Wieviel »Gleichberechtigung« verträgt das Land?

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Einige Beispiele für das "Niveau" von Deutschlandradio Kultur

verfasst von Kurti, Wien, 19.01.2012, 18:43

"Und die Werbung erschuf den metrosexuellen Mann. (Anm. Christoph Altrogge: Kleiner Gottkomplex?) Wird er sich nun fügen, laufen lernen und ganz souverän mit seiner Männlichkeit spielen? (Anm. Christoph Altrogge: An der Männlichkeit herumspielen! Also wirklich! Das führt doch zu Rückenmarksschwund und im Extremfall zu Blindheit, hat man uns in der Kindheit beigebracht …) Oder wird er die zusätzliche Rolle verärgert als Marketingstrategie vom Tisch wischen? (Anm. Christoph Altrogge: Natürlich. Es ist ja auch üüüüüberhaupt keine Marketingstrategie, ach, woher denn …) Nur Mut, sagt René Koch. Der deutsche Mann solle ruhig mal was wagen.
Vielleicht sollte jeder Mann auch mal die Erfahrung machen. Es gibt ein schönes Sprichwort von Marilyn Monroe. Sie hat mal gesagt: Jede Frau sollte in ihrem Leben mal blond gewesen sein, denn Männer reagieren auf Blondinen ganz anders. Als Blondine ist alles anders. Und warum sollten Männer nicht die Erfahrung machen und sagen: jetzt mache ich auf metrosexuell. (Anm. Christoph Altrogge: Stimmt. Auf einen solchen Kram kann man auch nur 'machen' …) Und mache diese Erfahrung, einmal. Zurück kann er ja immer wieder."
(Quelle: www.dradio.de/dlr/sendungen/kompass/180479, 28. 8. 2003)

"Freche Blicke auf die Männlichkeit. (…) Gerne erzählt Dische von lebenstüchtigen Frauen und nicht ganz so standfesten Männern; von Filous, Schmarotzern und Muttersöhnen; von pfauenhaften Ästheten, eingebildeten Kranken und allzu selbstbewussten Versagern. Solche 'frechen' Blicke auf die Männlichkeit lassen sich die Leserinnen gefallen."
(Quelle: Auszug aus einer Rezension zur Erzählungssammlung "Lieben" von Irene Dische. Hoffmann und Campe. 320 Seiten. Deutschlandradio Kultur, 18.12.2006.)

(Erläuterung zum Verständnis des Textes: Der Artikel bezog sich auf eine im Jahr 2007 veröffentlichte Studie, aus der hervorging, dass seit der deutschen Wiedervereinigung vor allem Frauen den Osten Deutschlands aus beruflichen Gründen verlassen haben. In den Medien rief dies große Häme und Schadenfreude gegenüber den allein gelassenen ostdeutschen Männern hervor.)
"Dr. Cora Stephan (Gastautorin)
Frauen sind die besseren Menschen, oder?
Haben wir's nicht immer schon gesagt? Frauen sind das bessere Geschlecht. Hübscher, klüger, selbstbewusster, zielstrebiger, Alpha-Mädchen eben, wie der Spiegel vergangene Woche titelte. Die Jungs? Schmieren gewaltig ab. Vor allem die im Osten sitzen mit fauler Wampe und Flaschenbier vorm Fernseher oder gehen gleich zu den Neonazis. Frau geht da lieber in den Westen und angelt sich einen, der ihr ebenbürtig ist, sofern die Konkurrenz noch einen übrig gelassen hat. Nicht so 'n Loser, eben.
(…)
Ausgleichende Gerechtigkeit, frohlocken da die einen, während die anderen bittere Krokodilstränen über die vernachlässigten und entrechteten Buben weinen. Da muss man ja nicht mitweinen. Aber (…) am Problem Mann ist dennoch was dran.
Die Botschaft kommt aus dem Osten Deutschlands und beschreibt die Nachtseite (…). Da die jungen, gut ausgebildeten Frauen ihr Glück im Westen versuchen, gibt es mittlerweile in einigen östlichen Regionen einen Männerüberschuss von bis zu 25 Prozent. Männer mit schlechter Ausbildung und ohne Job und nun auch noch ohne Frauen. Und diese Mischung gilt seit Jahrtausenden von Jahren menschlicher Gemeinschaft als überaus schlechte Botschaft.
Statistisch gesehen (…) also stellen junge Männer, die weder privat noch beruflich eingebunden sind, die größte Gefahr für sich und andere dar. Frust und Testosteron sind eine heikle Mischung, von der frühere Kulturen noch wussten: sie nannten es das Problem der überschüssigen Männer.
(…)
Die alternden europäischen Industriegesellschaften sind heute auch deshalb ein Ausbund an Friedfertigkeit, weil ihnen die jungen Männer in jenem gewissen Alter fehlen, (…)."
(Quelle: DeutschlandRadio Kultur, 17. Juni 2007. Gefunden auf www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/frauen_sind_die_besseren_menschen_oder/.)

"Dabei fällt ihr auf, wie wenig veraltet das Bild vom emotional unterentwickelten Mann ist."
(Quelle: www.dradio.de, 22.10.2007)

Noch Fragen, Kienzle?

Gruß, Kurti

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