Wieviel »Gleichberechtigung« verträgt das Land?

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Liste Lila Pudel 151-160 (Projekte)

verfasst von Oberkellner(R), 29.10.2011, 19:16

LP 151 Thomas Gesterkamp

Männer machen Front gegen den Feminismus. Jetzt müsse Schluss sein mit der "Besserstellung der Frau". Selbst vor Kooperationen mit Rechtsradikalen schrecken einige nicht zurück. VON T. GESTERKAMP

Weil es so nicht weiter gehen kann: Der Maskulismus macht jetzt Front gegen den Feminismus. Foto: dpa
Die Politik hat die Anliegen der Männer entdeckt. Auf der Suche nach Profil wurde zuletzt Familienministerin Kristina Schröder (CDU) fündig: "Wir müssen die Männer stärker in den Blick nehmen", betonte sie beim Antrittsbesuch im Familienausschuss.
Das neue Thema der schwarzgelben Koalition signalisiert nicht unbedingt ein gesteigertes Interesse an Gleichstellung. Im Gegenteil, gerade bei der FDP, die die Männerpolitik im Koalitionsvertrag verankerte, klingen stellenweise ganz andere Töne an.

So beschlossen die bayerischen Jungliberalen kürzlich eine Erklärung, laut der sie die "Knechtschaft" der Männer beenden wollen. Sie fordern die Abschaffung des Bundesgleichstellungsgesetzes, die Rücknahme aller UN-Resolutionen und Passagen in EU-Verträgen zum Gender Mainstreaming sowie das Streichen sämtlicher Quotenregelungen. Statt staatlicher Bevormundung müsse "die volle Vertragsfreiheit wiederhergestellt werden".
Wie das neu geschaffene Referat 408 "Gleichstellungspolitik für Männer und Jungen" im Familienministerium arbeiten wird, hängt auch davon ab, welche Forderungen aus der Gesellschaft erhoben werden. Da heißt es genau hinsehen, denn die Männerbewegung präsentiert sich heterogen.
52, ist Journalist in Köln und Autor des Buchs "Die Krise der Kerle" (Lit Verlag). Seine ausführliche Expertise erscheint als Broschüre "Geschlechterkampf von rechts" bei der Friedrich-Ebert-Stiftung.

Heute in der taz: 12 Sonderseiten "Männer" zum Frauentag. An allen Kiosken erhältlich. Foto: www.danieljosefsohn.com
Geschlechterdialogisch orientierte Verbände gründen gerade ein "Bundesforum Männer" als Pendant zum Deutschen Frauenrat. Antifeministische Aktivisten dagegen schrecken selbst vor Kooperationen mit Rechtsradikalen nicht zurück. Sie klagen über eine "Kaste der Genderfunktionäre", deren kulturelle Hegemonie jeden Widerspruch unterdrücke.
"Totalitäre Ideologie"
Doch beim Blick in die Presse wird eher eine ganz andere Hegemonie sichtbar. Denn wann immer die publizistischen Alpha-tiere der Republik etwa das spröde Wortpaar Gender Mainstreaming erwähnten, changierte die Bewertung zwischen "lächerlich" und "gefährlich". 2005 bezeichnete der Stern die "neue Geschlechtergefühligkeit" als "trivial und teuer".
Der Spiegel malte 2007 ein düsteres Bild autoritärer Genderpädagogik, das Jungen "früh zu Kritikern des eigenen Geschlechts" mache. FAZ-Redakteur Volker Zastrow wetterte gegen das "angewandte Kaderprinzip der feministischen Lobby", die eine "politische Geschlechtsumwandlung" plane.
Dass die rechtslastige Junge Freiheit einen ganz ähnlichen Verschwörungston anschlug ("Eine totalitäre Ideologie"), störte die bürgerlichen Leitmedien offenbar nicht. Die antifeministische Kampagne hatte Erfolg: Im Familienministerium wird das Wort Gender Mainstreaming mittlerweile ängstlich gemieden. Das angegliederte "Genderkompetenzzentrum" ist in Auflösung begriffen.
Als wissenschaftlicher Kronzeuge dient häufig der Bremer Soziologe Gerhard Amendt. Der Geschlechterforscher, einst Vorkämpfer für die Legalisierung der Abtreibung, behauptet inzwischen, Frauen seien in Beziehungen ebenso gewalttätig wie Männer. In der Welt forderte er gar die Abschaffung der Frauenhäuser wegen ihres "militanten Feminismus".
Auch der Focus schreibt mit ständigen Berichten über das "geschwächte Geschlecht" eine "neue Bürgerrechtsbewegung" geradezu herbei. Doch der neue Geschlechterkampf wird online geführt. In Internetforen stilisieren sich Männer zu Diskriminierten in allen Lebenslagen. Typisch für die Netzbeiträge ist ein trotzig-beleidigter "Da seht ihrs mal wieder"-Tonfall; auf unliebsame Kritiker wird zum Teil eine regelrechte Hatz veranstaltet. Beschimpfungen als "lila Pudel", falsche Behauptungen und die Enthüllung der Klarnamen von Bloggern mit anderer Meinung sind an der Tagesordnung.
Die Diskutanten sind überwiegend keine Neonazis, allerdings ergeben sich immer wieder Überschneidungen mit und Verbindungen zu rechtsextremen Kreisen und Publikationen. So versorgt der Buchautor Arne Hoffmann, Betreiber des Blogs Genderama, die antifeministische Seite "Wie viel Gleichberechtigung verträgt das Land" (wgvld.com) regelmäßig mit Artikeln aus der Jungen Freiheit. Das Forum wgvdl.com wiederum ist mit der Seite de.altermedia.info verlinkt. Deren homophobe Betreiber riefen 2009 zu "nationalen Protesten" gegen den Christopher Street Day in München auf und unterstellten Oberbürgermeister Christian Ude, schwul zu sein.
Auf der Seite free-gender.de tauschen sich Mitglieder und Sympathisanten der rechtsextremen Initiative "Raus aus den Köpfen - Genderterror abschaffen" aus. Gender Mainstreaming, so heißt es dort, sei "eine unbekannte Gefahr, die sich seit gut 25 Jahren immer tiefer in den politischen Alltag der BRD und der restlichen Welt hineingebohrt hat". Die vor allem in Ostdeutschland aktive Gruppe veranstaltet "Aufklärungsvorträge" zum Genderthema, besucht aber auch Treffen von Neonazis wie zum Beispiel das "Fest der Völker" im September 2009 in Thüringen.

