Wieviel »Gleichberechtigung« verträgt das Land?

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Fiona Baine ist eine Frau - Zickenkrieg zwischen Matriarchatsforscherinnen? (Feminismus)

verfasst von Werner(R), 30.07.2012, 03:58

Vom 12. bis 15. Mai gastieren die siebzigjährige Göttner-Abendroth und ihre radikal-feministische Bewegung in St. Gallen, um darüber zu diskutieren, wie sich Ergebnisse aus der Matriarchatsforschung politisch umsetzen lassen. ... Fachleute der Sektenprävention sind entsetzt, dass der Anlass offiziell unterstützt wird. "Göttner-Abendroth vertritt eine dogmatische Weltanschauung, die für sich die Wahrheit beansprucht und keine anderen Meinungen duldet", sagt Georg Otto Schmid, Leiter der evangelischen Sekten-Informationsstelle relinfo.ch. Das rücke die Feministinnengruppe in die Nähe einer fundamentalistisch-religiösen Bewegung. ...

Die Leiterin der städtischen Fachstelle Kultur, Madeleine Herzog, rechtfertigt das finanzielle Engagement damit, dass in der Kantonsbibliothek bald ein Archiv über die Matriarchatsforschung eröffnet werde, das "Matriarchiv". Der Fonds, aus dem die Stadt den Beitrag bezahlt, besteht aus jährlich 20 000 Franken für "Frauenprojekte". Immerhin einen Viertel davon - 5000 Franken - hat die Fachstelle dem Kongress zugestanden. Entscheidend war auch die Unterstützung der Prominenz. ...

Der Fachkreis "Neue religiöse Bewegungen" des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbunds hat sich hingegen mit dem Thema befasst. Dessen Mitglied Martina Schäfer kam als Studentin mit der von Göttner-Abendroth gegründeten Akademie Hagia in Berührung. "Sie verbreitet höchst undemokratisches Gedankengut, in dem sie die Priesterinnen-Herrschaft propagiert und Menschenopfer glorifiziert", sagt Schäfer über Göttner-Abendroth.
- nzz.ch

Martina Schäfer: Ich habe 1986 meine Dissertation im Fach Germanistik mit dem Thema "Feministische Fiktionen und literarische Traditionen eines autonomen, feministischen Verlages" geschrieben. Weil diese Utopien sich meistens um Matriarchate drehten, bin ich ganz automatisch mit den Publikationen zu diesem Thema aus den Verlagen Frauenoffensive, Zeiten und Spuren und Kunstmann in Berührung gekommen. Außerdem gab es in München eine Utopie-Gruppe, an der ich teilgenommen habe, und eine Erzähl-Gruppe, bei der bis zu sechzig Frauen erschienen sind, um sich gegenseitig frei Geschichten zu erzählen.

Einige Zeit vorher war "Die tanzende Göttin. Prinzipien einer matriarchalen Ästhetik" von Heide Göttner-Abendroth erschienen. Sie war der Meinung, dass die logische Fortsetzung unseres Geschichtenerzählens eigentlich Rituale hätten sein müssen, und so sind wir ins Gespräch gekommen. Aus diesem Kontakt hat sich dann ergeben, dass ich zu den Mitgründerinnen gehörte, als die Akademie Hagia auf dem Weghof, der Heide Göttner-Abendroth gehörte, entstand.

Ariane Rüdiger: Wann sind Sie aus der Akademie wieder ausgestiegen und warum?
Martina Schäfer: Ich habe bis 1990 auf dem Weghof gelebt. Aus dem Projekt habe ich mich verabschiedet, weil ich - wie übrigens auch andere - fanden, dass es sich zu sehr um die Person der Heide Göttner-Abendroth zentrierte.
- Interview: Das Ende der Legende

Martina Schäfer gehörte bis weit in die Neunzigerjahre selbst zu den Protagonistinnen, die sie heute scharf kritisiert. Schäfer schrieb Anfang der Achtzigerjahre eine Doktorarbeit über feministische Utopien und kam so in Kontakt zu dem Thema, das sie seitdem beschäftigt. Hierbei lernte sie in München Heide Göttner-Abendroth kennen, deren damals beim Verlag Frauenoffensive veröffentlichte Bücher "Die Göttin und ihr Heros" und "Die tanzende Göttin" zu einer Art Bibel für viele Matriarchatsgläubige wurden.

Gemeinsam mit Göttner-Abendroth und einigen Mitstreiterinnen gründete Schäfer auf dem niederbayerischen Weghof, der Göttner-Abendroth gehörte, das Projekt Hagia, eine Art matriarchale Privatuniversität, wo Forschung und Lehre zum Thema Matriarchat vorangetrieben werden sollten. Doch bald gab es Zoff im Projekt. Woran sich die Streitigkeiten entzündeten, darüber gehen die Aussagen weit auseinander.
- taz

Die Denunziationskampagne ging gegen den internationalen Kongress, gegen die Matriarchatsforschung im allgemeinen und gegen die Person Heide Göttner-Abendroth im besonderen. Dieser Kongress mit Redner und Teilnehmer aus aller Welt wurde auf unsägliche Weise lächerlich gemacht und Person und Werk von Heide Göttner-Abendroth in den Schmutz gezogen.

Begonnen wurde diese Kampagne 3 Monate vor dem Kongress von der Denunziantin Martina Schäfer, die Person und Werk von Heide Göttner-Abendroth aus rein privaten Motiven seit 20 Jahren verfolgt. Ihre Absicht: den Kongress zu beeinträchtigen und zu zerstören.
- Stephanie Ursula

Die schon seit Jahren existierenden Wikipedia-Artikel "Matriarchat" und "Matriarchatsforschung" waren seit September 2011 - durchaus in Folge der Hetzkampagne gegen den Matriarchatskongress in St. Gallen, Mai 2011 - heftigen Angriffen ausgesetzt. Die recht plötzlich in Wikipedia auftauchende "Fiona Baine/Finn" erklärte, dass es den Begriff Matriarchat in der Wissenschaft gar nicht gebe und dass Matriarchatsforschung keine Wissenschaft sei. "Fione Baine" ist das Wikipedia-Pseudonym von Martina Schäfer, welche die Hetzkampagne gegen den St. Galler Kongress bei Behörden, Presse und Radio betrieben hatte. Nun begann sie in Wikipedia zu agitieren. - spiderwoman

Martina Schäfer alias Fiona Baine hat in Wikipedia zunächst und intensiv den Artikel Geschichte der Matriarchatstheorien. Als Hintergrund kann also ein Zickenkrieg zwischen zwei Frauen vermutet werden.

Außerdem ist Martina Schäfer etwa 1952 geboren, dürfte sich also im Ruhestand oder Vorruhestand befinden und sich aus Langeweile in Wikipedia ausagieren.

Dr. Martina Schäfer
Multergasse 29,
CH-9000 St. Gallen
Tel.: 0041-(0)-71-2233153
oder 0049-(0)-2253-2758
- femarc.de

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Ich will, das der Femiwahn aufhört in Deutschland, und zwar Dalli!

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