bei den weiblichen Jugendlichen tendenziell gleich bleibt. Schade dass ich hier keine Graphiken rein kopieren kann. Die Kurven zeigen den Trend wesentlich deutlicher.
Sie sagen nicht aus, welche Altersgruppen, Berufsgruppen oder andere Gruppen im einzelnen dies betrifft... Insofern ist eine Ableitung auf Frauebbevorzugung fragwürdig... Nichts anderes habe ich getan...
Du sagst, man kennt die Hintergründe nicht. O.K. Aber wäre es dann zumindest nicht einmal sinnvoll und notwendig diese Hintergründe zu erforschen?
Genau darauf wollte ich hinaus... Und genau deswegen sage ich auch, daß der große Statistiksumpf keine Ruckschlüsse zuläßt, ohne das sie vorher auf kleinste Ebene heruntergebrochen werden... Deine Analyse liest sich wie: Jeder Dackel ist ein Hund... Folglich ist jeder Hund ein Dackel..
Keine Erforschung über das Warum und Wieso. Keine Gelder für Männerbeauftragte in den Arbeitsämtern. Keine Gleichstellungsgesetze für Männer.
Was erwartest du von politischen Armleuchtern? Und das betrifft nicht nur die Gleichstellung...
Man muss sich eines im klaren sein. Frauen verstärkt in männerdominierte Bereiche zu bringen heisst, Männer dafür auf die Straße zu setzen. Die Männer haben aber im Gegensatz dazu nicht die Möglichkeit auf Förderinitiative zurückzugreifen, die eine Integration von ihnen in einen frauendominierten Bereich unterstützt.
Heißt es das wirklich? Dann unternimm selber was, anstatt darauf zu warten, daß es andere für dich tun... Ich denke, du bist ein Mann... Jammern tun Frauen... *sfg*
Wenn man in allen männerdominierten Bereichen etwa 50% Frauen haben möchte, aber die frauendominierten Bereiche weiter Frauendomönen bleiben lässt, muss die Arbeitslosigkeit der Männer höher sein als die der Frauen. Das ist eine ganz einfach Prozentrechnung.
Quatsch mit Senfsoße... Das Problem liegt eher da, daß Männer nicht in sogenannte Frauenberufe gehen wollen... Erzieher werden händeringend gesucht...
Ein weiteres Problem ist, dass hier auch das demokratische Prinzip der Wahl hier außer Kraft gesetzt ist. Denn was sollen wir wählen? Alle Parteien stoßen doch ins gleich Horn.
Absolut einverstanden... Vergiß die Politik... Mach es selber..
Und das prophezeien die Zahlen.
Negativ... Die prophezeien gar nichts...
Nichts für Ungut. War vielleicht hie und da etwas polemisch, aber das Thema Arbeitslosigkeit besorgt mich mehr als die Krebsvorsorge.
Dann mach dich selbstständig... Und übernimm Eigenverantwortung, anstatt alles auf das System abzuschieben...
Übrigens, was ich schon lange mal fragen wollte: Was hat es mit diesem IMHO auf sich?
In my humble Opinion
Gruß
terVara
Re: Überzeugt immer noch nicht...
Bruno, Friday, 04.04.2003, 11:02 (vor 8342 Tagen) @ terVara
Als Antwort auf: Re: Überzeugt immer noch nicht... von terVara am 04. April 2003 00:46:20:
Moin terVara,
danke für deine Antwort.
Die Zahlen sind Fakten.
kann mich nicht entsinnen, daß bestritten zu haben...
...Behaupte ich auch nicht.
Sie sagen nicht aus, welche Altersgruppen, Berufsgruppen oder andere Gruppen im einzelnen dies betrifft... Insofern ist eine Ableitung auf Frauebbevorzugung fragwürdig... Nichts anderes habe ich getan...
...Die Frauenbevorzugung liegt darin, dass trotz der momentan höheren Problematik der Männerarbeitslosigkeit (was die Zahlen eindeutig belegen) weiterhin nur Frauenintegrationsprogramme laufen, aber keine Männerinegrationsprogramme. Ich habe nichts gegen Veranstaltungen wie den Girlsday, bei denen Mädchen für den Einstieg in Technikberufe motiviert werden sollen. Ich finde das sogar gut und richtig. Aber das gleiche gibt es bei Männern nicht, obwohl die Zahlen eindeutig sagen, dass Männer jetzt die Problemgruppe bei der Arbeitslosigkeit darstellen. Das finde ich schlecht und falsch.
Und genau deswegen sage ich auch, daß der große Statistiksumpf keine Ruckschlüsse zuläßt, ohne das sie vorher auf kleinste Ebene heruntergebrochen werden...
