Wieviel »Gleichberechtigung« verträgt das Land?

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Liste Lila Pudel 51-100

verfasst von Oberkellner(R), 28.02.2010, 20:22

LP 51 Luigi Colani, Designer
"In meinem Team sind immer die Hälfte Frauen und die Hälfte Männer. Wie sich das gehört. So ist die Welt geschaffen. Diese Parität habe ich immer aufrechterhalten. Ich halte sehr viel von Frauen. Sie sind von der Genetik her wesentlich besser ausgerüstet, um Konzerne zu führen, als Männer. "

Frage: Sind Frauen den Männern überlegen?
Colani: "Eindeutig. Männer setzen schon mal Milliarden in den Sand und begehen Kurzschlusshandlungen. Das würden Frauen nicht tun."
Quelle: Bunte, Heft 23/2004, S. 97



LP 52 Prof. Ulrich Vultejus

Der ehemalige deutsche Richter Prof. Vultejus äußerte in der "Zeitschrift für Rechtspflege", Ausgabe 3/08 vom 11-4-2008, daß er, wie andere Richter auch, in seinen Urteilen den Täterinnen einen "Frauenrabatt" gewährt habe.

"Theoretisch müssen Männer und Frauen bei gleichen Taten auch gleich bestraft werden. Rechtssoziologen wollen herausgefunden haben, dass Frauen etwas milder bestraft werden. Ich bin in Strafverfahren gegen Frauen immer wieder in Schwierigkeiten geraten und habe mich deshalb jeweils gefragt, welche Strafe würde ich gegen einen Mann bei derselben Anklage verhängen und auf diese Strafe alsdann abzüglich eines 'Frauenrabatts' erkannt. Ähnlich scheinen es auch meine Kollegen zu handhaben, wie die eben wiedergegebene rechtssoziologische Untersuchung ergibt. Ein Frauenrabatt ist gerechtfertigt, weil es Frauen im Leben schwerer haben und Strafen deshalb bei ihnen härter wirken."

LP 53 Dieter Meier (CH), Sänger, Filmemacher, Unternehmer und Farmer in Argentinien
"Das Prinzip Mann macht die Weltgeschichte zur Tragödie. Die Unfähigkeit, zu gebären, liess eine Jahrtausende lange Blutspur der Aggression zurück. Solange Männer nicht von Frauen lernen, dreht sich der Planet unter Newborn Christian Machos vom Schlage Bushs dem sicheren Untergang entgegen"
Quelle: Vanity Fair Ausgabe 38/2008


LP 54 Ralf A. Hamacher, 76 (Reitsport, Bad Münstereifel, mobil 0172-2545684), ralfhamcher@t-online.de

"Frauen erobern zunehmend männliche Positionen, das ist gut so! Hoffentlich bleiben ihnen aber einige Domänen ewig verschlossen, die bislang ausschliesslich von Männern besetzt waren, wie zum Beispiel Volksverhetzer, Hassprediger, Inquisitoren, Henker, Vergewaltiger, Lustmörder, Kinderschänder oder Massenmörder. Warum finden wir in der Geschichte unserer Welt in diesen Rollen fast ausschliesslich nur Männer? Kommen die Kerle mit ihren Aggressionen und ihrer Sexualität – die für die Entwicklung unserer Spezies wohl notwendig waren, aber heute in dieser Intensität nur noch zerstören – nicht mehr zurecht? Könnte man diese Energien drosseln bzw. umlenken? Das wäre doch mal eine lohnende Forschungsaufgabe" (in P.M. Magazin 10/2008)

LP 55 Günther Nolting (FDP) will über ein soziales Pflichtjahr für Frauen „erst nachdenken wenn der erste Mann das erste Kind bekommen hat“

LP 56 Hans-Ulrich Klose (SPD) „ich finde, wenn man von den Realitäten ausgeht, sind Frauen nach allem, was wir wissen, immer noch stärker belastet als Männer, sie sind nämlich unverändert ... doppelt belastet, Frauen machen die Kindererziehung, sie machen die Familienarbeit, und sie machen das, wenn sie berufstätig sind, auch noch nebenbei. .... Oder wenn man so etwas anguckt wie die Pflege von Älteren: Wer macht denn das? Das sind die Frauen. Frauen sind bei uns also ohnehin schon stärker belastet. Und wenn ich deshalb sage, Wehrpflicht betrifft nur die Männer, finde ich das sehr angemessen. Damit habe ich überhaupt kein Gerechtigkeitsproblem.“
(Chrismon AG 07/2004 Begegnungen: Hans-Ulrich Klose / Thomas Straubhaar)

LP 57 Walter Kolbow (SPD) „Frauen sind in der Berufswelt immer noch benachteiligt, deshalb keine Wehrpflicht für Frauen.“

LP 58 Christoph Böhr (CDU)

Der stellvertretende Bundesvorsitzende der CDU, Christoph Böhr, begrüßt die Diskussion über ein verpflichtendes soziales Jahr als Ersatz für Wehr- und Zivildienst. Er spricht sich jedoch entschieden dagegen aus, Männer und Frauen gleichermaßen für dieses Pflichtjahr heranzuziehen.
Christoph Böhr: "Mit gutem Grund werden nur Männer für den Wehrdienst herangezogen. Frauen leisten ihren Dienst an der Gesellschaft. Geburten- und Erziehungszeiten bedeuten für sie nach wie vor erhebliche Nachteile vor allem auf dem Arbeitsmarkt.
http://www.cdu-fraktion-rlp.de/no_cache/fraktionsmeldungen/themenarchiv/gleichstellung-und-frauenfoerderung/index.html?tx_ttnews%5Bpointer%5D=12&cHash=6d11ce5a94

