Wieviel »Gleichberechtigung« verträgt das Land?

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Meine Meinung zum Thema Hoffmann gegen WGvdL

verfasst von Christine(R) Homepage, 17.10.2009, 18:54

Untenstehende, angefangene Antwort ist mir zu einem anderen Beitrag eingefallen, weshalb ich das nach kurzer Überlegung getrennt habe. Der überwiegende Teil des hier geschriebenen fiel mir nach und nach ein.
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Nicht nur diese Geschichte, sondern viele andere Begebenheiten mit Männern, die oftmals einfühlsamer als Frauen waren, haben mich dem Feminismus gegenüber, der u.a. immer wieder behauptet hat, Männer hätten keine oder kaum Gefühle, ebenfalls wütend werden lassen. Ich habe viele Männer kennen gelernt, die man landläufig als grobe Kerle bezeichnet, aber wenn man ihnen zuhört, stellt man fest, das sie alles andere als grob sind.

Kann man solchen Männern tatsächlich den Vorwurf machen, dass sie manchmal grob sind und auch so schreiben? Man trampelt auf ihren Gefühlen herum, immer und immer wieder und dann sollen sie nicht laut werden dürfen? Ihnen werden mehr und mehr Rechte genommen, insbesondere die an ihren Kindern und nachdem sie wenigstens hin und wieder mal wahr genommen werden, sollen sie nun klein beigeben?

Obiges waren auch meine Konflikte, die mich zwar hatten eine Antwort an Arne erstellen lassen, die aber noch nicht fertig war und am Stromausfall, mind. 2 Std. gescheitert ist (im übrigen überprüfbar, vermutlich bei der entsprechenden Verbandsgemeinde). Meine lange Antwort an Arne war weg und wer schon einmal in dieser Situation war, der weiß, das danach einfach die Luft raus ist.

Des Weiteren gab es von mir keine Überlegung Arne gegenüber, ihm aus irgendeinem Sinn heraus keine Antwort zu geben. Eher war das Gegenteil der Fall. Ich wollte Arne eben keine oberflächliche Antwort geben und gründliche Antworten brauchen - zumindest bei mir - ihre Zeit. Im Übrigen weiß Arne das sogar aus der Zeit, in der wir das Interview zu seinem Buch "Männerbeben" geführt haben. Manche Antworten waren einfach, aber bei etlichen Antworten hatte ich so meine Schwierigkeit und die haben ebenfalls Wochen gedauert. Deswegen kann ich seinen Vorwurf an mich auch nicht wirklich nachvollziehen.

Es ist richtig, dass ich/wir Mails bekommen haben, in denen wurden wir allerdings nur gebeten, nicht auf Beiträge zum Piratenforum zu verlinken, um forenübergreifende Diskussionen zu unterbinden. Dem sind wir nach gekommen (bis auf diesen Thread), weil es in der Tat nichts bringt.

Nichtsdestotrotz habe ich weiterhin Respekt vor Arne, wie allerdings auch vor vielen anderen hier Schreibenden. Man kann Arnes Arbeit nicht negieren und so tun, als ob nichts gewesen wäre. Auch ist Arne durch seine Schreiberei nicht reich geworden, erst recht nicht durch seine "Männerbücher". Ich glaube kaum, das ich ein Geheimnis verrate, da ich nicht weiß, ob Arne das mal öffentlich geschrieben hat, aber die Haupteinnahmequelle waren nun mal die Bücher, die mit Männerthemen nichts zu tun hatten. Deshalb kann man auch nicht davon sprechen, das er durch seine Männerbücher reich geworden wäre. Insofern sind diesbezügliche Einwände aus meiner Sicht irrational und entbehren jeder Grundlage.

So, als diese Diskussion hier anfing, hatte ich die entsprechenden Beiträge noch nicht gelesen. Dieses habe ich heute nachgeholt und mir eine eigene Meinung gebildet, die vermutlich von vielen nicht geteilt wird.
Zunächst einmal kann ich immer noch nicht so ganz verstehen, warum Arne ausgerechnet auf "Vinci" angesprungen ist. Dieser Mann behauptet allen Ernstes, dass Frauen in unserer Gesellschaft immer noch benachteiligt und noch schlimmer, unterdrückt werden. Sorry, so jemanden kann ich nicht ernst nehmen, da fehlt mir jegliches Verständnis für.
Ich habe ja nun in meinem Leben weiß Gott genug mitgemacht, aber ich habe mich nie als Frau diskriminiert gefühlt und auch nicht als Mensch.

Das Arne reagiert hat, kann ich wiederum als Mensch nachvollziehen. Das seine Antworten nicht 100%ig stimmten, wurde ja von anderen korrigiert. Das er uns allerdings in die rechtsradikale Ecke stellen will, kann ich ebenfalls nicht nachvollziehen. Sicher, hier wurden einige Links zu PI oder Altermedia gelegt, aber doch immer im Zusammenhang mit Feminismus, z.B. Zwangsheirat o.ä. Dann gab es noch die hochemotionalisierte Debatte um Homosexuelle, wobei sich der überwiegende Teil einig war, das die Adoptionsdebatte hauptsächlich den Lesben geschuldet ist.

Ich frage mich aber trotzdem, wieso Arne keine Kritik üben soll? Gerade hier pochen doch sehr viele - zu Recht - darauf, eine eigene Meinung haben zu dürfen, aber Arne darf diese nicht zugestanden werden? Überhaupt steht es hier mit der Meinungsfreiheit bei einigen nicht zum Besten. Solange diese mit der eigenen übereinstimmt, ist sie i.O. Sobald aber jemand oder bestimmte Personen etwas schreiben oder von der eigenen Meinung in Details abweichen, gilt das nicht.

Arne schrieb darüber, das er von vielen angeschrieben wurde, die sich über den Stil hier schon seit langem beklagen und deshalb hier nicht mehr schreiben. Natürlich weiß ich nicht, welche Personen das waren, ich möchte aber in diesem Zusammenhang daran erinnern, das hier früher etliche geschrieben haben, die (nicht nur) ihren ganzen Frust auf Frauen abgeladen haben, nun aber, aus welchen Gründen auch immer, z.B. auch durch einen längeren Abstand zum eigenen Geschehen, ruhiger geworden sind.
Solange dieses aber nicht der Fall war, waren aber einige froh, das sie sich auskotzen konnten, aber genau das soll anderen nicht zugestanden werden? Ich dachte immer, ich wäre vergesslich, aber andere scheinen mich da zu übertreffen.

So, ich könnte jetzt noch stundenlang weiterschreiben, aber da lange Beiträge selten gelesen werden, mache ich hier erst einmal Schluss.

Gruß - Christine

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Es ist kein Merkmal von Gesundheit, wohlangepasstes Mitglied einer zutiefst kranken Gesellschaft zu sein

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