...Bin ich anderer Meinung. Die Zahlen sagen zumindest IMHO dass es langsam aber sicher Zeit wird, die Probleme und Hintergünde der Männerarbeitslosigkeit zu erforschen. Tut man das?
Deine Analyse liest sich wie: Jeder Dackel ist ein Hund... Folglich ist jeder Hund ein Dackel..
...Dein Hund/Dackel-Vergleich ist m.E. hier unpassend. Ich behaupte, dass die Zahlen eindeutig zeigen, dass in allen Altersgruppen die Männerarbeitslosigkeit zur Zeit das größere Problem darstellt als das der Frauenarbeitslosigkeit, unabhängig davon warum und wieso. Nicht mehr und nicht weniger. Das ist also eher zu vergleichen mit: Von 100 kranken Hunden sind 80 Dackel, also sind die Dackel die größte Problemgruppe bei den kranken Hunden und deshalb sollte man mal schauen, warum ausgerechnet die Dackel die meisten Probleme haben und dafür sorgen, dass Dackel auch nicht größere Gesundheitsprobleme haben als die anderen Hunde.
Man muss sich eines im klaren sein. Frauen verstärkt in männerdominierte Bereiche zu bringen heisst, Männer dafür auf die Straße zu setzen. Die Männer haben aber im Gegensatz dazu nicht die Möglichkeit auf Förderinitiative zurückzugreifen, die eine Integration von ihnen in einen frauendominierten Bereich unterstützt.
Heißt es das wirklich?
... IMHO schon. Welche Förderinitiativen für die Integration von Männern in Frauenberufe gibt es denn?
Dann unternimm selber was, anstatt darauf zu warten, daß es andere für dich tun.
...Eben. Und dazu gehört u.a. auch, dass man andere auf die Fakten aufmerksam macht.
Ich denke, du bist ein Mann.
...Moment ich schau mal nach...Doch.. Eindeutig!
Jammern tun Frauen...
...Ja, ja, ich weiß: Männer dürfen nicht heulen. (putze gerade mein verheultes Gesicht und setzte ein männlich markantes auf)
Das Problem liegt eher da, daß Männer nicht in sogenannte Frauenberufe gehen wollen...
...Eben, das ist ja genau das, was ich beklage. Man tut nichts dafür, um die Motivation der Männer für solche Berufe zu steigern. Bei den Frauen tut man das mit mehreren Förderprogrammen, z.B. um in den Technikbereich verstärkt Frauen zu bringen. Für Männer tut man nichts dergleichen, obwohl die Zahlen eindeutig sagen, dass Männer jetzt die Problemgruppe bei der Arbeitslosigkeit darstellen. Im Gegenteil. Man sorgt mit Kampagnen, die Aussagen unterstützen, dass Männer potentielle Gewalttäter und Kinderschänder sind, dafür, dass ein Mann, der vielleicht gerne im Erziehungsbereich arbeiten würde, dies gründlich vermiest bekommt (Entschuldigung für den Schachtelsatz).
Und das prophezeien die Zahlen.
Negativ... Die prophezeien gar nichts...
...Negativ...mir schon.
Dann mach dich selbstständig...
...Keine Sorge. Bin ich.
Und übernimm Eigenverantwortung, anstatt alles auf das System abzuschieben...
..Keine Sorge. Übernehme ich. Ich dachte nur und denke es immer noch - es wäre in einem Forum Wieviel Gleichberechtigung verträgt das Land? interessant auch geschlechtsspezifische Fakten zu einem solch bedeutenden Problem wie die Arbeitslosigkeit präsentiert zu bekommen. Und wenn jemand meine Meinung dazu nicht interessiert, braucht er die auch nicht zu lesen. Die Zahlen sind aber trotzdem informativ. Oder dürfen hier nur Politiker schreiben?
Übrigens, was ich schon lange mal fragen wollte: Was hat es mit diesem IMHO auf sich?
In my humble Opinion
..Danke. Alles, was oben steht ist natürlich IMHO. Aber ich glaube DVSVS (= das versteht sich von selbst).
Gruß
Bruno
Re: Überzeugt immer noch nicht...
terVara, Friday, 04.04.2003, 15:05 (vor 8342 Tagen) @ Bruno
Als Antwort auf: Re: Überzeugt immer noch nicht... von Bruno am 04. April 2003 08:02:11:
Moin Bruno,
...Die Frauenbevorzugung liegt darin, dass trotz der momentan höheren Problematik der Männerarbeitslosigkeit (was die Zahlen eindeutig belegen) weiterhin nur Frauenintegrationsprogramme laufen, aber keine Männerinegrationsprogramme.
sie belegen das eben nicht eindeutig. Nimm einfach mal die Altersgruppe der 60-65jährigen... Dort findest du eine Zahl X für männliche Arbeitslose und null weibliche Arbeitslose...
