Wieviel »Gleichberechtigung« verträgt das Land?

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keine labberjobs mehr für frauen

Antwortenschreiber, Samstag, 13.05.2006, 00:53 (vor 4210 Tagen) @ Odin

Als Antwort auf: Re: Wie soll denn Eure "Gleichberechtigung" aussehen? von Odin am 12. Mai 2006 20:31:34:

Sorry, habs nicht gelesen - worauf willst du hinaus?

Solltest Du aber mal, den dann stösst Du z.B. auf unteren Absatz bin gespannt wie das umgesetzt werden soll.

Solche, ich sag mal harten wirtschaftlichen Fakten vermisse ich eh in der ganzen Betrachtung und das sind auch jene die mich zweifeln lassen an der Umsetzung von Gleichberechtigung, dei Welt besteht nun mal nicht nur aus abwaschen.
Es ist doch auch so, das es viele Männerberufe gibt ausserhalb irgendwelcher Führungsposition, die sich eine 25 Stunden Woche nicht leisten können aus wirtschaftlichen und organisatorischen Gründen.
Fahr doch mal spassenshalber Freitagabend bis Mitternacht auf der Autobahn spazieren und schau Dir die Autos an, was dafür Leute drin sitzen. Da bekommt man einen Eindruck was Männer wirklich alles leisten.
Anderseits sinkt auch bei einer 25 h die Effektivität und die Qualität der Männerarbeit.
Es ist mir eh schleierhaft, wie soll die gesamte Technikschiene den Frauen nahe gebracht werden das wir ein Milliardengrab!
Übrigens, hab (inzwischen) nix mehr dagegen das Frauen jetzt in scharren z.b. Maurermeisterin werden wollen, derweil kümmere ich mich gerne um meine Kinder. Ich konnte wenn ich erlich bin die "Patriarchale Herrschaftsformen" im Handwerksbereich nicht leiden, obwohl ich sie als Älterwerdender und Sehender, auch als Sicherheits,- Qualtität-, und Ausbildungbegleitend Massnahme begreifen würde.

12.2 Frauen in "Männerberufen" – HandwerkerInnen
• Patriarchale Herrschaftsformen finden wir heute noch in den sogenannten Männerberufen. Diese befinden sich vorwiegend im Handwerksbereich. Hier finden wir nicht nur alte Zunftstrukturen (Innungen), sondern auch einen hierarchischen Aufbau über die Handwerkskammern im kommunalen Bereich. Jeder Handwerksbetrieb ist zwangsläufig den Handwerkskammern unterworfen und hat dorthin Zwangsbeiträge zu leisten. Die Innungen stellen die Prüfungsordnungen auf und besetzen die Prüfungskommissionen im Einklang mit den Handwerkskammern. Diese sind vorwiegend mit Männern besetzt.
Frauen, die ein Handwerk erlernen wollen, finden im Betrieb und in den Berufsschulen keine ihnen gemäßen Bedingungen. Es gibt keine Überlegungen zur frauenspezifischen Ausbildung in den Betrieben, keine Ausrichtung von Prüfungsvorgaben auf Frauenfähigkeiten in dem zu erlernenden Beruf, kaum Ausbilderinnen, kaum Prüfungskommissionsmitfrauen, kaum Berufsschullehrerinnen. Hierdurch werden Mädchen in "Männerlehrberufen" benachteiligt und müssen oft auch noch sexistisches Verhalten von Vorgesetzten und Gesellen erdulden.
Dies führt dazu, daß Frauen in diesen Berufen nur ein niedriges Selbstbewußtsein entwickeln können und enorme Angst vor der Berufsausübung zeigen. Daraus erklärt sich auch, daß Frauen selten den erlernten Beruf auch wirklich langfristig ausüben und die für eine Selbständigkeit notwendige Meisterprüfung nur selten ablegen. Oft ist es diesen Frauen nicht möglich, die erforderlichen Gesellinnenjahre nachzuweisen oder diese, zumal wenn sie in Frauenprojekten gearbeitet haben, als solche anerkennen zu lassen.
Wir wollen deshalb:
• frauenspezifische Ausbildungsordnungen zur Lehrlingsausbildung
• frauenspezifische Ausbildungsordnungen zur Ablegung der Meisterinnenprüfung
• Vertretung von Frauen in den Innungen
• Vertretung von Frauen in den Handwerkskammern
• Frauen als Ausbilderinnen im Betrieb und auf den Berufsschulen
• Frauenprüfungskommissionen auf allen Ausbildungsebenen
Wir setzen uns dafür ein, daß Förderprogramme "Mädchen in Männerberufe" folgende Voraussetzungen erfüllen:
• Ausbildung vorrangig in Berufen, die wirtschaftlich aussichtsreich sind
• Ausbildung, die die geschlechtsspezifische Sozialisation von Frauen mit berücksichtigt und Angstabbau und Stärkung des Selbstbewußtseins mit beinhaltet
• Sicherstellung der ersten Berufsjahre
• Sicherstellung der Anerkennung von Berufsjahren in Frauenprojekten zur Erlangung der Meisterinnenprüfung
• spezifische Frauenausbildungsprojekte von der Auszubildenden zur Meisterin
http://www.feministischepartei.de/progra-d.htm#kap12-2


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