Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Interview mit Bundes-Frauenministerin Schmidt

Oberkellner, Sunday, 08.12.2002, 12:31 (vor 8458 Tagen)

Neue Chance für Männer

Frauenförderung ohne Gesetzes-Keule: Familienministerin Renate Schmidt glaubt an die besondere Qualität weiblicher Fähigkeiten.
Unternehmen sollten sie für sich nutzen, meint die Politikerin.

Der Bundeskanzler hat das Gesetz zur Gleichstellung von Frauen in der Privatwirtschaft in der vergangenen Wahlperiode gestoppt. Wie wollen Sie das Thema jetzt wieder vorantreiben?

Ich werde mich genau an das halten, was in der Koalitionsvereinbarung steht: dass wir die EU-Richtlinien zur Gleichstellung der Frauen in der Privatwirtschaft umsetzen werden. In der EU-Richtlinie ist viel von "soll" und "kann" die Rede. Darin steht aber auch konkret, dass wir bis 2005 eine nationale Gleichstellungsstelle einrichten müssen.

Gibt es dafür schon Vorbilder?

Unser Nachbarland Österreich hat bereits eine solche Stelle mit sehr guten Erfolgen. Und zwar auch mit der Zielsetzung, die Frauenförderung tatsächlich voran zu bringen, den Gang zum Arbeitsgericht aber möglichst zu verhindern.

Wie soll das in Deutschland aussehen?

Darüber möchte ich mit den Gewerkschaften und Arbeitgebern sprechen und auch Konsens mit ihnen erreichen. Ich möchte beide in eine solche nationale Anlaufstelle einbeziehen. Eine weitere EU-Richtlinie schreibt vor, dass mittelbare Diskriminierung verhindert werden soll.

Was bedeutet das?

Die Frage der sexuellen Diskriminierung haben wir bereits geklärt. Wenn jemand seinen Mitarbeiterinnen an die Blusen geht, dann kriegt der vom Gesetzgeber was auf die Finger - und zwar zu Recht. Mittelbare Diskriminierung bedeutet: Wenn zum Beispiel dauernd irgendwelche blöden Witze gemacht werden und sich jemand in seiner Würde beeinträchtigt fühlt, dann muss das nach der EU-Richtlinie auch geahndet werden. Da werden wir uns mit den Ministerinnen und Ministern auf europäischer Ebene verständigen und Regelungen schaffen.

Das ursprüngliche Gleichstellungsgesetz in der Privatwirtschaft ist also vom Tisch?

Die Umsetzung dieser EU-Richtlinie und die Gleichstellung möchte ich voranbringen und den Kanzler vor Vorwürfen in Schutz nehmen. So wie das Gleichstellungsgesetz ursprünglich vorgesehen war gibt es das nirgendwo in Europa. Stattdessen hat der Bundeskanzler im Betriebsverfassungsgesetz dafür gesorgt, dass die Betriebsräte entsprechend der Vertretung der Geschlechter im Betrieb zusammengesetzt sind. Das haben die Gewerkschaften sehr positiv aufgenommen. Der Betriebsrat hat nun auch die konkrete Aufgabe, für die Gleichstellung zu sorgen. Und der Unternehmer muss jährlich einmal über seine Bemühungen zur Gleichstellung im Betrieb berichten. Beide Parteien, Betriebsrat und Arbeitgeber, müssen sich über Personalplanung und Gleichberechtigung verständigen.

Wird das denn auch in der betrieblichen Praxis umgesetzt?

Da würde ich gerne mit den Gewerkschaften reden, wie weit sie gekommen sind, das Betriebsverfassungsgesetz umzusetzen. Mein Ziel ist, die Gleichstellung nicht im Konflikt zu regeln. Ich möchte möglichst viele ins Boot holen. Es gibt so viele Möglichkeiten zur Umgehung gesetzlicher Regeln, dass das Drohen mit dem Gesetzes-Knüppel nur wenig hilft. Was wir brauchen sind Mentalitätsveränderungen und das Erkennen des eigenen betrieblichen Nutzens, Frauen in allen Bereichen der Wirtschaft die ihnen und ihrer Ausbildung gebührende Position einzuräumen.

In welchen Branchen sehen Sie besonderen Handlungsbedarf?

