Wieviel »Gleichberechtigung« verträgt das Land?

Lila Pudel


Geschrieben von Oberkellner

 

Servus!

Hier nun die Liste der Lila Pudel, die das Leben hervorgebracht hat. Von besonderer Bedeutung erscheint mir die Abgrenzung zum gewöhnlichen Mösenkriecher, deshalb zunächst etwas Theorie, bevor wir zu den Pudeln kommen.
Der gewöhnliche Mösenkriecher (Vaginaservus communis) ist eine Unterart des Schleimers..Es ist ein Mensch mit geringem Selbstwertgefühl, der meint, seine Ziele nur durch Einschleimen verwirklichen zu können. Er nutzt dazu eine menschliche Schwäche seiner Mitmenschen, sich selbst durch leicht durchschaubare Komplimente einnehmen zu lassen, und dem Überbringer des Kompliments mit Wohlwollen zu begegnen. Der Lila Pudel ist ein anderer Fall. Ein Lila Pudel ist ein Überzeugungstäter. Für ihn sind Frauen die besseren Menschen, die ewigen Opfer, die Mutter Maria persönlich, verehrungswürdige Geschöpfe, an denen kein Makel ist. Der Lila Pudel ist ein pervertierter Kavalier. Der Lila Pudel empfindet seine Männlichkeit als Mangel, angefangen bei der Körperbehaarung bis zur stärkeren Extrovertiertheit. Seine Männlichkeit ist ihm peinlich, weswegen er sich permanent dafür entschuldigt. Obwohl nach äußeren Geschlechtsmerkmalen männlich ist sein Gender undefinierbar. Der Lila Pudel will Frauen verehren, vielleicht wäre er in früherer Zeit Troubadour geworden. Der Lila Pudel kann Frauen nicht so sehen, wie sie sind, er kann nur das Ideal sehen, sein Ideal. Die Wirklichkeit wird verdrängt. Es lebt in seiner lila Welt.


In der Liste wird der eine oder andere Pudel vermisst werden. Warum ist ein Peter Döge nicht dabei? Warum fehlt Jörg Rupp? Lila Pudel sind solche, die sich als brave Nachplapperer feministischer Parolen am gönnerhaften Schulterklopfen ihrer Vorbeterinnen ergötzen. Die beiden Erwähnten sehen die Welt nicht nur aus Frauensicht, sondern nehmen auch mal die Männersicht ein. Sie gestehen ein, dass Männer in unserer Gesellschaft auch benachteiligt sind. Echte lila Pudel würden das nie tun (ausser um auf ihre Unterlegenheit hinzuweisen) weil sie nichts zu tun wagen, was ihren Vorbeterinnen irgendwie schaden könnte.
Ich habe mich bewusst für eine restriktive Auslegung entschieden. Es sollen nur waschechte Pudel in der Liste aufscheinen, alles andere wäre eine Verwässerung. Das Konzept ist umso wirksamer, je schärfer es eingegrenzt wird. Es hat absolut keinen Sinn, den halben Bundestag hier aufzulisten. Nur schwere Fälle werden berücksichtigt, Mösenkriecher nicht. Die Liste ist Aufklärung und Warnung zugleich.
Ich denke, die Liste kann für die antifeministische Bewegung einen Mehrwert generieren.
Es ist also nicht so einfach auf die Liste zu kommen. Der gesamte Kontext ist entscheidend, ein Ausrutscher kann jedem mal passieren, aber wenn das systematisch auftritt so wie bei Eckhard Fuhr, dann sind sämtliche Zweifel beseitigt. Einige haben Fuhr für eine Satire gehalten. Er ist aber wirklich ein lila Pudel, eine Art Hannibal2.
Wie erfolgt nun aber die Reihung innerhalb der Liste?
Sollte man Biologen, die genetische Überlegenheit propagieren über den Gleichheitsfanatikern ansiedeln? Schwierig. Ist das eigene Weltbild erkenntnisresistent wie bei Bryan Sykes, dann ist ein vorderer Rang sonnenklar. Beim Wiener Biologen Hengstschläger gibt es noch (schwache) Hoffnung. Und was ist mit den vielen kritischen Männerforschern? Da muss man eben darauf achten, ob sie tatsächlich kritisch sind und nicht nur Femigebräu nachlullen. Es gibt natürlich Grenzfälle, wie die Gendertrainer.
Lila Pudel sind von starken Schuldgefühlen geplagt, sie sehen nicht das Individuum, sondern das Kollektiv. Auffallend das meist nicht mehr ganz frische Alter der Pudel. Die Pudel können aus jeder Ecke stammen, naturgemäß sind die meisten deutscher Herkunft. Das bedeutet nicht, dass Pudeligkeit ein deutsches Phänomen ist, sondern besagt lediglich etwas über die Forschungsmethode, die sich nun mal eher auf den deutschsprachigen Raum konzentriert.
Wir man zum Pudel geboren? Oder anders formuliert: einmal Pudel, immer Pudel?
Nun, manche lila Pudel schaffen auch den Absprung. Beispiel Mark Reichert. Zunächst zeichnete er sich durch eine sehr frauenzentrierte Sicht aus, ohne Argumente der Gegner wirklich zu hinterfragen. Eine glückliche Fügung wollte es, dass diesem jungen Mann tatsächlich irgendwann ein Licht aufgegangen ist. Fortan war ein kein Pudel mehr. Dumm ist Reichert ja nicht wirklich, aber was hat ihm einen Streich gespielt? Fehlt ihm die Fähigkeit, Dinge jenseits des gesprochenen Wortes zu vernehmen? Möglicherweise war Reichert auch nur an der Grenze zum Pudel. Female superiority hat er zwar nicht direkt propagiert, sehr wohl aber eine frauenzentrierte Sichtweise. Letztens schreibt Reichert immer öfter auch aus Männersicht. Ideologische Verblendung wie im Fall Rochus Wolff: Fehlanzeige. Wie auch immer, Reichert ist zur Räson gekommen (Ausnahme: Prostitution).

