Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Hausputz ist kaum Männersache

Joachim, Monday, 31.03.2003, 21:07 (vor 8346 Tagen)

Umfrage
Hausputz ist kaum Männersache

Zu dumm zum Schrubbern? Frauen hassen Bodenwischen

München - Viele deutsche Männer überlassen das Putzen der Partnerin - anstatt selbst zum Lappen zu greifen. Das ist das Ergebnis einer am Montag veröffentlichten Emnid-Umfrage im Auftrag der Frauenzeitschrift "Lisa". Darin gaben 49 Prozent der 423 befragten Frauen an, den gesamten Hausputz alleine zu erledigen.

Nur 27 Prozent können beim Putzen der Wohnung auf die Hilfe ihrer Männer zählen. Bei acht Prozent der interviewten Frauen im Alter zwischen 20 und 65 Jahren übernimmt eine Putzhilfe die ungeliebten Reinigungsarbeiten.

53 Prozent der Frauen greifen täglich zum Putzlappen, bei den 40- bis 49-Jährigen sind es sogar rund 58 Prozent. Besonders unbeliebt ist dabei vor allem das Bodenwischen. 95 Prozent der Befragten ist diese Tätigkeit besonders verhasst. Platz zwei der unangenehmsten Putz-Tätigkeiten belegte das Staubwischen mit 92 Prozent. Aber auch im Bad greifen 90 Prozent nur mit Widerwillen zum Lappen. Am meisten Spaß macht den Frauen das Staubsaugen, das rund 29 Prozent als liebste Putztätigkeit angaben.

Männer scheinen beim Putzen nicht unbedingt eine große Hilfe zu sein, beschwerte sich doch eine Frau: "Mein Mann weiß nicht einmal, wie rum er einen Schrubber halten muss."

AP
31.03.2003 - aktualisiert: 31.03.2003, 11:01 Uhr

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Männer kann ich nur dringend raten, sich eine Putzkolone kommen zu lassen, die jammern nicht, sind billiger und schlechte Arbeit reklamiert wird! Die ständigen einseitigen diffamierungen gegen Männer habe ich satt, dass Männer durch ihre exteren Arbeit zum Haushalt beitragen ist manchen naiven Personen noch nicht mal in den Sinn gekommen!

Hier lesen!

Re: Nachtrag!

Joachim, Monday, 31.03.2003, 21:36 (vor 8346 Tagen) @ Joachim

Als Antwort auf: Hausputz ist kaum Männersache von Joachim am 31. März 2003 18:07:46:

Interessante Meinung zum Thema "Hausputz" ist unten im Link zu lesen!

Hier lesen!

Re: Nunmal halblang...

terVara, Monday, 31.03.2003, 22:49 (vor 8346 Tagen) @ Joachim

Als Antwort auf: Hausputz ist kaum Männersache von Joachim am 31. März 2003 18:07:46:

Moin Joachim,

...dass Männer durch ihre exteren Arbeit zum Haushalt beitragen ist manchen naiven Personen noch nicht mal in den Sinn gekommen!

sieh's mal nicht so pauschal... Wenn beide einer bezahlten Arbeit nachgehen, dann ist eine vernünftige Aufteilung der Hausarbeit durschaus legitim...

Ich lese aus dem Text eigentlich mehr heraus, daß es sich hierbei in erster Linie um Frauen mit einem ausgeprägten Putzfimmel handelt... Und bei diesem Personenkreis gebe ich dir absolut recht... Es nervt...

Gruß

terVara

So what?

Stefan G., Tuesday, 01.04.2003, 00:24 (vor 8345 Tagen) @ Joachim

Als Antwort auf: Hausputz ist kaum Männersache von Joachim am 31. März 2003 18:07:46:

Hallo Joachim,

eigentlich ist mir jetzt nicht klar, wo nun das Problem bei der Sache ist? Niemand zwingt diese Frauen dazu, die ganze Hausarbeit alleine zu machen. Wenn sie unbedingt der Ansicht sind, alles selbst machen zu müssen, ist das doch ihr eigenes Problem und nicht das der Männer, oder nicht?

Gruß
Stefan

Re: So what?

Jolanda, Tuesday, 01.04.2003, 01:34 (vor 8345 Tagen) @ Stefan G.

Als Antwort auf: So what? von Stefan G. am 31. März 2003 21:24:16:

Hallo Stefan

Ich würde sagen, das Problem ist, dass Frauen wie ich in einer Generation gross geworden sind, in welcher dir als Mädchen immer vermittelt wurde, eine Frau hat den Haushalt zu schmeissen und dafür zu sorgen, dass Ordnung ist.