http://www.taz.de/1/leben/alltag/artikel/1/die-maenner-rechte/

LP 152 Matthias Lindner, stellv. Vorstandsvorsitzender des BUNDESFORUM MÄNNER - Interessenverband für Jungen, Männer und Väter

Die Quote wird in der aktuellen öffentlichen Diskussion als Instrument zur Herstellung von Geschlechtergerechtigkeit verhandelt. Von engagierten Frauen wird eine rechtlich verbindliche Regelung eingefordert. Dabei geht es in der Regel aber nicht um eine allgemeine Quotierung sämtlicher Erwerbsbereiche in denen Männer bislang zahlenmäßig dominieren. Vielmehr konzentriert sich die öffentliche Quotendiskussion auf die geschlechtliche Quotierung von wirtschaftlichen und politischen Spitzenpositionen.

Vor dem Hintergrund einer Arbeitswelt, in der Chancen und Ressourcen geschlechterspezifisch sehr ungleich verteilt sind, erscheint dies auch legitim und gerecht.

An dieser Legitimität ändert auch die Tatsache nichts, dass eine Frauenquote auf der individuellen Ebene zutiefst ungerechte Auswirkungen haben kann – einzelne Männer sogar eindeutig diskriminiert.

Diese Männer sind Kollateralopfer des Versuchs, geringere Chancen von Frauen auf der gesamtgesellschaftlichen Ebene zu kompensieren ...

http://www.bundesforum-maenner.de/index.php?option=com_content&view=article&id=249:quote-oder-gleichstellung-&catid=34:aktuelles&Itemid=1

LP 153 Dirk Niebel (FDP)

Tunis, Samstagmorgen. Entwicklungshilfeminister Dirk Niebel (FDP) landet mit dem „Challenger“-Jet der Luftwaffe in der tunesischen Hauptstadt. Der Minister will nachsehen, was mit den deutschen Steuergeldern (110 Millionen Euro in diesem Jahr) zur Aufbauhilfe des Landes nach der Jasmin-Revolution geschieht.
Zugleich trägt Niebel eine Botschaft nach Tunis, die für ganz Nordafrika gilt. Der Entwicklungsminister: „Zu den von Deutschland geförderten Hilfsprojekten müssen auch Frauen gleichberechtigten Zugang haben.“
Warum setzt Niebel beim Aufbau moderner Demokratien in Nordafrika besonders auf die Frauen? Der Minister sagt mir: „Frauen sind reformorientierter als Männer. Das ist gerade in der jetzigen Situation in Nordafrika entscheidend. Deshalb unterstützen und nutzen wir die Rolle von Frauen ausdrücklich.“