LP 59 Ulrich Greiner (die ZEIT) „Es ist wahr, und Iris Radisch hat Recht: An der neuesten Demografiedebatte ist etwas faul. Die Gründe, die sie in ihrem Essay Der Preis des Glücks ( ZEIT Nr. 12/06) nennt, sind einleuchtend. Keine Frau wird ihre Entscheidung für oder gegen ein Kind von der Lage der Rentenversicherung und vom Blick auf die Alterspyramide abhängig machen. Auch orientiert sie sich, davon bin ich überzeugt, nicht an der Höhe der Freibeträge und an der Ausstattung des Landes mit Kindergärten und Ganztagsschulen. Und ich kann gut verstehen, dass sich die Kollegin Radisch über die Bigotterie empört, mit der eine scheinerregte Öffentlichkeit das Problem des Kindermangels einfach auf die jungen Frauen ablädt, während es doch in Wahrheit alle angeht.
Nun hat aber Iris Radisch die eigentlich Schuldigen ausgemacht, nämlich die Männer. Sie spricht von »den Herren, um die sich die Welt ja ohnehin überall dreht«, und wirft ihnen vor, sich im entscheidenden Augenblick aus dem Staub zu machen. Ich weiß nicht, ob das die Regel ist, aber ich gebe zu, dass es nicht selten vorkommt, und das ist zweifellos zu oft. Da ich nun ein Mann bin, was ich weder beklage noch begrüße, muss ich auf eine Tatsache hinweisen, die mir fundamental erscheint. Und ich wundere mich immer mehr, dass sich gerade die Frauen dieser Tatsache kaum mehr bewusst sind.
Ich spreche ganz simpel von der Gebärfähigkeit. Nach einem langen und mühsamen Kampf um Gleichstellung und Gleichberechtigung haben die Frauen es geschafft, jene Areale zu erobern, die bis dato den Männern vorbehalten waren. Sie können inzwischen ebenso gut schießen und rechnen, ebenso gut regieren und kujonieren wie die Männer. Ihnen gehören große Felder des Erziehungswesens, der Sozialpolitik und der Kultur. Frauen sehen inzwischen ebenso aus wie Männer, sie tragen Hosen und kurze Haare, sie kennen ordinäre Witze und die subtilen Tricks der Karriereplanung. Zwar verdienen sie meist etwas weniger als die Männer, zwar können sie noch nicht ganz so schnell laufen, aber das wird sich ändern.
Was sich aber nicht ändern wird: Männer können keine Kinder kriegen. Die Märchen, die Mythen der Völker und die Werke der Weltliteratur erzählen immer wieder von der einen und großen Kränkung des Mannes: dass er alles kann – aber keine Kinder kriegen. Deswegen hat der Mann die Frau immer umworben, ihre Schönheit besungen, ihren Leib gepriesen. Deswegen hat er sie in Schach gehalten, mit Schleiern verhüllt, in der Kemenate oder im Harem versteckt. In den alten Zeiten war eine gebärfähige Frau das größte denkbare politische wie emotionale Kapital. Schon immer hat der Mann alles unternommen, um diesen von der Natur eingerichteten ungeheuren Vorsprung der Frau wettzumachen. Die Furcht, die ihn dabei umtrieb, ist im Vokabular des römischen Rechts aufbewahrt: Pater semper incertus – den Vater weiß man nie genau.
Quelle: die Zeit 06.04.2006, Nr. 15

LP 60 Gerhard Schick, MdB
"Genderpolitik ist Querschnittsaufgabe: Als
Wirtschafts- und Finanzpolitiker setze ich mich
deshalb u.a. für Frauen in Vorständen und
Aufsichtsräten, für ein Steuerrecht, das auch für
Frauen passt, und für Diskriminierungsfreiheit bei
Versicherungen ein."

www.gruene-partei.de/.../249044.und_was_sagen_die_gruenen_maenner_dazu.pdf

LP 61 Malte Spitz, Mitglied des Bundesvorstandes der Grünen Ärsche
"Trotz weiblicher Kanzlerin - wenn die
ChristdemokratInnen mit der "Herdprämie" immer
noch Politik machen können, ist klar, dass wir in
Sachen Gleichstellung noch lange nicht am Ziel
angekommen sind. Erst wenn sowohl die beruflichen
Chancen, Bildungs- und Ausbildungsmöglichkeiten,
Entlohnungen und Anerkennungsformen als auch die
häuslichen Pflichten den Geschlechtern
gleichermaßen zuteil werden, haben wir
Gleichstellung erreicht. Das bedeutet aber auch, erst
wenn auch alle Männer Gleichstellung als ihre
selbstverständliche Pflicht verstehen, können wir
dieses Ziel erreichen."

LP 62 Volker Beck, MdB
"Gleichstellung von Männern und Frauen bedeutet
für mich, dass die gut ausgebildeten Frauen endlich
auch die ihrer Ausbildung entsprechenden
Führungspositionen bekommen. Dass das ohne
gesetzliche Vorgaben geht, glaube ich nicht.
Wir Schwule haben dem Kampf der Frauen für
gleiche Rechte viel zu verdanken. Wir sind die
Kriegsgewinnler des Geschlechterkampfes.
Gleichstellung der Geschlechter und Zurückdrängen
von klassischen Rollenbildern sind Voraussetzung für
die Emanzipation und Freiheit für Lesben und
Schwule."

LP 63 Christoph Erdmenger, Landesvorsitzender Grüne
Sachsen-Anhalt
"Es gibt in Deutschland genau ein erfolgreiches
praktisches Gleichstellungskonzept: unser Grünes.
Nur die Quote schafft die Wende."
Sepp Dürr, Fraktionsvorsitzender
Bündnis 90/Die Grünen im Bayerischen Landtag
„Frauen in Führungspositionen - das ist einfach
modern und das brauchen wir viel mehr. So klingt es
in meinen Ohren als das beste Kompliment an
Leitungspersonal, wenn jemand ein weiblicher
Führungsstil nachgesagt wird.“

LP 64 Hans-Josef Fell, MdB
Frauen brauchen Gleichstellung in allen
gesellschaftlichen Bereichen. Ich erlebe eine von
Männern dominierte Energiewelt. Mehr Frauen in
Energiepolitik und Energiewirtschaft würden
sicherlich mehr Klimaschutz und gerechte Teilhabe
bringen.“

LP 65 Friedrich Wilhelm Graefe zu Baringdorf, MdEP

„Gleichstellung - keine Frage für die
Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL),
meine agrarpolitische Heimat. Es gibt jeweils eine
Vorsitzende und einen Vorsitzenden -
selbstverständlich gleichberechtigt.“

LP 66 Winfried Kretschmann, Fraktionsvorsitzender im
Baden-Württembergischen Landtag

"Solange die Entscheidung Volker Ratzmanns,
zugunsten seines Kindes auf den Bundesvorsitz zu
verzichten, noch als aufsehenerregend gilt, solange
wir nicht zum Schluss kommen, den Bundesfrauenrat
wegen mangelnder Arbeit feierlich aufzulösen,
werden wir noch lange zäh und beharrlich
weiterkämpfen müssen für die Gleichstellung von
Frauen in Gesellschaft, Politik und Wirtschaft."