Merkspruch: Jeder lila Pudel ist ein Mösenkriecher, aber nicht jeder Mösenkriecher ist ein lila Pudel!
Es ergibt sich folgende Taxonomie:

Familie: Schleimer (auf beide Geschlechter bezogen)
Gattung: Mösenkriecher (auf das weibliche Geschlecht bezogen)
Varietät: Lila Pudel (Verklärung der Frau als höheres Wesen, femifokale Sicht)

Mich stört schon länger die geringe Systematik der Foren. Da wird mal dieses und mal jenes besprochen. So liest man z.B. mal etwas über einen Pudel und denkt sich „war da nicht schon mal was?“ Dieses Gewurschtle muss ein Ende haben. Ich beschwere mich aber nicht, sondern mach mal das, was ich für richtig halte. Ich werde dieses Jahr mehr Systematik reinbringen. Die Liste der Lila Pudel soll einen Anfang machen. Sie ist selbstverständlich nicht vollständig. Vorschläge sind erbeten. Über die Reihung lässt sich natürlich streiten. Danke auch an Doppelgin für die Unterstützung.

LP 1 Eckhard Fuhr „die Welt“ - Die Zukunft ist weiblich, aber sie wird nicht unbedingt schöner. Beim Fußball erweist sich, dass Frauen sehr männlich sein können, wenn sie wollen. Auch in den jüngsten Kriegen ist das immer wieder deutlich geworden. Die Überlegenheit der Frauen beruht darauf, dass sie schon immer sowohl im Damen- als auch im Herrensattel reiten konnten. Auf Männer trifft das nicht zu. Sie sind in ihrer Geschlechtsrolle gefangen, haben es allerdings nicht bemerkt, weil sie diese Gefangenschaft für Überlegenheit hielten. Jetzt sehen sie, kaum dass sie den Windeln entwachsen sind, dass sie gegenüber Frauen in jeglicher Hinsicht die Unterlegenen sind. Frauen sind schneller trocken, lernen schneller sprechen und lesen, haben die besseren Abitursnoten und die intensiveren Orgasmen, werden nicht so leicht kriminell, ergattern die begehrtesten Studienplätze, müssen nicht zur Bundeswehr, dürfen aber, wenn sie wollen, und erklären als "Tagesthemen"-Moderatorinnen die Welt.

LP 2 Kuno Trueb (Schweiz, Woz): Männer dürfen feministische Theorie nicht zu vereinnahmen suchen. Sie sollen die Autonomie der Frauenforschung respektieren, ohne eine entsprechende Autonomie für Männerstudien anzustreben."

LP 3 Bryan Sykes (GB):
Kaum hatten Forscher den molekularen maskulinen Bauplan vorgelegt, da wurde ersichtlich, dass die auf dem Y-Chromosom basierende Männlichkeit als etwas dauerhaft Marodes beschrieben werden kann. Als chronische Krankheit der Menschheit. Und weil sich die Natur mit ihrem Evolution genannten Immunsystem vor schadhaften Einflüssen zu schützen weiß, werde sie auch das Leiden Mann bald auskuriert haben - in gut 100.000 Jahren, wie der britische Genetiker Bryan Sykes prophezeit. Denn dann, lautet seine diskriminierende These, sei der Mann ausgestorben.