Deutschland setzt bei seiner Tunesien-Hilfe auf eine Welle kleiner Ich-AGs, auf die Förderung kleiner Selbstständiger mit Kleinkrediten. Der Minister: „Frauen sind die besseren Mikrokreditnehmer. Die Erfahrung zeigt, dass sie nachhaltiger und sorgfältiger mit den ihnen anvertrauten Mitteln umgehen.“ Die Frauenförderung wird zu einem wichtigen Prüfstein für künftige deutsche Projekte in Nordafrika.
Wie wichtig jetzt Frauenförderung in Nordafrika ist, erkenne ich selbst auf den Straßen von Tunis. Seit meinem letzten Besuch im Februar dieses Jahres mit Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat die Zahl junger Frauen, die ein Kopftuch tragen oder verschleiert gehen, erheblich zugenommen. Das bestätigen auch meine Gesprächspartnerinnen in Tunis mit Sorge. Die Revolution war bislang vor allem eine Bewegung ehrgeiziger junger Männer. Dass es hier noch vor Kurzem heftige Unruhen gab, davon zeugen Schützenpanzer, Soldaten und S-Draht-Absperrungen.
Die Deutschen ruft Niebel von Tunis aus auf, in das Land zu reisen: „Hier kann man einen schönen Urlaub machen.“

http://www.bild.de/politik/kolumnen/martin-lambeck/die-woche-in-berlin-18657804.bild.html

LP 154 Mikael Gustafsson (Vänsterpartiet), Frauen- und Gleichstellungsausschuss Europäisches Parlament (FEMM)

"Zugleich versprach der neue Vorsitzende, das Erbe seiner Vorgängerin fortzuführen: Auch in Zukunft stünden auf seiner Agenda eine europaweite Anti-Gewalt-Strategie und eine Politik für die stärkere ökonomische Unabhängigkeit sowie politischen Partizipation von Frauen."

http://www.frauenrat.de/deutsch/infopool/informationen/informationdetail/article/eu-frauenausschuss-sitzt-erstmals-ein-mann-vor.html

LP 155 Ralf Puchert (Arbeitsforscher)

taz: Herr Puchert, wie gefallen Ihnen die Flexiquoten?
Ralf Puchert: Von Quoten halte ich grundsätzlich viel, denn damit kann man Umorientierungen schaffen. Aber eine freiwillige Vereinbarung? Davon hatten wir schon ein paar. Das war nicht erfolgreich. Die Unternehmen werden die Flexiquote so niedrig ansetzen, dass sie sie bequem erreichen können.

taz: Herr Puchert, wie gefallen Ihnen die Flexiquoten?

Ralf Puchert: Von Quoten halte ich grundsätzlich viel, denn damit kann man Umorientierungen schaffen. Aber eine freiwillige Vereinbarung? Davon hatten wir schon ein paar. Das war nicht erfolgreich. Die Unternehmen werden die Flexiquote so niedrig ansetzen, dass sie sie bequem erreichen können.

Also bringt Flexiquote nichts?

Doch, schon die Diskussion ist ein Fortschritt und rückt auch noch mal ins Bewusstsein, wie wenige Frauen insbesondere in Vorständen sitzen.

Die Unternehmen sagen bisher, dass sich für Führungsjobs oft mehrere Männer anbieten, Frauen dagegen würden kaum Schlange stehen. Was müssen die Frauen denn ändern?

Das ergibt sich mit einer Quote automatisch. Der Blick verändert sich. Im Moment reproduzieren sich die Männergruppen in den oberen Etagen, indem sie sich immer "Ähnliche" suchen. Wenn man aber nicht nach "Ähnlichen" sondern nach "Anderen" guckt, findet man die auch.

Damit werden aber Seilschaften unterlaufen. Männer, die sich für Führungsnachwuchs hielten, haben plötzlich eine Frau vor der Nase. Das kann nur nur böses Blut geben, oder?

Ja und nein. Es gibt Männer, die genau diese Art von männlicher Monokultur, die dort oft herrscht, genießen und sie weiterhin wollen. Aber es gibt genauso Männer, die glücklich sind, dass sich diese Kultur verändert, weil sie damit auch eine Chance haben.

Inwiefern?

Es haben ja nicht nur Frauen keine Chance, in solche Vorstände aufzurücken, sondern auch die "anderen" Männer, wie etwa aktive Familienväter, die auch keine Endlosarbeitszeiten haben. Es gibt viele Männer auf der mittleren Ebene, die einen weiteren Aufstieg bewusst ablehnen, weil es nicht ihre Kultur ist.

Aber hilft eine Quote, die Führungskultur zu ändern?

In der Forschung heißt es, dass sich ab einem Anteil von 15 Prozent der "Anderen" etwas verändert. In Norwegen konnte man das gut beobachten.

In einer Studie haben Sie festgestellt, dass Männer in der Regel nicht glauben, dass sie Frauen diskriminieren. Sie denken stattdessen, die Frauen wollten nicht aufsteigen.

Positiv kann man es so ausdrücken: Alle sind für Gleichstellung. Aber scheinbar zufällig kommen Frauen dann auf bestimmten Ebenen nicht mehr vor. Das kann man am einfachsten mit einer Quote ändern.

Aber wird das nicht eine krampfhafte Suche, weil Frauen immer noch mehr Familienpflichten haben und sie daher mit diesen zeitaufwendigen Jobs oft nicht kompatibel sind?