Zieh den Betrag X mal von der Gesamtstatistik ab und siehe da: die vermeintliche Schieflage des Gesamtbildes ist plötzlich gar nicht mehr so schief...
Und wenn du das jetzt suksessive für jede Alters- und Berufsgruppe tust, wirst du schnell erkennen, daß die Aussage der Gesamtstatistik wertlos ist...
Aus dieser Betrachtung heraus ergibt sich auch eine ganz andere Frage; nämlich nicht die einer beruflichen Integration, sondern die, warum Männer länger arbeiten müssen bis zur Rente als Frauen, wo doch Frauen die deutlich bessere Lebenserwartung haben...
Weiterhin gilt es noch einige andere wesentliche Bedingungen zu beobachten: nämlich die Verteilung der absoluten Zahlen nach Alter und Geschlecht (Alterspyramide)
Die Arbeitlosigkeit männlicher Jugendlicher muß demnach auch höher sein, als die von Frauen, weil es erheblich mehr männliche Jugendliche als weibliche gibt: [link=http://www.bpb.de/files/UB4129.pdf" target="_top]http://www.bpb.de/files/UB4129.pdf[/link]
Spätestens jetzt sollte jedem klar sein, daß aus den statistischen Rohdaten, die du dargestellt hast, sich absolut keine Rückschlüsse auf Benachteiligungen ziehen lassen...
Die Benachteiligung zur Lebensarbeitszeit wird auch erst erkennbar, wenn man die entsprechte Altersgruppe untersucht (Vorruheständler sind dabei nicht einmal berücksichtigt)...
Aber das gleiche gibt es bei Männern nicht, obwohl die Zahlen eindeutig sagen, dass Männer jetzt die Problemgruppe bei der Arbeitslosigkeit darstellen.
Das besagen diese Zahlen wie oben dargestellt eben nicht... Hier liegt die Benachteiligung einfach darin, daß es keinen Boys-Day gibt, was mit dem Überhang jugendlicher, arbeitsloser Männer nichts zu tun hat...
>Deine Analyse liest sich wie: Jeder Dackel ist ein Hund... Folglich ist jeder Hund ein Dackel..
...Dein Hund/Dackel-Vergleich ist m.E. hier unpassend.
Er ist passend... Du differenzierst überhaupt nicht, was eigentlich alles für Bestandteile im Topf "männlicher Arbeitsloser" drin ist, so wie ich das oben im Ansatz aufbereitet habe...
> > Man muss sich eines im klaren sein. Frauen verstärkt in männerdominierte Bereiche zu bringen heisst, Männer dafür auf die Straße zu setzen. Die Männer haben aber im Gegensatz dazu nicht die Möglichkeit auf Förderinitiative zurückzugreifen, die eine Integration von ihnen in einen frauendominierten Bereich unterstützt.
Heißt es das wirklich?
... IMHO schon. Welche Förderinitiativen für die Integration von Männern in Frauenberufe gibt es denn?[/i]
Mir sind keine bekannt. Darauf wollte ich aber nicht hinaus. Ist es nicht vielmehr so, daß aufgrund von immer noch vorhandenen Rollenklischees Männer Frauenberufe meiden, wie der Teufel das Weihwasser? Und wo keine Nachfrage ist, gibt es logischerweise auch keine Fördermaßnahmen... Den Aspekt kannst du nicht außer acht lassen...
> Das Problem liegt eher da, daß Männer nicht in sogenannte Frauenberufe gehen wollen...
...Eben, das ist ja genau das, was ich beklage. Man tut nichts dafür, um die Motivation der Männer für solche Berufe zu steigern. Bei den Frauen tut man das mit mehreren Förderprogrammen, z.B. um in den Technikbereich verstärkt Frauen zu bringen.
Umgekehrt wird ein Schuh daraus... IMHO muß den Männern erst bewußt werden, daß es keinen vernünftigen Grund, nicht in Frauenberufen zu arbeiten. Und wenn das passiert ist, dann kommen die Förderprogramme an die Reihe. Vorher machen sie keinen Sinn, wie weiter oben schon geschrieben...
>Dann mach dich selbstständig...
...Keine Sorge. Bin ich.
Prima... Ich auch... Für uns stellt sich das Problem also überhaupt nicht...
Ist aber kein Grund, deswegen den Kopf in den Sand zu stecken. Das Thema muß diskutiert werden. Und dazu vertreten wir beide unterschiedliche Ansätze...
..Keine Sorge. Übernehme ich. Ich dachte nur und denke es immer noch - es wäre in einem Forum Wieviel Gleichberechtigung verträgt das Land? interessant auch geschlechtsspezifische Fakten zu einem solch bedeutenden Problem wie die Arbeitslosigkeit präsentiert zu bekommen. Und wenn jemand meine Meinung dazu nicht interessiert, braucht er die auch nicht zu lesen.