Wer darob nun verzweifelt und glaubt, damit wäre zeitgleich auch das Ende der Menschheit besiegelt, der oder die irrt gewaltig. Denn der Frau wird bis dahin der Untergang des Mannes völlig egal sein können. Ja viel mehr noch: Triumphierend wird sie den endgültigen Sieg im Jahrtausende andauernden Geschlechterkampf für sich verbuchen, mit ihren Nachkommen den Mann gleich neben dem Dinosaurier im Naturhistorischen Museum bestaunen. Vielleicht am Muttertag.

LP 4 Jeff Hearn:
("Männer sollten die Autonomie der Frauenforschung respektieren, was nicht heißen soll, umgekehrt eine Autonomie der Männerforschung einzufordern.")

LP 5 Dieter Otten (Soziologe an der Universität Osnabrück): Frauen als Friedensstifter - für Dieter Otten ist das nicht nur eine Vorlage für literarische Dramen, sondern längst Realität: „Ohne moralisch integere, beruflich hoch motivierte, leistungsfähige und sozial engagierte Frauen wäre das ökonomische, soziale und politische System der westlichen Demokratien längst gescheitert", betont der Sozialwissenschaftler. Gemeinsam mit seinen Mitarbeitern hat der Professor für Soziologie an der Osnabrücker Universität einzelne Bereiche der Kriminalität nach Geschlechtern unterschieden. Danach gibt es nicht einen Bereich, in dem Frauen eine nennenswerte Rolle spielen. „Gewalt ist männlich", konstatiert der 59-Jährige. „Dass unser System überhaupt noch funktioniert, liegt an den Frauen." Otten vermutet, dass auch die Managerposten in weiblicher Hand sein werden, sobald die geburtenschwachen Jahrgänge in der Wirtschaft spürbar werden: „Ein Unternehmer hat mal gesagt: Lieber eine Frau als einen Inder.` Typisch Mann. Doch mit dieser Spezies müsse man eben Mitleid haben, findet der Autor des Buchs „MännerVersagen": „Frauen sind einfach lebenstüchtiger", betont Otten.

LP 6 Steven Jones (USA): These vom minderwertigen Y-Chromosom

LP 7 Ivo Knill (Germanist und Publizist aus Appenzell in der Schweiz) „Der Freier ist nicht die
unmoralische Ausnahme in unserer Konsumgesellschaft – er ist deren logischer Vertreter.“

LP 8 Volkmar Sigusch (Sexualforscher): FOCUS: Warum leben wir immer noch in einer Gesellschaft, in der der Sex sich hauptsächlich um die männliche Lust dreht, denkt man etwa an Prostitution und Pornographie?

Sigusch: Weil wir nach wie vor in einer männerzentrierten Gesellschaft leben. Weil die Geschäftemacher in der Regel phantasielose ältere Männer sind, die gar nicht ahnen, was Frauen begehren. Weil diese Männer so risikoscheu sind, daß sie es nicht wagen, Bordelle für Frauen zu eröffnen. Dieser ganze Bereich ich spreche gern vom Dienst am sexuellen Elendist nicht nur niveaulos, sondern unter kommerziellen Gesichtspunkten anachronistisch. Allerdings gibt es erste Anzeichen, daß jetzt allmählich die Sexualität auch für Frauen vermarktet wird.
FOCUS: Wie weit sind wir davon entfernt, daß die Frau als Genus, als Geschlecht, gleichwertig ist?

Sigusch: Von diesem Status sind wir meilenweit entfernt. Da in unserer Kultur Materielles entscheidend ist, bin ich davon überzeugt, daß eine wirkliche und wirksame Gleichwertigkeit erst erreicht werden kann, wenn die Geschlechter auch materiell gleichgestellt sind. Wie sehr Frauen in unserer Gesellschaft zurückgesetzt sind, läßt sich an einem kleinen Beispiel illustrieren: Keine Frauenklinik einer deutschen Universität wird von einer Frau geleitet. Noch wissen offenbar die Herren am besten, wie einer Frau zumute ist, die glücklich oder unglücklich schwanger ist, die vor einer Abtreibung steht oder die im Wochenbett psychotisch wird.

LP 9 Peter Dausend (die Welt): Dass mit den Universitäten nun eine der letzten Männerbastionen wackelt, verwundert kaum. Es war nur eine Frage der Zeit, dass sich auch hier das vermeintlich schwächere als das eigentlich stärkere Geschlecht entpuppt. Schließlich sind der Fußball (Frauen Europameister, Männer Rumpelfüßler), das Polit-Fernsehen (Maischberger Weltklasse, Wickert Kreisklasse) und die CDU (Girls Camp an der Spitze, Boy-Groups im Fußvolk) längst Frauensache. Aber ein Trost bleibt den Geschlagenen. Das Jammertal wird weiter von Männern bevölkert. Vor allem von denen aus der Union.