Hier müssen wir das Geschlecht entdramatisieren. Also nicht mehr in "Männer" und "Frauen" aufteilen, sondern zum Beispiel in Menschen mit Sorgepflichten und Menschen ohne. Und wenn Menschen mit Sorgepflichten aufsteigen, dann sieht deren Work-Life-Balance anders aus als bisher in dieser Etage.

Was raten Sie Frau Schröder?

Eine feste Quote einzuführen. Das ist wie bei der Elternzeit: Seit den Siebzigern wurde über neue Väter geredet, aber getan hat sich erst etwas mit neuen Strukturen, den Partnermonaten. Von der Quote würden auch Männer profitieren, und Männer liegen Frau Schröder doch am Herzen

http://www.taz.de/!79983/

LP 156 Lutz Blumeyer (Gleichstellungsbeauftragter Landkreis Börde)

Lutz Blumeyer, 57, kümmert sich auch um Nacktfotos am Arbeitsplatz
"An meinem Beruf mag ich die kleinen Erfolge. Einmal habe ich mich zum Beispiel dafür eingesetzt, dass eine Frau eine Kur bekommt - ich habe sie dafür bis in die Arztpraxis begleitet. Am Ende hat es geklappt, das war ein gutes Gefühl. Als Gleichstellungsbeauftragter bin ich beim Landkreis Börde angestellt, inzwischen seit 16 Jahren. Dort bin ich der Ansprechpartner für Frauenfragen, aber auch für Migranten und für Behinderte. Zusammen ist das ein Vollzeitjob.
Mein Alltag ist abwechslungsreich. Mal kommt jemand zu mir, weil es in einem Betrieb keine Damentoilette gibt; andere sind überschuldet, oder der Partner ist suchtkrank. Einmal hat ein Kollege am Arbeitsplatz allzu freizügige Fotos aufgehängt und es gab Beschwerden. Ich nehme auch so etwas ernst. Viele Gespräche dauern lang, oft vermittle ich die Betroffenen an andere Stellen weiter. Ich kann nicht in jedem Fall selbst etwas tun, aber ich weiß, wer helfen kann.
Wichtig ist mir auch Aufklärungsarbeit und der Austausch mit Anderen. Ich setze mich zum Beispiel mit Vereinsvorsitzenden zusammen und spreche über Probleme. Vielen ist noch nicht bewusst, wie schwer es für Frauen ist, nach der Mutterpause wieder Karriere zu machen. In unserer Verwaltung selbst stimmt der Anteil der weiblichen Beschäftigten, er ist auch in den Führungspositionen relativ hoch. Ein positives Erbe aus DDR-Zeiten.
Mit anderen Gleichstellungsbeauftragten bin ich gut vernetzt, das sind ausnahmslos Frauen - in Sachsen-Anhalt bin ich der einzige Mann. Bei Treffen bin ich leicht zu erkennen, aber das stört mich nicht weiter. Einmal hat mir eine ehemalige Staatssekretärin vorgeworfen, ich hätte als Mann nicht genug soziale Kompetenz für mein Amt. Ich kann mit dem Vorwurf leben, glaube aber nicht, dass er zutrifft. Männliche Anwälte können beispielsweise einen Beziehungsstreit genauso professionell schlichten wie ihre Kolleginnen.
Letztlich hat mich die Kritik motiviert, das Gegenteil zu beweisen. Ich denke, es ist mir gelungen. Aber im Zweifel frage ich auch immer eine Kollegin um Rat."
(non)

http://www.spiegel.de/karriere/berufsleben/0,1518,790122-4,00.html


LP 157 Lorenz Caffier (CDU Mecklenburg-Vorpommern)

Mecklenburg-Vorpommern: SPD und CDU planen Frauenquote
 
SCHWERIN. In Mecklenburg-Vorpommern sollen Frauen im öffentlichen Dienst künftig bevorzugt eingestellt und befördert werden. Darauf haben sich CDU und SPD während ihrer Koalitionsverhandlungen am Dienstag geeinigt. So sollen drei derzeit unbesetzte Abteilungsleiterstellen in Ministerien ausnahmslos mit Frauen besetzt werden, berichtet die Nachrichtenagentur dapd.
Zwar müsse die Landesregierung aktuell mehr als 2.000 Stellen in der Verwaltung streichen, wie ein Sprecher des Finanzministeriums sagte, dennoch gebe es genügend Möglichkeiten für eine „zielgerichtete Personalentwicklung“, sagte der CDU-Landesvorsitzende Lorenz Caffier. Dieser hatte bereits im Wahlkampf einen „Paukenschlag“ in der Gleichstellungspolitik gefordert.
Linkspartei geht Vorschlag nicht weit genug
Die beiden Parteien kündigten zudem an, in den kommenden Jahren alle Aufsichtsratsposten in landeseigenen Unternehmen und Führungspositionen im öffentlichen Dienst zur Hälfte mit Frauen zu besetzen.
Kritik kam von der Linkspartei, der die Pläne nicht weit genug gehen. Der Fraktionsvorsitzende Helmut Holter warf den Regierungsparteien vor, in dieser Frage bereits „kläglich versagt“ zu haben. Dies zeige sich besonders in der Zusammensetzung der Fraktionen: „Bei der SPD liegt der Frauenanteil bei rund 26, bei der CDU gerade mal bei elf Prozent“, monierte der Linken-Politiker. (ho)

http://www.junge-freiheit.de/Single-News-Display-mit-Komm.154+M53117793936.0.html