Ist ja auch angebracht, hier darüber zu diskutieren. Ich sehe die Dinge jedoch aus einer ganz anderen Perspektive. Das Problem liegt IMHO weniger darin, daß es für Männer keine vernünftigen Förderprogramme gibt, sondern daß der Kern der Benachteiligung in anderen Dingen zu suchen ist: Lebensarbeitszeit, Wehrpflicht, Gesundheitsvorsorge und das Männer wenig Bereitschaft zeigen, alte Rollenklischees über Bord zu werfen...
Gruß
terVara
Re: Überzeugt immer noch nicht...
Eugen Prinz, Saturday, 05.04.2003, 17:27 (vor 8341 Tagen) @ terVara
Als Antwort auf: Re: Überzeugt immer noch nicht... von terVara am 04. April 2003 12:05:34:
Hallo terVara,
du schriebst:
Umgekehrt wird ein Schuh daraus... IMHO muß den Männern erst bewußt werden, daß es keinen vernünftigen Grund, nicht in Frauenberufen zu arbeiten. Und wenn das passiert ist, dann kommen die Förderprogramme an die Reihe. Vorher machen sie keinen Sinn, wie weiter oben schon geschrieben...
Bei den Frauenförderprogrammen hat man sich dummerweise nicht an deine Ratschläge gehalten. Obwohl die jungen Frauen ihre Präferenzen deutlich bei der Berufswahl dokumentieren (überwiegend künstlerische und soziale Berufe) werden kostspielige Programme aufgelegt, Frauen zu motivieren, typisch männlich dominierte Bereiche zu erobern.
Darin liegt die Benachteiligung, wie Bruno zurecht dargelegt hat. Es geht offensichtlich nicht darum was Männer oder Frauen wollen, sondern was eine profeministische Minderheit will.
...muß den Männern erst bewußt werden, daß es keinen vernünftigen Grund, nicht in Frauenberufen zu arbeiten
Das Problem liegt IMHO weniger darin, daß es für Männer keine vernünftigen Förderprogramme gibt, sondern daß der Kern der Benachteiligung in anderen Dingen zu suchen ist: Lebensarbeitszeit, Wehrpflicht, Gesundheitsvorsorge und das Männer wenig Bereitschaft zeigen, alte Rollenklischees über Bord zu werfen
Warum sollten Männer in Frauenberufen arbeiten? Sollen sie nur die Lücken füllen, die Frauen hinterlassen? Der Arbeitsmarkt ist noch nicht mal ein Nullsummenspiel, er ist ein schrumpfender. Für jede Frau, die heute in einen Ingenieurberuf hineingefördert wird, wird ein Mann hinausbefördert. Sollen Männer nun Grundschullehrer werden, weil sie aus ihren Berufen rausgefördert wurden, oder haben sie selbst auch was zu wollen?
Vielleicht hast du es noch nicht bemerkt, oder vielleicht billigst du es ja sogar: Von feministischer Seite wird massiv ein Umbau der Gesellschaft betrieben, an dessen Ende sich Feministinnen einen Mann vorstellen, der gerade noch den nützlichen Idioten abgeben darf. Gewiss er darf sich emanzipieren, darf einen Rock tragen, den Namen seiner Frau annehmen, Windel wechseln. Das wird ihm als neue Sensibilität, Abkehr von alten Rollenklischees verkauft. Das ist zynisch. Da, wo es drauf ankommt, z.B. bei der Wehrpflicht oder beim Kindschaftsrecht hat er nichts zu sagen. Da darf er bluten und zahlen.
Wenn du meinst, dass Männer 'alte Rollenklischees über Bord werfen' sollen, was immer das heißen soll, dann bist du in der Pflicht für die Folgenabschätzung. Es gibt eine Vielzahl von gesellschaftlichen Indikatoren, die darauf hinweisen, dass dieser Umbau der Gesellschaft dem gesellschaftlichen Frieden keineswegs zuträglich ist.
Ich wäre sehr glücklich, wenn du mir das Gegenteil beweisen könntest.
Eugen Prinz
Re: Überzeugt immer noch nicht...
terVara, Sunday, 06.04.2003, 21:53 (vor 8339 Tagen) @ Eugen Prinz
Als Antwort auf: Re: Überzeugt immer noch nicht... von Eugen Prinz am 05. April 2003 14:27:30:
Moin Hoheit,
Darin liegt die Benachteiligung, wie Bruno zurecht dargelegt hat. Es geht offensichtlich nicht darum was Männer oder Frauen wollen, sondern was eine profeministische Minderheit will.
schön... Kann sie ja gerne wollen... Du hast es gerade selber dargelegt, daß das offensichtlich bei den Frauenprogrammen genausowenig funzt, wie bei den kaum vorhandenen Männerprogrammen... Mir ging es darum, daß die Initiative von den Männern kommen muß, damit es zielgerichtete Fördermaßnahmen gibt; und dazu ist bei den Männern ein Umdenken nötig... Solange da nichts kommt, wirst du dich halt über feministische Minderheiten und deren Forderungen nach Förderprogrammen ärgern müssen...