Klar weiss man im Grunde genommen schon, dass man gar nichts muss, ich habe meinen Kindern schon gesagt, wenn sie weiter so rummotzen wegen dem Essen und weiter so "prinzessinenhaft" ihre Essenswünsche und Abneigungen kund tun, dann werde ich mal ne Woche gar nicht mehr kochen, sie könnten dann "Kühlschrankolympiade" feiern ;-)

Ich meine, ich könnte auch mal alles ein bisschen rum liegen lassen in der Wohnung und weniger hinterherräumen, aber ich mag nun mal nicht, wenn immer überall jeder alles liegen lässt und sich innerhalb von einem halben Tag die Kinderzimmer in der Wohnung verteilen und sich alles so ein bisschen verteilt. Ich bin zwar dabei, die jeweiligen Personen, die alles liegen lassen dazu zu bringen, ihren eigenen Dreck selber wegzuräumen, aber daran werde ich wohl noch ne Weile arbeiten müssen ;-) Also räume ich eben viel auf, aber schon auch für mich, nicht nur für die anderen.

Klar könnten wir Frauen uns auch besser abgrenzen und uns auch mal verweigern, wenn wir das Gefühl haben, so nun reicht es!

Aber die meisten Frauen ziehen es vor trotzdem immer alles aufzuräumen und dann zu schimpfen...grinst...tue ich auch manchmal...aber ich bin mir schon bewusst, dass ich da auch selber Schuld bin.

Ich finde das sollte man nicht so ernst nehmen, dieses Jammern. Manchmal ist es auch ein Schrei nach ein bisschen Anerkennung für diese "Scheissarbeit"...grinst...ist echt ne Scheissarbeit, kaum hast du gewaschen und gebügelt, füllen sich die Körbe schon wieder mit Schmutzwäsche, kaum hast du die Betten gemacht und die Zimmer geputzt, stürzen schon wieder die Kinder mit Freunden herein :-)

Ich stehe jeden Morgen so 1 bis 1 1/2 Stunden in der Küche, weil ich eben alles frisch koche, Gemüse, Saucen, etc. ich mag keine Fertigmenues und dann 15 minuten später ist alles weggeputzt und ich überlege mir schon, was ich morgen kochen soll....es sind keine umwerfenden Taten, es sind alles Arbeiten, die man nur bemerkt, wenn sie mal nicht gemacht werden :-)

Also es ist an und für sich kein motivierender Job...grinst...echt nicht, aber ich denke, es hat schon seinen Sinn. Es muss nun mal auch gemacht werden und da ich die meiste Zeit zu Hause arbeite, bleibt eben fast alles an mir hängen. Ich überlebe es und je älter meine Kinder werden, desto mehr werde ich auch erwarten, dass sie ihren Teil zum Haushalt beitragen.

Frauen könnten auch mal streiken, wenn sie das Gefühl haben, sie hätten mehr Unterstützung verdient, dann wird das von alleine ein Thema in der Familie und alle müssen sich darüber Gedanken machen, wie man das am besten lösen könnte.

Und dann gibt es auch noch die Frauen, die wollen unentbehrlich sein, ist doch auch schön, wenn man den anderen vorhalten kann, was man alles für sie macht...ist nun sehr ironisch, aber man muss da einfach ehrlich sein :-)

Ich denke, im Grunde genommen will man Lob und Anerkennung für dass was man tut und wenn man das bekommt, dann wird auch nicht so viel gejammert :-)

Aber wie gesagt, ich würde mich an solchen Artikeln schon gar nicht so ereifern. Zudem ganz ehrlich Männer, ich persönlich habe auch die Erfahrung gemacht, dass kein Mann etwas an sich reisst, was im Haushalt zu tun ist. Einige sind eher bereit zu helfen, andere finden das eben "Weiberkram" ;-)

Und wenn Weib findet, in unserer Situtation erwarte ich, dass du dich hier mehr einbringst, dann muss sie eben dafür kämpfen und nicht alles machen und dann dauernd jammern.

Es grüsst dich herzlich
Jolanda

Beziehung & Haushalt, oder Hürdenlauf mit unverhofften Hindernissen

Alex, Tuesday, 01.04.2003, 02:17 (vor 8345 Tagen) @ Jolanda

Als Antwort auf: Re: So what? von Jolanda am 31. März 2003 22:34:51:

Huhu Jolanda,

ist alles nicht ganz verkehrt, was Du sagst, aber auch das was Stefan schrieb nicht.