LP 158 Jörg Kronauer (Jungle World)

Viele Männer sind es nicht, die sich gegen Männergewalt einsetzen. Die Täterberatung der Initiative »Männer gegen Männergewalt« bildet eine Ausnahme.
von Jörg Kronauer
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Die Täter sind überall. Sie sind unauffällig, unscheinbar, überangepasst. Und sie sind viele, vielleicht fünf Millionen. Jeder fünfte deutsche Mann, der in einer heterosexuellen Beziehung lebt, verübt körperliche Gewalt an Frauen, schätzt der Hamburger Gewaltberater Joachim Lempert: »In jedem Bus, in jeder Kinovorstellung ist man von Gewalttätern umgeben.« Obendrein begegnen viele Opfer ihrem Peiniger täglich – in der eigenen Wohnung.
Weltweit protestieren Frauenorganisationen am 25. November gegen die ungebrochene Männergewalt. Das Datum geht zurück auf den 25. November 1960. Damals wurden drei Schwestern, die gegen die brutale Militärdiktatur in der Dominikanischen Republik gekämpft hatten, vom militärischen Geheimdienst nach monatelanger Folter grausam ermordet. Lateinamerikanische und karibische Feministinnen erklärten im Jahr 1981 ihren Todestag zum Internationalen Aktionstag gegen Gewalt an Frauen, weiteten die Proteste gegen den schrecklichen Mord auf die unerträgliche männliche Alltagsgewalt aus. Sie lenkten damit den Blick auch auf die Gewaltverhältnisse im Innern der reichen westlichen Welt.
Auf deutsche Männer etwa, von denen rund 20 Prozent vorübergehend oder dauerhaft eine Frau misshandeln. Erst vor wenigen Wochen veröffentlichte die Bundesregierung eine Studie, die zwar nichts grundlegend Neues enthält, aber das hohe Gewaltniveau in Deutschland regierungsamtlich bestätigt (Jungle World, 46/04). Zwei von fünf Frauen haben danach »körperliche oder sexuelle Gewalt oder beides seit dem 16. Lebensjahr erlebt«. Rund ein Viertel aller Frauen in Deutschland, gut zehn Millionen also, werden oder wurden von ihrem aktuellen oder früheren Lebenspartner misshandelt.
»Gewalt gegen Frauen und Mädchen gehört zu den schweren Menschenrechtsverletzungen«, heißt es in der Publikation. Würden die Untersuchungsergebnisse aus einer übel beleumundeten Diktatur gemeldet, verfiele Deutschland am 25. November wohl in einen Sturm der Empörung.
Die Täter sind meist mit dem Opfer gut bekannt. Weniger als 20 Prozent der misshandelten Frauen nannten einen Fremden als Aggressor, sieben von zehn Frauen erlitten die Gewalt in der eigenen Wohnung. Die Täter sind in aller Regel »bemerkenswert unauffällig«, schreibt Gewaltberater Lempert, der die Hamburger Beratungsstelle »Männer gegen Männergewalt« leitet. Männergewalt, das bestätigt er, ist überdies »unabhängig von Bildung und Einkommen, über alle Bevölkerungsgruppen gleich verteilt«.
Wie aber kann es gelingen, den Gewalttätern Einhalt zu gebieten? Frauennotrufe, Frauenberatungsstellen und Frauenhäuser unterstützen seit Jahrzehnten die Opfer, schaffen für Frauen Möglichkeiten zum Ausbruch aus einem Gewaltverhältnis. Einen Beitrag von Männern zur Beendigung der unhaltbaren Verhältnisse würde man sich eigentlich wünschen. Seit einigen Jahren sind Tätertherapien verstärkt im Gespräch, darunter auch Zwangstherapien: Täter werden von Gerichten verpflichtet, sich einer Behandlung zu unterziehen.
