Renate Schmidt und die Wehrpflicht: "Gesinnungs- und Verantwortungs-Ethik"
Karl, Monday, 04.11.2002, 14:18 (vor 8492 Tagen)
- kein Text -
Re: Renate Schmidt und die Wehrpflicht: "Gesinnungs- und Verantwortungs-Ethik"
pit b., Monday, 04.11.2002, 16:04 (vor 8492 Tagen) @ Karl
Als Antwort auf: Renate Schmidt und die Wehrpflicht: "Gesinnungs- und Verantwortungs-Ethik" von Karl am 04. November 2002 12:18:48:
Ich liebe das Thema.
Es ist interessant wie einfach Unrecht als Recht hingesatllt werden kann und es dann nooch leute gibt die dass glauben.
Re: Renate Schmidt und die Wehrpflicht: "Gesinnungs- und Verantwortungs-Ethik"
Ferdi, Monday, 04.11.2002, 16:43 (vor 8492 Tagen) @ Karl
Als Antwort auf: Renate Schmidt und die Wehrpflicht: "Gesinnungs- und Verantwortungs-Ethik" von Karl am 04. November 2002 12:18:48:
Hallo Karl,
Der Witz ist, daß die SPD in sich völlig gespalten ist:
[quote]Die Abschaffung der Wehrpflicht wird von der MÄNNLICHEN Betonfraktion blockiert, während viele andere, vor allem prominente SPD-Frauen wie R.Schmidt gegen die Wehrpflicht polemisiert, und sogar als Vorsitzende der Zentralstelle KDV Aktionen gegen die Wehrpflicht initiiert hatte.[/quote]
Das ist ja gerade der Irrsinn, den ich auch nicht nachvollziehen kann und auf den die Frauen immer und immer wieder mit Recht hinweisen. Versuch einer Erklärung dieses Phänomens: Die Betonköpfe in der SPD haben alle ihren Wehrdienst geleistet und sagen sich: "Wenn wir das machen mussten, dann sollen die jungen Leute, die nachrücken, das auch". Die andere Erklärung: Solche Männer betrachten den Wehrdienst als "Männlichkeitsritual", das ihnen eine Fassade des "echten Mannseins" aufbaut. Wer sowas braucht hat IMHO zuwenig Selbstwertgefühl. Ehrlich gesagt, eine andere plausible Erklärung für dieses Phänomen habe ich nicht.
Gruss,
Ferdi
Unsere Hauptfeinde sind männlichen Geschlechts.
Karl, Monday, 04.11.2002, 18:35 (vor 8492 Tagen) @ Ferdi
Als Antwort auf: Re: Renate Schmidt und die Wehrpflicht: "Gesinnungs- und Verantwortungs-Ethik" von Ferdi am 04. November 2002 14:43:04:
Das ist ja gerade der Irrsinn, den ich auch nicht nachvollziehen kann und auf den die Frauen immer und immer wieder mit Recht hinweisen.
Genau, Ferdi: Auf den sie "mit Recht hinweisen".
Wenn sie einmal, was selten genug vorkommt, etwas richtiges sagen, wird es ja nicht automatisch dadurch falsch, daß es Frauen waren, die es gesagt haben. :-;
So schmerzhaft es für uns ist, wir müssen, darum kommen wir nicht herum, die bittere, grausame Wahrheit anzuerkennen: Es sind Männer, die an der Unterdrückung von Männern verantwortlich sind, sogar eher Männer als Frauen. Es ist verrückt, aber genauso ist es. Am Beispiel der Wehrpflicht können wir das ganz genau beobachten, deshalb ist es ein Lieblingsthema von mir, weil es so offensichtlich exemplarisch ist.
Wollen wir die Männerfeindlichkeit dieser Gesellschaft bekämpfen, und ich empfinde sie sehr stark, dann müssen wir den Feind da orten, wo er steht: Es sind außer den Extrem-Feministinnen vor allem eine bestimmte Art von Männern, die andere Männer in die Pfanne hauen. Genauso wie der Feminismus sich in erster Linie mit traditionellen Frauen auseinandersetzen mußte, müssen wir männerfeindliche Männer angreifen. Das ist der Hauptfeind, da bin ich ganz sicher.
