Wieviel »Gleichberechtigung« verträgt das Land?

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Opportunismus beinhaltet ein Risiko! (Bildung)

verfasst von Lentze, 21.06.2012, 18:57

» "Gleichberechtigung" wird in der
» Bevölkerung positiv und als wünschenswert verstanden

Du bist also für Gleichberechtigung aus opportunistischen Gründen. Das ist ein durchaus diskutables Argument, daher danke für dein klares Plädoyer. Wenn Manifold auch so argumentieren würde, dann müßten wir uns nicht auf weitläufige Wortgefechte einlassen.

Jedoch sind Nutzen und Risiko abzuwägen.

Es ist vielleicht wie mit dem Ausdruck "Demokratie". Die ist geworden zu einem Synonym für alles, was politisch wünschenswert ist. Gleichzeitig ist das Wort dermaßen inflationiert, daß es zur Verständigung nicht mehr taugt. (Es gibt keine Partei, die nicht für Demokratie einträte, nirgendwo.)

Wenn wir also der Öffentlichkeit Gleichberechtigung als Ziel vorstellen, dann werden wir sofort unglaubwürdig. Denn Gleichberechtigung gilt als eine Errungenschaft des Feminismus. Noch mehr Gleichberechtigung, das heißt gewöhnlich, noch mehr Feminismus.

Wenn wir nun mit derselben Forderung ankommen, dann haben wir zu erklären, warum der Maskulismus wortgemäß Dasselbe will wie der Feminismus, und sich nicht von Vornherein Feminismus nennt. Wir müssen dann erklären, was uns unterscheidet. Dann müßten wir sagen: "Wir wollen die wahre Gleichberechtigung!"

Und das führte dann zu Definitionsversuchen wie die von Manifold, die kein Mensch versteht.

Ist es dann nicht besser, dieses Wort, das schon so viel Unglück angerichtet hat, aus dem Spiele zu lassen, und einfach nur Klartext zu reden?

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