Ich sehe überall Handlungsbedarf. Wir haben einen viel zu geringen Anteil von Frauen in Führungspositionen - und zwar quer durch die Privatwirtschaft; deutlich niedriger als in vergleichbaren Ländern. In anderen Ländern, auch außerhalb der EU, sagen die Betriebe: Für uns sind die Frauen von erheblicher Bedeutung für den Erfolg des Betriebes. Frauen haben andere Fähigkeiten - ob die angeboren, angelernt oder anerzogen sind, ist mir egal. Aber die Fähigkeiten von Frauen zu vernetztem Denken und zur Teamarbeit - das sind moderne Führungselemente. Es gibt sogar Untersuchungen, die zeigen, dass Unternehmen mit einer Frau an der Spitze erfolgreicher sind als mit Männern.

Die Frau, das bessere Wesen?

Ich will jetzt nicht übertreiben. Aber ich glaube, dass vernünftige Ergebnisse erzielt werden, wenn die Fähigkeiten von allen Menschen zum Tragen kommen - egal ob in der Politik, in der Wirtschaft oder im Ehrenamt.

Der Zukunftsforscher Matthias Horx sagt, die Frauen seien der "Megatrend des Jahrhunderts", und die Zukunft gehöre den Frauen. Sehen Sie das ebenso?

Freilich. Das muss Männern aber keine Angst machen. Wenn Frauen nicht nur mehr Rechte haben und verwirklichen, übernehmen sie auch Pflichten. Darin liegt eine Chance für die Männer. Sie können ihr Spektrum erweitern und müssen ihre Selbstbestätigung und ihren Erfolg nicht nur aus dem Beruf ableiten. Sie haben die Möglichkeit, sich mehr um ihre Kinder zu kümmern und das Leben in seiner Breite zu erfahren. Dass Männer ihr Lebensgefühl viel zur stark aus dem Beruf beziehen, zeigt sich zum Beispiel bei der Arbeitslosigkeit. Studien zeigen, dass Männer darunter noch viel stärker leiden als Frauen: Männer fühlen sich unnütz, wenn sie arbeitslos sind - Frauen fühlen sich nie unnütz.

(Rheinische Post vom 7.12.2002)

http://www.rheinische-post.de

Re: Interview mit Bundes-Frauenministerin Schmidt

Manfred, Sunday, 08.12.2002, 13:59 (vor 8458 Tagen) @ Oberkellner

Als Antwort auf: Interview mit Bundes-Frauenministerin Schmidt von Oberkellner am 08. Dezember 2002 10:31:54:

Ich lehne eine Gleichstellung von Frauen aus Gründen der Logik ohnehin mittlerweile rundrum ab! Solange die einseitige Männerwehrpflicht (nebst sonstiger Zwangsdienste) damit begründet wird, daß Frauen soviele andere Nachteile zu tragen hätten, sage ich nur "nix da". mal abgesehen davon, daß ich diese Nachteile nicht zu erkennen vermag ist die chronologische Reihenfolge falsch!

Ich sage, solange ein männlicher Bürger dieses Landes nur aufgrund seines Geschlechtes Nachteile (oben besagte Sklavendienste) vorsätzlich von der Gesellschaft aufgebürdet bekommt, hat er nicht den Deut einer Veranlassung darüber nachzudenken wie er dafür zum Dank den Rest seines Lebens Frauen in den Hintern kriechen soll. Im Gegenteil, er hat allen Anlaß dazu nachzudenken, wie er für sich(!) diesen Nachteil ausgleicht und er hat (mindestens) meine volle moralische Unterstützung dazu.
So wird ein Schuh draus und nicht anders!
Gruß,
Manfred

Re: Interview mit Bundes-Frauenministerin Schmidt

Jörg, Sunday, 08.12.2002, 14:29 (vor 8458 Tagen) @ Oberkellner

Als Antwort auf: Interview mit Bundes-Frauenministerin Schmidt von Oberkellner am 08. Dezember 2002 10:31:54:

Das ganze Bundesfrauenministerium ist vom Feminismus durchseucht.

Frauenministerinnen kommen, Frauenministerinnen gehen, aber die Politik
bleibt bis auf marginale Unterschiede dieselbe.

Es geht letztlich nur darum, Rechte und Privilegien der Frauenwelt noch
weiter auszubauen als ohnehin schon.

