Wenn der Mensch zur MenschIn wird - oder:

Wieviel »Gleichberechtigung« verträgt das Land?

How much »equality« the country can stand?

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Thema Integration: Kulturdeutsche (Gesellschaft)

Mus Lim ⌂ @, Freitag, 12.10.2018, 16:58 (vor 64 Tagen)

Ich weiß nicht, wer das auch erlebt: Ganz offensichtlich Kulturfremde erklären ostentativ, dass sie auch "Deutsche" wären und verweisen auf eine Deutsche Staatsangehörigkeit oder einen deutschen Pass, den sie erhalten hätten. Was wäre dazu zu sagen?

Das Thema ist so ganz neu nicht, eher schon rund 100 Jahre alt. Guckst Du:
Der Begriff Kulturdeutsche ist eine Selbstbezeichnung für Personen, die sich allein über die deutsche Nationalkultur als deutsch definieren. Synonym ist nach Kultur Deutsche und das betreffende Volkstum wird als Kulturdeutschtum tituliert. Beiwort ist kulturdeutsch.

Der Terminus "Kulturdeutsche" kam um 1927 im Freistaat Preußen auf, als in der Weimarer Republik das Einbürgerungsrecht reformiert werden sollte. Der damalige Innenminister Albert Grzesinski wollte mit der Definition "nach Kultur Deutscher" durchsetzten, dass nur noch Personen die Staatsbürgerschaft erhielten - die in ihrer Heimat, diese konnte sich in einem deutschsprachigen oder fremdsprachigen Gebiet befinden - eine aktive Verbindung zum Deutschtum (Bekenntnis zur deutschen Nationalkultur) nachweisen konnten. Dazu zählten das Beherrschen der deutschen Sprache, der Besuch einer deutschen Schule und der Besitz eines deutschen Namens. Die Religion des Betreffenden war unerheblich. Das Gros der Innenminister der Länder bestand jedoch auf die Beibehaltung des althergebrachten Abstammungsprinzips.

Wer also einen arabischen oder türkischen Namen hat, oder arabisch und/oder türkisch auf dem Schulhof redet, kann demnach kein Deutscher sein, zumindest kein Kulturdeutscher. Ein Stück Papier (Einbürgerung/Pass) ändert daran nichts.

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Suchmaschinen-Tags: Gleichberechtigung, Geschlechtergerechtigkeit

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