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Warum Feministinnen den Feminismus nicht erfunden haben (Allgemein)

agztse @, Sonntag, 19.01.2014, 14:30 (vor 1730 Tagen)

http://www.returnofkings.com/24581/why-feminists-did-not-cause-feminism?utm_source=dlvr.it&utm_medium=twitter


Femministen betrachten die Geschichtie ihrer Bewegung als einen Prozess der durch bahnbrechende Ideen vorangetrieben wurde. Sie sehen sich auf einer Ebene mit der (US) Bürgerrechtsebwegung. Sie glauben herausragende feministische Denker (ein paradoxon an für sich - agztse) haben Bücher und Schriften mit weltbewegenden Ideen verfasst die das Bewusstsein von Frauen veränderten, welche befreit von den Fesseln von Hausarbeit, Kindererziehung und Gehorsam gegenüber dem Ehemann Karriere und Selbsterfüllung fanden.

Natürlich liegen sie damit falsch.

Feministische Schriften sind im wesentlichen widersprüchlich, weinerlich, zusammengestümpert aus esoterischen Halbweisheisen und marxistischen Denken mit veränderten Vorzeichen. Verzweifelt versuchen Feministen eine Entwicklung, die ohnehin stattfand, als ihren Erfolg zu verkaufen.

Die Befreiung der Frau war keine soziale Bewegung hinter der grosse Ideale standen sondern eine Entwicklung die aus Langeweile stattfand.

Langeweile die möglich wurde durch die Erfindung arbeitssparender Haushaltsgeräte und die dadurch aufkommende freie Zeit.

Das goldene Alter des Kapitalismus

Das späte 19. und frühe 20. Jahrhundert waren eine unglaublich produktive Periode: zwischen der industriellen Revolution und dem 1. WK fand ein massiver technologischer Fortschritt statt der nicht nur Maschinen und Technologien die wir heute als selbstverständlich erachten hervorbrachte sondern auch die Grundlagen für die industrielle Massenproduktion schuf. In den 50er Jahren fand in den USA ein Wirtschaftsboom, das “Goldene Zeitalter” statt welcher eine rapide wachsende Mittelschicht hervorbrachte deren Angehörige sich die Errungenschaften des technologischen Fortschitts im zunehmenden Masse leisten konnten.

Femminismus ist ein Phenomen der Mittelklasse. Aus dem einfachen Grund weil weisse Mittelklassefrauen dafür Zeit hatten. Ausserdem gab es mehr Mittelklassefrauen: nach der industriellen Revolution und nach dem 2.WK wuchs die Mittelklasse sprunghaft an.
Diese zwei Wachstumsphasen der Mittelklasse fielen zusammen mit den ersten zwei Wellen des Feminismus und es ist völlig richtig einen Zusammenhang zu sehen zwischen dem Wachstum der Mittelklasse und verstärkter feministischer Aktivität. Man kann sogar einen Schritt weitergehen und sagen das das Anwachsen der Mittelklasse den Feminismus hervorgebracht hat. Somit kann man Feminismus nicht als das Ergebnis der Werke einiger Sozialaktivisten betrachten. Wenn er das wäre hätte es in der Geschichte viel mehr feministische Bewegungen gegeben. Obwohl es immer schon feministische Theoretiker gab (Christine de Pizan geb1364, Anne Bradstreet geb1612, Mary Wollstonecraft geb1759 sowie eine Männer die für Frauenrechte eintraten von Plato bis Kemper) gab es nicht immer Feminismus.

Die Befreiung der Frau beziehungsweise die Ablehnung traditioneller Rollenmuster wurde nicht durch Feministische Denker sondern durch moderne Haushaltsgeräte hervorgerufen. Femministen würden dies zwar gern für sich in Anspruch nehmen um ihre Bewegung als herausragende, befreiende soziale Revolution zu verkaufen und nicht als die bedauerliche Nebenwirkung von wachsendem Wohlstand.

Küchengeräte

Die wohl wichtigste Entwicklung zur Zeiteinsparung war die Waschmachine. Hinter ihr steht ein langer Entwicklungsprozess voller Versuche und Rückschläge aber in ihrer heutigen Form beruht sie auf eier Erfindung von James King in 1851. Im Jahre 1908 schliesslich entwickelte Alva J. Fisher die erste elektrische Waschmachine. In den 1960’ern schliesslich wurden elektrische Vorderlader Waschmachinen mit Heizelementen und automatischen Durchlaufzeiten die auf Knopfdruck waschen, spülen und trocknen können in Massenproduktion gefertigt. Das Resultat war das Mittelklassefrauen wie Betty Friedan plötzlich die Zeit fanden Klagelieder über ihr Unglück anzustimmen (The Feminine Mystique/Der Weiblichkeitswahn 1963).