Es ist eine unglaubliche, bittere Wahrheit, die sehr schmerzt. Sie hat den Geschmack von "Verrat", und Verrat ist etwas, was Männern so unsymphatisch ist, den sie als so schäbig und dreckig empfinden, daß sie ihn gar nicht wahrhaben wollen.
Wenn wir aber die bittere Wahrheit nicht anerkennen, weil wir diesen unglaublichen Verrat von Männern an ihren eigenen Geschlechtsgenossen nicht wahrhaben wollen, werden wir ewig gegen Windmühlenflügel kämpfen.
Versuch einer Erklärung dieses Phänomens: Die Betonköpfe in der SPD haben alle ihren Wehrdienst geleistet und sagen sich: "Wenn wir das machen mussten, dann sollen die jungen Leute, die nachrücken, das auch".
Noch irrer: Viele der heutigen männlichen SPD-Führung haben sich um den Wehrdienst herumgetrickst!
Die andere Erklärung: Solche Männer betrachten den Wehrdienst als "Männlichkeitsritual", das ihnen eine Fassade des "echten Mannseins" aufbaut.
Ja, das glaube ich auch. Es ist die alte Falle, in die wir Männer uns immer wieder selbst hineinbugsieren. Wir sind einfach blöd, total bescheuert, daß wir auf so einen Scheiß hereinfallen. Um ein bischen Anerkennung zu bekommen. Völliger Blödsinn, wir lassen uns völlig verarschen und sind auch noch stolz darauf.
An uns selbst liegt es.
Das müssen wir uns immer wieder in den Kopf reindrücken.
Wir können "nein" sagen, wir brauchen den ganzen männerfeindlichen Scheiß nicht mitzumachen. Dazu gehört Mut und Selbstbewußtsein.
Wer sowas braucht hat IMHO zuwenig Selbstwertgefühl. Ehrlich gesagt, eine andere plausible Erklärung für dieses Phänomen habe ich nicht.
Genau so sehe ich es auch. Aber woher kommt dieses unser mangelndes Selbstwertgefühl ? Und was machen wir dagegen ?
Gruss,
Karl
Re: Unsere Hauptfeinde sind männlichen Geschlechts. NEIN!
Joachim, Monday, 04.11.2002, 19:24 (vor 8492 Tagen) @ Karl
Als Antwort auf: Unsere Hauptfeinde sind männlichen Geschlechts. von Karl am 04. November 2002 16:35:09:
Das Bundesverfassungsgericht mit Vorsitz einer Frau Jutta Limbach hätte vor kurzem die einseitige MännerWehrpflicht für verfassungswidrig erklären können, also haben nicht nur Männer sondern auch Frauen an den Fortbestand der einseitigen menschenverachtenden MännerWehrpflicht mitgewirkt!
Es ist eine bittere Wahrheit. Aber eine notwendige Wahrheit.
Karl, Tuesday, 05.11.2002, 16:28 (vor 8491 Tagen) @ Joachim
Als Antwort auf: Re: Unsere Hauptfeinde sind männlichen Geschlechts. NEIN! von Joachim am 04. November 2002 17:24:16:
Das Bundesverfassungsgericht mit Vorsitz einer Frau Jutta Limbach hätte vor kurzem die einseitige MännerWehrpflicht für verfassungswidrig erklären können, also haben nicht nur Männer sondern auch Frauen an den Fortbestand der einseitigen menschenverachtenden MännerWehrpflicht mitgewirkt!
Richtig, Joachim.
Aber: Neben der Quotenfrau J.Limbach saßen mehrere Männer, der Entscheid des BVerfG erfolgt per Mehrheit und da haben die Männer in den roten Roben sogar die Mehrheit. Der Mehrheitsbeschluß ist nur durch die Männer zustande gekommen. Das ist die traurige, bittere Wahrheit.
Das müssen wir ganz klar sehen.
Wir dürfen es uns nicht einfach machen und sagen: "schuld an der Männerfeindlichkeit sind die Frauen". Wenn wir das tun, kämpfen wir einen Kampf gegen Windmühlenflügel.
Denn es sind Männer, die an den Schalthebeln sitzen und andere Männer unterdrücken.
Männerfeindlichkeit ist also auch männlich, nicht unbedingt weiblich.
Es ist eine Bewußtseinsfrage.
Das ist die bittere, unbequeme Wahrheit. Wir müssen sie aber anerkennen, auch wenn sie noch so schmerzlich ist.