Steht auf, wenn ihr Männer seid...
Warum sollten Männer in Frauenberufen arbeiten? Sollen sie nur die Lücken füllen, die Frauen hinterlassen?
Das war nicht meine Intention... Abgesehen davon gibt es keine reinen Männer- oder Frauenberufe... Es ging schlicht und ergreifend darum, daß Männer in sogenannten Frauenberufen (vorzugsweise sozialer Natur) wünschenswert wären... Und auch da kommt nichts...
Vielleicht hast du es noch nicht bemerkt, oder vielleicht billigst du es ja sogar: Von feministischer Seite wird massiv ein Umbau der Gesellschaft betrieben, an dessen Ende sich Feministinnen einen Mann vorstellen, der gerade noch den nützlichen Idioten abgeben darf.
Was glaubst du wohl, warum ich DIE GRÜNEN nicht mehr wähle... Abgesehen davon: Was ist den Gesellschaft auf den kleinsten Nenner gebracht? Dort haben Feministinnen mit Sicherheit keinen Einfluß... Jeder definiert sich letztendlich seine Gesellschaft selber...
Wenn du meinst, dass Männer 'alte Rollenklischees über Bord werfen' sollen, was immer das heißen soll, dann bist du in der Pflicht für die Folgenabschätzung.
Ich bin für gar nichts in der Pflicht; erst Recht nicht, wenn ich meinen Standpunkt darlege.... Den muß ich weder begründen, noch rechtfertigen...
Es gibt eine Vielzahl von gesellschaftlichen Indikatoren, die darauf hinweisen, dass dieser Umbau der Gesellschaft dem gesellschaftlichen Frieden keineswegs zuträglich ist.
Und die wären?
Btw: Die Gesellschaft baut sich fortwährend um... Und wenn sie mir nicht gefällt, dann suche ich mir eine andere... So einfach ist das...
Gruß
terVara
Re: Überzeugt immer noch nicht...
Eugen Prinz, Monday, 07.04.2003, 02:26 (vor 8339 Tagen) @ terVara
Als Antwort auf: Re: Überzeugt immer noch nicht... von terVara am 06. April 2003 18:53:57:
Hallo terVara,
wie schade! Du hast es geschafft mit wenigen Worten deine bisherigen Einlassungen zur Bedeutungslosigkeit zu degradieren.
Du schriebst:
Ich bin für gar nichts in der Pflicht; erst Recht nicht, wenn ich meinen Standpunkt darlege.... Den muß ich weder begründen, noch rechtfertigen...
Eine unbegründete Meinung ist so bedeutsam wie das Gesumm der Fliegen. Dafür ist mir meine Zeit zu schade.
Eugen Prinz
Re: Überzeugt immer noch nicht...
terVara, Tuesday, 08.04.2003, 04:38 (vor 8338 Tagen) @ Eugen Prinz
Als Antwort auf: Re: Überzeugt immer noch nicht... von Eugen Prinz am 06. April 2003 23:26:58:
Moin Prinz Eugen,
wie schade! Du hast es geschafft mit wenigen Worten deine bisherigen Einlassungen zur Bedeutungslosigkeit zu degradieren.
sagst du... Stört mich herzlich wenig... Ist dein Problem...
Du schriebst:
Ich bin für gar nichts in der Pflicht; erst Recht nicht, wenn ich meinen Standpunkt darlege.... Den muß ich weder begründen, noch rechtfertigen...
Eine unbegründete Meinung ist so bedeutsam wie das Gesumm der Fliegen. Dafür ist mir meine Zeit zu schade.[/i]
Schade, daß dir deine Zeit zu Schade ist... Sie war die auch soweit zu Schade, daß du den Thread entwder nicht richtig gelsen hast oder verstanden hast...
Schade... Sonst wäre dir möglicherweise aufgefallen, daß meine Äußerungen faktisch und nachprüfbar unterlegt waren...
Schade auch, daß es dir nicht einfällt, daß eine persönliche Meinung schon deshalb nicht begründet oder gerechtfertigt werden muß, weil sie immer subjektiv ist...
Es würde mich jetzt sehr befremden, wenn du jetzt behaupten würdest, daß deine persönliche Meinung objektiv ist...
Und was ist schon Zeit...
Gruß
terVara
Re: Überzeugt immer noch nicht...