LP 10 Dietmar Ecker (PR Agentur Ecker und Partner): Frauen gehört die Zukunft - Die PR, meint Ecker, wäre in der Vergangenheit als nicht sehr wesentliche Aufgabe eingeschätzt worden: "Daher war es für Frauen leichter, in dieser Branche Jobs zu bekommen, weil die Männerwelt die eigene Bedeutung nicht in Gefahr sah." Er beurteilt die Auswirkungen des starken Frauenanteils in der Branche positiv: "Der PR-Alltag ist stressig, verlangt viele rasche Entscheidungen und kostet viel Kraft. Frauen dokumentieren, dass sie dem viel besser gewachsen sind als Männer." Der Agenturchef gibt daher seinen männlichen Kollegen einen eindringlichen Rat: "Männer, fürchtet euch! Mit dem klassischen Macho-Gehabe ist in Zukunft nichts mehr zu reißen!"

LP 11 Magnus Klaue (konkret): Zwischen allerlei Psychologisiererei über "Intentionen" und "Sehnsüchte" sowie unbelegten (aber zeitgeistkonformen) Behauptungen, scheut sich Magnus Klaue nicht, Väterrechtler mit Antisemiten zu vergleichen.

LP 12 Horst Opaschowski(Freizeitforscher (BAT-Freizeitforschungsinstitut, Schwiegervater von MK Jörg Pilawa) Offensichtlich fehlt vielen jungen Männern der Mut, sich lebenslang um Kinder zu kümmern und familiäre Verantwortung zu übernehmen.« Die Rolle als Familienoberhaupt habe das »starke Geschlecht« weitgehend verloren, als Haupternährer werde es immer weniger gebraucht. Da ziehen sich die Männer offensichtlich lieber zurück.
Frauen:
sind sozial engagierter.
sind offener für Anregungen.
praktizieren ein spontaneres Freizeitverhalten.
können Freizeit bewusster genießen.
sind in der Auswahl der Freizeitaktivitäten anspruchsvoller.
Künftiges Freizeitverhalten sollte sich deshalb an weiblichen Verhaltensmustern orientieren.

LP 13 Walter Altvater (Grüne): „Vielleicht lesen sie mal von Hegel in der "Phänomenologie" über die
Dialektik von Herr und Knecht. Ich glaube das charakterisiert das von Ihnen
aufgeworfene Problem besser. "Herr" sein bedeutet eben auch faul sein und
die Arbeit anderen überlassen und darin liegt eben von Anfang an, so Hegel,
auch der Keim des Untergangs jeder Herrschaft, auch der der Männer. Da ich
sowieso so kein Freund von "Herr"schaft, egal welcher Coleur, bin, habe ich
damit kein Problem."
"ich bin sehr stolz darauf in einer, wie Sie es nennen "frauendominierten"
Partei, Politik zu machen und werde mir auch künftig weder von Ihnen, noch
von jemand anders erzählen lassen, dass in Wirklichkeit die Männer
benachteiligt sind."

LP 14 Hendrik Pusch (Köln-Bonner Express): Armenbegräbnis für Rabenväter - "Sie sterben einen einsamen Tod. Weil sich niemand um sie kümmert. Oder: Weil sie rücksichtslos ihre Familie im Stich ließen.
Jahr für Jahr gibt die Stadt Bonn horrende Summen dafür aus, verstorbene Bürger unter die Erde zu bringen. Auch für Rabenväter muss der Steuerzahler blechen."

LP 15 Rolf-Dieter Hesch: Professor Rolf Dieter-Hesch, 62, der mehr als 300 Publikationen veröffentlicht und die Stiftung "Men Against Violence" mitbegründet hat); in diesem Artikel finden sich Passagen wie: "Gewalt geht seit Menschengedenken von Männern aus, nur von Männern. Frauen üben nie solche Gewalt aus. Sie wehren sich nur, wenn man ihren Nachwuchs bedroht, wenn Männer sie vergewaltigen."


LP 16 Johannes Singhammer (CSU): Aus Sorge um die demographische Entwicklung in Deutschland haben zwei Unionspolitiker deutsche Männer zu verstärkten sexuellen Aktivitäten aufgefordert. Der CSU-Bundestagsabgeordnete Johannes Singhammer sagte der "Bild"-Zeitung, die Kinderarmut in Deutschland sei "auch ein Armutszeugnis für viele Männer".