Grüße
Karl
Re: Unsere Hauptfeinde sind männlichen Geschlechts.
Sam, Monday, 04.11.2002, 20:31 (vor 8492 Tagen) @ Karl
Als Antwort auf: Unsere Hauptfeinde sind männlichen Geschlechts. von Karl am 04. November 2002 16:35:09:
Hallo Karl!
Es sind außer den Extrem-Feministinnen vor allem eine bestimmte Art von Männern, die andere Männer in die Pfanne hauen.
Das ist auf jeden Fall so. Und ich habe mir auch schon oft die Frage gestellt, was diese Männer wohl antreibt. Wahrscheinlich sind die Gründe - wie meistens - vielfältig, aber ich könnte mir vorstellen, es ist zum Teil schlicht der Wunsch nach Abgrenzung.
Sie haben sich eben auf ihre Weise arrangiert. Haben sich eine Nische gesucht in einer Gesellschaft, die ihnen täglich erklärt, dass Männer böse sind - böse und schuldig. Sie selbst sind nun mal auch Männer, sie wollen aber nicht böse sein, also müssen sie sich abgrenzen. Und das gelingt am einfachsten, indem sie die Bösen bekämpfen. Denn dann gehören sie ja offenbar nicht mehr dazu. Ein einzelner Mann kann durch männerfeindliches Handeln leicht Punkte sammeln, sozusagen auf Kosten der Männer im allgemeinen, also letztlich auch seine eigenen. Ob und inwiefern dieses Handeln überhaupt gerechtfertigt ist, spielt dann wohl erst einmal eine untergeordnete Rolle.
Grüße
Sam
Re: Unsere Hauptfeinde sind männlichen Geschlechts.
Jolanda, Monday, 04.11.2002, 22:52 (vor 8492 Tagen) @ Sam
Als Antwort auf: Re: Unsere Hauptfeinde sind männlichen Geschlechts. von Sam am 04. November 2002 18:31:22:
Hallo Sam
Hallo alle zusammen
Ein interessanter Aspekt und eigentlich sehr naheliegend. Was sagen denn die anderen Männer dazu, empfindet ihr das so oder seht ihr das ganz anders?
Warum arbeiten Männer gegen Männer, machen sich lustig über sie und werten sie immerzu ab?
Was bewegt sie dazu, mir erscheint der Gedanke von Sam schon nachvollziehbar.
Männer sind böse und schlecht.
Ich will aber nicht böse und schlecht sein.
Also grenze ich mich ab.
Indem ich andere Männer bekämpfe, die schlechten,
das wiederum macht mich zu einem guten.
Es ist zwar ein absolutes Fehldenken, aber ich denke, es ist der bequemere Weg, was meint ihr denn dazu?
Gruss
Jolanda
Männer gegen Männer
Karl, Tuesday, 05.11.2002, 17:14 (vor 8491 Tagen) @ Sam
Als Antwort auf: Re: Unsere Hauptfeinde sind männlichen Geschlechts. von Sam am 04. November 2002 18:31:22:
Hallo Sam!
Finde ich sehr kluge Überlegungen. Solche Denk-Strukturen kann es wirklich geben. Man muß so eine Theorie im eigenen Leben überprüfen, ob sie stimmen kann.
Ich glaube, daß es auch mit unbewußten frühkindlichen Vater-Sohn-Konstellationen zusammenhängt. So empfindet z.B. in der frühkindlichen Situation der Sohn seinen Vater oft als Konkurrenten um die Liebe der Mutter. Daraus resultiert dann das lebenslang verinnerlichte Schema des männlichen Konkurrenzkampfes.
Vor allem der Konflikt zwischen älterern und jüngeren Männern ist oft gravierend. Er hat immense politische Auswirkungen. Gerade an der Wehrpflicht läßt sich dieses Schema alte Männer gegen junge Männer übrigens deutlich aufzeigen.
Re: Männer gegen Männer
Sam, Tuesday, 05.11.2002, 23:19 (vor 8491 Tagen) @ Karl
Als Antwort auf: Männer gegen Männer von Karl am 05. November 2002 15:14:25:
Hallo Karl!
So empfindet z.B. in der frühkindlichen Situation der Sohn seinen Vater oft als Konkurrenten um die Liebe der Mutter.