Garfield, Wednesday, 09.04.2003, 15:49 (vor 8337 Tagen) @ Eugen Prinz
Als Antwort auf: Re: Überzeugt immer noch nicht... von Eugen Prinz am 05. April 2003 14:27:30:
Hallo Eugen!
"Von feministischer Seite wird massiv ein Umbau der Gesellschaft betrieben, an dessen Ende sich Feministinnen einen Mann vorstellen, der gerade noch den nützlichen Idioten abgeben darf. Gewiss er darf sich emanzipieren, darf einen Rock tragen, den Namen seiner Frau annehmen, Windel wechseln. Das wird ihm als neue Sensibilität, Abkehr von alten Rollenklischees verkauft."
Ich hab so das Gefühl, daß die Realität noch viel extremer ist. Es gibt ja eigentlich gar nicht DEN Feminismus, sondern die Feministinnen haben ganz unterschiedliche Ziele. Leider sitzen ganz offensichtlich aber vorwiegend Vertreterinnen der radikale Fraktionen auf diversen entscheidenden Posten. Wenn ich mir Äußerungen von denen durchlese, fällt mir immer wieder derselbe unverhohlene Haß gegen Männer auf. Immer dieselbe Schadenfreude, wenn es um Benachteiligungen von Männern geht, immer dieselbe gespielte Entrüstung, wenn es um angebliche Gräuel geht, die die ach so bösen Männer den armen Frauen antun... Man merkt immer wieder deutlich, daß man es da mit verzogenen Girlies zu tun hat, die niemals erwachsen geworden sind und schon seit Jahrzehnten Eigenschaften wie Haß, Neid und Mißgunst zur Vollendung entwickelt haben. Interessant ist auch, daß immer wieder Frauen- und Lesben-Bewegung von Radikalfeministinnen gleichgesetzt werden. Dementsprechend wird dann auch jede Meldung über Fortschritte in der Medizin, die es vielleicht demnächst ermöglichen könnten, Menschen ohne Verwendung männlicher Samenzellen zu produzieren, sofort bejubelt.
Den Radikalfeministinnen, denen es wirklich um die "Umerziehung" von Männern geht, scheint es damit tatsächlich gar nicht sonderlich ernst zu sein. Arne hat ja in seinem Buch auch gut dargelegt, daß Feministinnen die Hausmänner, die sie immer so vehement fordern, selbst gar nicht wollen. Ich hab da mehr das Gefühl, daß es einfach nur darum geht, irgendetwas zu fordern, um im Gespräch zu bleiben und weiterhin Fördermittel abzukassieren.
Der ganz radikalen Fraktion geht es aber ganz konkret um die Abschaffung der Männer an sich. Die werden erst zufrieden sein, wenn auch der letzte Mann tot unter der Erde liegt. Das aber auch nur kurz, denn bald würden sie dann die altgewohnte Zielscheibe für ihre Haßtiraden vermissen und sich dann eben an ihren Geschlechtsgenossinnen austoben. Damit haben einige ja sogar schon angefangen, und selbst die "EMMA"-Redaktion war davon schon betroffen.
Freundliche Grüße
von Garfield
Re: Überzeugt ...
Eugen Prinz, Thursday, 10.04.2003, 15:34 (vor 8336 Tagen) @ Garfield
Als Antwort auf: Re: Überzeugt immer noch nicht... von Garfield am 09. April 2003 12:49:01:
Hallo Garfield,
Ich hab so das Gefühl, daß die Realität noch viel extremer ist. Es gibt ja eigentlich gar nicht DEN Feminismus, sondern die Feministinnen haben ganz unterschiedliche Ziele.
Dein Gefühl trügt sicher nicht. Es würde mir auch schwer fallen, eine Rangreihe aufzustellen. Die harmlosesten dürften wohl die Hardcore-Feministinnen sein, die Schwanzabschneiderinnen. Die haben auch ein Gegenstück auf der Männerseite und man kann sie eigentlich alle nicht ernst nehmen.
Zu den schlimmsten Gegnerinnen von Männerinteressen, so meine persönliche Einschätzung, gehören z.B. Politikerinnen wie Ulla Schmidt von der SPD, Jutta Limbach (Ex-Verfassungsrichterin), die gesamte Grüne Frauenlobby für sogenannte Geschlechtergerechtigkeit usw. Diese Frauen sind an der Macht, und ihre Auffassung von Geschlechtergerechtigkeit beschränkt sich offensichtlich auf Gerechtigkeit für Frauen.
Dazwischen siedeln die sogenannten modernen jungen Frauen, die sich für den Feminismus nicht interessieren, die aber unverfroren die Kriegsgewinne kassieren. Nicht zu vergessen auch die große Masse der Alt-Feministinnen, die nicht an die Macht gelangt sind, die aber ihren Frust über ihre vermurksten Beziehungen in immer neuen, obskuren Ideen äußern und das willige Stimmvieh für die feministischen Politikerinnen abgeben.