LP 67 Karl-Martin Hentschel, Fraktionsvorsitzender
Bündnis 90/ Die Grünen im Schleswig-
Holsteinischen Landtag
„Nach der politischen Gleichstellung geht es jetzt um
die ökonomische Gleichstellung. Wir müssen die
Weichen für die Familien und die Firmen so stellen,
dass Gleichstellung lohnend wird! Dafür müssen wir
strampeln!“

LP 68 Arndt Klocke, Landesvorsitzender Grüne NRW
"Von Grünen Frauen lernen heißt siegen lernen. Die
Hälfte der Macht gehört den Frauen-und das ist gut
so!"

LP 69 Michael J. Weichert, stellv. Fraktionsvorsitzender
Bündnis 90/ Die Grünen im Sächsischen Landtag

"Geschlechtergerechtigkeit ist Grundlage und
Kernziel zugleich unserer Partei, denn eine höhere
Teilhabe von Frauen in sämtlichen Bereichen der
Wirtschaft, Politik und Gesellschaft sorgt für mehr
wirtschaftliche Dynamik, sowie Stabilität in den
sozialen Sicherungssystemen. Daher ist die
Unterstützung der Gleichberechtigung von Frauen
elementar für unsere Politik und für die Zukunft
Deutschlands.
Die grüne Bundesfrauenkonferenz leistet hierbei
einen wichtigen Beitrag zur Diskussion und
Aufklärung bezüglich der Problematik Frauen auf
dem Arbeitsmarkt. Frauen werden in der Arbeitswelt
der Wissensgesellschaft wegen ihrer höheren
Sozialkompetenz und Teamfähigkeit die
Führungsrolle übernehmen!"

LP 70 Nils Wiechmann, Landesvorstandssprecher Grüne
Rheinland-Pfalz

„Grüne Politik steht für Gleichstellung und
Gleichberechtigung von Frauen und Männern in allen
Lebensbereichen. Weil Frauen noch immer häufiger
von Erwerbslosigkeit und Armut betroffen sind als
Männer und die Einkommen von Frauen weit unter
denen der "klassischen Männerberufe" liegen, setzen
wir uns ein für aktive Maßnahmen zur Durchsetzung
einer wirklich gleichberechtigten Teilhabe von
Frauen.“

LP 71 Christian Kortmann (SZ)

http://www.sueddeutsche.de/,tt5m1/kultur/260/457916/text/

Zur tagtäglichen Verarsche und Abwertung von Männern in der Werbung fallen einem gewissen Christian Kortman in der SZ so weise und verständnisvolle Sätze ein wie "..Die Frauen haben historisch gesehen also einiges gut, unter anderem das Recht, die Männer satirisch härter anzugreifen als umgekehrt."

LP 72 Michael Spindelegger (Österreich)
"Frauen und Mädchen sind die Hauptleidtragenden in bewaffneten Konflikten, ob im Ostkongo oder Darfur. Deshalb fordert Österreich im UNO-Sicherheitsrat den Schutz der Zivilbevölkerung systematisch in alle Mandate von internationalen Friedensmissionen aufzunehmen", so der Außenminister weiter."


Wien, 6. März 2009 – "Armut ist oft weiblich. Gerade in wirtschaftlich angespannten Zeiten ist daher der Fokus auf Gleichberechtigung enorm wichtig", so Außenminister Michael Spindelegger anlässlich des Internationalen Frauentages am 8. März.


Quelle: www.bmeia.gv.at/aussenministerium/aktuelles/presseaussendungen-

2009/spindelegger-potential-von-frauen-voll-nuetzen-und-sie-bestmoeglich-foerdern.html


LP 73 Rolf Pohl: Der Privatdozent Dr.phil Rolf Pohl lehrt am Sozialpsychologischen Institut der Leibniz-Universität Hannover. Ein für das Sommer-Semester 2009 angekündigtes Seminar trägt den bezeichnenden Titel: Männlichkeit als kulturelles und psychosoziales Konstrukt.

Zu seinem Buch Feindbild Frau - Männliche Sexualität, Gewalt und die Abwehr des Weiblichen gibt der Offizin-Verlag u.a. folgende Inhaltsangaben :
Sexuelle Gewalt ist männlich. Täglich konfrontieren uns die Medien mit Berichten über "normale" sexuelle Belästigungen, Vergewaltigungen oder gar Sexualmorde. Was sind die tieferen Ursachen für dieses Verhalten? Rolf Pohl kommt zu der Erkenntnis, daß diesen Gewaltformen eine ambivalente bis feindselige Einstellung zu Frauen zugrunde liegt, die als Tendenz bei fast allen Männern nachweisbar ist. Weiblichkeit wird von Männern unbewußt als Bedrohung erlebt und deshalb abgewehrt.
[...]
Die typisch männliche Gewaltbereitschaft entspringt einer aus Lust, Angst, Neid, Wut und Hass bestimmten unbewußten Einstellung zur Weiblichkeit.
http://www.taz.de/1/debatte/theorie.../maenner-haben-angst-vor-frauen/ (ACHTUNG! ÄNDERNN!)

