Wenn der Mensch zur MenschIn wird - oder:

Wieviel »Gleichberechtigung« verträgt das Land?

How much »equality« the country can stand?

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Die Ehe steht unter dem Schutz des Staates - und genau das ist das Problem (Allgemein)

DschinDschin, Mittwoch, 12.08.2015, 09:51 (vor 1259 Tagen)
bearbeitet von DschinDschin, Mittwoch, 12.08.2015, 10:10

Die Ehe ist ein privatrechtlicher Vertrag, eine verbindliche Vereinbarung zwischen Parteien, die sich aus dieser Verbindung Vorteile versprechen.
Daher besteht zwischen der Ehe und der Begründung einer BGB-Gesellschaft, eines Vereins oder einer OHG kein Unterschied.
Die Gründung einer solchen Vereinigung führt dazu, dass es ein Binnenverhältnis und ein Außenverhältnis gibt, und für beide gelten u.U. verschiedene Regelungen.
Aus Gründen der Besteuerung und um die Parteien und Dritte zu schützen, gibt der Staat für solche Instituionen einen rechtlichen Rahmen vor. Dieser Rahmen berücksichtigt Gewohnheit und Sitte, d.h. orientiert sich am Üblichen.
Die Ehe ist keine Erfindung des Staates, auch wenn er dieses Institut weidlich ausnutzt. Die Tatsache der weltweiten Verbreitung zeigt, dass keine Kultur ohne dieses Institut überlebt hat. Es hat damit zu tun, dass Kinder eine langfristige Investition erfordern, dass Schöheit und Fruchtbarkeit flüchtig sind, dass Männer mehr produzieren können, als sie selbst benötigen. Ein langfristiger Vertrag löst die ansonsten kaum lösbaren Widersprüche, so dass ein Geschäft, ein Austausch zum gegenseitigen Nutzen, möglich wird. Die Ehe schafft einen Rechtsrahmen innerhalb dessen es zu einem Austausch von Gütern und Dienstleistungen kommt, der sonst so nicht statt gefunden hätte. So wie ja auch Unternehmen deswegen existieren, weil es nun diese Trennung von Innen und Außen gibt und die Austauschprozesse im Innenbereich sich von denen im Außenbereich deutlich unterscheiden können. Auch entstehen Gewohnheiten und Loyalitäten, welche die Organisation zu Leistungen befähigt, welche ohne diese nicht möglich wären.
Das Problem der Ehe ist das Problem der Unternehmen: verzichten die Parteien auf die langfristige Bindung, werden die Beteiligten auf kurzfristige Nutzenoptimierung setzen. Die Ehe wird zum Konkubinat der Arbeitnehmer zum Tagelöhner mit den entsprechenden Folgen für die Arbeitsmoral und die Loyalität. Beide Austauschverhältnisse gleichen sich der Prostitution an, einem Austauschprozess, bei dem Dienstleistung und Bezahlung auf den Kernprozess beschränken und ansonsten, neben der üblichen Höflichkeit, keine weiteren Verpflichtungen der Geschäftspartner bestehen, ein Wir-Gefühl erst gar nicht aufkommt.
Das Problem des Staates besteht darin, dass es ihn gar nicht gibt, jedenfalls nicht als Person, so wenig wie die GmbH oder die AG. Der Staat ist ein Konstrukt, das erst durch Menschen (Organe) tätig wird. Und diese Menschen verfolgen ihre egoistischen Ziele, die in einer Demokratie zuforderst opportunistisch sind. Der Staat ist also die Beute von Interessengruppen, die oft sehr kurzfristige und für den Staat schädliche Ziele verfolgen. Da es viel mehr untüchtige als tüchtige Menschen gibt, wobei die Untüchtigen nur durch Ausnutzen der Tüchtigen einigermaßen überleben können, also durch Umverteilung, dominiert in den meisten Staaten, zumindest in Europa, die linke Denke. Und die linke Denke negiert das Private. Sie postuliert so eine Art Universalfamilie, das Kollektiv, das Wir, in dem dann alle Regeln gelten sollen, wie in einer Familie: Einer für Alle, Alle für Einen. Der Nebelbegriff ist Solidariatät, wobei diese in der Regel eine Einbahnstraße ist, mittels derer die Tüchtigen durch die Untüchtigen ausgeplündert werden, ohne dass eine entsprechende Gegenleistung erfolgt. In einer Familie wird in der Regel darauf geachtet, dass jeder seinen Teil beiträgt, und selbst wo die Leistung einseitig von den Eltern zu den Kindern fließt, geben diese meist weiter, was sie selbst von ihren Eltern empfangen haben oder befriedigen doch zumindest ein Bedürfnis, dem Nachwuchs gutes zu tun. Bei den meisten Menschen beschränkt sich der Wunsch, wildfremde Menschen zu beschenken, auf überschaubare Beträge, viel weniger, als uns durch Steuern und Sozialabgaben genommen wird. Darum sollte man den Begriff Solidarität durch Zwang ersetzen. In diesem linken Umfeld ist die Familie ein Fremdkörper, z.B. weil sie Versorgungsleistungen ganz ohne staatlichen Zugriff organisiert, weil sie Bildung und Erziehung ganz ohne staatliche Kontrolle ermöglicht, weil Familien für die eigenen Kinder partout mehr tun als für irgendwelche fremden Kinder, und auch so das linke Ideal der Gleichheit verhindert wird.
Die Tatsache, dass es ein Familienministerium gibt, ist ein schlechtes Zeichen. Denn das Private läßt sich nicht verwalten. Vielleicht gibt es dort irgendwann man eine Abteilung für gendergerechten Sex, wo dann Regeln erarbeitet werden, welche Stellungen eim Sex unter dem Aspekt der Gendergerechtigkeit noch erlaubt sind.
Familienministerium das klingt für mich irgendwie Orwell-haft.
Im Augenblick sieht es so aus, dass der Staat der Totengräber der Ehe ist, was ihm letztlich das Genick brechen wird (siehe oben).

DschinDschin

PS: Aphorismen

  • Wenn Liebe die Frage ist, so ist Ehe nicht die Antwort.
  • Liebe vergeht, Hektar besteht (alte Bauernregel)
  • Was reizt einen Mann an einer Frau mit der er mehr als 20 Jahre verheiratet ist? - Jedes Wort!
  • Prostituierte sind die Mätressen des kleinen Mannes.
  • Prostitution trägt mehr zur Stabilität der Ehe bei, als alle Eheberatungen zusammen. Prostitution ist die salvatorische Klausel des Ehevertrags.
  • Ehe kann man nicht abschaffen, weil die meisten Nutten auf einem Beamtenstatus bestehen.

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Barbarus hic ergo sum, quia non intellegor ulli.

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