Die von dir angesprochene Verbindung zwischen feministischer und lesbischer Ideologie ist gut dokumentiert. Es gibt und gab immer eine starke Überschneidung dieser beiden Gruppen. Nicht verwunderlich beide lehnen im Grunde Männer ab.
Auch das Paradox, dass Hausmänner einerseits gefordert, andererseits abgelehnt werden, lässt sich zahlenmäßig gut erfassen. Hausmännerehen werden doppelt so oft geschieden. Fast die Hälfte der Frauen wünscht und praktiziert, ungeachtet aller Gleichstellungsrhetorik, althergebrachte Rollenmuster.
So kennen und lieben wir sie halt, unsere Herzensschwestern immer kapriziös, immer quirlig. Es gehört offenbar zu ihrer Firmware wie das Bios zu unserem Rechner, dass sie nicht wissen, was sie wollen. 
Dies alles und noch viel mehr nachzulesen auch im Handbuch für Männer in Zeiten von Aids und Feminismus, um auch dieses Gute Teil mal wieder in Erinnerung zu bringen.
Freundliche Grüße von Eugen
Re: Überzeugt ...
Garfield, Thursday, 10.04.2003, 19:49 (vor 8335 Tagen) @ Eugen Prinz
Als Antwort auf: Re: Überzeugt ... von Eugen Prinz am 10. April 2003 12:34:11:
Hallo Eugen!
"Dies alles und noch viel mehr nachzulesen auch im Handbuch für Männer in Zeiten von Aids und Feminismus, um auch dieses Gute Teil mal wieder in Erinnerung zu bringen."
Guter Tipp! Das fehlt mir tatsächlich noch in meinen Bücherschränken. Aber nicht mehr lange! 
Freundliche Grüße
von Garfield
Dann kann ich dir auch nicht helfen
Bruno, Wednesday, 16.04.2003, 12:50 (vor 8330 Tagen) @ terVara
Als Antwort auf: Re: Überzeugt immer noch nicht... von terVara am 04. April 2003 12:05:34:
Grüß dich Ter Vara,
Nimm einfach mal die Altersgruppe der 60-65jährigen... Dort findest du eine Zahl X für männliche Arbeitslose und null weibliche Arbeitslose...
Zieh den Betrag X mal von der Gesamtstatistik ab und siehe da: die vermeintliche Schieflage des Gesamtbildes ist plötzlich gar nicht mehr so schief...
...Die 700.000 mehr arbeitslose Männer sind sicherlich nicht alle zwischen 60 und 65. Zudem interessiert die Zahl der arbeitslosen 60-65-Jährigen bezüglich der Jugendarbeitslosigkeit überhaupt nicht.
Die Arbeitlosigkeit männlicher Jugendlicher muß demnach auch höher sein, als die von Frauen, weil es erheblich mehr männliche Jugendliche als weibliche gibt: [link=http://www.bpb.de/files/UB4129.pdf" target="_top]http://www.bpb.de/files/UB4129.pdf[/link]
...Es gibt mit Sicherheit nicht doppelt so viel männliche Jugendliche als weibliche. Wohl aber beinahe doppelt so viel männliche jugendliche Arbeitslose als weibliche.
Umgekehrt wird ein Schuh daraus... IMHO muß den Männern erst bewußt werden, daß es keinen vernünftigen Grund, nicht in Frauenberufen zu arbeiten. Und wenn das passiert ist, dann kommen die Förderprogramme an die Reihe. Vorher machen sie keinen Sinn, wie weiter oben schon geschrieben...
...Gerade vorher machen sie einen Sinn. So wie der Girls-Day usw. nicht dazu dient Frauen in Männerberufe zu zwingen, sondern ihnen Männerberufe schmackhaft zu machen, sollen Förderprogramme dazu dienen, Männer Frauenberufe schmackhaft zu machen.
Was deine frühere Aussage angeht, dass ich als Mann nicht jammern soll, muss ich sagen, dass es gerade der große Fehler der Männer ist, nicht zu jammern. Frauen haben mit ihrem Jammern viel erreicht, z.B. dass jetzt Männer und nicht mehr Frauen die große Problemgruppe der Arbeitslosigkeit sind. Die Männer haben dagegen 30 Jahre gepennt und aus bescheuerter Ritterlichkeit sich ihr Klagen verkniffen. Ich glaube es war Warren Farell, der gesagt hat, dass Frauen nicht hören können, was Männer nicht sagen.
Die Geschichte verzeiht zwei Dinge nie: Nicht erkennen können und nicht erkennen wollen.
Wenn ich aus meinem Urlaub zurück bin, werde ich Gender-Lüge Teil 3 über die Arbeitslosigkeit präsentieren.
Gruß
Bruno
Re: Überzeugt immer noch nicht...