Und woran erkennt man die Hegemonie?
Die australische Soziologin Raewyn Connell weist drei Bereiche aus: Wer dominiert in der Wirtschaft? Wer dominiert in der Politik? Und wer dominiert in den emotionalen Beziehungen? Wer bekommt Aufmerksamkeit, Geld oder Zuwendung, und welches Geschlecht wird eher diskriminiert? Besonders in den privaten Beziehungen gibt es eine sehr starke Ausprägung männlicher Vorherrschaft.

In den privaten Beziehungen? Das würden viele Paare von sich weisen.
Natürlich versuchen viele Männer, die Idee der Gleichberechtigung zu leben. Aber zum einen hat derjenige mehr Macht, der Zugang zu Geld hat. Zum anderen findet vieles unbewusst statt. Sexismus wird oft verlagert, in Witzchen etwa. Freud würde sagen: Ein offiziell tabuisiertes Thema - Frauenverachtung - taucht als Witz wieder auf. Wenn man darüber lacht, schadet man Frauen nicht direkt und gilt deshalb nicht als Sexist. Männer generieren auch Macht in ihrer Beziehung, indem sie Aufmerksamkeit verweigern, hinhalten, Aufgaben vergessen, Bedürfnisse ihrer Partnerin ignorieren

Aber die Abgrenzung muss doch nicht zwangsläufig negativ ausfallen.
Sie tut es aber. Wenn man die Gruppe der Männer höher bewertet als die der Frauen, kann man jenseits der Hierarchiekämpfe eine Gruppenidentität herstellen. Deshalb kommt es in reinen Männerrunden manchmal zu Verbrüderungsszenen, in denen Frauen sexualisiert und als minderwertig markiert werden. Etwa beim gemeinsamen Puffbesuch: Frauen haben dort Männer zu bedienen und Männer können ihre heterosexuelle Potenz vor den anderen demonstrieren. Diese gemeinsamen Erfahrungen zur Stabilisierung einer männlichen Gruppenidentität auf Kosten abgewerteter Frauen ist ein Beispiel für das, was nach Connell als "patriarchale Dividende" bezeichnet


LP 74 Kurt Beck (SPD)
Berlin/dpa. Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck (SPD) hat die Einführung einer sozialen Dienstpflicht für alle jungen Männer vorgeschlagen. In der «Berliner Zeitung» (Freitag) begründete er das mit der mangelnden Wehrgerechtigkeit. Derzeit wird lediglich jeder dritte junge Mann zur Bundeswehr einberufen, auch am Zivildienst kommen viele vorbei.
«Ich selbst bin ein leidenschaftlicher Anhänger der Wehrpflicht», sagte Beck. «Aus Gründen der Dienstgerechtigkeit sollten wir nun über einen sozialen Pflichtdienst für alle jungen Männer nachdenken.» Bedarf in der Gesellschaft gebe es genug, beispielsweise in der Behindertenbetreuung, der Pflege, aber auch im Umweltschutz. Beck machte klar, dass die soziale Dienstpflicht nur für Männer gelten solle: «Junge Frauen nehme ich aus. Sie haben später oft berufliche Nachteile, wenn sie sich für ein Kind entscheiden.»
(Naumburger Tageblatt, 04.10.04)


LP 75 Prof. Fritz Breithaupt, lehrte Germanistik in Hamburg, Mannheim und an der FU Berlin und arbeitet nun an der Indiana University in Bloomington, USA.
Neulich bin ich beim Korrigieren der Klausuren eingenickt. In meiner REM-Phase war ich Prof im Jahr 2099. Die Studenten, so träumte ich, beamen sich per E-Projektionen in den absurdesten Formen in den Kurs. Batgirl, ein Delfin und die Hexe Lizizytin schweben im Raum, dass mir ganz schwindlig wird. Wie soll ich so unterrichten?
Jetzt sehe ich ein Touchpad vor mir. „Testmodus“, leuchtet in grünen Buchstaben darunter. Ich streiche mit dem Finger über das Feld. Die Aliasse verschwinden, und ich sehe die Studenten vor mir, schummelsicher im Original. Was sage ich? Studenten? Studentinnen.
Der ganze Raum ist voller Mädchen! Wunderbar! „Wo sind denn die Jungs geblieben?“ Frage ich. Bin ich an einer Frauen-Uni gelandet? „Du kommst wohl vom Uranus, Prof“ ruft eine Studentin zurück. „So ähnlich“ sage ich. „Die Jungs sind am Siq gescheitert“. „Siq?“ frage ich zurück. „Ist das ein Gesundheitstest?“ „Sozialintelligenzquotient. Ist Voraussetzung, um zu studieren.“
Ich wache auf, den Kopf auf dem Stapel der Essays. Sofort durchforste ich das Namensregister meiner Kurse. Puh, da gibt’s noch Männer! Doch der Trend geht in Richtung Frau. Frauen sind besser qualifiziert und bessere Teamspieler, an meiner Uni stellen sie schon 60 Prozent der Absolventen. Der Eigenbrötler Mann bleibt im Wii-Alter stecken und schafft den Sprung an die Uni des 21. Jahrhunderts nicht. Ich merke es in meinen Kursen: die Frauen hören besser zu und reagieren auf die Ideen der anderen. Die Männer stehen auf steile Thesen, halten stur an ihrer Meinung fest – und riskieren dabei intellektuelle Bauchplatscher.
Trotzdem sind wenige Profs Frauen; selbst bei ZEIT CAMPUS schreibt ein Mann die Prof-Kolumne. Was läuft schief? Dazu eine Studie: Zwei Testgruppen von Profs wurde je ein Stapel von Lebensläufen zur Bewertung vorgelegt. Beide Stapel waren gleich – mit einer Ausnahme: Die männlichen und weiblichen Vornamen waren ausgetauscht. Das Ergebenis: Die Besten und Schlechtesten wurden unabhängig vom Vornamen ähnlich bewertet. Im Mittelfeld aber wurden die vermeintlichen Männer über die Frauen gesetzt. Diskriminierung ist eine leise Praxis.
Kann diese Studie nun erklären, warum wir so wenige Professorinnen haben? Nein, denn die Besten setzen sich ja durch (lesen Sie mit, Frau Gleichstellungsbeauftragte?). Mir als Mann ist alles klar: Die Frauen sind schlicht zu schlau dazu, an der Uni zu bleiben. Ich bin gerettet. Das lernen wir Männer ja am liebsten von der Zukunft: das alles bleiben kann, wie es ist.
(Quelle: die Zeit Campus, Ausgabe 2/09)