Eine Zwangstherapie kann gar nicht gelingen, meint Frank Arlandt von der Kölner Beratungsstelle »Männer gegen Männergewalt«: »Ich kann keinen zwingen, sein Verhalten zu verändern, es muss sich eine Eigenmotivation entwickeln.« Die entsteht – wenn überhaupt – durch den Druck des sozialen Umfelds, oft durch die Trennungspläne der misshandelten Frau. Hier setzt Arlandt an: Per Telefon-Hotline können reuige Täter Kontakt zu »Männer gegen Männergewalt« aufnehmen. Bescheinigungen, die etwa vor Gericht entlastend verwandt werden könnten, gibt es für die Beratung nicht.
Die meisten Täter legen sich Ausreden zurecht, berichtet Arlandt. In einem ersten Schritt muss der Täter anerkennen, dass er für seine Tat verantwortlich ist, sich bewusst für die Misshandlung entschieden hat. »Es gibt keine Entschuldigung für Gewalthandeln«, stellt Arlandt fest. Geschlechtsspezifische Verhaltensmuster spielen dabei eine entscheidende Rolle, meint er: »Männer nehmen die eigenen Grenzen nicht wahr, und auch nicht die Grenzen von anderen. Auf ›unmännliche‹ Gefühle wie Hilflosigkeit, Angst oder Trauer reagieren viele mit Gewalt.« Arlandts Beratung zielt daher auf die Entwicklung sozialer Kompetenz, auf die Fähigkeit, Grenzen zu akzeptieren und mit den eigenen Aggressionen vernünftig umzugehen.
»Männer gegen Männergewalt« ist inzwischen in mehr als 20 Städten in Deutschland, Österreich und der Schweiz aktiv. Die Beratungsstellen, die in den vergangenen 15 Jahren mehrere tausend Gewalttäter beraten haben, richten sich hauptsächlich an das »Dunkelfeld«: An die rund 95 Prozent der gewalttätigen Männer, die für ihre Tat nicht vor Gericht gebracht wurden und in Statistiken nicht als Straftäter in Erscheinung treten. Anders verhält es sich bei Zwangstherapien. Nehmen Straftäter an einem Täterprogramm teil, dann können Staatsanwaltschaften unter Umständen von einer Anklageerhebung absehen. Therapie statt Strafe – das ist für Gewalttäter oft nur eine billige Möglichkeit, weitergehende Konsequenzen aus ihrer Misshandlung von Frauen zu vermeiden. Dabei ist der Erfolg von Zwangstherapien mehr als ungewiss, kritisieren Unterstützerinnen der Opfer.
Umso fataler sind die Kürzungen, die staatliche Stellen den Fraueninitiativen gegen Männergewalt zumuten. »Am Tag, bevor Bundesfamilienministerin Renate Schmidt die neue Gewaltstudie vorstellte, beschloss der Berliner Senat eine weitere Kürzung des Frauenetats«, berichtet Kristin Fischer vom Zweiten Berliner Frauenhaus. Auf eine halbe Million Euro belaufen sich die Kürzungen des Senats insgesamt, für das Zweite Frauenhaus erzwingen sie eine Halbierung der Belegplätze. In Hessen hat die Landesregierung inzwischen die Mittel für acht von 32 Frauenhäusern komplett gestrichen, sagt Eva-K. Hack von der Zentralen Informationsstelle für Autonome Frauenhäuser in Kassel.
Dabei sind die – noch – fast 400 Frauenhäuser in Deutschland durchgängig belegt, berichtet Hack. Ein Rückgang der Männergewalt ist nicht in Sicht. In Hessen haben die angezeigten Gewalttaten an Frauen im vergangenen Jahr um 20 Prozent zugenommen, berichtet das Kasseler Kooperationsbündnis »Nein zu Gewalt an Frauen«. Angesichts von Hartz IV fürchten viele Frauenhausmitarbeiterinnen einen weiteren Anstieg der Gewalt.
»Ein Licht für jede Frau« heißt die Aktion, mit der Frauenhäuser bundesweit am 25. November gegen die ungebrochene Männergewalt protestieren wollen. Achtstellig müsste die Anzahl der Lichter sein, sollte jede misshandelte Frau eines bekommen. Die Täter treiben sich weiterhin überall herum. »Sie sind als Täter nicht erkennbar«, schreibt Gewaltberater Lempert: Sie sind unauffällig, unscheinbar, überangepasst.