Mag sein. Ich hab's net so mit der Psychoanalyse. Halte sie für sehr spekulativ. Ich denke, die Psychoanalytiker gehen davon aus, dass dieser angenommene Konflikt durch Identifikation mit dem Vater gelöst wird.
Grüße
Sam
Re: Männer gegen Männer
Odin, Wednesday, 06.11.2002, 16:18 (vor 8490 Tagen) @ Sam
Als Antwort auf: Re: Männer gegen Männer von Sam am 05. November 2002 21:19:41:
Hallo Karl!
>So empfindet z.B. in der frühkindlichen Situation der Sohn seinen Vater oft als Konkurrenten um die Liebe der Mutter.
Mag sein. Ich hab's net so mit der Psychoanalyse. Halte sie für sehr spekulativ. Ich denke, die Psychoanalytiker gehen davon aus, dass dieser angenommene Konflikt durch Identifikation mit dem Vater gelöst wird.
Grüße
Sam
Bin auch kein Analytiker. Ich denke, für sie ist eher die Frage, WIE(!) der einzelne diesen Konflikt gelöst hat.
Odin
Re: Unsere Hauptfeinde sind männlichen Geschlechts.
Manfred, Tuesday, 05.11.2002, 22:09 (vor 8491 Tagen) @ Sam
Als Antwort auf: Re: Unsere Hauptfeinde sind männlichen Geschlechts. von Sam am 04. November 2002 18:31:22:
Das sehe ich ganz ähnlich. Es wird hierbei der faule Weg des "Held werden ohne etwas zu riskieren" gewählt. Denn immer noch zählt ein zeitgenosse, der sich für das "schwache Geschlecht" einsetzt als mutiger Kavalier. Mußte man früher dafür einen Drachen töten oder wenigstens Schurken in die Flucht schlagen, so gestatten es uns heute Gruppenzwänge und die aus der Schnellebigkeit der Zeit resultierende Oberflächlichkeit in unserem Denken sich die Aura des besseren menschen zuzulegen ohne dafür viel zu tun.
Jahrzehntelanges Heucheln in der selben Richtung hat -einer Gehirnwäsche nicht unähnlich- in unseren Köpfen offensichtlich ein Denkmuster eingebrannt, daß (vergleichbar einem Kindchen-Schema) nur noch eines äusseren Auslösers bedarf um "gedacht" besser: gespürt zu werden.
Man muß nicht sehr tiefgründig sein, um sofort zu erkennen, daß es deutlich mehr Mutes bedarf um öffentlich Kritik an Frauen zu üben als an Männern.
Trotzdem: ein dummer Scherz gegen Männer auf der Bühne im Fernsehen oder sonstwo, spontaner Applaus folgt auf dem Fuße. Ein/e neue/r Held/in ist geboren. Warum? An dieser Stelle ist es unschicklich weiterzudenken.
Soweit meine Hypothesen dazu 
Gruß,
Manfred
Re: Unsere Hauptfeinde sind männlichen Geschlechts.
Karl, Wednesday, 06.11.2002, 10:50 (vor 8490 Tagen) @ Manfred
Als Antwort auf: Re: Unsere Hauptfeinde sind männlichen Geschlechts. von Manfred am 05. November 2002 20:09:27:
Alles richtig.
Jedoch: WARUM ? Was ist die Ursache dafür ? Diese Denkweisen müssen doch eine ursache haben !
Re: Unsere Hauptfeinde sind männlichen Geschlechts.
Manfred, Thursday, 07.11.2002, 01:03 (vor 8490 Tagen) @ Karl
Als Antwort auf: Re: Unsere Hauptfeinde sind männlichen Geschlechts. von Karl am 06. November 2002 08:50:48:
Alles richtig.
Jedoch: WARUM ? Was ist die Ursache dafür ? Diese Denkweisen müssen doch eine ursache haben !
Jetzt dachte ich, ich hätte da einen kleinen Stein der Waisen hingelegt und da kommst Du mit einem einzigen "warum" (sehr schnöde obendrein!
und willst mir quasi sagen, meine Erkenntnisse seien nicht erschöpfend, oder wie?! *lach*
Nein im Ernst! Worauf genau bezieht sich das "warum"?