Solange es engagierte Männer nicht geregelt bekommen, zumindest eine
paritätische Geschlechtervertretung zu installieren und sich der Rest der
Männerwelt weiterhin im Tiefschlaf befindet und den feministischen
Stumpfsinn womöglich sogar noch fördert, ziehen Feministinnen ihre
Daumenschrauben munter weiter an.

Für mich ist sowas wie z. B. eine Frauenquote mittlerweile schlichtweg
eine Form von struktureller Gewalt. Richtig wäre es, Positionen
ausschließlich nach Qualifikation zu besetzen und nicht nach dem
Geschlecht.

Sollten wir auch mal eine Männerquote fordern als Ausgleich dafür, daß
viele Frauen vielleicht nur deshalb eingestellt wurden, weil sie beim
Vorstellungsgespräch besonders gut mit den Hüften wackeln konnten? ;-)

Gruß, Jörg

Re: Interview mit Bundes-Frauenministerin Schmidt

Ferdi, Sunday, 08.12.2002, 15:44 (vor 8458 Tagen) @ Oberkellner

Als Antwort auf: Interview mit Bundes-Frauenministerin Schmidt von Oberkellner am 08. Dezember 2002 10:31:54:

Hallo, einen schönen Sonntag!

Die Frage der sexuellen Diskriminierung haben wir bereits geklärt. Wenn jemand seinen Mitarbeiterinnen an die Blusen geht, dann kriegt der vom Gesetzgeber was auf die Finger - und zwar zu Recht.

Einverstanden, gilt auch andersrum, denn das gibt´s auch!

Mittelbare Diskriminierung bedeutet: Wenn zum Beispiel dauernd irgendwelche blöden Witze gemacht werden und sich jemand in seiner Würde beeinträchtigt fühlt, dann muss das nach der EU-Richtlinie auch geahndet werden.

Da habe ich erhebliche Bedenken. Wenn etwas geahndet werden muss, dann muss der Tatbestand genauestens definiert werden! Wenn auf einer Autobahn eine Geschwindigkeitsbegrenzung angeordnet wird, dann steht da ja auch nicht, dass die Geschwindigkeitsübertretung "gefühlt" wird und dass aufgrund dessen bestraft wird, sondern da steht "100km/h"! Ausserdem: wenn das durchkäme, dann könnten die TV-Privatsender gut und gerne mindestens 80% ihrer blöden Werbespots in die Tonne stampfen. Schade drum wär`s nicht. Ausserdem ist diese Gummibestimmung sehr leicht geeignet, das Grundrecht der freien Meinungsäusserung auszuhebeln, denn dann könnte theoretisch jede Kritik an weiblichem Verhalten als "blöder Witz" gefühlt werden. Ein erster Schritt in Richtung Meinungsdiktatur.

Und der Unternehmer muss jährlich einmal über seine Bemühungen zur Gleichstellung im Betrieb berichten.

Nein! Protest! Die Unternehmer haben wichtigeres zu tun als Papier mit sinnlosen Texten vollzuschreiben, die ohnehin niemand liest. Die müssen jetzt schon genug Statistik und Information kostenlos für den Staat aufbereiten, ohne einen Pfennig Gegenleistung zu bekommen. Da soll nur wieder ein neuer bürokratischer Wasserkopf gezüchtet werden.

Der Zukunftsforscher Matthias Horx sagt, die Frauen seien der "Megatrend des Jahrhunderts", und die Zukunft gehöre den Frauen. Sehen Sie das ebenso?
[quote]Freilich. Das muss Männern aber keine Angst machen.
[/quote]

Macht es aber. Und führt zur Entwicklung und Perfektion von Abwehrstrategien, die den Frauen erst später in ihrer Auswirkung mal so richtig bewusst werden. Vielleicht sollte man wirklich schon jetzt Aktien von Vibratorfabriken kaufen, die könnten eine wahnsinnige Hausse erleben.

Wenn Frauen nicht nur mehr Rechte haben und verwirklichen, übernehmen sie auch Pflichten.

Also man merkt`s: Die Karnevalszeit steht unmittelbar bevor. Schön, dass man sich im karnevalsprüden Berlin auch schon mit zündenden Büttenreden beschäftigt. Was ist mit der Männerwehrpflicht? Eine Rakete für die Ministerin: Kommando eins: *klatsch*, Kommando zwei *händeaufdentischklopf* Kommando drei *pfeifundfüssetrampel* Selten so gelacht! Wirklich!