Garfield, Tuesday, 08.04.2003, 21:18 (vor 8337 Tagen) @ terVara
Als Antwort auf: Re: Überzeugt immer noch nicht... von terVara am 04. April 2003 00:46:20:
Hallo terVara!
Also, ich fand das, was Bruno hier geschrieben hat, durchaus schlüssig! Das Problem gab es in abgeschwächter Form schon vor 10 Jahren, damals aber vor allem im Osten. Nachdem da ein großer Teil der Wirtschaft plattgemacht wurde, hatten viele Menschen in den 50ern das Problem, daß sie plötzlich arbeitslos waren, in ihrem Alter keinen Job mehr fanden, aber auch noch nicht in Rente gehen konnten. Flugs wurde daraufhin ein Sonderprogramm für arbeitslose Frauen in den 50ern initiiert, weil die angeblich besonders betroffen waren. Dazu muß man wissen, daß die meisten Frauen im Osten zu DDR-Zeiten berufstätig waren. Da Frauen in den 50ern in der Regel nicht mehr schwanger werden, gab es in keiner Weise irgendeinen Unterschied zwischen arbeitslosen Männern und Frauen in dem Alter. Beide Geschlechter hatten ein vergleichbares Maß an Berufserfahrung und gleich miese Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Trotzdem wurde für Männer nichts getan. Ich habe damals einen Leserbrief eines arbeitslosen Mannes in den 50ern an eine Regionalzeitung dazu gelesen. Dieser Brief endete mit dem Satz "Männer haben keine Lobby." Der Satz gilt heute noch genauso wie damals.
"Dann unternimm selber was, anstatt darauf zu warten, daß es andere für dich tun... Ich denke, du bist ein Mann... Jammern tun Frauen... *sfg*"
Na ja, Handeln beginnt immer im Kopf. Wenn es die ganze Gesellschaft betrifft, gilt das umso mehr, weil man dann allein gar nichts ausrichten kann, sondern erst einmal dafür sorgen muß, daß sich auch in anderen Köpfen mal etwas bewegt. Und dazu hat Bruno hier doch einen recht guten Beitrag geleistet, finde ich.
"Das Problem liegt eher da, daß Männer nicht in sogenannte Frauenberufe gehen wollen... Erzieher werden händeringend gesucht..."
Wirklich? Man redet in letzter Zeit zwar darüber, aber ich habe noch nichts davon gehört, daß das Arbeitsamt ein entsprechendes Programm gestartet hätte. Und dann gibt es noch ein Problem:
Die Verantwortung für die Ernährung der Familien liegt nach wie vor vorwiegend auf den Schultern der Männer. Erzieher verdienen aber häufig nicht sonderlich viel, vor allem nicht in Kindergärten oder Grundschulen. Solange ein Mann seine Chancen, eine Partnerin zu finden, deutlich senkt, indem er einen Beruf mit niedrigem Einkommen wählt, wird es wohl kaum viele Männer in solche Berufe ziehen...
"Vergiß die Politik... Mach es selber.."
Wie denn, wenn die Politik uns nicht läßt? Bevor man da überhaupt etwas tun kann, muß man sich erstmal den Weg freischlagen.
"Dann mach dich selbstständig... Und übernimm Eigenverantwortung, anstatt alles auf das System abzuschieben..."
Das ist alles, was dir dazu einfällt? Schön, dann machen wir uns jetzt alle selbstständig und gehen anschließend kollektiv pleite... Aber mal ernsthaft: Man kann sich nicht einfach so selbstständig machen. Dazu braucht man erst einmal Geld, dann eine brauchbare Geschäftsidee, eine Lücke im Markt und in Deutschland muß man obendrein noch jede Menge eigentlich sinnlose, aber trotzdem gesetzlich vorgeschriebene Auflagen erfüllen. Und selbst wenn jemand alle diese Voraussetzungen hat, dann bleibt immer noch die Tatsache, daß keineswegs jeder zum Unternehmer geboren ist. Für einige ist das sicher eine brauchbare Lösung, für alle jedoch nicht. Gerade für Jugendliche, die noch nicht mal eine Ausbildung haben, ist es nahezu unmöglich, sich irgendwie selbstständig zu machen.
Mal ganz abgesehen davon ist es auch schlichtweg unmöglich, daß sich sämtliche Arbeitslose nun sofort selbstständig machen. Allein schon weil die Politik seit über 20 Jahren eifrig dafür sorgt, daß sich die Steuerlast für Arbeiter und Angestellte sowie für kleine und mittlere Unternehmen zugunsten von Großunternehmen und Personen mit hohem Vermögen stetig erhöht und damit letztendlich auch den Binnenmarkt in Deutschland immer weiter schwächt.
Freundliche Grüße
von Garfield