Schöne Grüße,
Manfred
Off Topic - Ottografi
Manfred, Friday, 08.11.2002, 06:16 (vor 8489 Tagen) @ Manfred
Als Antwort auf: Re: Unsere Hauptfeinde sind männlichen Geschlechts. von Manfred am 06. November 2002 23:03:34:
Jaja die Orthographie! Nicht, daß ich in Rechtschreibung perfekt wäre, aber daß man den Weisen (im Sinne von intelligent, erfahren) mit "ei" schreibt weiß ich eigentlich. Warum schrieb ich ihn dennoch mit "ai" ? Ist das der Web-Koller? Kennt ihr solche Effekte auch?
Der Mensch und seine geistigen Abgründe... 
Schöne Grüße aus der Nacht
Manfred
Re: Unsere Hauptfeinde sind männlichen Geschlechts.
Dieter, Tuesday, 05.11.2002, 10:25 (vor 8491 Tagen) @ Karl
Als Antwort auf: Unsere Hauptfeinde sind männlichen Geschlechts. von Karl am 04. November 2002 16:35:09:
Noch irrer: Viele der heutigen männlichen SPD-Führung haben sich um den Wehrdienst herumgetrickst!
So ist es und das macht alle, die in Berlin das Sagen haben, vollkommen unglaubwürdig: Schröder - verweigert, Fischer - verweigert, wann hatten wir den letzten Verteidigungsminister, der auch seinen Wehrdienst abgeleistet hatte? Aber alle sind heute ganz klar dafür, die Kinder anderer Leute in den Krieg zu schicken.
Ws für eine Aussage: "Ich war nicht bereit, meinen Kopf für dieses Land hinzuhalten, aber ich erwarte von den anderen, dass sie das tun, wenn ich es so anordne!"
Wie soll ich diesen Politikern trauen?
Gruß
Dieter
Die Grünen sind gegen die Männerwehrpflicht.
Karl, Tuesday, 05.11.2002, 17:20 (vor 8491 Tagen) @ Dieter
Als Antwort auf: Re: Unsere Hauptfeinde sind männlichen Geschlechts. von Dieter am 05. November 2002 08:25:31:
Stimmt teilweise. Fischer ist für die Abschaffung der Wehrpflicht, er setzt sich auch regelmäßig offensiv dafür ein. Die Grünen sind überhaupt Wehrpflichtgegner, trotz, oder vielleicht gerade wegen der grünen Emanzen.
Die Emanzen sind durch die Bank gegen die Männerwehrpflicht.
Es sind eher konservative Frauen der CDU, die für die Männerwehrpflicht sind. Die CDU-Männer sind sowieso dafür.
In der SPD sind viele Frauen gegen die Männerwehrflicht, aber eben gerade nicht die SPD-Männer, die sind mehrheitlich für die Männerwehrpflicht.
Re: Die Grünen sind gegen die Männerwehrpflicht.
Dieter, Wednesday, 06.11.2002, 12:13 (vor 8490 Tagen) @ Karl
Als Antwort auf: Die Grünen sind gegen die Männerwehrpflicht. von Karl am 05. November 2002 15:20:48:
Stimmt teilweise. Fischer ist für die Abschaffung der Wehrpflicht, er setzt sich auch regelmäßig offensiv dafür ein.
Mag sein, es bleibt aber die Tatsache, daß jemand, der keinen Wehrdienst geleistet hat, nun Leute in den Krieg schickt. Zu Fischers Zeit, es war auch meine, gab es noch eine Gewissensprüfung. Da musste jeder mit starken Argumenten belegen, daß er zu keiner Zeit für Gewaltanwendung ist. Interessant ist schon, wie sehr ein Amt das Gewissen verändern kann!
Gruß
Dieter
Re: Die Grünen sind gegen die Männerwehrpflicht.
Odin, Wednesday, 06.11.2002, 16:17 (vor 8490 Tagen) @ Dieter
Als Antwort auf: Re: Die Grünen sind gegen die Männerwehrpflicht. von Dieter am 06. November 2002 10:13:57:
Stimmt teilweise. Fischer ist für die Abschaffung der Wehrpflicht, er setzt sich auch regelmäßig offensiv dafür ein.
Mag sein, es bleibt aber die Tatsache, daß jemand, der keinen Wehrdienst geleistet hat, nun Leute in den Krieg schickt. Zu Fischers Zeit, es war auch meine, gab es noch eine Gewissensprüfung. Da musste jeder mit starken Argumenten belegen, daß er zu keiner Zeit für Gewaltanwendung ist. Interessant ist schon, wie sehr ein Amt das Gewissen verändern kann!