Meine Sonntagslaune ist auf dem Höhepunkt!

Ich wünsche euch weiterhin viel Spass mit ministerinniellen Büttenreden!;-))))

Gruss,
Ferdi

Re: Interview mit Bundes-Frauenministerin Schmidt

Jörg, Sunday, 08.12.2002, 17:45 (vor 8458 Tagen) @ Ferdi

Als Antwort auf: Re: Interview mit Bundes-Frauenministerin Schmidt von Ferdi am 08. Dezember 2002 13:44:29:

Hallo Ferdi,

ich wünsche ebenfalls einen schönen Sonntag.

Die Frage der sexuellen Diskriminierung haben wir bereits geklärt. Wenn jemand seinen Mitarbeiterinnen an die Blusen geht, dann kriegt der vom Gesetzgeber was auf die Finger - und zwar zu Recht.

Einverstanden, gilt auch andersrum, denn das gibt´s auch![/i]

Und ich dachte immer, eine von Frauen ausgeübte sexuelle Belästigung sei eine "Wohltat" für den betreffenden Mann (ähnlich wie beim Sextourismus, der nur dann als schäbig verurteilt wird, wenn ein Mann zum Poppen in ferne Länder reist)?

Das Problem an der ganzen Sache fängt schon damit an, daß die Öffentlichkeit einseitig sensibilisiert wird.

Mittelbare Diskriminierung bedeutet: Wenn zum Beispiel dauernd irgendwelche blöden Witze gemacht werden und sich jemand in seiner Würde beeinträchtigt fühlt, dann muss das nach der EU-Richtlinie auch geahndet werden.

Da habe ich erhebliche Bedenken. Wenn etwas geahndet werden muss, dann muss der Tatbestand genauestens definiert werden! Wenn auf einer Autobahn eine Geschwindigkeitsbegrenzung angeordnet wird, dann steht da ja auch nicht, dass die Geschwindigkeitsübertretung "gefühlt" wird und dass aufgrund dessen bestraft wird, sondern da steht "100km/h"! Ausserdem: wenn das durchkäme, dann könnten die TV-Privatsender gut und gerne mindestens 80% ihrer blöden Werbespots in die Tonne stampfen. Schade drum wär`s nicht. Ausserdem ist diese Gummibestimmung sehr leicht geeignet, das Grundrecht der freien Meinungsäusserung auszuhebeln, denn dann könnte theoretisch jede Kritik an weiblichem Verhalten als "blöder Witz" gefühlt werden. Ein erster Schritt in Richtung Meinungsdiktatur. [/i]

Aber Ferdi, wir wissen doch alle: Diskriminierung ist dann gegeben, wenn eine Frau sich diskriminiert fühlt. Das bedarf dann doch nicht mehr solch profaner Dinge wie "Beweisen". Wo kämen wir denn hin wenn wir die Diskriminierung gar noch hieb- und stichfest belegen müßten? ;-))

Und der Unternehmer muss jährlich einmal über seine Bemühungen zur Gleichstellung im Betrieb berichten.
Nein! Protest! Die Unternehmer haben wichtigeres zu tun als Papier mit sinnlosen Texten vollzuschreiben, die ohnehin niemand liest. Die müssen jetzt schon genug Statistik und Information kostenlos für den Staat aufbereiten, ohne einen Pfennig Gegenleistung zu bekommen. Da soll nur wieder ein neuer bürokratischer Wasserkopf gezüchtet werden.

Vor allem haben die Unternehmer sicherlich besseres zu tun, als zu Steigbügelhaltern des Feminismus zu avancieren.

Der Zukunftsforscher Matthias Horx sagt, die Frauen seien der "Megatrend des Jahrhunderts", und die Zukunft gehöre den Frauen. Sehen Sie das ebenso?

Freilich. Das muss Männern aber keine Angst machen.

Macht es aber. Und führt zur Entwicklung und Perfektion von Abwehrstrategien, die den Frauen erst später in ihrer Auswirkung mal so richtig bewusst werden.[/i]

Es geht nicht nur um Abwehrstrategien.

Ich möchte mal behaupten: Je stärker die Männer von den Feministinnen und ihren Helfershelfern in die Defensive gedrängt werden, desto stärker wird irgendwann einmal die Gegenreaktion ausfallen.

Vielleicht sollte man wirklich schon jetzt Aktien von Vibratorfabriken kaufen, die könnten eine wahnsinnige Hausse erleben.

