Wieviel »Gleichberechtigung« verträgt das Land?

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Re: Frauen und Männer aus Katalogen

Holger, Mittwoch, 21.11.2001, 00:26 (vor 6149 Tagen) @ Frau*****

Als Antwort auf: Re: Frauen und Männer aus Katalogen von Frau***** am 20. November 2001 13:27:10:

Viele regen sich darüber auf, wenn Männer ihre zukünftige Lebenspartnerin
aus irgendwelchen Katalogen heraussuchen.
Wenn das umgekehrt Frauen tun, scheint daran wohl niemand etwas auszusetzen
zu haben.
Gruß, Jörg

morgen jörg,
deine sensiblen nervenzellen registrieren nur das, was frauen tagtäglich erleben; nämlich, um einen linken begriff zu verwenden, den *warencharakter* von menschen.
der gedanke, dass auch das menschliche/männliche leben einen preis haben könnte, oder stärker noch, dass es geldcharakter haben könnte, wird dir wahrscheinlich beim durchlesen dieser seite bewusst geworden sein. nein, ich denke nicht, dass es dich betrüben sollte, denn noch ist alles im männlichen lot.
zum einen solltest du unterscheiden, dass es zwar eine *mediale konstruktion* von wirklichkeit gibt, die zwar mit der geballten kraft der spassgesellschaft diese *innere verwahrlosung* fördert-zum anderen gibt es aber auch noch die persönlichen träume und wünsche von männer und frauen.
und die sehen in der regel nicht den *wegwerfmann* oder die *wegwerffrau* vor.
auch solltest du einige nuancen beachten, denn es geht bei den *katalogfrauen* überwiegend um frauen aus osteuropäischen oder asiatischen räumen, die gekauft werden; es geht um diesen modernen sklavinnenhandel. leztlich ist zwar auch der mann eine tragische figur, aber eher auf der persönlich-psychologischen ebene.
dies gilt es zu unterscheiden. eheanbahnung, kontaktanzeigen gibt es schon sehr lange, zunehmend brutalisiert, voyeuristisch gestylt-aber letztlich stellt sich hier der einzelne mann/frau selbst aus, wenn auch oft aus persönlichen nöten heraus. dies ist die tragik und auch komik der *vereinzelungsgesellschaft*
es freut mich, dass dich diese brutalisierte art, menschen als waren zu betrachten, stört-aber bitte erhebe nicht deine stimme: **bei uns regt sich keiner auf**. ein anderer umgang wird nur möglich, wenn mann/frau es gemeinsam beherzigen.
gruß

Wer sich in einem Katalog feilbietet, zeigt damit, daß er sich selbst als Ware oder Dienstleistungserbringer sieht. In der Diskussion hier wird immer wieder abgehoben auf die arme Dritteweltfrau (und Osteuropa ist dazu zurechnen), die - ganz Unschuldslamm- aus schierer Not sich prostituiert für verklemmten Underdog aus Allemania, der sie unter Vorspiegelung falscher Tatsachen "kauft" und anschließend als Sexsklavin hält. Klassische feministische Diskurslüge. Die Wirklichkeit sieht anders aus, wie bei jedem deutschen Konsulat "abroad" sowie den Ausländerbehörden zu erfragen ist: selbstredend kennt Girlie im afrikanischen Busch, den Slums Südamerikas, den Wohnklo's der GUS das deutsche Scheidungs- und Unterhaltsrecht besser als jeder Dummlack, der hierzulande in ein Standesamt tölpelt: erst grosses Liebä, schnell schnell schnell heirate, ganz überraschend schwanger werde- nach spätestens zwei Jahren Aufenthaltserlaubnis für immer und widerliche Kerl mit Bierbauch müsse löhne bis ans Lebensende, alldieweil arme "Dritteweltfrau" nach zwei Jahren harter Frohn ein geradezu natürliches Recht darauf hat und deutsche Familienrichter sie zuverlässig ins Paradies heben. Es ist einfach eine Mähr, daß alle im Puff landen, die meisten finden wir in der Rubrik "Unterhaltsberechtigte" wieder. Leider leider leider ist die von Dir beklagte "Innere Verwahrlosung" kein männliches Attribut, sondern ein überaus intensiv- weibliches.
Der "Wegwerfmann" wurde von Emanzen postuliert und die Emanzokratie hat ihn Wirklichkeit werden lassen.
Du bist eine Träumerin mit Deinen Wünschen, die Wirklichkeit ist längst anders.


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