Gruß
Dieter
In welchen Krieg denn? Führen wir Krieg und ich kriegs nicht mit? *g*
Du sprichst wohl auf den Nato-Einsatz gegen Jugoslawien an, der im Bundestag gebiligt wurde. Der jetzige Einsatz im Kosovo ist ja ein Friedenseinsatz. Beim Nato-Einsatz haben aber keine deutschen Truppen gekämpft. Für Flugüberwachung und dergleichen haben sie wohl eine Funktion gehabt. Entsprechend schwer haben sich die Grünen dann auch getan. Ihre getroffene Entscheidung aber finde ich richtig.
Ich denke, es ist auch etwas ganz etwas anderes, ob ich aus PERSÖNLICHEN Gründen FÜR MICH keinen Wehrdienst gutheißen kann, oder ob ich andere, die FÜR SICH beschlossen haben, daß sie dies gut finden, in den Kampfeinsatz schicke. Was anderes wäre, wenn die Grünen jetzt beschließen würden, daß man nicht mehr verweigern kann. Da ist aber wohl eher das Gegenteil der Fall.
Odin
Re: Unsere Hauptfeinde sind männlichen Geschlechts.
Dieter, Tuesday, 05.11.2002, 10:37 (vor 8491 Tagen) @ Karl
Als Antwort auf: Unsere Hauptfeinde sind männlichen Geschlechts. von Karl am 04. November 2002 16:35:09:
Wer sowas braucht hat IMHO zuwenig Selbstwertgefühl. Ehrlich gesagt, eine andere plausible Erklärung für dieses Phänomen habe ich nicht.
Genau so sehe ich es auch. Aber woher kommt dieses unser mangelndes Selbstwertgefühl ? Und was machen wir dagegen ?
Aber klar: Ein Mann muß viel mehr als eine Frau in dieser Gesellschaft "funktionieren". Jeder Versuch, einen eigenen und untypischen Weg zu gehen, wird von der Menge der Menschen hier argwöhnisch betrachtet und oft mit diffamierenden Bemerkungen versehen:
Es gibt viel zu wenige Selbstständige, aber versuchst Du es, wirst Du sofort in die Kapitalistenecke gestellt! Eine Frau gilt dagegen als mutig, selbstsicher, emanzipiert, wenn sie es tut.
Es gibt viel zu wenige, die statt ihrer Frauen zuhause bei den Kindern bleiben, aber versuchst Du es, wird Du sofort als Faulenzer diffamiert, der die Frau arbeiten schickt. Eine Frau dagegen gilt als gute Mutter.
Es gibt viel zu wenige, die sich trauen, aus der Masse hervorzutreten, indem sie ihren eigenen Kleidungsstil entwickeln, aber tun sie es, so werden sie schnell als Schwuler, Tunte etc. angemacht. Eine Frau trägt was sie möchte, wenn es ihr nicht steht, wird höchstens an ihrer Optik herumgekrittelt.
Es gibt Hunderte von Beispielen dieser Art. Das Schlimme ist, daß den Männern allgemein jeder Mut fehlt, gegen die "Norm" anzugehen, der durchschnittliche Mann will nun mal nicht Außenseiter sein, er will dazugehören, und daher sehe ich schwarz für die nähere Zukunft. Solange "Anderssein" für den Mann nicht in Mode kommt, wird sich nicht wirklich etwas ändern.
Gruß
Dieter
Woher kommt das mangelnde Selbstwertgefühl der Männer ?
Karl, Tuesday, 05.11.2002, 17:25 (vor 8491 Tagen) @ Dieter
Als Antwort auf: Re: Unsere Hauptfeinde sind männlichen Geschlechts. von Dieter am 05. November 2002 08:37:17:
Hallo Dieter
Sehe ich auch so. Männer sind "normierter" als Frauen, sie sind viel stärker in Schubladen gepreßt als Frauen. Aber es ist gerade die Frage:
Woher kommt es, daß Männer "normierter" sind als Frauen.
Warum lassen wir das alles mit uns machen ? Warum revoltieren wir nicht viel mehr ? Warum sind wir so feige, warum haben wir ein so geringes Selbstwertgefühl ?
Woher kommt es, daß "weibliche Werte" viel höher im Kurs stehen als "männliche" ?
Gruß
Karl