LP 76 Wolfgang Sielaff (Kriminalist)
'...Der Weisse Ring Hamburg hat im vergangenen Jahr 1284 Opfern von Kriminalität geholfen. Die rund 80 ehrenamtlichen Helfer haben dafür 13 000 Stunden ihrer privaten Zeit aufgewendet. "Knapp drei Viertel der betreuten Kriminalitätsopfer waren Frauen oder Mädchen", sagte Wolfgang Sielaff, Vorsitzender der Opferschutzorganisation in Hamburg. "Das untermauert die bittere Erkenntnis, dass das Opfer von Gewalt in unserer Gesellschaft meistens weiblich ist." ...'
http://www.abendblatt.de/daten/2009/03/23/1095086.html

Laut Kriminalstatistik sind zwei Drittel aller Gewaltopfer männlich. In Deutschland erleiden 430 000 Männer pro Jahr bei einer registrierten Straftat Gewalt. Besonders betroffen sind Jugendliche. Einer Studie des Kriminologischen Forschungsinstituts Hannover zufolge sind 1997 etwa in der Altergruppe der 14- bis 18jährigen Jungen 3,7 mal häufiger Opfer von Gewalt geworden als Mädchen.


LP 77 Karl Grammer, Anthropologe

Die gute Nachricht ist: Der Mann ist ein Auslaufmodell, seine Tage sind gezählt. »Eigentlich«, sagt Grammer, »sind Männer überflüssig. Auch für die moderne Reproduktion brauchen Sie keine Männer mehr.« Frauen sind besser in der Schule, arbeiten härter im Job, halten Schmerz besser aus als männliche Weicheier, da macht es nur Sinn, dass sie auch die Paarprobleme ganz allein lösen. Grammer guckt dabei kein bisschen traurig ob seines drohenden Schicksals"

http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/28735

LP 78 Hermann Droske (SZ-Magazin) „Die Wirtschaftskrise ist vor allem eine Krise der Männer. Im Ernst: Wäre Frauen der ganze Mist passiert?“

http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/28502/2/1#texttitel

LP 79 Christopher Lee (Schauspieler)
"Es war die Nacht der starken Frauen. Aber die Weisheit
des Galaabends kam von einem Mann, Hollywood-Legende
Christopher Lee: 'Frauen sind viel mutiger als Männer. Ohne
sie wären wir schon längst ausgestorben.'
Und weiblicher Mut wurde beim Women's World Award in Wien mit einem
Courage-Oscar belohnt. Popstar Anastacia wurde für ihren
erfolgreichen Kampf gegen Brustkrebs ausgezeichnet. Offen
hatte sie über ihre Krankheit gesprochen, um anderen
betroffenen Frauen Mut zu machen." (die Bunte)

LP 80 Ernst Rietschel (Chemiker)

"Am vehementesten pro verbindliche Frauenquoten tritt der Präsident der Leibniz-Gemeinschaft (WGL), Ernst Rietschel, ein. „Winnacker hat völlig recht. Wir müssen radikal solange Quoten verlangen, bis ein Ausgleich erreicht ist – bis hin zu 50:50. Andere können das“, sagte der Chemiker. „Wir haben keine Zeit und ohne massive, unpopuläre Eingriffe schaffen wir das nicht, denn Männer hatten 2000 Jahre Zeit, ihre Plätze zu erobern.“ Zur WGL gehören 84 Institute mit 1 000 Beschäftigten."
Handelsblatt
Der scheidende DFG-Präsident Ernst-Ludwig Winnacker hatte gesagt: „Wenn wir
nicht 40 Prozent unseres intellektuellen Potenzials vor der Tür lassen
wollen, helfen nur noch Quoten“.

http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/wissenschaft-streitet-um-frauenquote;1088693

LP 81 Hans Lainer

http://www.teaching.schule.at/cybercollege/lernplattform/mythlex/goettin.htm.

LP 82 Jerzy Montag (rechtspolitischer Sprecher der Grünen Bundestagsfraktion)

„Wir brauchen eine Geschlechterquote und Regelungen zur Frauenförderung bei den Bundesgerichten.“

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,625249,00.html#ref=rss

LP 83 Peter Rudolph (Christlicher Gewerkschaftsbund) Männergarten Bremen
„Bremen (ddp-nrd). Von ihren Gatten gestresste Ehefrauen können diese heute in Bremen erstmals in einem «Männergarten» abgeben…. wie der Christliche Gewerkschaftsbund (CGB) mitteilte. Die Frauen könnten ihren Liebsten im «Männergarten» lassen, um dann in aller Ruhe Shoppen zu gehen.
Natürlich sei auch für die «artgerechte Betreuung» der Männer gesorgt...