Also ich hab in ganz jungen Jahren eine Erfahrung gemacht, die mich ziemlich geprägt hat. Dazu muß ich noch sagen, dass ich es von meiner Jugend schon gewohnt war, einiges im Haushalt zu erledigen.
Die Geschichte lief so, dass ich mit meiner Freundin zusammen zog, und sie fortan regelrecht das Regiment im Haushalt geführt hat. Ok, damit kam ich noch klar, hab mich dann irgendwo diesem Kommando untergeordnet.... und bekam nur Vorwürfe dafür... nichts was ich tat war richtig, nichts gut genug, nichts genau so wie es hätte sein sollen.... das war frustrierend. Hat dann auch später dazu geführt, dass ich schon eh mit Nörgelei gerechnet hab, und irgendwann, weil ich nicht kapiert hab, was da abläuft auch nur noch die Ohren auf Durchzug gestellt hab.
DAS war dann allerdings auch wieder verkehrt. Dann kamen Vorwürfe, ich würd ja garnichts tun, oder absichtlich so tun, dass sie's eh selber machen müßte.

Damals hab ich mir geschworen, dass ich mich auf sowas nie wieder einlassen werde. Fakt ist, mein Haushalt war auch in Solo-Zeiten immer recht gut organisiert, sauber, einigermaßen ordentlich, vernünftiges Essen (ich mag auch kein Fertigzeugs) und die Suggestion, ich wäre zu diesen Tätigkeiten nicht zu gebrauchen war schlicht Schwachsinn, bzw. diente eigentlich der Selbstbestätigung dieser Frau, und nicht dem Ziel es im Haushalt besser hinzubekommen.

Später (*g* das Leben ist manchmal so gemein *g*) hatte ich dann eine Beziehung, wo der Streß dadurch entstand, dass ich eben keinen Zweifel dran gelassen hab, dass ich das alles selber kann.
Da hab ich dann nur einen Pieps gesagt, dann hieß es gleich: "Du kannst ja eh alles besser".... was zum Teil sogar stimmte, ich hatte mir die schlechten früheren Erfahrungen so zu Herzen genommen, dass ich echt da etwas zu sehr dem Perfektionismus gefröhnt hatte, zumindest eine Zeitlang, bis ich mich da vor mir selbst rehabilitiert hatte.

So kamen dann ulkige Situationen zustande... mein Freundin kochte.... ich sah, dass sie Maggi-Fix deneben liegen hatte... schnapp mir die Packung... les die Inhaltsstoffe und sag: "Du, Schatzi, das bisschen kann man doch auch selber reinwerfen und würzen, guck mal, da is garnix Aufregendes drinne".... sie explodiert, ich soll doch grad alles selber machen, wo ich doch alles besser kann.

Sprich: Die selbe Situation, die mir früher passierte, hab ich ähnlich mit ihr nun in grün durchgespielt!

Shit!

Tja... mittlerweile bin ich hoff ich ein bisschen schlauer... ich kenn die Fallstricke und versuch sowas zu diskutieren, bevor es richtig Ärger gibt. Vor allem sollte man nicht an allem rumnörgeln, was nicht GENAU SO ist, als hätte man es selber erledigt... das führt nur zu Frust. Hilfe ist ok, aber nörgeln ist verboten :-) Und das gilt für BEIDE.

Liebe Grüße

Alex

Re: unterschreib..

XRay, Tuesday, 01.04.2003, 14:48 (vor 8345 Tagen) @ Alex

Als Antwort auf: Beziehung & Haushalt, oder Hürdenlauf mit unverhofften Hindernissen von Alex am 31. März 2003 23:17:28:

..dein Text hätte fast identisch auch von meiner Tastatur kommen können.

Re: Beziehung & Haushalt, oder Hürdenlauf mit unverhofften Hindernissen

Jolanda, Tuesday, 01.04.2003, 16:51 (vor 8345 Tagen) @ Alex

Als Antwort auf: Beziehung & Haushalt, oder Hürdenlauf mit unverhofften Hindernissen von Alex am 31. März 2003 23:17:28:

Hallo Alex

Bei mir war es so, dass ich als älteste von 4 Kindern aufgewachsen bin, meine Mutter musste mitarbeiten, weil das Gehalt von meinem Vater einfach nicht ausgereicht hat für uns alle. Das hiess für mich schon ab dem 8. Lebenjahr "ran an die Säcke".

Ich musste kochen, putzen, bügeln, meine kleinen Geschwister betreuen, etc.
Das prägt eben auch.

Als ich dann mit 22 Jahren einen Freund hatte, da habe ich mich ganz selbstverständlich dazu verpflichtet gefühlt, diese Arbeiten im Haushalt auch zu erledigen. Bis ich merkte, dass ich hier falsch denke!

Mein damaliger Freund hat bei seinem Vater gearbeitet, er konnte immer wieder mal frei nehmen um baden zu gehen oder im Winter mit Freunden Ski zu fahren und wenn er mal erst um 10 Uhr zur Arbeit erschien, dann spielte das auch keine Rolle.