Offenbar haben die vielen die dieses Buch lasen und mit seiner Grundaussage – das die Rolle der Frau als Hausfrau, Ehefrau und Mutter nicht erfüllend ist – übereinstimmten nicht bedacht das es weniger die Rolle der Hausfrau war die nicht erfüllte sondern die Tatsache das eben diese Rolle im zunehmenden Masse von Machinen übernommen wurde.

Das Waschen übernahm die Waschmachine, das Spülen die Spülmachine, das Trocknen der Wäschetrockner. Die Frauen der Arbeiterklasse für die die Hausfrauentätigkeit immer noch ein Vollzeitjob war waren ausgelastet und hatten offenbar nicht die Zeit sich mit ihren Stimmungen zu beschäftigen.

Es waren die Frauen der Mittelklasse die sich unerfüllt und unglücklich empfanden. Wahrscheinlich waren sie tatsächlich unglücklich, so wie jeder Mensch der keine Rolle im Leben hat Lustlosigkeit und Unzufriedenheit empfindet – aus Ermangelung einer Tätigkeit.

Die moderne Familie

Eine noch problematischere Erfindung als die Waschmachine war der Mikrowellenherd den Percy LeBaron Spencer 1954 erfand.

Die Waschmachine gibt Frauen etwas mehr freie Zeit, so wie andere Haushaltsgeräte. Diese Zeit kann sie zwar damit verbringen feministische Literatur zu lesen aber ihre traditionelle Rolle verändert sich durch die Waschmachine nicht vollständig. Aber durch den Mikrowellenherd.

In den 70er und 80er Jahren wurden Mikrowellenherde immer leistungsfähiger, effizienter und günstiger und entwickelten sich so zur Grundausstattung der modernen Küche. 1976 schrieb und veröffentlichte Andrea Dworkin ihr Werk “Unser Blut” auf welches eine Anzahl weiterer Ergüsse folgten: New Woman’s Broken Heart (1980), Pornography (1981), Right Wing Women (1983), Ice & Fire (1986), Intercourse (1987) (die übersetzung schenk ich mir, wer will findet den Quark bei Amazon. Aber wer will das schon.)

In dieser Phase der feministischen Entwicklung, also die zweite in die dritte Welle überging, fanden sich Feministen wie Dworkin die die traditionelle Rolle der Frau als Hausfrau komplett ablehnten. Sogar die Aspekte der Rolle die Kreativität und Entfaltung möglich machen – eben das Kochen – wurden verteufelt.

Das verlorengehen der Kunst des Kochens zu Hause war ein massiver Schlag gegen die traditionelle Familie. Allerdings hätte die Verteufelung des Kochens durch einige Theoretiker nie Auswirkungen auf die Gesellschaft gehabt ohne die Erfindung des Mikrowellenherds.

Der Mikrowellenherd, mehr als jeder feministische Geisteserguss, hat traditionelle Rollen in der Familie aufgelöst als er das gemeinsame Familienessen beendete. Wenn jedes Mitglied einer Familie jederzeit Fertiggerichte zubereiten kann wird die Tradition das die Familie gemeinsam isst überflüssig. Ein weiterer wesentlicher Teil der Hausfrauenrolle wurde ausgelöscht ohne das die Stifte von Dworkin, Brownmiller oder Friedan auch nur das Papier berühren mussten. Es bedurfte einzig des Mikrowellenherdes und der Fertiggerichte.

Müßiggang ist aller Laster Anfang.

Dies sind nur einige der Haushaltsgeräte welche der Frau die Zeit gaben sich mit sich selbst zu beschäftigen und Feministin zu werden.

Andere Erfindungen wie der Staubsauger, das Bügeleisen, die Kühltruhe, Wegwerfwindeln, WC’s und die Spühlmaschine (erfunden übrigens von einer Frau, Josephine Cochran in 1886 welche sich, aus unerfindlichen Gründen, nicht vom Patrichariat unterdrückt sah) wurden nicht einmal erwähnt.

In den meisten Fällen wurde die traditionelle Rolle der Frau aufgelöst durch Erfindungen von Männern wodurch Frauen möglicherweise keine andere Möglichkeit hatten als Feministinnen zu werden. Die natürliche Neugier von Männern, ihr Erfindergeist und ihre Freude daran Probleme zu lösen – sogar die Probleme von anderen – hat dazu geführt das Frauen ohne Aufgabe dastanden und ihre traditionelle Rolle aufgaben.

Natürlich sollte man diese Männer aus heutiger Sicht nicht verdammen. Sie konnten nicht ahnen das sie mit ihren Erfindungen den Weg bereiteten für die gesammelten Werke der Andrea Dworkin. Denn schliesslich mussten Frauen die befreit waren von den Zwängen der Hausarbeit ja nicht notwendigerweise Feministen werden. Sie hätten alles werden können. Und zumindest hätten sie sich die Fähigkeit kochen zu können erhalten sollen.

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