Das könnte man meinen. Es ist jedoch so, daß in der BRD bei den Männern im heiratsfähigen Altern ein nicht unbeträchtlicher Männerüberschuß herrscht. Frauen bekommen also nicht nur immer mehr Rechte, sondern können im Endeffekt auch noch jederzeit unter mehreren Bewerbern ihren Beschäler selektieren.

Wenn Frauen nicht nur mehr Rechte haben und verwirklichen, übernehmen sie auch Pflichten.

Also man merkt`s: Die Karnevalszeit steht unmittelbar bevor. Schön, dass man sich im karnevalsprüden Berlin auch schon mit zündenden Büttenreden beschäftigt. Was ist mit der Männerwehrpflicht? Eine Rakete für die Ministerin: Kommando eins: *klatsch*, Kommando zwei *händeaufdentischklopf* Kommando drei *pfeifundfüssetrampel* Selten so gelacht! Wirklich!
Meine Sonntagslaune ist auf dem Höhepunkt![/i]

Auch von meiner Seite aus ein freudiges "Helau!" nach Berlin zu der Äußerung über das Thema Pflichtenübernahme.

Ich wünsche euch weiterhin viel Spass mit ministerinniellen Büttenreden!;-))))

Danke sehr. Ich könnte mir vorstellen, daß da noch so manche Büttenrede nachkommt. ;-))

Gruß, Jörg

Re: Interview mit Bundes-Frauenministerin Schmidt

Collantix, Sunday, 08.12.2002, 22:00 (vor 8458 Tagen) @ Oberkellner

Als Antwort auf: Interview mit Bundes-Frauenministerin Schmidt von Oberkellner am 08. Dezember 2002 10:31:54:

Hallo zusammen,

dann werde ich mich hier auch einmal äußern, nachdem ich das Forum seit längerer Zeit als Zaungast verfolge.

Der Betriebsrat hat nun auch die konkrete Aufgabe, für die Gleichstellung zu sorgen. Und der Unternehmer muss jährlich einmal über seine Bemühungen zur Gleichstellung im Betrieb berichten.
Wenn in die Integration von Menschen mit Behinderung auch solche Mühen aufgewandt würden, würde ich dagegen nicht einmal etwas sagen.
Und wer schon öfter Berichte geschrieben hat, weiß auch, daß man nichts getan haben kann und das dennoch wunderbar ausschmücken kann...

Es gibt sogar Untersuchungen, die zeigen, dass Unternehmen mit einer Frau an der Spitze erfolgreicher sind als mit Männern.
Aha...

Der Zukunftsforscher Matthias Horx sagt, die Frauen seien der "Megatrend des Jahrhunderts"
Ich ziehe es vor, nicht jedem Trend hinterherzulaufen... Ich wußte auch gar nicht, daß Frauen Gegenstände sind...

Sie haben die Möglichkeit, sich mehr um ihre Kinder zu kümmern und das Leben in seiner Breite zu erfahren.
Dann sollten Firmen auch dafür sorgen, daß Männer, die die Elternzeit nehmen wollen, nicht schräg angeschaut werden!

Gruß

Collantix

Re: Interview mit Bundes-Frauenministerin Schmidt

Jolanda, Monday, 09.12.2002, 01:50 (vor 8458 Tagen) @ Collantix

Als Antwort auf: Re: Interview mit Bundes-Frauenministerin Schmidt von Collantix am 08. Dezember 2002 20:00:12:

Dann sollten Firmen auch dafür sorgen, daß Männer, die die Elternzeit nehmen wollen, nicht schräg angeschaut werden!

---Zustimmung :-)

Ein lieber Gruss
Jolanda

Re: Interview mit Bundes-Frauenministerin Schmidt

Joachim, Monday, 09.12.2002, 03:36 (vor 8458 Tagen) @ Collantix

Als Antwort auf: Re: Interview mit Bundes-Frauenministerin Schmidt von Collantix am 08. Dezember 2002 20:00:12:

Hallo,

Dann sollten Firmen auch dafür sorgen, daß Männer, die die Elternzeit nehmen wollen, nicht schräg angeschaut werden!