LP 84 Jack Holland (Autor und Journalist, IRL)

Warum, glaubst Du, gibt es nicht auch einen vergleichbaren Hass auf Männer bei Frauen? Er sagte: Das ist doch klar: Ihr gebt uns Leben, ihr bringt uns in die Welt. Wie könntet ihr eure eigenen Kinder hassen?" Ohne Frauen kein Leben. Ohne Frauen keine Männer. Für Jack Holland beginnt der Frauenhass mit dieser Abhängigkeit. Und er hat viele Gesichter. Es sind von Anbeginn die Religionen, die die Rechte der Frauen einschränken. Und in ihrem Namen wird Millionen Frauen ihre Sexualität geraubt. Doch warum, das kann auch Holland nicht erklären. Vielleicht weil die Männer ihrem eigenen Begehren nicht entfliehen können? Für Jack Holland ist dies eine Frage der Erziehung.

http://www.3sat.de/dynamic/sitegen/...turzeit/themen/122933/index.html

http://www.zweitausendeins.de/redaktionelles/?thema=200328

LP 85 Ulf Poschardt/ (Redakteur die WELT)

„Auch wenn Assauer mit 65 Jahren älter ist, als er aussehen will, dürfte er Simone Thomalla zumindest körperlich überlegen sein. Wenn Männer ihre physische Überlegenheit vergessen und gegen das nur hier schwächere Geschlecht wenden, ist dies beschämend. Die Enttabuisierung von Gewalt in Ehen und Beziehungen gehört zu den großen Errungenschaften des späten 20. Jahrhunderts. Auch wenn die Erotik der Gewalt bei Assauer & Thomalla mit einem Hinweis auf den gemeinsamen Gang ins Hotel ins Spiel gebracht wird, sollte die Gesellschaft bei ihrer erkämpften Null-Toleranz bleiben.“

http://www.welt.de/vermischtes/article3874078/Rudi-Assauer-so-etwas-macht-Mann-nicht.html

LP 86 Martin Klingst (Journalist „die ZEIT“)

Die Justizministerin hat Recht: Heimliche Vaterschaftstests müssen verboten werden. Auch die Familie ist kein rechtsfreier Raum
Welch eine kuriose Vorstellung: Ein verheirateter Vater zweifelt, ob sein Sohn tatsächlich von ihm abstammt. Deshalb entwendet er ihm heimlich ein Haar und schickt es mit seinem eigenen Haar zum Gentest. Bald darauf kommt die erlösende Nachricht: Er ist der leibliche Vater. Und simsalabim bambasaladu saladim – vorbei die Angst vorm Kuckuckskind. Vertrauen zur Mutter zurückgewonnen. Familienfrieden ungefährdet, da niemand außer dem Vater je etwas von der Erschütterung geahnt hat… Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute in ungetrübter Eintracht.
So einfach ist das Leben leider nur in Märchen oder Kinderliedern – und nicht einmal da. Doch die Gegner des geplanten Verbots heimlicher Gentests wollen uns glauben machen: Die Geheimhaltung dieser Tests schütze Ehe und Familie. Hingegen wirke der Zwang, die Probe offen vorzunehmen und den väterlichen Zweifel damit familienöffentlich zu machen, zerstörerisch, Sigmund Freud hätte seine Freude.
Worum geht es eigentlich? Darum, dass die heimliche Entnahme und Prüfung des Kindeshaars ein Verstoß gegen das Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung ist – und zwar gegen das Grundrecht des Kindes, dessen Haar die Gen-Informationen enthält. Und gegen das Grundrecht der unwissenden Mutter. Daraus folgt: Genetische Untersuchungen dürfen nur mit Einwilligung der Betroffenen – oder im Fall des Kindes ihrer gesetzlichen Vertreter – stattfinden. Damit kommen wir zum Kern des Vorhabens von Bundesjustizministerin Brigitte Zypries. Sie will ganz grundsätzlich unter Androhung von Strafe verbieten, dass genetisches Material ohne Wissen und Wollen der Spender im Labor geprüft wird und die Ergebnisse gespeichert werden können. Dafür gebührt Zypries Unterstützung, denn schließlich geht es um den Schutz eines wichtigen Grundrechts.
Pech nur, dass unter dieses Verbot auch heimliche Vaterschaftstests fallen und deshalb, siehe oben, angeblich der Familienfriede wackelt. Doch seit wann ist die Familie ein rechtsfreier Raum? Eine Ehefrau darf nicht geschlagen werden, denn sie hat ein Recht auf körperliche Unversehrtheit. Sie hat ebenso ein Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung. Der Ehemann selbstverständlich auch. Grundsätzlich gilt: Der Vater darf einen privaten Gentest in Auftrag geben, solange er einverständlich erfolgt. Verweigert seine Frau ihre Einwilligung, steht ihm die Vaterschaftsklage offen. Sie soll erleichtert werden. Wo also ist das Problem? Zumal der heimliche Test nur geahndet wird, wenn die Frau einen Strafantrag stellt.
Eine kleine Gewissensfrage zum Schluss: Verletzt ein Vater, der sich aus dem Staub macht, nachdem er herausgefunden hat, dass er gar nicht der leibliche Vater ist, eigentlich das Kindeswohl?

http://www.zeit.de/2005/03/pro_Gesetz

LP 87 Barry Sheerman, Politiker der British Labour Party, MP

“Women are brighter than men“

http://news.bbc.co.uk/2/hi/uk_news/education/4079653.stm

LP 88 Philipp Mißfelder, Vorsitzender JU

"Wir setzen uns dafür ein, die Wehrpflicht zu einer allgemeinen Dienstpflicht für Männer weiterzuentwickeln."

http://www.cicero.de/97.php?ress_id=10&item=4115


LP 89 Jochen Müter (ntv-Der Nachrichtensender)

„Vielleicht ist es aber auch gut, dass alles so gekommen ist. Im Gegensatz zu Matschie und Ramelow verspricht eine weibliche Führung halbwegs sachliche Politik. Dieses testosteron-geschwängerte Hin und Her, diese egomane Rambo-Politik, diese unwürdige Intoleranz ist den Thüringern schließlich nicht zu wünschen. Vor allem Matschie hat in den letzten Wochen kein Reifezeugnis erworben – dieses ist für das Amt des Ministerpräsidenten jedoch zwingende Voraussetzung.“

http://www.n-tv.de/politik/politik_kommentare/Matschie-verbockt-das-Tor-article529833.html

LP 90 Robert Wiesner(ORF – Österreichischer Rotfunk- Sendungsverantwortlicher ORF 1 Report) aus einer Mail an den Forenteilnehmer Tom anlässlich einer Reportage über die weiterhin benachteiligte Frau

Sehr geehrter Herr ***,

der Beitrag befasste sich mit dem Umstand, dass sich immer mehr Männer diskriminiert fühlen und deshalb Beschwerden bei der Gleichbehandlungskommission oder sogar beim Verfassungsgerichtshof einbringen.

