Wieviel »Gleichberechtigung« verträgt das Land?

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Es scheint eher so, als erwähnten Sie positive Entwicklungen systematisch nicht.

verfasst von FAZ Leser, 12.06.2011, 20:55

So faßt gegen Ende eines Interviews mit einer türkischen Oppositionspolitikerin der FAZ-Redakteur zusammen.

„Erdogan begünstigt Gewalt gegen Frauen“
Die türkische Oppositionspolitikerin Emine Ülker Tarhan über die steigende Zahl von Gewalttaten gegen Frauen, verhaftete Journalisten und verbotene Bücher in der Türkei.

Man kann der Türkei und der regierenden AKP vieles vorwerfen, es sollte jedoch begründet sein. Im FAZ-Interview führt sich eine Politikerin selbst vor.

Ich habe von einem Religionsgelehrten gesprochen, nicht von mehreren. Außerdem habe ich das nicht mit der AKP in Verbindung gebracht.

Es geht nicht darum, wie viele Religionsgelehrte so etwas sagen, sondern um die Geisteshaltung.

Das sind nicht meine Erkenntnisse. Ich habe ausdrücklich gesagt, dass es diesen Anstieg laut Medienberichten gab. Es stand in der Zeitung.

Ich weiß es nicht mehr genau. Aber es steht doch außer Frage, dass wir jeden Tag Gewalt gegen Frauen erleben.

Es stimmt, dass im Zuge der EU-Annäherung der Türkei wichtige Gesetzesänderungen verabschiedet wurden. Aber es kommt auf die Geisteshaltung an. Wenn der Ministerpräsident sagt, Männer und Frauen seien von Natur aus verschieden, begünstigt er Gewalt gegen Frauen.

Das begrüßen wir. Aber auf dem Papier kann man Frauen alle möglichen Rechte verleihen – das ändert nichts, wenn man durch öffentliche Aussagen anderseits das althergebrachte Geschlechterverhältnis zementiert.

Dass der staatliche Sender TRT jetzt auch Programme in kurdischer Sprache ausstrahlt, ist zweifellos eine positive Entwicklung. Vielleicht habe ich das nicht erwähnt, weil ich nicht danach gefragt wurde.


usw. usf.

Die blondierte Fehlbesetzung demonstriert fast lehrbuchhaft feministische Grundmuster: keine Ahnung, gefühltes Wissen, abstreiten, leugnen, behaupten, verdrehen – mit einer Konstante: Opfer sind immer die Frauen.

Eine Quotenpolitikerin par excellence.

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