LP 17: Armin Klein (CDU): Der hessische CDU-Abgeordnete Armin Klein forderte laut "Bild" von deutschen Männern "mehr Mut zum Sex mit Folgen". Im Hinblick auf die kritische Lage der Rentenversicherung fügte Klein hinzu: "Die Selbstverwirklichung, die bei vielen zum Leben ohne Kinder geführt hat, ist in die Hose gegangen." Klein ist Vater von zwei Kindern.


LP 18 Vladimir Spidla (EU-Kommissar): Paul Schiefer Nach Zahlen von 2005 verdienten Frauen im EU-Schnitt 15 Prozent weniger als Männer. In Deutschland ging die Schere sogar noch weiter auseinander: Frauen erhielten 23 Prozent weniger Gehalt als Männer. Nur in Zypern, Estland und der Slowakei standen die Frauen im Vergleich zu den Männern noch schlechter da.

Unterschied beträgt in Deutschland fast ein Viertel
Als Grund nannte Spidla die geringe Vollzeit-Quote in Deutschland: Fast jede zweite Frau geht einer Teilzeitarbeit nach. Die Mitgliedstaaten müssten darüber hinaus aber Sorge tragen, dass Frauen durch die Geburt eines Kindes nicht zurückgeworfen würden. "Es ist unbegreiflich, dass eine Frau, die bis zu acht Monate zu Hause bleibt, dies noch nach 30 Jahren spürt", sagte Spidla. Zu Beginn der Karriere liege der Lohnunterschied zwischen Frauen und Männern in der EU statistisch bei sieben Prozent, vor der Rente seien es dann 30.

Appell an die Männer
Auch die ungerechte Aufteilung der Hausarbeit nannte der tschechische Kommissar mit ausschlaggebend. Deutsche Frauen arbeiten nach seinen Angaben zehn Stunden mehr im Haushalt als Männer. Spidla richtete deshalb einen Appell an die Männer: "Es ist nicht möglich, die Gehaltsunterschiede zu beseitigen, wenn wir nicht mehr zu Hause tun."

LP 19 Adolf Gallwitz (Polizeipsychologe)
» Polizeipsychologe:Wir müssen hier ganz deutlich unterscheiden zwischen
» Frauen und Männern. Wenn Frauen ihre Kinder umbringen, hat es meistens
» ganz andere Motive als bei Männern. Bei Frauen haben wir ein Phänomen, das
» in Zusammenhang mit psychischen Erkrankungen auftritt, meist auch
» mit Depressionen. Da möchte man die Kinder nicht zurücklassen, da möchte
» man ihnen das Leben hier auf der Erde ersparen, nachdem man es auch für
» sich selbst beendet hat. Bei Männern hat es meistens etwas damit zu tun,
» das man mit Rache erklären könnte: die Frau bestrafen, die
» Zurückgebliebenen bestrafen, ich nehme dir das weg, was dir am wichtigsten
» ist. Also von den Motiven her ist es unterschiedlich

LP 20 Hans Werner Kihm (linker Männeraufbruch): Den Männeraufruf hat Hans-Werner Kihm aus Goslar initiiert, er ist Mitglied im Wahlkampfteam der WASG Niedersachsen.
Wir emanzipierten Männer wenden uns gegen jede Form von Diskriminierung von Frauen im
Beruf oder im privaten Leben.
Wir wenden uns dagegen, dass Frauen oft gezwungen sind, trotz gleicher oder besserer
Qualifikation, eine schlechter bezahlte Arbeitsstelle anzunehmen als männliche Mitbewerber.
Trotz Antidiskriminierungsgesetz hat sich an der Praxis in den Betrieben nicht viel geändert.
Wir Männer wenden uns entschieden gegen die immer noch weit verbreitete Gewalt von
Männern gegen Frauen im häuslichen Bereich und fordern den Erhalt und Ausbau der Häuser
für geschlagene Frauen.
Wir rufen auf, nicht weg zu sehen, wenn Frauen und Kindern Gewalt angetan wird.


LP 21 Arno Widmann (Berliner Zeitung): Arno Widmann wurde 1946 geboren und studierte u. a. Philosophie in Frankfurt/Main. Er war Mitbegründer und Chefredakteur der „tageszeitung". Er leitete das Ressort „Meinung" bei der Berliner Zeitung und ist seit kurzem für die "Frankfurter Rundschau" tätig. Ein Alt-68er.