Ich respektiere, dass Sie sich offenbar benachteiligt fühlen, doch viele Fakten zeigen, dass in der Gesellschaft insgesamt Frauen noch längst nicht gleichgestellt sind.

Mit besten Grüßen

Robert Wiesner

Robert.wiesner@orf.at



LP 91 Matthew Arnold (erster lila Pudel der Geschichte)

Sollte jemals eine Zeit anbrechen, in der sich Frauen ausschliesslich zum Wohl der Menschheit vereinen, wird daraus eine Macht enstehen, wie die Welt sie noch nicht gesehen hat.
Das steht als erstes in dem Buch "Das starke Geschlecht" zu lesen.
http://www.schweisfurth.de/veranstaltungen.html?&no_cach...&tx_attacalendar_pi1_old_pid=219&cHash=64c857de60

http://de.wikipedia.org/wiki/Matthew_Arnold

LP 92 Josep Borrell (Spanien, ehemaliger Präsident Europäisches Parlament)

Strassburg (AP) Zum Weltfrauentag hat der Präsident des Europäischen Parlaments, Josep Borrell, alle Männer zu einer Änderung ihrer Einstellung aufgerufen. Nur so könne eine Gleichstellung der Geschlechter erreicht werden, sagte Borrell am Dienstag vor dem EU-Parlament in Strassburg. Insbesondere rief er die Mitgliedstaaten der Europäischen Union dazu auf, Frauen in ihren jeweiligen Ländern dasselbe Einkommen wie Männern zu garantieren und sich auch sonst darum zu bemühen, ihnen das Leben zu erleichtern.
Einer EU-Studie zufolge haben Frauen zwar in puncto Bildungs- und Beschäftigungschancen aufgeholt, doch verdienen Männer in den 25 EU-Staaten im Durchschnitt immer noch 15 Prozent mehr als Frauen. Auch der für Arbeit und Soziales zuständige EU-Kommissar Vladimir Spidla betonte, dass diese Lücke unbedingt geschlossen werden müsse. Borrell sprach sich dafür aus, ein europaweites Institut für Frauenfragen zu gründen. Ferner müssten die Mitgliedstaaten härtere Strafen für Gewalttaten gegen Frauen verhängen.

http://de.news.yahoo.com/050308/281/4g4sy.html

www.taz.de/dx/2005/04/12/a0137.1/text

LP 93 Dietmar Muscheid (DGB-Landeschef)

"...bezeichnete die "Hartz IV"- Reformen als Rückschritt in Sachen Gleichberechtigung. Jede Ehefrau eines Arbeitslosen könne künftig zur Arbeit gezwungen werden. Muscheid ist der Ansicht, dass Frauen damit unverschuldet für die Arbeitslosigkeit ihrer Männer büßen." (Pressemeldung vom heutigen Tage)

LP 94 Helmut Höge (taz) Journalist, „die soziale Revolution ist keine Privatsache“ „hundert Blumen“ „lila Eule“

http://www.taz.de/pt/2001/08/04/a0198.nf/text

LP 95 Harald Wolf (Innensenator Berlin)

Wegen folgendem Artikel http://www.pt-magazin.de/newsartikel/datum/2009/07/06/rettet-unsere-soehne der dem einen oder anderen wohl noch geläufig ist, kündigte Berlins Senator für Wirtschaft, Technologie und Frauen Harald Wolf dem Mittelstands-Magazin, in dem dieser Artikel erschien, jetzt die Schirmherrschaft auf:

http://www.pt-magazin.de/newsartikel/datum/2010/01/11/leserbriefe-zu-pt-magazin-62009/

LP 96 Jürg Steiner (Berner Zeitung, Schweiz)

Im Vergleich dazu sieht die mehrheitlich von Frauen gewählte Laufbahn über Gymnasium und Universität, so Elisabeth Grünewald, aus «wie eine undichte Pipeline». Je weiter die Karriere führt, desto mehr Frauen scheiden aus. Unter Maturanden und Studienanfängern sind sie noch in der Mehrheit. Aber schon bei den Studienabgängern sind Frauen in der Minderheit – und ihre Kurve sinkt bis zu den Spitzenpositionen in Forschung und Lehre steil ab. Scharf ausgedrückt: Trotz starker Schulleistungen werden Frauen später oft gestoppt. Und trotz schwacher Schulleistungen bringen es Männer später häufig weit – was mitunter schon Jugendlichen bewusst ist. «Beim Übergang von der Ausbildung in den Beruf und später», sagt Elisabeth Grünewald, «stellen sich die schwierigen Fragen.» Man müsste sagen: die unangenehmen Fragen. Überspitzt formuliert: Was für Mädchen im Gymeralter in Bildung investiert wird, zahlt sich später für sie und die Gesellschaft noch kaum aus – ausser, die Frauen verzichten auf Familie und Kinder. Dass die Zukunft weiblich sein soll, wie Trendforscher hartnäckig behaupten, stimmt vielleicht bis zum Studienbeginn. Danach wird in den traditionellen Rollen weitergespielt. Und das wird sich, stellt man auf die Vorstellungen ab, die Grünewald und Hadjar bei den Berner Achtklässlern erhoben haben, nur langsam ändern. Wenn überhaupt. Jürg Steinerjuerg.steiner@bernerzeitung.ch •www.faulejungs.ch

http://www.bernerzeitung.ch/region/gemeinde/-Lernen-in---loecheriger-Pipeline-/story/22384534