Ich habe damals auf einer Versicherung gearbeitet und mein Aufgabengebiet wurde immer grösser, ich bekam immer mehr Kompetenzen und auch Arbeit zugesteckt. Ich war am abend immer total ausgelaugt und hatte einfach nicht mehr die Kraft noch den Haushalt zu schmeissen. Wenn mein damaliger Freund dann sagt:" Du ich habe keine Socken mehr", dann bin ich total ausgeflippt. Bis ich erkannt habe, dass ich hier überreagiere, dass ich ganz ruhig bleiben kann und ihm einfach sagen, na dann wasch dir deine Socken eben :-)

Ich hatte von meiner Kindheit her so ein Verhaltensmuster mitgenommen, ich fühlte mich dafür verantwortlich, dass immer für alle alles geputzt und gewaschen sein musste. Ich habe da ne ganze Weile gebraucht, um das ablegen zu können.

Ich habe zu der Zeit auch eine zweijährige psychologische Therapie gemacht, weil ich eine ziemlich schwere Kindheit hatte und hier viele Verhaltensmuster in mir trug, die es mir und auch den anderen oft nicht einfach machten. Und ich wollte auf keinen Fall, dass ich dieses Verhalten einmal an meine Kinder weitergeben werde, nur weil ich nicht in der Lage bin, das aufzuarbeiten.

Und während so einer Sitzung sagte ich mal zu meinem Psychologen: "Weisst du, ich hatte wieder Stress mit meinem Freund, wir streiten uns oft wegen der Hausharbeit, ich kann ja verstehen, wenn ich das Waschen übernehmen muss, aber sonst finde ich, er könnte da auch mithelfen. Da hat mich der Psychologe angeschaut und zu mir gesagt:"Darf ich dich mal was fragen?" Ich sagte:"Klar!" Und er meinte dann:"Bist du auf die Welt gekommen und konntest waschen?" Ich war ziemlich perplex und antwortete: "Nein". Er sagte: "Eben du musstest das doch auch lernen". "Ja", sagte ich. Und darauf hin meinte er:"Also kannst du mir einen einzigen Grund sagen, warum dann dein Freund seine schmutzigen Socken nicht selber waschen kann".

Ich habe damals erkannt, dass ich einfach total falsch reagiert habe. Ich bin ausgeflippt, wenn mein Freund meinte, er hätte keine sauberen Kleider mehr, anstatt einfach ganz ruhig zu sagen, nun ja mein lieber Schatz, dann wird es höchste Zeit, dass du in die Waschküche gehst und wäscht :-)

Ich denke, wir alle sind geprägt durch unsere Kindheit, durch Erfahrungen in Beziehungen. Du hattest eine Freundin, die alles an sich gerissen hat und wenn du sie unterstützen wolltest, konntest du ihr nichts recht machen, ich denke, das kommt auch oftmals vor.

Ich kann als Frau nicht jammern, dass die ganze Arbeit an mir hängen bleibt und wenn ich dann Unterstützung bekomme, dann nörgle ich nur rum, weil es nicht so ist, wie ich es haben will, dann muss ich es eben selbst machen, darf aber dann auch nicht motzen.

Nur du weisst ja selbst, wissen würde man so vieles, man schafft es aber leider nicht immer, es dann auch so umzusetzen. Wichtig ist in meinen Augen einfach, dass man immer bereit ist, auch bei sich selbst zu suchen und auch sein eigenes Handeln zu hinterfragen, einfach offen zu bleiben und dem Partner auch eine echte Chance zu geben, damit er seinen eigenen Weg gehen kann und die Dinge so erledigen, wie sie für ihn stimmen.

Es grüsst dich herzlich
Jolanda

Re: Beziehung & Haushalt

Peter, Tuesday, 01.04.2003, 18:53 (vor 8345 Tagen) @ Alex

Als Antwort auf: Beziehung & Haushalt, oder Hürdenlauf mit unverhofften Hindernissen von Alex am 31. März 2003 23:17:28:

So kamen dann ulkige Situationen zustande... mein Freundin kochte.... ich sah, dass sie Maggi-Fix deneben liegen hatte... schnapp mir die Packung... les die Inhaltsstoffe und sag: "Du, Schatzi, das bisschen kann man doch auch selber reinwerfen und würzen, guck mal, da is garnix Aufregendes drinne".... sie explodiert, ich soll doch grad alles selber machen, wo ich doch alles besser kann.

Hallo Alex,

ich fuehle hier ganz mit deiner Freundin: wer die Arbeit macht, soll auch entscheiden wie, und wenn es Fertiggerichte sind - du musst ja nachher nicht luegen, dass es super schmeckt. Aber gluecklicherweise scheint das ja eine Fase deines Lebens zu sein, die vorbei ist.

Gruss,

Peter

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