http://jungle-world.com/artikel/2004/48/14130.html

LP 159 Wolfgang Katzian (Österreichische Gewerkschaft der Privatangestellten)

Wien. Mit einer ungewöhnlichen Idee wartet die Privatangestelltengewerkschaft (GPA-DJP) vor dem Auftakt der heurigen Herbstlohnrunde auf. Weil die Einkommen der Frauen im Schnitt um 25 Prozent unter jenen der Männer liegen, soll es nun außertourliche Gehaltsrunden für Frauen geben, um die Kluft bei den Bezügen schrittweise zu schließen. Experten halten die Vorgangsweise für zulässig, die Wirtschaft äußert Skepsis.

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Mit dem Plan zu Sonderlohnrunden für Frauen bei den Kollektivvertragsverhandlungen der Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertreter preschten GPA-Vorsitzender Wolfgang Katzian und Bundesgeschäftsführerin Dwora Stein vor. „Die Zeit der Appelle ist vorbei“, betonte der Chef der GPA, die für einen Großteil der Privatwirtschaft am Verhandlungstisch sitzt. Laut Katzian könnte etwa vereinbart werden, dass zusätzlich zu den jährlichen Lohnrunden dreimal in zehn Jahren eine Extra-Erhöhung der Bezüge nur für weibliche Beschäftigte vereinbart wird. „Es geht nicht mehr darum, die Einkommensunterschiede zwischen Männer und Frauen zu erklären, sondern sie zu beseitigen“, sagt Stein. Allerdings bremst sie die Erwartungen: „Was 100 Jahre nicht erledigt wurde, wird nicht von heute auf morgen gehen.“ Die Herbstlohnrunde beginnt am 22. September mit dem Treffen der Metaller.
Ist eine solche Bevorzugung weiblicher Arbeitnehmer zulässig?  Der Verfassungsexperte Theo Öhlinger und der renommierte Grazer Sozialrechtler Franz Marhold betonen auf Anfrage der „Presse“, dies wäre an sich erlaubt. Öhlinger verweist auf Artikel 7 Absatz 2 der Bundesverfassung, in dem sich Bund, Länder und Gemeinden zur tatsächlichen Gleichstellung von Frau und Mann bekennen. Explizit heißt es dann: „Maßnahmen zur Förderung der faktischen Gleichstellung von Frauen und Männern insbesondere durch Beseitigung tatsächlich bestehender Ungleichheiten sind zulässig.“
Das gelte auch für Kollektivvertragspartner, so Öhlinger. Eine raschere Anhebung der Frauenlöhne wäre „quasi eine positive Diskriminierung“. Nachteile für bestimmte Gruppen dürften beseitigt werden.
Experte: „Halte nicht viel davon“
„Ich kann positive Aktionen setzen. Das wäre zulässig“, pflichtet Marhold bei. Es müsse der Nachweis erbracht werden, dass in einer Branche Lohnnachteile für Frauen bestehen. Zur Anwendung könne das bei den Ist-Löhnen kommen. Zugleich macht er auf ein Problem aufmerksam: Die Ist-Lohn-Erhöhung gilt für Branchen. Dabei könnte es sein, dass in einzelnen Betrieben bereits eine Gleichstellung bei den Bezügen von Männern und Frauen gegeben sei. Dann würden Männer durch eine Extra-Anhebung der Frauenlöhne diskriminiert. Daher müssten Ausnahmen eingebaut werden.

Marhold hat allgemein massive Bedenken: „Ich halte nicht wahnsinnig viel davon.“ Es werde „Abwehrreaktionen“ geben: „Ich meine, dass das für Frauen kontraproduktiv ist.“
In der Wirtschaftskammer äußert Elisabeth Zehetner, Geschäftsführerin der „Frau in der Wirtschaft“, im „Presse“-Gespräch wie Marhold viel Skepsis: „Ich kann es mir rein praktisch nicht vorstellen.“ Es gebe Betriebe, in denen die Gleichstellung erfüllt sei. „Man kann nicht generell sagen, dass jede Frau weniger verdient.“
Ministerin begrüßt neuen Weg
Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek  (SPÖ) begrüßt, dass die Gewerkschaft in der Kollektivvertragspolitik neue Wege andenkt: „Es ist ein Ansatz, der durchaus positiv zu sehen ist und den sich die Sozialpartner im Detail anschauen sollten. Alles, was dazu dient, Einkommensunterschiede zu bekämpfen und Benachteiligungen von Frauen abzubauen, ist zu begrüßen.“
Zugleich ist es für sie entscheidend, der schlechteren Bewertung von Frauenjobs generell zu begegnen, etwa durch Diskussion der unterschiedlichen Mindestlöhne in den diversen Branchen. Heinisch-Hosek wird am 3. Oktober einen Lohnrechner als Online-Tool präsentieren: Auf Basis von Alter, Erfahrung und Branche wird ein Richtwert ermittelt, um Löhne leichter vergleichen zu können.

http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/691370/ExtraErhoehungen_Loehne-fuer-Frauen-sollen-staerker-steigen?from=gl.home_wirtschaft

