Tag Archiv: Wissenschaft

Die Evolution von Mann und Frau

Verfasst von Bellator Eruditus im Forum

Dieser Text betrachtet die biologische Evolution des Menschen. Er zeigt, dass auf Männern und Frauen ein geschlechtsspezifisch unterschiedlicher Selektionsdruck wirkte, zeigt den Mensch als Säugetier in einer Umbruchsphase und zieht aus dieser Tatsache Schlüsse auf typische Eigenschaften von Männern und Frauen. Abschließend entlarvt er den Feminismus jeder Spielart als Evolutionsleugnung, die auf ihre Art ebenso abstrus und verbohrt ist wie z.B. die Evolutionsleugnung der Junge-Erde-Kreationisten.

1. Einleitung

Das Besondere an einer evolutionsbiologischen Argumentation ist nun, dass wir Post Faktum argumentieren: Wir müssen nicht die was-wäre-wenn-Spekulationen der sogenannten Sozialwissenschaften betreiben sondern wir kennen das Ergebnis, denn wir leben.

Wir leben, also wissen wir, dass unsere Vorfahren erfolgreich überlebt und sich erfolgreich fortgepflanzt haben. Wir wissen, dass unsere Vorfahren jene Australopitheken und frühen Homo waren, die den aufrechten Gang erlernten, die lernten tierische Kost zu verzehren und die ein größeres Gehirn als ihre Brüder und Schwestern entwickelten.

Wir müssen also nur die Frage beantworten, wie unsere Vorfahren überleben und sich fortpflanzen konnten. Und diese Frage ist nicht schwer zu beantworten, dazu braucht man nicht Paläontologe oder Paläoanthropologe zu sein, dazu muss man nur lesen können. Unsere Vorfahren hatten nämlich schon lange die Schrift erfunden als sie noch ganz ohne Antibiotika und Kunstdünger dem brutalen Druck der natürlichen Selektion ausgesetzt waren. weiterlesen…»

Falsche Erinnerungen

Spektrum der Wissenschaft 1 / 1998, Seite 63

Durch Suggestion und Einbildung lassen sich dem Gedächtnis Reminiszenzen von Ereignissen einpflanzen, die nicht so oder überhaupt nie stattgefunden haben. Darum ist bei manchen Aussagen über traumatische Erlebnisse – etwa sexuellen Mißbrauch in früher Kindheit – Skepsis angebracht.

Von Prof. Elizabeth F. Loftus

Im Jahre 1986 suchte Nadean Cool, eine Schwesternhelferin im US-Bundesstaat Wisconsin, Hilfe bei einem Psychiater, um ihre Reaktion auf eine traumatische Erfahrung ihrer Tochter besser verarbeiten zu können. Der Therapeut setzte Hypnose und andere Suggestionsverfahren ein, um verdrängte Erinnerungen an verstörende Geschehnisse, denen Nadean Cool angeblich selbst ausgesetzt gewesen war, zutage zu fördern. Im Laufe der Therapie kam die Patientin zu der Überzeugung, sie sei Mitglied eines satanischen Kults gewesen: Sie habe Säuglinge verspeist, sei vergewaltigt worden, habe Geschlechtsverkehr mit Tieren gehabt und sei gezwungen worden, den Mord an ihrer achtjährigen Freundin mitanzusehen. Schließlich glaubte sie, mehr als 120 Persönlichkeiten zu haben – die von Kindern, Erwachsenen, Engeln und sogar einer Ente. All das, so sagte der Psychiater, komme davon, daß sie als Kind auf brutale Weise sexuell mißbraucht und körperlich mißhandelt worden sei. Er versuchte sich sogar als Exorzist; eine dieser Beschwörungen zur Teufelsaustreibung dauerte fünf Stunden, wobei er die Frau mit Weihwasser besprengte und schrie, Satan solle ihren Körper verlassen. Als Nadean Cool endlich begriff, daß ihr falsche Erinnerungen eingepflanzt worden waren, zeigte sie den Psychiater wegen Kurpfuscherei an. Im März 1997 wurde das Verfahren nach fünfwöchiger Dauer durch einen außergerichtlichen Vergleich beendet, als der Arzt sich zu 2,4 Millionen Dollar Schadenersatz verpflichtete. weiterlesen…»