LP 22 Alberto Alesina (*1957) – geringere Einkommenssteuer für Frauen

LP 23 Andrea Ichino (*1959) - geringere Einkommenssteuer für Frauen

LP 24 Prof. Horst Hameister: Sind Frauen intelligenter als Männer? Bei dieser Frage gab es in der Vergangenheit heisse Diskussionen. Nun wissen wir, laut Prof. Horst Hameister , wer intelligenter ist. Es sind die Frauen. Er behauptete, dies liege an den X-Chromosomen (jede Frau hat eins mehr als der Mann ). Wenn beim weiblichen Geschlecht ein X-Chromosom defekt ist, kann dies ausgeglichen werden. Bei Männern geht das nicht“, so der Professor
Das dumme Männer-Chromosom . Der Genetiker Horst Hameister über neue Erkenntnisse der Intelligenz-Forschung
Ohne die Frauen wäre die Menschheit nie so klug geworden.

LP 25 Romano Prodi (Ministerpräsident Italien): „die Frau ist dem Mann überlegen“ (im Wahlkampf 2006)

LP 26 Fritz Kuhn (Bündnis 90/Die Grünen): Politisch entscheidend ist und bleibt für uns nicht, ob der Anteil von
Frauen und Männern in der Mitgliedschaft eins zu eins wiedergespiegelt
wird in den Gremien und Listen. Wir wollen die bestehenden
Ungleichgewichte nicht widerkauen sondern ändern. Entscheidend ist
vielmehr: Beide Geschlechter stellen nahezu die Hälfte in der
Bevölkerung, aber auch heute sind sie noch nicht in politischen Ämtern
und Funktionen annähernd gleich beteiligt. Auch nicht in der Wirtschaft
oder anderen Führungsbereichen in anderen Organisationen und Bereichen.
Und wir treten dafür ein, dass zu ändern und dies auch mit dem Mittel
des Geschlechterproporzes über die Quotierung in unserer Partei, weil
wir es da selbst direkt in der eigenen Hand haben.

LP 27 Christopher Peter (Hamburger Morgenpost) http://www.mopo.de/2007/20070331/hamburg/politik/cdu_im_wahlkampf.html


LP 28 Jürgen Krabbe (Gewaltberater): „Bei den bekannten körperlichen Gewalttaten in Beziehungen sind 95 Prozent der Täter Männer. Da ist eine gewisse Konzentration auf diese Gruppe wohl verständlich.“


LP 29 Wolfgang Blau (Chefredakteur Zeit Online): Mein und Alysas Traum ist, dass Deutschland das erste Land der Welt sein möge, das sich das Ziel auf die Fahne schreibt, die Gleichberechtigung von Frauen und Männern wirklich zu verwirklichen. Es gibt noch kein Land dieser Erde, wo diese Gleichberechtigung besteht. Wir glauben, das könnte einen enormen Innovationsschub auslösen, wenn wir sagen, das ist Teil unserer Identität, das ist ein Versprechen, das wir an die Welt abgeben, dass Frauen in diesem Land ihre Träume verwirklichen können.

LP 30 Andreas Dinges (Handelsblatt; Vorstand DIS AG): surft auf der Welle der Gehaltsdiskriminierung, aber nicht nur:
„Und dass eine strahlende Fassade nichts über die Realität in den Werkshallen und Büroetagen aussagt. Menschen sind nicht geduldig, aber realistisch. Sie haben das Gesetz gelesen, sie haben ihre Chancen eingeschätzt – und resigniert. Meinen wir denn wirklich, dass es bislang nur so wenige Beschwerden und – soweit bekannt – eine überschaubare Anzahl von Klagen wegen Diskriminierung gegeben hat, weil in den Betrieben alles in Ordnung ist? Ich glaube nein, sondern befürchte, dass wie bisher die innere der nach einer Beschwerde zu befürchtenden wirklichen Kündigung vorgezogen wird. Meinen wir denn wirklich, dass nach gründlicher Inspektion in allen Werkshallen und Werkstätten diskriminierende Fotos und Kalender entfernt wurden? Ich glaube nicht, wenn selbst in den von sensiblen Personalmanagern freigegebenen Anzeigen Altersbeschränkungen und Geschlechtsbezeichnungen immer noch an der Tagesordnung sind.“

LP 31 Andreas Lebert (Brigitte): Frauen beklagen nicht umsonst, dass Männer wenig über Gefühle reden. Ich glaube, dass sie eben oft keine haben. Die Vermutung, hinter ihrem Schweigen verberge sich sehr viel Gefühl, ist leider falsch. Ich habe gelesen, dass 60 Prozent der deutschen Manager nur eine einzige Zeitschrift konsumieren: die "ADAC-Motorwelt". Frauen dagegen geben 1,2 Milliarden Euro für Frauenmagazine aus. Das ist richtig viel Geld.