LP 97 Heiner Geissler (CDU)

http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,346531,00.html
Das ist schon ziemlich ekelig, was dieser Herz-Jesu-sozialist/feminist
da so absondert. *würg*
ALICE SCHWARZER: "FRAUEN SIND NICHT DIE BESSEREN MENSCHEN!" - HEINER
GEISSLER: "FIND ICH SCHON"
So sehr Alice Schwarzer in ihren schriftlichen Texten (Bücher und "Emma")
gegen das Männergeschlecht herumholzt, so stark spricht sie bei
TV-Auftritten deutlich zurückhaltender einen gesellschaftlichen Konsens an.
In der "NDR-Talkshow" vom Freitag, dem 3. Mai, teilt sie zunächst einmal
ihre Beobachtung mit, dass in der bisherigen Mediendebatte über Erfurt die
Geschlechterfrage bestenfalls angerissen wurde, obwohl es doch
ausschließlich Männer seien, "die das tun". Darauf steigt der ebenfalls
anwesende CDU-Politiker Heiner Geißler mit der Bemerkung ein, er fordere
schon seit langem eine Feminisierung der Gesellschaft: Man solle sich einmal
vorstellen, anstatt von Massenmördern wie Milosevic oder Karacic wären
Frauen, vielleicht gar Mütter, in dieser Position gewesen. Dann wäre es zu
solchen Verbrechen nie gekommen. (Hier verschließt Geißler natürlich vor
sämtlichen weiblichen Diktatorinnen und Kriegsherrinnen die Augen.) Eine
Frau ginge solche Probleme nämlich ganz anders an, davon sei er zutiefst
überzeugt. Schwarzer fällt ihm ins Wort und kritisiert diese Vorstellung als
romantisierend: Das Problem liege nicht in einer Naturgegebenheit, sondern
in der gesellschaftlichen Realität, die eine enorme Kluft entstehen lasse
zwischen den Gefühlen und (Versagens-)Ängsten eines Jungen und dem
Rollenbild, dem er gerecht werden müsse. Es gebe auch schreckliche und
grausame Mütter. Geißler bleibt bei seiner Auffassung und legt einige Sätze
später mit dem Spruch nach: "Was haben Männer und Wolken gemeinsam? Wenn sie
sich verziehen, kann es noch ein schöner Abend werden." Allgemeines
Gelächter, und Schwarzer kommt frohgemut zu dem Schluss: "Ich geh dann schon
mal nach Hause, der Posten Feminismus ist heute besetzt."
Geißler und Schwarzer im Duett. Invisible men 36
siehe auch altes Forum Beitrag 9.891

LP 98 Joachim Arnold (Landrat Wetteraukreis, Friedberg)

Gerne und regelmäßig lese ich das von Ihnen verantwortete P.T. Magazin, dessen Beiträge ich schätze. Umso erstaunter war ich über den in Ausgabe 4/2009 erschienenen Leitartikel ‚Rettet unsere Söhne!’ von Ullrich Rothe. Einen solchen unseriösen Journalismus hatte ich in Ihrer Zeitschrift nicht erwartet. Undifferenzierte Betrachtungsweise, Vorurteile, Rollenklischees und eine wirre Argumentation finden sich zuhauf. Polarisierungen und Diffamierungen befördern keineswegs eine gesellschaftliche Debatte um die schulische Situation von Jungen. Muss man Frauenförderung und (leider) dringend benötigte Einrichtungen wie Frauenhäuser diffamieren, um Jungen zu fördern?

Solange es eine gesellschaftliche Benachteiligung von Frauen gibt, sind gezielte Maßnahmen zum Ausgleich notwendig. Für unsere Kreisverwaltung sind Frauenförderung, Chancengleichheit von Frauen und Männern und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie Bestandteile einer modernen Personalpolitik. Deren Bedeutung wird aufgrund der demografischen Entwicklung und den dadurch bedingten Fachkräftemangel noch steigen. Ich hoffe, dass ich in Zukunft im P.T. Magazin, das ich sonst sehr schätze, von solchen journalistischen Entgleisungen verschont bleibe.“
Joachim Arnold, Landrat Wetteraukreis, Friedberg/H.

LP 99 Ralf Dickerhof (Pressereferent Welthungerhilfe Bonn)

Heute nehme ich an einer Verteilung in Petit Goave westlich von Port-au-Prince teil.
Da kommt schon der Jeep mit dem Sergeant der sri-lankischen UN-Blauhelme samt drei Kollegen. Verdammt, das werden doch nicht alle sein? Nein, da hinten kommt ein Lastwagen mit insgesamt 20 weiteren Blauhelmen.
Unsere Erfahrung [er ist gerade mal ein paar Tage da] hat uns gezeigt, dass es hier derzeit unmöglich ist, „einfach so“ Nahrungsmittel oder eine Notausrüstung an die wirklich Bedürftigen zu verteilen, denn die können sich gegen die Stärkeren, die Dreisten, nicht durchsetzen.
Und deshalb haben wir uns auch dazu entschlossen, nur an Frauen zu verteilen: Die sind vernünftiger, nicht so gewalttätig wie *sic!* [neuer Pressesprecher!](junge) Männer – und bei ihnen sind die verteilten Waren gut aufgehoben... – so geht es einfach und gerecht zu.
Von rechts kommen sie, eine nach der anderen, junge, alte, kranke Frauen und lachende Mädchen.
Wir konnten die Richtigen erreichen, es lief alles ruhig und zügig ab – sehr gut!
Mit freundlichem Gruß
Ralph Dickerhof

LP 100 Matthias Heine (die WELT)

Helene Hegemann wird nicht verbrannt werden. Allenfalls gegrillt von den Medien. Die ehernen Spielregeln der Hochkultur haben ihr sogar genutzt. Denn diese Heilige Helene der Textblößen steht wohl nur noch auf der Shortlist des Leipziger Buchpreises, weil die Nominierung vorab bekannt wurde und die Jury nicht ohne Gesichtsverlust zurückrudern kann.
Themen
• Helene Hegemann
• Prenzlauer Berg
• Berlin
• Axolotl Roadkill
• Urheberrecht
Gewinnen wird sie in Leipzig nicht. Aber langfristig schon. Wenn auch nur als Typus. Im ewigen Konflikt zwischen alten Männern und jungen Frauen haben die jungen Frauen immer Recht, und sie werden immer siegen. Das ist gut so.

http://www.welt.de/kultur/article6360182/Warum-alte-Maenner-...ann-hassen.html

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Die ultimative Dienstleistungsoffensive des Antifeminismus

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