LP 160 Erich Foglar (österreichischer Gewerkschaftsbund

Die ÖGB stützt Idee der Privatangestelltengewerkschaft für eine Extralohnerhöhung für weibliche Beschäftigte. Die Grünen wollen schon bei den kommenden Lohnverhandlungen Sondererhöhungen für die Frauen sehen.
Wien/Red. Sollen die Gehälter von Frauen außertourlich neben den jährlichen Lohnerhöhungen angehoben werden, um die Einkommenskluft zu den Männern zu schließen? Für diesen Plan der Gewerkschaft der Privatangestellten und Drucker (GPA-DJP), über den die „Presse“ am Mittwoch berichtet hat, kommt nun von ÖGB-Präsident Erich Foglar ausdrücklich Schützenhilfe.
Die Grünen wollen schon bei den kommenden Lohnverhandlungen, die am 22. September für die Metallbranche beginnen, Sondererhöhungen für die Frauen sehen. Die grüne Frauensprecherin Judith Schwentner verlangt konkret, die Verhandler müssten mit der Forderung nach einem Fixbetrag von mindestens 100 Euro zusätzlich für alle Frauen in die Kollektivvertragsrunden mit den Wirtschaftsvertretern gehen. Ihre Begründung: Von einem Fixbetrag, kombiniert mit einer prozentuellen Erhöhung, würden vor allem Bezieher niedriger Einkommen und damit Frauen profitieren.
Besonders Berufe mit vielen weiblichen Beschäftigten wie der Sozial- und Gesundheitsbereich seien bei den Löhnen stark unterbewertet. Außerdem verlangt Schwentner die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns.
 
ÖGB-Chef begrüßt Vorschlag
Die Angestelltengewerkschaft hat zwar noch kein fertiges Konzept, will aber die Löhne für Frauen durch Sondergehaltsrunden zusätzlich zu den regulären jährlichen Kollektivvertragsverhandlungen extra anheben. Verfassungsexperten haben eine solche „positive Diskriminierung“ für Frauen grundsätzlich als verfassungsmäßig zulässig bezeichnet.
ÖGB-Chef Erich Foglar meinte am Rande der Klausur des SPÖ-Präsidium in Wien, jeder Vorschlag, der in die Richtung gehe, die Einkommenslücke zwischen Frauen und Männern zu schließen, sei gerechtfertigt.
http://diepresse.com/text/home/politik/innenpolitik/691837

Also bringt Flexiquote nichts?
Doch, schon die Diskussion ist ein Fortschritt und rückt auch noch mal ins Bewusstsein, wie wenige Frauen insbesondere in Vorständen sitzen.
Die Unternehmen sagen bisher, dass sich für Führungsjobs oft mehrere Männer anbieten, Frauen dagegen würden kaum Schlange stehen. Was müssen die Frauen denn ändern?
Das ergibt sich mit einer Quote automatisch. Der Blick verändert sich. Im Moment reproduzieren sich die Männergruppen in den oberen Etagen, indem sie sich immer "Ähnliche" suchen. Wenn man aber nicht nach "Ähnlichen" sondern nach "Anderen" guckt, findet man die auch.
Damit werden aber Seilschaften unterlaufen. Männer, die sich für Führungsnachwuchs hielten, haben plötzlich eine Frau vor der Nase. Das kann nur nur böses Blut geben, oder?
Ja und nein. Es gibt Männer, die genau diese Art von männlicher Monokultur, die dort oft herrscht, genießen und sie weiterhin wollen. Aber es gibt genauso Männer, die glücklich sind, dass sich diese Kultur verändert, weil sie damit auch eine Chance haben.
Inwiefern?
Es haben ja nicht nur Frauen keine Chance, in solche Vorstände aufzurücken, sondern auch die "anderen" Männer, wie etwa aktive Familienväter, die auch keine Endlosarbeitszeiten haben. Es gibt viele Männer auf der mittleren Ebene, die einen weiteren Aufstieg bewusst ablehnen, weil es nicht ihre Kultur ist.
Aber hilft eine Quote, die Führungskultur zu ändern?
In der Forschung heißt es, dass sich ab einem Anteil von 15 Prozent der "Anderen" etwas verändert. In Norwegen konnte man das gut beobachten.
In einer Studie haben Sie festgestellt, dass Männer in der Regel nicht glauben, dass sie Frauen diskriminieren. Sie denken stattdessen, die Frauen wollten nicht aufsteigen.
Positiv kann man es so ausdrücken: Alle sind für Gleichstellung. Aber scheinbar zufällig kommen Frauen dann auf bestimmten Ebenen nicht mehr vor. Das kann man am einfachsten mit einer Quote ändern.
Aber wird das nicht eine krampfhafte Suche, weil Frauen immer noch mehr Familienpflichten haben und sie daher mit diesen zeitaufwendigen Jobs oft nicht kompatibel sind?
Hier müssen wir das Geschlecht entdramatisieren. Also nicht mehr in "Männer" und "Frauen" aufteilen, sondern zum Beispiel in Menschen mit Sorgepflichten und Menschen ohne. Und wenn Menschen mit Sorgepflichten aufsteigen, dann sieht deren Work-Life-Balance anders aus als bisher in dieser Etage.
Was raten Sie Frau Schröder?

Eine feste Quote einzuführen. Das ist wie bei der Elternzeit: Seit den Siebzigern wurde über neue Väter geredet, aber getan hat sich erst etwas mit neuen Strukturen, den Partnermonaten. Von der Quote würden auch Männer profitieren, und Männer liegen Frau Schröder

http://www.taz.de/Arbeitsforscher-ueber-Frauenquoten/!79983/

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Die ultimative Dienstleistungsoffensive des Antifeminismus

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