LP 32 Dr. Josef Dürr
Fraktionsvorsitzender Bündnis 90/Die Grünen
"Gewalt gegen Frauen und Kinder gehört bestraft und geächtet! Gewalt macht keine Männer, nur Schwächlinge schlägern."

LP 33 Christian Pfeiffer: „Als Kriminloge wird man zum Feministen“


LP 34 Anton Leitner
Oberstudiendirektor Carl-Spitzweg-Gymnasium,
"Ich finde Gewalt gegen Frauen, sei es in direkter oder in indirekter Form durch Benachteiligung, unannehmbar, weil die Frauen nicht nur als Mütter, sondern in allen Bereichen der Vergangenheit und Gegenwart unendlich viel für die Menschheit leisten und geleistet haben."

LP 35 Dr. Hans-Joachim Lutz
Vorsitzender des Sozialdienstes Unterpfaffenhofen-Germering, e.V
"Die Gewalt gegen Frauen und Kinder ruft bei allen Bürgern nicht nur Ablehnung sondern vor allem Wut und Abscheu hervor. In den zahlreichen Statements, mit denen prominente männliche Bürger in den letzten Wochen öffentlich Stellung bezogen haben, ist genau diese Grundstimmung deutlich zu spüren. Dabei schwingt auch stets die Hoffnung mit, dass Gewalt möglichst bald kein Thema im menschlichen Zusammenleben mehr sein darf.
Nur wenn sich alle Bürger gegen diesen Auswuchs männlichen Verhaltens wenden, ihn permanent ächten und selbst alles dafür tun, dass Gewalt an Frauen weder belächelt noch bewitzelt wird, schaffen wir es, dass Gewalt an Frauen und Kindern nicht nur punktuell kritisiert und abgelehnt wird, sondern dass sie durch das gesellschaftliche Klima unmöglich gemacht wird. Die Tatsache, dass sich diese Form der Gewalt in vielen Bereichen so hartnäckig halten kann, macht deutlich, dass der Kampf dagegen in erster Linie im Kopf geführt werden muss.

LP 36 Hartmut Krumm
ehem. Vorsitzender der Stadtkapelle Germering
"Ich bin gegen Männergewalt an Frauen und Kindern, weil auch für die "Schwächsten" unserer Gesellschaft das Grundrecht der Unverletzlichkeit der Menschenwürde gilt. Gewalt, insbesondere gegen Frauen und Kinder kann nicht akzeptiert werden und jeder ist aufgefordert, derartige Verstöße ohne Rücksicht auf die jeweilige Person anzuzeigen, weil eine Nichtanzeige nur den Täter schützt."

LP 37 Dr. med. Richard Sell
Internist
"Gewalt gegen Schwächere, wie Frauen und Kinder, verstößt gegen die Würde der Betroffenen und damit gegen ein elementares Menschenrecht. Leider kommen die Folgen oft erst in der ärztlichen Praxis ans Tageslicht. Das Bewußtsein für dieses Problem muß in der Gesellschaft gefördert werden!"

LP 38 Heinz Nitsche
Trainer und Vorstand der Abtlg. Ju-Jutsu und Karate SCUG
"Ich bin gegen Männergewalt an Frauen und Kindern, weil sie immer an Schwächeren ausgetragen wird. Mein Motto ist, "Schwächere" zu motivieren, nicht zu degradieren."

LP 39 Markus Hengstschläger:
"Es stimmt schon irgendwie", kommentiert der Wiener Genetiker Markus Hengstschläger die einseitig apokalyptischen Thesen des an der englischen Oxford University arbeitenden Bryan Sykes: "Ohne das männliche Y-Chromosom gibt es menschliches Leben, ohne das weibliche X-Chromosom nicht." Und ganz generell: "Frauen haben eine viel bessere genetische Ausstattung als wir Männer. Wir Männer sind evolutiv betrachtet definitiv im Nachteil."

LP 40 Frank Arlandt „Männer gegen Männergewalt“ Es gibt andere Wege, diese Ohnmacht zu überwinden und es liegt in der Verantwortung jedes Einzelnen, diese Wege auch einzuschlagen". »Es gibt keine Entschuldigung für Gewalthandeln«, stellt Arlandt fest. Geschlechtsspezifische Verhaltensmuster spielen dabei eine entscheidende Rolle, meint er: »Männer nehmen die eigenen Grenzen nicht wahr, und auch nicht die Grenzen von anderen. Auf ›unmännliche‹ Gefühle wie Hilflosigkeit, Angst oder Trauer reagieren viele mit Gewalt.« Arlandts Beratung zielt daher auf die Entwicklung sozialer Kompetenz, auf die Fähigkeit, Grenzen zu akzeptieren und mit den eigenen Aggressionen vernünftig umzugehen.