Ein Arbeitskollege hatte sich um eine neue Stelle beworben und hätte sie auch bekommen, aber weil er Elternzeit haben wollte so hat man ihn dann doch nicht eingestellt. Es gibt aber auch Mütter die absolut dagegen sind wenn sich der Vater eine Elternzeit nehmen will, nach der Scheidung/Partnertrennung heisst es eben dann "Der Vater hat sich nicht ums Kind gekümmert"

Gruß
Joachim

Re: Interview mit Bundes-Frauenministerin Schmidt

Jolanda, Monday, 09.12.2002, 11:16 (vor 8458 Tagen) @ Joachim

Als Antwort auf: Re: Interview mit Bundes-Frauenministerin Schmidt von Joachim am 09. Dezember 2002 01:36:06:

Hallo Jochen

Es gibt aber auch Mütter die absolut dagegen sind wenn sich der Vater eine Elternzeit nehmen will, nach der Scheidung/Partnertrennung heisst es eben dann "Der Vater hat sich nicht ums Kind gekümmert"

---Kann sein Jochen, aber das sollte kein Grund sein für einen Mann, diesem Drängen nachzugeben. Hier müsst ihr ansetzen, wenn ihr was verändern wollt. Ihr müsst euch dann eben bei der Partnerin durchsetzen, sich zur Wehr setzen fängt für mich genau an diesem Punkt an :-)

Also das ist für mich kein Argument, das ich so akzeptieren würde :-)

Es grüsst dich
Jolanda

Re: Interview mit Bundes-Frauenministerin Schmidt

Collantix, Tuesday, 10.12.2002, 21:13 (vor 8456 Tagen) @ Joachim

Als Antwort auf: Re: Interview mit Bundes-Frauenministerin Schmidt von Joachim am 09. Dezember 2002 01:36:06:

Hallo Joachim,

Es gibt aber auch Mütter die absolut dagegen sind wenn sich der Vater eine Elternzeit nehmen will, nach der Scheidung/Partnertrennung heisst es eben dann "Der Vater hat sich nicht ums Kind gekümmert"
Bezweifle ich in keiner Weise. Allerdings sollte ich das vor der Geburt eines Kindes mit meiner Partnerin abklären...

Gruß

Collantix

Gleichstellung

Doc, Monday, 09.12.2002, 16:04 (vor 8457 Tagen) @ Oberkellner

Als Antwort auf: Interview mit Bundes-Frauenministerin Schmidt von Oberkellner am 08. Dezember 2002 10:31:54:

Ich denke, eine echte Gleichbehandlung kann nur dann stattfinden, wenn man bei einer Person gar nicht weiß, welches Geschlecht sie hat.

Dieses komische Quoten-Gesetz könnte der angeschlagenen deutschen Wirtschaft den Rest geben, wenn es wirklich eingeführt wird.

Doc

Re: Gleichstellung

Jolanda, Monday, 09.12.2002, 17:14 (vor 8457 Tagen) @ Doc

Als Antwort auf: Gleichstellung von Doc am 09. Dezember 2002 14:04:35:

Ich denke, eine echte Gleichbehandlung kann nur dann stattfinden, wenn man bei einer Person gar nicht weiß, welches Geschlecht sie hat.

---Es würde es unheimlich erleichtern...richtig...:-)

Gruss
Jolanda

Re: Gleichstellung

Doc, Monday, 09.12.2002, 17:52 (vor 8457 Tagen) @ Jolanda

Als Antwort auf: Re: Gleichstellung von Jolanda am 09. Dezember 2002 15:14:43:

Das Problem bei diesen einfachen und logischen Lösungen ist dann immer die Umsetzbarkeit in der Praxis.

Doc

Re: Gleichstellung

Jolanda, Monday, 09.12.2002, 18:13 (vor 8457 Tagen) @ Doc

Als Antwort auf: Re: Gleichstellung von Doc am 09. Dezember 2002 15:52:09:

Das Problem bei diesen einfachen und logischen Lösungen ist dann immer die Umsetzbarkeit in der Praxis.

---Wem sagst du das, ich weiss!

Gruss
Jolanda

Re: Gleichstellung

Collantix, Tuesday, 10.12.2002, 21:16 (vor 8456 Tagen) @ Doc

Als Antwort auf: Gleichstellung von Doc am 09. Dezember 2002 14:04:35:

Hallo Doc,

das sehe ich ähnlich.
Andersrum kann es doch für eine qualifizierte Person das non plus ultra sein, als "quoten-..." tituliert zu werden.

Gruß

Collantix

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