Kleiner Erfolg
- kein Text -
Mail von AI an mich:
- kein Text -
Daraufhin noch ein Mail von mir an AI:
Als Antwort auf: Mail von AI an mich: von Karl am 05. November 2002 10:43:11:
Sehr geehrter Herr Bartelt,
danke für Ihre Antwort.
Daß "Frauen und Kinder" von AI gesondert exponiert herausgestellt werden, und daß
"geschlechtsspezifische Menschenrechtsverletzungen" gegenüber Frauen spezifisch hervorgehoben werden, erfordert wirklich eine Ergänzung, auch wenn Sie das im ersten Augenblick nicht verstehen. Ich weiß, daß Sie es "gut" meinen, und daß Ihnen das im ersten Moment schwer verständlich erscheint, ich hoffe jedoch, Sie mit den folgenden Erläuterungen darüber informieren zu können, worum es uns geht.
Es fehlt die Ergänzung, daß es "geschlechtsspezifische Menschenrechtsverletzungen" gegenüber MÄNNERN gibt, die erstaunlicherweise jedoch im AI-Text NICHT gesondert hervorgehoben werden, wie es mit den Menschenrechtsverletzungen gegenüber "Frauen und Kindern" (ist das eigentlich EINE Kategorie oder sind es ZWEI?) geschieht. Die schlimmste "geschlechtsspezifische Menschenrechtsverletzung", die es überhaupt gibt, ist nämlich die Wehrpflicht, der bekanntlich NUR Männer und keine Frauen und noch weniger Kinder unterliegen. Im Krieg als zwangsrekrutiertes Kanonenfutter verheizt, verstümmelt und ermordet zu werden, wiegt schwerer als jede Vergewaltigung, obwohl auch die natürlich auf keinen Fall verharmlost werden darf.
Es kommt mir also nicht etwa darauf an, Menschenrechtsverletzungen gegenüber "Frauen und Kindern"
zurückzuschieben, es drängt sich mir jedoch der Eindruck auf, daß die spezifischen Menschenrechtsverletzungen gegen Männer im AI-Text hintenangestellt werden.
Die "Schwere" der Menschenrechtsverletzung wird nicht adäquat gewürdigt, wenn Vergewaltigungen von Frauen erwähnt, jedoch der Terror gegen Männer durch die Wehrpflicht nicht gesondert hervorgehoben wird.
Ihr lobenswertes Engagement, auf die Einrichtung eines "Zivildienstes" in Rußland hinzuwirken, erfordert ebenfalls eine Ergänzung. Nämlich die, daß die Einrichtung eines "Zivildienstes" NUR für Männer, jedoch nicht für Frauen gelten soll. Auch ein ziviler, sogenannter "Ersatzdienst" ist strafbewährte Zwangsarbeit und richtet sich nur gegen MÄNNER, ist demnach ebenfalls eine geschlechtsspezifische Menschenrechtsverletzung.
Eine Menschenrechtsorganisation wie AI sollte sich vor einseitiger modischer Parteinahme für EIN Geschlecht, in diesem Fall das weibliche, hüten. Die Menschenrechte gelten für alle Menschen, sind unteilbar, gelten nicht nur für EIN Geschlecht, sondern für beide Geschlechter.
In der Hoffnung, daß Sie sich dies einmal durch den Kopf gehen lassen:
hochachtungsvoll
Karl
Re: Kleiner Erfolg
Als Antwort auf: Kleiner Erfolg von Odin am 05. November 2002 10:33:52:
Ich habe bislang noch keine Antwort auf meine mail bekommen. Bin mal gespannt. Aber was zum Teufel sind denn "sexuelle Minderheiten"?
Gruß
Stefan
Re: Mail von AI an mich:
Als Antwort auf: Mail von AI an mich: von Karl am 05. November 2002 10:43:11:
Hi Karl,
tut mir leid, dass du so unfreundlich behandelt worden bist.