LP 41 Ludwig Stiegler (SPD): Was halten Sie von weniger Einkommenssteuer für Frauen? Antwort LS: Leider nicht möglich, weil wir ein Gleichbehandlungsgesetz haben!

LP 42 Thomas Gesterkamp: „die Krise der Kerle"


LP 43 Patrick Schwarz (die Zeit)

LP 44 Christoph Böhr: Der stellvertretende CDU- Vorsitzende Christoph Böhr begrüßte die Diskussion um ein verpflichtendes soziales Jahr als Ersatz für den Wehr- und Zivildienst. Frauen dürften aber dazu nicht herangezogen werden, da sie mit Geburten- und Erziehungszeiten bereits einen Dienst an der Gesellschaft leisteten.

LP 45 Karl-Friedrich Fischbach: Biologe, Vorstand ZUM (Zentrale für Unterrichtsmedien) Alt-68er

LP 46 Horst Köhler (Bundespräsident): Frauenquote bei Bundesverdienstkreuzen

LP 47 Michail Gorbatschov:
Es ist längst an der Zeit für einen eigenen Welt-Frauenpreis. Frauen haben sich mehr um unsere Welt verdient gemacht als Männer. Wir wollen von nun an jährlich auch Frauen ehren, die unsere Welt zum Besseren verändert haben.»


LP 48 Roger Köppel (die Welt)
Hamburg (dpa) - Glanzlichter bei der «Goldenen Feder»: Die Verleihung des Medienpreises aus dem Hamburger Bauer-Verlag hat auch in diesem Jahr mit sprachlichen und musikalischen Höhepunkten aufgewartet.
Der seit 40 Jahren für die Emanzipation der Frau streitenden Alice Schwarzer gab der designierte Chefredakteur der Berliner Tageszeitung «Die Welt», Roger Köppel, in seiner Laudatio einen wertvollen Tipp: Er habe in einem Münchner Flughafenkiosk nach der «Emma» gesucht und sie erst nach sieben Minuten im Regal Mode/Accessoires/Frisuren, über einem Hardcore-Schwulenmagazin, entdeckt. «Jetzt müssen Sie nur noch für eine bessere Kioskplatzierung kämpfen», empfahl Köppel der 61- Jährigen. Er gestand ein, ein «stiller Bewunderer, heimlicher Fan» von Schwarzer zu sein: «Sie haben einen Urinstinkt für die Aufdeckung der Schwachstellen des Gegners.» Mit seiner Rede habe er die These bestätigt, dass Männer auch nur Menschen sind, konterte die Frauenrechtlerin.

LP 49 Stephen Biddulph (Soziologe): "Warum Jungen zur Überheblichkeit neigen und was man dagegen tun kann
Möglicherweise bringen Jungen von Natur aus ein gewisses Maß an Überheb-
lichkeit mit. Bis vor kurzem noch wuchsen viele Jungen in der Meinung auf,
Frauen seien nur dazu da, sie zu bedienen. In manchen Kulturen werden sie
bis heute wie kleine Götter behandelt. In der heutigen Welt führt diese
Einstellung dazu, dass Jungen sich mitunter so unausstehlich verhalten,
dass niemand etwas mit ihnen zu tun haben will.
Aus diesem Grund ist es besonders wichtig, Jungen Bescheidenheit und
Rücksichtnahme beizubringen. Dies ist am besten zu erreichen, wenn man
von ihnen verlangt, Entschuldigungen auszusprechen oder tätig Abbitte zu
leisten, wenn man sie dazu anhält, anderen zu helfen und sich stets
rücksichtsvoll zu verhalten. Kinder müssen ihren Platz in der Welt kennen
lernen, ansonsten wird ihnen die Welt höchstwahrscheinlich eine harte
Lektion erteilen. [...]"

LP 50 Gregor Gysi (die Linke): bendeidet Frauen um ihre Gebärfähigkeit

Reserve:

Lempert (Institut Lempert Hamburg)

Thomas Schollas (Nordelbisches Männerforum)

Volker Karl Lindenberg (Nordelbisches Männerforum)

Henning van Bargen (Gendertrainer)

Ulrich Niewind (Gendertrainer)

Karl-Heinz Michels

Frank Schirrmacher (FAZ)

Volker Black (Trainer Ju-Jutsu)

Christian Stöcker

Eckhard Benkelberg

Dietrich Schwanitz

Christina Stöcker (Spiegel Online)

Walter Hollstein
 


Datum der letzten Änderung: 12. 10. 2008

Wieviel »Gleichberechtigung« verträgt das Land?