Vermutlich ist das Thema Männerrechte einfach zu neu für Herrn Bartelt, womöglich fühlt er sich auch zu scharf angegriffen. Ai ist aus den westlichen Gesellschaften inzwischen auch wenig Kritik gewohnt, weil für uns eigentlich alle klar ist, dass die zu "den Guten" gehören.
Ich bin selber ein Unterstützer von amnesty und habe denen insofern ein besonders freundliches, quasi "kollegiales" Mail geschrieben, in dem ich auch auf Gendercide.org hingewiesen habe, eine andere Menschenrechtorganisation, die aber speziell die Tabuisierung von Menschenrechtsverletzungen gegen Männer beklagt. Ich bin jetzt mal gespannt, ob ich auch so eine patzige Antwort bekomme.
Herzlicher Gruß
Arne
Re: Mail von AI an mich:
Als Antwort auf: Re: Mail von AI an mich: von Arne Hoffmann am 05. November 2002 17:12:15:
Hallo Arne,
meine Erfahrungen mit Amnesty waren leider nicht so gut, allerdings habe ich nur einen kleinen Ausschnitt davon mitbekommen. Vor zehn Jahren hab´ ich eine Zeit lang in einer ai-Ortsgruppe gearbeitet, allerdings nur ein paar Monate - aus verschiedenen Gründen. Aus meiner heutigen Sicht ist eines bemerkenswert: die Leute, mit denen ich damals zusammen gearbeitet habe, waren fast nur Frauen - Medizinstudentinnen, sehr stark feministisch angehaucht. Damals habe ich mir nichts dabei gedacht, heute ist mir einiges klarer geworden.
Gruß
Stefan
Vor dem lauten, gemeinsamen Schreien steht die ruhige Arbeit.
Als Antwort auf: Re: Mail von AI an mich: von Arne Hoffmann am 05. November 2002 17:12:15:
Hallo Arne,
tut mir leid, dass du so unfreundlich behandelt worden bist.
Werd´s überleben
Vermutlich ist das Thema Männerrechte einfach zu neu für Herrn Bartelt, womöglich fühlt er sich auch zu scharf angegriffen. Ai ist aus den westlichen Gesellschaften inzwischen auch wenig Kritik gewohnt, weil für uns eigentlich alle klar ist, dass die zu "den Guten" gehören.
Deshalb, weil das so ist, müssen wir uns um unbedingte Sachlichkeit bemühen.
Aber irgendwann sollten wir auch mal schreien. Alle zusammen. Und zwar so laut, daß wir nicht mehr überhört werden können. Auf diesen gemeinsamen, unüberhörbaren Schrei sollten wir hinarbeiten. Diese Hinarbeiten muß jedoch ruhig und vernünftig sein, um möglichst viele zu gewinnen, die dann mitschreien.
Ich bin selber ein Unterstützer von amnesty und habe denen insofern ein besonders freundliches, quasi "kollegiales" Mail geschrieben, in dem ich auch auf Gendercide.org hingewiesen habe, eine andere Menschenrechtorganisation, die aber speziell die Tabuisierung von Menschenrechtsverletzungen gegen Männer beklagt. Ich bin jetzt mal gespannt, ob ich auch so eine patzige Antwort bekomme.
Bravo !
Gruß
Karl
Re: Vor dem lauten, gemeinsamen Schreien steht die ruhige Arbeit.
Als Antwort auf: Vor dem lauten, gemeinsamen Schreien steht die ruhige Arbeit. von Karl am 06. November 2002 08:55:38:
Ich finde Schreien doof.
Leute, die schreien, gehören meiner Meinung nach auf den Marktplatz,
aber nicht in die Politik.
Jörg
Re: Vor dem lauten, gemeinsamen Schreien steht die ruhige Arbeit.
Als Antwort auf: Re: Vor dem lauten, gemeinsamen Schreien steht die ruhige Arbeit. von Jörg am 06. November 2002 17:35:41:
Ich finde Schreien doof.
Leute, die schreien, gehören meiner Meinung nach auf den Marktplatz,
aber nicht in die Politik.
Jörg
Seit wann gibt es einen Unterschied zwischen Marktplatz und Politik? 
Gruß
Stefan